NRW verbietet Kita-Spiel „Original-Play“

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat ein Verbot der umstrittenen Kita-Spielmethode „Original Play“ angekündigt. Das Konzept, bei dem fremde Männer in Kitas mit Kindern kuscheln, sei „völlig indiskutabel“, sagte Familienminister Joachim Stamp (FDP) der WAZ.

Bislang werde die Spielmethode zwar noch nicht in NRW praktiziert. Sie sei aber nicht zu verantworten, da eine Gefährdung der Kinder nicht ausgeschlossen werden könne, warnten die Landesjugendämter.

Nach Berichten der ARD über Mißbrauchsfälle im Zusammenhang mit „Original Play“ in Berlin und Hamburg sorgte das Konzept für Aufregung.

Neben dem Kinderschutzbund sprach sich auch die Leiterin des bayerischen Staatsinstituts für Frühpädagogik, Fabienne Becker-Stoll, gegen diese Spielmethode aus.  

Urheber von „Original Play“ ist der US-amerikanische „Spieleforscher“ Fred Donaldson. Grundlage des Konzepts seien Beobachtungen spielender Tiere. Die Männer, die später in die Kitas gingen, benötigten dafür keine pädagogische Ausbildung. Nach kurzen Seminaren könnten sie als „Lehrlinge“ in die Kindereinrichtungen.

In Deutschland habe die Methode vor 15 Jahren Einzug in einzelne Kitas und Kindergärten gehalten.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2019/einladung-fuer-paedophile-nrw-will-original-play-verbieten/


Kita-Frühsexualisierung per „Original-Play“ begünstigt Kindesmissbrauch

Wie das ARD-Magazin Kontraste zuerst aufgedeckt hat, ist es in Kita-Einrichtungen in Deutschland mehrfach zu sexuellem Kindesmissbrauch gekommen. Ausgangspunkt war, dass in den Einrichtungen das sogenannte Pädagogikkonzept ‚Original Play‘ angewandt wurde, bei dem fremde Erwachsene, die nicht zum Kita-Personal gehörten, Körperkontakt mit kleinen Kindern hatten, zum Teil gegen Bezahlung.

Die Eltern wurden hierüber nicht informiert. Häufig gab es bereits seit Jahren Anzeichen für den Kindesmissbrauch bei Anwendung dieses Pädagogikkonzepts, ohne dass dem überall mit Nachdruck nachgegangen wurde.

Noch immer weigern sich manche Bundesländer, ‚Original Play‘ in Kindergärten oder Schulen uneingeschränkt zu verbieten.

Dazu erklärt der AfD-Bundestagsabgeordnete Thomas Ehrhorn, Mitglied des Familienausschusses im Deutschen Bundestag:

„Spätestens die jüngst bekanntgewordenen Fälle sexuellen Missbrauchs in Kitas im Zusammenhang mit dem ‚Original Play‘ belegen, dass sich hinter dem Stichwort ‚Frühsexualisierung‘  ein staatlich geduldeter sexueller Kindesmissbrauch verbirgt.

Tatsächlich geht es bei diesen angeblichen Pädagogikkonzepten darum, perversen Erwachsenen Zugang zu Kinder zu verschaffen. Um dies zu verhindern, verlangen wir, dass bundesweit alle Krippen, Kindergärten und Kindertageseinrichtungen ihre pädagogischen Konzepte zur Genehmigung den Sozialbehörden vorzulegen haben und die Behörden regelmäßige Kontrollen vor Ort durchführen.

Dabei muss strikt darauf geachtet werden, dass Kinder im Rahmen dieser Konzepte nicht ansatzweise Opfer sexueller Gewalt werden können. Das geht nur, wenn jegliche sog. Frühsexualisierungsmaßnahmen oder andere Versuche, kleine Kinder über das unumgängliche Maß hinaus zu berühren, etwa im Rahmen der Körperpflege oder eines kurzzeitigen Tröstens, konsequent verboten werden.

Trägern, die diese Vorgaben missachten, müssen sofort davon ausgeschlossen werden, derartige Einrichtungen weiter betreiben zu dürfen.

Auch sind alle Personen, die, wie in den bereits eingetretenen Fällen, Kinder körperlichem Kontakt mit fremden Erwachsenen ausgesetzt haben, unverzüglich zu entlassen und strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen.“