Jahrestag der Entführung: Schicksal der zwei syrischen Erzbischöfe unvergessen

Die beiden vor einem Jahr in Syrien entführten Erzbischöfe Mor Gregorios Y. Ibrahim und Boulos Yazigi sind weiterhin verschollen. Dazu erklärt die menschenrechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach (siehe Foto):

„Zum Jahrestag der Entführung des syrisch-orthodoxen Erzbischofs von Aleppo, Mor Gregorios Y. Ibrahim, und des griechisch-orthodoxen Erzbischofs von Aleppo und Iskenderun, Boulos Yazigi, fordern wir die Entführer nachdrücklich auf, die beiden hohen kirchlichen Würdenträger unverzüglich freizulassen.

E. Steinbach

Bisher sind leider alle Bemühungen zur Freilassung der beiden Metropoliten ergebnislos geblieben.

Wir werden das Schicksal dieser Botschafter des interreligiösen Dialogs und der Versöhnung niemals vergessen und uns weiterhin mit Nachdruck für ihre Freiheit einsetzen.

Gerade im Licht der Osterbotschaft wäre ihre sofortige Freilassung für die Christen in Aleppo und Syrien – aber auch für die Christen und Minderheiten im ganzen Nahen Osten  –  ein wichtiges Signal der Zuversicht und der Hoffnung.

Vor diesem Hintergrund hat auch der Bundesverband der Aramäer in Deutschland noch einmal besonders an die Versöhnungsbotschaft der Roadmap für den Frieden in Syrien erinnert, die Mor Gregorios Ibrahim im Juli 2012 veröffentlichte.

Mit diesem Aufruf zu Versöhnungsappell hat er den Weg zu einer Beendigung der Gewalt, der Bewahrung des einmaligen pluralistischen Gefüges der syrischen Gesellschaft und der nationalen Einheit Syriens aufgezeigt.“


Syrien: Zwei verschleppte Bischöfe immer noch spurlos verschwunden

Von den beiden in Syrien verschleppten Bischöfen gibt es mehrere Monate nach deren Verschwinden immer noch keine Spur. Darauf hat das Komitee des Syrisch-Orthodoxen Patriarchats in Aleppo aufmerksam gemacht.

In einer offiziellen Erklärung heißt es, bislang hätten sich die Entführer weder zu erkennen gegeben noch den Aufenthaltsort der Geiseln genannt oder Forderungen gestellt. Man appelliere an die internationale Gemeinschaft, sich weiterhin auf allen Ebenen für die Freilassung der beiden hohen Geistlichen einzusetzen.

Der syrisch-orthodoxe Erzbischof von Aleppo, Mor G. Ibrahim, und der griechisch-orthodoxe Erzbischof von Aleppo und İskenderun, Boulos Yazigi, waren am 22. April auf dem Rückweg von Bab Al-Hawa an der Grenze zur Türkei nach Aleppo, als ihr Wagen von einer bewaffneten Gruppe gestoppt wurde.

Der Fahrer wurde ermordet, während die Erzbischöfe angeblich unversehrt geblieben sind.

Der Vorfall ereignete sich in einem Gebiet, das von radikal-islamischen „Rebellen“ kontrolliert wird.

Quelle: http://www.idea.de


126 Parlamentarier von CDU/CSU fordern sofortige Freilassung der entführten orthodoxen Bischöfe in Syrien

Eindringlicher Appell der Bundestagsabgeordneten

In der Nacht auf Dienstag, 23. April 2013, wurden in Syrien zwei orthodoxe Erzbischöfe von radikal-islamischen „Rebellen“ entführt.

126 Abgeordnete der CDU/CSU-Bundestagsfraktion haben einen Appell unterzeichnet und fordern die sofortige Freilassung der beiden Bischöfe. Der Appell, der auch vom Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder und seiner 1. Stellvertreterin Gerda Hasselfeldt unterzeichnet ist, hat folgenden Wortlaut:

„Wir fordern die sofortige Freilassung des syrisch-orthodoxen Erzbischofs von Aleppo, Mor Gregorios Yohanna Ibrahim, und des griechisch-orthodoxen Erzbischofs von Aleppo und Iskenderum, Boulos Yazigi.

Die beiden Erzbischöfe wurden in der Nacht auf Dienstag, 23. April 2013, von Aufständischen entführt, ihr Aufenthalt ist weiter unbekannt. Ein Diakon, der Fahrer der beiden Erzbischöfe, wurde bei der Entführung ermordet.

Wir nehmen mit großer Sorge wahr, dass die Religionen von den Bürgerkriegsparteien gezielt gegeneinander aufgehetzt werden, um so den Hass zwischen den Menschen in Syrien weiter anzustacheln.

Die dramatische Situation in Syrien fordert täglich weitere Menschenleben  –  die Entführung der beiden Erzbischöfe und die erbarmungslose Hinrichtung ihres Fahrers sind nur drei von vielen Schicksalen, bei denen täglich Unschuldige dem Bürgerkrieg zum Opfer fallen.

Wir appellieren an die Entführer, die beiden hohen Geistlichen sofort freizulassen und unversehrt zu ihren Gemeinden zurückkehren zu lassen.“

Den Appell unterzeichneten neben Volker Kauder und Gerda Hasselfeldt folgende Parlamentarier aus CDU und CSU:

Ingrid Fischbach, Dr. Maria Flachsbarth, Ute Granold, Ilse Aigner, Dorothee Bär, Thomas Bareiß, Norbert Barthle, Ernst-Reinhard Beck, Peter Bleser, Prof. Dr. Maria Böhmer, Wolfgang Bosbach, Dr. Reinhard Brandl, Klaus Brähmig, Helmut Brandt, Heike Brehmer, Ralph Brinkhaus, Gitta Connemann, Thomas Dörflinger, Marie-Luise Dött, Enak Ferlemann, Dirk Fischer, Hartwig Fischer, Klaus-Peter Flosbach, Michael Frieser, Erich G. Fritz, Dr. Michael Fuchs, Alexander Funk, Norbert Geis, Alois Gerig, Eberhard Gienger, Peter Götz, Reinhard Grindel, Hermann Gröhe, Michael Grosse-Brömer, Prof. Monika Grütters, Manfred Grund, Olav Gutting, Dr. Stephan Harbarth, Jürgen Hardt, Helmut Heiderich, Ursula Heinen-Esser, Frank Heinrich, Rudolf Henke, Christian Hirte, Robert Hochbaum, Karl Holmeier, Franz-Josef Holzenkamp, Hubert Hüppe, Thomas Jarzombek, Prof. Dr. Egon Jüttner, Andreas Jung, Dr. Franz Josef Jung, Alois Karl, Bernhard Kaster, Dr. Stefan Kaufmann, Ewa Klamt, Volkmar Klein, Jürgen Klimke, Jens Koeppen, Hartmut Kosch, Michael Kretschmer, Dr. Günter Krings, Rüdiger Kruse, Dr. Hermann Kues, Günter Lach, Dr. Karl A. Lamers, Prof. Dr. Norbert Lammert, Katharina Landgraf, Dr. Max Lehmer, Paul Lehrieder, Ingbert Liebing, Daniela Ludwig, Dr. Michael Luther, Georg von der Marwitz, Stephan Mayer, Dr. Michael Meister, Philipp Mißfelder, Dr. Philipp Murmann, Michaela Noll, Dr. Georg Nüßlein, Franz Obermeier, Rita Pawelski, Sibylle Pfeiffer, Beatrix Philipp, Ruprecht Polenz, Eckhard Pols, Thomas Rachel, Eckhardt Rehberg, Lothar Riebsamen, Josef Rief, Klaus Riegert, Prof. Dr. Heinz  Riesenhuber, Johannes Röring, Erwin Rüddel, Dr. Annette Schavan, Karl Schiewerling, Christian (Fürth) Schmidt, Nadine Schön, Dr. Ole Schröder, Bernard Schulte-Drüggelte, Armin Schuster, Detlef Seif, Johannes Selle, Reinhold Sendker, Bernd Siebert, Thomas Silberhorn, Johannes Singhammer, Carola Stauche, Erika Steinbach, Dieter Stier, Stephan Stracke, Max Straubinger, Dr. Peter Tauber, Hans-Peter Uhl, Arnold Vaatz, Stefanie Vogelsang, Andrea Voßhoff, Marco Wanderwitz, Marcus Weinberg, Peter Weiß, Sabine Weiss, Annette Widmann-Mauz, Klaus-Peter Willsch, Elisabeth Winkelmeier-Becker


Syrien: Radikal-islamische „Rebellen“ entführten mehrere Bischöfe – Unionsfraktion fordert sofortige Freilassung

Am 22. April wurden der syrisch-orthodoxe Erzbischof von Aleppo, Mor Gregorios Y. Ibrahim und sein griechisch-orthodoxer Amtsbruder Boulos Yazigi, der Erzbischof von Aleppo und Iskenderum, von Aufständischen in Syrien brutal entführt. Ihr Verbleib ist unbekannt.

Dazu erklärt Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, in einer Pressemitteilung:

„Die feige Entführung der hohen Geistlichen ist ein weiterer Schlag gegen die Christen in Syrien. Wir verurteilen dieses Verbrechen, bei dem der Fahrer der Bischöfe hingerichtet wurde, auf das Schärfste.

Wir fordern die sofortige Freilassung der beiden Kirchenführer. 

Orientalische Ikone

Orientalische Ikone

Mit großer Sorge beobachten wir die Entwicklung des Bürgerkrieges in Syrien, der der Bevölkerung unfassbares Leiden bringt. Das Assad-Regime, aber auch die islamistischen Kämpfer führen ihre Auseinandersetzung brutal und ohne Rücksicht auf die Menschen.

Gerade die syrischen Christen sind dabei in einer schwierigen Lage. Ihre geistigen Führer wie Erzbischof  Mor Gregorios Ibrahim rufen zu Friede und Vernunft auf. Junge Christen entziehen sich dem Wehrdienst. Dennoch werden sie Opfer des Konfliktes.

Wir erinnern uns an das schreckliche Leiden der Christen im Irak, das viele der sich nun in Syrien abzeichnenden Züge trug. Entführungen, gezielte Gewalt, Terrorakte und Erpressungen haben zu einem Exodus der irakischen Christen geführt. Viele von ihnen leben als staatenlose Flüchtlinge in Syrien. Nun droht ihren Glaubensbrüdern und -schwestern dort das gleiche Schicksal.“