Neuer Historienfilm über Zar Nikolaus II. erregt die Gemüter in Rußland

Russische Aktivisten haben gedroht, wegen des Historiendramas „Mathilde“ Kinos in Brand zu setzen. Der Film ist am 2. November in den deutschen Kinos angelaufen.

Das Werk handelt von der Liebesaffäre des heilig gesprochenen Zaren Nikolaus II. zu einer polnischen Ballerina. Daran stoßen sich vor allem orthodoxe Kritiker.

Nikolaus II. war der letzte Zar Russlands. Vor 100 Jahren dankte er wegen der Februarrevolution ab. Bolschewisten ermordeten ihn und seine Familie am 17. Juli 1918 in Jekaterinburg. In der Christus-Erlöser-Kathedrale in Moskau sprach die russisch-orthodoxe Kirche ihn samt seiner Frau und ihren Kindern am 20. August 2000 heilig.

BILD: Zar Nikolaus II. auf einer Ikone in der Johannes-Kirche im Kreml von Saraisk (Bezirk Moskau)

Die Bischofskonferenz der russischen Kirche hatte jahrelang über die Entscheidung gestritten, die Zarenfamilie heilig zu sprechen. Die Kritiker behaupteten, dies würde die Grenze zwischen einer Ermordung aus politischen Gründen und einem Märtyrertod verwischen.

Der Kompromiss besagte, dass die Kirche damit nur den im Glauben ertragenen Tod als Märtyrer, aber nicht die umstrittene politische Herrschaft des Zaren würdigte.

Der Film „Mathilde“ thematisiert die Affäre zwischen Nikolaus II. und der polnischen Ballerina Mathilde Kschessinskaja. Das Geschehen ist historisch belegt. Im Film wird diese Liebe zum staatstragenden Konflikt, weil die Heirat des Zaren mit der hessischen Prinzessin Alix gefährdet erscheint.

Quelle und Fortsetzung des Beitrags von Michael Müller hier: https://www.pro-medienmagazin.de/kultur/film/2017/11/02/verletzt-dieser-russische-film-religioese-gefuehle/

Foto: Wikipedia (gemeinfrei)


Orthodoxe Kirche und Wiener Dompfarrer gegen „Pokemon Go“ in Kirchen

Die russisch-orthodoxe Kirche hat eine offizielle Beschwerde gegen ein „satanisches“ Pokemon eingereicht. Das „Pokemon Go“-Wesen kann in der Kathedrale des hl. Nikolaus in der Landstraße gefangen werden. csm_Immerwaehrende_Hilfe_8d4378bbd2

Der Pokemon Go-Charakter mit der teuflischen Bezeichnung „Raa666“ sei inmitten eines orthodoxen Altarraums platziert worden. Im Beschwerdeschreiben an die Betreiberfirma Niantic Labs Inc wird eine „unverzüglich dauerhafte“ Entfernung des Pokemon verlangt.

Die russisch-orthodoxe Kirche stellte zudem fest, dass die Kathedrale des Hl. Nikolaus ein Gotteshaus ist, „ein sakrales Bauwerk, und als solches ausschließlich dem gottesdienstlichen Gebrauch vorbehalten“. Demnach könne die „Verwendung“ der Kirche als Ort für ein „Spiel“ nicht hingenommen werden.

Zuvor hatte bereits die kath. Kirche, konkret Dompfarrer Toni Faber, gegen Pokemon im Wiener Stephansdom protestiert – mehr dazu in Dompfarrer Faber gegen Pokemon in der Kirche

Quelle und vollständige Meldung hier beim ORF: http://wien.orf.at/news/stories/2789391/

Ergänzender Artikel aus evangelikaler Sicht: https://charismatismus.wordpress.com/2016/07/28/der-siegeszug-des-smartphone-spiels-pokemon-go-aus-evangelikaler-sicht/


Lettland: Evangelischer Bischof Vanags will keine Ordination von Pastorinnen

Die Praxis, ausschließlich Männer als Pastoren zu ordinieren, entspricht den biblischen Grundlagen und der apostolischen Tradition. Diesen Standpunkt hat der Erzbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche Lettlands, Janis Vanags (Riga), gegenüber der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA geäußert. media-FZMqzvujo1V-2

Vanags reagierte damit auf den Protest der Hamburger Bischöfin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, Kirsten Fehrs, gegen die Regelung der lettischen Lutheraner. Fehrs hatte am 15. Februar in der Kieler Universitätskirche gesagt, es sei ein „Skandal“, Frauen in Lettland vom Pastorendienst auszuschließen.

Vanags sagte, er könne die Verwunderung mancher lutherischer Schwesterkirchen nachvollziehen. Er lehne es aber ab, als Auslöser eines Skandals wahrgenommen zu werden. Er fragte die Kritiker: „Was in der längsten Zeit der Kirchengeschichte und heute noch weltweit die am häufigsten praktizierte Haltung ist, soll ein Skandal sein?“

Die römisch-katholische Kirche und die orthodoxen Kirchen lehnen die Frauenordination ebenfalls ab. Zu ihnen gehören rund 1,5 der 2,3 Milliarden Christen. image001

In der Evangelisch-Lutherischen Kirche Lettlands wurden von 1975 bis 1985 und von 1989 bis 1992 auch Frauen als Pastorinnen ordiniert, seit 1993 jedoch nicht mehr. Gleichwohl können bis dahin ordinierte Pastorinnen ihren Dienst weiter ausüben. Für die anstehende Kirchensynode im Juni stellen zwei Propsteien den Antrag, auch in die Verfassung die Beschränkung des Pfarrdienstes auf Männer aufzunehmen.

Die rund 250.000 Mitglieder zählende Kirche steht mit ihrer Haltung im Lutherischen Weltbund (LWB) nicht alleine. Etwa 30 der insgesamt 145 Mitgliedskirchen praktizieren keine Frauenordination. In Hamburg werden seit 1969 Frauen zum Pastorenamt zugelassen. 1992 wurde mit Maria Jepsen erstmals eine Bischöfin gewählt. Sie war auch weltweit die erste Bischöfin einer lutherischen Kirche.

Quelle: http://www.idea.de/frei-kirchen/detail/lettischer-bischof-widerspricht-hamburger-bischoefin-93745.html


Armenier-Gedenken im Libanon: Einweihung des Genozid-Museums in Byblos

Evangelische Allianz solidarisiert sich mit nahöstlichen Christen

Anlässlich der Einweihung des neuen Genozid-Museums im libanesischen Byblos und der offiziellen Gedenkfeierlichkeiten der Armenisch-Orthodoxen Kirche zum Genozid vor 100 Jahren hat die Weltweite Evangelische Allianz (WEA) mehreren Patriarchen und Führern nahöstlicher Kirchen ihre volle Solidarität und Unterstützung versichert.click

In einem vom Generalsekretär der WEA, Bischof Efraim Tendero, mitunterzeichneten Appell, den Thomas Schirrmacher verlas, forderte die WEA die Christenheit auf, gemeinsam zu verhindern, dass die christlichen Kirchen aus ihren Ursprungsgebieten vertrieben werden.

Dazu sei eine Welle des Gebets, der öffentlichen Solidarisierung, aber auch Mobilisierung politischer Kräfte nötig.

Das Oberhaupt der Armenisch-Orthodoxen Kirche, Katholikos Aram I., schlug ebenfalls den Bogen vom Genozid an den Armeniern vor 100 Jahren zur Lage der Christen im Nahen Osten, die gegenwärtig „dramatisch geschüttelt“ würden. Viele gäben ein klares Zeugnis ihres Glaubens „im Leben und Sterben“.

Das neu eröffnete Museum befindet sich in den Räumlichkeiten eines früheren Waisenheimes mit Namen „Birds Nest“, das von amerikanischen und dänischen evangelischen Missionaren 1915 ins Leben gerufen wurde und von dem aus auf dem Höhepunkt etwa 132.000 armenische Waisenkinder versorgt wurden.

Die Armenisch-Orthodoxe Kirche will mit der Wahl des Platzes, wie der Katholikos erklärte, auch ihren großen Dank an Christen anderer Konfessionen verdeutlichen, die mitgeholfen haben, das Überleben des armenischen Volkes zu sichern.

Stellvertretend für die Nachkommen der Waisenkinder erinnerte Alecco Bezikian an seinen Vater, dessen Namen – Aram Bezikian – das Museum trägt.

Quelle (Text/Foto): www.bucer.de/bq.htmlwww.bucer.de/bq.html 


Kirche/Staat: Kretschmanns Wunschkirche nach rotgrünem Muster

Mathias von Gersdorff

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann und der Europarlamentarier Sven Giegold  –  beide von Bündnis 90 / Grüne  – haben am 6. Juni 2014 der Öffentlichkeit ihre „Religionspolitischen Thesen“  präsentiert. stuttgart 009a

Im Thesenpapier bekennen sie sich zu einem „kooperativen Verhältnis“ zwischen Staat und den Kirche und lehnen einen laizistischen Staat, der nichts von Kirche und Religion wissen, entschieden ab. 

FOTO: Mathias von Gersdorff als Redner bei der Stuttgarter Elternrechts-Demonstration

Die Grünen sind dabei, ihr Verhältnis zu den Kirchen zu definieren. Die Kommission „Weltanschauungen, Religionsgemeinschaften und Staat“ wurde vom Bundesparteivorstand dazu gebildet.

Der Appell Kretschmanns und Giegolds steht im scharfen Kontrast zu manchen Strömungen bei den Grünen, die sich einen Laizismus nach französischem Vorbild wünschen.

Wer die heftigen Auseinandersetzungen rund um den „Bildungsplan 2015“ verfolgt hat, wundert sich möglicherweise, wenn er hört, Kretschmann wolle eine gute Kooperation zwischen Kirche und Staat fördern.

Laut Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung haben die Kirchen auf das entsprechende Arbeitspapier praktisch keinen Einfluß gehabt, während die Überlegungen mancher Lobbygruppen nahezu wörtlich übernommen worden sind.

Die Kirchen als sinnstiftende Gemeinschaften… 

Dennoch betont Kretschmann stets, er sei katholisch. Außerdem ist er Mitglied des „Zentralkomitees der deutschen Katholiken“. Überhaupt ist die Überlegung bei manchen Grünen, ein besseres Verhältnis zu den (christlichen) Kirchen, anzustreben, nicht ganz neu. Immer wieder flackerte die Diskussion auf, wenn über mögliche Koalitionen mit der Union diskutiert wurde. Jesus am Kreuz - Dom St Peter

Kretschmann und Giegold befürworten durchaus eine starke Einmischung der Kirchen in das öffentliche Leben Deutschlands. Keineswegs sollen sie sich in das rein Private zurückziehen. Sie sollen sogar den Staat kritisieren und ihn so vor „Allmachtsphantasien“ bewahren.

Der Staat soll die Kirchen als Teil der Zivilgesellschaft ansehen und sogar fördern, um die Religionsfreiheit zu gewähreisleisten. Die Kirchen sollen als wichtige sinnstiftende Gemeinschaften angesehen werden, die nicht nur positiv die Gesellschaft prägen können, sondern auch auf den Transzendenzbezug des Menschen hinweisen.

Der Laizismus wird stark angegriffen: „Der Laizismus ersetzt hingegen tendenziell Religion durch Zivilreligion und maßt sich damit an, den Freiheitsraum der Bürger_innen ganz oder teilweise schon auszugestalten. Die extremste Spielart einer solchen Zivilreligion ist der Nationalismus.“

Dieses Wohlwollen den Kirchen gegenüber bedeute allerdings nicht, daß „die Standpunkte und Lebensäußerungen der Religionsgemeinschaften für uns nicht sakrosankt oder unkritisierbar sind.“

Der Teufel steckt im Detail…

Im zweiten Teil des Thesenpapiers erläutern Kretschamnn und Giegold, wie sie sich nun die Kooperation zwischen Kirche und Staat vorstellen. Hier erkennt man die wahre Stoßrichtung des Papiers.

So wird gefordert, daß die sogenannten Stillen Feiertage, also kirchliche Feiertage wie etwa Karfreitag, die einen besonderen Schutz genießen und an denen beispielsweise keine Tanzveranstaltungen stattfinden dürfen, abgeschafft werden. pic_526a50cce0863

Das kirchliche Arbeitsrecht sollte nach Ansicht von Kretschmann und Giegold gelockert werden: „Wir setzen uns als Christen in unseren Kirchen dafür ein, daß eine lesbische Ärztin oder ein geschiedener wiederverheirateter Erzieher sehr wohl in kirchlichen Einrichtungen arbeiten können, weil wir der Überzeugung sind, daß ihre Mitarbeit den kirchlichen Verkündigungsauftrag nicht in Frage stellt.“

Da sie der Überzeugung sind, der Islam gehöre zu Deutschland, fordern sie die Einführung des islamischen Religionsunterrichts in den Regelschulen, auch im Hinblick auf die „Verbreitete Angst vor dem Islam“. Der Blasphemieparagraph 166 StGB sollte abgeschafft werden.

Auffällig an diesen Forderungskatalog ist die Tatsache, daß gerade in diesen Punkten das Christentum in Deutschland in der Lage ist, auf Konfrontation zum modernen Zeitgeist zu gehen. Gotteslästerungen führen regelmäßig zu wütenden Protesten. Die ganzen Themengebiete Homosexualität, sexuelle Vielfalt, Gender-Theorie widersprechen dermaßen der kirchlichen Lehre und dem christlichen Menschenbild, daß sich hier eine tiefe Kluft zwischen Christentum und „Welt“ aufreißt.

Dem Zeitgeist unterordnen?

Wenn diese Inhalte zudem Bestandteil des Schulunterrichts werden sollen, kommt es zu Protesten, wie sie in Baden-Württemberg schon seit Monaten stattfinden. Und das kirchliche Arbeitsrecht ist ein Signal an den Staat, daß manche ihrer Gesetze eben nicht mit dem Christentum konform sind, wie beispielsweise die staatliche Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften. kleines-rituale

Würden sich die christlichen Kirchen auf diese Forderungen einlassen, so würden sie sich endgültig dem Zeitgeist unterordnen. Nicht nur ihr Profil, sondern auch ihre Substanz wäre verloren.

Solche Kirchen hat es schon gegeben. So ließ Stalin die Orthodoxe Kirche in der Sowjetunion wieder aufleben, nachdem sie von dem Geheimdienst KGB unterwandert wurde. In der DDR waren weite Teile der Evangelischen Kirche dem kommunistischen Staat ergeben.

Was Kretschmann im Grunde anstrebt, sind Kirchen, die vielleicht mal Kritik üben, sich aber der geltenden Staatsideologie anpassen. Für die Grünen gehört die Gender-Ideologie (sexuelle Vielfalt usw.) zum Kern ihrer Staatsdoktrin.

Weil Kretschmann eben diese Auffassung vertritt, fällt es ihm nicht schwer, auf der einen Seite eine „Kooperation zwischen Kirche und Staat“ hochzupreisen, auf der anderen Seite die Gegner des „Bildungsplanes 2015“ zu bekämpfen. Die letzteren gehören nämlich zu denjenigen Christen, die noch der Überzeugung sind, in gewissen Fällen müsse man kämpfen und in scharfer Konfrontation zum Staat gehen.

Solche Christen mag Kretschmann nicht. Christen sollen für die Abschaltung der Atomkraftwerke, für die Abrüstung oder für die Gleichberechtigung der Frauen in der Dritten Welt kämpfen, aber nicht gegen die Einführung eines Homo-Unterrichts im ersten Grundschuljahr.

Unser Autor Mathias von Gersdorff ist katholischer Publizist, Leiter der Frankfurter Aktion „Kinder in Gefahr“ und betreibt das Webmagazins „Kultur und Medien heute“

Erstveröffentlichung dieses Beitrags in der Wochenzeitung „Junge Freiheit“

2. Foto: Bistum Regensburg


Ex-General Kalashnikow bereut die Erfindung seines vollautomatischen Gewehrs

„Alles verändert sich, nur nicht der Mensch“

Der ehem. sowjetische General Mikhail Timofejewitsch Kalashnikov starb am 23. Dezember 2013 im Alter von 94 Jahren.

Wenige Wochen vor seinem Tod schrieb er einen Brief, in dem er seine Reue darüber ausdrückt, die AK-47 erfunden zu haben. Der Brief war an das Oberhaupt der Russisch-Orthodoxen Kirche adressiert.

Darin schreibt er: „Meine Seele schmerzt, es ist unerträglich. In mir brennt die unlösbare Frage: Wenn meine Waffe Menschen getötet hat, dann bin auch ich, Mikhail Kalashnikov, 93 Jahre alt, Bauernsohn und orthodoxer Christ, schuldig am Tod vieler Menschen.“

Zudem fragt sich der Waffenerfinder in seinem Brief, warum Menschen „teuflische Züge wie Neid, Gier und Aggression in sich tragen. Alles verändert sich, nur der Mensch und sein Denken nicht. Er bleibt geldgierig, böse, herzlos und rastlos wie zu allen Zeiten.»

Wie der Pressesprecher der Russisch-Orthodoxen Kirche mitteilte, habe das Oberhaupt Kirill den Brief Kalashnikovs erhalten und ihm auch persönlich geantwortet.

Bereits im Jahre 2012 bekannte der ehem. General bei einem Deutschlandbesuch: „Ich bin stolz, dass ich etwas erfunden habe, aber untröstlich, dass meine Waffe auf der ganzen welt so viel Unheil anrichtet. Hätte ich doch bloss etwas anderes erfunden, so etwas wie einen Rasenmäher.“

Das vollautomatische Gewehr AK-47 gilt als meistproduzierte Waffe der Welt. Geschätzt wurden etwa 100 Millionen Stück davon hergestellt. Die Abkürzung AK-47 steht für „Awtomat Kalaschnikowa obrasza 1947“.

Autor: Miriam Hinrichs  /  Quelle: http://www.jesus.ch/n.php?nid=248349


Vatikanischer Glaubenspräfekt verteidigt die Unauflöslichkeit der Ehe

Erzbischof Müller kritisiert orthodoxe Praxis der Zwei- und Dritt-Ehen

Die jüngste Wortmeldung des obersten Glaubenshüters der katholischen Kirche sorgt wieder einmal für Pressewirbel, hat er doch mit seinen Äußerungen einem hedonistischem Zeitgeist unerbittlich die Zähne gezeigt und glasklar die Linie des Evangeliums verkündet, wonach das Sakrament der Ehe heilig und unauflöslich ist.

Damit erregt der Kurien-Erzbischof und frühere Oberhirte des Bistums Regensburg freilich den kaum verdeckten Zorn der MSM (Mainstream-Medien), was sich vielfach bereits in den Überschriften bemerkbar macht.

Foto: Bistum Regensburg

Foto: Bistum Regensburg

So schreibt selbst die „Mittelbayerische Zeitung“, Müller fahre einen „harten Kurs“ und würde  –  so der Untertitel – „Geschiedene ausgrenzen“ (was übrigens so nicht stimmt, denn es geht allein um geschiedene Wiederverheiratete.)  Fast wortgleich und ebenso irreführend äußert sich z.B. auch der Nachrichtensender N-TV.

Ähnliche Texte, oft noch schärfer formuliert, finden sich in linksorientierten Medien.

Den äußeren Anlaß für diesen Pressewirbel liefert ein Gastbeitrag Müllers in der heutigen Samstags-Ausgabe der katholischen „Tagespost“, worin der Präfekt der Glaubenskongregation verdeutlicht, daß es für Geschiedene nach erneuter Heirat, keine Möglichkeit gibt, zum Tisch des HERRN zu gehen.

Die Unauflöslichkeit jeder gültig und sakramental geschlossenen Ehe gelte absolut, so der Erzbischof, denn es handle sich hierbei nicht nur um eine kirchenrechtliche Regel, sondern um eine „göttliche Norm“. Daher könne die Kirche darüber nicht verfügen, sondern sei vielmehr an das Wort des HERRN gebunden.

Tatsächlich ist die Kirche nicht Herrin, sondern Dienerin der von Gott geoffenbarten Glaubens- und Sittenlehre. Deshalb kan

n sie nicht nach Willkür und auch nicht nach Zeitgeistwunsch hierüber entscheiden, sondern hat sich dem Willen Gottes zu fügen.

Der römische Glaubenspräfekt weiß natürlich und schreibt es auch, daß diese kirchliche Haltung „in einer säkularisierten Umwelt häufig auf Unverständnis“ stößt, doch sei dies kein Grund zur Anpassung. 

Wenn geschieden Wiederverheiratete Zweifel an der Gültigkeit ihrer ersten Ehe empfinden, so Müller, könnten Sie ein kirchliches Ehegericht anrufen, das die erste Heirat prüft und im  negativen Falle annulliert, also für nichtig erklärt.

Der Erzbischof kritisiert in seinem Beitrag auch die orthodoxe Kirche, weil diese Zweit- und sogar Dritt-Ehen bei ihren Gläubigen erlaubt und diese kirchlich segnet. Dieses Vorgehen sei „mit dem Willen Gottes nicht zu vereinbaren“ und stelle ein „nicht zu unterschätzendes ökumenisches Problem“ dar.

Einer Berufung auf ein angebliches „Notstandsrecht“ oder eine falsch verstandene “ göttliche Barmherzigkeit“ erteilt der Glaubenspräfekt zu Recht eine Absage, denn göttliche Gerechtigkeit und Barmherzigkeit dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Zugleich sprach sich der Kurien-Erzbischof für eine intensivere pastorale Zuwendung zu jenen Gläubigen aus, die nach ihrer Scheidung erneut eine Ehe eingegangen sind. Indem sich die Betroffenen bemühten, „die Praxis der Kirche zu verstehen und nicht zur Kommunion zu gehen, legen sie auf ihre Weise Zeugnis für die Unauflöslichkeit der Ehe ab“.

Es gäbe auch noch andere Wege der Gemeinschaft mit Gott. Die Seelsorger sollten Menschen „in irregulären Situationen“ einfühlsam zur Seite stehen, erläuterte der Glaubenspräfekt.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Hier eine Auswahl weiterer Berichte unseres CHRISTLICHEN FORUMs zu Erzbischof Müller:

Bereits vor einem Jahr verdeutlichte er den kirchlichen Standpunkt zur EHE: https://charismatismus.wordpress.com/2012/07/07/erzbischof-gerhard-l-muller-bekraftigt-die-unaufloslichkeit-der-ehe/ AL-0004

Als einer der wenigen Theologieprofessoren stellte er sich seinerzeit unbeirrbar hinter das „umstrittene“ vatikanische Dokument DOMINUS IESUS: https://charismatismus.wordpress.com/2012/07/13/zeitdokument-erzbischof-mullers-klare-verteidigung-von-dominus-jesus-gegenuber-modernistischen-theologen/

Erzbischof Müller sprach zudem Klartext über katholikenfeindliche Kampagnen: https://charismatismus.wordpress.com/2012/07/12/erzbischof-l-muller-vertreter-einer-antikatholischen-gesinnungsdiktatur-sind-grosinquisitoren-von-heute/

Eine klare Ansage war schon das erste HIRTENWORT Müllers vor zehn Jahren, als er Bischof von Regensburg wurde: https://charismatismus.wordpress.com/2011/08/19/%E2%80%9Eein-bischof-darf-nicht-nach-beifall-haschen-%E2%80%9C/

Hier seine Stellungnahme über „antiklerikalen Kitsch“ und „erzreaktionäre“ Medienmethoden etc: https://charismatismus.wordpress.com/2012/07/11/erzbischof-gerhard-l-muller-rechnet-mit-gegenwind-und-machenschaften/

Zu bedenklichen Tendenzen einer deutschen „Nationalkirche“ gibt es ebenfalls eine klärende Wortmeldung: https://charismatismus.wordpress.com/2012/07/12/erzbischof-gerhard-l-muller-kritisiert-antiromische-besserwisserei/

Als Regensburger Oberhirte verteidigte Gerhard Ludwig Müller tapfer Kirche und Priesterschaft auf dem Höhepunkt antikirchlicher Medienattacken: https://charismatismus.wordpress.com/2012/07/12/medienkritik-von-erzbischof-gerhard-l-muller-das-heulen-der-wolfe-schreckt-mich-nicht/