Die NATO ist kein „Wünsch-dir-was-Bündnis“

Zur Neuausrichtung der NATO und dem jüngsten Vorschlag von Außenminister Maas zur Gründung einer Expertenrunde erklärt der außenpolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Armin-Paulus Hampel:

„Die Wochenzeitung ,Die Zeit‘ titelt am 21.11.2019 über Bundesaußenminister Maas: ,Der Untätige‘. Dort kommentiert Ulrich Ladurner seinen Vorschlag zur Einberufung eines Arbeitskreises so:

,Genau das ist auch der Zweck des Vorschlags. Alles vermeiden, was auch nur im Entferntesten zu Konflikten führen könnte. Hände vor die Augen, dann werden die Gefahren, die Macron klar benannt hat, schon verschwinden – irgendwie, irgendwann. Das wird freilich nicht geschehen, eher schon das Gegenteil.‘

Dieser Beurteilung muss man sich anschließen. Wir brauchen keine Expertenrunden. Wenn die Personen, die in der Verantwortung stehen, nicht in der Lage sind, die Probleme der NATO zu erkennen, sie zu benennen, ihre Ursachen zu analysieren, daraus Schlussfolgerungen für notwendige Änderungen zu ziehen und dann die erforderlichen Entscheidungen zu treffen und durchzusetzen, dann sind sie Fehlbesetzungen.

Die NATO ist ein Verteidigungsbündnis zum Schutz Nordamerikas, des Nordatlantiks und Europas.

Sie ist keine ,Wünsch-dir-was-Organisation‘, die weltweit Interventionen betreiben darf. Genau den Zweck, zu dem sie gegründet worden ist, kann sie aufgrund der Schwäche der Europäer, insbesondere Deutschlands, nicht mehr erfüllen.

Die Europäer müssen in der Lage sein, sich selbst aus eigener Kraft gegen Bedrohungen mit konventionellen Waffen aus dem Osten, dem Südosten und dem Süden zu schützen. Außerdem müssen sie die IT-Infrastruktur mit eigenen Industrieunternehmen so aufbauen und zukunftsfest machen, dass strategische Abhängigkeiten gegenüber anderen Mächten – insbesondere gegenüber China – vermieden beziehungsweise abgebaut werden.

Für Deutschland bezieht sich dies nicht nur auf das notwendige Erreichen des 2-Prozent-Zieles bei den Verteidigungsaufgaben. Auch die Zersetzung der Inneren Ordnung der Truppe, wie durch Gender-Unfug und die irrwitzige Arbeitszeitverordnung, muss sofort beendet werden.“

 


Mit dem Alter schwindet der Jenseitsglaube

Je älter die Deutschen sind, umso seltener glauben sie an die christliche Vorstellung eines ewigen Lebens im Himmel oder in der Hölle. Das ergab eine Umfrage des Sozialforschungsinstituts INSA-Consulere (Erfurt) im Auftrag der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA.

Anlass ist der Ewigkeitssonntag am 25. November. An diesem letzten Sonntag des Kirchenjahres vor dem 1. Advent gedenken evangelische Christen ihrer Verstorbenen. 17  Prozent der jungen Erwachsenen zwischen 18 und 24 Jahren glauben der Umfrage zufolge an die christliche Lehre, wonach nach dem Tod ein ewiges Leben folgt – im Himmel bei Gott oder getrennt von ihm in der Hölle.

Doch je älter die Menschen sind, umso weniger halten sie diese Anschauung für wahrscheinlich. Unter den über 65-Jährigen sind nur noch sechs Prozent davon überzeugt. Mit dem Alter nimmt auch die Vorstellung zu, dass nichts auf das irdische Dasein folgt. Unter den 18- bis 24-Jährigen sind 37 Prozent dieser Ansicht, unter den über 65-Jährigen mehr als die Hälfte (56 Prozent).

Allgemein glauben 47 Prozent aller Deutschen, dass nach dem irdischen Leben nichts folgt. Diese Ansicht ist im Osten (55 Prozent) stärker vertreten als im Westen (45 Prozent). Neun Prozent gehen von einem ewigen Leben im Himmel aus. Ein gleich hoher Anteil glaubt an ein ewiges Leben im Himmel oder in der Hölle. 14 Prozent rechnen mit einer Wiedergeburt. Ein Fünftel der Befragten (21 Prozent) weiß keine Antwort oder macht keine Angaben.

Quelle: https://www.idea.de/gesellschaft/detail/mit-dem-alter-schwindet-der-glaube-an-das-ewige-leben-107205.html


Kardinal Sarah hat recht: Zelebration zum Osten hin ist liturgisch erlaubt

Von Dr. Gero P. Weishaupt

Petersplatz mit Gero P. Weishaupt

Die Aufregung war groß, als Kardinal Sarah, der Präfekt der Gottesdienstkongregation anlässlich einer liturgischen Tagung in London vorige Woche die Priester er

mutigte, unter Berücksichtigung der pastoralen Klugheit am dem 1. Adventssonntag dieses Jahres die heilige Messe zum Osten (ad Deum / versus orientem) zu zelebrieren.

Kardinal Vincent Nichols, der Erzbischof von Westminster, in dessen Diözese die Tagung stattfand, hat umgehend einen Brief an die Priester seines Bistums geschrieben, mit dem er sie aufforderte, der Aufforderung von Kardinal Sarah nicht zu folgen. Er begründete seine Verweigerung u. a. mit geltenden Bestimmungen.

Was aber sind die geltenden Bestimmungen? Was sagt das liturgische Recht der Kirche hierzu?

Bekanntlich hat sich das Zweite Vatikanische Konzil zur Zelebrationsrichtung nicht geäussert. Ebensowenig wird in der Liturgiekonstitution Sacrosanctum Concilium des Konzils etwas über die Errichtung neuer Altäre vorgeschrieben.

Das erste nichtkonziliare Dokument, das hierüber etwas sagt, ist die Instruktion Inter Oecumenici vom 26. September 1964, die mit ihren Normen den Anspruch erhebt, eine konkrete Ausführung der Liturgiekonstitution zu sein. Der Text der Instruktion sei hier zuerst lateinisch und dann in meiner deutschen Übersetzung zitiert:hv2001_07

„Praestat ut altare maius extruatur a pariete seiunctum, ut facile circumiri et in eo celebratio versus populum peragi possit…”(Sacra Congregatio Rituum[1964] 898, Nr. 91).

„Es ist besser, dass der Hauptaltar von der Rückwand getrennt errichtet wird, so dass man ihn leichter umschreiten und auf ihm die Feier zum Volk hin erfolgen kann.“

An dem gesamten Satz fällt zweierlei auf

  • die Hauptaussage des Satzes ist die Trennung des Altares von der Wand (a pariete seiunctum)
  • es wird nur eine Empfehlung ausgesagt in Bezug auf die Trennung des Altares von der Rückwand (praestat = es ist besser; es ist wünschenswert
  • es wird nur von einer Möglichkeit der Zelebration zum Volk hin als Folge der Trennung des Altares vom der Rückwand gesprochen (ut … possit= so dass … kann).

Fasst man also die lateinische Konjunktion ut konsekutivisch auf, wäre die Umschreitung und die Zelebration eine Folge der Freistellung des Altares. Durch diese kausallogische Änderung der Aussagen wäre der Hinweis auf die Zelebration nochmals abgeschwächt. Es kommt dem Gesetzgeber auf die Möglichkeit der Trennung des Altares von der Rückwand an, nicht auf die Zelebration versus populum. Letzteres bleibt eine untergeordnete Nebenaussage.

Die Instruktion von 1964 spricht nur von der Möglichkeit der Zelebration zum Volk hin. Es handelt sich hier also auf keinen Fall um eine Vorschrift. Anders ausgedrückt: Die Zelebration versus populum (zum Volke hin) wäre durch „Inter Oecumenici“ zwar erlaubt, nicht aber verpflichtet.

Quelle und Fortsetzung hier: http://www.kathnews.de/die-zelebration-versus-orientem-ist-geltendes-liturgisches-recht


Ostern – Pessach – Pascha: Worte und ihre Herkunft

Das deutsche Wort „Ostern“ als geläufiger Ausdruck für das Auferstehungsfest Christi stammt vermutlich aus der altgermanischen Sprache. Verwandt damit ist das englische „Easter“ für Ostern.

Weil bei dieser Feier unser HERR symbolisch als die „aufgehende Sonne“ verehrt wird, die aus dem Osten kommt, entstand der Begriff Ostern. Früher waren fast alle Kirchen „geostet“, der Altar also nach Osten „orient-iert“ (auch das Wort „Orientierung“ stammt von „Orient“, also Osten).

Die volkstümliche Ansicht, wonach der Ausdruck „Ostern“ auf die heidnische Frühlings- und Fruchtbarkeitsgöttin Ostara zurückgehe, ist unter Sprachforschern und Völkerkundlern sehr umstritten.

Wahrscheinlicher ist, daß die Bezeichnung „Ostern“ vom Sonnenaufgang im „Osten“ bzw. dem althochdeutschen Wort für Morgenröte („eostarum“) abstammt.

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

In anderen Sprachen wird das Auferstehungsfest seit jeher vom hebräischen „Pessach“ der Juden abgeleitet, womit die Hebräer an ihren Auszug aus Ägypten erinnern und Gott für sein befreiendes Handeln danken. Am Pessachfest feierte Christus mit seinen zwölf Aposteln das Abendmahl.

Der sprachliche Zusammenhang mit Pessach liegt auf der Hand, wenn das Osterfest etwa im Italienischen „Pasqua“ heißt  – oder auf Spanisch „Pascua“ und in Frankreich „Pâques“. Auch das griechisch-lateinische Wort „Pascha“ ist eine Stammwurzel für andere Sprachen: so heißt Ostern auf Russisch „Pashka“ und in den Niederlanden „Pasen“. Selbst im Niederdeutschen wird „Paaschen“ gefeiert.

PS: Der „Gründonnerstag“ hat nichts mit der Farbe grün zu tun, sondern kommt von „greinen“ (weinen), weil Christus das schwere Leiden des Karfreitags bevorstand.