Regensburger Bischof Voderholzer predigte über die Weihnacht als geweihte Nacht

Die Geburt Christi ist ein christliches Hochfest, das in enger Verbindung mit der Nacht zu sehen ist – das hat Bischof Dr. Rudolf Voderholzer während der Feier der Christmette im St. Peter in Regensburg verdeutlicht.

Der Regensburger Oberhirte feierte den Gottesdienst in der Kathedrale ab 22 Uhr; er wurde über das Fernsehen und per Internet übertragen. Domkapitular Dr. Josef Kreiml wirkte als Konzelebrant, Diakon Lothar Landendinger assistierte.

Somit war das Pontifikalamt in der heiligen Nacht nicht ausgefallen.

Vielmehr wurde das beliebte „Stille Nacht, heilige Nacht“ vom Vokalensemble vorgetragen und durch Medien übertragen. Es sei kein Zufall, dass sich gerade dieses Lied, welches die Nacht besingt, einer derartigen Beliebtheit erfreut, unterstrich Dr. Voderholzer.

In der ganzen Christenheit ist es einzigartig, dass die deutsche Sprache im Wort Weihnacht die Nächtlichkeit des Geschehens auszudrücken vermag. „Der Aspekt der Nacht ist kein beliebiges Beiwerk“, sagte der Bischof. Auch die Auferstehung wird in der Osternacht gefeiert. Was die Weihnacht angeht, so wird diese biblisch auf den Stern zurückgeführt, der den Sterndeutern aus dem Osten in der Nacht leuchtete.

Bei aller positiven Nächtlichkeit verwies Bischof Dr. Voderholzer allerdings auch auf die buchstäblich dunkle Seite der Nacht, die etwa mit Gewalt und Finsternis verbunden sei. In diesem Sinne sind das Coronavirus und die Pandemie als „Wegstrecke durch Nacht und Finsternis“ zu begreifen. Dementgegen kündet Weihnachten von Christus als der Sonne der Gerechtigkeit.

Die weihnachtliche Botschaft bezeugt, dass sich Himmel und Erde berühren: „Bestürmen wir den Himmel, dass wir bald wieder von der Pandemie befreit sind“, sagte Bischof Voderholzer.

Vor allem dankte der Bischof den vielen Menschen, die in dieser Nacht Nachtwache hielten und einem Nachtdienst nachgingen, vor allem an Coronakranken. Gebetet wurde außerdem für die vielen Menschen, die durch den Tod eines Lieben vereinsamt sind.


Die Predigt von Papst Franziskus in der Osternacht 2020 im vollen Wortlaut

OSTERVIGIL

HOMILIE VON PAPST FRANZISKUS

Vatikanische Basilika
Karsamstag, 11. April 2020

»Nach dem Sabbat« (Mt 28,1) gingen die Frauen zum Grab. So hat das Evangelium dieser heiligen Osternacht begonnen, mit dem Sabbat. Es ist der Tag des Ostertriduums, den wir am meisten vernachlässigen, weil wir gespannt darauf warten, vom Kreuz des Freitags zum Halleluja des Sonntags überzugehen. Dieses Jahr aber nehmen wir mehr denn je den Karsamstag wahr, den Tag der großen Stille. Wir können uns in den Empfindungen der Frauen an jenem Tag widerspiegeln.

Wie wir hatten sie das Drama des Leidens in den Augen, einer unerwarteten Tragödie, die allzu schnell eingetreten war. Sie hatten den Tod gesehen und sie hatten den Tod im Herzen. Mit dem Schmerz ging die Angst einher: Würden auch sie wie ihr Meister enden? Und dann die Zukunftsängste, alles musste wiederaufgebaut werden. Die Erinnerung war verwundet, die Hoffnung erstickt. Für sie war es die dunkelste Stunde, wie für uns.

Aber in dieser Situation lassen sich die Frauen nicht lähmen. Sie geben nicht den dunklen Mächten des Klagens und Trauerns nach, sie schließen sich nicht in den Pessimismus ein, sie fliehen nicht vor der Wirklichkeit. Sie vollziehen etwas Einfaches und Außerordentliches: in ihren Häusern bereiten sie wohlriechende Öle für den Leib Jesu zu. Sie verzichten nicht auf die Liebe – im Dunkel des Herzens entzünden sie das Erbarmen.

MARIA vertraut auf den Ewigen

Die Gottesmutter betet und hofft am Sabbat, dem Tag, der ihr gewidmet werden wird. In der Herausforderung des Schmerzes vertraut sie auf den Herrn. Ohne es zu wissen, bereiteten diese Frauen im Dunkel jenes Sabbats den »Anbruch des ersten Tages der Woche« vor, des Tages, der die Geschichte verändern sollte. Wie Same in der Erde war Jesus kurz davor, in der Welt ein neues Leben aufkeimen zu lassen; und mit dem Gebet und der Liebe halfen die Frauen der Hoffnung zu erblühen.

Wie viele Menschen haben in den traurigen Tagen, die wir erleben, wie jene Frauen gehandelt und tun es weiter, indem sie Keime der Hoffnung aussäen! Mit kleinen Gesten der Sorge, der Zuneigung, des Gebets.

Bei Tagesanbruch gehen die Frauen zum Grab. Dort sagt der Engel zu ihnen: »Fürchtet euch nicht! […] Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden« (VV. 5-6). Vor einem Grab hören sie Worte des Lebens … und dann begegnen sie Jesus, dem Urheber der Hoffnung, der die Botschaft bestätigt und sagt: »Fürchtet euch nicht!« (V. 10).Habt keine Angst, fürchtet euch nicht – das ist die Botschaft der Hoffnung. Sie gilt uns, heute. Heute. Es sind die Worte, die Gott uns in der Nacht, die wir gerade erleben, wiederholt.

Heute Nacht erlangen wir ein Grundrecht, das uns nicht genommen werden wird: das Recht auf Hoffnung. Es ist eine neue, lebendige Hoffnung, die von Gott kommt. Sie ist nicht bloßer Optimismus, sie ist nicht ein Schulterklopfen oder eine freundliche Ermutigung, mit einem flüchtigen Lächeln. Nein. Sie ist eine Gabe des Himmels, die wir uns nicht selbst besorgen konnten.

BILD: Papstmesse am Ostersonntag mit wenigen Gläubigen im Petersdom

Alles wird gut, so sagen wir beharrlich in diesen Tagen und klammern uns dabei an die Schönheit unserer Menschlichkeit und lassen vom Herzen Worte der Ermutigung aufsteigen. Aber mit dem Verstreichen der Tage und der Zunahme der Ängste kann selbst die kühnste Hoffnung sich verflüchtigen. Die Hoffnung Jesu ist anders. Sie legt die Gewissheit ins Herz, dass Gott alles zum Guten zu wenden vermag, da er sogar aus dem Grab das Leben hervorgehen lässt.

Das Grab ist der Ort, aus dem nicht mehr herauskommt, wer hineingeht. Aber Jesus ist für uns herausgekommen, er ist für uns auferstanden, um Leben zu bringen, wo Tod war, um eine neue Geschichte einzuleiten, wo ein Stein daraufgelegt worden war. Er, der den Felsen am Eingang des Grabes umgestürzt hat, kann die Felsblöcke, die das Herz versiegeln, entfernen. Geben wir daher nicht der Resignation nach, legen wir nicht einen Stein über die Hoffnung. Wir können und müssen hoffen, denn Gott ist treu. Er hat uns nicht alleingelassen, er hat uns aufgesucht: Er ist in jede unserer Situationen gekommen, in den Schmerz, in die Angst, in den Tod.

Gib nicht auf: GOTT ist größer!

Sein Licht hat das Dunkel des Grabes erhellt, heute will es die dunkelsten Winkel des Lebens erreichen. Schwester, Bruder, auch wenn du im Herzen die Hoffnung begraben hast, gib nicht auf – Gott ist größer. Die Dunkelheit und der Tod haben nicht das letzte Wort. Nur Mut, mit Gott ist nichts verloren!

Mut: In den Evangelien kommt dieses Wort immer aus dem Mund Jesu. Ein einziges Mal sprechen es andere aus, um einem Bedürftigen zu sagen: »Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich« (Mk 10,49). Der Auferstandene, er richtet uns Bedürftige auf. Wenn du auf dem Weg schwach und hinfällig bist, wenn du fällst, dann fürchte dich nicht, denn Gott reicht dir die Hand und sagt zu dir: „Mut!“ Doch du könntest wie Don Abbondio sagen: »Den Mut kann sich einer ja nicht selber geben« (I Promessi Sposi, XXV). Du kannst ihn dir nicht geben, aber du kannst ihn erhalten wie ein Geschenk.

Du brauchst nur das Herz im Gebet zu öffnen, du brauchst nur den Stein vor der Öffnung deines Herzens ein wenig anzuheben, um das Licht Jesu eintreten zu lassen. Du brauchst ihn bloß einzuladen: „Jesus, komm in meine Ängste und sag auch zu mir: Nur Mut!“

Mit dir, Herr, werden wir geprüft werden, doch nicht erschüttert. Und welche Traurigkeit auch immer in uns wohnen mag, wir werden hören werden, dass wir hoffen müssen. Denn mit dir mündet das Kreuz in Auferstehung, denn du bist mit uns selbst im Dunkel unserer Nächte: Du bist Gewissheit in unseren Ungewissheiten, Wort in unserem Schweigen, und nichts wird uns je deine Liebe zu uns rauben können.

Das ist die Osterbotschaft, die Botschaft von Hoffnung. Sie enthält dann einen zweiten Teil, die Sendung. »Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen« (Mt 28,10), sagt Jesus. »Er geht euch voraus nach Galiläa« (V. 7), sagt der Engel. Der Herr geht uns voraus, immer geht er uns voraus.

„Jeder von uns hat sein eigenes Galiläa“

Es ist schön zu wissen, dass er vor uns hergeht, dass er in unser Leben und unseren Tod gekommen ist, um uns nach Galiläa vorauszugehen, an den Ort nämlich, der für ihn und seine Jünger das tägliche Leben, die Familie, die Arbeit bedeutete. Jesus möchte, dass wir die Hoffnung dorthin bringen, in das Leben eines jeden Tages.

Aber Galiläa war für die Jünger auch der Ort der Erinnerungen, vor allem an den ersten Ruf. Nach Galiläa zurückkehren heißt sich daran erinnern, dass wir von Gott geliebt und gerufen worden sind. Jeder von uns hat sein eigenes Galiläa. Es ist notwendig, dass wir den Weg wiederaufnehmen, indem wir daran denken, dass wir von einem unentgeltlichen Ruf der Liebe geboren und wiedergeboren werden dort, in meinem Galiläa. Von diesem Punkt aus sollen wir wieder neu aufbrechen, vor allem in Zeiten der Krise und der Prüfung. In der Erinnerung an mein Galiläa.

Da ist aber noch mehr. Galiläa war die von ihrem Aufenthaltsort Jerusalem am weitetesten entfernte Gegend – und dies nicht nur im geographischen Sinne: Galiläa war der Ort in größter Distanz zur Heiligkeit der Heiligen Stadt. Es war ein von unterschiedlichen Völkern bewohntes Gebiet, die verschiedenen Religionen angehörten; es war »das heidnische Galiläa« (Mt 4,15). Jesus sendet sie dorthin, er verlangt, von dort wieder zu beginnen.

Was sagt uns das? Dass die Botschaft der Hoffnung nicht in unsere heiligen Bezirke eingegrenzt werden darf, sondern zu allen gebracht werden muss. Denn alle brauchen es, dass sie ermutigt werden; und wenn es nicht wir tun, die wir »das Wort des Lebens« (1 Joh 1,1) mit Händen angefasst haben, wer wird es dann tun?

Wie schön ist es, Christen zu sein, die Trost zusprechen, die der anderen Last tragen, die ermutigen – Verkünder des Lebens in Zeiten des Todes zu sein! In jedes Galiläa, in jede Gegend der Menschheit, der wir angehören und die uns angehört, weil wir alle Brüder und Schwestern sind, wollen wir das Lied vom Leben bringen!

„Die Abtreibungen…mögen aufhören“

Setzen wir uns dafür ein, dass die Todesschreie verstummen, genug der Kriege! Die Produktion und der Handel von Waffen mögen gestoppt werden, denn wir bedürfen des Brotes und nicht der Gewehre. Die Abtreibungen, die das unschuldige Leben töten, mögen aufhören. Es öffne das Herz, wer hat, um die leeren Hände derer zu füllen, denen es am Nötigsten mangelt.

Die Frauen schließlich »umfassten seine Füße« (Mt 28,9); die Füße Jesu, die uns entgegengekommen sind und dafür einen langen Weg zurückgelegt haben, bis ins Grab hinein und heraus. Sie umfassten die Füße, die den Tod zertreten und den Weg der Hoffnung eröffnet hatten. Wir Pilger auf der Suche nach Hoffnung, heute umklammern wir dich, o auferstandener Jesus. Wir kehren dem Tod den Rücken und öffnen dir unsere Herzen, der du das Leben bist.

Quelle: http://www.vatican.va/content/francesco/de/events/event.dir.html/content/vaticanevents/de/2020/4/11/veglia-pasquale.html


Haus Assen ist eine liturgische Oase und vor allem für katholische Familien optimal

Von Cordula Mohr

Das Haus Assen ist ein idyllisches Wasserschloß in Ostwestfalen (Lippetal), in dem die Ordensgemeinschaft SJM (Diener Jesu und Mariens) im Laufe des Jahres viele Seminare und Tagungen für jung und alt sowie Freizeiten für Familien anbietet.

Auch andere Organisationen können in diesem wunderschönen Ambiente ihre Veranstaltungen durchführen, wie es z.B. die CDL (Christdemokraten für das Leben) gerne tut.

Ich fuhr schon mehrmals mit unseren Kindern in dieses auch landschaftlich reizvoll gelegene Haus Assen. Die theologische Ausrichtung der SJM-Patres ist bodenständig-konservativ, hält sich treu an die kirchliche Lehre und feiert eine ehrfurchtsvolle Liturgie.

Eigenwillige Experimente und spätpubertäre Kindereien im Gottesdienst sucht man hier gottlob vergebens. Es ist vor allem die traditionell gehaltene Liturgie, die mich immer wieder in dieses eindrucksvolle Schloß zieht.

Die meisten Mitchristen wissen, was in den üblichen Pfarrgemeinden bei Gottesdienste und Messen alles vorkommen kann:  Von der Laienpredigt bis zu umgestalteten Hochgebeten bekommen wir vieles Unerquickliche geboten. Mich macht das zutiefst traurig  –  und deshalb habe ich mich entschlossen, wenigstens einige Male im Jahr eine ordentlich gehaltene Messe zu besuchen.

Unseren Kindern und mir gefällt die Liturgie und die Katechese in Assen sehr gut –  und die Fahrt ist von unserer Heimatstadt Rheine aus nicht allzu weit.
Die hl. Messe dort lehnt sich weitgehend an den alten Ritus (überlieferte Liturgie) an, ohne „puristisch“ zu sein: Es gibt neben lateinischen Gesängen auch viele deutschsprachige Lieder und Gebete. Die Predigten sind durchweg gediegen, gehaltvoll und geistig aufbauend. So haben wir auch die vergangenen Kar -und Ostertage in Haus Assen verbracht:

Es gefällt mir sehr,  dass die Geistlichen den Kinder und Jugendlichen das laufende Programm der Freizeit ohne Druck und Gruppenzwang vorstellten; viele Andachten und sonstige Frömmigkeitsübungen sind freiwillig und es gibt genügend Freiraum für eigene Betätigungen.

FOTO: Cordula mit anderen Teilnehmerinnen vor der Pforte von Haus Assen

Dabei kann man auch Angebote der KPE (Katholische Pfadfinderschaft Europas) nutzen, die mit dem SJM-Orden verbunden sind (beides wurde gegründet von Pater Andreas Hönisch).

In den Zimmern von Haus Assen (leider teils noch eine Baustelle bzw. ausbaufähig) lagen Zettel aus, in denen ausdrücklich vermerkt wurde: Wenn jemand an einem Programmpunkt nicht teilnehmen möchte, möge er Rücksicht auf diejenigen nehmen, die sich dafür entschieden haben. Somit bleibt allseits der Hausfrieden bewahrt.

Das Programm war sehr ansprechend für jung und alt: Mein Sohn berichtete mir von der interessanten Katechese, die ein Novize der SJM hielt; er erzählte in seiner Glaubensunterweisung auch den eigenen Lebens-und Werdegang bis zum Eintritt ins Kloster. Zudem wurde über die Bedeutung der Sünde, über den Unterschied von läßlicher und schwerer Sünde gesprochen und dies mit praktischen Beispielen erläutert.

Für die Erwachsenen wurden mehrere Vorträge zur Verbesserung ihres Glaubenswissens und zur Vertiefung des Glaubenslebens gehalten.

Etwas Besonderes ist in Haus Assen die Osternacht, die am Karsamstag um 22 Uhr beginnt. Im Anschluss an eine feierliche Messe folgt das sogenannte Osterfrühstück. Die Kinder konnten den Erwachsenen bei der Vorbereitung  helfen, Osterschmuck für den Tisch basteln, backen, Kerzen gestalten usw. Das Osterfrühstück ist somit eine wahre Augenweide, weil ein vielseitiges Essen nach den Fasttagen bereit steht. Jede Familie kann noch etwas, das sie mitgebracht hat, dazustellen.
.
Spät in der Nacht werden noch in jugendbewegter Art ein paar zünftige Pfadfinderlieder gesungen und mit der „Klampfe“ begleitet.
.
Auch der Kirchenraum in der Schloßkapelle ist von Gründonnerstag bis Ostern dem jeweiligen Tag entsprechend sehr ansprechend geschmückt, z. B. eine Bildhauer-Skulptur am Karsamstag, welche die Grabesruhe darstellt. Dies lädt zum Verweilen und Beten ein. An Ostern gibt es reichhaltigen Blumenschmuck und viele Kerzen. Man kann die Kar- und Ostertage durch diese Gestaltung sehr intensiv erleben.
 .
Die vielen bereichernden Gottesdienste, liturgischen Andachten, der Kreuzweg, der von den Kindern vorgetragen wurde, anregende Gespräche und Vorträge ließen das Osterwochenende zu einem Erlebnis werden, das sich, so hoffe ich, in die positive Erinnerung meiner Kinder einprägt  – bei mir jedenfalls ist dies der Fall. Mein Sohn sagte ein paar Tage später, es sei für ihn das bislang schönste Osterfest gewesen, meine Tochter reagierte ähnlich. 
 .
Für  die Zukunft möchte ich dem Haus Assen einen Vorschlag unterbreiten: Ich hätte eine Vorstellungsrunde am Gründonnerstag zu Beginn der Familienfreizeit gut gefunden, um sich locker kennenzulernen, Namen auszutauschen, zu erfahren, wo die Teilnehmer herkommen usw. Das hätte auch manche Kontaktaufnahme erleichtert.
 .
Ich werde gerne weiter diese geistliche Oase besuchen, und mir dort neue Kraft für das Glaubensleben im Alltag zu holen.
 .
Unsere Autorin Cordula Mohr ist dreifache Familienmutter und wohnt in Rheine (Westfalen); sie ist in der Lebensrechtsbewegung aktiv und leitet ehrenamtlich den ALfA-Verband Nordmünsterland.
.
Infoseite von Haus Assen: http://www.haus-assen.de/de/
Fotos: C. Mohr, Archiv, Haus Assen

Regensburg: Bischof Rudolf Voderholzer taufte 14 Gläubige in der Osternacht

14 Menschen hat Bischof Rudolf Voderholzer während der Feier der Osternacht im Hohen Dom St. Peter in Regensburg getauft. Seit den Uranfängen gehört die Taufe in die Osternacht.

Die Auferstehung Christi ist ein geschichtliches Ereignis, sie ereignet sich aber auch in der Gegenwart: in der Taufe. Und in der Osternacht selbst feiert die Kirche die Auferweckung Jesu von den Toten.

In der Osternacht ab 21 Uhr war der Dom vollbesetzt mit Gläubigen, die Kerzen und Osterspeisen mitgebracht hatten. Die Domspatzen gestalteten auf höchstem musikalischem Niveau die Feier des Höhepunkts der drei Heiligen Tage, des Triduums.

Bewegt dankte der Bischof den Neugetauften  –  13 Erwachsenen und einem Kind  –  für ihr Zeugnis, das sie durch das Bekenntnis zur Gemeinschaft der Kirche ablegen. „Sie machen uns allen hier im Dom viel Mut“, sagte der Oberhirte von Regensburg. Auch die bereits Christen seien, bedürften dieser Ermutigung und Stärkung auf dem Weg durch ihr Leben.

Dieser Ostersonntag, 16. April, ist der Geburtstag von Papst em. Benedikt XVI. Bereits während der Osternachtfeier wurde seiner gedacht, denn der Folgetag bricht mit seinem Vorabend an; so auch an diesem Abend.

Bischof Voderholzer, Gründungsdirektor des Institut Papst Benedikt XVI. in Regensburg, erinnerte an die Tatsache, dass der 16. April 1927 ein Karsamstag war, an dem Joseph Ratzinger in der Frühe in Marktl am Inn geboren wurde.

Mit den Täuflingen dieses Abends hat er gemeinsam, dass sie alle mit Osterwasser getauft wurden. In der Liturgie vor der Reform wurde die Auferstehungsfeier bereits am Samstagmorgen gefeiert. Joseph Ratzingers Eltern wollten ihm das „Ewige Leben gleichsam schon in die Wiege legen“, erläuterte der Bischof; deshalb erfolgte die Taufe gleich noch an diesem Tag – mit Osterwasser, das in der Auferstehungsfeier gesegnet worden war. Die anwesende Klosterschwester sprang als Taufpatin ein.

Die Taufe ist die Aufnahme in die große Familie der Kirche, sagte Dr. Voderholzer in der Predigt weiter. In der Taufe bekommt der Christ den dreieinigen Gott und die Kirche geschenkt, deren Abbild Maria, die Mutter des HERRN ist. Der Täufling wird beschenkt mit neuem, unzerstörbarem Leben. In der Kirche, so Bischof Rudolf, gibt es keine Ausländer.

Die Liturgie hatte vor dem Dom mit der Segnung des Osterfeuers begonnen. Der Bischof sprach die Gebete, die ins Innere des Doms übertragen wurden. Entzündet wurde die Osterkerze, Symbol für Christus, das Licht.

Anschließend zogen der Bischof, Weihbischof Reinhard Pappenberger, die Mitglieder des Domkapitels, die Mitglieder des Priesterseminars und die Domspatzen in den finsteren Dom ein. Dort verkündete der Diakon Christus als das Licht – und das Feuer der Kerze verbreitete sich im ganzen Gotteshaus unter den Gläubigen, bis der gesamte Innenraum erhellt war.  

Dann trug der Diakon den jubilierenden Hymnus auf die Besonderheit der Nacht vor, in der Christus von den Toten erstanden ist: „Frohlocket, ihr Chöre der Engel …“

Die erwachsenen Neugetauften erhielten die weiteren Sakramente der Firmung und der Eucharistie, der neun Jahre alten Sarina werden diese Sakramente zu gegebener Zeit in ihrer Heimatpfarrei gespendet.

Wie bereits am Gründonnerstag verwendete Bischof Voderholzer bei der Feier der Eucharistie in dieser Osternacht die Hostiendose, die ihm der evangelische Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiss im Rahmen des Versöhnungsgottesdienstes im März überreicht hatte. Dies tat der Bischof als sichtbares Zeichen für den gemeinsamen Weg zur Einheit.

Auf der Hostiendose sind Vorausbilder für die Eucharistie dargestellt, darunter der Manna-Regen, die Brotgabe vom Himmel während der Wanderung des Volkes Israel durch die Wüste.

Nach der Osternachtsfeier gab der Bischof einen Sektempfang im „Domplatz 5“ für die neuen Christen und ihre Patinnen und Paten. Jedem Neugetaufte überreichte er die Heilige Schrift in der neuen Einheitsübersetzung.

Quelle (Text/Fotos): Bistum Regensburg


Regensburg: Bischof Voderholzer taufte eine junge Chinesin in der Osternacht

Bis auf den letzten Platz besetzt war der Regensburger Dom St. Peter in der Osternacht 2015; viele der Gläubigen die mit Bischof Rudolf Voderholzer die Auferstehung Christi feiern wollten, hatten nur noch einen Stehplatz bekommen oder sich ihre eigene Sitzgelegenheit mitbringen müssen. Osternacht Osterfeuer zu Beginn des Gottesdienstes

Nach der Lichtfeier mit Segnung des Osterfeuers zog der Bischof mit den Konzelebranten aus dem Domkapitel, den Seminaristen und Domspatzen in die dunkle Kathedrale ein. Nur das Kerzenlicht, das nach und nach an die Gläubigen verteilt wurde, erleuchtete das altehrwürdige Gotteshaus.

Der Osterlobpreis, das Exultet, wurde vom Diakon vorgetragen. Es folgte der Wortgottesdienst, in dem das majestätische Gloria die Stille beendete, die seit dem Gründonnerstagabend geherrscht hatte.

In seiner Predigt bezeichnete der Bischof die Auferstehung Christi als ein „geschichtliches und geschichtsträchtiges Ereignis“, als einen Quantensprung, der viele Menschen und die damalige Ordnung schlagartig verändert habe. Aus den verängstigten Jüngern seien glaubensstarke Boten der Frohbotschaft geworden.

Bis in die Gegenwart habe die Auferstehung ihre Kraft nicht verloren, weil wir alle in der Taufe mit Christus neu geboren seien. Nicht von ungefähr sei die Osternacht seit ältesten Zeiten auch der Tauftermin gewesen, an dem nicht nur das Taufwasser geweiht und das Taufversprechen erneuert wurde. Osternacht Vor der Taufe von Jinlu Li auf den Namen Lucia

In dieser Osternacht empfangen im Bistum Regensburg elf Erwachsene das Sakrament der Taufe:

„In der Kirche Jesu Christi gibt es keine Fremden, der Glaube an Christus und die Beziehung zu ihm“, sagte der Bischof, „einen und vereinen uns“.

In dieser Osternacht spendete der Regensburger Oberhirte der chinesischen Musikstudentin Jinlu Li aus der Pfarrei St. Emmeram das Sakrament der Taufe und der Firmung und reichte ihr zum ersten Mal die heilige Kommunion.

Die Tochter einer buddhistischen Mutter und eines konfessionslosen Vaters war durch ihre heute 96-jährige Großmutter zum katholischen Glauben geführt worden. Jinlu Li wählte den Taufnamen Lucia, die Lichtträgerin, nach der frühchristlichen Märtyrerin Lucia von Syrakus.

Der Studentin an der Musikhochschule Stuttgart trug der Bischof auf: „Tragen Sie, wie Ihre Namenspatronin, das Licht des Glaubens zu den Menschen, durch ihre Musik zu Ihren Kollegen, tragen Sie das Halleluja der Ostenacht zu den Menschen.“

Künstler hätten es oft viel leichter mit der Verkündigung des Glaubens als die Verkünder des Wortes alleine, bemerkte Bischof Rudolf zum Ende seiner Predigt. 

Nachdem die Taufbewerberin an die Altersstufe getreten war, wurden in der Allerheiligenlitanei alle Heiligen der Kirche angerufen. Nun legte sie ihr Taufversprechen ab, empfing aus den Händen des Bischofs Taufe und Firmung. Jetzt erneuerte die ganze Gemeinde ihr Taufversprechen und bekräftigte dies mit dem Lied „Fest soll mein Taufbund immer stehen“.

Zum Ende der feierlichen Osternacht im Regensburger Dom segnete der Bischof die mitgebrachten Speisen und die Schoko-Osterhasen. Mit seinem Segen endete die Osternacht 2015.

Quelle (Text/Fotos): Bistum Regensburg


Osternacht mit 1500 Gläubigen im Regensburger Dom – Bischof Rudolf Voderholzer taufte vier Erwachsene

In der Nacht von Karsamstag auf Ostersontag feierten rund 1500 Menschen im vollbesetzten Regensburger Dom die Auferstehung des HERRN. Wie viele Menschen darüber hinaus per TV oder Internet mit dabei waren, ist zur Zeit nicht bekannt.

Der Bayerische Rundfunk übertrug die Ostermette aus Regensburg deutschlandweit und tauchte die hohen Gewölbe in das ungewohnte Farbenspiel telegener Lichtwerfer. 

Osternacht 2013 DOMDer Schrecken des Todes und die Unbegreiflichkeit einer ewigen Heimat bewegten die Menschen wohl bereits seit aller Zeit. Wie ein Schmetterling, der als fliegendes Juwel in den Himmel der Frühlingssonne tanzt und doch zuvor als Raupe auf der Erde kroch:

So könnte man sich vielleicht den Weg des Menschen vorstellen, den der auferstandene Christus vorangegangen ist. Bereits vor 700 Jahren ließ sich ein Künstler von dieser Idee führen, als er das Schmetterlingsreliquiar schuf, das man 1991 im Hinterkopf einer Christusfigur in der Regensburger Schottenkirche wiederfand.

Bischof Rudolf Voderholzer stellte es in den Mittelpunkt seiner Predigt: Betrachte man das Reliquiar genauer, „sehen wir, dass es den Schmetterling mit dem Kreuz verbindet. Die am Kreuz ausgebreiteten Arme des Herrn weiten sich in die Flügel des Schmetterlings. Unter dem Kreuz stehen, von den leuchtenden Farben Blau und Grün, also des Glaubens und der Hoffnung umgeben, Maria und Johannes…“

Das Bild des Schmetterlings hilft dem Menschen, eine Ahnung der Verwandlung zu gewinnen, die mit der Auferstehung Christi geschieht und die wir Ostern feiern. Der Bischof sagte hierzu:

„Gott selbst verwandelt das Kreuz, ursprünglich Zeichen der Grausamkeit des Menschen, in das Zeichen der göttlichen Liebe. Die am Kreuz schmerzhaft auseinandergerissenen Arme des Herrn weiten sich zur Umarmung der ganzen Schöpfung. Die Finsternis des Todes wird von innen her aufgehellt und vom österlichen Licht umfangen. Von all dem spricht der Schmetterling!“  Osternacht 2013 Bischof Osterkerze

Die Liturgie der Osternacht feiert die Verwandlung mit dem ganzen Reichtum einer zweitausendjährigen kirchlichen Überlieferung: Vom Dunkel zum Licht, von der Sklaverei in Ägypten zur Freiheit im gelobten Land, vom auserwählten Volk Gottes zum weltumspannenden Heilsangebot Christi an alle Menschen, von der Verstrickung des Menschen in der Erbsünde zur reinigenden Taufe im Namen Christi.

Bischof Rudolf taufte in der Osternacht vier Erwachsene: Ines, Olga, Marcel und Machmud Matthias.  – Auch für sie deutete er das Bild des Schmetterlings:

„In der Taufe werden Sie jetzt gleich in einer besonders intensiven Weise in diese Verwandlung aufgenommen. Getauft werden heißt: mit Christus sterben und mit ihm zum neuen und unzerstörbaren Leben auferstehen. Das ewige Leben beginnt nicht erst in der Stunde des Todes, es gründet in der Begegnung mit Christus und bricht hier und jetzt an.“    ??????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????

Die Botschaft der Osternacht spricht zu allen Menschen. Jedem, der sie hören will, müsste das Herz vor Freude hüpfen. Bischof Rudolf fasste das so zusammen:

„Lassen Sie sich vom Schmetterling die Botschaft von der Verwandlung nahe bringen! Von einer Verwandlung freilich, die alle irdisch und natürlich erfahrbaren Verwandlungen noch einmal überschreitet: Christus ist auferstanden von den Toten und hat uns ein Leben erschlossen, das keinen Herbst, keine Verwesung, keinen Tod mehr kennen wird.“

Quelle (Text/Fotos): Bischöfliches Presseamt Regensburg