20. Juni: Gedenktag für deutsche Vertriebene

Schicksal der Heimatvertriebenen nicht verdrängen

Erstmals wird am 20. Juni in Deutschland der „Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung“ begangen. Dabei soll nach dem Willen der Bundesregierung besonders die Bedeutung jener Vertreibungen gewürdigt werden, die 15 Millionen Deutsche nach 1945 hinnehmen mussten. Scannen0001 (22)

Sie mussten ihre Heimat in Schlesien, Ostpreußen, Pommern, dem Baltikum und anderen ehemals deutschen Siedlungsgebieten verlassen.

Der Vorsitzende der Gemeinschaft evangelischer Schlesier (Hilfskomitee), Pfarrer Christian-Erdmann Schott, begrüßt, dass dieses Leiden jetzt mit einem jährlichen Gedenktag anerkannt werde.

Die deutschen Vertriebenen seien mit anderen Opfern des Zweiten Weltkrieges, etwa Juden, Polen und Sinti, nicht gleichgestellt worden, obwohl die meisten keine Nazi-Täter, sondern Frauen und Kinder gewesen seien.

Die Vertriebenen seien „wie Dahergelaufene behandelt, als die Generation der Täter, als Revanchisten und Revisionisten beschimpft, als Opfer zweiter Klasse eingestuft, ins Abseits abgedrängt“ worden, schreibt Schott im evangelischen Wochenmagazin IDEA-Spektrum.

Quelle und vollständiger Text hier: http://www.idea.de/gesellschaft/detail/das-schicksal-der-deutschen-vertriebenen-nicht-vergessen-91136.html

Gemälde: Evita Gründler


TV: Dokumentation über „Weihnachten in Ostpreußen“ am 10. Dezember 2014

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Der NDR sendet am Mittwoch, den 10. Dezember 2014, von 15:15 bis 16 Uhr einen Info-Film über die heutige Weihnachtszeit in Ostpreußen.

Ein Kamerateam filmt während einer Schlittenfahrt durch den Schnee © NDR/Doc-Team Fotograf: Evamaria Schmid

In Ostpreußen, Ermland und Masuren beginnt der Winter früh. Oft fällt der erste Schnee schon Mitte November, überzieht eine Eisschicht die zahllosen Seen. Daher ist eine „weiße Weihnacht“ fast selbstverständlich in den masurischen Dörfern.

Zudem gelten die alten Traditionen bei den wenigen noch verbliebenen deutschstämmigen und meist evangelischen Familien – ähnlich wie bei ihren polnisch-katholischen Nachbarn.

Oft fällt in Ostpreußen schon vor Weihnachten reichlich Schnee. Dann kommt auch der Schlitten zum Einsatz.

Die Roszigs und die Korzeniewskis sind miteinander befreundet, haben gemeinsam ein Schwein zum Fest geschlachtet, der Auftakt für die unmittelbaren Festvorbereitungen. (…)

Wolfgang Wegner hat beide Familien in den Tagen vor dem Fest bis zum Heiligen Abend begleitet.

Quelle (Text/Foto) und vollständige Film-Beschreibung hier: http://www.ndr.de/fernsehen/epg/import/Weihnachten-in-Ostpreussen,sendung313752.html


Ostpreußen: WOLFSKINDER auf der Flucht im Kampf ums nackte Überleben

Spannender, bewegender Spielfilm startet heute

Am heutigen Donnerstag, den 28. August 2014, kommt ein historisches Epos erstmals deutschlandweit in die Kinos:

Der deutsche Spielfilm mit dem Titel „WOLFSKINDER“ erzählt die dramatische Geschichte von Jungen und Mädchen in Ostpreußen, die durch die millionenfache Vertreibung ihre Eltern, ihre Heimat, Freunde und Verwandte und praktisch alles verloren haben, was zur Kindheit gehört. cover_wolfskinder

Mit eindrücklichen Panoramabildern und Naturaufnahmen begleitet Regisseur Rick Ostermann das Schicksal dieser Kinder, die nach 1945 zu tausenden in den Wäldern Ostpreußens und des benachbarten Litauens um ihr Überleben kämpften.

Was diese sog. „Wolfskinder“ dabei erleben, ist mit Worten kaum zu beschreiben, aber unglaublich bewegend von den jungen Darstellern gespielt.

Hans ist 14, Fritz erst 9 Jahre alt, als ihre Mutter vor Hunger stirbt. Bei der Flucht sind sie von nun an auf sich allein gestellt; vor allem auf dem älteren Hans lastet eine schwere Verantwortung. Dann verliert er in einer chaotischen Situation auch noch Fritzchen aus den Augen und macht sich fortan auf die Suche nach seinem Bruder.

Dabei wird er mit Mord und Vergewaltigung konfrontiert, leidet unter Hunger und muß für sein Überleben auch töten. Ein Hund, der ihn und andere Kinder auf der Flucht bedroht, wird kurzerhand erschlagen.

Der Kinostreifen erinnert zugleich an Millionen Kinder, die heute unschuldige Opfer von Kriegen und Vertreibungen sind.

Der Film, der laut ARD-Kulturmagazin ttt „unter die Haut geht“, feierte seine Weltpremiere auf dem jüngsten Filmfestival in Venedig, wurde im Juli mit dem Friedenspreis des Deutschen Films ausgezeichnet und ist in der Auswahl für den deutschen Beitrag zur nächsten OSCAR-Verleihung 2015.

Das bislang in der Öffentlichkeit kaum bekannte Thema der Wolfskinder soll u.a. im geplanten Dokumentationszentrum der Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung behandelt werden, welche die Filmemacher bei ihrem Kinostart unterstützt.

Start-Kinos der nächsten Tage:ansicht-10

29. August, 19 Uhr: Frankfurt am Main: Orfeo´s Erben
30. August, 19 Uhr: Mannheim: Cineplex
31. August, 18 Uhr: Darmstadt: Rex Kino
2. September, 19.15 Uhr: Düsseldorf: Metropol

Weitere Infos, den Trailer und Fotos (wie dieses Bild der zwei „Wolfskinder“) finden Sie unter www.wolfskinder-derfilm.de

Quelle: Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung
Mauerstraße 83/84 in 10117 Berlin
 
HINWEIS: Zukünftig ist der 20. Juli deutschlandweit ein nationaler Gedenktag für die deutschen Heimatvertriebenen. Näheres hier: https://charismatismus.wordpress.com/2014/08/30/nationaler-gedenktag-an-flucht-und-vertreibung-starkt-erinnerungskultur/