Falsche Signale für Priesteranwärter: Deutsche Bischöfe auf Abwegen

Mathias von Gersdorff

Bekanntlich ist die Situation der Priesterberufungen in Deutschland katastrophal. Deutschlands katholische Seelsorge kommt zunehmend in die Hände von ausländischen Priestern, was wahrscheinlich noch eine Rettung für die katholische Kirche in Deutschland ist.

Denn hiesige Zuständige für Priesterberufungen und Berufungspastoral interessieren sich nur noch für ein Thema: Homosexualität.

So kann man im Informationsportal der Bischofskonferenz namens katholisch.de folgende Schlagzeilen lesen:

31. März 2019: Auch Münsteraner Regens sagt: Homosexuelle können Priester werden

29. Januar 2019: Erzbistum Paderborn: Homosexuelle dürfen offiziell Priester werden

28. Januar 2019: Overbeck gegen Ausschluss von Schwulen vom Priesteramt

Papst Benedikt XVI. hatte eindeutig festgelegt, dass Personen mit tiefsitzenden homosexuellen Tendenzen nicht zum Priesteramt zugelassen werden dürfen.

Dass ist aber diesen deutschen Priesterausbildern egal. Dabei ist wichtig zu beachten, dass die deutschen Seminare leer sind. Das Kalkül der „Homo-Versteher“ ist offensichtlich: Wenn wir homosexuelle Personen zur Priesterausbildung zulassen, werden wir mehr Berufungen haben.

Das Ergebnis wird aber ein ganz anderes sein: Seminare, die Homosexuelle aufnehmen, werden bald nur noch Homosexuelle anziehen. „Normale“ Katholiken werden sich nie und nimmer dorthin verirren.

Der Grund ist einfach: Schon jetzt haben sich Bischöfe wie Franz-Josef Bode (Osnabrück) und Franz-Josef Overbeck (Essen) zu Lobbyisten der Homosexuellen innerhalb der Kirche gemacht.  Weitere Gleichgesinnte kleineren Kalibers (Dekane, Pfarrer etc.) gibt es zuhauf.

Wenn nun offiziell Homosexuelle in die Priesterseminare zugelassen werden und diese dann auch noch geweiht werden, kann dieser Lobbyismus nur anwachsen. Schon jetzt haben diejenigen, die gegen Gender, gegen Homo-Ehe und für das traditionelle Lehramt eintreten, einen schweren Stand.

Mit wachsender Zahl Homosexueller in den Seminaren wird das Mobbing gegen heterosexuelle Priesteramtskandidaten weiter ansteigen. „Normale“ Katholiken mit Priesterberufung, die die Sexualmoral und das katholische Lehramt ernst nehmen, werden nicht mehr in die Seminare eintreten (können).

Sie werden auf ihre priesterliche Berufung verzichten oder auswandern. Die katholische Kirche in Deutschland wird auf diese Weise zu einer LSBTIQ-Kirche mutieren.

Sicherlich werden die Bischöfe einen Trick finden, um trotzdem die Kirchensteuer aus den Gläubigen herauszupressen.

Unser Autor Matthias von Gersdorff aus Frankfurt leitet die Aktion „Kinder in Gefahr“ – hier die Webpräsenz : https://kultur-und-medien-online.blogspot.com/


Paderborn: Ausstellung über Faszination ROM bis 13. August 2017 geöffnet

Antike und heilige Schätze im Bistums-Museum

„Alles ist nichts gegen Rom“, schrieb 1757 Johann Joachim Winkelmann. Der deutsche Gelehrte brachte auf den Punkt, was seine Zeitgenossen fühlten. Und bis heute ist der Mythos Rom lebendig.

WUNDER ROMs im Blick des Nordens – Von der Antike bis zur Gegenwart – die große Sonderausstellung im Diözesanmuseum Paderborn – begibt sich auf die Suche nach dem Vielbeschriebenen und doch Unfassbaren, nach dem, was die Faszination der Stadt am Tiber seit Jahrhunderten ausmacht.

Sie schlägt einen Bogen von den kolossalen Fragmenten und heiligen Schätzen des spätantiken Rom bis zu den subtilen zeitgenössischen Fotografien und Videos des Künstlers Christoph Brech aus München.

Elf Abteilungen widmen sich dem Blick des Nordens auf die Wunder der Antike, auf das Zentrum der Christenheit mit seinen Heilsversprechen, auf Überhöhung und schwärmerische Verklärung, auf das Zelebrieren und das sich Reiben bis hin zu künstlerischer Dekonstruktion und Neuinterpretation.

95 Leihgeber aus ganz Europa haben herausragende Zeugnisse jahrtausendealter römischer Kultur, wertvolle mittelalterliche Manuskripte, erstklassige Kunstwerke, sakrale Schatzkunst, Architekturfragmente sowie Skizzen, Zeichnungen, Graphiken, Skulpturen und Fotografien bedeutender Künstler des Nordens nach Paderborn gesandt.

Zu den spektakulärsten der rund 200 Exponate gehört die riesige Marmorhand der kolossalen Statue des Kaisers Konstantin aus dem 4. Jahrhundert. Noch nie war das gut 1,70 Meter hohe Original, das seinen Platz im Innenhof der Kapitolinischen Museen hat, in Deutschland zu sehen.

Legendär ist die Bronzekugel, die einst die Spitze des vatikanischen Obelisken krönte und in der lange Zeit die Asche Caesars vermutet wurde. Aus der Papstkapelle Sancta Sanctorum stammen kostbare Reliquiare und aus Cambridge die einzige überlieferte Abschrift eines mittelalterlichen Reiseberichts des Magister Gregorius über die Wunderwerke Roms: „De mirabilibus urbis Romae“.

Quelle (Text/Foto) und weitere Infos hier: http://wunder-roms.de/faszination-rom/


Beschwerdebrief an den Paderborner Erzbischof wg. politisch einseitiger Äußerungen

Von Dr. David Berger

pressefotoberger11Der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker wird derzeit in den Medien als AfD-Kritiker gefeiert. In einem Brief wehrt sich nun ein Katholik gegen diese parteipolitische Wahlkampfaktion und fragt den Oberhirten: Warum schweigen Sie im Gegenzug zu den antisemitischen und christophoben Vergehen muslimischer Migranten?

Exzellenz, sehr geehrter Herr Erzbischof,

nach einem Bericht verschiedenster Medien und der „Katholischen Nachrichtenagentur“ haben Sie die AfD und im selben Interview mit der Westfalenpost „fremdenfeindliche Tendenzen“ kritisiert Diese seien „nicht mit dem christlichen Menschenbild vereinbar“. Sie haben sich „entschieden gegen den Missbrauch des christlichen Glaubens für Stimmungsmache gegen Ausländer und Flüchtlinge“ gewendet.

So titelt die „Neue Westfälische“: Paderborner Erzbischof findet deutliche Worte gegen AfD  – und der FOCUS hat als Schlagzeile: „Erzbischof über AfD: Fremdenfeindlichkeit mit christlichem Menschenbild unvereinbar

Zunächst sei gesagt: kein vernünftiger Mensch und schon gar kein Theologe wird Ihnen widersprechen, wenn Sie konstatieren, dass Fremdenfeindlichkeit mit dem christlichen Menschenbild unvereinbar ist. Auch darüber, dass Stimmungsmache gegen wen auch immer in unserer offenen Gesellschaft nichts zu suchen hat, versteht sich von selbst. untitled

Und pflichtgemäß bemerke ich hier auch noch zusätzlich, dass ich weder AfD-Wähler noch -Sympathisant, aber zugleich Katholik und überzeugter Vertreter unserer Demokratie und der dazu gehörenden offenen Gesellschaft und ihrer Werte (Meinungs-, Religionsfreiheit usw.) bin.

Die Frage, die sich mir in diesem Zusammenhang allerdings stellt ist, warum Sie gleichzeitig diese wichtige Botschaft benutzen, um Wahlkampf zu betreiben. Denn das ist es doch, was dann wirklich letztlich in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.

Soll das Christsein von AfD-Wählern hinterfragt werden?

Gerade einem Erzbischof, der im Licht der Öffentlichkeit steht, müssten doch die Mechanismen der Medienwelt vertraut sein; er müsste wissen, was er mit einzelnen Aussagen anrichtet. Schauen Sie sich einfach die Schlagzeilen an, die den Eindruck erwecken, als hätten Sie das Interview vor allem dazu genutzt, sich gegen die AfD abzusprechen und AfD-Wählern das Christsein abzusprechen, sie sozusagen zu „exkommunizieren“.

Das zeigt sich nach außen hin eindeutig als eine parteipolitische Positionierung. Selbst in den heftigsten Zeiten von Kanzelworten nach 1945 gab es eine solche parteipolitisch gezielte Wahlkampfaktion von Bischöfen nicht  –  und die fällt dann noch extrem einseitig aus.

Warum haben Sie nicht über asylkritische Stimmen in anderen Parteien gesprochen? Etwa bei der „Linken“ oder bei der CSU?

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch: Ich bin alles andere als ein AfD-Wähler, aber als Christ und Katholik finde ich es unerträglich, wenn man bestimmten Wählern das Christsein abspricht, weil sie eine demokratisch legitimierte Partei wählen und damit von einem Grundrecht in jenem demokratischen Staat Gebrauch machen, der zugleich Ihre Alimentierung gewährleistet.

pc_piWo bleibt die Abgrenzung von der Linkspartei?

Warum hat man von Ihnen nichts gehört, als die „Linke“, deren juristische Vorgängerin als SED die Kirchen in der DDR aufs übelste unterdrückte, sich auch in ihrem Erzbistum ausbreitete? Kann man etwa leichter Christ in einer kirchenfeindlichen Partei sein als in einer Partei, die immerhin überzeugte Katholiken in ihrer Führungsriege verzeichnet? Warum haben Sie geschwiegen, als die Linke in NRW zu einer Demonstration aufrief, die in üblen antisemitischen Exzessen endete?

Und was im Hinblick auf ihr Urteil, wer sich Christ nennen darf, noch schwerer wirkt: Wo ist ihre Stimme angesichts der Verfolgung von Juden und Christen durch muslimische Migranten, die die Majorität unter den derzeitigen Flüchtlingen stellen?

Nur falls Sie um diese katastrophale Situation nicht wissen: Erst vor wenigen Wochen gingen die Aussagen des Pfarrers einer evangelischen Gemeinde in Berlin Steglitz durch die Medien, der sich um die christlichen Flüchtlinge im Berliner Flüchtlingsheim „LaGeSo“ kümmert.

Er berichtet von einem von ihm betreuten christlichen Flüchtling, der dort wegen seines christlichen Glaubens einem dauernden Mobbing ausgesetzt ist:

„15 muslimische Bewohner seines Heims hatten ihn und ein weiteres Gemeindeglied angegriffen und geschlagen, ihm das Kreuz vom Hals gerissen und die beiden als ‚Abtrünnige’ und ‚Unreine’ beschimpft“ zitiert ein katholische Nachrichtenportal den Pfarrer. foto-dcubillas-www_freimages_com_

Anzeigen bei der Polizei habe man aufgegeben, da diese keinen Sinn hätten, denn im Heim gebe es genügend muslimische Zeugen, die aussagen würden, dass sie „genau gesehen haben, dass unser Gemeindeglied sich das Kreuz selbst vom Hals gerissen und sich seine Verletzungen selber zugefügt hat …

Es ist schon mindestens der dritte Angriff auf dieses Gemeindeglied. Ich habe wiederholt, das letzte Mal vor zwei Monaten, das zuständige Sozialamt schriftlich um eine Verlegung gebeten und die Angriffe geschildert. Es passiert nichts … Konvertierte Christen sind in unserem Land Opfer dritter Klasse“.

Judenfeindliche Tendenzen im islamischen Kultukreis

Wenn Sie, verehrter Herr Erzbischof, auch dieses Leiden der eigenen Brüder kalt lässt, berührt Sie vielleicht das unserer älteren Brüder, der Juden.

Als unbestritten gilt, dass die meisten Flüchtlinge aus einer vom real existierenden Islam geprägten Kultur stammen, die nicht nur homo- und christophob, sondern noch viel stärker antiisraelisch und antisemtisch ausgerichtet ist. Dies gilt besonders für die Flüchtlinge, die Experten in diesem Jahr noch bei uns erwarten.Klar hat dieses Problem Gunnar Heinson in der Neuen Zürcher Zeitung im Zusammenhang mit den Vorfällen der Silvesternacht benannt:

„Allein aus den arabischen Ländern wollen gemäß einer Studie des Doha-Instituts nicht mehr  –  wie noch nach einer Gallup-Untersuchung von 2000  –  nur 23, sondern schon 35 Prozent weg. Das wären momentan über 130 Millionen von insgesamt 380 Millionen Menschen. Natürlich sind dies bloß Umfragewerte  –  angesichts der Dimensionen wirkt diese Relativierung indes reichlich kraftlos.

85 Prozent der Araber, so zeigt dieselbe Untersuchung, träumen von der Judenvernichtung. Wer eine Million zu sich holt und dann umverteilen will, möchte die Nachbarschaft mit 850 000 Antisemiten fluten – ein Geschenk so deutsch wie schon lange nicht mehr.“

Nach Ihren Worten, wie sie die Katholische Nachrichtenagentur wiedergibt, entsteht der Verdacht, dass Sie genau jenen, die auf solch unhaltbare Zustände hinweisen, mit ihren seltsamen Aussagen das Christsein absprechen.

Eine solche Art „Exkommunikation“, die Sie hier vornehmen, ist äußerst grenzwertig, vor dem skizzierten Hintergrund perfide, ja es entsteht sogar der Verdacht des Amtsmissbrauchs. In all dem gebotenen Respekt einem Erzbischof gegenüber bitte ich Sie nachdrücklich, solche Aktionen in Zukunft zu unterlassen!

Quelle: http://www.theeuropean.de/david-berger/10837-afd-und-christliches-menschenbild-vereinbar#

 


BUCH-Empfehlung: Prof. Dieter Hattrup über die „heilsame Sturheit der Kirche“

Buch-Daten: Dieter Hattrup: Die heilsame Sturheit der Kirche, 140 S., 22 €, erschienen 2012  im Herder-Verlag (Freiburg)

Prof. Dr. Dieter Hattrup, der Verfasser des Buches, ist Priester der Erzdiözese Paderborn; er hat seine Studien in Mathematik und Physik 1978 mit der Promotion in Mathematik abgeschlossen. 0003223068_0001_170

Sein Studium der Theologie beendete er mit der Habilitation im Jahre 1990. Er ist Professor für Systematische Theologie an der Theol. Fakultät Paderborn.

Ausgehend von der These Charles Darwins, dass die sog. „brisanten Interessen“   –  Machtausübung, sexuelle Erfahrung und dingliche Sicherung (Besitz, Geld)  –  die entscheidenden Mittel seien, um zu überleben, zeigt der Autor vor allem im ersten Kapitel, gestützt von neuen Erkenntnissen aus der Grundlagen-Physik und -Biologie auf, dass das Bewusstsein des Menschen Vorläufer des unausweichlichen Todes wahrnimmt.

In der Dramatik menschlicher Existenz ist die Steigerung der Lebensqualität für die Gegenwart notwendig in dem Sinne, dass sie konkrete Not wendet; die endgültige Todesnot können die „brisanten Interessen“ aber nicht nur nicht aufheben, vielmehr sie verschärfen diese. Weltschmerz und Todesangst sind im Scheitern dieser „brisanten Interessen“ begründet.

Aus der geisteswissenschaftlicher Literatur greift Dieter Hattrup gekonnt Beispiele auf, die zeigen, dass das, was das mechanistische Weltbild zum Einsturz brachte, im sensiblen Wirklichkeitsbewusstsein auf anderer Ebene, beginnend bei einigen Vorsokratikern, Jahrhunderte hindurch bei „Begeisterten“ als Wahrheit erkannt wurde: 

Es gibt keine bloße Notwendigkeit. Was dazu kommt, ist für die einen Menschen Zufall, für die anderen ist es Gnade. Was ´die Einen ´ anbelangt, da mag der Einstein´sche Satz „Gott würfelt nicht!“ zu weiterem Denken anregen.

Im glaubwürdigen Leben aus den drei Grundgelübden (Armut, Keuschheit und Gehorsam), die zeichenhaft zu jedem christlichen Leben gehören, kann der Welt gezeigt werden, wie sie das ´Prinzip Hoffnung´ (Ernst Bloch) beispielhaft als gut begründet aufweisen.

Wie befreiend erfahren wir dabei den Ausspruch Jesu: „Euer himmlischer Vater weiß, was ihr braucht. Euch jedoch muß es um sein Reich gehen, dann wird euch alles andere dazugegeben“ (Lk 12, 30b – 31).

Professor Dieter Hattrup gebührt Dank für sein kurzgefasstes, aber so gründliches Werk!

Der Autor dieser Buchbesprechung ist Gymnasiallehrer i.R. und unserer Redaktion bekannt.

Bestell-Link: http://www.amazon.de/Die-heilsame-Sturheit-Kirche-Streitschrift/dp/345134128X

 


Kirchenaustritte: in den Bistümern Regensburg und Passau am wenigsten

Von Felizitas Küble

Kürzlich wurde die katholische Kirchenstatistik für das Jahr 2013 veröffentlicht. Rein statistisch gibt es etwas mehr als 24 Millionen Katholiken in Deutschland. Dies entspricht knapp 30 Prozent der Bevölkerung hierzulande.

Bezogen auf die Kirchenaustritts-Zahlen stellte sich bei einem Vergleich aller Bistümer  heraus, daß die –  bekanntlich eher konservativ geprägten  –   bayerischen Diözesen Regensburg und Passau am besten dastehen bzw. die geringsten Austrittszahlen aufweisen (0,4%). DSC00001

BILD: Das Gemälde unserer evangelischen Freundin, der Künstlerin Evita Gründler, zeigt Regensburg, die Stadt der vielen Brücken.

Danach folgen mit unterdurchschnittlichen 0,5% Kirchenaustritten zB. die Bistümer Münster und Paderborn. Die Katholiken in diesen beiden Diözesen gelten seit Jahrhunderten als bodenständig-katholisch, sozusagen „stockkatholisch“. 

Daher machte früher folgende Steigerung die Runde: ROM  –  PADERBORN  –  MÜNSTER.   – Und Spötter sagten: „Münster ist finster“ (= schwarz = katholisch).

Von evangelischen Bekannten erfuhren wir, daß sie früher auf dem Schulhof folgendes ironische Gedichtlein auswenig lernten:  „Und GOTT sprach: Es werde Licht – und es wurde Licht  – nur in Paderborn und Münster nicht…“

Die höchsten Austrittszahlen gibt es übrigens durchaus nicht im Bistum Limburg, sondern in Berlin (1,6%) und Hamburg (1,5%).

Was im Pressewald zudem gern verschwiegen wird: Die diesbezüglichen Zahlen bei der protestantischen „Konkurrenz“ sind nicht besser…

 


Heute große CREDO-Ausstellung in Paderborn eröffnet: Wie Europa christlich wurde

Was wissen wir über die Glaubensvorstellungen der antiken Menschen, bevor sie mit dem Christentum in Kontakt kamen? Wie wurde Europa christlich? slider3-640x360

Die Verbreitung des Christentums in Europa ist Thema einer großen kunst- und kulturhistorischen Ausstellung: „CREDO – Christianisierung Europas im Mittelalter“, die ab 26. Juli in drei Paderborner Museen  –  dem Diözesanmuseum, dem Museum in der Kaiserpfalz und der Städtischen Galerie am Abdinghof  –  gezeigt wird. slider5-640x360

Rund 800 hochkarätige und teils noch nie ausgestellte Exponate aus internationalen Museen sowie archäologische Neufunde dokumentieren diesen rund 1000 Jahre umfassenden Prozeß der Christianisierung des Abendlandes sowie seineVertiefung und weitere Verarbeitung in den nachfolgenden Jahrhunderten.

Die kolossale Schau steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck und wird gemeinsam von der Stadt Paderborn, dem Erzbistum Paderborn und dem Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL) realisiert.

Nach den erfolgreichen Mittelalter-Ausstellungen „Kunst und Kultur der Karolingerzeit“ sowie  „Canossa  –  Erschütterung der Welt“ ist dies bereits das dritte gemeinsame Ausstellungsprojekt von überregionaler Strahlkraft.

Rund 150.000 Besucher werden zu der sieben Millionen Euro teuren Schau bis 3. November 2013 erwartet. Bundespräsident Joachim Gauck eröffnet die großangelegte Schau am heutigen Freitag im Erzbischöflichen Diözesanmuseum.slider1-640x360

Die grandiose Schau decke rund 1000 Jahre Christianisierungsgeschichte ab, erläuterte der Direktor des Diözesan-Museums, Christoph Stiegemann.

Unter den Exponaten befinden sich wertvolle Leihgaben wie z.B. das seltene Papyrusfragment eines Paulus-Briefes, die Sonnenscheibe von Limons, Tempelfunde, Kaiser- und Papst-Urkunden sowie mittelalterliches Kriegsgerät und wertvolle Historiengemälde.

Die Ausstellung veranschaulicht die Ausbreitung des frühen Christentums vom antiken Rom über die Wanderungen der Missionare ins Frankenreich, nach Britannien und schließlich nach Skandinavien. 

Quellen: Infoseite http://www.credo-ausstellung.de/, epd


Hauptversammlung der Laienvereinigung „Pro Missa Tridentina“ 2012 in Paderborn

Paderborn  – die Bischofsstadt an den Paderquellen  – war  Gastgeberin für die Jahreshauptversammlung 2012 von PMT,  der Laienvereinigung für den klassischen römischen Ritus in der Katholischen Kirche.

Mehr als 200 Gläubige hatten sich trotz feucht-kalten Regenwetters durch die Stände des Paderborner Straßenfests gekämpft, um am levitierten Hochamt zur Eröffnung der Tagung teilzunehmen.

Die dem heiligen Franz-Xaver geweihte Marktkirche blühte bei den altehrwürdigen Choralgesängen und den feierlichen Zeremonien förmlich auf, auch wenn das Hochamt am Volksaltar zelebriert werden mußte und der prächtig restaurierte schwarz-goldene Hochaltar nur im Hintergrund zu sehen war.

Der Zelebrant, P. Almir de Andrade FSSP, war als Vertreter der päpstlichen Kommission „Ecclesia Dei“ aus Rom angereist und überbrachte Grüße von Msgr. Guido Pozzo, dem Sekretär der Kommission.

In seiner Predigt ging Don Almiro auf den Tagesheiligen, Papst Pius V., ein, der als Liturgiker, als Verteidiger des Abendlandes sowie als Kirchenreformer gewirkt hatte.(…)

Nach dem gemeinsamen Mittagessen im nahegelegenen Ratskeller folgten die Tagungs-teilnehmer aufmerksam den Ausführungen von Prof. Michael Fiedrowicz, der an der Theologischen Fakultät in Trier den Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Altertums, Patrologie und Christliche Archäologie innehat.

Im Auditorium Maximum der Theologischen Fakultät Paderborn sprach er zum Thema „Liturgiereform wider den Zeitgeist: Papst Pius V. – Erneuerung aus Überlieferung“.

GOTT im Zentrum der Liturgie

Ausgehend vom Tagesgebet erläuterte Prof. Fiedrowicz, was „Divinum cultum reparare“ eigentlich bedeuten sollte und wie eine wahre Reform der jahrhundertelang bewährten Riten aussehen könnte: Nicht eine „Neugestaltung des Gottesdienstes“, die Maß nimmt am modernen Menschen und seinen angeblichen Bedürfnissen, sondern die vielmehr Gott in den Mittelpunkt stellt: Dem HERRN der Herrlichkeit soll ein würdiger Kult dargebracht werden, wie dies Papst Benedikt XVI. 2007 in seinem Motu proprio „Summorum pontificum“ neu betonte.

In ihrem Dank an den Referenten wies die Vorsitzende der Laienvereinigung, Monika Rheinschmitt, darauf hin, daß  dieses Streben nach einer feierlichen und ehrfürchtigen Liturgie zu den Hauptzielen von „Pro Missa Tridentina“ gehöre.

Im Anschluß an die Podiumsdiskussion nutzten viele Tagungsteilnehmer die Chance, das im Herbst 2011 erschienene Buch des Referenten mit dem Titel „Die überlieferte Messe: Geschichte – Gestalt – Theologie“ am Bücherstand zu erwerben.

Nach einer Kaffeepause folgte die Vereinsversammlung, bei der u.a. ein neuer Vorstand für die Laienvereinigung zu wählen war. Die alte und neue Vorsitzende, Monika Rheinschmitt, konnte folgende PMT-Mitglieder als neue Mitstreiter im PMT-Vorstand willkommen heißen:

Zweiter Vorsitzender:  Prof. Dr. med. Wolfgang Denkhaus, 55116 Mainz
Kassierer:  Dr. Thomas Lutter, 71522 Backnang
Schriftführerin:  Ute Meßfeldt-Strutz, 22848 Norderstedt
Beisitzerin:  Annemarie Wimmer, 80331 München

Mit einem Schluß-Segen wurden die Versammelten nach Hause entlassen.

Quelle: Tagungsbericht von Pro Missa Tridentina, Monika Rheinschmitt