Frankreich im Gefolge der 68er: Pädosex-Skandale um bekannte linke Intellektuelle

Von Felizitas Küble

In unserem Nachbarland reißt die Debatte um Inzest-Betroffene in zuvor angesehenen Intellektuellen-Familien nicht ab. Neben prominenten Künstlern stehen dabei auch sozialistische Politiker und Autoren in der Kritik.

Meist geht es dabei um die 70er Jahre und 80er Jahre und um die damals virulente „Sexuelle Befreiung“ nach der Kulturrevolution der 68er Bewegung.

Im Vorjahr wurde bekannt, daß der französische Schriftsteller Gabriel Matzneff einst Kinder und Teenager sexuell missbrauchte. Freilich hatte er diese Tendenzen schon früher als eine Errungenschaft der sexuellen Liberalisierung gefeiert.

Vor allem Camille Kouchner erregte einiges Aufsehen mit ihrem biographischen Buch „Die große Familie“ (siehe Abbildung) – im französischen Originaltitel: „La Familia grande„.

Darin schildert sie, wie der Stiefvater ihren damals 13- oder 14-jährigen Zwillingsbruder zwei Jahre lang sexuell missbrauchte und dies im Famiien- und Verwandtenkreis als Tabu vertuscht wurde. Auch die beruflich emanzipierte Mutter schaute bewußt weg.

Der Täter der „großen Familie“ war der Politologe und linke Politiker Olivier Duhamel, der als bekannter Vertreter der 68er Ideologie galt. Weitere Infos dazu hier: https://www.dw.com/de/dunkle-geheimnisse-einer-gro%C3%9Fen-familie/a-56291497

Es ist durchaus kein Zufall, daß es sich bei Duhamel um den STIEF-Vater handelte, nicht um den biologischen Vater des Opfers. Das paßt natürlich nicht ins moderne Bild der vielgepriesenen „Patchwork-Familien“.

Es ist aber wissenschaftlich gründlich belegt, daß Schwiegerväter-Täter überdurchschnittlich häufig im pädosexuellen Kontext vorkommen

Hierüber habe ich bereits vor 10 Jahren ausführlich und faktenbasiert geschrieben: https://charismatismus.wordpress.com/2011/11/01/gefahr-des-missbrauchs-ist-bei-patchwork-familien-groesser/

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Kirchliches Präventionspapier vermittelt eine übergriffige Sexualpädagogik

Von Hubert Hecker

Die Bundeskonferenz der diözesanen Präventionsbeauftragten hat im Januar 2021 ein „Positionspapier zur Gestaltung der Schnittstelle von Prävention sexualisierter Gewalt und sexueller Bildung“ erstellt.1 Das Papier ist auf der Seite der Deutschen Bischofskonferenz Prävention-Kirche‘ publiziert.

Es geht mit Hinweis auf die MHG-Studie von der These aus, dass die „Stagnation der katholischen Sexuallehre“ sowie ihre „lustfeindliche Sichtweise“ Risikofaktor und „mittelbare Ursache“ für Missbrauchstaten im kirchlichen Bereich seien. Daher müsse vor jeder Prävention die Sexualmoral der katholischen Kirche neu überdacht werden.

Doch diese Behauptungen haben in der 366-seitigen MHG-Studie nur Fußnotencharakter.2 Jedenfalls ist die These vom Risikofaktor katholische Sexuallehre in keiner Weise Forschungsergebnis der Studie. Die „Zusammenfassung“ der Forschungsarbeit enthält auch keine Empfehlung, die kirchliche Sexualmoral auf den Prüfstand zu stellen.

Die Eingangsthese des Positionspapiers, die katholische Sexualmoral sei missbrauchsfördernd, ist eine Fiktion. Daher sind auch die Folgerungen daraus wie der Ruf nach einer neuen Sexualethik oder sexueller Bildung aus der Luft gegriffen.

Zwielichtige Bezugsautoren

Die Präventionsbeauftragten – und auch der Synodale Weg der DBK (Deutschen Bischofskonferenz) – haben also durch die MHG-Studie vom Herbst 2018 kein wissenschaftliches Mandat bekommen, die Sexuallehre der Kirche zu ändern. Mit der Abwandlung oder Abwendung von der biblisch-kirchlichen Lehre, nach der Sex(ualität) stets in das grundlegende Gebot der Liebe zu integrieren ist, verliert man den Orientierungskompass für die christliche Sexualethik.

Das zeigt sich in der unkritischen Übernahme von sektoralen „Erkenntnissen der Humanwissenschaften“. Die Präventionsbeauftragten stützen sich selektiv auf eine bestimmte Fraktion sexualwissenschaftlicher Autoren und Positionen. Im ersten Kapitel ihrer Schrift unter dem Abschnittstitel ‚Fachlicher Hintergrund‘ ist das Friedrich Nietzsche. Der hatte das Christentum angeklagt, mit seinen normativen Vorgaben „dem Eros Gift zu trinken“ gegeben zu haben.

Erwarten die Autoren mit diesem polemischen Eingangsfanal wirklich „fachliche Rückmeldungen“ zu ihren Ausführungen? Ist der Verfasser von „Der Antichrist“ und der „Umwertung aller Werte“ die angemessene Referenz für ein katholisches Präventionspapier?

Als zweiten Bezugsautor zitiert man ausführlich den französischen Sozialwissenschaftler Michel Foucault mit seinen Thesen, dass Sexualität vielfach mit Machtbeziehungen verschränkt sei und damit durch Macht gebraucht und missbraucht werden könne.

Die Aussagen des 1984 an AIDS Verstorbenen erscheinen aufgrund der kürzlich erhobenen Beschuldigungen eines Journalisten als zwielichtig. Nach denen hat Foucault Ende der 60er Jahre in Tunesien minderjährige Jungen sexuell missbraucht. Die Vorwürfe wurden von zwei weiteren Zeitzeugen bestätigt. Der Missbrauchsverdacht gegen Foucault wird zusätzlich erhärtet durch die Tatsache, dass er einige Jahre später lautstark die Abschaffung des strafbewehrten Verbots von Sexualität mit Kindern unter 15 Jahren forderte.

Er beschimpfte gar den gesetzlichen Schutz der Kinder vor sexuellen Übergriffen als „inakzeptablen Missbrauch“, denn Kinder seien fähig, eigenverantwortlich dem Sex mit Erwachsenen zuzustimmen. (Diese Auffassung von Foucault wird heute fatalerweise unter ‚(Kinder-)Recht auf sexuelle Selbstbestimmung‘ gefasst und als ‚präventiv‘ ausgegeben.) Mit anderen französischen Philosophen wie Sartre und Derrida unterstützte Foucault eine gleichlautende Petition.

Ist ein Autor, der das unaufhebbare Machtgefälle zwischen Erwachsenen und Kindern nicht erkennen kann oder will, als Wissenschaftler noch ernst zu nehmen? Hat er sich und seine Thesen zum Thema Sexualität und Macht damit nicht disqualifiziert – insbesondere für ein Präventionspapier? Wenn die Deutsche Bischofskonferenz solchen Positionen und Autoren zustimmt – beschädigt sie nicht ihre eigene Glaubwürdigkeit bezüglich der gegebenen Präventionsversprechen?

Irrwege deutscher Sexualwissenschaftler

Auch in Deutschland propagierten in den drei Jahrzehnten nach der 68er sexuellen Revolution renommierte Sexualwissenschaftler wie Wolff, Lautmann, Bernard, Sandfort und Helmut Kentler einhellig die Auffassung, dass einvernehmliche Sexualbeziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern letzteren nicht schaden würden. Dieses humanwissenschaftliche Fehlurteil zur Rechtfertigung von Kindersex hatte maßgeblichen Einfluss auf die Partei der Grünen, die in den 80er Jahren die Abschaffung des gesetzlichen Kinderschutzes verlangten.

Volker Beck forderte als sexualpolitischer Sprecher der Grünen 1988 die „Entkriminalisierung von Pädosexualität“. Später erklärte er seine Haltung mit den damaligen humanwissenschaftlichen Erkenntnissen. Noch bis 2010 förderte die Humanistische Union die pädophile Szene.

BILD: Aufklärungsschrift von Peter Helmes über pädosexuelle Tendenzen bei den Grünen der 80er und 90er Jahre

Erst im letzten Jahrzehnt haben Uni-Studien die schändliche Rolle Helmut Kentlers als Pädophilenaktivist und Drahtzieher pädokrimineller Netzwerke aufgedeckt. Die destruktiven Folgen seiner emanzipatorisch-antifaschistischen Sexuallehre sind inzwischen bekannt.

Gleichwohl führen heutige Sexualwissenschaftler wie Sielert, Valtl, Schmidt, Henningsen, Tuider u. a. als Schülergeneration Kentlers dessen hedonistische Sexualitätsansätze weiter. Alle genannten Autoren werden in dem Präventionspapier in Text und Literaturverzeichnis aufgeführt.

Der Kieler Uni-Professor Uwe Sielert hat das links-liberale Sexualkonzept von Kentler zur „neo-emanzipatorischen Sexualpädagogik“ ausgebaut. Die Individuen sollen ihre sexuellen Triebenergien grenzenlos ausschöpfen zur größtmöglichen Luststeigerung. Sielert propagiert die Instrumentalisierung des Körpers zur Lustmaximierung einschließlich von Masturbation bei Kindern und frühestmöglichem Geschlechtsverkehr.

Sielert schließt sich der Grundthese Kentlers an, dass Kinder vom Kleinkindalter an bis zum Ende der Latenzzeit sexuelle Bedürfnisse und Triebkräfte hätten. Daraus wird ein kindliches „Recht auf Sexualität“ abgeleitet, das Sielert mit seinem Ansatz zur Frühsexualisierung bedienen will. Tatsächlich wird damit die sexuelle Bedürfnis- und Erfahrungswelt von Erwachsenen auf Kinder projizieren.

Bei Sielert kommt das in einem Zitat zum Ausdruck, in dem er Kindern Bedürfnisse nach sexuellen „Lusterfahrungen und zärtlichen Gefühlen“ zuschreibt. Die These von den sexuellen Bedürfnissen schon von Kindern ist zugleich das Einfallstor für Pädophile.

Sein sexualpädagogisches Programm erweiterte Sielert später zu dem Konzept der „sexuellen Bildung“, das auch die Präventionsbeauftragten in ihrem Positionspapier als Masterplan für Sexualpädagogik bewerben. Danach sollen alle „repressiven“ Grundnormen im Geschlechterbereich verwischt und verwirrt werden.

Insbesondere sollen Ehe und Familie als Kernfamilie „denaturalisiert“ und die Geschlechterdualität von Mann und Frau in eine Gendervielfalt aufgelöst werden. Schließlich sollen die „intergenerativen Sexualitätsnormen zwischen Kindern und Erwachsenen“ aufgeweicht werden. So klingt Rechtfertigung von Pädophilie im Wissenschaftsjargon.

In der Praxisanleitung empfiehlt Sielert den Eltern, ihre „Kinder lustvoll zu streicheln“, damit schon Kleinkinder „die Lust an sich selbst entdecken“.3 

In Kitas und Schulen soll die pädagogische Frühsexualisierung der Kinder mit luststimulierenden Gesprächsimpulsen, Bildern und Handlungen fortgeführt werden. Ist es nicht absurd, in einem kirchlichen Papier zur Missbrauchsprävention das sexualpädagogische Konzept eines Autors zu übernehmen, der pädophile Übergriffe durch Eltern und Erzieher empfiehlt?

Präventiver Ansatz mit missbrauchsfördernden Ergebnissen

Kein Geringerer als der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, moniert an den Beiträgen der Autoren der Sielert-Schule, dass die proaktive Hinführung der Kinder zu sexuellen Themen und Praktiken die Handlungsstrategien von Missbrauchstätern begünstige: Bei Mädchen und Jungen, die schon früh an sexuelle Themen und grenzüberschreitende Sexualpraktiken gewöhnt seien, „haben Täter ein leichtes Spiel“.4

In einer luziden Analyse hat kürzlich Prof. em. Dr. Karla Etschenberg in zwei Beiträgen die Widersprüche der Sielert’schen Sexualpädagogik zwischen emanzipatorisch-präventivem Anspruch und missbrauchsförderndem Ergebnis aufgezeigt.

Sie erläutert in dem Aufsatz: „Helmut Kentlers Erbe und das besondere sexualpädagogische Konzept gegen den sexuellen Missbrauch“ in acht Schritten, wie mit dem emanzipatorischen Ansatz der sexuellen Bildung durch frühsexualisierende Handlungsanleitung, Netzwerkverbreitung und Diffamierung der Kritiker in der Öffentlichkeit der Boden für Missbrauchsförderung bereitet wird.5

 In der Ausarbeitung des Themas zu einem Videovortrag reichert sie die Textvariante mit weiteren Zitaten sowie anschaulichen Bildern und Vergleichen an.6

Schon im Jahr 2000 hatte eine Dozentin für Sexualpädagogik Sielerts Konzept der sexuellen Bildung in einen „Ratgeber für Eltern zur kindlichen Sexualentwicklung“ umgesetzt. Die Autorin gehört neben Sielert zum wissenschaftlichen Beirat des Dortmunder Instituts für Sexualpädagogik.

In der von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung verteilten Broschüre sind mehrere Stellen zu finden, die als „Einladung zur Pädophilie angesehen werden können“. Das gibt die Autorin einem Spiegel-Interview auch selbst zu, versucht aber die Zuarbeit ihrer Methode zu pädophilen Strategien zu verharmlosen.7 

Nach Protesten nahm die damalige Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen die Broschüre als „missverständlich und zweideutig“ aus dem Programm der BZgA.

Übergriffige Sexualpädagogik verdrängt katholische Werte von Liebe, Ehe und Familie

Trotz der pädophilen Kompromittierung beherrscht die Sielert-Schule den Hauptstrom der sexualpädagogischen Literatur und legte deren Standards im deutschsprachigen Raum fest. Besonders einflussreich ist Sielert als Mitbegründer und Vorstand der „Gesellschaft für Sexualpädagogik“ (GSP).

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung verbreitet in ihren Medien die libertäre und übergriffige Sexualpädagogik der GSP. Auch in Teilen der deutschen Kirche konnte sie einsickern, was sich etwa 2016 bei der Fachtagung im Erzbistum Berlin über „Sexualpädagogik unter dem Dach der Kirche“ zeigte.

Dort hatte die GSP-zertifizierte Sexualpädagogin Ann-Kathrin Kahle einen Grundlagentext von Sielert vorgestellt. Seit 2015 ist sie Präventionsbeauftragte des Bistums Münster.

In einem Sammelband von 2016 zu „Sexualpädagogik kontrovers“, im Literaturverzeichnis des Positionspapiers angegeben, hat sie mit dem engeren Kreis der Sielertschule wie Tuider, Timmermanns, Henningsen u. a. publiziert. Kahle ist die (Presse-)Sprecherin des ‚Arbeitskreises sexueller Bildung der Bundeskonferenz der diözesanen Präventionsbeauftragten‘. Vermutlich gehört sie zum Autorenkreis des vorgestellten Textes.

Der Elternverein Nordrhein-Westfalen hat kürzlich in einem Offenen Brief an die Deutsche Bischofskonferenz mit deutlichen Worten gegen das Positionspapier protestiert. Die Elternvertreter verweisen darauf, dass sich unter dem notwendigen Auftrag zur Missbrauchsprävention mit der Übernahme des Sielert-Konzeptes von neo-emanzipatorischer Sexualbildung pädophilnahe Sexualpädagogen im Raum der Kirche breitgemacht haben. Außerdem beklagen sie, dass in dem Papier die katholischen Werte von Ehe und Familie aus Vater, Mutter und Kind(ern) sowie lebenslange Bindung und Treue als Klischees und überholte Normen abgewertet werden.

Die besorgten Eltern fordern, dass die Deutsche Bischofskonferenz den eingeleiteten Paradigmenwechsel in der Sexualpädagogik stoppen und das befremdliche Positionspapier verwerfen sollte. Weiterhin erwarten sie, dass sich die Bischöfe wieder auf die katholischen Werte besinnen mit der Orientierung auf Ehe und Familie als Ziel der Sexualpädagogik, die einen „ganzheitlichen, entwicklungssensiblen und die Schamgrenzen der Kinder“ achtenden Ansatz verfolgen müsse.

Die Präventionsbeauftragten machen sich die Genderideologie zu eigen, wenn sie die Sexualität als eine beliebig gestaltbare gesellschaftliche „Konstruktion“ ansehen. Für die Eltern dagegen ist die Sexualität von Mann und Frau die „identitätsstiftende Grundlage der Person, Körpersprache der Liebe, Zeichen und Kraft der Bindung, Quelle des Lebens und natürlich auch der Lust und des Glücks“.8 

Nach christlicher Auffassung ist die von der biologischen Natur bzw. der Schöpfungsordnung gegebene Sexualität in den Dienst der Liebe und Treue, der Weitergabe des Lebens und der familiären Bindung zu stellen.

Gutgemeinte Zielsetzungen – mit fatalen Folgen

Auf die Kritik des Elternvereins haben der Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz wie auch die Autoren des Positionspapiers gereizt reagiert. Der Arbeitskreis der Präventionsbeauftragten ließ verlauten, dass er den Vorwurf zurückweise, „sexuelle Bildung auf einen pädophilen Ansatz stützen zu wollen“.

Die Elternvertreter haben jedoch mit keinem Wort den Autoren einen entsprechenden Willen oder gar die Intention zu einem pädophilen Ansatz unterstellt. Man kann den Präventionsbeauftragten durchaus gute subjektive Absichten zugestehen bei ihrem Ziel, durch sexuelle Bildung „die Stärkung der Sprachfähigkeit und Kompetenzerweiterung aller Kinder und Jugendlichen“ erreichen zu wollen.

Aber indem sie sich auf die „Erkenntnisse aus Forschung und Wissenschaft“ der Sielert-Schule stützen, stellen sie ihr gutgemeintes Vorhaben in einen Bezugsrahmen, der objektiv zu kontraproduktiven Ergebnissen führt.

Genau das haben der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung und andere Kritiker der neo-emanzipatorischen Sexualpädagogik aufgedeckt:

  • Die Heranführung schon kleiner Kinder an sexuelle Themen und Sexualpraktiken arbeitet den Handlungsstrategien der Täter in die Hände (Joh.-Wilhelm Rörig).
  • Die renommierte Pädagogikexpertin Prof. Karla Etschenberg hat die objektiven Widersprüche der Sielert’schen Sexualbildung zwischen emanzipatorisch-präventivem Anspruch und missbrauchsförderndem Ergebnis systematisch dargestellt (siehe oben).
  • Mit der unzulässigen Übertragung der Begriffe wie „Recht auf Sexualität“ und „sexuelle Selbstbestimmtheit“ (auf S. 12 des Papiers) aus dem Kontext ausgereifter Sexualität von Erwachsenen auf vorpubertäre Kinder und sogar Kleinkinder werden den notorischen Missbrauchstätern Stichworte gegeben und Wege bereitet.
  • Auch die Anleitung und Gewöhnung der Kinder an infantilsexuelle Handlungen bedeuten Zuarbeit zu den Tätern, die nach Vertrauensanbahnung selbstverständlich nur dem Kind ‚angenehme‘ Körperkontakte anstreben.
  • Damit wird sowohl die juristische Definition von Missbrauchshandlungen „gegen den Willen“ der Opfer unterlaufen als auch die viel zu enge präventive Zielorientierung als „Schutz vor sexualisierter Gewalt“. Schon aus der MHG-Studie hätten die Präventionsbeauftragten die Forschungserkenntnisse entnehmen können, dass die meisten Täter auf die sanfte Tour der Einvernehmlichkeit hinarbeiten.
  • Im Übrigen zeigen die säkulare Odenwaldschule wie auch das Bonner Aloisiuskolleg der Jesuiten das prekäre Ergebnis, dass sexualliberale Emanzipationspädagogik nicht nur keine Präventionseffekte erbrachte, sondern als systemische Bedingung massenhaften Missbrauch beförderte.

Mit der wissenschaftlichen Kritik an dem Konzept der sexuellen Bildung haben sich Sielert und seine Schüler nie ernsthaft auseinandergesetzt – offensichtlich auch nicht die Präventionsbeauftragten. Es gehört aber grundlegend zum wissenschaftlichen Ethos, sich der Kritik von anderen Wissenschaftlern zu stellen – audiatur et altera pars: Man höre auch die andere Seite!

Die verantwortlichen Bischöfe sollten sich und die von ihnen beauftragten Präventionsexperten in die Pflicht nehmen, den wissenschaftlichen Text oder das Aufklärungsvideo von Prof. Etschenberg zu studieren.9

Solange die schwerwiegenden Bedenken zu dem sexualpädagogischen Ansatz der Sielertschule mit seinen möglicherweise missbrauchsfördernden Ergebnissen nicht ausgeräumt sind, sollte das umstrittene Positionspapier auf Eis gelegt werden.


1 https://www.praevention-kirche.de/fileadmin/redaktion/praevention/portalseite/Downloads/2021–04-06_Positionspapier-Schnittstelle-Praevention-sex-Gewalt-und-Bildung_final.pdf

2 Ein einziger Hinweis auf externe Autoren auf Seite 235 der MHG-Studie

3 Frank Herrath / Uwe Sielert: Elterninformation S. 21, Beilage zu: Lisa und Jan. Ein Aufklärungsbuch und ihre Eltern, Beltz-Verlag 1991

4 Kommentar von Johannes-Wilhelm Rörig, taz vom 16. 2. 2015

5 Quelle: http://www.k‑etschenberg.de/resources/KENTLERS+Erbe.pdf, 2/2021

6 Vortrag von Prof. Dr. Karla Etschenberg auf dem Online-Symposium der ‚Demo für alle‘ mit dem Titel »Heikle Beziehungen: Sexualpädagogik und Kindesmissbrauch« am 17. April 2021.

7 Interview mit Ina-Maria Philipps auf Spiegel online, 6. August 2007

8 http://www.elternverein-nrw.de/wp-content/uploads/2021/05/Offener-Brief-an-die-Deutsche-Bischofskonferenz-12.05.21.pdf

9 https://symposium2021.de/videos/


Ideologische Wurzeln der Pädokriminalität

Von Christa Meves

Wenn die Aufdeckung der Kinderschänderringe in NRW auch Erschreckendes zutage fördert, so muss die daraus entstandene Aufregung doch als Silberstreifen am Horizont unserer Sexszene gewertet werden.

Allerdings bleiben die Schlussfolgerungen in den zahlreichen TV-Sendungen meist oberflächlich: Berechtigterweise wird vielstimmig eine schärfere Strafverfolgung bei sexuellem Kindesmissbrauch gefordert und die Bevölkerung zur Mithilfe bei der Entdeckung motiviert.

Doch nach dem Motto „Haltet den Dieb!“ wird in den Medien vor allem die Sensationslust des Menschen bedient. Hingegen treten die eigentlichen Ursachen der barbarischen Auswüchse selbst bei den öffentlichen Diskussionen meist überhaupt nicht ins Blickfeld. Sie werden weiterhin möglichst ausgespart.

Und so werden die Vorschläge zur Behebung der makabren Verbrechen – z. B. die Aufstockung von Erziehungsberatungsstellen – nur Tropfen auf kochend heiße Steine bleiben, solange man nicht sehr generell den Mut zur Einsicht und damit zur Umkehr in der Einstellung zur Sexualität entwickelt.

Die leider viel zu späte Erkenntnis müsste nämlich heißen: Die Vorstellung, dass der Mensch friedlich und glücklich werde, wenn er von der Wiege bis zur Bahre nur fleißig Sexualität, welcher Art auch immer, praktiziere – dieses seit 45 Jahren hierzulande durchgepaukte Programm hat sich als überheblich, ja, als gefährlich falsch erwiesen.

Die Sexualität – Fachleute konnten das aufgrund der Ergebnisse ihrer Wissenschaft längst bereits wissen – macht keine Ausnahme von der allgemeinen Regel, dass die Verabsolutierung, die Übertreibung eines einzelnen für die Spezies existenziell notwendigen Naturbereiches den Menschen auf primitive Stadien seiner Entwicklung zurückwirft und darin festbannt.

Der lebenslänglich zu maßloser Gewohnheit missbrauchte Geschlechtstrieb – in welcher Form auch immer – macht dann nämlich allmählich davon abhängig, und das heißt: süchtig.

Kaum ein anderer Grundbereich ist deshalb durch den schließlich nicht mehr steuerbaren Drang – in einer so die Lebenserfüllung beeinträchtigenden Weise – von seinem eigentlichen Ziel, hier der Fortpflanzung, so weitgehend und so vielfältig ablösbar und damit verstörbar wie die Sexualität:

Wenn man sie z. B. aus ihrem natürlichen Zusammenhang reißt und bereits bei den Kindern vom Kleinkindalter ab zu einer gewiss weckbaren Sache an sich macht, kann in dem Kind ein Drang nach Sex-Erregung entstehen, wie sie bei normaler Hormonlage in den Entwicklungsphasen des Kindes bis zur Vorpubertät nicht gegeben ist (1).

Diese heute zur Wissenschaft erhobene allgemeine Einsicht hatte in der alten Zeit sowohl in der Rechtsprechung wie in den Verlautbarungen der Kirchen ihren Niederschlag gefunden. Eingrenzende Sitten gehörten deshalb zur Gepflogenheit. Deshalb gibt es eben auch in kultivierten Staaten kaum eine Religion, die in ihrer Wegweisung zur Weisheit das Maßhalten nicht als unumgängliche Voraussetzung empfiehlt – ein Rat auf dem Boden gefilterter Erfahrung durch Generationen hindurch.

Aber mit dem großen Enttabuierungsfeldzug der Sexualität – sie wurde hierzulande von der Mitte der 60er Jahre ab ebenso zu einem Programmpunkt der Gesellschaftsveränderer erhoben, wie die Medien die Sexwelle als Möglichkeit zu reicher Pfründe entdeckten – wurde der Blick der jungen Generation auf die alten Leuchttürme vernebelt.

BILD: „Mütter heute“ – eine der zahlreichen Publikationen von Christa Meves

Deshalb schrieb ich bereits 1972 in meinem Buch „Wunschtraum und Wirklichkeit“: „Jedenfalls sind die modernen Empfehlungen unserer Emanzipierer, die Kindlein fleißig in Sexualität einzuüben, damit sie später genug ‚Spaß‘ daran hätten, so bar allen Gefühls für die Führung des Menschen zu einem glücklichen, sinnerfüllten Leben, dass man vor dieser Methode gar nicht genug warnen kann …“ (2).

So wird man zum Beispiel pädophil – und das heißt: Wenn sexuelles Erleben dann mit Sexerlebnissen in der Kindheit assoziiert wird, muss schließlich im Erwachsenenleben suchtartig Ähnliches dieser Art gesucht werden, weil man selbst durch viel zu frühe zielferne Aktivitäten der Verführung in Bezug auf die Sexualität im kindlichen Status verhaftet geblieben ist.

Die negative Entwicklung durch die allgemeine Entfesselung und Vergötzung der Sexualität nahm im letzten Jahrzehnt des vorigen Jahrhunderts infolgedessen immer mehr zu.

Meine Prognosen in Bezug auf die Sexualdelikte trafen von den 80er Jahren ab zunehmend ein. Und dennoch erwiesen sich vor allem die verantwortlichen Institutionen als taub für fachkompetente Warnung.

Die einschlägigen Paragraphen wurden ab der 4. Strafrechtsreform von 1975 immer mehr geschleift und praktisch unwirksam. Das hatte zur Folge, dass jede Menge verderbliche Ware für Kinderaugen und -ohren den Medienmarkt überschwemmte.

Mit dem Auftauchen von AIDS wurde darüber hinaus mithilfe einer neuen liberalisierenden Aufklärungsflut die Jugend geradezu angehalten, dadurch – um Himmels willen! – nicht wieder von den sexuellen Praktiken zu lassen, in denen man sie von Kindesbeinen an weiterhin eingeübt sehen wollte und will.

Trotz der immer häufiger ungeahndet in Erscheinung tretenden Pädophilie wurden nicht etwa entschiedene Gegenmaßnahmen gegen die Gepflogenheiten der Kindesverführung anberaumt, sondern sie eskalierten in den einschlägigen Medien.

Als sexuelle Kindermorde sich zu häufen begannen, veranlasste allerdings Bundeskanzler Helmut Kohl eine Verschärfung bei der Bestrafung der Sexualdelikte, um die Auswüchse einzudämmen; aber das blieb durch seine kurz darauf erfolgende Abwahl im neuen Jahrhundert immer seltener wirksam.

Unsere Öffentlichkeit fordert heute den Kopf der Pornohändler mit ihren verbrecherischen Filmen sexuell gequälter Kinder; aber damit allein ist es nicht getan.

BILD: „Das Recht schützt die Jugend“

Die neuen Recherchen der Polizei in NRW beweisen außerdem, wie groß die Zahl der Menschen ist, an die ihre Fotos verkaufbar sind, und das heißt: wie groß die Zahl der Männer ist, die alle selbst in süchtiger Weise pädophil angefochten sind! Hier erweist sich nun in Osnabrück und Münster, dass es nicht einmal wenige Täter sind, die die Möglichkeit entdeckt haben, mit Kinderpornographie lukrative Geschäfte zu machen.

Und das lässt einen schier unfassbaren Schluss zu: dass es hierzulande unter betuchten Bürgern unbescholten ein grausig hohes Potenzial an pädophilen, sexualsüchtigen Porno-Konsumenten gibt.

Müsste eine Durchseuchung dieser Art nicht endlich zu Einsicht und Umkehr zwingen?

Aber deshalb müssten nicht allein den Großverbrechern und ihren kriminellen Aktivitäten der Prozess gemacht werden, sondern ebenso müsste die endlose Schar der Schreibtischtäter zur Verantwortung gezogen werden, die oft nur um eines höheren materiellen Gewinns wegen dieser kriminellen Entwicklung Vorschub leisteten und täglich weiter leisten.

Und es darf nicht vergessen werden zu erwähnen, dass von Anfang an angesichts dieser unverantwortlichen Aktivitäten keinerlei Einspruch von der evangelischen Kirche erfolgte, sondern dass sie sich – trotz der Proteste Einzelner – einbinden ließ in unangemessene Aufklärungsmethoden für Kinder.

Als ein einsamer Fels in der Brandung erwies sich Papst Johannes Paul II. mit seinen unerschütterlichen Verlautbarungen und Enzykliken; aber gerade deshalb wurde und wird er zunehmend mehr in den Medien geschmäht.

Doch schließlich ist das Krebsgeschwür z. B. durch das Kirchenvolksbegehren, durch die Sexspiele und durch Sex-Broschüren wie ein Selbstzerstörer sogar in die lange standhaltenden Bastionen der katholischen Kirche eingedrungen.

Es ist in später Stunde wirklich an der Zeit, dass das „Schweigen der Lämmer“ – aber diesmal der aufgebrachten, familientreuen Gemeindemitglieder und Staatsbürger – ein Ende hat, damit die Enthemmung und Vergötzung der Sexualität und so der Boom der Sexualsüchte und Perversitäten endlich durchbrochen wird.

Aber die Aktivitäten können nur von den mündigen Bürgern ausgehen. Von hier aus muss Einfluss auf die Einschaltquoten genommen werden; denn vorher werden wir es von der Regierung nicht erwarten können, dass sie sich mit einspannen lässt in den im Grundgesetz garantierten Schutz der Kinder und sie sich mit dafür einsetzt, dass diese Garantie endlich wieder zur Realität wird.

Die Sexualität des Menschen lässt sich zwar zur Liebe erhöhen und vergeistigen, aber nur wenn man zuvor den Geschlechtstrieb in allgemein eingrenzende Verhaltensformen eingebunden und ihn so im Rahmen der Schöpfungsordnung kultiviert hat.

(1) Eliot, L.: Wie verschieden sind sie? Die Gehirnentwicklung von Mädchen und Jungen, S. 141. Berlin 2009, für die deutsche Ausgabe B.V., Berlin Verlag GmbH, Berlin 2010.
(2) Meves, Ch.: Der kalte Krieg der alten Schlange, in: Wunschtraum und Wirklichkeit, S.148. Herder, Freiburg 1972.

Die Verfasserin Christa Meves ist Psychotherapeutin für Kinder/Jugendliche und Bestseller-Autorin seit Jahrzehnten

Dieser Beitrag wurde auszugsweise auch in IDEA veröffentlicht: https://www.idea.de/spektrum/christa-meves-worin-die-ursachen-der-kinderpornografie-liegen


Causa Kentler: Petition zur Aufdeckung pädosexueller Netzwerke

Es ist ohne Zweifel eines der größten Kindesmissbrauchsverbrechen der deutschen Nachkriegsgeschichte: Seit Ende der 1960er Jahre bis mindestens 2003 hatte der Psychologe und Pädophilenaktivist Helmut Kentler Kinder und Jugendliche aus schwierigen sozialen Verhältnissen in die Obhut von zum Teil verurteilten pädophilen „Pflegevätern“ gegeben.

Dieses sogenannte Kentler-„Experiment“ wurde von der Berliner Senatsverwaltung finanziell unterstützt und von einem mächtigen pädokriminellen Netzwerk in ganz Deutschland geschützt. Dieses Netzwerk muss konsequent aufgedeckt und zur Rechenschaft gezogen werden.

Eine aktuelle Studie der Universität Hildesheim stellt fest, „dass es ein Netzwerk quer durch die wissenschaftlichen pädagogischen Einrichtungen insbesondere der 1960er und 1970er Jahre (Pädagogisches Zentrum, Max-Planck-Institut, Freie Universität Berlin, Pädagogisches Seminar Göttingen) und die Senatsverwaltung (dem Landesjugendamt) bis hinein in einzelne Berliner Bezirksjugendämter gab, in dem pädophile Positionen akzeptiert, gestützt und verteidigt wurden.“

Die „Pflegeväter“ waren laut der Studie „alleinlebende, mitunter mächtige Männer (…) aus Wissenschaft, Forschungseinrichtungen und anderen pädagogischen Kontexten. Auch die wegen massenhaften sexuellen Missbrauchs inzwischen geschlossene reformpädagogische Odenwaldschule soll zu diesem Netzwerk gehört haben.

Die Schlüsselfigur dieses Netzwerks war Helmut Kentler (1928–2008): Kentler galt als „Star der Sexualerziehung“ und „Obergutachter der Nation in Fragen der sexuellen Erziehung“. Er behauptete, schon das Kleinkind brauche sexuelle Stimulierung und Befriedigung, um zu einer gesunden Persönlichkeit heranwachsen zu können.

Dementsprechend forderte er auch die Abschaffung der Strafrechtsparagrafen 174 (sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen) und 176 (sexueller Missbrauch von Kindern).

Auf Helmut Kentlers „emanzipatorischer Sexualpädagogik“ baut die „Sexualpädagogik der Vielfalt“ auf, die heute eine monopolartige Stellung in der sexualpädagogischen Ausbildung innehat und flächendeckend in Kitas und Schulen praktiziert wird.

Mit „Marco“ und „Sven“ gingen erstmals zwei Betroffene des pädosexuellen Kentler-„Experiments“ an die Öffentlichkeit. Die beiden waren als Kinder bei dem mittlerweile verstorbenen „Pflegevater“ Fritz H. untergebracht und von ihm jahrelang sexuell missbraucht und gequält worden.

Die Straftaten sind mittlerweile verjährt. Die Aufklärungsarbeit jedoch ist längst nicht abgeschlossen: „Da fehlen weiterhin die Namen. Die Namen von all denen, die noch verantwortlich sind“, erklären die Betroffenen Marco“ und „Sven“.

Sie fordern deshalb ein weiteres Forschungsprojekt zur Aufarbeitung des Kentler-„Experiments“ – von unabhängigen Wissenschaftlern. Einer der Autoren der Hildesheimer Studie, Prof. Dr. Wolfgang Schröer, sagt: „Im Keller der Bildungsverwaltung liegen noch circa 1000 Akten, die noch nicht aufgearbeitet wurden“.

Deswegen empfiehlt die Hildesheimer Studie, „dass die Jugend- und Familienministerkonferenz insgesamt eine Aufarbeitung beginnt, inwieweit es im gesamten Bundesgebiet in den Hilfen zur Erziehung – Pflegekinderwesen und Heimerziehung – zu sexualisierter Gewalt gekommen ist und welche Infrastrukturen und Verantwortlichen dies ermöglicht haben.“

Auch die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs unterstützt diesen Vorschlag und sieht „die Verantwortung klar bei Politik und Behörden“. Dieser Verantwortung muss die Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK) der Länder dringend nachkommen. Es besteht die große Gefahr, dass dieses Netzwerk weiterhin aktiv ist.

Das Aktionsbündnis Ehe & Familie – DemoFürAlle fordert daher die JFMK auf, eine große Untersuchung des deutschlandweiten pädokriminellen Netzwerks in der Kinder- und Jugendhilfe einzurichten. Die Personen, Institutionen und Prozesse, die das pädosexuelle Kentler-„Experiment“ ermöglicht und geschützt haben, müssen aufgedeckt und benannt werden.

Quelle und Unterzeichnungs-Forum hier: https://www.citizengo.org/de/fm/182783-paedosexuelles-netzwerk-aufdecken-kentlergate


Berliner Behörden und Pädosex: Prof. Kentler und die Ideologie der „sexuellen Vielfalt“

Kindeswohlgefährdung in staatlicher Verantwortung

Über 30 Jahre konnte unbehelligt ein riesiges Pädosex-Netzwerk sein Unwesen treiben – im Schutz der Berliner Verwaltung und wissenschaftlicher Einrichtungen. Der Fall zeigt: Die Ideen der Reformpädagogik der 68er sind bis heute tonangebend in der Erziehungs- und Bildungspolitik.

Nach mehr als einem Jahr Forschung haben Wissenschaftler der Universität Hildesheim ihren Abschlussbericht vorgelegt. Es ist ein Dokument des Grauens, weil es den Nachweis für den jahrzehntelangen sexuellen schweren Mißbrauch von Kindern im Schutz von Jugendämtern und der Berliner Senatsverwaltung erbringt.

In dem Dokument mit dem Titel »Helmut Kentlers Wirken in der Berliner Kinder- und Jugendhilfe« zeichnet das Forschungsteam um Prof. Meike Baader die behördlichen Entscheidungswege nach, die dazu führten, daß Ende der 60er bis Anfang der 2000er Jahre Kinder bei alleinstehenden pädosexuellen Männern in Pflege gegeben wurden.

Die Wissenschaftler schreiben hierbei von »Ermöglichungsstrukturen« in den Jugendämtern und von »Kindeswohlgefährdung in behördlicher Verantwortung«.

Sie schreiben, daß über 50 Mitarbeiter des zuständigen Bezirksjugendamts in Berlin jahrzehntelang wegschauten, obwohl es starke Signale für schweren Kindesmißbrauch in der Pflegestelle des Hausmeisters Fritz H. gab. Das Leid seiner minderjährigen Opfer wurde ausgeblendet, der Täter geschützt und sogar gegen Störungen von außen, beispielsweise durch aufmerksame Lehrer und der leiblichen Pflegekindereltern, immunisiert.

Der Fall Fritz H. ist nicht der einzige, weitere pädophile Pflegeväter soll es gegeben haben: mächtige Männer aus wissenschaftlichen Einrichtungen, die sich mithilfe des Berliner Jugendamts Zugriff auf jugendliche Straßenkinder verschafften, die sie bei sich zuhause aufnahmen.

Die genaue Zahl der Opfer ist unbekannt. Allein in der Pflegestelle Fritz H. sollen über die Jahre zehn Kinder ab sechs Jahren (!) untergekommen sein. Eines von ihnen starb unter der Aufsicht des pädophilen Straftäters an einem Infekt – ohne daß es seitens des Jugendamts überhaupt ansatzweise zu unter Untersuchung kam.

Die Wissenschaftler sehen verdichtete Hinweise, daß es sich um ein informelles Netzwerk von Personen mit entweder pädophilen Neigungen oder zumindest pädophilenfreundlichen Positionen handelte, die teilweise hohe Stellungen in der Senatsverwaltung, in Jugendämtern und in wissenschaftlichen Einrichtungen im Erziehungsbereich bekleideten.

Dazu gehörten das Max-Planck-Institut, die Freie Universität und das mittlerweile geschlossene Pädagogische Zentrum Berlin. Dessen leitender Mitarbeiter, der bekennend homosexuelle Professor Helmut Kentler, hatte zu Beginn der 70er Jahre das Projekt »Homosexuelle als Betreuungs- und Erziehungspersonen unter besonderer Berücksichtigung des Pflegekindschaftsverhältnisses« ins Leben gerufen.

Über die Jahre gelang es Kentler, in Verwaltung und Behörden Unterstützer für sein pädosexuelles »Experiment« mit Kindern zu gewinnen, obwohl allen Beteiligten die Strafbarkeit ihres Unternehmens klar gewesen sein muss. Das hielt Kentler und seine Tathelfer aus den Jugendämtern nicht davon ab, im gesamten Bundesgebiet West weitere Pflegestellen bei pädophilen Männern einzurichten, alles gestützt vom Berliner Senat.

Netzwerk von Berlin bis zur Odenwaldschule

Das Wissenschaftler schreiben von Verbindungen des Senats mit der berüchtigten Odenwaldschule unter der Leitung des Päderasten Gerold Becker, der jahrelang Internatskinder sexuell nötigte und mißbrauchte. Der Kreis schloss sich mit dem – nicht mit Gerold Becker verwandten – Hellmut Becker, der im Planungsausschuss des Pädagogischen Zentrums saß, an dem Kentler in leitender Stellung wirkte.

Von dem Juristen Becker wurde der Schulleiter Becker zeit seines Lebens vor Entdeckung geschützt, obwohl dessen pädosexuelle Triebe dem Juristen bekannt waren.

BILD: Titelbild der Aufklärungs-Broschüre unseres Autors Peter Helmes über den grünen Pädosex-Skandal

Kentlers Reformpädagogik entstammteden Ideen der Frankfurter Schule und konnte in der Atmosphäre der 68er prächtig gedeihen. Sie bildete den Mutterboden für das Pädo-Parteiprogramm der Grünen, die 1982 den »positiven Effekt des Liebe-Machens« von Kindern betonten und ganz unverblümt forderten, straffreien Sex von Erwachsenen mit Kindern zuzulassen.

Von ihrer Pädo-Vergangenheit haben sich die Grünen bis heute nie ganz gelöst, wie die nahezu ungehinderten Karriereverläufe von Daniel Cohn-Bendit und Volker Beck beweisen. Der grüne Traum vom straffreien Sex mit Kindern wurde gleichsam fortentwickelt zur politischen Agenda des Gender-Mainstreaming, die eine frühe Sexualisierung von Kindern als wünschenswert  erachtet und diese institutionell in der Bildungspolitik zu verfestigen sucht.

Quelle und vollständiger Beitrag hier: https://www.familien-schutz.de/2020/07/01/helmut-kentler-und-die-paedagogik-der-sexuellen-vielfalt-paedophile-vergangenheit-die-nicht-vergehen-will/


Fatale Folgen einer Frühsexualisierung von Kindern im Gefolge der 68er Revolte

Von Christa Meves

Nein, aufhören mit dem Aufklären, mit Warnen und Raten kann ich nicht, obgleich ich demnächst in das 96. Lebensjahr einsteigen werde; denn was sich nun mit den Kindern in den Familien abspielt, ist sogar noch gravierender als das, was ich nach meinem ersten Schockerlebnis vor 50 Jahren unablässig in die Öffentlichkeit hineinzurufen begann.

Diese Erfahrung machte ich 1969 bei einer Einladung zum Vortrag in einer Berliner evangelisch-lutherischen Akademie, nachdem mein Vorredner, Helmut Kentler, ein mir unbekannter Lehrer aus Ostberlin (jedenfalls benannte er sich damals so), seinen Vortrag sinngemäß mit folgender Quintessenz beendet hatte:

Ab jetzt werden wir den Menschen machen. Wir allein, in eigener Regie, frei für jede Form von Sex, auch für die Kinder.

Hingegen hieß das Ergebnis meiner Ausführungen: Wir müssen bei unseren Entscheidungen hinauffragen: Was erwartet unser Gott mit seiner Schöpfungsordnung von uns, damit wir zu einer gesunden Zukunft hinfinden können?

Dieser Mann, der jetzt erst nach seinem Tod als ein –  durch die Jahrzehnte hindurch  –  vielfacher Missbrauchstäter (mit institutioneller Hilfe in Berlin) entlarvt worden ist, war damals bereits ein Protagonist der sogenannten Studentenrevolte.

Nachdem Kentler in der Universität Hannover zum Professor ernannt worden war – mit einer völlig unzureichenden Dissertation (kann jeder noch heute nachlesen) –  hat er Studenten jahrzehntelang mit einer abwegigen Pädagogik bedient.

Er hatte bereits 1970 in einem Taschenbuch mit dem Titel „Sexualerziehung“ seine Parolen zur Sexualisierung der Kinder vollmundig zu Papier gebracht. Aus der Sicht meiner kinderpsychotherapeutischen Praxis hatte ich damals bereits lesen müssen, was hier geplant war.

So blieb mir nichts anderes übrig, als mit einem kleinen Herder-Taschenbuch unter dem Titel „Manipulierte Maßlosigkeit“ meinen fachspezifischen Protest dagegenzusetzen; denn die Sexualität der Erwachsenen, so betonte ich, gehört nicht in die Kinderjahre. Dort ist sie den Kindern nicht gemäß.

Wer die Sexualität entfesselt und sie zu einer allgemeinen Lebensnotwendigkeit „von der Wiege bis zur Bahre“ erklärt, handelt sich eine Vielzahl von Sexualstörungen im Erwachsenenalter ein, Sexualsüchte vor allem, aber auch Abweichungen und sogar viel mehr Krankheiten physischer und psychischer Art. 

In Vorträgen über Vorträgen, in Büchern über Büchern variierte ich in den nächsten 50 Jahren – neben Warnungen vor dem Aufweichen bewährter Strukturen wie Familie, Autorität und Hierarchie – dieses Thema; denn zunehmend mehr entwickelte sich das Terrain der Bundesrepublik unversehens in ein Minenfeld mit Fallen zu unglücklich machenden, leidvollen Fehlentwicklungen.

Aufklärung darüber macht es aber möglich zu retten, was sich retten lassen will; denn es gibt bis heute immerhin auch noch weniger seelisch und geistig verseuchte Regionen, besonders in den deutschsprachigen Nachbarländern…

Außerdem kam mir auf meinem Feld unverhofft eine wissenschaftliche Forschung, die mächtig anschwoll, zu Hilfe. Dadurch gewann ich die beglückende Erfahrung, dass sich meine Vorstellungen, die ich in meinem Universitätsstudium der Nachkriegszeit und in der Praxis gewonnen hatte, immer mehr durch seriöse Forschungsergebnisse bestätigten:

So wurde jetzt z. B. die durchschlagende Einsicht der Hormonforscher publiziert, dass bereits im Mutterleib die Ausformung der unterschiedlichen Geschlechtsorgane von männlichen und weiblichen Kindern durch hohe Dosierungen entweder des männlichen Geschlechtshormons Testosteron für die Knaben oder des weiblichen Hormons Östrogen für die Mädchen massiv vorangetrieben wird.

Aber dann – wenige Wochen nach der Geburt – sinkt schon während der Säuglingszeit die Hormonlage der Babys bei beiden Geschlechtern fast auf Null zurück  (1).

Erst ab der Vorpubertät, etwa um das 10. Lebensjahr herum, beginnt der Hormonspiegel sich wieder bei beiden Geschlechtern kontinuierlich bis ins Erwachsenenalter hinein zu steigern.

Es ist einleuchtend, warum das so ist:

Bei den gewichtigen Reifungsphasen zwischen dem ersten und zehnten Lebensjahr ist der Naturtrieb Sexualität nicht gefragt. Ihr natürlicher Aufgabenbereich beginnt eigentlich erst mit der Fortpflanzungsfähigkeit. Bei der Einhaltung dieser natürlichen Grundregel ist in diesem Bereich am ehesten seelische und körperliche Gesundheit im Erwachsenenalter zu gewinnen.

Umso verhängnisvoller ist aber ein Zeitgeist, der das Gegenteil auf sein Banner schreibt. Die ungeschriebene Vorschrift der Revolutionäre „Sex von der Wiege bis zur Bahre“ ist keineswegs vom Tisch. Sie ist sogar bis in die Schulpläne für Grundschüler eingesickert.

Und nun produziert zum Entsetzen verantwortungsbewusster Eltern auch noch das Smartphone ein Leck auf diesem Gebiet:

Heute ist es kaum noch zu verhindern, dass fast jedes Kind es vom Grundschulalter ab zuwege bringt, eines Smartphones habhaft zu werden, um mit diesem dann herunterzuholen, was ihm beliebt. Und das ist in diesem Alter dann meist etwas, das ihm Freunde angeraten haben.

Seit dieser Neuheit landen bei mir nun zunehmend häufiger ratlos seiende Mütter, die zumeist bei ihren Kindern zwischen sechs und zwölf – Mädchen wie Jungen – mit neuen, bisher nie gekannten Verhaltensstörungen konfrontiert sind:

Z. B. eine Siebenjährige in der 2. Klasse verhielt sich, als wäre sie gänzlich von der Rolle. Sie könne nun nichts mehr, sagt sie, obgleich die Mutter erklärt, dass sie vorher im Geschwisterkreis ein supergesundes, fröhliches Mädchen mit guten ersten Erfolgen in der Schule gewesen sei. Alles Befragen hülfe nichts. „Das geht nicht“, heißt dann unter Tränen die Antwort des Kindes.

Eine andere Mutter berichtet mit berechtigter Sorge, ihr Sohn, 10 Jahre alt, verweigere ebenfalls konstant den Schulbesuch. „Da wäre etwas dazwischen“, erkläre er dann. Er fürchte sich, dann wieder nach Hause zurückzugehen, er müsse dann irgendwie loslaufen und sich bald irgendwann umbringen.  

Aber das sind nur zwei Beispiele von sehr ähnlichen weiteren, ohne dass eine der üblichen Diagnosen von Therapeuten feststellbar erscheint. Nicht selten gelingt es aber doch durch Berichte von Unbeteiligten, der Ursachen der massiven Störung habhaft zu werden: Bei manchen Kindern im Grundschulalter zeigt sich dann, dass irgendein Mitschüler die Kleinen zum heimlichen Benutzen von Mutters Smartphone verführt und sie auf bestimmte Sendungen unter einem bestimmten Code aufmerksam gemacht hatte.

Die Ursache besteht darin, dass die Kinder meist, ohne dass sie wissen, was ihnen geschieht, auf Sendungen mit Pornografie gestoßen sind.

Was sich besonders bei den Sensibleren, eher auch bei hervorragend Intelligenten, hier abspielt, ist ein Bildeindruck, der weder verstanden noch verkraftet werden kann. Es entsteht so ein massives Trauma, das nun allerdings dringend zunächst der Aufklärung und dann einer fachkompetenten Therapie bedarf. Was für eine neue schwere Verantwortung aller Pädagogen ist so neu entstanden!

Hier muss erst einmal darüber informiert werden, dass die Kindheit eine sexfreie Zone zu sein hat. Eigentlich müssten sämtliche Pädagogen jetzt erst einmal dazu angehalten werden, diesen Status der Kindheit zu respektieren, statt ihn unentwegt anzuheizen, wie es heute nicht selten im Sexualkundeunterricht geschieht.

Wie nötig wäre hier eine Vorbildhaltung auch der Eltern, statt (wie gelegentlich weiterhin) es für modern zu halten, ihre sexuellen Auslöser den Kindern so viel wie möglich hinzuhalten.

Diese Seuche ist der Sündenfall eines Zeitgeistes, der von Gottes Allgegenwart abgefallen ist. Hier muss angesetzt werden, um elenden Fallen solcher Art Paroli zu bieten.

1) Eliot, Lise: Wie verschieden sind wir? Die Gehirnentwicklung bei Mädchen und Jungen. Berlin 2009, für die deutsche Ausgabe © B.V., Berlin Verlag GmbH, Berlin 2010, S. 141

Die Bestseller-Autorin Christa Meves ist Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche; sie leitet den Verein „Verantwortung für die Familie“, bei dem Sie online weitere Artikel finden: http://www.vfa-ev.de/newsl.htm


NRW verbietet Kita-Spiel „Original-Play“

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat ein Verbot der umstrittenen Kita-Spielmethode „Original Play“ angekündigt. Das Konzept, bei dem fremde Männer in Kitas mit Kindern kuscheln, sei „völlig indiskutabel“, sagte Familienminister Joachim Stamp (FDP) der WAZ.

Bislang werde die Spielmethode zwar noch nicht in NRW praktiziert. Sie sei aber nicht zu verantworten, da eine Gefährdung der Kinder nicht ausgeschlossen werden könne, warnten die Landesjugendämter.

Nach Berichten der ARD über Mißbrauchsfälle im Zusammenhang mit „Original Play“ in Berlin und Hamburg sorgte das Konzept für Aufregung.

Neben dem Kinderschutzbund sprach sich auch die Leiterin des bayerischen Staatsinstituts für Frühpädagogik, Fabienne Becker-Stoll, gegen diese Spielmethode aus.  

Urheber von „Original Play“ ist der US-amerikanische „Spieleforscher“ Fred Donaldson. Grundlage des Konzepts seien Beobachtungen spielender Tiere. Die Männer, die später in die Kitas gingen, benötigten dafür keine pädagogische Ausbildung. Nach kurzen Seminaren könnten sie als „Lehrlinge“ in die Kindereinrichtungen.

In Deutschland habe die Methode vor 15 Jahren Einzug in einzelne Kitas und Kindergärten gehalten.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2019/einladung-fuer-paedophile-nrw-will-original-play-verbieten/


Grüne Jugend: JA zu Abtreibung und Inzest

Von Felizitas Küble

Unter dem verfänglichen Titel „Keine Liebe ist illegal“ hat die Jugendorganisation der Grünen schon vor über sieben Jahren verlangt, das staatliche Inzest-Verbot abzuschaffen.

Die betreffende Pressemitteilung ist nach wie vor im Internetportal der Grünen Jugend präsent: https://gruene-jugend.de/pm-keine-liebe-ist-illegal/

Die Stellungnahme der Grünen Jugend beginnt allen Ernstes wie folgt:

„Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte bewertet altbackene Moralvorstellungen offenbar höher als die Grundrechte auf freie Selbstbestimmung. Das Inzestverbot in Deutschland ist ein krasser staatlicher Eingriff in die Privatsphäre und die selbstbestimmte Lebensgestaltung von Menschen.“

Das Inzestverbot sei „unnötig“ und seine Auswirkungen gar „gruselig“, behaupten diese Grünen. Wohlgemerkt: Es geht nicht um Inzest, sondern um das Inzest-VERBOT, das hier bekämpft wird.

BILD: Themenheft von Peter Helmes über den grünen Pädosexuellen-Sumpf der 80er und 90er Jahre

Danach heißt es ebenso scheinheilig wie dummdreist:

„Die Begründung des Verbots mit der Verhinderung potentiell behinderter Nachkommen verweist auf eine Zeit, in der sich der Staat um die Reinheit des Erbguts der Bevölkerung kümmern wollte. Diese Begründung erklärt Behinderte zu unerwünschten Menschen.“

Ausgerechnet der grüne Jugendverband spielt sich als Behinderten-Versteher auf, wobei die Gesamtpartei schon seit vierzig Jahren für die totale Abtreibungsfreiheit bis zum 9. Monat (!) plädiert (Programmpunkt „Abschaffung des §218“).

Falls es also nach dem Inzest-Sex zu Schwangerschaften mit genetisch behinderten Kindern kommt, könnten diese straffrei bis kurz vor der Geburt „entsorgt“ werden  – laut grünem Forderungskatalog.
Auch außerhalb der Grünen Jugend gibt es in dieser Partei den Wunsch nach Lockerung des Inzest-Paragraphen, z.B. bei den Augsburger Grünen (2012); ein Jahr danach äußerte das grüne Urgestein Hans-Christian Ströbele dieselbe verheerende Ansicht.
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Siehe ergänzend das Video unseres Gastautors Mathias von Gersdorff: https://www.youtube.com/watch?v=5feNbTydBDY

Zur pädosexuellen Causa des Islam-Gründers

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (ECHR) hat die Geldstrafe für eine Österreicherin bestätigt, die dem Islam-Gründer Mohammed pädosexuelle Neigungen vorgehalten hatte. Die Wienerin hatte im Herbst 2009 bei zwei Seminaren zum Thema „Grundlagen des Islam“ über die Ehe Mohammeds mit der kindlichen Aisha referiert.

Dabei führte die Rednerin aus, Mohammed „hatte nun mal gerne mit Kindern ein bißchen was“ und stellte daraufhin die rhetorische Frage: „Ein 56jähriger und eine Sechsjährige – wie nennen wir das, wenn es nicht Pädophilie ist?“ Zwei Jahre später verurteilte sie das Landgericht Wien wegen „Herabwürdigung religiöser Lehren“ zu einer Geldbuße von 480 Euro. Ebenfalls 2011 bestätigte das Oberlandesgericht Wien das Urteil.

Ein Antrag auf Wiederaufnahme wurde vom Obersten Gerichtshof Österreichs 2013 abgelehnt, woraufhin die Frau den Menschenrechtsgerichtshof anrief. Dieser kam nun zu dem Ergebnis, daß die Rechte der Österreicherin nicht verletzt wurden. Laut dem Urteil habe Österreich „das Recht der Beschwerdeführerin auf Meinungsäußerungsfreiheit sorgfältig mit dem Recht anderer auf Schutz ihrer religiösen Gefühle abgewogen hatten, wodurch der religiöse Frieden in der österreichischen Gesellschaft bewahrt werden sollte“.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2018/urteil-mohammed-darf-nicht-paedophil-genannt-werden/


Homosexualität, Mißbrauch und Päderastie: Sollen aus Tätern jetzt Opfer gemacht werden?

Von Felizitas Küble

Unter dem Titel „Auch Priester müssen über ihre Sexualität reden können!“ veröffentlicht das Portal der Dt. Bischofskonferenz namens „Katholisch.de“ am heutigen 26. September einen  Artikel ihres Redakteurs Björn Odendahl, in dem dieser sich auf homophile Weise zur Mißbrauchskrise äußert und ein progressives „Umdenken“ in der Kirche fordert. 
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Zunächst stellt er zutreffend fest, daß die Mißbrauchsopfer in der Kirche „zum großen Teil“ männlich waren – genau genommen sogar 80% und somit mehr als 3/4 der Betroffenen.
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Im amtlichen John-Jay-Report  – der bekanntesten Mißbrauchs-Studie in den USA  –  wurde bereits im Jahre 2002 festgestellt, daß 81% der Geschädigten männlich sind; die meisten Opfer sind zwischen 11 und 17 Jahre alt.
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Ähnliches schreibt der aktuelle Pensylvannia-Bericht: Die „meisten“ (!) Opfer sind Jungen. (Quelle: https://www.n-tv.de/panorama/Mehr-als-300-Priester-missbrauchten-Kinder-article20573472.html)
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Auch bezüglich der Strafakten in der Studie der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) werden 80% der betroffenen Minderjährigen als männlich bezeichnet.
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Es geht also logischerweise in erster Linie um ein Problem homosexueller Angehöriger im Klerus bis hinauf zu Bischöfen und Kardinälen, die sich pädosexuell (Kinder als Opfer) bzw. päderastisch (männliche Jugendliche als Opfer) betätigten.
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Doch für den Autor Odendahl ist das kein Grund, Homosexualität als „Risikofaktor für Missbrauch“ anzusehen, ganz im Gegenteil: Er plädiert für eine Willkommenskultur gegenüber schwulen Priestern.
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Sein Abwehr-Argument Nr. 1: „Untersucht wurden die Jahre 1946 bis 2014. Und bis in die jüngste Vergangenheit waren Ministranten, Internatsschüler und Heimkinder überwiegend männlich.“
Erstens geht es bei der DBK-Studie um Weltpriester und um Ordenspriester im diözesanen Dienst, also gerade nicht um pädagogische Ordensinstitute (Heimkinder, Internatsschüler).
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Zweitens: Hinsichtlich der Meßdiener gibt es seit rund dreißig Jahren in den meisten Pfarrgemeinden Ministrantinnen.
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Würde die Logik des Verfassers zutreffen, dann hätte es ab der Einführung von Meßdienerinnen weitaus weniger männliche Opfer geben müssen, was aber nicht der Fall ist.
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Das zweite Gegenargument des Autors zur Verteidigung eines homosexuellen Klerus lautet  hinsichtlich der Priesteramtskandidaten:
„Wer sich nicht mit der eigenen Emotionalität und Sexualität auseinandersetzt, bleibt in seiner Persönlichkeitsentwicklung zurück. Die Konsequenz: Der Umgang mit gereiften Personen, Erwachsenen fällt ihnen schwerer. Kinder und Jugendliche werden dann im wahrsten Sinne zum „Opfer“ überforderter Priester.“
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Natürlich ist der Mißbrauch von Minderjährigen Ausdruck einer unreifen Sexualität   – nur erklärt das in keiner Weise die 80% männlichen Opfer. Der Herr Verfasser psychologisiert komplett an den Fakten vorbei – und hält der Kirche auch noch vor, daß sie homosexuelle Priester ablehne, was bei ihnen zu Doppelleben und Zwiespalt führe: Um dem Willen der Kirche zu entsprechen, wird schließlich die eigene Sexualität abgewehrt und verleugnet.“
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Die eigene Sexualität wird seitens übergriffiger Priester gerade nicht „verleugnet“ und „abgewehrt“, sondern munter praktiziert.
Mit pseudo-psychologischen Verrenkungen wird die Verantwortung gleichsam der Kirche zugeschustert – und damit die Täter indirekt entlastet, denn die armen Kerle  – schluchz  – befanden sich ja im „Zwiespalt“ mit ihrem Doppelleben…
Doch für Odendahl gibt es „nur einen Weg“ aus dem Dilemma: „Homosexuelle Priester willkommen heißen und sie als gleichwertig anerkennen.
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So kann man mit wohlfeil klingenden Worten, verqueerer Logik und zeitgeistangepaßter „Theologie“ versuchen, das Feuer mit Öl statt mit Wasser zu löschen – und das ausgerechnet auf dem Portal der Deutschen Bischofskonferenz.
Weitere ausführliche Infos hier zum Homo-Problem im Klerus hier: https://charismatismus.wordpress.com/2012/11/10/gibt-es-eine-verstarkte-einflusnahme-homosexueller-seilschaften-im-katholischen-klerus/
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Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den katholischen KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.