Pakistan: Dreizehnjährige Christin verschleppt und zum Islam zwangsbekehrt

Die 13-jährige Mädchen Sana John wurde in Haji Pura in der Nähe von Silakot entführt und zum Islam zwangsbekehrt. Am vergangenen 9. November war das Mädchen nicht aus der Schule zurückgekehrt. Dies teilt die pakistanische Organisation “Life for All” mit, die sich um die Rückführung des Mädchens in ihre Familie bemüht. 7e5988847c

Wie die Schwester von Sana berichtet, waren sie und Sana auf dem Rückweg von der Schule von muslimischen Männern angesprochen worden, die Sana mitnahmen. Die Familie wurde aufgefordert, keine Anzeige zu erstatten.

“In Pakistan gibt es keine Gerechtigkeit für die Armen und vor allem kümmert sich keiner um Christen“, so der Vater von Sana, Shahid John, „und auch meine Klage wurde nicht gehört. Die Polizei tut nichts, um die Schuldigen zu finden und niemand kümmert sich um uns”.

Mit Unterstützung von “Life for All” appelliert die Familie von Sana nun an die Behörden. “Es gibt viele Fälle dieser Art: einflussreiche Persönlichkeiten nutzen ihre Macht, um unbestraft davon zu kommen“, betont die Organisation: „Tausende minderjährige Mädchen werden jedes Jahr entführt und zum Islam bekehrt. Die Fälle werden angezeigt, doch Gerichte und zuständige Behörden verschließen die Augen und die Ausgegrenzten tragen das Leid. Wie lange wird diese Ungerechtigkeit noch toleriert werden?”.

Jedes Jahr werden in Pakistan rund eintausend Mädchen aus christlichen und hinduistischen Gemeinden verschleppt, zum Islam bekehrt und zwangsverheiratet. Dabei handelt es sich bei dieser Zählung jedoch nur um die Fälle, in denen offiziell eine Anzeige erstattet wurde.

Quelle: Fidesdienst


Pakistan: Nach islamischem Übergriff auf christlichen Rektor sind Angehörige verängstigt

Nachdem der christliche Schulleiter Siddique Azam im Dorf Pernawa (Kasur, Punjab) von muslimischen Lehrern seines Kollegiums angegriffen wurde, fühlt sich nun auch seine Familie bedroht. foto-dcubillas-www_freimages_com_

Azam befindet sich derzeit noch nur Behandlung im Krankenhaus. Die Angehörigen des Rektors befürchten, dass es zu weiteren Übergriffen kommen könnte und dass auch einschüchternde Maßnahmen gegenüber der Familie nicht auszuschließen sind.

Nabila, die Ehefrau, unterrichtet an der Convent High School St. Mary im benachbarten Bhai Pheru. Das Ehepaar hat sechs Kinder: die 16jährigen Zwillinge Mishal und Sharjeel, Izen (14); die 10jährigen Zwillinge Shameer und Aleena und Mishma (7). “Die Familie hat seit drei Nächten nicht geschlafen und ist traumatisiert”, so der Anwalt Sardar Mushtaq Gill. Deshalb bitten die Angehörigen nun um polizeilichen Schutz.

“Der Fall Azam ist nur einer von vielen, der zeigt, wie Christen in Pakistan diskriminiert und misshandelt werden. Oft werden die Fälle gar nicht bekannt. Wir müssen gegen eine extremistische und sektiererische Mentalität in der Gesellschaft vorgehen“, erklärte der Anwalt abschließend.

Quelle: Fidesdienst


Lebensgefährliches Mandat: So lernte ich die Menschenrechtsanwältin A. Akhtar kennen

Von Michaela KollerKoller-Michaela_kwi_author_list

Bis auf die Haut war ich vom Regen nass geworden, als ich aus der Mittagspause ins Büro zurückkehrte. Das Telefon klingelte. Ich muss das in der Mittagspause nicht beantworten.

Neugierig hob ich trotzdem ab und vergaß bald, dass ich eigentlich tropfnass war: Der Name der der Englisch sprechenden Anruferin war nicht zu verstehen. Ihre Stimme klang gedämpft, offenbar rief sie aus dem Ausland an. Sie lachte schließlich, als ich ihre Frage nach meinem Namen beantwortete: Der Anruf kam aus Lahore in der Provinz Punjab in Pakistan.

Es war Aneeqa Maria Akhtar, Rechtsanwältin und Menschenrechtsaktivistin. Wir hatten uns seit Anfang 2009 nicht mehr gesprochen. Welche Freude, nun ihre Stimme zu hören!

Ich erinnere mich an eine ganz besondere Kaffeetafel zum Neujahr damals. Eine gute Freundin, die mir sogar für meine Hochzeit Schmuck ausgeliehen hatte, hatte sich mal wieder gemeldet und ich lud sie ein: „Darf ich noch einen Gast mitbringen, eine junge Frau aus Pakistan?“ fragte sie. Meine Freundin hatte sich lange für verfolgte Christen weltweit haupt- und nebenamtlich eingesetzt und so war nicht zu erwarten, dass es bei einem oberflächlichen Mädelsnachmittag blieb.

Mit Herz und Verstand: Anwältin Aneeqa Anthony bei ihren Ermittlungen. Copyright: The Voice SocietyBILD: Anwältin Aneeqa Anthony bei ihren Ermittlungen (Foto:The Voice Society)

Ganz kalt waren ihre Hände, als sie bei uns eintrafen. Bei Kaffee und Mandelzimtkuchen bekamen meine beiden Gäste allmählich rote Wangen. Das lag nicht nur am gut geheizten kleinen Esszimmer, in dem sie mit meiner Familie und mir gemütlich zusammen saßen.

Aneeqa berichtete Beunruhigendes aus ihrer Heimat und gespannt hörten wir zu: Die nationalen Sicherheitskräfte hätten einige Gebiete nicht mehr unter Kontrolle, um die Lager, wo Taliban ihre Rekruten trainieren. Gewalt, resultierend aus einer gefährlichen Mischung aus Fanatismus und Gier, nehme insgesamt zu: Zielscheiben seien selbst junge christliche Mädchen, die zu Ehen mit Muslimen, zum Glaubenswechsel und zur Prostitution gezwungen würden.

Angesichts ihrer Jugend waren die Themen, die mein pakistanischer Gast anschnitt, überraschend politisch. Die damals 27-jährige Pakistanerin hatte bereits eine Blitzkarriere hinter sich:

Schon im Alter von drei Jahren hatten ihre Eltern die Hochbegabte zur Schule geschickt, mit 14 Jahren begann sie ihr Studium an der Universität von Punjab, zunächst in den Fächern Soziologie, Journalismus und Englische Literatur  –  und daraufhin in Jura. Mit 27 Jahren ist sie bereits Dekanin am Trinity Law College geworden. Ihre Laufbahn nahm aber ein jähes Ende.

Nach einer knappen Aufforderung meiner Freundin verriet die junge Frau mehr darüber, welches Schicksal sie nach Deutschland verschlagen hatte:

Fanatiker hatten sie wegen “Gotteslästerung” (Islamkritik) falsch beschuldigt und bedroht; sie musste daher im Ausland um Asyl ersuchen. Sie hatten zudem versucht, die Tochter einer katholischen Familie zum Glaubenswechsel zu drängen: „Diese Bigotten glauben, dadurch, dass sie Zwang auf Christen ausüben, zum Islam zu konvertieren, dass sie auf diese Weise Zugang zum Paradies gewinnen“, kommentiert sie.

Am 21. August 2008 kam es zu einer schicksalhaften Auseinandersetzung im Gericht: Muslimische Kollegen hatten die junge Rechtsanwältin in ein Gespräch über den Propheten Mohammed verwickelt. So als würde sie es nun bereuen, bekannte sie beim Kaffee, sie habe sich leichtfertig auf die Diskussion eingelassen. Sie war in eine Falle getappt: Die Kollegen warfen ihr Blasphemie, Gotteslästerung, vor.

Zwei Tage später gelang ihr die Flucht außer Landes. Seit langem wissen Menschenrechtsorganisationen weltweit, dass das entsprechende Gesetz in Pakistan missbräuchlich angewendet wird. Anzeigen wegen dieses Vorwurfs dienen regelmäßig dazu, Rache zu üben.

Quelle und Fortsetzung des Artikels hier: http://www.vaticanista.info/2015/10/06/lebensgefaehrliches-mandat/


Pakistan: Vater darf verhaftete christliche Familienmutter Asia Bibi besuchen

Der Vater von Asia Bibi, Soran Masih, wird seine Tochter im Gefängnis besuchen können: Am 24. August hat das Gericht in Lahore einen Antrag auf Genehmigung eines Besuchs bei seiner wegen “Blasphemie” (Islamkritik) inhaftierten Tochter im Gefängnis von Multan bewilligt.  Bild-Asia-Bibi-asianews-300x200

Wie der christliche Anwalt Sardar M. Gill bestätigt, stimmten der Innenminister der Provinz Punjab und der Gefängnisbeauftragte dem Antrag zu.

Die Christin Asia Bibi ist Mutter von fünf Kindern und wartet in der Todeszelle auf das Urteil der dritten Instanz beim Obersten Gericht, das im Juli bereits eine einen Berufungsantrag angenommen und in der Zwischenzeit die Todesstrafe ausgesetzt hat.

Bisher hatte nur der Ehemann Ashiq und der Familienvormund Joseph Nadeem eine Besuchserlaubnis. Die Kinder durften ihre Mutter nur mit einer Sondergenehmigung besuchen.

Quelle: Fidesdienst – Foto: IGFM


Islamisches Blasphemieurteil: Todesstrafe gegen Asia Bibi wurde aufgehoben

Der Fall der pakistanische Christin Asia Bibi wird neu verhandelt, ihre Freilassung scheint möglich.  Der Fall der pakistanische Christin Asia Bibi wird neu verhandelt, ihre Freilassung scheint möglich. Foto: IGFM

Die in Pakistan zum Tode verurteilte Christin Asia Bibi darf wieder hoffen. Das Oberste Gericht des Landes in Islamabad hat am 22. Juli die Todesstrafe gegen die 50-jährige Katholikin aufgehoben und eine Berufung gegen das Urteil zugelassen. Der Fall muss nun neu verhandelt werden.

„Schwester Asia wird zunächst in Haft bleiben müssen, aber ihre Freilassung ist nun eine reale Möglichkeit und nur eine Frage der Zeit“, zeigte sich der Vertreter der Britisch-Pakistanischen Christlichen Vereinigung (BPCA/Ilford bei London), Naveed Aziz, optimistisch.

Offensichtlich habe der internationale Druck auf Pakistan zu der Entscheidung geführt. Auch der BPCA-Vorsitzende Wilson Chowdry freute sich, „dass unsere Anstrengungen zum Erfolg geführt haben und unsere Schwester – obwohl immer noch eingesperrt – jetzt weiß, dass sie bald in Freiheit sein wird“.

Vorwurf: Beleidigung des Islams

Die Mutter von fünf Kindern war aufgrund des pakistanischen Blasphemiegesetzes zum Tode durch den Strang verurteilt worden, weil sie den Islam beleidigt haben soll.

Anlass für das Verfahren war eine vergleichsweise banale Begebenheit: Auf Anweisung eines Landbesitzers hatte die Tagelöhnerin Wasser für Feldarbeiterinnen geschöpft. Doch diese weigerten sich zu trinken, weil das Gefäß durch die Christin „unrein“ geworden sei. Sie beschuldigten Bibi, den Islam in den Dreck gezogen zu haben.

Hunderte Muslime überfielen ihr Haus und schlugen auf sie, ihren Mann und ihre Kinder ein, bis die Polizei einschritt. 2009 wurde sie festgenommen, ein Jahr später verhängte ein Gericht in Nankana (Provinz Punjab) die Todesstrafe. Das Urteil wurde im Oktober 2014 vom Berufungsgericht in Lahore bestätigt. Nach Ansicht von Menschenrechtsorganisationen ist der wahre Grund, dass sich Bibi weigert, dem christlichen Glauben abzuschwören.

Quelle: http://www.idea.de / Foto: IGFM


Pakistan: Christliches Kind wurde von zwei Muslimen verbrannt und verstarb danach

Der 13-jährige Nouman Masih, gerade in einer Schneiderlehre, war am 10. April gegen 18.30 Uhr in seiner Heimatstadt Lahore auf der Straße, um Kleider abzugeben.

Zwei Muslime auf dem Weg zum Freitagabendgebet hielten ihn an und fragten ihn nach seiner Religion. Als er sagte, daß er Christ sei, schlugen sie ihn; als er fliehen wollte, übergossen sie ihn mit Benzin und zündeten ihn an. Mit rund 55% Hautverbrennung kämpfte er im Krankenhaus mit dem Tod  –  und verlor sein Leben.

Christen, die in anderen Orten Verwandte haben, versuchen, Lahore zu verlassen, doch in ganz Pakistan sind die Christen in Not.

Quelle (Text/Foto): http://www.igfm.de/


Pakistan: Islamisierung nimmt zu – Menschenrechte nehmen ab – Intoleranz wächst

Über 1200 Terroranschläge im Jahr 2014

Wie aus dem Bericht des Menschenrechtsverbands “Human Rights Commission of Pakistan” (HRCP) hervorgeht, spitzt sich die Situation für die christliche Minderheit in Pakistan zu. foto-dcubillas-www_freimages_com_

Der Bericht dokumentiert, dass im Jahr 2014 bei 1206 Terroranschlägen insgesamt 1723 Pakistaner getötet und 3143 verletzt wurden. In 26 Fällen handelte es sich um Selbstmordattentate.

Im Zusammenhang mit der Meinungsfreiheit unterstreicht der Bericht, dass “Pakistan das gefährlichste Land der Welt” sei, was die Pressefreiheit anbelangt: 14 Journalisten und Medienschaffende wurden 2014 ermordet.

Zur Lage der religiösen Minderheiten betont der Bericht: “Religiöser Extremismus nahm 2014 weiter zu: 11 hinduistische Tempel und christliche Kirchen wurden in der Provinz Sindh im Süden des Landes beschädigt“.

Im vergangenen Jahr wurden 144 Episoden  islamistischer Gewalt dokumentiert.

Auch die sogenannte “Blasphemie” (Islamkritik) bleibt in dem Land, in dem 97% der 180 Millionen Einwohner sich zum Islam bekennen, ein Dauerbrenner: “In der Vergangenheit gab es noch nie so viele Morde wegen Blasphemie wie heute”, heißt es in dem Bericht: “Die religiöse Intoleranz hat in dem südasiatischen Land in den vergangenen zehn Jahren zugenommen”.

Quelle: vatikanischer Fidesdienst


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