Anglikanischer Bischof ist jetzt katholisch

Der frühere anglikanische Bischof von Rochester, Michael Nazir-Ali, ist zur katholischen Kirche übergetreten. Das hat das „Personalordinariat Unserer Lieben Frau von Walsingham“ am Donnerstag bestätigt. Der aus Pakistan stammende Kirchenmann werde mit Erlaubnis des Vatikan bald zum katholischen Priester geweiht werden.

Nazir-Ali selbst sprach von einem „weiteren Schritt im Dienst an unserem gemeinsamen HERRN und an seinem Volk“.

Er sei davon überzeugt, dass Anglikaner, „die den Lehren der Apostel, Kirchenväter und Konzilien anhängen wollen“, im katholischen Ordinariat am besten aufgehoben seien. „Die dortigen Regeln, die das legitime anglikanische Erbe bewahren, sind sehr ermutigend.“

Es bleibe für ihn „eine wertvolle Erfahrung“, anglikanischer Geistlicher in Pakistan und Großbritannien gewesen zu sein. Er bete auch künftig „für alle Teile der Kirche“.

Nazir-Ali wurde 1949 in eine Familie mit christlichem und muslimischem Hintergrund in Pakistan hineingeboren. An seinem 20. Geburtstag trat er der anglikanischen Kirche Pakistans bei. 1994 wurde er Bischof von Rochester.

Gegenüber dem „Daily Telegraph“ sprach Nazir-Ali, „von einem Mangel an Lehrautorität in der anglikanischen Kirche, einem Mangel an Zugehörigkeitsgefühl zu einer weltweiten Kirche“.

Der anglikanische Primas, Erzbischof Justin Welby von Canterbury, dankte Nazir-Ali „für seine jahrzehntelange hingebungsvolle Arbeit“ in der anglikanischen Gemeinschaft. Er versprach Gebete für Nazir-Ali und seine Frau Valerie, „auf dass dieser neue Schritt auf ihrer Reise sie in Christus näher zu Gott bringen möge“.

Seit seiner Gründung 2011 hat Personalordinariat über tausend bisherige anglikanische Pfarrer in die katholische Kirche aufgenommen. Die meisten von ihnen arbeiten jetzt als Diakone oder Priester.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2021-10/nazir-ali-bischof-anglikaner-christen-katholisch-uebertritt.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Pakistan: Muslima Tanveer zum Tode verurteilt

Ein Gericht in Lahore hat am vergangenen 27. September eine muslimische Frau in erster Instanz wegen Verstoßes gegen das sog. Blasphemiegesetz zum Tode verurteilt.

Der Staatsanwaltschaft zufolge hat Salma Tanveer die Botschaften von Mohammed geleugnet und sich abfällig über ihn geäußert. Die fünfzigjährige Tanveer war Rektorin einer öffentlichen Schule in Lahore, bis sie 2013 verhaftet wurde. Konkret wurde ihr vorgeworfen, Fotokopien ihrer Schriften verteilt zu haben, in denen sie den Straftatbestand der „Gotteslästerung“ erfüllte und den Propheten Mohammed beleidigte.

Der katholische Menschenrechtsaktivist Sabir Michael erklärt dazu gegenüber dem Fidesdienst: „Es ist besorgniserregend, dass ein weiterer pakistanischer Staatsbürger aufgrund des Blasphemieparagraphen zum Tode verurteilt wurde.“ – Er fügte hinzu, es kommt oft vor, dass die Blasphemiegesetze für persönlichen Groll und Racheakte missbraucht werden.

„Seit 1987 wurden über 1.800 Personen aufgrund der Blasphemiegesetze verurteilt, die meisten von ihnen sind Muslime“, betont Sabir Michael: „Derzeit sitzen allein mehr als 80 Menschen wegen „Gotteslästerung“ in der Todeszelle oder verbüßen lebenslange Haftstrafen, darunter auch christliche Gefangene, die in 21 Fällen der Blasphemie angeklagt sind“.

Einem Bericht des Centre for Social Justice vom Februar 2021 zufolge nehmen Verurteilungen gegen das Blasphemiegesetz in Pakistan exponentiell zu.

Quelle: Fidesdienst

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Pakistan: Asia Bibis Anwalt mit Tod bedroht

Saif-ul-Malook, Rechtsanwalt der bekannten pakistanischen Christin Asia Bibi, wird in dem zweitgrössten muslimischen Land der Welt erneut mit dem Tode bedroht.

«Ich habe jetzt mehr Angst als zu der Zeit, als Asia Bibi freigesprochen wurde. Damals waren die Mordaufrufe in den Sozialen Medien für meine Ermordung noch nicht so vehement», wandte sich der Anwalt jetzt via Twitter an die Öffentlichkeit.

Über Jahre hatte der Menschenrechtsanwalt dafür vor Gericht gekämpft, dass die Todesstrafe gegen die christliche Familienmutter Asia Bibi aufgehoben wurde. Ihr war «Verunglimpfung Allahs» vorgeworfen worden, weil sie aus demselben Becher getrunken hatte wie eine islamische Arbeitskollegin.

Bis heute steht der Anwalt unter Personenschutz – mit dem Wissen, dass der christliche pakistanische Minister Shahbaz Bhatti im Zusammenhang mit dem Fall Asia Bibi von seinem Leibwächter ermordet worden ist. Bibi selbst lebt mit ihrer Familie seit 2019 in Kanada.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.jesus.ch/magazin/international/asien/392410-asia_bibis_anwalt_erneut_mit_dem_tode_bedroht.html


Vom Koran zur Bibel: Eine angesehene Muslima wird geheilt und findet zu Christus

Buchbesprechung von Cordula Mohr

Dieses interessante und spannende Buch von Gulshan Esther „Der Schleier zerriß“ aus dem C.M.-Fliß-Verlag führt die Leser in eine ganz aussergewöhnlichen Konversion und in die ungewöhnliche Welt des Islam, der manchem zunächst wie „Tausend und eine Nacht“ vorkommen mag.

Gulshan ist die jüngste Tochter einer angesehenen Sayed-Familie und somit direkter Nachkommen des Propheten Mohammed durch die Linie seiner Lieblingstochter Fatima.

Diese Familien werden von Muslimen in Pakistan besonders verehrt und haben ein bedeutsames Amt innerhalb der Gemeinden inne. Der Vater von Gulshan wurde oft zu Rate gezogen und war Vorbild  für viele eifrige Muslime.

Er und seine Familie waren sehr reich und die Autorin beschreibt anschaulich, in welch einem prachtvolles Haus sie großgeworden ist; sie erleidet aber schon im frühen Alter eine Kinderlähmung, die als unheilbar gilt.

Gulshan ist umgeben von Dienerinnen, die ihr stets zur Seite stehen. Sie muss in einer Sänfte getragen werden und beschreibt ihr Leben im Kindes- und Jugendalter, das aber – durch ihre Krankheit bedingt – nicht immer „prinzessinnenhaft“ ist

Sie bekommt Privatunterricht und beschäftigt sich intensiv mit dem Koran, den sie auswendig lernt.

Der Leser wird im ersten Drittel des Buches tief in die Gebräuche der Familie und des islamischen Glaubens eingeführt. Der Leser erfährt Details, die in unserer westlichen Welt kaum bekannt sind. Auch die alltäglichen Begriffe zu Gegenständen und Kleidungsstücken aus Pakistan werden übersetzt und erklärt.

Der Vater reist mit der Tochter und den Dienerinnen zu einem renommierten Arzt nach England, um zu erfahren, ob es Heilungschancen gibt.

Der Spezialist gab der Familie keine Hoffnung auf Heilung. Er sagte jedoch zum Schluss der Untersuchungen: „Da kann man nur beten.“

Gulshan war zutiefst entäuscht von dieser Reise. Ihr Vater baute sie ein wieder etwas auf und sprach von Prüfungen Allahs. Er beschloss, mit seiner Tochter nach Mekka zu pilgern und intensiv um Heilung zu beten.

Wieder wurden grosse Hoffnungen in Gulshan geweckt.

Sie unternahm mit ihrem Vater und den Dienerinnen die Reise nach Mekka. Über mehrere Kapitel dieser Wallfahrt wird dem Leser die Welt des islamischen Glaubens mit all ihren Traditionen und Bräuchen präsentiert, die vollzogen werden, wenn man nach Mekka pilgert.

Tief enttäuscht, weil Gulshan immer noch an Kinderlähmung erkrankt ist, kommt die Familie wieder nach Hause.

Der fürsorgliche Vater, der den Christen und Juden tolerant gegenüberstand, stirbt plötzlich ein paar Jahre später.

Das folgende Erlebnis, dem der Verlust des Vaters und die aufkommende Verzweiflung vorausgeht, verwundert den Leser sehr.

Es geschieht eine körperliche Heilung durch Jesus Christus und eine Bekehrung zu ihm durch das intensive Beten Gulshans. Es war inzwischen nicht mehr Allah, den sie anbetete.

Die weiteren Kapitel beschreiben die Reaktionen der Familie und Freunde. Gulshan sagte jedem: Christus hat mich geheilt.

Das wird ihr im weiteren Verlauf des Buches zum Verhängnis. Die Brüder sagen ihr, sie solle diese Äußerung unterlassen.

Auch Freunde, die anfangs freundlich waren und sich mit ihr freuten, wurden mit der Zeit verärgert über dieses Zeugnis Gulshans.

Das Buch beschreibt, wie Gulshan in einer freikirchlich-methodistischen Gemeinde angenommen und getauft wurde.

Sie wird eine eifrige Glaubenszeugin – auch im Gefängnis, wohin sie durch eine Anzeige muslimischer Bekannter gekommen war. Monate später wurde sie von Verwandten wieder aus dem Knast herausgeholt.

Die Familie versuchte immer wieder auf vielerei Weise, Gulshan Esther zum islamischen Glauben zurückzuholen – und zwar „mit Zuckerbrot und Peitsche“ – und mit fürchterlichen Drohungen.

Gulshan zog zu einer christlichen Familie; sie musste für Ihren Unterhalt selbst sorgen und spürte in der Arbeitswelt des Islam, dass  Christen kaum Chancen haben. Sie ging später in die Gemeindearbeit und kümmerte sich um die Frauen dort.

Das Buch beschreibt sehr gut die gesellschaftlichen Veränderungen in Pakistan seit den 60er Jahren, auch die zahlreichen Bekehrungen zum Christentum. Es ist spannend geschrieben und eine geeignete Lektüre für den Sommerurlaub.

Unsere Autorin Cordula Mohr ist katholische Familienmutter und aktive Lebensrechtlerin: sie leitet den Münsterland-Verband der ALfA (Aktion Lebensrecht für alle) und ist im NRW-Vorstand der CDL (Christdemokraten für das Leben).


Pakistan: Über 30 Islamkritiker in Todeszellen

Angeklagtes Ehepaar freigesprochen

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) begrüßt den Freispruch des pakistanischen Ehepaars Shafqat Emmanuel und Shagufta Kausar durch den Supreme Court, den Obersten Gerichtshof in Lahore, der am Donnerstag bekannt wurde.

Das Gericht ordnete zudem die Freilassung der beiden Christen an, die bislang noch nicht erfolgt ist. Die Eheleute saßen sieben Jahre in Erwartung der Todesstrafe hinter Gittern:

Ein Richter in der Stadt Toba Tek Singh (Provinz Punjab) hatte am 4. April 2014 wegen des Vorwurfs der Beleidigung des islamischen Propheten Mohammed und der Verunglimpfung des Koran die Todesstrafe verhängt.

Sie sollen am 18. Juli 2013 SMS-Mitteilungen, die den Propheten Mohammed und den Koran verunglimpfen, an den muslimischen Geistlichen Mohammed Hussain verschickt haben.

Der inzwischen 50-jährige Shafqat Emmanuel war seit einem Unfall im Jahr 2004 ab der Hüfte gelähmt und an den Rollstuhl gefesselt. Der Hausmeister sei kaum des Lesens und Schreibens mächtig, argumentierte sein Verteidiger. Seine Frau Shagufta arbeitete als Putzfrau. Das Paar hat vier Kinder im Alter zwischen zwölf und 20 Jahren.

Die SMS-Mitteilungen gingen vom Mobiltelefon der Frau aus, das sie einen Monat zuvor verloren hatte. Beobachter hielten es für möglich, dass jemand die in gutem Urdu – der Amtssprache – verfassten Botschaften gesendet hat, um dem Ehepaar zu schaden. Die beiden Verurteilten können aber nicht Urdu schreiben.

Die IGFM benannte die Eheleute zusammen mit der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA im Mai 2014 zu Gefangenen des Monats.

Mehr als 30 Menschen sitzen zurzeit wegen Blasphemie in pakistanischen Todeszellen. Bisher wurde kein wegen Blasphemie Verurteilter vom Staat hingerichtet. Allerdings gehen verschiedene Quellen von über 75 (seit 1987) außergerichtlich Getöteten aus.

Die zitierte EU-Resolution erwähnt den diesbezüglichen Lynchmord an dem muslimischen Studenten Mashal Khan – angeblich ein Ahmadiyya-Moslem – im April 2017. Ahmadiyya-Muslime werden in Pakistan besonders häufig Opfer religiös motivierter Gewalt und der Blasphemie beschuldigt.

Im April dieses Jahres kritisierte das Europäische Parlament in einer Resolution Pakistan wegen seines Umgangs mit religiösen Minderheiten, insbesondere die Instrumentalisierung der drakonischen Blasphemie-Gesetze. Es forderte die sofortige und bedingungslose Aufhebung des skandalösen Urteils gegen Emmanuel und Kausar.

„Der Fall zeigt, dass internationale Appelle ihre Wirkung nicht verfehlen. Wir fühlen uns ermutigt, weiter energisch für die unschuldig wegen Blasphemie Inhaftierten einzutreten“, sagt Michaela Koller (siehe Foto), Referentin für Religionsfreiheit in der IGFM.

Weitere Infos zur Arbeit der IGFM


Pakistan: Wieder eine junge Christin entführt

Bei der pakistanischen Polizei wurde Anzeige wegen der Entführung einer weiteren christlichen Studentin aus Lahore registriert, die zu einer islamischen Heirat gezwungen werden soll.

Mehwish Bibi, eine Studentin des “Women’s College” in Gujranwala, verließ ihr Zuhause am 18. Februar um 8.10 Uhr, um zu den Vorlesungen zu gehen, kehrte aber nie nach Hause zurück.

Die Familie vermutet eine Entführung mit dem Ziel der Zwangsehe. Patras Masih, der Vater der jungen Frau, gibt Folgendes im Untersuchungsbericht zu Protokoll:

„Wir haben nach unserer Tochter gesucht und angefangen, Leute nach ihr zu fragen. Zwei Christen, Masih und Akram Masih, teilten uns mit, dass sie einen Muslim, Muhammad Sabir, gesehen hätten, der sie mit Hilfe von zwei Komplizen entführt hat und dabei eine Waffe auf sie gerichtet hätten. Den Zeugen zufolge haben sie meine Tochter in einen weißen Kleintransporter gezwungen. Wir bitten die Polizisten, meine Tochter so schnell wie möglich zu retten. Wir fordern Gerechtigkeit und eine angemessene Bestrafung für die Täter.“

Khalid Shahzad, Aktivist für Menschenrechte und religiöse Minderheiten, erklärt gegenüber dem Fidesdienst:

„In der Provinz Punjab gibt es zunehmend Fälle von Entführungen von jungen Frauen, die religiösen Minderheiten angehören. Christliche Familien leben jeden Tag in Sorge und mit der Angst, dass ihre Töchter Opfer von Entführungen werden.“
Nach Angaben der Katholischen Bischofskonferenz von Pakistan gibt es jedes Jahr etwa 1000 Fälle von Entführungen junger christlicher und hinduistischer Frauen, die zum Zweck der Ehe und erzwungene Konversion zum Islam aus ihren Familien verschleppt werden.

Quelle: Fidesdienst Fotos: IGFM


Pakistan: 14-jährige Christin Maira entführt, zwangsverheiratet und zum Islam gezwungen

In Pakistan ist erneut ein minderjähriges Mädchen entführt, zwangsverheiratet und zur Konversion zum Islam gezwungen worden. Es handelt sich um die 14-jährige Katholikin Maira Shahbaz (siehe Foto) aus Faisalabad.

Der Haupttäter, Muslim Mohamad Nakash, habe das Mädchen zur Frau genommen und gezwungen, ihren christlichen Glauben aufzugeben.
Laut Zeugenaussagen wurde das Mädchen am 28. April 2020 von drei Männern auf offener Straße in ein Auto gezogen. Beim Wegfahren hätten die Männer in die Luft geschossen.


In einem Schnellverfahren vor dem Magistratsgericht Faisalabad habe der Entführer Dokumente vorgelegt, die belegen sollten, dass er und das Mädchen bereits im vergangenen Oktober geheiratet hätten; zudem sei das Mädchen bereits 19 Jahre alt.

Am Tag der Verhandlung seien rund 150 Männer zum Gericht gekommen, um den Entführer zu unterstützen. Diese hätten auch Druck auf den Staatsanwalt ausgeübt.
Mairas Familie habe anhand von Urkunden, kirchlichen Dokumenten und Schulunterlagen zu beweisen versucht, dass Maira noch minderjährig sei. Das Gericht aber gab dem Entführer recht. Dieser ist bereits verheiratet und Vater zweier Kinder.

Nighat Shahbaz, die Mutter der Entführten, wurde nach der Tat mit einem Schock ins Krankenhaus eingeliefert.

Die christliche Organisation Hoffnungszeichen hat einen Online-Appell initiiert, der an Präsident Arif Alvi von Pakistan gerichtet ist und die Freilassung von Maira Shahbaz fordert: https://www.hoffnungszeichen.de/engagieren/protestieren/pakistan-minderjaehrige-christin-entfuehrt

Quelle (Text / Foto) und weitere Infos hier: http://www.akm-online.info/


Pakistan: Zwei junge Christinnen ermordet

Zwei junge christliche Schwestern, Abida (26) und Sajida (28), die in der christlichen Kolonie Makhan in der Nähe von Lahore in Pakistan leben, wurden im vergangenen Dezember ermordet, nachdem sie sich geweigert hatten, zum Islam zu konvertieren.

Die Polizei verhaftete zwei muslimische Männer, Mumtaz Khan und Muhammad Naeem, die verdächtigt wurden, die Frauen getötet zu haben.

Wie Mushtaq Masih, Sajidas Ehemann, berichtet haben beide Schwestern in einer Pharmafabrik gearbeitet und waren seit dem 26. November 2020 verschwunden. Die Familien meldeten das Verschwinden der Polizei. Beide Schwestern hatten wiederholt berichtet, dass sie von ihren beiden Arbeitskollegen Muhammad Naeem und Mumtaz Khan sexuell belästigt wurden, die sie auch aufgefordert hatten, zum Islam zu konvertieren.

Die Nachricht von dem Mord wurde in den letzten Tagen von der Polizei bestätigt. Nach Angaben der Beamten, die die Leichen gefunden hatten, wurden beide Schwestern auf die gleiche Weise ermordet: Sie wurden mit Handschellen gefesselt und erwürgt.

Der evangelische Pastor Amir S. Masih, der der Familie der Opfer begleitet, berichtet gegenüber dem katholischen Fidesdienst, dass der größte Teil der Bevölkerung der Makhan-Kolonie aus Armen und Analphabeten besteht, die „keine andere Wahl haben, als als Arbeiter in den umliegenden Fabriken zu arbeiten , um Kleidung, Schuhe, Medikamente und verschiedene Materialien herzustellen“.

„Christliche Arbeiter werden misshandelt und gelten als minderwertig gegenüber Muslimen, während christliche Mädchen – besonders attraktive junge Frauen – belästigt werden und zum Objekt muslimischer Männer werden“, sagt der protestantische Geistliche.

Quelle: Fidesdienst – Gemälde: Evita Gründler


Pakistan: Christliches Mädchen von 12 Jahren mehrfach vergewaltigt

Die Familie eines 12 Jahre alten Mädchens verlangt Gerechtigkeit für ihre Tochter: Die junge Christin wurde mehrfach von einer Gruppe vergewaltigt.

In Pakistan werden in jüngster Zeit oft gezielt junge Christinnen auf diese Art gedemütigt, um „die Ehre der christlichen Familien zu beschmutzen“ und die Mädchen mit Gewalt zum Islam zu konvertieren.

Wie die Nachrichtenagentur Asianews heute berichtet, seien die schrecklichen Taten am 28. Dezember geschehen. Jetzt habe die Familie den Fall öffentlich gemacht und die jungen Täter angezeigt.

Der Vater erklärt, dass seit der Gewalttat „unsere Familie nicht mehr frei“ im Dorf und in ihrem Haus in Würde leben könne. Zu den erlittenen physischen und psychischen Wunden käme die soziale Stigmatisierung hinzu. Das Mädchen, warnt ihr Vater, lebe „unter der ständigen Bedrohung, ein zweites Mal entführt zu werden“ und bei der Erinnerung an die erlittene Vergewaltigung „fängt sie wieder an zu weinen“.

Naveed Walter, Präsident von „Human Rights Focus Pakistan“, weist auf die kontinuierliche Zunahme von sexueller Gewalt, Entführungen und Zwangskonversionen gegen christliche Mädchen in Pakistan hin, von denen die meisten minderjährig sind.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2021-01/pakistan-12jaehrige-christin-mehrfach-vergewaltigt-komal-islam.html


Am Stephanstag an verfolgte Christen erinnern

Jedes Jahr am 26. Dezember gedenken Christen der verfolgten und bedrängten Glaubensgeschwister in aller Welt. Hermann Gröhe, Religions-Beauftragter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, und Prof. Dr. Heribert Hirte, Vorsitzender des Stephanuskreises der Fraktion, erklären dazu u.a.:

Hermann Gröhe: „Der aktuelle Bericht der Bundesregierung zur weltweiten Lage der Religionsfreiheit zeigt eines deutlich: Verfolgung und Bedrohung von Menschen aufgrund ihres Glaubens oder Nicht-Glaubens nehmen – zum Teil dramatisch – zu. Drei von vier Menschen leben in Ländern, in denen die Religionsfreiheit eingeschränkt wird.

Es ist und bleibt dringend geboten, dass sich die Bundesrepublik Deutschland – gerade in der Außenpolitik und der Entwicklungszusammenarbeit – für die Religions- und Weltanschauungsfreiheit einsetzt und wann immer möglich auf die Bedeutung dieses zentralen Menschenrechtes hinweist und seine Einhaltung einfordert.“

Heribert Hirte: „Blicken wir auf den Religionsfreiheitsbericht, zeichnet sich ein dramatisches Bild. Allein die Situation der Menschenrechte in China, im Iran oder in Pakistan sind eine Herkulesaufgabe für die internationale Gemeinschaft. Damit darf sich die europäische Außenpolitik angesichts der Situation vieler verfolgter Christen in der Welt und all der anderen bedrängten religiösen Gruppen nicht zufriedengeben.

Wir müssen mehr einfordern, ansonsten verliert der diplomatische Dialog seinen Zweck. Das gilt für die CDU/CSU nicht nur am heutigen Stephanustag. 

Die Einhaltung der Menschenrechte muss im Mittelpunkt wirtschaftlicher Kooperationen stehen. Personen, die in Wirtschaft und Politik tätig sind, müssen Politiker sowie Wirtschaftspartner in Ländern, in denen wir die Verletzung der Religionsfreiheit oder anderer Menschenrechte erkennen, immer wieder an die hohe Bedeutung der Menschenrechte erinnern.“

Bild: Evita Gründler