Medjugorje zwischen Zuckerbrot und Peitsche

Von Felizitas Küble

In der Erscheinungsszene gibt es einige typische Merkmale, die mit leichten Veränderungen immer wieder zu beobachten sind:

So sind fast alle „Botschaften“ von Zuckerbrot und Peitsche geprägt: Einerseits süßliche Worte und Verheißungen für die Erscheinungsfrommen, andererseits Drohungen bis hin zu Strafgerichten für die Skeptiker bzw. jene, die dieser oder jener Privatoffenbarung nicht nachlaufen – oder auch allgemein hinsichtlich des Laufs der Welt.

Dabei sind die Schwerpunkte verschieden gesetzt: Während etwa in Medjugorje reichlich Zuckerbrot (in Form gefühlsseliger Anmutungen) verteilt wird, setzen andere Erscheinungen (etwa früher in Heroldsbach oder San Damiano, Garabandal etc) stärker auf Panikmache und/oder Weltuntergangsankündigungen.

Neuerdings ist die Situation in Medjugorje gemischter, vielleicht stimmungsmäßig bedingt durch die Corona-Krise. In den jüngeren Botschaften rückt neben dem unvermeidlichen Zuckerbrot die „Peitsche“ stärker ins Zentrum der angeblichen Himmelsoffenbarungen seitens der Madonna.

In der sog. „Monatsbotschaft“ vom 25. März hieß es: „Meine lieben Kinder, lasst zu, dass Gott zu eurem Herzen spricht, denn Satan herrscht und will eurer Leben und die Erde zerstören.“

Es ist lange her, nämlich am 25. Januar 1991 (zu Beginn des 2. Golfkriegs), als die Erscheinugsmaria ähnlich sprach: „Satan ist stark und möchte nicht nur Menschenleben zerstören, sondern auch die Natur und den Planeten, auf dem ihr lebt.“

Das klingt nicht schön in den Ohren, ist aber trotzdem theologischer Unsinn, denn Satan hat überhaupt keine Möglichkeit, die Erde zu „zerstören“, da er nicht ihr Schöpfer und zudem nicht allmächtig ist. Vielmehr sorgt GOTT selber dafür, daß die „Gestalt dieser Welt vergehen“ wird, wie die Heilige Schrift mehrfach betont. Das scheint sich noch nicht bis nach Medjugorje herumgesprochen zu haben.

Passenderweise gibt es aber auch Tröstliches in der jüngsten Monats-Botschaft vom 25. September 2020 zu erfahren: „Alles, was ihr tut, soll zur Ehre Gottes sein und dann wird der Himmel euer Herz mit Freude erfüllen und ihr werdet fühlen, dass Gott euch liebt und mich sendet, um euch und die Erde, auf der ihr lebt, zu retten.

Das ist derselbe Unsinn wie vorhin, nur spiegelverkehrt: Weder kann Satan die Welt zerstören (selbst wenn er es wollte), noch ist uns angekündigt worden, daß Gott die Welt, auf der wir leben, „retten“ will – vielmehr wird sie einst zu Ende sein, doch Gottes Reich bleibt bestehen. Christus selbst sagte, daß das Firmament („Himmel“) und unser Planet nicht ewig existieren werden, aber sehr wohl sein Wort: „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.“

Zudem kommt es nicht darauf an, ob wir den Frieden Gottes in unserem Herzen „fühlen„, sondern daß wir daran glauben. Echter Glaube ist aber mehr als ein Gefühl, er geht vor allem vom Verstand und von unserem freien Willen aus, das Emotionale kann gerne dazukommen, ist aber nicht das Fundament.

BILD: Das kritische Buch „Der Medjugorje-Betrug“ (570 Seiten!) ist bei uns statt für 19,80 für nur 15,80 Euro erhältlich

Natürlich sind die Medjugorje-Jünger von den jüngsten Friedensschalmeien überaus angetan. In der neuesten Medjugorje-Zeitschrift „Oase des Friedens“ wird die erwähnte Weltrettungsbotschaft vor lauter Begeisterung gleich dreimal hintereinander zitiert (S. 3,4 und 5).

Ganz auf dieser Wellenlänge befindet sich auch die Grußbotschaft des Medjugorje-Sehers Ivan anläßlich der entsprechenden Veranstaltung im Wiener Stephansdom mit Kardinal Schönborn. Ivan Dragicevic ermutigt die Versammelten mit folgenden Worten, die er aus einer Medju-Botschaft zitiert: „Durch euch wird der Friede in die Welt kommen und fließen.“ (S. 8)

Der Visionär äußert also nicht etwa nur einen solchen Wunsch, sondern kündigt den Weltfrieden an („er wird kommen…“).

Mit solch einer klaren Ansage widerspricht Ivan bzw. seine Erscheinungs-„Maria“ allerdings der Heiligen Schrift, die von einem Friedensreich auf Erden nichts weiß, sondern im Gegenteil einen zunehmenden Glaubensabfall ankündigt, der dem Kommen des Antichristen vorausgehen werde.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.


Schäuble sieht Corona-Krise als Chance für gesellschaftliche Veränderungen

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Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hat in einem Interview deutlich gemacht, dass er die aktuelle ‚Corona-Krise‘ als Möglichkeit begreife, gesellschaftliche Veränderungen durchzusetzen, die bisher nicht durchsetzbar gewesen seien. Weiter erklärte er, dass ‚wir‘ die Wirtschafts- und Finanzunion, die ‚wir‘ politisch bisher nicht zustande gebracht haben, jetzt hinbekommen könnten.

Stephan Brandner, Vize-Bundessprecher der AfD, erklärt dazu:

„Die Regierenden nutzen die Angst der Menschen dazu, die sie zuvor unter Zuhilfenahme vor allem des zwangsfinanzierten Rundfunks in Panik versetzt haben, einen gesellschaftlichen Umbau nach ihrem eigenen Gusto zu veranlassen und freuen sich darüber, dass angesichts von Angst und Schrecken, aber auch von wirtschaftlicher Not der Widerstand der Bevölkerung immer geringer wird.

Wir müssen diesen Leuten aus den Altparteien zeigen, dass wir für unsere Rechte, aber auch gegen immer neue Milliardengeschenke an die EU aufstehen, auf die Straße gehen und uns zur Wehr setzen. Anderenfalls gehen die Träume von Schäuble, Merkel und Co. in Erfüllung und wir wachen in einer gänzlich anderen Gesellschaft auf.“
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NRW-Gesundheitsminister Laumann bedauert Corona-Lockdown vom März 2020

Wie die liberal-konservative Webseite FREIE WELT berichtet, hat Karl-Josef Laumann, der Gesundheitsminister in Nordrhein-Westfalen, hinsichtlich der staatlichen Corona-Maßnahmen erklärt: „Hätten wir gewusst, was wir jetzt wissen, hätten wir keinen Lockdown gemacht.“

Und „Web.de“-Portal zitiert ihn wie folgt: „Wenn wir Mitte März das gewusst hätten, was wir jetzt wissen, hätten wir nicht den Lockdown gemacht, den wir gemacht haben.“  (Quelle: https://web.de/magazine/politik/politische-talkshows/maybrit-illner-karl-josef-laumann-verspricht-zweiten-lockdown-nicht-geben-35010288)

Der CDU-Politiker habe in der ZDF-Talk-Show bei Maybritt Illner diese Schlußfolgerung gezogen. Der ebenfalls in die Talk-Show anwesende Virologe Prof. Dr. Jonas Schmidt-Chanasit habe der Äußerung des Ministers zustimmend zugenickt.

Hierzu kommentiert die FREIE WELT:

„Langsam setzt sich die Erkenntnis durch: Die Merkel-Regierung und die Landesregierungen haben sich von den Mainstream-Medien und wenigen Professoren vor sich hertreiben lassen und das Land in den Ruin getrieben….Angestachelt wurde dies zudem von den Mainstream-Medien, die Tag für Tag Panik verbreiten.“

Zur Schwarzmalerei mit Untergangsstimmung in ARD und ZDF siehe diese jüngste Studie: https://charismatismus.wordpress.com/2020/08/21/studie-zu-ard-und-zdf-bedrohungsrhetorik-und-lust-an-der-coronakrise/


Montgomery und Streeck zu Corona: Keine „zweite Welle“, sondern Dauerwelle

Von Felizitas Küble

Seit Monaten wird von staatlicher und medialer Seite in puncto Corona vor einer „zweiten Welle“ gewarnt, was wohl vor allem für eine weitere „Begründung“ der Maskenpflicht wichtig erscheint.

Der medienpräsente „Chef-Virologe“ Dr. Drosten, seines Zeichens amtlicher Berater der Bundesregierung, spricht derzeit bereits von einer „zweiten Welle“ und wir wir damit umgehen sollen etc.

Dabei liegen die Infizierten-Zahlen immer noch x-fach niedriger als etwa in der Hochphase Anfang März. Somit kann es sich nicht um eine „zweite Welle“ handeln, vielmehr um eine Wellenbewegung, die mal etwas rauf und dann wieder leicht heruntergeht  – natürlich in Urlaubszeiten wie jetzt wieder ansteigend (als ob das überraschend wäre).

Es gibt aber auch Experten, die nüchtern bleiben und die Fakten angemessen abwägen.

Dazu gehört der Bonner Wissenschaftler Dr. Hendrik Streeck, der völlig zu Recht vor Panikmache warnt.

Wir seien in einer „auf- und wieder abschwingenden Dauerwelle“, erklärte er – und genau so erweisen es auch die Fallzahlen, denn von einem neuen Infektionsschub mit voller Wucht, der auch nur entfernt jenem vom März vergleichbar wäre, kann keine Rede sein.

„Es gibt keinen deutlichen Anstieg“, stellt Dr. Streek klar.

Dasselbe sagt der Präsident des Weltärztebundes, Dr. Frank Ulrich Montgomery. Er sehe keine zweite Corona-Welle, als vielmehr eine dauerhafte Infektionswelle, erläuterte er im Deutschlandfunk: „Wir sind in einer Dauerwelle. Dieses Problem wird uns noch lange begleiten.“

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Widersprüchliche Phänomene in Coronazeiten

Von Felizitas Küble

Am 7. April 2020 beschwerte ich mich in einem Artikel darüber, daß das Sprüchlein „Wir bleiben daheim“ nicht nur in aller Munde ist, sondern z.B. in Münster zig-fach auf großen Plakatwänden prangt  – dies wurde durch zwei Fotos belegt: https://charismatismus.wordpress.com/2020/04/07/neues-deutsches-mantra-wir-bleiben-daheim-aber-nein-sich-regen-bringt-segen/

Hier sehen sie nun ein weiteres Bild aus Münster, das zwar nicht dieses Mantra enthält, aber im Grunde noch verrückter ist: Die Getränkefirma „Hohes C“ bedankt sich bei allen, „die dieses Plakat nicht sehen“ – die also schön brav „daheim bleiben“. Dummer gehts nimmer!

Einige dieser Stubenhocker-Werbeflächen sind jetzt nach zwei Monaten immer noch zu sehen –  und dies, obwohl jeder, der bis Fünf zählen kann, wissen dürfte, wie unsinnig diese Aufforderung gerade in Coronazeiten ist:

Erstens geht das Virus draußen am schnellsten zugrunde (im Unterschied zu geschlossenen Räumen), zweitens ist für den Corona-Schutz die Stärkung des Immunsystems besonders wichtig – und dies geschieht nicht in den eigenen vier Wänden, sondern vielmehr durch Bewegung, frische Luft, viel Sauerstoff und Sonne!

Vier Wochen später schreibt der FAZ- und WELT-Autor Dr. Gerd Held in seinem Artikel ganz in diesem Sinne: „Vor diesem Hintergrund ist die Leichtigkeit erstaunlich, mit der in Deutschland der Satz „Wir bleiben zu Hause“ die Macht erobert hat.“    (Quelle: http://wordpress.gerdheld.de/?p=2272)

Während also auf der einen Seite übertriebene Ängste geschürt werden, kann man andererseits genau die gegenteiligen Vorgänge beobachten, nämlich z.B. eine absurde Leichtfertigkeit in Sachen Maskentragen:

Die Stadt Münster kümmert sich – soweit sehr erfreulich – um die Beköstigung von Wohnungslosen und sozial Schwachen bzw. Bedürftigen, die seit vielen Wochen täglich im Eltrop-Heim von 10 bis 16 Uhr essen können (das Mittagessen 1 Euro, sonst alles gratis).

Dort am Eingang sind zwei Kisten auf je einem Stuhl  plaziert: eine enthält Masken mit der Aufschrift „NEU“  –  und daneben eine andere Kiste Masken mit der Aufschrift „ALT“. Die dort gelagerten Exemplare sehen auch entsprechend aus.

Daß ein gebrauchter Mund-Nasen-Schutz ziemlich das Letzte ist, was man in Corona-Zeiten tragen sollte, dürfte sich von selbst verstehen.

Selbst wenn die Kiste vielleicht als Entsorgungsidee gedacht ist (was aus der Beschriftung aber nicht hervorgeht), so wirkt dies für Besucher zumindest irreführend – zumal im Eßraum bereits mehrere Müllsäcke herumstehen.

Seltsame Sumpfblüten in Corona-Zeiten: Auf der einen Seite diese spießige Panikmache mit Bleibt-daheim-Appellen, andererseits ein derartiger Masken-Leichtsinn.

HINWEIS: Inzwischen wurde die Situation mit den alten Masken im Eltrop-Heim verbessert und unserer Beschwerde Rechnung getragen: Die kritisierte Kiste steht an einem Platz im Flur und ein erklärender Zettel an der Wand weist auf den Entsorgungszweck hin. Auf Nachfrage erklärte eine Ordnerin, die Änderung sei wegen einer „Kritik im Internet“ erfolgt.

 

 


Die ultralinke „taz“ diffamiert Kardinal Müller

Von Felizitas Küble

Unter dem dramatischen Titel „Ein Kardinal auf wirren Abwegen: Angekommen im braunem Milieu“ polemisiert die „taz“ aus Berlin gegen den ehem. Glaubenspräfekten Gerhard L. Müller: https://taz.de/Ein-Kardinal-auf-wirren-Abwegen/!5681562/

Auf „Abwegen“ befindet sich freilich nicht der hochintelligente Kardinal und gelehrte Dogmatiker, sondern vielmehr diese ultralinke Tageszeitung aus Berlin, wobei allein schon der unterirdische Verweis auf das vermeintlich „braune Milieu“ zeigt, daß bei dieser Redaktion die Nerven offenbar völlig blankliegen.

Eine faire Sachkritik an dem von Kardinal Müller unterzeichneten Manifest wäre natürlich unbenommen  – einmal abgesehen davon, daß dieser –  derzeit von fast allen Seiten angefeindete –  Würdenträger selber dazu aufgerufen hat, in eine kritische Debatte einzutreten – und zwar ausdrücklich auch über „seinen“ Appell.

Doch eine solch besonnene Haltung ist die Sache rotgrüner Meinungswächter nicht – weder in noch außerhalb der Kirche.
Stattdessen wird Müller von der „taz“ als  –  so wörtlich – „irrationaler Hardliner am rechten Rand der katholischen Kirche und „tiefschwarzer Flügelmann“  herabgesetzt und ihm „krudeste Weltverschwörungstheorien“ sowie „Wahnideen“ vorgeworfen.

Statt sich mit dem „umstrittenen“ Weckruf der hochrangigen Unterzeichner in seriöser Weise auseinanderzusetzen, wird die braune Keule geschwungen und auf jedwede Sachauseinandersatzung verzichtet.

Die teils überaus wütenden Reaktionen auf den von Müller mitunterzeichnete Aufruf bestätigen – natürlich ungewollt – doch gerade das, was die Autoren des Manifests an dem derzeitigen Corona-„Krisenmanagement“ in Kirche und Welt kritisieren:

Mangelnde Sachlichkeit, Panikmache, Angst-Erzeugung, Schwarzweiß-Denken, Verweigerung einer offenen Debatte.

Foto: Bistum Regensburg


Zwischen Verharmlosung und Panikmache

Von Dr. Edith Breburda

Wir sahen uns noch nie einer derartigen Pandemie wie jetzt ausgesetzt und so wissen viele Menschen nicht, wie sie mit ihr umgehen sollen. Das Haus fast nicht zu verlassen, Opfer auf uns zu nehmen und nur minimalsten Kontakt mit anderen zu haben, das sind wir nicht gewohnt.

Einige reagieren ängstlich, andere ignorieren die Covid-19 ganz allgemein. Trotz der Warnungen der amerikanischen Regierung, zuhause zu bleiben, kümmert es manche Studenten nicht und man findet sie – wie es während ihrer Frühlingsferien üblich war – zum Beispiel am Strand.

In den Supermärkten treten sich die Leute auf die Füße und meist ältere Menschen rennen in die Kirche. Psychologen geben uns Anweisungen, wie wir uns in der Stress-Situation richtig verhalten sollen. Eigentlich ist das, was wir tun, nur allzu menschlich, sagen sie. Sie reden von den sozialisierten Menschen (socializers) und den „under-responders“, also jenen, die nicht angemessen auf eine Katastrophe reagieren.  

Gordan Asmundson, Psychologieprofessor der Regina-Universität in Saskatchewan (Kanada), untersucht den Impact, den Covid-19 auf die Bevölkerung ausübt.

Unter die Over-Responder fallen die Panik-Käufer, die zuhause Waren für mehrere Monate gehortet haben. Um mit ihrer Angst umzugehen und dennoch eine Art Kontrolle zu haben, kann man bei ihnen Toilettenpapier für die nächsten Jahre finden.

BILD: Großes Autobahn-Warnschild in den USA

Als pandemische Goldlöckchen (Goldilocks) bezeichnet Dr. Asmundson die Leute, welche sich an die Anweisungen halten, ohne in Panik zu verfallen oder die problematische Lage zu verleugnen.

Zuletzt bleiben die „under-responders“, die sich ganz und gar über die Lage der Nation hinwegsetzen. Sie halten sich gleichsam für unverwundbar und folgen keiner der Anweisungen.

Sie halten keinen Sozialabstand, weil sie meinen, sowieso nicht krank zu werden. Sie denken gar nicht daran, dass sie damit Andere gefährden und die auferlegte Selbstquarantäne, um die Verbreitung des Virus einzudämmen, unterminieren. Dieser Gruppe von Leuten haben wir es wahrscheinlich zu verdanken, einer Covid-19-Pandemie schwer Herr zu werden, schreibt Prof. Asmundson.

„Wie die Panik-Käufer fühlen sich die Gegner einer Sozialen-Distanzierung machtlos. Wenn sie weiterhin Menschenansammlungen aufsuchen, dezimieren sie Ihrer Meinung nach die Macht einer Pandemie“, erklärt Vaile Wright, Direktor der Amerikanischen Psychologischen Gesellschaft.

„In Zeiten der Ungewissheit haben wir keinerlei Kontrolle. Um sie zurück zu gewinnen, regieren jene mit dieser Art von Trotz. Und so wie das Horten von Vorräten der Eindämmung eines Virus abträglich ist, so ist auch das Ignorieren von Ratschlägen schädlich. Wenn man sich in Menschenmengen versammelt, erhöht sich das Risiko einer Exposition. Die Einschränkung des Kontakts mit anderen ist die einzige Möglichkeit, die Verbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen.“

Manche denken, Covid-19 sei nicht ihr Problem. Menschen, bei denen der Ausbruch nicht akut ist und bei denen keine Einschränkungen verhängt worden sind, sind kaum dazu bereit, sich mit Sozialkontakten zu distanzieren.

„Vielleicht ist es ein Wunschdenken, weil die Menschen in ihrer Gemeinde keine Infizierten sehen und so spielt man an die Bedeutung herunter“, sagt Steven Taylor. Er ist klinischer Psychologe und Autor der Buches „The Psychology of Pandemics.“ – Er fügt hinzu: „Wenn in den Medien das einzige Thema Cocid-19 ist, können wir gegenüber der Schwere des Ausbruchs desensibilisiert werden.“

Für Taylor erzeugt das Coronavirus das, was er als „infodemisch“ bezeichnet. „Die Menschen werden nicht nur betäubt, es wird auch eine Art gemischter Botschaften vermittelt. Jüngere Menschen seien nicht betroffen“, heißt es: „Die Neigung junger Erwachsener zu einem gewissen Risiko kann bewirken, dass sie das Virus nicht fürchten.“

In der westlichen Welt, aber vor allem in den USA legt man sehr viel Wert auf individuelle Freiheit, die selbst über dem Nutzen für eine Gemeinschaft liegt. In einer Pandemie ist diese Denkweise für den Schwächsten einer Gesellschaft tödlich.

Deshalb flehen Mitarbeiter des Gesundheitssystems die Öffentlichkeit an, nicht nur für sich selbst, sondern für andere zuhause zu bleiben. „Nur durch gemeinschaftliche Anstrengung lässt sich die Pandemie in den Griff bekommen“, sagt Taylor.

Die Psychologen wissen, dass der Mensch sich nach einer Verbindung sehnt. So leiden wir, wenn eine soziale Interaktion über einen längeren Zeitraum verweigert wird. Ältere Menschen leiden bereits unter einem erhöhten Sterberisiko  –  und nun kommen noch Depressionen und Einsamkeit hinzu. Sie wissen nicht, wie sie FaceTime oder Zoom-Videokonferenzen zur Kommunikation einsetzen können.  

Eine Identifizierung der psychologischen Faktoren könnte die Verantwortlichen bewegen, ihre Botschaften umzugestalten. Es würde die Menschen überzeugen, zu Hause zu bleiben und dem Kampf gegen eine Pandemie eine bessere Chance geben.

„Menschen sollten keine Angst haben, zuhause zu bleiben. Denn ein panischer Mensch kann keine logischen Entscheidungen treffen. So kommt es zu Über- und Unterreagierenden, zu maßlosen Handlungen wie ein Masseneinkauf‘, sagt Asmundson.

Quelle für die Zitate: Scottie Andrew: Some people just want stay home during a pandemic. Six reasons my explain why. CNN march 24, 2020

Fotos: Dr. Edith Breburda, Archiv


Deutsch-israelischer Araber und Islam-Experte gegen Denkverbote über Migration

Der deutsch-israelische Islam-Experte Ahmad Mansour fordert eine offene Debatte ohne Denkverbote über Migration und Integration. Der Umgang mit Gleichberechtigung, dem Existenzrecht Israels oder Antisemitismus stellten immer wieder Probleme beim Integrieren dar.

Wenn Ahmad Mansour über Integration spricht, nimmt der deutsch-israelische Psychologe und Islam-Experte kein Blatt vor den Mund:

„Integration ist in erster Linie die Bringschuld der Zugewanderten“ – für diese These aus seinem Buch „Klartext zur Integration: Gegen falsche Toleranz und Panikmache“ sei er attackiert und diffamiert worden.

Doch er spricht auch aus eigener Erfahrung. Der Autor erlebte, wie schwer es ist, sich in eine andere Kultur zu integrieren und was es bedeutet, in einer „Parallelgesellschaft“ zu leben.

Vor 15 Jahren kam der arabische Israeli, der seit zwei Jahren die deutsche Staatsbürgerschaft hat, für das Studium in die Bundesrepublik.

Quelle und Fortsetzung des Artikels hier: https://www.pro-medienmagazin.de/kultur/veranstaltungen/integration-ist-in-erster-linie-bringschuld-der-zugewanderten/


Wenn Gott und sein Widersacher für Drohungen & Panikmache herhalten müssen

Von Felizitas Küble

Auf dem traditionalistischen Portal „Gloria-TV“ tummeln sich viele Hobby-Autoren mit erscheinungsbewegten Anmutungen oder gar Zumutungen.

Teils sind die Beiträge nur naiv und leichtgläubig, teils von einer fanatischen Verbissenheit geprägt, manchmal seltsam kombiniert mit sentimentaler Rührseligkeit.

Die Kommentare, auf denen ich wegen meiner kritischen Artikel zur Falschmystik als „Lästerzunge“ verunglimpft und mit der Strafe des Himmels bedroht werde, nehme ich seit Jahren ungerührt zur Kenntnis, weil ich derart „fromme“ Entgleisungen seit jeher gewohnt bin.

Das ist das eine – aber der andere Gesichtspunkt erscheint mir von allgemeinem Interesse, denn diese Panikmache ist ein typisches Kennzeichen irrgeistiger oder schwarmgeistiger „Frömmigkeit“.

Hierzu zwei aufschlußreiche Beispiele zur Illustration:

Die Gloria-TV aktive Userin „Andrea“ ist eine Prophetin der besonderen Art, die sich in aller Bescheidenheit als „geringstes Rädchen im Uhrwerk Gottes“ bezeichnet und parallel auch einen eigenen Blog betreibt.

Eine besondere Vorliebe pflegt die anonyme Visionärin für kirchlich abgelehnte „Erscheinungen“ wie etwa die irrigen Kundgaben von der „Warnung“, die auf eine als Betrügerin entlarvte irische Seherin zurückgehen. Mit deren  „Restarmee“ kämpft besagte Andrea gegen kritische Katholiken, die vor dem um sich greifenden Botschaftszirkus warnen.

Nun wäre das egal, wenn nicht der Übereifer dazu führen würde, skeptische Katholiken mit vermeintlich himmlischen  – oder soll man sagen: höllischen?  –  Warnungen zu überziehen.

So schreibt das „geringste Rädchen“ beispielsweise folgendes auf ihrem Restarmee-Blog:

„Was bleibt von einem solchen Forum, welches gleichzusetzen ist mit Uneinsichtigkeit und Ignoranz gegenüber unzähligen Marienerscheinungen, der Besserwisserei einer Frau Küble in Bezug auf viele Seher und Propheten, welche reihenweise dort auf´s Korn genommen und verunglimpft werden?

Mit manchen Leuten hat der Böse leichtes Spiel und kann sie, ob bewusst oder unbewusst, als seine Marionetten tanzen lassen.

O bitte, liebe Frau Küble, lassen Sie ab von der Theatralik, welche Sie auf Ihrer Webseite sehr zum Gefallen Satans aufführen!…Frau Felizitas — Sie haben große Schuld auf sich geladen durch das Bekämpfen der Worte Gottes bzw. Seiner Propheten!“

Freilich gibt es dergleichen Drohgebärden auch bei der anderen Feldpostnummer, nämlich auf evangelischer Seite – genauer: bei dortigen Pfingstbewegten.

 

Hierzu ein Beispiel aus einer Webseite, in der Geschädigte des geistlichen Missbrauchs zu Wort kommen: https://www.matth2323.de/bericht-anonymus-17062017b/

Dort berichtet eine betroffene Christin folgendes:

„Das habe ich in einer Pfingstgemeinde wirklich erlebt. Der Prediger auf der Kanzel bat alle Kinder, den Gottesdienstraum zu verlassen. Dann sagte er:

„Der Hl. Geist wird gleich unmittelbar durch mich zu euch sprechen. Nicht ich werde etwas sagen, sondern der Heilige Geist selbst wird mir seine eigenen Worte auf die Zunge legen. Deswegen müsst ihr genau zuhören. Und ihr müsste aufpassen, dass ihr nichts sagt gegen das, was der Heilige Geist durch mich zu euch spricht…

Ihr wisst, was die Heilige Schrift sagt: Wer auch nur ein Wort sagt gegen den Heiligen Geist, dem wird es niemals vergeben, weder in dieser Welt noch in der nächsten. Er ist einer ewigen Sünde schuldig.

Das heißt konkret, wer etwas sagt gegen das, was gleich der Heilige Geist durch mich spricht, der kommt unfehlbar in die Hölle, und niemand kann ihm mehr helfen…“

Auch diesen Mißbrauch der Bibelstelle Mt 16,26 von der „Sünde gegen den Heiligen Geist“ habe ich selber x-mal bei Erscheinungsbewegten und Charismatikern erlebt, die mir genau dies vorhalten.

Warum diese absurde Beschuldigung?

Ganz einfach: weil sie ihren eigenen Geist oder die „Geistbegabung“ selbsternannter Visionäre für das Gelbe vom Ei halten und daher jede Kritik buchstäblich verteufeln.

Bei mir kann das nach jahrzehntelanger Gewöhnung natürlich keine Gemütsregung, geschweige einen Schock auslösen, zumal ich von vornherein wußte, wie diese Anhängerkreise „ticken“ und dies in Kauf nahm.

Anders ist es bei unerfahrenen Gläubigen, die sich skeptisch äußern und dann mit solchen Drohungen überschüttet werden. Ich weiß von etlichen Betroffenen, die sich dadurch haben einschüchtern und verunsichern lassen oder zumindest davon abgehalten wurden, öffentlich von ihren Erfahrungen zu berichten.

 

 


Ein Aktionsplan gegen Pornosucht ist angesagt

Mathias von Gersdorff

In regelmäßigen zeitlichen Abständen lieben es unsere Politiker, sich über das Internet zu empören. Zuletzt war das soziale Netzwerk Facebook dran.

Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) bezeichnete die Sicherheitslücken bei der Speicherung von Daten als eine „Gefahr für die Demokratie“, denn „Meinungen könnten dadurch manipuliert werden.“

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier warnt vor der Bildung von „Parallelwelten“ und der „Verbreitung von Verschwörungstheorien“. Innenminister Horst Seehofer ist über Facebook „empört“ und kündigt „rechtliche Konsequenzen“ an.

Diese Panikmache, Heuchelei und Verstellung verschlägt einem die Sprache angesichts der Tatsache, dass diese Politiker seit Jahren hinnehmen, dass das Internet von gefährlichen und jugendgefährdenden Inhalten geradezu überschwemmt wird.

Mit katastrophalen Folgen für die Kinder: Extremste Formen von Pornographie durchdringen aufgrund der Omnipräsenz des Internets immer mehr das Leben immer jüngerer Kinder.

Diese gewaltige moralische Katastrophe spielt sich in unserer unmittelbaren Umgebung ab!

Deshalb möchte ich Sie bitte, heute an diese Politiker zu appellieren und von Ihnen zu fordern, dass sie einen „Nationalen Aktionsplan gegen Pornographie“ aufstellen:

http://www.aktion-kig.org/kampagnen/aktionsplan-gegen-pornographie/

Einige Fakten, um diese wahre Pornoflut fassbar zu machen:

  • Allein in Deutschland schätzte man schon im Jahr 2005 – also vor dem Porno-Boom im Internet – die Anzahl von Süchtigen auf 500.000.
  • Immer jüngere Kinder werden süchtig und gar kriminell. Schon Vierjährige (!) imitieren die Szenen aus Filmen und missbrauchen dabei andere Kinder.
  • Kein Wunder, dass inzwischen Therapeuten und Psychologen Alarm schlagen: Die Pornosucht und andere mit der Pornographie verbundene Erkrankungen (wie etwa sexuelle Dysfunktionen) breiten sich wie eine Seuche aus, vor allem in der Generation, die mit dem Internet aufgewachsen ist.

Noch zu wenigen Mitmenschen ist bewusst, in welcher Gefahr sich unsere Kinder, unsere Jugendlichen, unsere Familien und eigentlich unsere ganze Gesellschaft befinden.

Die Zahlen, Zeugnisse von Ärzten und wissenschaftlichen Untersuchungen, die den Schaden der Porno-Welle im Internet belegen, sind erdrückend:

Die britische „National Society for the Prevention of Cruelty to Children“ schätzt, dass etwa 10 Prozent der britischen 12- bis 13-Jährigen pornosüchtig sind. Eine Studie der „University of East London“ ergab, dass 20 Prozent der 16- bis 20-Jährigen pornosüchtig sind.

Bei dieser Gefahr für die Kinder geht es nicht nur um einen extremen moralischen Angriff auf die Heranwachsenden (was schon schlimm genug wäre). Nein, es geht um einen schwerwiegenden Angriff auf die körperliche und psychische Gesundheit:

  • Heute weiß man, dass Pornographie in ähnlicher Weise süchtig macht wie Heroin – mit dem gravierenden Unterschied, dass Pornographie nahezu überall und zu jeder Stunde verfügbar ist!
  • Das Max-Planck-Institut fand in Studien heraus, dass sich die Gehirnmasse in der gleichen Weise ändert und reduziert, wie das bei Heroinsüchtigen geschieht.
  • Der Verhaltenswissenschaftler Ralph DiClemente, der eine 3-Millionen-US-Dollar Studie an der „Emory Universität in Atlanta“ geleitet hat, sagt unmissverständlich: Pornographie verdirbt die Weltanschauung und die Beziehungsfähigkeit von Kindern.
  • Dr. Mark Sossin von der New Yorker Association of Early Childhood and Infant Psychologists erklärt, dass Pornographie dem Kind seine Fantasie geradezu raubt und sie durch die Porno-Bilder ersetzt.

Dass diese Tatsachen zu einer Kriminalisierung führen können, ist hinlänglich bekannt.

BILD: Einer der Bücher unseres Autors M. von Gersdorff: „Die sexuelle Revolution erreicht die Kinder“

Kein geringerer als Johannes-Wilhelm Rörig, Bundesbeauftragter für Fragen des sexuellen Missbrauchs, erklärte im Jahr 2013:

„Wir verzeichnen einen Anstieg von sexuellen Übergriffen von Jugendlichen auf Kinder bis hin zu Vergewaltigungen. Das liegt auch daran, dass Kinder und Jugendliche heute durch das Internet leichter an Pornographie herankommen und die Hemmschwellen durch die massenweise Verbreitung in den neuen Medien immer mehr abnehmen.“

Unser Aufschrei, unser Alarmruf muss dermaßen laut sein, dass alle Menschen, vor allem solche in entscheidenden Positionen, die Dringlichkeit des vorliegenden Problems erkennen.

Bauen wir zusammen diese große Anti-Porno-Front auf: Unterschreiben Sie bitte heute noch das Bürgermandat „Deutschland braucht einen Aktionsplan gegen Pornographie“, um das Bewusstsein für die Gefahren, denen wir gegenüberstehen, zu wecken: http://www.aktion-kig.org/kampagnen/aktionsplan-gegen-pornographie/