Politische Panikmeldungen widerlegt: Keine Überlastung auf Intensivstationen

Neun Wissenschaftler um den Medizinprofessor Matthias Schrappe haben Drohungen aus der Politik vor einer Überlastung der Intensivstationen wegen Corona-Patienten zurückgewiesen. Sie hatten Daten zur intensivmedizinischen Versorgung während der Coronakrise neu ausgewertet und ihre Ergebnisse veröffentlicht.

Darin kamen sie zu anderen Schlüssen, als jenen, die Politik und Fachgesellschaften verbreitet hatten – besonders in den Wochen vor der Einführung der sog. Bundes-Notbremse.

Gesundheitsökonom Schrappe konkretisierte in einem Interview mit der Welt am Sonntag die Erkenntnisse der Wissenschaftler. Laut WamS legt ihr Bericht sogar Manipulationen in offiziellen Statistiken, Subventionsbetrug und zweifelhafte Verwendung von Fördermitteln nahe. „Im Rückblick tun sich Fragezeichen auf, ob da redlich gespielt wurde“, sagte Schrappe.

Außerdem stünde nun fest: „Die Angst vor knappen Intensivkapazitäten oder der Triage war unbegründet“. Genau diese Angst sei jedoch von der Politik transportiert worden. Es stehe weiter fest, daß das vielen Entscheidern während des gesamten Pandemieverlaufs bewußt gewesen sein müsse, verdeutlichte Prof. Schrappe. Selbst auf den Höhepunkten aller drei „Wellen“ seien nie mehr als 25 Prozent der Intensivbetten mit Covid-Patienten belegt gewesen.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://jungefreiheit.de/wissen/natur-und-technik/2021/wissenschaftler-stellen-ueberlastung-der-intensivstationen-in-frage/


WamS-Chef kritisiert SPD-Politiker Lauterbach

Karl Lauterbach, SPD-Politiker und vielbeachteter Gesundheitsexperte, ist in der Coronakrise zu einem fast ständig präsenten Talkshow-Star hochgestiegen – und vielfach auch zum bekanntesten Überbringer schlechter Nachrichten bzw. Panikprognosen geworden.

In der aktuellen WELT am SONNTAG (WamS) vom 2. Mai 2021 befaßt sich Chefredakteur Johannes Boie kritisch mit einigen seiner Äußerungen. Im Editorial an die Leserschaft bezieht er sich auf dessen Twitter-Tweets:

„Vor einem guten Monat warnte Karl Lauterbach (SPD), die Technische Universität Berlin habe in einem Modell „2000 Inzidenz im Mai“ errechnet. Dies würde massive Zunahme der Covid-Toten und Invaliden bedeuten…“ – Die erwähnte Studie habe, so Boie, darauf abgezielt, „die Anzahl der durchgeführten Corona-Tests in der Bevölkerung drastisch zu erhöhen“.

Lauterbach habe mit Hinweis darauf nicht nur mehr Tests gefordert, sondern auch eine „Ausgangssperre ab 20 Uhr“. Der Wams-Chefredakteur fügt hinzu, Lauterbach sei mit seinen „lauten Warnungen zum zweitbekanntesten Gesundheitspolitiker Deutschlands“ geworden.

Nun sei es Anfang Mai und die 7-Tage-Indizdenz liege bei 140, „Tendenz fallend“: „Von 500er oder gar 2000er Indizidenz keine Spur“ und dies auch ohne die geforderte 20-Uhr-Ausgangssperre und Dauertests dreimal pro Woche bei Arbeitnehmern.

Boie schlußfolgert: „Hätte Lauterbach sich duchgesetzt, wären die Grundrechte noch weiter eingeschränkt.“

.