Ozeanien: Kath. Kirche gegen Menschenhandel

„llegale Aktivitäten, Prostitution, Drogenhandel, Waffenschmuggel und Geldwäsche nehmen weiter zu, während das Phänomen des Menschenhandels aus dem Ausland zunehmend als „normal“ betrachtet wird“, erklärt die Caritas zusammen mit der Bischofskonferenz von Papua-Neuguinea (PNG) in einer Verlautbarung.

Die katholische Kirche des Landes hat erklärt, dass sie mit den bereits in diesem Bereich tätigen Polizeikräften zusammenarbeiten werde.

Menschenhandel ist in Papua-Neuguinea ist ein komplexes Problem mit vielen Opfern und zahlreichen Kriminellen, die Missbrauch begehen.

Ein kürzlich von der Lokalzeitung „Post Courier“ veröffentlichter Bericht zeigt, dass mehrere ausländische multinationale Unternehmen Tätigkeiten ausüben, die in ihren Lizenzen nicht vorgesehen sind oder den Gesetzen des Landes zuwiderlaufen.

Abschließend empfiehlt die Caritas umgehende Gerichtsverfahren für Menschenhändler und für jene, die von ihnen profitieren, sowie eine stärkere Zusammenarbeit bei der Sensibilisierung zum Thema Menschenhandel durch Regierung Unternehmen, Religionsgemeinschaften und Zivilgesellschaft.

Quelle: Fidesdienst


Bischöfe fordern Bestrafung von Mordtaten gegen „Hexen“ und „Zauberer“

Papua-Neuguinea: Mörderischer Aberglaube

In Papua-Neuguinea tagten die katholischen Bischöfe, Priester und aktiven Laien des Landes Ende September in Mendi zu Beratungen über Straftaten und Morde an Menschen, die der schwarzen Magie und der Hexerei verdächtigt werden. Dabei handelt es sich besonders um Frauen, die Opfer willkürlicher Hinrichtungen werden. 038_35

Ende August waren drei Frauen und ein Mann in der Region beschuldigt worden, den Tod einiger Einwohner durch Verzauberung herbeigeführt zu haben. Ein “Volksgericht” beschloss, die vier Angeklagten mit glühenden Eisenstangen zu foltern.

Bischof Donald Lippert von Mendi bekräftigt: “Es ist kaum möglich, den Aberglauben der Menschen zu kontrollieren, doch man sollte zumindest die Reaktionen kontrollieren können. Übergriffe auf Personen, die der „schwarzen Magie“ beschuldigt sind, werden erst dann aufhören, wenn die Täter bestraft werden”.

Erst im Jahr 2013 schaffte das Parlament in Papua-Neuguinea ein Gesetz über Hexerei aus dem Jahr 1971 ab. Das Gesetz unterschied „gute” von “schlechter” Hexerei und betrachtete im Mordfall den Hinweis, dass das Opfer der schwarzen Magie verdächtigt wurde, als mildernden Umstand,

Nach dem geltenden Recht gilt dieser absurde „mildernde Umstand“ nicht mehr. Doch die Gesetze werden nicht ausreichend umgesetzt. Dabei übt die Regierung nicht genügend Druck auf Polizei und Richter aus.

Quelle: Vatikanischer Fidesdienst


Papua-Neuguinea: Hexenjagd mit Lynchjustiz durch eine brutale Meute immer häufiger

Auf der Inselgruppe Papua-Neuguinea im südlichen Pazifik werden immer wieder angebliche Hexen ermordet. Drei Tage lang sind zwei ältere Frauen in ein Dorf verschleppt und dort gefoltert und dann geköpft worden  –  weil sie durch Hexerei den Tod eines Lehrers verursacht haben sollen.

Dies berichtet die Tageszeitung „Post-Courier“ am heutigen Montag. Die Frauen seien mit Messern und Äxten verletzt worden. Hinter ihrer Verschleppung stecken demnach Verwandte des Lehrers.

Ein ähnlicher Vorfall wurde bereits Anfang Februar gemeldet: Eine 20-jährige Frau wurde gefoltert und als angebliche Hexe verbrannt. Sie wurde beschuldigt, einen achtjährigen Jungen verhext und getötet zu haben. Eine wütende Menschenmenge in der Stadt Mount Hagen hatte dem Opfer die Kleider vom Leib gerissen, die Frau mit Benzin überschüttet und auf einen Scheiterhaufen aus brennenden Autoreifen geworfen.

Zuvor war die junge Frau mit heißen Schüreisen gefoltert worden. Feuerwehrmänner, die das Feuer löschen wollten, wurden von dem Mob vertrieben. Auch Schulkinder sollen sich unter den Schaulustigen befunden haben.

Den Zeitungsberichten zufolge war das Opfer verheiratet und hatte eine acht Monate alte Tochter.

Quellen: Wochenmagazin Focus/AFP

Papua-Neuguinea: Geisterglaube und Zauberei sind immer noch weit verbreitet

Obwohl die Mehrheit der Einwohner von Papua-Neuguinea (Südsee) formal einer christlichen Kirche angehören, sind Magie und Geisterglaube dort weit verbreitet.

Das berichtete der aus dem Land stammende evangelische Pfarrer Nawi Philip bei einem Vortrag in Kitzingen (Unterfranken):

„Hier in Deutschland halten mich die Leute für verrückt, wenn ich von Geistern rede, aber die Menschen in Papua-Neuguinea sehen das anders“, sagte der Theologe, laut einem Bericht des Online-Portals „infranken.de“ (5. Januar).

Philip zufolge werden vor allem unheilbare Krankheiten oder plötzliche Todesfälle mit bösen Geistern in Verbindung gebracht. Auf vielen Häusern und Zäunen seien Spitzen angebracht, die Geister abwehren sollten. Auch in Tänzen spiele der Geisterglaube eine Rolle.

Der Pfarrer stellte klar: „Man kann nicht Gott dienen und von anderen Göttern reden oder gar an sie glauben.“

In der Diskussion nach dem Vortrag vertraten Zuhörer die Ansicht, daß der Glaube an Geister auch in Deutschland anzutreffen sei. „Wir nennen es Aberglauben, aber eigentlich ist es nichts anderes als Geisterglauben“, sagte ein Besucher.

Pfarrer Philip verneinte in der Aussprache die Frage, ob Zauberer manchmal gute Kräfte hätten. Sie hätten zwar eine reale Kraft, aber das sei letzlich immer eine böse Macht.

Quelle: http://www.idea.de