Paraguay: Bistumsjubiläum und großes Jugendfestival bei der Madonna von Caacupé

Am vorigen Wochenende kamen über 7000 Jugendliche zum Fest der Madonna von Caacupé zusammen. Zu den Feierlichkeiten, die eine Woche lang dauern, pilgern jedes Jahr zahlreiche Gläubige aus allen Teilen des Landes zum Marienheiligtum.  virgen-maria

Dieses Jahr stehen die Jugendlichen im Mittelpunkt, denen die Diözese auch die kommenden drei Jahre widmen will. Bischof Catalino von Caacupé betonte, man konzentriere sich dieses Jahr auf Themen, die besonders junge Menschen betreffen.

Dieses Jahr feiert das Bistum zugleich sein fünzigjähriges Gründungsjubiläum, weshalb ein Rosenkranzgebet in zwei Sprachen und ein Laternen-Umzug auf dem Programm stehen, während die traditionelle Prozession mit dem über 300 Jahre alten Mariengemälde nicht stattfindet. Die Ikone soll zur allgemeinen Verehrung im Heiligtum ausgestellt werden.

Quelle: Fidesdienst

 


Paraguay: Wallfahrt zur Madonna von Caacupé: Gebet für entführte Polizisten

Am 1. Dezember 2015 zelebrierte der Militärbischof Adalberto Martinez Flores in der Basilika des Wallfahrtsortes den Gottesdienst zur Madonna von Caacupé im Beisein von hunderten Gläubigen. Advocata

In der hl. Messe, an der auch hohe Militärs und Polizeibeamte teilnahmen, betete der Bischof für die Freilassung des Unteroffiziers der Polizei, Edelio Morínigo (der sich seit 516 Tagen in den Händen der Entführer befindet) und für Abraham Fehr (117 Tage in der Hände der Entführer), die von der sog. “Paraguayischen Volksarmee“ (EPP) verschleppt wurden. 

Jedes Jahr besuchen tausende Pilger den rund 55 km von Asuncion entfernten Wallfahrtsort Caacupé, um Maria als Schutzpatronin des Landes zu feiern und an einer Gebetsnovene teilzunehmen, die mit einer Wallfahrt und dem feierlichen Gottesdienst am 8. Dezember zu Ende geht.

Die Verehrung der Madonna von Caacupé geht auf das Jahr 1600 n. Chr. zurück, als ein Indio aus dem Volk der Guaranì die Holzfigur der Gottesmutter schnitzte.

Quelle: Fidesdienst

Foto: Paul Badde


Paraguay: Katholische Bischöfe entschuldigen sich für tagespolitische Irrtümer

Die katholischen Bischöfe des Landes räumen ein, während des Amtsenthebungsverfahrens gegen Präsident Fernando Lugo falsch vorgegangen zu sein. In einem Hirtenbrief der Bischofskonferenz bitten sie um Vergebung.

Am 21. Juni 2012 war gegen den damaligen Staatspräsident Lugo   –  übrigens ein früherer katholischer Theologe und Bischof  –  ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet worden. Lugo war von verschiedenen Abgeordneten beschuldigt worden, eine Mitschuld an der Tötung von sechs Polizisten und elf landlosen Bauern zu haben.

Mehrere Bischöfe stellten sich hinter dieses Verfahren, andere waren dagegen. „Aber alle wollten auf jeden Fall ein Blutvergießen vermeiden“, so der bischöfliche Hirtenbrief.

Die Aufgabe eines jeden Priesters sei die Wahrung des Friedens und die Förderung der Gerechtigkeit, fügten die Bischöfe an. Das gelte auch für sie selber, daher der selbstkritische Hirtenbrief. 

 

Quelle: Radio Vatikan


Paraguay: Indianer siegen gegen betrügerische „Cowboys“

Die ausgeklügelte List einiger Rancher in Paraguay, mit der sie sich die Zustimmung eines Indianer-Volkes zum Bau einer Straße quer durch ihr traditionelles Land erschleichen wollten, ist nach hinten losgegangen. Inzwischen wurde eine offizielle Untersuchung der Vorfälle eingeleitet.

Anführer der Ayoreo-Totobiegosode-Indianer wurden von Vertretern der Viehzüchter aufgesucht und aufgefordert, ein “freundschaftliches Abkommen” zu unterzeichnen, das den Ranchern erlaubt hätte, eine Straße mitten durch das Land des Volkes zu ziehen.

Nachdem die Ayoreo abgelehnt hatten, sollen die Viehzüchter die Unterschriften der Anführer gefälscht und das “Abkommen” an eine Regierungsbehörde geschickt haben. Nur wenige Tage später erhielt jedoch dieselbe Behörde auch einen Brief der Indianer, in dem sie sich über die rücksichtslosen Taktiken der Viehzüchter beschwerten.

Der Bau der Straße hätte es den Viehzüchtern ermöglicht, die illegale Abholzung des Ayoreo-Landes weiter voranzutreiben, die bereits jetzt große Teile ihres Gebietes verwüstet hat, darunter auch Regionen, in denen noch unkontaktierte Ayoreo-Indianer leben.

Paraguays Indianer-Behörde (INDI) hat den Betrugsversuch verurteilt. Dieses Vorgehen “könnte zu unzähligen Verletzungen des Umweltrechts und der unkontaktierten indigenen Familien führen”, sagte INDI.

Quelle: Survival International