Seehofer bekräftigt seinen Asyl-Masterplan

„Bin froh, dass ich die EU wachgeküsst habe“

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat im Interview mit der „Passauer Neuen Presse“ betont, Zurückweisungen von bereits in anderen EU-Ländern registrierten Asylbewerbern an der deutschen Grenze national durchzuführen, sollte es nicht zu einer europäischen Lösung kommen. 

„Jetzt ist Zeit für Entscheidungen“, verdeutlichte der CSU-Vorsitzende:

Wir wollen vermeiden, dass Menschen zu uns kommen, die bereits in einem anderen EU-Land einen Asylantrag gestellt haben. Warten wir ab, ob es in den nächsten Tagen bei den Verhandlungen in Europa zu einer Lösung kommt. Wenn eine wirkungsgleiche europäische Lösung gelingt, brauchen wir keine nationale. Wenn nicht, bin ich entschlossen zu handeln.“

Durch die klare Haltung der CSU gebe es nun endlich Bewegung in der EU: „Ich bin froh, dass ich die Europäische Union wachgeküsst habe. Innerhalb von nur einer Woche gibt es plötzlich in Europa die Bereitschaft, sich zusammenzusetzen und die Probleme zu lösen.

„Wir müssen wieder für Ordnung in unserem Land sorgen“, forderte Seehofer: „Deshalb lege ich einen „Masterplan Migration“ mit schärferen nationalen Lösungen vor. Es muss gerade bei diesem Punkt klar werden, dass wir verstanden haben. Wir können nicht mehr die Politik von vor der Bundestagswahl fortsetzen.“

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://www.csu.de/aktuell/meldungen/juni-2018/zeit-fuer-entscheidungen/


Unterlassungserklärung der „Passauer Neue Presse“ gegenüber AfD-Politiker Müller

Im Streit um mediale Falschdarstellungen konnte sich der AfD-Bundestagsabgeordnete Hansjörg Müller erfolgreich gegen die „Passauer Neue Presse“ zur Wehr setzen.

Diese hatte in einem Zeitungsbericht Unwahrheiten über ihn verbreitet und ein angebliches Zitat frei erfunden. 

Auf außergerichtliche Abmahnungen verpflichteten sich sowohl die „Passauer Neue Presse GmbH“, die „Neue Presse Multimedia GmbH“ als auch der handelnde Journalist, die rechtswidrigen Berichte nicht erneut zu wiederholen. Zudem wurden bereits Kosten in Höhe von mehr als 1000 € erstattet.

Hansjörg Müller erklärt dazu: „In Zeiten von Fake-News sollte die Presse darauf achten, ihre Leser vollständig und wahrheitsgemäß zu unterrichten. Das ist hier nicht geschehen, vielmehr wurde die Wahrheit absurd verdreht. Unwahre Tatsachen und Falschzitate fallen nicht unter die Pressefreiheit und werden von mir auch künftig nicht hingenommen.“

 


Kardinal Müller solidarisiert sich mit Kardinal Sarah in puncto liturgische Übersetzungen

Der frühere Bischof von Regensburg und ehem. Präfekt der römischen Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Müller, hat sich in einem Intervie mit der „Passauer Neuen Presse“ (PNP) kritisch mit einer Entscheidung von Papst Franziskus befaßt.

Es geht dabei um die Rechte und Kompetenzen der jeweiligen Bischofskonferenzen und damit zugleich um die Frage, ob der Vatikan weiterhin daran festhalten solle, daß er selber für die Genehmigung gottesdienstlicher bzw. liturgischer Texte zuständig sei, also quasi das „letzte Wort“ spricht.

Dies hatte der theologisch konservative, schwarzafrikanische Präfekten der Gottesdienstkongregation, Kardinal Robert Sarah, gefordert, der Papst ihm jedoch in einem Brief widersprach. Franziskus zufolge solle der Vatikan liturgische Übersetzungen in Zukunft nicht mehr genehmigen, sondern nur noch bestätigen.

Kardinal Müller solidarisierte sich in dieser Causa mit Kardinal Sarah und äußerte sich dazu folgendermaßen: „Die letzte Autorität im Zweifelsfall kann nicht bei den Bischofskonferenzen liegen. Das würde die Einheit der katholischen Kirche im Glauben, im Bekenntnis und im Gebet zerstören.“

Der ehem. Glaubenspräfekt erklärte weiter gegenüber der PNP, er habe es „oftmals erlebt, dass die von den Bischöfen herangezogenen Übersetzer die biblischen und liturgischen Texte unter dem Vorwand der besseren Verständlichkeit verwässert haben“.

Als Beispiele nannte der Würdenträger solch „hoch anspruchsvolle Lehren“ wie etwa den stellvertretenden Sühnetod Jesu am Kreuz: Solche wesentlichen Heilsgeheimnisse würden „in manchen Ländern wegrationalisiert oder auf ethische Appelle heruntergebrochen und so des katholischen Heilsrealismus entkleidet“.

Quelle für die Zitate: http://www.pnp.de/nachrichten/politik/2722068_Kardinal-Mueller-distanziert-sich-vom-Kurs-des-Papstes.html


Domspatzen-Causa: Kardinal Müller fordert eine Entschuldigung von J.-W. Rörig

Die „Passauer Neue Presse“ (PNP) veröffentlichte am 19. Juli 2017 in ihrer Online-Ausgabe ein Interview mit Kardinal Gerhard Müller, dem früheren Bischof von Regensburg und   –  bis vor kurzem – Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation.

Seine Amtszeit war von Papst Franziskus ohne Angaben von Gründen und in einem nur einminütigen Gespräch nicht verlängert worden. Müllers Berufung zum Glaubenspräfekten war vor fünf Jahren unter Papst Benedikt XVI. erfolgt.

Zur Aufarbeitung der Domspatzen-Causa weist der Kardinal (siehe Foto) gegenüber der PNP darauf hin, daß er seinerzeit als Regensburger Oberhirte nach dem Bekanntwerden von Vorwürfen gegen Leitungspersonen des berühmten Knabenchors zuerst „diese Aufklärungsarbeit an die Institutionen des Bistums übertragen“ habe, so dass „mit der Untersuchung begonnen“ werden konnte. 

Durch ihn als ehem. Bischof von Regensburg und seinen Generalvikar Michael Fuchs sei die Aufarbeitung 40 Jahre nach den Taten erstmals eingeleitet worden: „Das geschah nach den Möglichkeiten und dem Kenntnisstand, den wir damals hatten.“

Damit widerspricht er Behauptungen des Mißbrauchsbeauftragten der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, der erklärt hatte, Müller solle sich „wenigstens jetzt für die verschleppte Aufarbeitung“ der Mißbrauchsfälle bei den Domspatzen „entschuldigen“.

Der Kardinal fordert nun Rörig zur Entschuldigung auf für „Falschaussagen und falsche Informationen, die verbreitet werden“ auf und sagte der Zeitung, J.-W. Rörig solle sich „erst einmal die neunseitige Chronologie der Aufarbeitung durch die Diözese anschauen“ und die dort dokumentierte „Faktenklage akzeptieren“.

Die meisten Betroffenen in der Domspatzen-Causa erfuhren im Zeitraum von 1945 bis heute keine sexuellen Übergriffe, sondern körperliche Mißhandlungen, Schläge etc.    – dies wird in den Medien häufig mit dem 67 Mißbrauchsfällen in einen Topf geworfen. (Siehe hierzu den Bericht von Dr. Josef Bordat: https://jobo72.wordpress.com/2017/07/18/misshandlung-und-missbrauch-bei-den-regensburger-domspatzen-abschlussbericht/)

Auf die Frage der „Pasauer Neuen Presse“ an Kardinal Müller, ob er zu einem Gespräch mit den Opfern bereit sei, bejaht er dies und berichtet aus seiner eigenen Schulzeit:

„Ich habe es schon gesagt, ich bin zu jedem persönlichen Gespräch über diese schlimmen Erfahrungen von Menschen aus der damaligen Zeit bereit, da habe ich nicht die geringsten Schwierigkeiten. Ich darf aber feststellen, dass ich im gleichen Alter bin wie viele der Opfer.

Auch ich habe so Manches erlebt in meiner Schulzeit. Ohrfeigen und Stockschläge haben wir genug bekommen – es war übrigens keine kirchliche Schule. Freilich muss ich zugeben: Sexueller Missbrauch ist noch eine ganz andere Kategorie als pädagogische Übergriffe.“

Gegenüber der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“ sagte Müller, er habe angesichts der Fälle von Mißbrauch und Mißhandlungen „Scham für das, was in der Kirche passiert ist“ empfunden: „Als Kirchenmann ist das Leid der Opfer, ihrer Familien und Gemeinden auch mein Leid.“

Infos des BISTUMs REGENSBURG:
Links zur Causa Domspatzen, Dokumente, Abschlußbericht etc: http://www.bistum-regensburg.de/dienst-hilfe/praevention-missbrauch/zahlen-fakten/
Öffentliche Termine mit Kardinal Müller: http://www.bistum-regensburg.de/news/kardinal-mueller-im-bistum-regensburg-5548/

Domspatzen-Stellungnahmen zu Georg Ratzinger: http://www.mittelbayerische.de/bayern-nachrichten/ehemalige-domspatzen-nehmen-georg-ratzinger-in-schutz-21705-art533743.html?p=1
Historiker Dr. Hesemann dazu: http://www.kath.net/news/60345
Domkapellmeister relativiert seine Vorwürfe gegen Georg Ratzinger: http://www.br.de/nachrichten/oberpfalz/inhalt/domspatzen-regensburg-kritik-raztinger-100.html

Bericht auf dem Portal der Dt. Bischofskonferenz: http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/muller-kritisiert-missbrauchsbeauftragten-rorig

Fotos: Bistum Regensburg


Bayern: CSU-Chef Horst Seehofer kritisiert derzeitige „Herrschaft des Unrechts“

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer hat in einem Interview mit der „Passauer Neuen Presse“ den Kurs seiner Partei in der Flüchtlingspolitik unterstrichen und auf die bisherigen Erfolge der CSU verwiesen. Zugleich drängte er auf die Wiedereinführung von „Recht und Ordnung“.seehofer_interview_01_4ddb78858c

„Der Kampf der letzten Monate hat sich gelohnt. Wir haben in fast allen Dingen uneingeschränkt Recht bekommen“, betonte der Parteivorsitzende.

Als Beispiel nannte er das Asylpaket I, das die Zuwanderung vom Balkan extrem eingeschränkte  –  sowie Asylpaket II, das beschleunigte Asylverfahren und verbesserte Bedingungen für Abschiebungen und Rückführungen beinhaltet.

„Und das alles nach mühseligen Diskussionen in Berlin. Wir hätten das alles viel früher haben können. Natürlich ist es höchst unerfreulich, dass die SPD wieder einen Rückzieher machen will und ihren Zick Zack Kurs fortsetzt„, bemängelte Seehofer.

„Wiederherstellung von Recht und Ordnung“

Der bayerische Ministerpräsident übte deutliche Kritik daran, daß es in Deutschland gegenwärtig keinen Zustand von Recht und Ordnung gäbe: „Es ist eine Herrschaft des Unrechts. Wenn wir politisch die Wiederherstellung von Recht und Ordnung nicht erreichen, dann müssen wir das eben juristisch angehen.“

Das Ziel sei eine Begrenzung der Zuwanderung. Seehofer stellte dazu klar: „Eine Million Flüchtlinge im Jahr ist objektiv auch mit dem größten Einsatz nicht zu schaffen. Irgendwann ist jedes öffentliche Gebäude belegt, private Gebäude wollen und werden wir nicht beschlagnahmen.“ canvas

Wenn es soweit kommen würde, entstünden menschenunwürdige Situationen und die Integration funktioniere nicht mehr. Schon jetzt sei es schwierig, genügend Lehrer für die gestiegene Anzahl an Schul- und Förderklassen  zu erhalten.

„Wir bekämen auch riesige Sicherheitsprobleme und es entstünde soziale Konkurrenz mit der einheimischen Bevölkerung  –  etwa um Wohnungen. Unsere Behörden, die damit zu tun haben vom Ausländeramt über das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bis zu den Sicherheitsbehörden arbeiten seit Monaten in der Überlast. Die können nicht mehr“, verdeutlichte Seehofer.

Quelle: http://www.csu.de/aktuell/meldungen/februar-2016/horst-seehofer-im-interview-mit-der-pnp

HIER im Kulturmagazin CICERO erschien unlängst der Artikel eines Staatsrechtlers unter dem Titel „Herrschaft des Unrechts“ über die Asylpolitik Merkels: http://wobo.de/news/Vosgerau%20Cicero.pdf

Wie zu erwarten, gab es einen Sturm der Entrüstung gegen Seehofers Äußerungen. Die JF berichtet darüber: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2016/herrschaft-des-unrechts-kritik-an-seehofer-aeusserung/

Fotos: CSU


Wollten deutsche Bischöfe verhindern, daß Glaubenspräfekt Gerhard L. Müller zum Kardinal ernannt wird?

„Eine Richtungsentscheidung des Papstes“

Wie die „Passauer Neue Presse“ online am 12. Januar 2013 berichtet, sollen deutsche Oberhirten versucht haben, die vom Papst angekündigte Kardinalswürde für Kurien-Erzbischof Gerhard Ludwig Müller im Vorfeld zu verhindern.

Zwischen dem Präfekten der vatikanischen Glaubenskongregation und einem Teil der deutschen Bischöfe (z.B. Erzbischof Zollitsch und Kardinal Marx) gibt es bereits seit Monaten theologische Kontroversen hinsichtlich der kirchlichen Ehe-Lehre und der Sakramenten-Pastoral (Causa „wiederverheiratete Geschiedene“).Müller

Unter dem Titel „Müller wird Kardinal – trotz Widerstand deutscher Bischöfe“ schreibt die Tageszeitung, es habe „bis zuletzt Bemühungen gegeben, die Ernennung des Präfekten der Glaubenskongregation, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, zum Kardinal zu verhindern. Einer oder mehrere deutsche Bischöfe sollen nach diesen Angaben versucht haben, bei Papst Franziskus Stimmung gegen Müller zu machen.“

Man darf sich wundern, daß dieses Unterfangen offenbar ausgerechnet mit zwei Artikeln „untermauert“ wurde, die aus linkskatholischer bzw. „romkritischer“ Feder stammen.

Hierzu schildert die „Passauer Neue Presse“ Folgendes:

„Dem Kirchenoberhaupt seien zwei Zeitungsveröffentlichungen vorgelegt worden, in denen Müllers Rolle negativ bewertet wird: einmal ein Artikel aus der Wochenzeitung „Die Zeit“, in dem Müller als „hartnäckigster Widersacher“ des gegenwärtigen Papstes erscheint, und dann ein Wortlautbeitrag des Kirchenkritikers Hans Küng in der „Passauer Neuen Presse“, wo der frühere Regensburger Bischof als „neuer Kardinal Ottaviani“ dargestellt wird. Küng hatte geschrieben, Müller fühle sich  –  ähnlich wie Kardinal Alfredo Ottaviani zur Zeit des Zweiten Vatikanischen Konzils  –  berufen, „seine konservative Glaubensmeinung Papst und Konzil, ja der ganzen Kirche, aufzudrängen“.

Bekannt hat sich Papst Franziskus „über die Einwände gegen Müller hinweggesetzt“. Die PNP schreibt weiter: „Das Festhalten an der Absicht, ihn zum Kardinal zu ernennen, sei deshalb als Richtungsentscheidung zu verstehen.“

Im Online-Leserkommentarbereich der Tageszeitung tummeln sich Pro- und Contra-Stimmen. Ein Reformkatholischer macht es kurz: „Der Untergang des Papstes“.  

Ein anderer beklagt sich bitter: „Alle haben gejubelt, daß der neue Papst eine Wende im Vatikan eingeleitet habe, aber genau das Gegenteil tritt nun ein. Der einstige „Günstling“, weil genauso konservativ, des abgedankten Papstes Benedikt, wird nun Kardinal. Für mich, ich glaube aber auch für viele andere, insbesondere für die Gläubigen in der Diözese Regensburg, die Müller jahrlang „aushalten“ mußten, ist damit „der Lack des neuen Papstes“ ab.“

Aus glaubenskonservativer Sicht stellt sich die Sachlage freilich genau umgekehrt dar: Diese „Richtungsentscheidung“ des Papstes ist uneingeschränkt zu begrüßen.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Foto: Bistum Regensburg (Pressestelle)