China: Katholischer Untergrundpriester Zhang verhaftet und „verschwunden“

Am 14. April 2019 wurde Peter Zhang Guangjun (siehe Foto), Priester der römisch-katholischen Untergrundkirche in China, von kommunistischen Regierungsbeamten aus seinem Auto gezerrt, nachdem sie vorher die Scheibe eingeschlugen.

Wie die katholische Nachrichtenagentur UCA-News aus Hongkong berichtete, ist Pastor Zhang verantwortlich für eine Pfarrei von 10.000 Gläubigen. Bereits 2011 war er zwei Monate lang inhaftiert, wo ihm Misshandlungen widerfuhren. 

Am 29. bzw. 28. März 2019 wurden aus der gleichen Diözese bereits Koadjutor-Bischof Cui Tai und Generalvikar Zhang Jianlin ohne Begründung „weggebracht“. 

Seit seiner Verhaftung im April 2019 ist Pfarrer Zang „verschwunden.“

Hier geht es zu einer Bittschrift-Aktion für die Freilassung des Pastors: http://www.akm-online.info/


Korruption in Brasilien: Pastor Elveraldo Perreira und seine Pfingstbewegung

Von Felizitas Küble

Am 28. August 2020 wurde der brasilianische Politiker, Geschäftsmann und charismatische Prediger Everaldo Perreira durch die Bundespolizei des Landes festgenommen. Es geht dabei um Unterschlagung öffentlicher Gelder im Corona-Kontext bzw. um einen Korruptionsskandal, in dessen Zusammenhang auch Wilson Witzel, der Gouverneur des Bundesstaates Rio de Janeiro, verhaftet wurde. 
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„Pastor Everaldo“, wie er in seinen Kreisen genannt wird, ist der Sohn des pfingst-protestantischen Predigers Heraldo Perreira.
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Er gehört zu den führenden Gestalten in der extrem-charismatischen Bewegung Brasiliens mit ihrer Kirche Assemblies of God, einem Ableger des gleichnamigen internationalen Dachverbands (World Assemblies of God), der bereits im Jahre 1914 gegründet wurde, also in der frühen Zeit der pentekostalen (pfingstlerischen) Bewegung, die in Los Angeles ihren Anfang nahm und sich schon nach kurzer Zeit in Europa und weltweit ausbreitete.
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Im Laufe der Jahre gab es einige Abspaltungen wegen Lehrstreitigkeiten. Der erwähnte Dachverband ist dennoch weltweit der größte pfingstlerische Zusammenschluß, allein in den USA gehören ihm über 12.000 Gemeinden und Organisationen an, sodann über 200.000 Kirchen in 190 weiteren Staaten. 
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Die nationalen Netzwerke und Ableger mischen häufig in der Politik mit, vor allem in Lateinamerika und Afrika; zudem haben diese Pfingstkirchen vielfach große Reichtümer angehäuft, zumal sie von ihren Gläubigen den „Zehnten“ fordern (zehnter Teil des Einkommens) bzw. durch aufdringliche Spendensammelei auffallen oder beides zugleich.
Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro gehört ebenfalls einer protestanischen Pfingstbewegung an, die sich als „Universalkirche vom Königreich Gottes“ bezeichnet.
Im Jordan getauft wurde das Staatsoberhaupt einst von Pastor Perreira, womit sich der spirituelle Kreis wieder schließt.
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Während konservativ-charismatische Medien wie „Kath.net“ vor zwei Jahren über die Wahl Bolsonaros jubelten, schrieben wir damals bereits einen kritischen Artikel über ihn:
https://charismatismus.wordpress.com/2018/10/26/warum-bolsonaro-kein-hoffnungstraeger-ist/

 


NORDKOREA: Evangelischer Missionar aus Südkorea seit Ende 2014 inhaftiert

Als „Gefangenen des Monats Juni“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die evangelische Nachrichtenagentur IDEA den in Nordkorea inhaftierten Pastor Kim Kuk-gi benannt.

Der Südkoreaner (siehe Foto), der zur reformierten Presbyterianischen Kirche gehört, ist bereits seit Dezember 2014 inhaftiert.

Erst am 26. März 2015 gab die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA bekannt, dass er und der Geschäftsmann Choe Chun-gil verhaftet wurden. Die Umstände der Festnahmen sind ungeklärt. 

Die kommunistischen Machthaber warfen beiden Männern vor, „ruchlose Terroristen“ zu sein, die auch für den südkoreanischen Geheimdienst spioniert und große Mengen Falschgeld in Umlauf gebracht hätten. Darüber hinaus hätten sie sich an einer Schmutzkampagne gegen Nordkorea beteiligt. Kim hielten die Behörden ferner vor, religiöse Propaganda einer Untergrundkirche verbreitet zu haben. 

Der IGFM zufolge entbehren die Vorwürfe jeglicher Grundlage.

Nach ihren Angaben wurde der Pastor so stark unter Druck gesetzt, dass er sich im Mai 2015 auf einer inszenierten Pressekonferenz selbst der Spionage bezichtigte. Der staatliche Fernsehsender KCTV berichtete im Monat darauf, dass Pastor Kim vor dem Obersten Gerichtshof in der Hauptstadt Pjöngjang zu lebenslanger Haft verurteilt wurde.

Er wirkte seit 2003 als Missionar in der chinesischen Grenzstadt Dandong. Dort half er auch nordkoreanischen Flüchtlingen, insbesondere obdachlosen Kindern. Er versandte zudem Hilfsgüter nach Nordkorea. Diese ostasiatische Diktatur gilt als das Land, in dem Christen am schärfsten verfolgt werden. 

Die IGFM und IDEA rufen dazu auf, den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un in Briefen zur sofortigen Freilassung des Pastors aufzufordern. 

Quelle und weitere Infos hier: http://www.akm-online.info/

Fotos: IGFM


Vietnam: Evang. Pastor von sozialistischem Staat zu 12 Jahren Haft verurteilt

Als „Gefangenen des Monats Juni“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur IDEA den vietnamesischen Pastor Nguyen Trung Ton benannt. Sie rufen dazu auf, für ihn einzutreten und zu beten.

Der evangelische Christ (siehe Foto) setzt sich seit vielen Jahren unter persönlichen Opfern für umfassende Religionsfreiheit in seinem Heimatland ein, das sozialistisch-kommunistisch regiert wird.

Seit dem 30. Juli 2017 sitzt er zum zweiten Mal hinter Gittern.

Bereits im Jahr 2011 war er zu einer zweijährigen Gefängnisstrafe wegen angeblicher „Propaganda gegen den Staat“ verurteilt worden. Während dieser Haftzeit im März 2011 war er erstmals „Gefangener des Monats“.

Nach seiner Haftentlassung drohten ihm Sicherheitskräfte. Dennoch setzte er sich weiter beharrlich für die Menschenrechte ein. Im April vorigen Jahres kam es zu einer erneuten Verurteilung, diesmal zu zwölf Jahren Haft. Das Urteil wurde bereits im Juni 2018 durch eine höhere Gerichtsinstanz bestätigt.

Insbesondere wegen seines Engagements für Religionsfreiheit werden dem Pastor „umstürzlerische Aktivitäten“ vorgeworfen. Die kommunistischen Ermittlungsbehörden verweigerten Nguyen Trung Ton die Verteidigung durch einen Anwalt. Erst ein halbes Jahr nach der Inhaftierung durfte er seine Familie sehen.

Inzwischen befindet er sich in einem Straflager, wo ihm trotz ernsthafter gesundheitlicher Probleme medizinische Versorgung vorenthalten wird.

Bitte helfen Sie mit, die Freilassung von Pastor Ton zu erreichen, indem Sie das nachfolgende Schreiben an die genannten Stellen schicken. – Näheres siehe HIER: http://www.akm-online.info/index2.html


Zuckerbrot und Peitsche: Mike Bickles Brandbrief an die „prophetische Bewegung“

Von Felizitas Küble

Vorigen Herbst veröffentlichte der US-amerikanische Star-Prediger Mike Bickle (siehe Foto) einen Offenen Brief an die Anhänger der „Prophetischen Bewegung“, also an seinen eigenen Fanclub. 

Der protestantische Pastor Bickle ist eine Art geistlicher Ziehvater des katholischen Charismatikers Dr. Johannes Hartl, Leiter des Gebetshauses Augsburg. Näheres zu Bickle hier: https://charismatismus.wordpress.com/2019/01/06/mehr-gruender-dr-johannes-hartl-wirbt-fuer-den-extrem-pfingstler-mike-bickle/

Der pfingstbewegte Prediger Bickle gehört zu den Führern der sog. Kansas-City-Propheten, die sich selber schlicht, aber nicht sonderlich bescheiden als „Propheten-Bewegung“ bezeichnet – siehe auch die Anrede des Starpredigers in seinem Offenen Brief.

In seinem Schreiben finden sich viele Kennzeichen schwarmgeistiger Strömungen. Dafür spricht schon der erste, typisch „dramatische“ Satz: Wir stehen am Scheideweg der Geschichte.“ 

Sodann bittet der Autor  – er ist Gründer des „International house of prayer“ (internat. Gebetshaus)  –  darum, man möge seinen Brief „im Gebet lesen“, da er von einer „seltenen Dringlichkeit in meinem Geist ergriffen“ werde.

Bald danach geht es um den charismatischen Dauerbrenner, nämlich „Erweckung“. Seit Jahrzehnten kündigen diese Kreise eine weltweite „Erweckung“ an, die gleichsam ein Zeitalter des Heiligen Geistes darstelle.

Wenn man sich an Jesus orientiere, so der Verfasser, könne „die Erweckung schneller kommen als ein rasender, windgepeitschter Grasfeuer im Hochsommer“.

Sodann zeigt sich der pfingstbewegte Leiter überzeugt davon, „dass wir in der Gebets-, Propheten- und Missionsbewegung am Abgrund einer neuen Ära stehen.“

Denn Erweckung hin oder her – zur Dramatik gehört auch das Gegenteil, Zuckerbrot und Peitsche ergänzen sich.

Er schreibt, das „Haus steht in Flammen“  – gemeint ist die gottlose Welt:

Als Hirte, der Gott gegenüber verantwortlich ist, fühle ich mich belastet, die Wahrheit zu sagen, die ich wahrnehme… Ich habe jahrelang gesagt, dass Ärger kommen wird. Jetzt muss ich es anders sagen: Ärger ist hier.

Dies bedeutet, dass die kommenden Tage und Jahre von Schwierigkeit und Komplexität abweichend sein werden als alles, was wir in der Vergangenheit jemals gekannt haben.“ 

BILD: Eines der zahlreichen Bücher von Bickle (übers.): „Wachstum in der Prophetie“

Sodann erklärt er selbstkritisch einige organisatorische Veränderungen in seiner Bewegung, wobei es weniger Marketing geben soll. Schließlich heißt es:Was wäre, wenn Gott unsere Pläne unterbrochen hätte? Was wäre, wenn der Heilige Geist die Macht übernahm?“

Auch darauf ist man prophetischerseits eingestellt: Wir werden um dieses höchste Ziel herum planen und unsere Chancen nutzen. Anstatt menschliche Persönlichkeiten und Prominentenstimmen zu erhöhen, konzentrieren wir uns absichtlich auf die Realität von Jesus, seine Agenda für den Planeten Erde und seine Gegenwart an diesen vier Tagen im Dezember.“ (Gemeint ist damit seine Konferenz „Onething 2018“, an der auch Dr. Hartl als Redner teilnahm.)

Kennzeichnend für charismatische Verstiegenheit ist auch der folgende Satz: Obwohl wir auf der Erde stehen, streben wir nach Engeln um den Thron Gottes.“

Abschließend kommt der übliche Knie-Aufschwung für die Seinen: 

„Die globale Gebetsbewegung… geht weit über den Schauplatz eines Ereignisses hinaus in den tiefen Wunsch des Vaters, die totale Überlegenheit seines Sohnes unter den Völkern bekannt zu machen und eine eng verbundene Familie aufzubauen, die einander tief schätzt und liebt. Wenn Sie sich zu diesem frischen Schwall göttlicher Liebe und strategischer Einsicht bewegen, glauben wir, dass die diesjährige Versammlung mehr als nur ein jährliches Ereignis ist.“

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt


Zwei ehem. evangelische Pastoren werden am 28. Oktober in Augsburg zu Priestern geweiht

Bischof Dr. Konrad Zdarsa wird am Sonntag, dem 28. Oktober, zwei Diakone zu Priestern weihen. In einem feierlichen Pontifikalamt um 14.30 Uhr in der Rektoratskirche St. Sebastian in Augsburg werden André Schneider und Andreas Theurer (siehe Foto) das Sakrament der Priesterweihe empfangen.

André Schneider (44 J., verh., vier Kinder) war evang.-lutherischer Pfarrer in Erfurt. Er fühlte sich schon immer zum liturgischen und sakramentalen Leben hingezogen. Sein Primizspruch lautet: „Regnare Christum volumus!“  – Auf die Frage nach seinem Motiv für die Auswahl dieses Mottos erklärt er u.a.:

„Der Primizspruch bedeutet „Wir wollen, dass Christus herrscht, dass er König ist“. Die Kirche verkündigt uns Jesus Christus als König der Könige und Herrn aller Herren. Wo Gott aus dem Mittelpunkt verdrängt wird, gerät auch der Mensch schnell unter die Räder, das scheint mir eine zentrale Lehre aus den Schrecken des letzten Jahrhunderts zu sein.“

Andreas Theurer (51 J., verh., zwei Söhne) war 17 Jahre lang lutherischer Pfarrer, zuletzt im schwäbischen Göttelfingen.

Bei ihm sei, so erklärt er, die „Einsicht gereift, dass zur vollmächtigen Spendung der Sakramente vom biblischen und altkirchlichen Zeugnis her tatsächlich eine Priesterweihe nötig ist. Das war auch der wesentliche Grund für meine Konversion im Jahr 2012.“ – Ihm gehe es vor allem, so sagt er, „um die sakramentale Fülle der katholischen Kirche.“

Der Papst hat beiden evangelischen Ex-Pastoren  –  wie in solchen Fällen üblich  –    eine Dispens vom Zölibat erteilt, das heißt, sie dürfen ihre Ehe und Familie weiterführen.

Über den Konvertiten Andreas Theurer und die Gründe seines Übertritts zur katholischen Kirche haben wir im CHRISTLICHEN FORUM bereits vor einigen Jahren acht Artikel veröffentlicht: https://charismatismus.wordpress.com/category/konvertit-andreas-theurer/

Quelle für Foto und Zitate: https://bistum-augsburg.de/Nachrichten/Bischof-Konrad-weiht-am-28.-Oktober-in-der-Rektoratskirche-St.-Sebastian-zwei-Diakone-zu-Priestern-_id_193654


Anhaltender Streit zwischen den USA und der Türkei wegen Pastor Brunson

Der  evangelische Pastor Andrew Craig Brunson stammt aus den USA und wurde in der Türkei verhaftet wegen angeblicher Komplizenschaft mit Anti-Erdogan-Kreisen. Am 25. Juli wurde er aus dem Gefängnis entlassen und konnte auf Bewährung in sein Haus in Izmir zurückkehren, wobei er einen weiteren Urteilsspruch erwartet.

Die Gewährung des Hausarrests für Brunson wurde vom Gericht in Izmir erwirkt, als der Präsident Erdogan sich außer Landes befand.

Die Causa Brunson hat eine neue Eskalation im Disput zwischen USA und Türkei losgetreten, der seit langem die Grenzen des Einzelfalls überschritten hat.

US-Präsident Doald Trump hat erneut den Ton im Fall Brunson verschärft: Am 26. Juli definierte er den Pastor auf Twitter als „einen großen Christen, einen Familienmenschen und ein wunderbares menschliches Wesen“ , der „schweren Leiden unterworfen ist“, und forderte seine umgehende Freilassung.

Auch US-Vizepräsident Mike Pence hat bekräftigt, dass Brunson unschuldig sei, dass es keine glaubhaften Beweise gegen ihn gebe, und mit umfassenden Sanktionen gegen die Türkei gedroht, falls keine schnellen Schritte für eine beschleunigte Freilassung erfolgen.

Die türkische Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Außenminister Mevlut Cavusoglu hat zurück getwittet: „Niemand kann die Türkei zu etwas zwingen“ und das von Erdogan regierte Land toleriere „von niemandem Drohungen“.

Der Fall stand auch im Mittelpunkt von Gesprächen zwischen amerikanischen und türkischen Diplomaten.

Pastor Brunson ist Leiter der evangelischen Wiederauferstehungskirche in Izmir; er war im Oktober 2016 von der türkischen Einwanderungsbehörde zusammen mt seiner Frau, Lyn Norine, einbestellt worden.

Anfänglich wurde dem Ehepaar mitgeteilt, es müsse die Türkei verlassen mit der vagen Begründung, sie hätten Mittel vom Ausland erhalten, um missionarische Initiativen zu finanzieren.

Danach wurde die Ausweisung in eine Haftstrafe verwandelt. Am 28. September 2017 erklärte Erdogan, den evangelischen Pfarrer nur dann freizulassen, wenn die US-Behörden Fethullah Gülen, der seit 1999 als Flüchtling in den USA lebt, an die Türkei überstellen.

Mit der Zeit wurden die angeblichen Straftaten Brunsons als immer schlimmer dargestellt: Geheime Zeugen, die vom Gericht in Izmir ernst genommen wurden, beschuldigten Brunson sogar, die Entstehung eines Phantom-Staates namens „kurdischer Christenstaat“ zu unterstützen, dessen Aufgabe es sei, auch Teile türkischen Territoriums zu besetzen.

Quelle: Vatikanischer Fidesdienst


Indien: Wurde ein erhängter Pastor ermordet?

Am 20. Januar wurde in Südindien der 43-jährige Pastor Gideon Periyaswamy erhängt aufgefunden. Er leitete die Maknayeem-Gemeinde in Adayachery, Bundesstaat Tamil Nadu.

Gemeindemitglieder fanden ihn in seinem Haus und berichteten von einer unnatürlichen Körperhaltung des Leichnams, die Knie seien steif und gebeugt gewesen. Am Halsansatz wies er eine Schnittwunde und ein Hämatom auf.

Nur eine Woche vor seinem tragischen Tod hatte der Geistliche der Polizei Drohungen von hinduistischen Extremisten gegen ihn gemeldet. Kirchenmitglieder berichteten, er sei in den vergangenen Monaten von ortsansässigen Hindus bedrängt und gedemütigt worden. Ihnen sei offenbar die wachsende Zahl von Christen in der Gegend ein Dorn im Auge gewesen.

Gideon Periyaswamy hatte sich vor 25 Jahren als Hindu zum christlichen Glauben bekehrt und war seit 12 Jahren Pastor. Trotz der Bedrängung hatte er seine Gemeinde immer wieder dazu angehalten, mit ihren Nachbarn in Frieden zu leben.

Sajan K. George, Präsident des Globalen indischen Christenrates (GCIC), nannte die Begleitumstände des Todes von Pastor Periyaswamy „merkwürdig“ und forderte eine gründliche Untersuchung, besonders angesichts der vorausgegangenen Drohungen.

Untersuchungen der Forschungsgruppe World Watch Research von Open Doors haben ergeben, dass sich die Lage der Christen in Indien im vergangenen Jahr stärker verschlechtert hat als in allen anderen Staaten des Weltverfolgungsindex (mit Ausnahme von Libyen). Dort belegt das Land aktuell Rang 11 unter den Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt werden.

Quellen: World Watch Monitor, Asia News, Open Doors


Evangelikaler Pastor: Die Ehe nach Gottes Gebot steht unter seinem Segen

Von Pfarrer Jakob Tscharntke

Du sollst nicht ehebrechensagt das nach kirchlicher Zählung 6.Gebot. Aber an der Zerstörung der Ehe und Familie arbeitet unsere Politik seit Jahrzehnten mit Hochdruck. Die durch die Medien gepeitschte Unmoral tut ein Übriges.

Wo gelingen heute noch Ehen? Wohl rund 50% dürften geschieden werden, ohne daß wir die unzähligen vorehelichen Beziehungen mitrechnen, die ja dem Wesen nach auch schon ein Scheitern von eheähnlichen Beziehungen darstellen.

Es geht mir überhaupt nicht um ein Aburteilen von Menschen. Ich sehe die große Not, der Beziehungen heute ausgesetzt sind. Das schöpfungsgemäße Wesen von Mann und Frau wird geleugnet. Frauen werden möglichst in die vollzeitige Berufstätigkeit gezwungen. Die Belastungen für Mann und Frau im Beruf nehmen nicht nur rein arbeitsmäßig, sondern vor allem psychisch enorm zu.

Frauen haben meist gar keine Zeit und Kraft mehr, zuhause ein Nest für die Ehe und Familie herzurichten. Abends kommen zwei gestreßte Menschen nachhause. Jeder hat den Kopf voll mit den Dingen seines Berufsalltags und soll jetzt ein offenes Ohr und Herz für die Anliegen, Nöte und Sorgen des Andern haben. Und dann muß der Haushalt gemacht und Unzähliges organisiert und verwaltungstechnisch geregelt werden.

Dabei ist eine gelingende Ehe das Schönste, was uns auf dieser Erde passieren kann. Und so dürfen wir die Gebote Gottes ja immer auch auffassen: nämlich als Verheißungen, als Zusagen.

Gottes Gebot „Du sollst nicht“ ist ja zugleich die Zusage: Mit meiner Kraft und Hilfe kannst du anders! Gott gebietet uns nichts, was mit seiner Hilfe nicht möglich wäre.

Und wo gibt es etwas Schöneres, als wenn zwei Menschen in Liebe und Verständnis füreinander da sind. Wo nicht einer auf seine Rechte und Bedürfnisse pocht, sondern die Bedürfnisse des Anderen im Blick hat. In der Predigt vom 15.3.2009 mit dem Thema „Ehen mit Bestandsgarantie“ (http://www.nbc-jakob-tscharntke.de/Predigtarchiv-2017/Predigtdateien-2009) habe ich versucht, die Zusagen Gottes für unsere Ehen auszuführen und für ein gelingendes Miteinander praktisch anzuwenden.

„Ehen mit Bestandsgarantie“ – das klingt sehr hochtrabend, wahrscheinlich in vielen Ohren geradezu völlig unrealistisch. Ich bleibe aus tiefster Überzeugung bei dieser Formulierung: Wo Menschen eine Ehe schließen und in einer Ehe leben nach den Ordnungen und unter den Verheißungen Gottes, da haben ihre Ehe eine göttliche Bestandsgarantie.

Und wo gesunde Ehen sind und ein Volk, das nach den Geboten Gottes lebt und von der Sünde umkehrt, da ist ein Volk und ein Vaterland, das unter dem Segen Gottes lebt. Und wo Gott segnet, da toben alle Feinde und Mächte der Finsternis vergeblich!

Jakob Tscharntke ist ein protestantisch-freikirchlicher Pastor aus Reutlingen. – Erstveröffentlichung seines Beitrags hier: http://w2jgko72f.homepage.t-online.de/wordpress/?p=411

 


Evangelische Ex-Präses und grüne Spitzenkandidatin trennt sich von Ehemann

Die Spitzenkandidatin der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, hat sich von ihrem Ehemann Michael Göring getrennt. Ihr neuer Partner ist der Theologische Vizepräsident des Kirchenamtes der EKD, Thies Gundlach.

Das bestätigte Göring-Eckardt gegenüber „Bild am Sonntag“. Beide seien sich über ihr Engagement in der EKD (Evangelischen Kirche in Deutschland) nähergekommen, sagte die Politikerin, die bis 2013 Präses der EKD-Synode war: „Irgendwann haben wir beide gemerkt, dass da mehr zwischen uns ist.“

Die Trennung von ihrem Ehemann, einem pensionierten Pfarrer, sei ohne Streit verlaufen. Über das Scheitern ihrer Ehe sagte die 50-Jährige: „Als Protestantin weiß ich: Das Scheitern gehört im Leben dazu. Manchmal kann man nicht einhalten, was man eigentlich einhalten wollte.“

Gundlach ist bereits von seiner Ex-Frau Birgitta, einer früheren Pastorin, geschieden. Zur Flickenteppichfamilie des neuen Paares gehören die beiden Kinder aus Gundlachs Ehe sowie die beiden Söhne, die drei Stiefkinder und die fünf Enkel von Göring-Eckardt.

Quelle und vollständige Meldung hier: http://www.idea.de/politik/detail/goering-eckardt-gibt-offiziell-trennung-von-ihrem-ehemann-bekannt-100649.html