Kenia: Zwei Pastoren tot aufgefunden, einer von ihnen trug die Bibel auf seinem Schoß

Die Leiter christlicher Gemeinden in Kenia fühlen sich zunehmend von radikalen Muslimen bedroht. In Küstenstädten im Süden Kenias sind Ende Oktober zwei Pastoren ermordet worden.

So fand man die Leiche von Pastor Charles Mathole mit einer Bibel auf dem Schoß. Offensichtlich habe er gerade den Gottesdienst vorbereitet, als ihn der Kopfschuss seines Mörders traf, vermutete ein Mitglied des Kirchenchores.

In Kilifi, nördlich von Mombasa, wurde der Leichnam von Pastor Ibrahim Kithaka gefunden. Er lag in einem Gebüsch in der Nähe eines Einkaufszentrums. Die beiden Todesfälle reihen sich ein in eine ganze Anzahl von Krawallen und Angriffen auf Christen in der letzten Zeit.

Christliche Pastoren haben jetzt eine Mitteilung an die Regierung herausgegeben, in der sie auf eine Verstärkung der Sicherheitsmaßnahmen drängen. Bischof Wilfred Lai aus Mombasa stellt aber klar: „Trotz der abscheulichen Attentate werden wir weiterhin unseren Herrn Jesus Christus in unseren Kirchen anbeten.“

Fanatische Muslime versetzen mit ihrem immer rabiateren Vorgehen die Christen in Angst und Schrecken  – und das, obwohl 85 Prozent der Bevölkerung christlich sind. Zu Übergriffen kommt es vor allem im islamisch geprägten Nordosten des Landes.

Quelle: Hilfswerk Open Doors


Indien: staatliche Stellen und radikale Hindus verfolgen Christengemeinden

Wie die „Evangelical Fellowship of India“ mitteilt, kam es in den vergangenen Monaten mehrfach zu Übergriffen auf Gebetstreffen kirchlicher Gemeinschaften, bei denen Pastoren mißhandelt und Gläubige festgenommen wurden.

Der 32-jährige Pastor Ramesh Salomon leitet seit acht Jahren eine Gemeinde, der 150 Gläubige angehören und besucht regelmäßig rund 60 Dörfer im Distrikt Mandya (Karnataka). Am 28. September hatte er sich mit Gläubigen in einer Hauskirche versammelt, als 20 radikale Hindus in die Wohnung eindrangen und sie verwüsteten.

Ebenfalls in der Nacht des 28. September wurde die Wohnung des 34-jährigen Pastors Aneef im Distrikt Tumkur in Brand gesteckt. Hinduistische Gruppen wollten verhindern, dass die Wohnung für Versammlungen der Gemeinde benutzt wird.

Am 29. September wurde der 39-jährige evangelische Pastor Hemachandra Hebal von gewaltbereiten Hindus zusammen mit den Gläubigen aus einer Kirche verjagt, wo er einer liturgischen Feier vorstand. Der Pastor und seine Frau wurden danach von der Polizei festgenommen und mußten eine Erklärung unterschreiben, in der sie bestätigten, daß sie künftig auf das Predigen verzichten werden.

Quelle: kath. Fidesdienst


Linksprotestantische Pfarrer präsentierten Kindesmißbrauch als „fortschrittlich“

Einzelne nordelbische Pfarrer versteckten den sexuellen Mißbrauch von Minderjährigen in den siebziger und achtziger Jahren hinter einer „Maske von Fortschrittlichkeit und Liberalität“. Oft hätten sie Hemmschwellen der Jugendlichen mit Alkohol abgebaut und Konflikte mit den Eltern geschürt, um ihre Umtriebe zu verbergen.

So sei eine Atmosphäre geschaffen worden, in der sexuelle Kontakte mit Seelsorgern als normal erschienen, berichtete jetzt der Hamburger Erziehungswissenschaftler Dirk Bange.

Er gehört einer unabhängigen Expertenkommission an, welche die ev. Nordkirche im vorigen Jahr zur Aufarbeitung der Mißbrauchsfälle in der Kirchengemeinde von Ahrensburg bei Hamburg eingesetzt hatte.

Die Expertenkommission, die Gespräche mit Betroffenen geführt hat, bestätigt die Missbrauchsfälle. Außerdem deckte sie Mängel bei der Kirchenaufsicht auf. Es habe u.a. an einer klaren Regelung gemangelt, die sexuelle Kontakte untersage, so Bange. Inzwischen hat sich die ev. Kirche zu einer schonungslosen Aufarbeitung verpflichtet.

Quelle: http://www.idea.de


Kommunistisches Kuba: Zwölf „Pastoren für den Wandel“ im Einsatz für Hurrikan-Opfer verhaftet

Zwölf Mitglieder der Vereinigung „Pastores por el Cambio“ („Pastoren für den Wandel“) wurden am 12. November 2012 in Bayamo, der Hauptstadt der ostkubanischen Provinz Granma, von Polizisten und Staatssicherheits-beamten verhaftet.

Nach Auskunft des Vorsitzenden der Organisation, Antonio Rodríguez Estrada, wollten die Pastoren Hilfsgüter für Hurrikan-Opfer mit einem Lastwagen nach Santiago de Cuba bringen, als Beamte sie am Busterminal von Bayamo festnahmen, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). 

Sämtliche Hilfsgüter wurden beschlagnahmt. Von den verhafteten Pastoren fehlt bisher jede Spur  –  und die kubanischen Medien verschwiegen die Festnahme der Pastoren.

Rodríguez Estrada teilte der IGFM mit, dass die Pastoren den Opfern des Hurrikans Lebensmittel wie Reis, Bohnen, Erbsen und Nudeln sowie Kleidung bringen wollten, die sie von den Einwohnern Bayamos gesammelt hatten.

Bereits am vergangenen Freitag seien einige Mitglieder der „Pastoren für den Wandel„ von Beamten gewarnt worden, dass es ihnen verboten sei, Hilfsgüter nach Santiago de Cuba zu bringen. „Die Beamten sagten uns am Freitag, dass wir die gesammelten Hilfsgüter beim Komitee zur Verteidigung der Revolution (CDR) oder der Organisation für Glaubensfragen abgeben sollen. Sie seien die einzigen, die Hilfe bringen dürften“, so Rodgríguez. „Wir aber wiederholten, dass wir keiner staatlichen Organisation vertrauen.“

Immer wieder Verhaftungen von regimekritischen Pastoren 

Die unabhängige evangelische Organisation „Pastoren für den Wandel“ wurde am 10. April 2012 gegründet und zählt mehr als 100 Pastoren aus verschiedenen Regionen Kubas zu ihren Mitgliedern, erklärt Roberto de la Jesus Guerra, Mitgründer der IGFM Kuba und Leiter der regimekritischen Nachrichtenagentur Hablemos Press.

Seit der Gründung der Pastorenvereinigung werden ihre Mitglieder immer wieder verhaftet, weil sie ohne staatliche Genehmigung auf öffentlichen Plätzen predigen. Nach Angabe von Pastor César Serrano verweigern die kubanischen Behörden den Pastoren die Genehmigung, Kirchen zu bauen oder Räumlichkeiten zu mieten, in denen sich die Gemeinden versammeln können.

Staat beansprucht Monopol auf Katastrophenhilfe

Die IGFM verurteilt das Vorgehen des Casto-Regimes gegen die Pastoren.

„Der totalitär geführte kubanische Staat beansprucht für sich das alleinige Recht die Hilfe der kubanischen Bevölkerung und aus dem Ausland unter den betroffenen Opfern zu verteilen. Dabei werden die Anhänger des Regimes bevorzugt und durch den Sturm in Not geratene Regimekritiker ihrem Schicksal überlassen. Dass Pastoren sogar verhaftet und verschleppt werden, weil sie Hilfsgüter zu den Opfern des Hurrikans bringen wollen, ist ein weiterer Beweis für die Unmenschlichkeit des Regimes“, so IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin:

„Die kubanische Bevölkerung wird über solche Übergriffe nicht informiert. Die absolute Kontrolle des Staates über die Medien ermöglicht dem Regime fortgesetzte Desinformation. Dass Regierungsbehörden ein Monopol auf Katastrophenhilfe beanspruchen zeigt, dass Raúl Castro seine eigenen Interessen über die seines Volkes stellt.“

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in Kuba:
http://www.igfm.de/Kuba.456.0.html


Nachwuchssorgen in der evangelischen Kirche: Zahl der Pastoren geht rapide zurück

Die Hauptursache für die sinkende Zahl von Pfarrern in der evangelischen Kirche sei der demografische Wandel, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Pfarrer-Verbandes, Andreas Kahnt, am gestrigen Dienstag. Es gebe derzeit nur wenig Nachwuchs. Der 72. Deutsche Pfarrertag vom 16. bis 18. September in Hannover werde sich dieser Entwicklung stellen und über das künftige Berufsbild diskutieren.

Unter dem Thema „Welche Pfarrerinnen und Pfarrer braucht das Land?“ werden zu dem Treffen rund 250 Teilnehmer erwartet. „Die Erwartungen an das Pfarramt haben sich in den vergangenen 20 Jahren erheblich verändert“, erläuterte Kahnt. Die Menschen erwarteten heute, daß sie sehr individuell angesprochen würden. „Die Kirche ist nicht mehr selbstverständlich im Alltag der Menschen zu Hause.“

Der Pfarrerverband, der sich auch als Gewerkschaft versteht, setze sich gegenwärtig bei den Kirchenleitungen vor allem für gute Arbeitsbedingungen ein, sagte der Vorsitzende Thomas Jakubowski: „Wir brauchen gelingende Bedingungen, damit wir unsere Arbeit gut rüberbringen können.“  –  So dürften Pastoren nicht durch zusätzliche Verwaltungsaufgaben wie Statistik oder Kindergarten-Management überlastet werden. Sie müßten sich auf Predigt, Seelsorge, Unterricht und Diakonie konzentrieren können.
 
In Deutschland gibt es nach Angaben des Verbandes derzeit rund 24.000 evangelische Pfarrer, unter ihnen ein Drittel Frauen. Rund 5.600 Theologen versehen ein Funktionspfarramt zB. in Schulen oder Krankenhäusern.

Erstmals seit 1907 tagt der 120 Jahre alte Verband mit heute rund 21.000 Mitgliedern wieder in Hannover, in der auch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ihren Sitz hat.

Quelle: evangelische Nachrichtenseite http://www.jesus.de