Ehe und Familie sind von Gott gewollt

Pressemeldung der Priesterbruderschaft St. Pius X:

In den letzten Tagen haben verschiedene Medien Äußerungen des Papstes zur Homosexualität aufgegriffen. Es geht dabei insbesondere um diese Sätze:

„Homosexuelle haben ein Recht darauf, Teil der Familie zu sein. Sie sind Kinder Gottes und haben ein Recht auf eine Familie. Niemand sollte hinausgeworfen werden oder deswegen unglücklich gemacht werden… Was wir brauchen, ist ein Gesetz zur eingetragenen Lebenspartnerschaft. Auf diese Weise sind sie rechtlich abgesichert. Dafür bin ich eingetreten.“

Es ist selbstverständlich, dass man homosexuell empfindenden Menschen liebevoll, mitfühlend und mit Achtung zu begegnen hat.

Es ist aber ebenso daran festzuhalten, dass die Familie als Keimzelle der menschlichen Gesellschaft von Gott gewollt und eingesetzt ist. Die „Institution“ Familie darf nicht der Beliebigkeit menschlicher Gesetzgeber unterworfen sein. Klar fasst der Katechismus der Katholischen Kirche das in diese Worte:

„Ein Mann und eine Frau, die miteinander verheiratet sind, bilden mit ihren Kindern eine Familie. Diese Gemeinschaft geht jeder Anerkennung durch die öffentliche Autorität voraus; sie ist ihr vorgegeben. Man muss sie als die normale Beziehungsgrundlage betrachten.“ (KKK 2201)

Alle Gesetze, welche die Familie schwächen und in Frage stellen, untergraben ihre Rolle als Grundlage der Gesellschaft und sägen dadurch den Ast ab, auf dem wir sitzen. Hierzu gehören neben den Gesetzen zur „Ehescheidung“ alle Gesetze, durch die andere gemeinschaftliche Lebensformen der Ehe gleichgestellt werden sollen.

Dass nun anscheinend sogar der Papst solche Gesetze wünscht, ist äußerst bedauerlich und für uns unverständlich. Es verwundert nicht, dass progressistische Theologen schon nach einer entsprechenden Änderung des Katechismus verlangen. Ein Dammbruch droht.

Die vielen christlichen Familien, die in einer ihnen feindselig gesinnten Gesellschaft mit Hingabe Großartiges leisten, hätten jede Art Unterstützung nötig. Sie sehen sich enttäuscht und von denen im Stich gelassen, die sie am meisten unterstützen sollten.

Pater Stefan Pfluger, Distriktoberer

Quelle: https://fsspx.de/de/news-events/news/stellungnahme-des-distriktoberen-61392


Erzbischof Lefebvre wird bald umgebettet

Am 24. September 2020 werden die Gebeine von Erzbischof Marcel Lefebvre, dem Gründer der Priesterbruderschaft St. Pius X., feierlich umgebettet.

Bislang befand sich sein Grab in der Gruft des Priesterseminars in Ecône im Schweizer Wallis. Nun sollen die Gebeine in die Krypta der Kirche des Unbefleckten Herzens Mariens in Ecône überführt werden.

„Die Krytpa ist sicher ein noch würdigerer Ort als Grablege für einen Bischof“, erklärt der deutsche Distriktobere, Pater Stefan Pfluger, von der Piusbruderschaft.

Für Besucher wird das Grab weiterhin zugänglich bleiben.

Die Pläne bestehen bereits seit einem Beschluss des Generalkapitels der Bruderschaft aus dem Jahre 2018. Mit der Umbettung ihres Gründers im Herbst 2020 ist auch in anderer Hinsicht ein symbolträchtiger Zeitpunkt gewählt:

Am 1. November feiern die Piusbrüder ihr 50-jähriges Bestehen.

Quelle (Text/Foto): Priesterbruderschaft St. Pius X.