CoV-Todesfälle bei unter 60-Jährigen selten – 70% der Covid-Intensivpatienten männlich

Menschen ohne Vorerkrankung erkranken nur in Ausnahmefällen sehr schwer an Covid-19 oder sterben daran. Nur „sehr selten“ würden junge Patienten ohne Vorerkrankung auf die Intensivstation kommen. Darauf weist der Leiter der internistischen Intensivstation der Uniklinik Innsbruck, Dr. Michael Joannidis, hin.

Darüber hinaus gelte: „Höheres Alter ist mit einer deutlich schlechteren Überlebensrate verbunden.“ – In der zweiten Welle habe die Sterblichkeit von Intensivpatienten bei über 80-Jährigen ca. 50 % betragen. Bei den unter 60-Jährigen hingegen weniger als zehn Prozent.

70 Prozent der Covid-Intensivpatienten sind laut Joannidis männlich.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://tirol.orf.at/stories/3094462/


Weniger Covid-Kranke auf Intensivstationen

Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen in Deutschland ist am gestrigen Donnerstag den elften Tag in Folge gesunken.

Nach Angaben der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) wurden gegen 10 Uhr bundesweit 5.102 Patienten mit einer Corona-Infeketion intensiv behandelt, 660 oder elf Prozent weniger als am 3. Januar – dem Tag mit dem bisher höchsten Wert seit Beginn der Coronakrise.

Quelle und Fortsetzung der Nachricht hier: https://www.extremnews.com/nachrichten/gesundheit/42c2180019e7e43


Wie funktioniert die Tiefenhirnstimulation?

Wissenschaftler der Universitätsmedizin Mainz decken die Wirkungsweise der Tiefenhirnstimulation bei Morbus Parkinson auf

Wissenschaftler um Prof. Dr. Sergiu Groppa und Prof. Dr. Muthuraman aus der Klinik und Poliklinik für Neurologie der Universitätsmedizin Mainz veröffentlichen eine Publikation zur Wirkungsweise der Tiefenhirnstimulation bei Patienten mit Morbus Parkinson in einer der führenden Zeitschriften auf dem Gebiet der Neurowissenschaften.

Morbus Parkinson ist eine komplexe, neurodegenerative Erkrankung, die für Patienten, ihre Familien und pflegende Angehörige sehr belastend sein kann. Eine etablierte Behandlungsform ist die Tiefenhirnstimulation, bei der Elektroden zur Stimulation in eine kleine Region des Gehirns, genannt Nucleus subthalamicus, implantiert werden. Diese Prozedur wird seit vielen Jahren an der Universitätsmedizin Mainz angewandt.

Die Wirkweise der damit einhergehenden klinischen Verbesserung, vor allem der Motorik, ist allerdings in bestimmten Aspekten noch unbekannt. Daher besteht der Fokus einer Arbeitsgruppe der Klinik und Poliklinik für Neurologie der Universitätsmedizin Mainz darin, die Auswirkungen der Neuromodulation auf die Hirnnetzwerke zu untersuchen.

Die Wissenschaftler um Prof. Groppa untersuchten in ihrer Arbeit die Auswirkungen der Neuromodulation und vor allem der Tiefenhirnstimulation auf das Gehirn und auf dessen Netzwerke. Sie sind insbesondere der Frage nachgegangen, warum diese Therapie so effektiv die Symptome der Parkinson-Erkrankung lindert.

Die Arbeit zeigt eine bisher unbekannte Synchronisation zwischen der Stimulationsfrequenz der Tiefenhirnstimulation und der Aktivität bestimmter Gehirnregionen innerhalb des anvisierten Kortiko-Basalganglien-Netzwerks. Dies konnte mithilfe hochauflösender EEG-Aufzeichnungen in Verbindung mit Algorithmen zur Rekonstruktion der Gehirnaktivität und Analysen der frequenzabhängigen Kopplung nachgewiesen werden.

Das Vorgehen führt im Anschluss zu einer Normalisierung der Aktivität in den verbundenen Arealen, die wieder physiologisch miteinander agieren. Dabei spielt die Modulation zweier Frequenzbereiche, die sogenannte Gamma- und Beta-Aktivität, eine entscheidende Rolle – diese sind auch für die Ausübung motorischer Fertigkeiten entscheidend.

Zum einen wird die pathologische Beta-Aktivität unterdrückt und zum anderen die für die physiologische Funktionsweise im motorischen System notwendige Gamma-Aktivität gefördert.

Die Kopplung zwischen eben diesen beiden Frequenzen ist, wie die Arbeit zeigt, auch eng mit dem Schweregrad der motorischen Symptome verbunden und ihre Modulation tritt ausschließlich bei spezifischen Stimulationsfrequenzen auf, die im klinischen Alltag angewandt werden. Die Forscher nehmen daher an, dass die gezielte Modulation des Netzwerks dynamische neuronale Prozesse fördert und die Erkrankungssymptome minimiert.

Für die klinische Umsetzung erweist sich die Erkenntnis, dass mithilfe nicht-invasiver Verfahren behandlungsbezogene Anpassungen der Stimulationsparameter erfolgen können – und das auch noch Monate nach der Tiefenhirnstimulation. Um den Verlauf der Parkinson-Erkrankung zu verfolgen und optimierte Therapieoptionen anbieten zu können, sind zukünftig weitere Fortschritte bei Netzwerkanalysen und bildgebungstechnischen Charakterisierungen der Patienten notwendig.

Quelle: Pressemeldung der Universitätsmedizin Mainz


RKI widerspricht Drosten betr. Mers-Virus

Das Robert-Koch-Institut (RKI) äußert sich zurückhaltend zu den Warnungen des Virologen Christian Drosten vor dem Mers-Virus. „Ich vermag nicht zu sagen, was das nächste pandemische Virus sein wird“, erklärte RKI-Chef Lothar Wieler der dts-Nachrichtenagentur.

Drosten hatte dem Magazin „Capital“ gesagt, Mers sei der nächste Pandemie-Kandidat, deswegen wolle er seine Forschung als nächstes darauf konzentrieren.

„Was sicher kommt, das ist die Grippe“, sagte Wieler weiter. Mit den Maßnahmen, die man gegen das Coronavirus ergriffen habe, wie z.B. Abstandhalten, schütze man sich ebenso gegen die Grippe. Das Grippegeschehen zu reduzieren, sei „zunächst einmal deutlich wichtiger“, so Wieler.

Mers wurde im April 2012 erstmals bei Patienten auf der arabischen Halbinsel nachgewiesen. In Deutschland sind bislang drei Fälle bekannt geworden, zwei davon mit tödlichem Verlauf.

Quelle: https://www.extremnews.com/nachrichten/gesundheit/7f1217f23f2635b


Niederlande: Jetzt Straffreiheit bei Euthanasie gegen den Willen des Patienten

In den Niederlanden ist es Ärzten nun erlaubt, Patienten ohne ihr Wissen oder ihre Zustimmung vor der Euthanasie zu betäuben, wenn die Möglichkeit besteht, dass der Patient „unruhig“ wird, während der Arzt sich anschickt, ihr Leben durch „Sterbehilfe“ zu beenden. 

Die aktualisierte Richtlinie gilt für Patienten, die an Demenz oder einer ähnlichen Erkrankung leiden, wie die Catholic News Agency (CNA) berichtet.

Die überarbeiteten Bestimmungen besagen, dass es für Demenzpatienten „nicht notwendig ist, dass der Arzt mit dem Patienten den Zeitpunkt oder die Art und Weise der Euthanasie vereinbart“.

Das geänderte Verfahren folgt einem Freispruch des Obersten Gerichtshofs vom April 2020 zu folgender Causa:

Dr. Marinou Arends war zunächst wegen Mordes verurteilt worden, nachdem sie 2016 eine Patientin mit fortgeschrittener Alzheimer-Krankheit „euthanasiert“ hatte. Die Frau hatte zuvor angegeben, dass sie Sterbehilfe wünsche, wenn sie in ein Pflegeheim verlegt werde, änderte aber später ihre Ansicht. Trotz ihres Sinneswandels wurde sie getötet und die Ärztin freigesprochen.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://de.catholicnewsagency.com/story/niederlandische-arzte-durfen-aufgeregte-patienten-vor-euthanasie-ruhigstellen-7340


Italienischer Virologe Galu: 95% der Corona-Infizierten sind symptomfrei

Nur fünf Prozent der Corona-Infizierten zeigen Symptome. Dies berichtet der italienische Virologe Giorgio Palu, Medizin-Professor an der Universität von Padua. Entscheidend sei vielmehr die Zahl der Patienten, die auf Intensivstationen eingeliefert werden.

Prof. Palu sprach sich gegen einen landesweiten Lockdown aus, wie er in Italien im März und April verhängt worden war:

„Als Bürger bin ich gegen einen neuen Lockdown, weil dies für unsere Wirtschaft ein Selbstmord wäre. Als Wissenschafter bin ich dagegen, weil es die Bildung unserer Jugend beeinträchtigen würde. Ich bin auch als Arzt gegen einen Lockdown, weil man mit einem Ausgangsverbot Personen, die an Krankheiten wie Krebs leiden, den Zugang zu den Behandlungen versperrt. Dabei ist mit dem Covid-19 eine niedrige Sterberate verbunden. Wir müssen dieser Hysterie ein Ende setzen.“

Gegen einen neuen Lockdown sprach sich auch der Präsident des Obersten Gesundheitsinstituts (CSS), Franco Locatelli, aus, der die Regierung im Umgang mit der Corona-Epidemie berät.

Quelle und FORTSETZUNG der Meldung hier: https://www.sn.at/panorama/international/virologe-giorgio-palu-95-prozent-infizierter-in-italien-symptomfrei-94656838


Der Vatikan bekräftigt das moralische Verbot der Euthanasie und des assistierten Suizids

Am 14. Juli dieses Jahres erschien eine Erklärung der Glaubenskongregation unter Kardinal Ladaria, in welcher die kirchliche Ablehnung von Euthanasie und assistiertem Suizid (Selbstmord) deutlich betont, begründet und bekräftigt wird.

Wir zitieren hier aus diesem Dokument „Samaritanus Bonus“ die wesentlichen Abschnitte:

Im Rahmen ihrer Mission, den Gläubigen die Gnade des Erlösers und das heilige Gesetz Gottes zu vermitteln, das bereits in den

Bestimmungen des natürlichen Sittengesetzes wahrnehmbar ist, fühlt sich die Kirche verpflichtet, hier einzugreifen, um Unklarheiten in Bezug auf die Verkündigung des Lehramtes bzgl. Euthanasie und assistierten Suizids noch einmal auszuschließen, selbst in solchen Kontexten, in denen nationale Gesetze solche Praktiken legitimiert haben.

Insbesondere wirft die Verbreitung medizinischer Protokolle, die auf Situationen am Lebensende anwendbar sind, wie Do Not Resuscitate Order oder Physician Orders for Life Sustaining Treatment – mit all ihren Varianten in Abhängigkeit von nationalen Regelungen und Kontexten, die ursprünglich als Mittel zur Vermeidung des therapeutischen Übereifers in der Endphase des Lebens konzipiert wurden – heute ernsthafte Probleme in Bezug auf die Pflicht auf, das Leben von Patienten in den kritischsten Stadien der Krankheit zu schützen:

Einerseits fühlen sich die Ärzte tatsächlich zunehmend an die Selbstbestimmung gebunden, welche die Patienten in diesen Erklärungen zum Ausdruck bringen, und welche bereits dazu führt, die Ärzte der Freiheit und der Pflicht zu berauben, zum Schutz des Lebens zu handeln, auch dort, wo sie dies tun könnten, andererseits wirkt in einigen Kontexten des Gesundheitswesens der inzwischen breit angeprangerte Missbrauch besorgniserregend, der beim Gebrauch solcher Protokolle in der Perspektive der Euthanasie zustande kommt, wenn weder Patienten noch umso weniger ihre Familien bei der radikalen Entscheidung konsultiert werden.

Dies ist insbesondere in den Ländern der Fall, in denen die Gesetze zum Lebensende nach der Einführung der Praxis der Euthanasie viel Raum für Unklarheiten hinsichtlich der Anwendung der Fürsorgepflicht lassen.

Aus diesen Gründen ist die Kirche der Ansicht, dass sie als endgültige Lehre bekräftigen muss, dass die Euthanasie ein Verbrechen gegen das menschliche Leben ist, weil sich der Mensch mit dieser Handlung dazu entscheidet, den Tod eines anderen, unschuldigen menschlichen Lebewesens direkt herbeizuführen.

Die Definition der Euthanasie geht nicht von der Abwägung der betreffenden Güter oder Werte aus, sondern von einem hinreichend festgelegten moralischen Objekt, das heißt von der Wahl »eine[r] Handlung oder Unterlassung […], die ihrer Natur nach oder aus bewußter Absicht den Tod herbeiführt, um so jeden Schmerz zu beenden«.

»Bei Euthanasie dreht es sich also wesentlich um den Vorsatz des Willens und um die Vorgehensweisen, die angewandt werden«. Ihre moralische Bewertung und die daraus resultierenden Konsequenzen hängen daher nicht von einem Ausgleich von Grundsätzen ab, die, je nach Umständen und Leiden des Patienten, nach Ansicht einiger, die Beseitigung der kranken Person rechtfertigen könnten. Lebenswert, Autonomie, Entscheidungsfähigkeit und Lebensqualität sind nicht auf dem gleichen Niveau.

Euthanasie ist daher eine in sich schlechte Handlung, bei jeder Gelegenheit oder unter allen Umständen. Die Kirche hat in der Vergangenheit bereits endgültig festgestellt, »dass die Euthanasie eine schwere Verletzung des göttlichen Gesetzes ist, insofern es sich um eine vorsätzliche Tötung einer menschlichen Person handelt, was sittlich nicht zu akzeptieren ist.

Diese Lehre gründet auf dem Naturrecht und auf dem geschriebenen Wort Gottes, ist von der Tradition der Kirche überliefert und vom ordentlichen und allgemeinen Lehramt der Kirche gelehrt. Eine solche Handlung setzt, je nach den Umständen, die Bosheit voraus, wie sie dem Selbstmord oder dem Mord eigen ist«.

Jedwede direkte formelle oder materielle Mitwirkung bei einer solchen Handlung ist eine schwere Sünde gegen das menschliche Leben: »Es kann ferner keine Autorität sie rechtmäßig anordnen oder zulassen. Denn es geht dabei um die Verletzung eines göttlichen Gesetzes, um eine Beleidigung der Würde der menschlichen Person, um ein Verbrechen gegen das Leben, um einen Anschlag gegen das Menschengeschlecht«.

Die Euthanasie ist daher eine mörderische Handlung, die von keinem Zweck legitimiert werden kann und die keine Form von Mittäterschaft oder Mitwirkung toleriert, weder aktiv noch passiv. Diejenigen, die Gesetze über die Euthanasie und assistierten Suizid billigen, sind deswegen Mittäter der schweren Sünde, die andere begehen werden. Sie sind auch des Ärgernisses schuldig, weil diese Gesetze dazu beitragen, das Gewissen, selbst bei den Gläubigen, zu deformieren.

Das Leben hat für jeden die gleiche Würde und den gleichen Wert: Der Respekt vor dem Leben des anderen ist der gleiche, den man seiner eigenen Existenz schuldet. Eine Person, die sich völlig frei dazu entscheidet, sich das Leben zu nehmen, bricht ihre Beziehung mit Gott und mit den anderen und verleugnet sich selbst als moralisches Subjekt.

Der assistierte Suizid erhöht dessen Schwere, da er einen anderen an seiner Verzweiflung beteiligt und ihn dazu veranlasst, den Willen nicht auf das Geheimnis Gottes mittels der theologischen Tugend der Hoffnung zu richten, folglich den wahren Wert des Lebens nicht anzuerkennen, und den Bund zu brechen, den die menschliche Familie ausmacht.

Dem Suizidenten Beihilfe zu leisten ist eine unrechtmäßige Mitwirkung bei einer unerlaubten Handlung, die der Beziehung zu Gott und der moralischen Beziehung widerspricht, welche die Menschen untereinander verbindet, damit sie die Gabe des Lebens teilen und am Sinn der eigenen Existenz teilnehmen.

Selbst wenn die Forderung nach Euthanasie aus Angst und Verzweiflung resultiert und, »obwohl in solchen Fällen die Schuld des Menschen vermindert sein oder gänzlich fehlen kann, so ändert doch der Irrtum im Urteil, dem das Gewissen vielleicht guten Glaubens unterliegt, nicht die Natur dieses todbringenden Aktes, der in sich selbst immer abzulehnen ist«.Gleiches gilt für den assistierten Suizid. Solche Praktiken sind niemals eine echte Hilfe für den Patienten, sondern eine Hilfe zum Sterben.

Es geht daher um eine immer falsche Entscheidung: »Medizinisches Personal und andere Angehörige der Gesundheitsberufe – der Aufgabe treu, „immer im Dienst des Lebens zu sein und es bis zum Ende zu unterstützen“ – dürfen sich nicht einmal auf Ersuchen des Betroffenen, und umso weniger seiner Verwandten, für die Durchführung jeglichen Euthanasieaktes zur Verfügung stellen. Tatsächlich gibt es kein Recht, willkürlich über das eigene Leben zu verfügen, so dass kein Mitarbeiter im Gesundheitswesen ein exekutiver Hüter eines nicht existierenden Rechtes werden kann«.

Deshalb sind Euthanasie und assistierter Suizid eine Niederlage für diejenigen, die sie konzipieren, die sie beschliessen und die sie praktizieren.

Daher sind die Gesetze, die Euthanasie legalisieren oder Suizid und Suizidbeihilfe rechtfertigen, schwer ungerecht, und zwar wegen des falschen Rechts, einen irrtümlich als würdig definierten Tod zu wählen, der nur deshalb würdig sein soll, weil er gewählt ist.

Solche Gesetze wirken sich auf die Grundlagen der Rechtsordnung aus: das Recht auf Leben, das jedes andere Recht trägt, einschließlich der Ausübung der menschlichen Freiheit. Die Existenz dieser Gesetze verletzt tief die menschlichen Beziehungen und die Gerechtigkeit, und bedroht das gegenseitige Vertrauen zwischen den Menschen zutiefst.

Quelle und vollständiger Text hier: http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_20200714_samaritanus-bonus_ge.html#1._Das_Verbot_der_Euthanasie_und_des_assistierten_Suizids


Zunehmende Kritik an einer Neufassung des Patientendaten-Schutz-Gesetzes

Der Bundesdatenschutz-Beauftragte Prof. Ulrich Kelber hat am 19.8.2020 angekündigt, „aufsichtsrechtliche Maßnahmen gegen die gesetzlichen Krankenkassen in meiner Zuständigkeit“ zu ergreifen, „wenn das Patientendaten-Schutz-Gesetz (PDSG) in seiner derzeitigen Fassung umgesetzt werden sollte.“ 

Den völlig unzureichenden Patientendatenschutz hatte der gesundheitspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Detlev Spangenberg, bereits am 3.7.2020 in der Debatte zum PDSG bemängelt. (Vgl. BT-Drucks. 19/171, https://www.afdbundestag.de/spangenberg-patientendaten-schutz-gesetz-enthaelt-zu-viele-offene-fragen-und-offensichtliche-unzulaenglichkeiten/).

Neben dem Bundesdatenschutz-Beauftragten stellt sich jetzt auch die Freie Ärzteschaft an die Seite der AfD-Fraktion. Deren Vize-Vorsitzende Silke Lüder wandte sich im Deutschlandfunk u.a.  gegen die vorgesehene zentrale Datenspeicherung.

„Die AfD lehnt die Schaffung einer solchen zentralen Datenbank zur Speicherung sensibler Gesundheitsdaten ab“, heißt es schon im Wahlprogramm der AfD zur Bundestagswahl 2017.

Spangenberg erklärt dazu: „Der Bundesdatenschutzbeauftragte hat völlig recht, wenn er jetzt feststellt, Digitalisierung könne niemals Selbstzweck sein. Der Schutz der Versicherten und ihrer Gesundheitsdaten müsse immer im Vordergrund stehen.

Das gilt dann aber nicht nur zum PDSG, sondern in allen Bereichen. Deshalb hat die AfD-Bundestagsfraktion zum Beispiel einen Antrag in den Bundestag eingebracht, den Grundrechten wieder Geltung zu verschaffen und eine Datensammlung durch eine Corona-App auszuschließen (BT-Drucks. 19/18976).“


Im Kampf gegen den Hautkrebs Melanomen

Forscher der Technion in Israel präsentieren einen neuen Ansatz zur Überwindung der Resistenzen gegen Krebsmedikamente bei Melanomen.

Das Melanom zeigt häufig schnelle Resistenzen gegen molekulare Krebstherapien. In einer Entdeckung, die eines Tages zur Bewältigung dieser großen klinischen Herausforderung beitragen könnte, haben Forscher der medizinischen Fakultät der Technion zwei Proteine entdeckt, die eine wichtige Rolle beim arzneimittelresistenten Melanom spielen.

Laut Weltstatistik ist das Melanom die tödlichste Form von Hautkrebs und tötet pro Stunde eine Person. Allein in den USA werden in diesem Jahr voraussichtlich etwa 6.850 Menschen an der Krankheit sterben, die meisten davon Männer.

Obwohl in den letzten Jahren Fortschritte bei der Melanombehandlung erzielt wurden, spricht ein erheblicher Prozentsatz der Patienten nicht auf solche Therapien an oder entwickelt Resistenzen gegen sie.

In vielen Fällen resultiert das Melanom aus einer Mutation im Enzym BRAF. Dies fördert die unkontrollierte Zellteilung und verhindert den natürlichen Zelltod, was zur Entwicklung von Krebs-/Melanom-Tumoren führt.

Vor einigen Jahren wurden neue Medikamente verfügbar, die BRAF hemmen; sie stehen derzeit an der Spitze der Behandlung der Krankheit, aber leider entwickeln Melanomzellen schnell Resistenzen gegen dieselben Medikamente – was ihre Wirksamkeit und die Überlebensraten der Patienten verringert.

Eine Beobachtung bei Melanomtumoren von Patienten mit Behandlungsresistenzen sind „stabilisierte Onkoproteine“. Onkoproteine sind krebserregende Proteine, die gesunde Zellen in Krebszellen verwandeln können. Sie sind normalerweise von kurzer Dauer.

Bei solchen Melanomtumoren stabilisieren sie sich abnormal, wodurch ihr Niveau und ihre Aktivität gegen Krebs erhöht werden. In früheren Experimenten der Gruppe von Prof. Orian wurde festgestellt, dass die Onkoproteine durch ein Protein namens RNF4 gegen ihren natürlichen Proteinabbauprozess geschützt sind.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://embassies.gov.il/berlin/NewsAndEvents/Pages/Melanom-Der-Kampf-gegen-Resistenzen.aspx


Aktuelle Corona-Infektionszahl unter 0,0015%

Meldung der dts-Nachrichtenagentur vom 20. Mai: 

Die Corona-Infektionszahlen in Deutschland fallen weiter, zudem werden immer weniger Patienten mit Covid-19 auf einer Intensivstation behandelt. Das geht aus Abfragen bei den 401 Städten und Landkreisen hervor, die die dts-Nachrichtenagentur täglich um 20 Uhr auswertet.

Demnach wurden bis Dienstagabend 486 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert, der Durchschnittswert der letzten sieben Tage sank damit von 633 auf 616 Neuinfektionen pro Tag. Das ist der niedrigste Wert seit Anfang März und entspricht 5,2 Infektionen pro Woche auf 100.000 Einwohner.

Die Zahl der mit Covid-19 auf einer Intensivstation behandelten Patienten sank in 24 Stunden um 38 auf 1.098 – ebenfalls der niedrigste Wert, seitdem alle Krankenhäuser lückenlos die belegten Intensivbetten melden müssen.

Quelle und vollständiger Text hier: https://www.extremnews.com/nachrichten/gesundheit/dab217b10a7e326