Irak: Patriarch Sako begrüßt Papstbesuch

Der angekündigte Besuch von Papst Franziskus im Irak werde für irakische Christen und den gesamten Nahen Osten Gelegenheit sein, sich auf eine „Pilgerreise“ der Bekehrung zu begeben und eine „Rückkehr zu unseren ursprünglichen Quellen“ fördern.

Das betont der chaldäische Patriarch, Kardinal Louis Raphael Sako, in einer Botschaft an Christen und alle Iraker mit Blick auf den geplanaten Besuchs von Papst Franziskus vom 5. bis 8. März 2021 im Irak.

Die Botschaft des irakischen Oberhirten (er leitet die altorientalische chaldäisch-kath. Kirche) enthält eine Reihe von Vorschlägen, um den Besuch des Papstes aktiv mitzuerleben, damit „die Kirche mit größerer Begeisterung zur spirituellen Radikalität zurückkehrt und den Menschen mit Großzügigkeit und Freude dient, nach dem Vorbild unserer Väter, unserer Heiligen und unserer Märtyrer“.

Auch in schwerer Situation wie derzeit sei es besser, alles zu nutzen, was die „Rückkehr zu den Quellen“ des eigenen Glaubens begünstigt, anstatt sich ins Opferdasein zurückzuziehen und sich zu beschweren.

Quelle: Fidesdienst


Irakische Bischöfe appellieren an die Welt: “Stoppt die Katastrophe”

Der Aufruf an die irakische Regierung und die Weltgemeinschaft, den der chaldäische Patriarch Louis Raphael I Sako und alle chaldäischen syrisch-orthodoxen, syrisch-katholischen und armenischen Bischöfe aus dem Norden des Irak am Ende ihres Treffens am 22. Juli in Ankawa veröffentlichten, war den gravierenden Ereignissen gewidmet, die in den letzten Wochen in diesem Gebiet geschahen, darunter die Vertreibung der Christen und Schiiten aus der Stadt Mossul, die von den Milizen des selbsternannten Islamischen Kalifats eingenommen wurde. be0bebf8b6

Der Appell ist voll von dringenden Forderungen an die staatlichen Stellen im Irak, der Verfolgung und Vertreibung der Christen und anderer Minderheiten durch Islamisten wirksam entgegenzutreten.

Gleichzeitig laden die irakischen Bischöfe „die Menschen mit Gewissen im Irak und auf der ganzen Welt“ dazu ein, Druck auf die radikal-islamischen ISIS-Milizen auszuüben, damit “die Zerstörung von Kirchen und Klöstern, von Handschriften, Reliquien und vom gesamten christlichen Erbe, einem irakischen und internationalen Schatz von unermesslichem Wert” ein Ende nehme:

„Wir erwarten uns konkrete Handlungen, um unser Volk zu beruhigen und nicht nur Pressemitteilungen, in denen angeprangert oder verurteilt wird.”

Zudem formulierten die Bischöfe ihre Anerkennung gegenüber der Rolle, welche die unabhängige Region des irakischen Teil Kurdistans einnahm, und lobte die sofortige Bereitschaft, die vertriebenen Familien aufzunehmen.

Der Appell endet mit einer inständigen Bitte an Gott, den Allmächtigen, daß die Katastrophe ein Ende nimmt und „Sicherheit, Frieden und Stabilität überall im Irak“ wiederhergestellt werden.

Quelle: Fidesdienst / Foto: HMK