Ostkirchen-Patriarchen erwarten deutlichere Stellungnahmen gegen die ISIS

Kritik an westlichen Aufnahme-Angeboten für Flüchtlinge

“Christen und Muslime müssen gemeinsam gegen den religiösen Extremismus vorgehen, damit es für die künftigen Generationen einen von dieser Plage freien Nahen Osten gibt”, erklären die Patriarchen der katholischen und orthodoxen Ostkirchen am Rande ihrer Versammlung mit maronitischen Patriarchat in Dimane (Nordlibanon). bild0191

Nach der Vertreibung von über 100.000 Christen aus der Ninive-Ebene durch die Kämpfer der ISIS bzw. des islamischen ‘Kalifats’  äußern sich die Patriarchen “entsetzt” im Hinblick auf “die verheerende Entwicklung mit religiösem Hintergrund, die ihresgleichen in der Geschichte sucht“.

In einer gemeinsamen Verlautbarung fordern sie Muslime und Christen auf, entschlossen gegen die Ereignisse in der Ninive-Ebene vorzugehen und Maßnehmen gegen die Diskriminierung religiöser Minderheiten auf den Weg zu bringen.

Die Patriarchen beklagen, dass Stellungnahmen von “islamischer, arabischer und internationaler Seite” bisher “schüchtern und unzulänglich” waren und erklären, dass europäische Regierungen “zu einer Zuspitzung der Lage beitragen, indem sie Christen zur Auswanderung auffordern und ihnen Schutz anbieten”. Solche Angebote lehnen die Patriarchen kategorisch ab.

Die Oberhäupter der Ostkirchen appellieren deshalb auch an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen mit der Bitte um eine Resolution im Hinblick auf die Rückgabe von beschlagnahmten Wohnungen und Gütern an Iraker. 

Quelle: Fidesdienst / Bild: Evita Gründler


Ägypten: Kirchliche Patriarchen gratulieren dem neuen Präsidenten al-Sisi

Die Ergebnisse der ägyptischen Präsidentschaftswahl wurden am Abend des 3. Juni von der Hohen Wahlkommission bekannt gegeben, die den Sieg des ehemaligen Armeegenerals Abdel Fattah al-Sisi bestätigte. Er erhielt 96,1% der Stimmen (fast 24 Millionen). Die Wahlbeteiligung lag nach offiziellen Angaben bei 47%.  CIMG0825

Unter den ersten Gratulanten waren auch die Oberhäupter der christlichen Kirchen in Ägypten.

Der koptisch-katholische Patriarch Ibrahim Isaac Sidrak brachte seine Segenswünsche in einem Schreiben an al-Sisi auch im Namen aller katholischen Bischöfe des Landes zum Ausdruck. In der Botschaft, würdigt Patriarch Sidrak auch die “demokratische Reife und Loyalität” des neuen Staatsoberhaupts.

Auch der koptisch-orthodoxe Patriarch Tawadros II. gratulierte dem Sieger und erbat für ihn den Segen Gottes mit Blick auf die Herausforderungen, denen er in seinem neuen Amt gegenüber steht.

Auch Andre Zaki, stellvertretendes Oberhaupt der koptisch-evangelischen Gemeinde in Ägypten, bezeichnete die Wahl von al-Sisi als Beginn einer neuen Epoche in Ägypten.

Quelle: Fidesdienst