Maaßens Kandidatur in der CDU umstritten

Die angestrebte Bundestagskandidatur von Ex-Verfassungs-schutzchef Hans-Georg Maaßen (siehe Foto) hat in der CDU Lob und Kritik ausgelöst.

Der hessische CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Jürgen Irmer würdigte gegenüber der Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT Maaßens Pläne. Er sei „ein exzellenter Verfassungsjurist, Patriot im besten Sinne des Wortes und Fachmann im Bereich der Innenpolitik“.

Auch der sächsische CDU-Parlamentarier Alexander Krauß sagte der JF: „Es ist das gute Recht eines jeden CDU-Mitglieds, für den Deutschen Bundestag kandidieren zu wollen. Die Entscheidung, wer gewählt wird, treffen zuerst die CDU-Mitglieder im Wahlkreis, dann die Wähler. Die Südthüringer Christdemokraten an der Basis haben jetzt die Wahl – und das ist gut so.“

Am Donnerstag war bekannt geworden, daß der Vorstand des Thüringer CDU-Kreisverbands Schmalkalden-Meiningen beschlossen hatte, sich für die Kandidatur Maaßens im Wahlkreis 196 auszusprechen. Maaßen nahm an, wie er gegenüber der JF bestätigte.

Mehrere CDU-Politiker kritisierten den Schritt scharf. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Matthias Hauer kommentierte auf Twitter: „Es macht mich fassungslos, daß man auf die Idee kommen kann, einen Hetzer wie Maaßen für den Bundestag aufstellen zu wollen. Ich hoffe, daß die Parteifreunde im Wahlkreis 196 in Südthüringen das verhindern.“

Quelle und vollständige Meldung hier: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2021/maassen-kandidatur-reaktionen-cdu/

Foto: Michael Leh


Rot-China: 82-j. kath. Bischof war 40 Jahre inhaftiert: er wird seit 1997 vermißt

Am 8. Oktober 1997 wurde der katholische Bischof Jakob Su Zhimin der Diözese Baoding (Provinz Hebei) vom chinesischen Staatssicherheitsdienst an einen unbekannten Ort gebracht.

Die IGFM (Internationale Gesellschaft für Menschenrechte) fordert seit 15 Jahren die chinesische Regierung auf, Auskunft über den Aufenthaltsort von Bischof Jakob Su Zhimin zu geben und ihn freizulassen. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Seither wurde er wenige Male gesehen, doch freigelassen haben ihn die Kommunisten nicht. Fragen nach seinem Aufenthaltsort werden mit „Wir wissen nichts über ihn“ beantwortet.

Dies ist der Racheakt dafür, dass der Kirchenmann sich weigerte, der regimetreuen „Patriotischen Vereinigung“ beizutreten, mit der die Kommunistische Partei die Katholische Kirche in der Volksrepublik China zu kontrollieren und von Rom abzuspalten versucht.

Stets hatte der Bischof tapfer und treu seine Verbundenheit mit dem Papst beteuert.  Ca 40 Jahre hat er dafür im Gefängnis oder in Arbeitslagern verbracht. Seinen Vorgänger Bischof Joseph Fan Xueyan hatte die Polizei 1993 zu Tode gefoltert.

Für die Gläubigen ist Bischof Su Zhimin wegen seiner Unbeugsamkeit „der größte und bedeutendste chinesische Bischof“, so die Nachrichtenagentur „Asia News“.

Gesehen hat ihn seit 2003 niemand mehr  –  und selbst die engste Familie weiß nicht, ob er noch lebt. Gläubige versuchen immer wieder, sich an seinem Geburtstag zu treffen.

Dass er wahrscheinlich noch lebt, unterstreichen hunderte Polizisten in Zivil und uniformiert, die diese Gebetstreffen durch Überwachungsmaßnahmen und Versammlungsverbote zu verhindern versuchen.

Die IGFM (Internationale Gesellschaft für Menschenrechte) fordert seit 15 Jahren die chinesische Regierung auf, Auskunft über den Aufenthaltsort von Bischof Jakob Su Zhimin zu geben und ihn freizulassen. 

Quelle und weitere INFOS über Menschenrechts-Schicksale und verfolgte Bürgerrechtler hier: www.akm-online.info


Papst Franziskus ruft zum Gebet für die verfolgte Kirche in Rot-China auf

Mit Demut und Freude den Auferstandenen verkünden und der Kirche und dem Nachfolger Petri treu sein: Das wünschte Papst Franziskus zum Abschluß der Generalaudienz am gestrigen Mittwoch den Katholiken Chinas. Anlaß ist der Gedenktag der Madonna von Sheshan in Shanghai, den Papst Benedikt XVI. 2007 zum Gebetstag für China erklärt hatte. 

Foto: Radio Vatikan„Ich bitte alle Katholiken in der Welt, sich im Gebet für die Schwestern und Brüder in China zu vereinen“, so der Papst. Er betete in den Worten des Gebetes, das sein Vorgänger zu diesem Anlaß geschrieben hatte, um Hilfe für alle, die „in China unter den Mühen des Alltags beten, hoffen und lieben, dass sie nie Angst haben, zur Welt von Jesus zu sprechen und zu Jesus von der Welt“.

Seit Jahrzehnten gibt es starke Spannungen zwischen Rom und Peking, vor allem was die Ernennung von Bischöfen angeht. Das kommunistische Diktatur will die volle Kontrolle über die Katholiken im Land und verbittet sich „ausländische Einmischung“; diplomatische Beziehungen zum Vatikan gibt es nicht.
 
Chinas Katholiken gehören zu einem Teil einer Untergrundkirche an, die dem Vatikan gegenüber als treu gilt, jedoch vom chinesischen Staat nicht anerkannt ist. Der andere Teil gehört der staatstreuen Kirche an, die in den sog.  „Patriotischen Vereinigungen“ organisiert ist.

Quelle: http://de.radiovaticana.va/news/2013/05/22/papstappell_zu_china:_%E2%80%9Etreu_zu_christus_und_dem_nachfolger_petri%E2%80%9C/ted-694328