Garabandal: Die „Madonna“ erschien mit schwarzen Augen und 12 Pentagrammen

Von Felizitas Küble

Zunächst zum Fünfzack-Stern, auch Pentagramm oder Drudenfuß genannt: Dies ist bekanntlich ein kommunistisches Zeichen (Sowjetstern) oder ein laizistisches bis freimaurerisches Symbol, jedenfalls kein christliches Zeichen; es gilt vielmehr als Darstellung des „autonomen“ Menschen (ohne Bindung an Gott und seine Gebote).

Man kennt das Pentagramm bereits aus dem alten Heidentum (Stern der Isis, Istar- und Venus-Symbol), zudem aus Revolutionen, aus dem Okkultismus, Spiritismus, der Esoterik usw.

Angesichts dessen sind folgende Fakten hinsichtlich der kirchlich nicht anerkannten „Marienerscheinungen“ von Garabandal aufschlußreich: mtcarmelpic1

Das nach Angaben der Hauptseherin Conchita gezeichnete Gemälde von Isabel de Daganzo zeigt eine Madonnenfigur ohne Schleier, aber mit 12 Sternen um ihr Haupt: alles Pentagramme!  (Abgedruckt ist dieses Bild zB. vorne im Buch „Die Ereignisse von Garabandal“ v. Irmgard Hausmann.)

Die Malerin hat sich in diesem Detail durchaus nicht geirrt: Genau so erschien die Garabandal-„Maria“ den vier Sehermädchen tatsächlich:

In dem Buch „Garabandal, der Zeigefinger Gottes“ (2. Auflage) von Albrecht Weber heißt es (Seite 43):

„Die vier Seherinnen beschrieben die sehr schöne Dame so: „Sie trägt ein weißes Kleid, das wie aus lauter weiß leuchtenden Blumen gewebt ist, einen blauen Mantel und eine Krone (Kranz) von 12 goldenen fünfzackigen Sternen, die wie spitze Kristalle funkelten.“

Auf S. 15 können wir in dem bereits erwähnten Garabandal-Buch von I. Hausmann über die erste Erscheinung „Unserer lieben Frau“ am 2. Juli 1961 lesen, diese habe ein „weißes Kleid und einen lichtblauen Mantel“ getragen:

„Sie trug keinen Schleier, sondern nur ein Diadem goldener Sterne über dem welligen, in der Mitte gescheitelten Haar von dunklem Kastanienbraun….Ihrem wunderschönen Gesicht nach scheint sie ungefähr achtzehn Jahre alt zu sein. Die Augen und Augenbrauen sind schwarz.“

Kindlicher Engel mit rosa Flügeln und schwarzen Augen

Auch der Engel, der schon vor der Madonna erschien, tritt mit schwarzen Augen auf. Die Visionärin Conchita schildert ihn wie folgt:

„Er hatte ziemlich große, rosafarbene Flügel. Seine Augen waren schwarz. Er hatte feine Hände und kurze Fingernägel. Er sah etwa neun Jahre alt aus, trotzdem wirkte er sehr stark.“ (Zitat aus dem Buch „Erscheinungen der Jungfrau Maria“ von Kevin McClure, S. 147)

Das Jesuskind, das „Maria“ trägt, hat laut Hausmanns Garabandal-Buch (S. 15 f) blondes Haar und trägt einen Kronreif, aber keine Sterne um sein Haupt: „Bekleidet ist es mit einer blaßblauen Tunika.“

Aufschlußreich: „Christus“ kommt in seiner Erscheinungsweise deutlich weniger gut weg als die „Madonna“: Sie trägt ein weißes Kleid und einen lichtblauen Mantel, er hingegen nur eine „blaßblaue“ Tunika; sie hat 12 goldene Sterne um ihr Haupt, das Jesuskind keinen einzigen…1548

Abgesehen davon lebt Christus nicht als Kleinkind, sondern als erwachsener Gott-Mensch mit seinem verklärten Auferstehungsleib in der himmlischen Herrlichkeit.

Warum sollte ER  –  der gekreuzigte und verherrlichte Erlöser  –  dann als gleichsam hilfloses und von seiner Mutter abhängiges Baby erscheinen? Wäre das angemessen für unseren göttlichen Erlöser und den einstigen Weltenrichter?

„Maria“ erscheint mit liturg. Priester-Symbol

Auf S. 17 erwähnt die Verfasserin, daß „Maria“ an ihrem Ärmel das Skapulier trägt, „das der Form nach einem priesterlichen Manipel ähnelt“.

Da hätte man aber gerne gewußt: Was haben amtspriesterliche (!) Kennzeichen bei der seligen Jungfrau zu suchen? Oder soll sie auf Schleichwegen zur „Priesterin“ umgedeutet werden?

Wobei der Priester-Manipel (wie er in der überlieferten Meßform üblich ist) ein Kreuz in der Mitte enthält – genau wie bei der Garabandal-Vision. Damit maßt sich diese „weibliche“ Erscheinung priesterliche Liturgie-Merkmale aus der Meßfeier an, was theologisch zumindest verdächtig ist.

Die Autorin Hausmann erläutert den Lesern zudem, wie vielseitig und passend das „Outfit“ und Aussehen der Madonna jeweils ist:
„Je nach den Schönheitsidealen der Schauenden erschien sie zB. in Guadelupe (Mexiko) als Indianerin, in Frankreich (Ile Bouchard) als blondlockig und blauäugig, in Garabandal als brünette Spanierin – nicht irdischer, sondern verherrlichter Natur.“

Die verklärte Natur in der Ewigkeit ist das eine  –  doch eine Allgegenwart besitzt bekanntlich allein der allmächtige Gott.

Das scheint der Autorin freilich theologisch nicht klar zu sein, denn sie schreibt auf S. 22, daß Maria den einzelnen Seherkindern „oft gleichzeitig an verschiedenen Orten erschienen“ sei – und fügt erklärend hinzu:

„Aber die Gegenwart des Gottessohnes in den zahllosen Hostien der Welt ist dem ähnlich.“

Vonwegen: Christus ist GOTT-Mensch und besitzt daher als göttliche Wesenseigenschaft die Allgegenwart – nicht jedoch die Gottesmutter, da sie ein Geschöpf ist   –  wenngleich das edelste und am meisten vom HERRN begnadete Geschöpf. Doch Allgegenwart steht allein dem dreieinigen Gott zu.

Der grundlegende ontologische (seinsmäßige, wesenseigene) Abstand zwischen Gott und seinen Geschöpfen ist auch im Falle der seligen Jungfrau zu wahren und zu beachten!

Felizitas Küble leitet den KOMM-MiT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster

2. Foto: Dr. Bernd F. Pelz  – 1. Foto: https://suzannetony.wordpress.com/category/garabandal/