Rom: Papst-Ansprache zum „Tag des Lebens“

Papst Franziskus hat erneut darauf hingewiesen, dass menschliches Leben von seiner Zeugung an bis hin zu seinem natürlichen Ende bewahrt und geschützt werden muss. Er äußerte sich im Anschluss an sein sonntägliches Mittagsgebet. 

An diesem Sonntag begehe man in Italien den Tag für das Leben, so das katholische Kirchenoberhaupt, das gleichzeitig Bischof von Rom ist. Das Leitwort in diesem Jahr lautet „Öffnet dem Leben die Türen“.

Hierzu sagte der Papst den Pilgern auf dem Petersplatz:

„Ich schließe mich der Botschaft der Bischöfe an und hoffe, dass dieser Tag eine Gelegenheit sein wird, die Verpflichtung zu erneuern, das menschliche Leben von Anfang an bis zu seinem natürlichen Ende zu schützen und zu bewahren.

Es ist auch notwendig, alle Formen der Verletzung der Würde zu bekämpfen, auch wenn Technologie oder Wirtschaft im Spiel sind.“

Quelle: Vatikan-News


Das Gendarmeriekorps des Papstes

Von Ulrich Nersinger

Millionen von Menschen zieht es Jahr für Jahr in die Ewige Stadt. Wenn sich Touristen und Pilger auf den Petersplatz begeben und damit den Vatikan betreten, wissen viele nicht, dass sie italienisches Hoheitsgebiet verlassen haben und sich nun in einem eigenständigen Land, dem souveränen „Staat der Vatikanstadt“, befinden. RadioVatikan

Ebenso sind sie zumeist nicht darüber informiert, dass dieser kleinste Staat der Erde neben der weltberühmten Päpstlichen Schweizergarde auch über eine eigene Polizeitruppe verfügt: den Corpo della Gendarmeria dello Stato della Città del Vaticano, das Gendarmeriekorps des Vatikanstaates.

Knapp und präzise erklärt der Einsatzleiter ein letztes Mal seinen Männern das Vorgehen. Die vermummten Gestalten, geschützt durch kugelsichere Westen, nicken. Dann klappen sie die Visiere ihrer Sturmhauben herunter und beginnen mit der Erstürmung.

Eine gut 20 Kilogramm schwere Metallramme lässt das Türschloss zersplittern. Sekundenschnell dringen die Männer in die Räume ein; nur wenige Augenblicke vergehen, dann sind die  Attentäter gestellt – ohne dass ein einziger Schuss gefallen ist oder Sprengsätze gezündet werden konnten. Das Kommando, das hier sein Können unter Beweis stellte, hat einen ungewöhnlichen Dienstherrn.

Auf dem linken Ärmel ihrer Uniform tragen die unbekannten Einsatzkräfte die Tiara mit den gekreuzten Schlüsseln Petri; das Abzeichen auf dem rechten Ärmel zeigt das Wappen des Vatikanstaates, unterlegt mit einem Schwert und dem Spruch Semper parati („Immer bereit“). Radio Vatikan

Die Männer gehören zur „Schnellen Eingreiftruppe“ der vatikanischen Gendarmerie. Nachdem die Elite-Polizisten die Räume gesichert haben, rückt eine zweite Sondereinheit der päpstlichen Polizei an. Die „Anti-Terror-Einheit“ kümmert sich um die rasche Entschärfung der sichergestellten Sprengsätze.

Die Übung der Special Forces des vatikanischen Gendarmeriekorps spiegelt die Antwort auf außergewöhnliche Bedrohungen wieder, vor denen man heute auch im Vatikan nicht sicher sein kann. Denn vor Attentaten und Terrorismus können auch die hohen Mauern des Kirchenstaates keinen unangefochtenen Schutz bieten. Im Alltag sind die Anforderungen an die Gendarmen des Papstes aber anderer Natur.

„Die vatikanische Gendarmerie hat eine ganze Reihe von Aufgaben; sie ist im kleinsten Staat der Erde Verkehrs-, Kriminal-, Justiz- und Grenzpolizei“, betont Domenico Giani, der Kommandant des Korps. „Die wichtigste Aufgabe aber ist der Schutz des Heiligen Vaters und der Personen, die ihn hier im Vatikan besuchen“, fügt er an.

An Arbeit mangelt es den päpstlichen Ordnungshütern nicht. Alljährlich besuchen gut 19 Millionen Pilger und Touristen den Petersdom und die Vatikanischen Museen, und das bei einer Sollstärke des Korps von 198 Mann. Für die Gendarmen sind die gewaltigen Menschenmassen eine enorme Herausforderung.

Die Fortsetzung dieses informativen Artikels lesen Sie hier bei Radio Vatikan: http://de.radiovaticana.va/news/2015/01/27/vatikan_die_gendarmen_des_papstes/1119146

Nersingers Beitrag gibt es auch auf Latein (Übersetzung von Dr. Gero Weishaupt): http://de.radiovaticana.va/news/2015/01/27/die_vatikan-gendarmerie_auf_latein_mit_audio/1119145

Fotos: Radio Vatikan

 


Papst läßt am Sonntag tausende Taschen-Evangelien verschenken

Allen, die am kommenden Sonntag zum Angelus-Gebet auf den Petersplatz kommen, will Papst Franziskus ein Geschenk bereiten: Ein kleines Taschen-Evangelium. Das kündigte der Vatikan gestern an. 1_0_684039

Einige tausend Ausgaben sollen kostenlos an die Besucher des Angelus verteilt werden, solange der Vorrat reicht. Bei der Verteilung machen 150 Pfadfinder, dazu Seminaristen, Mutter-Teresa-Schwestern und andere Freiwillige mit.

Die Mini-Evangelien in italienischer Sprache wurden von der Päpstlichen Druckerei für den Anlass hergestellt, es gibt sie nicht im Handel. Die Ausgaben enthalten außer den vier Evangelien auch die Apostelgeschichte, einige Worte aus dem Papst-Schreiben „Evangelii Gaudium“ vom letzten Herbst, eine Anrufung der göttlichen Barmherzigkeit und ein Gebet des seligen John Henry Newman.  

Quelle: Radio Vatikan


Aktueller Newsticker: SATIRE am Sonntag

Limburg: Der Laien-Rat „Nach-Tebartz-Kirche“ –  kurz: NAK-Kommission  –  bedauerte die Entscheidung des Hamburger Verwaltungsgerichtes, das Verfahren gegen Bischof Tebartz-van Elst (siehe Foto) gegen eine Geldzahlung einzustellen. „Auf diese Weise nimmt das Gericht den Befürwortern einer demokratischen Kirche ein wichtiges Argument zur Durchsetzung ihrer gerechten Ziele vermittels Absetzung des Limburger Noch-Bischofs. Wir bedauern die Entscheidung und hoffen, dass die Kommission der deutschen Bischofskonferenz weniger gnädig mit dem protzigen Lügen-Bischof umgehen wird.“   1_0_745851

Rom: Die Gemeinschaft Sex in Church (SIC) verteilte auf dem Petersplatz nach der Generalaudienz von Papst Franziskus Kondome in Arztneischachteln. Der Sprecher der Gruppe erklärte hierzu: „Das Kondom ist eine wirksame Medizin, um sich von der Sexualitätsfeindlichkeit der Kirche ohne negative Konsequenzen zu lösen.“ Im Schächtelchen beigelegt waren neben dem Kondom auch eine Anleitung für verschiede Sexualstellungen und der Adresse einer Sexualpartnervermittlungsseite, deren Logo auch auf der Schachtel abgedruckt war. Es bestehe jedoch kein Zusammenhang zwischen der Firma und der Gemeinschaft, beteuerte der Sprecher.

Vatikan: Unter progressiven Katholiken sorgte die Nachricht für Entsetzen, dass Papst Franziskus bei Erzbischof Müller gegessen habe. Ein solcher Schritt impliziere die Konspiration des Papstes mit der Glaubenskongregation, kritisierte Ludwig Horst, Sprecher des Kreises für Ungehorsam und Volksherrschaft in der Kirche (UVK). Dabei habe man sich so gefreut, in Franziskus endlich einen Papst zu haben, der die Glaubenskongregation genauso ablehne wie alle rechtschaffenen Katholiken.

Quelle und vollständiger Text hier: http://demut-jetzt.blogspot.de/2013/11/samstaglicher-newsticker_23.html

Foto: Radio Vatikan


Rom/Vatikan: „Es ist nicht gut, daß die Familie allein sei“

„Der Papst trifft Familien aus der ganzen Welt“: Unter diesem Motto fand am Samstagnachmittag auf dem Petersplatz ein großes Familientreffen statt.

Weit über 100.000 Menschen waren gekommen, der Platz und die anliegenden Straßen waren mehr als nur gut gefüllt. Bereits am Freitag hatte Papst Franziskus die Mitglieder des Päpstlichen Familienrates empfangen. 1_0_740839

„Wenn die Bibel sagt, dass es nicht gut sei, dass der Mensch alleine sei, dann ist es auch wahr, dass es nicht gut ist, dass Familien alleine sind.“  – So charakterisierte der Leiter des Familienrates, Erzbischof Paglia, das Treffen.  

Den ganzen Nachmittag über kamen immer wieder Familien auf die Bühne vor dem Petersdom, um von sich zu erzählen. Dabei zeigte sich, wie verschieden Familie sein kann.

In den Zeugnissen zeigten sich auch Schwierigkeiten für das Familienleben: Trennung und Verlust genauso wie die Vertreibungen und Zerstörungen durch Bürgerkriege wie dem im Nahen Osten. Um die Familien dort besonders zu unterstützen wurde eine sms-Aktion während des Nachmittages gestartet, alle Teilnehmer waren eingeladen, ihre Solidarität auszudrücken.

Quelle für Text und Foto: Radio Vatikan


Syrien: Großmufti will am 7.9. beim Friedensgebet auf dem Petersplatz dabeisein

Der Großmufti von Syrien, Ahmad Adreddin Hassou, Oberhaupt der sunnitischen Muslime in Syrien, ist zutiefst bewegt vom Appell des Papstes für den Frieden in Syrien und möchte am öffentlichen Friedensgebet auf dem Petersplatz teilnehmen, das Papst Franziskus für den 7. September angesetzt hat.

Diesen Wunsch habe der Großmufti bereits in einem Schreiben an den Apostolischen Nuntius in Damaskus, Erzbischof Mario Zenari, zum Ausdruck gebracht, erklärten Beobachter dem „Fidesdienst“.

Auf jeden Fall werde man sich mit der muslimischen Glaubensgemeinschaft in Damaskus „der Einladung anschließen, mit der sich Papst Franziskus an alle Religionen wendet, und auch in den Moscheen im ganzen Land für den Frieden in Syrien beten.“

Für die syrischen Muslime sei Papst Franziskus ein „geistliches Oberhaupt, das frei von politischen, individuellen und kollektiven Interessen handelt, sondern sich für das Wohl der Menschen in Syrien einsetzt“.

Quelle: Fidesdienst


Papst Franziskus ermutigt Lebensrechtler in Rom: „Gott ist die Quelle des Lebens!“

Gestern und auch am heutigen Sonntag (16.6.) wurde im Vatikan vor allem an die päpstliche Enzyklika „Evangelium vitae“ (Geschenk des Lebens) von Johannes Paul II. erinnert. 

Bereits am Samstag war Rom von Lebensrechtlern aus aller Welt bevölkert. Am Abend gab es einen Fackelzug von der Engelsburg aus mit anschließender Andacht. papst_letzter_tag_01

Heute nahmen die Pilger an der hl.  Messe auf dem Petersplatz teil, die aus diesem Anlaß und zum „Jahr des Glaubens“ gefeiert wurde. Papst Franziskus erklärte in seiner Predigt:

„Die Bibel offenbart uns den lebendigen Gott, der selbst das Leben und Quelle des Lebens ist. Zweitens: Jesus Christus schenkt das Leben, und der Heilige Geist erhält uns im Leben. Drittens: Dem Weg Gottes zu folgen, führt zum Leben, den Götzen zu folgen, führt dagegen zum Tod.“

„Wer sich vom Hl. Geist leiten läßt, ist Realist“

 Christsein, so führte Franziskus weiter aus, bedeute keine Lebensfremdheit oder Verstiegenheit, sondern Realismus und Fruchtbarkeit:

„Der Christ ist ein geistlicher Mensch, und das bedeutet nicht etwa, dass er einer ist, der „in den Wolken“ lebt, außerhalb der Wirklichkeit, nein! Der Christ ist ein Mensch, der im täglichen Leben Gott gemäß denkt und handeltDas bedeutet Realismus und Fruchtbarkeit. Wer sich vom Heiligen Geist leiten lässt, ist ein Realist, versteht die Wirklichkeit zu beurteilen und ist fruchtbar: Sein Leben bringt rings um ihn herum Leben hervor.“

Franziskus schloß seine Ansprache mit dem Hinweis, daß es gerade das JA zu Gott und zu seinen Geboten ist, das Hinhören auf seine Botschaft, was uns frei mache:

„Sagen wir JA zur Liebe und NEIN zum Egoismus, sagen wir JA zum Leben und NEIN zum Tod, sagen wir JA zur Freiheit und NEIN zur Versklavung durch die vielen Götzen unserer Zeit; mit einem Wort: Sagen wir JA zu Gott, der Liebe, Leben und Freiheit ist und niemals enttäuscht. (…)

Allein der Glaube an den lebendigen Gott rettet uns  –  der Glaube an den Gott, der uns in Jesus Christus sein Leben geschenkt hat und uns durch die Gabe des Heiligen Geistes als wahre Kinder Gottes mit seiner Barmherzigkeit leben lässt. Dieser Glaube macht uns frei und glücklich.“

Quelle:  http://de.radiovaticana.va/news/2013/06/16/papst_franziskus:_%E2%80%9Echristsein_bedeutet_realist_sein%E2%80%9C/ted-702034