Aktueller Newsticker aus Kirche und Welt – die Glosse zum Sonntag

Brüssel: Um zu verhindern, dass Andersgläubige durch das Christentum in ihrer religiösen Anschauung beleidigt werden und um endlich eine neutrale gesellschaftliche Umgebung herzustellen, hat die EU-Kommission eine Verordnung vorgeschlagen, mit der das Tragen von Ordenskleidung, Soutane, Kollar, Kreuzhalsketten und anderen religiösen Kleidungsstücken im öffentlichen Raum verboten wird. Auch solle man nicht mehr im öffentlichen Raum das Stundengebet oder den Rosenkranz beten oder das Kreuzzeichen machen dürfen.  Buchübergabe an Papst Benedikt XVI_ copyright_ L`Osservatore Romano_2

Hamburg: Imam Saif al Islam bin Osama Fātih erklärte, er wolle gegen die neue geplante Verordnung der EU-Kommission Klage beim europäischen Menschenrechtsgerichtshof Klage einreichen. Begründung: Es ist einem Muslim nicht zuzumuten, in einer religiös neutralen Umgebung zu leben. Der Westen muss endlich anerkennen, dass das Menschenrecht des Muslims auf Religionsfreiheit und Schutz des Glaubens nur dann gewahrt ist, wenn endlich überall dort, wo Muslime leben, der Islam als normgebende Religion anerkannt und gelebt wird.

Straßburg: Der Sprecher des europäischen Gerichtshof erklärte, man werde die Klage des Hamburger Imam, sollte sie eingereicht werden, prüfen. Bzgl. des Kommentars eines katholischen Bischofs, der ungenannt bleiben will, die Haltung des Imams diskriminiere massiv alle Christen der EU erklärte der Sprecher des Gerichts: Das Christentum ist eine Unterdrückerreligion. Als solche kann sie im Sinne der Menschenrechte nicht diskreminiert werden.

Köln: Der Sprecher der Gemeinschaft „Christen für eine bunte Regenbogenwelt“ hat das Vorgehen des Bistums Mainz im Fall Jolie nachdrücklich kritisiert. Es sei unangemessen, mit einem geistigen Brandstifter und Hetzpropagandist wie Pfarrer Jolie derart moderat umzugehen. Man spreche sich daher für die Laisierung des Priesters sowie seine Verbannung nach Grönland aus. Auf die Frage der Redaktion, ob nicht Mäßigung und Vergebung Teil der christlichen Lehre seien und Pfarrer Jolie Einsicht gezeigt habe, erklärte der Sprecher: Rechts-konservative Priester können per se keine Einsicht haben  – und als Jesus von Vergebung sprach, hat er die nicht gemeint.

Quelle und vollständiger Text hier: http://demut-jetzt.blogspot.de/2012/12/samstaglicher-newsticker.html 

Foto: Osservatore Romano


David Bergers neue Attacke gegen Papst Benedikt: „Kreuz.net vertritt alle Intentionen des Papstes; die Grundideen sind identisch“

Die Medienkampagne gegen das Radauportal kreuz.net ist ein Deckmantel für antikirchliche Rundumschläge

Am heutigen Freitag, den 30.11.2012, veröffentlichte die linksalternative Tageszeitung taz ein Interview mit Dr. David Berger, dem „schwulen Theologen“ (wie er selbst sich in seinem Buchcover „Der heilige Schein“ bezeichnet) und Leiter der Aktion „Stoppt kreuz.net“.

Wie wir mehrfach klargestellt haben, ist deutliche Kritik am unseriösen Schmuddelportal „kreuz.net“ völlig berechtigt  – unser Christoferuswerk praktiziert diese Aufklärungsarbeit sowieso nachweisbar seit vielen Jahren in Artikeln und Pressemeldungen.

Doch bei der von Dr. Berger aufgezogenen Medienkampagne geht es nur vordergründig um den Einsatz gegen „kreuz.net“  – in Wirklichkeit beinhaltet diese Aktion ein geradezu haßerfülltes Kesseltreiben gegen die katholische Kirche und insbesondere gegen Papst Benedikt, obwohl die Kirche mit dieser anonymen  Radauseite nichts zu tun hat.  75743_14122011

Daran ändert die Causa Pfarrer Jolie überhaupt nichts, denn dieser Geistliche pflegte zwar einen leichtfertigen Umgang mit kreuz.net, wofür er sich entschuldigt hat, doch er ist weder einer der „Betreiber“ noch ein „Hintermann“ dieses unsäglichen Portals.

Das Bistum Mainz hat daher kürzlich in einer Erklärung dazu aufgerufen, den Priester – bei aller angesagten Sachkritik – nicht weiter zu verunglimpfen und zu attackieren.

Leider wurde selbst von einigen katholischen Medien (dazu gehört sogar die offizielle Webseite der Bischofskonferenz  „Katholisches.de“ sowie zB. das Kölner Domradio) gegen diesen Mainzer Appell pro Fairneß verstoßen.

Soviel vorweg   – und nun zum heute veröffentlichten Gespräch von taz-Redakteur Cigdem Akyol mit David Berger, das unter dem Titel „Mehr als Klerikalfaschismus“ veröffentlicht wurde.

Bezeichnend ist bereits der Untertitel des Interviews,  bietet er doch die inzwischen im linken Lager immer beliebter werdende Homophobie-Keule:

„Der Buchautor und ehemalige katholische Religionslehrer David Berger über Kreuz.net, Antisemitismus, die katholische Kirche und einen homophoben Papst.“

Eine „Phobie“ ist bekanntlich eine ernste psychische Störung; sie beinhaltet eine geradezu zwanghafte Angst und ist meist Kennzeichen einer Neurose oder Psychose.

Der Pontifex wird per Ferndiagnose psychiatrisiert

Somit wird das Oberhaupt der katholischen Weltkirche gleichsam psychiatrisiert; ihm wird ohne jeden Beweis eine krankhafte Angst vor Homosexuellen unterstellt.

Auf die „taz“-Frage:  „Die katholische Kirche scheint hilflos gegen dieses Portal  –  ist dem wirklich so?“ antwortet Berger:

„Diese Hilflosigkeit ist natürlich vorgeschoben, um nichts tun zu müssen. Die Seite wird ja nicht von Außerirdischen gemacht, sondern von Katholiken.“

Oho, wie aufschlußreich:  Wenn Berger also weiß, daß  kreuz.net  „von Katholiken gemacht“ wird, dann scheint er die Betreiber des Portals offenbar zu kennen??? –  Oder behauptet er dies in kirchenfeindlicher Absicht einfach munter drauflos?

Falls er aber Beweise hat, also über die „Macher“ von kreuz.net Bescheid weiß, warum wurde dann das „Kopfgeld“ von 15.000 Euro noch nicht ausgezahlt, das seitens seiner Aktion  (die er gemeinsam mit dem Homosex-Porno-Verlag Gmünder durchzieht)  für das Entdecken der kreuz.net-Betreiber mit großem Tamtam verkündet wurde?!

Statt echter Entdecker-Erfolge liefert Buchautor Berger derzeit vor allem steile Vorwürfe gegen Papst Benedikt. So zitiert ihn zB. heute die ihm wohlgesonnene Webseite „Vice.com“ hinsichtlich eines Vergleichs von kreuz.net und Papst wörtlich wie folgt: 

„Antisemitismus, Homophobie und Frauenfeindlichkeit, alles das sind Grundanliegen des Papstes Benedikt XVI.(…) das ist ein ganzer Sumpf, der sich immer weiter ausbreitet innerhalb der Kirche. Und der wird gespeist von dem sumpfigen Wasser, das der Papst dauernd wieder hineingießt. In netter Sprache und auf einem akademischem Niveau teilt der Papst die Grundthesen von kreuz.net.“

Ähnlich Absurdes behauptet Berger auch in dem erwähnten taz-Interview:

Kreuz.net vertritt alle Intentionen des Papstes; die Grundideen sind identisch.“

Da wundert  sich selbst die ultralinke Zeitung taz und fragt nach: „Sie unterstellen Benedikt XVI. Homophobie und Antisemitismus?“

Bergers Papsthaß kennt keine Grenzen

Dr. Berger setzt noch einen drauf:

„Ohne Zweifel! Es gibt keine Neujahrsansprache des Papstes, wo er die Homosexuellen nicht nur indirekt als Menschen zweiter Klasse bezeichnet und homosexuelle Veranlagungen verteufelt werden.“

Wer solche Vorwürfe  liefert, muß sie auch beweisen  –  Berger unternimmt aber nicht einmal den Versuch, sondern diffamiert munter ins Blaue. Die rotgrüne taz bohrt nicht weiter nach, fragt nicht nach Belegen.

Sodann versteigt sich Dr. Berger zu weiterem Unfug:

„Außerdem hat der Papst die Karfreitagsfürbitte in der katholischen Kirche wieder eingeführt. Die hatte Johannes XXIII. nach dem zweiten Weltkrieg abgeschafft, weil es im Gebet heißt: „Lasset uns beten für die perfiden Juden“  – Das ist doch ein eindeutiges Signal für einen neuen katholischen Antisemitismus.“

Für einen akademisch versierten Theologen ist eine Ansammlung von derart viel Unsinn in wenigen Sätzen nicht nur dreist, sondern ein geistiges Armutszeugnis der besonderen Art bzw. Unart.

Hierzu eine kurze  Klarstellung:

1. Die „Karfreitagsfürbitten“ wurden nie abgeschafft, also konnten sie auch nicht „wieder eingeführt“ werden. Ein  Teil dieser Bitten wurde in den 60er Jahren lediglich gekürzt oder umformuliert.

2. Eine Karfreitagsfürbitte „Lasset uns beten für die perfiden Juden“  (wie Berger behauptet) hat es nie gegeben: es stand im amtlichen „Schott“ (Meßbuch deutsch-lateinisch) früher vielmehr Folgendes: „Lasset uns beten für die untreuen Juden“.  

Betr. des ursprünglich lateinischen Ausdrucks „perfide“ (= untreu, treulos) hat sich in der Fremdwort-Verwendung im deutschen Sprachraum im Laufe der Zeit ein Bedeutungswandel vollzogen  –  daher wurde bei der kirchlichen Meßbuch-Übersetzung nie „perfide“ verwendet, sondern eben „untreu“. 

Natürlich weiß ein belesener Theologe wie Berger mit seinem Doktortitel dies haargenau  – es geht ihm aber offensichtlich vor allem darum, mit falscher Munition gegen Papst und Kirche zu schießen, wobei er voraussetzen kann, daß taz-Leser über die Hintergründe dieser Details ohnehin nicht Bescheid wissen und seiner manipulativen Vorgehensweise daher auf den Leim gehen.

Diese unfaire Desinformation, diese antikirchliche Schlammschlacht Bergers ist wirklich perfide!

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks und des KOMM-MIT-Verlags in Münster

Beleg für die Zitate: http://www.taz.de/Koordinator-ueber-Stoppt-kreuznet/!106457/


Web-Portal der Bischofskonferenz verstieß massiv gegen den Fairneß-Aufruf des Mainzer Bistums in der Causa Pfr. Jolie

Es geht um Gerechtigkeit für alle  – auch für Pfarrer Jolie!

Das Web-Portal „Katholisch.de“ ist die offizielle Internetpräsenz der Deutschen Bischofskonferenz.

Eben deshalb sollte man annehmen dürfen, daß dort grundlegende Regeln der Fairneß und Korrektheit beachtet werden, zumal gegenüber den eigenen Priestern, für die seitens der Bischöfe  –  neben den allgemeinen Anstandsregeln  – eine spezielle Fürsorgepflicht besteht.

Das gilt auch dann, wenn ein Geistlicher fehlerhaft gehandelt hat, wie dies bei Pfarrer Hendrick Jolie hinsichtlich seines leichtfertigen Umgangs mit dem unseriösen Schmuddelportal „kreuz.net“ zweifellos der Fall war. 

Dieser Priester aus dem Mainzer Bistum hat sich mittlerweile bei seinem zuständigen Bischof, Kardinal Karl Lehmann, entschuldigt –  und dieser hat die Entschuldigung angenommen und zudem die kritische Selbstbesinnung von Pfr. Jolie ausdrücklich gewürdigt.

Dies kann in der Erklärung des Mainzer bischöflichen Ordinariats  – sie ist hier im CHRISTLICHEN FORUM dokumentiert –  nachgelesen werden.

Der Pfarrer wird darin einerseits wegen Fehlverhaltens gerüffelt, andererseits wird die Öffentlichkeit zugleich ermahnt, weitere Verunglimpfungen dieses Priesters zu unterlassen:

“Das Bistum Mainz bittet die Öffentlichkeit, die Klärungen nach diesem Gespräch zu respektieren und Herrn Pfarrer Jolie nicht mit anderen, verunglimpfenden, strafwürdigen und menschenverachtenden Äußerungen von kreuz.net in Verbindung zu bringen. Dafür besteht nach dem heutigen Wissensstand kein Anlass.”

Doch was „Katholisch.de“  –  das amtliche Portal der Bischofskonferenz also!  –  daraufhin in der Causa Pfarrer Jolie online losgelassen hat, war alles andere als fair:
http://www.katholisch.de/de/katholisch/themen/kirche_2/121127_kreuz_net_jolie.php

Daraufhin übermittelte ich der Internet-Redaktion gestern per Kontaktformular folgenden Beschwerdebrief:

„Guten Tag,
mich befremdet Ihre unfaire Berichterstattung über Pfarrer Jolie. 
Um dies vorweg klarzustellen: ich habe mich schon vor der Dt. Bischofskonferenz öffentlich gegen „kreuz.net“ gewandt und hier gewiß keinen Nachholbedarf. Ich habe zudem Pfarrer Jolies Umgang mit „kreuz.net“ öffentlich kritisiert und diese Kritik ausführlich begründet.
Ich stehe aber auf dem Standpunkt: Sachkritik JA, Verunglimpfung NEIN.  –  Die öffentliche Kampagne gegen den Priester ist größtenteils infam und polemisch.
Was ich an Ihrem aktuellen Bericht über Pfr. Jolie unmöglich finde: Daß Sie die Mainzer Erklärung einseitig wiedergeben, nämlich mit keinem Wort erwähnen, daß das Bistum die Öffentlichkeit zur Sachlichkeit ermahnt und aufgefordert hat, den Priester nicht weiter zu attackieren.
Freundlichen Gruß!  Felizitas Küble

Das Portal „Katholisch.de“ hat den beanstandeten Artikel zwar bislang nicht gelöscht oder ergänzt, jedoch in einem neueren Beitrag, der sachlicher aufgezogen ist, jenen Fairneß-Passus der Mainzer Stellungnahme erwähnt  – also immerhin etwas dazugelernt:
http://www.katholisch.de/de/katholisch/themen/kirche_2/121128_kreuz_net_facebook.php

Allerdings sollte man von einer amtlich bestellten Redaktion erwarten dürfen, daß es dort für das ABC der Fairneß nicht erst eines Rippenstoßes bedarf.

Es geht um Gerechtigkeit für alle  – auch für Pfarrer Jolie!

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerk in Münster