Wir trauern um Pfarrer Karl Tropper

Von Felizitas Küble

Nach längerer Krankheit ist unser Freund, der katholische Priester und Konsistorialrat Karl Tropper, am Mittwoch, den 12. Juli 2017, im Alter 79 Jahren von Gott in die Ewigkeit heimgerufen worden.

Pfr.Tropper

Der Ruhestands-Pfarrer (siehe Foto) gehörte zu unseren liebsten Geistlichen in Österreich. Wir waren seit Jahrzehnten mit ihm befreundet. Seine sprudelnde Lebensfreude, sein unverwüstlicher Humor und kameradschaftlich-väterliche Art sind uns unvergeßlich.

Er hat uns in den 90er Jahren auch hier in Münster besucht. Er war Deutschland schon durch sein früheres Studium in Tübingen und Bonn stets verbunden. Zudem besuchte er z.B. den Kongreß „Freude am Glauben“ in Fulda  –  trotz der langen Wegstrecke.

Seine Pfarrei St. Veit am Vogau, die er jahrzehntelang geleitete hat, gehört zum Bistum Graz und zum österreichischen Bundesland Steiermark.

Vorher wirkte er als Religionslehrer und Spiritual an bischöflichen Gymnasien. Er gehört zu den Mitbegründern von CSI Österreich, einem Werk zugunsten von verfolgten Christen.

Seine Kirchengemeinde lag ihm immer sehr am Herzen, besonders die Jugend, für die er immer wieder die Teilnahme an Weltjugendtagen oder Romfahrten ermöglichte. Die politische Gemeinde ernannte ihn zu ihrem Ehrenbürger.

Wegen seiner theologisch konservativen Predigten und Pfarrblätter  – die übrigens sehr gehaltvoll und inhaltsreich waren – gab es von linken Medien (auch innerhalb der Kirche) immer wieder Proteste gegen den Priester, der mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg hielt  –  auch hinsichtlich seiner deutlichen Kritik am Islam. 

In seiner Pfarrei betrieb er eine gediegende Bildungsarbeit, teils durch eigene Bücher und Publikationen, teils durch regelmäßige Vorträge von bekannten Persönlichkeiten wie z.B. der Bestsellerautorin Christa Meves, dem Künstler-Prälaten Ulrich Küchl, Prof. Max Thürkauf und dessen Frau Inge oder der ehemaligen Muslima Sabatina James (siehe Foto), die sich als katholische Konvertitin vor islamischen Verfolgern versteckt hält.

Unserem KOMM-MIT-Verlag und dem Christoferuswerk war er seit Anfang der 80er Jahren stets freundschaftlich verbunden. In seine Pfarrblätter übernahm er bisweilen Artikel aus unserem CHRISTLICHEN FORUM. Er verschickte jahrzehntelang regelmäßig alle zwei Monate unseren ECCLESIA-Plakatdienst an Pfarrgemeinden in Österreich, um uns auf diese Weise Portokosten einzusparen.

Wir vermissen diesen frohgemuten, freundlichen, bodenständigen und hilfsbereiten Priester, der trotz jahrelanger Krankheit seine gute Laune nicht verloren hat. Möge der EWIGE ihm nun die immerwährende Freude des Himmels schenken: R.I.P.

Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Jugend-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

 

 


Kontroverse um Pfarrer Karl Tropper: Kennt das Bistum Graz den KKK nicht ?

Lehräußerungen des kath. Weltkatechismus (KKK) zur Homosexualität

Bereits seit einigen Jahren laufen in der österreichischen Presse diverse Medienkampagnen gegen den konservativ ausgerichteten Gemeindepfarrer Karl Tropper aus St. Veit am Vogau (Bundesland Steiermark).

Dabei sind vor allem seine inhaltsreichen Pfarrblätter ein häufiger Stein des Anstoßes, zumal der in seiner Pfarrei beliebte Geistliche darin deutlich vor dem Islam warnt und dessen Gefahren aufzeigt. Kürzlich organisierte er in seiner Pfarrgemeinde eine Tagung mit Sabatina James, einer bekannten Buchautorin, die einst als Muslima zum Christentum übertrat und seitdem im Untergrund lebt, um sich vor Racheakten radikaler Moslems zu schützen.

Neuerdings geriet Pfarrer Tropper in der Alpenrepublik auch deshalb unter Beschuß von Medien und kirchlichen Stellen, weil er in seinem Pfarrbrief einige Artikel gegen Homosexualität publizierte, darunter einen längeren Beitrag des kath. Publizisten Dr. Felix Bentz.

Es gab danach einige Anzeigen gegen den Geistlichen (siehe Foto) wegen angeblicher „Volksverhetzung“; die zuständige Staatsanwaltschaft sieht aber durchaus keinen Anlaß für eine Anklage-Erhebung. Dennoch gingen die öffentlichen Anfeindungen weiter, was mehrfach auch die Kirchenleitung auf den Plan rief, die sich – wie oft üblich  – vom Druck des Medienrummels einschüchtern ließ. Pfr.Tropper

Das Bischöfliche Ordinariat der Diözese Graz-Seckau veröffentlichte im „Sonntagsblatt“ vom 31.3.2013 eine „Erklärung zum Konflikt mit Pfarrer Tropper“, worin es einleitend immerhin zutreffend heißt: 

„Die zwei komplexen Fragen, wie die katholische Kirche dem vielgestaltigen Islam und homosexuell orientierten Personen begegnen soll, sind bleibend wichtig und dürfen nicht verharmlost werden.“

Sodann schreibt Generalvikar Dr. Heinrich Schnuderl  –  der in Pfr. Troppers Gemeinde über Ostern die Festmessen übernahm  – in seiner Stellungnahme weiter:

„Was den Islam betrifft, erwarten viele Menschen in- und außerhalb der Kirche von der Kirchenleitung mit Recht, dass damit verbundene Probleme nicht verschwiegen oder schöngeredet werden. Diözesanbischof Dr. Egon Kapellari hat dazu seit Jahren wiederholt öffentlich klar und differenzierend Stellung genommen.“

Wenn sich der Bischof selber so „klar“ äußert, sollte dies ein Pfarrer vor Ort wohl auch tun dürfen, müßte man meinen, doch ihm wird im weiteren Verlauf der Erklärung mangelnde „Differenzierung“ vorgehalten, als ob ein Pfarrbrief eine Doktorarbeit mit Fußnoten sei.

Das nächste Themenfeld erstaunt jedoch, denn nun wird folgendermaßen argumentiert:

„Was Fragen betreffend das Thema Homosexualität angeht, lehrt die katholische Kirche besonders auch im Weltkatechismus, dass so orientierte Personen nicht diskriminiert werden dürfen:

„Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen sind homosexuell veranlagt. Sie haben diese Veranlagung nicht selbst gewählt; für die meisten von ihnen stellt sie eine Prüfung dar. Ihnen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgend einer Weise ungerecht zurückzusetzen.(Katechismus der Katholischen Kirche Nr. 2358)“

Zugleich kann die Kirche eine homosexuelle Praxis nicht als regulär anerkennen. Angesichts dieser Spannung muss homosexuell aktiven Personen kirchlicherseits seelsorglich einfühlsam begegnet werden.“

Es erstaunt allerdings, daß in dieser Stellungnahme nicht der amtlich gültige Passus (Absatz 2358) des Katholischen Weltkatechismus (KKK) zum Thema Homosexualität zitiert wird, sondern eine längst veraltete Version noch vor ihrer Korrektur.

Hierzu sei zunächst Folgendes erläutert:

Die erste Fassung des KKK wurde 1992 in französischer Sprache veröffentlicht; von dieser Ausgabe wurden danach diverse landessprachliche Übersetzungen angefertigt.

1997 erschien die maßgebliche lateinische Ausgabe des KKK (mit einigen  korrigierten  Stellen); diese definitive bzw. nummehr gültige Fassung wurde 2003 endlich in deutscher Übersetzung veröffentlicht. WeltkatN

Dabei wurde in puncto Homosexualität eine „strengere Gangart“ eingeschlagen, also deutlicher formuliert als in der vorigen Fassung.

Nun enthält aber diese Grazer Bistums-Stellungnahme noch die unkorrigierte Erstfassung des KKK in Sachen Homosexualität, in der dreimal der unsinnige Ausdruck „Veranlagung“ bzw. „veranlagt“ vorkommt.   

In der amtlich-gültigen Version ist hingegen zu Recht keineswegs von einer „nicht selbstgewählten Veranlagung“ die Rede, sondern vielmehr von einer „tiefsitzenden homosexuellen Tendenz“.

Zudem wird diese Neigung jetzt entsprechend der biblischen Botschaft und der kirchlichen Lehre als „objektiv ungeordnet“ bezeichnet, denn sie entspricht nicht der Schöpfungsordnung Gottes.

Die Redeweise von einer homosexuellen „Veranlagung“ ist schon rein wissenschaftlich betrachtet haltlos, zumal es kein „Homo-Gen“ und auch weiter kein Indiz für eine Vererbung des homosexuellen Empfindens gibt.

Führende Köpfe der modernen Psychologie betrachten diese Ausrichtung als eine meist in Kindheit oder Jugendzeit erworbene „sexuelle Abirrung“ (Sigmund Freud); C.G. Jung bewertete homosexuelle Tendenzen als „unreife Form des erotischen  Ausdrucks“. 

Besonders Alfred Adler  –  er begründete die Individualpsychologie  –  lehnte die Vorstellung von einer „Veranlagung“ strikt ab; er führte die Entstehung der Homosexualität vielmehr auf Konfliktfelder im Elternhaus, in der Erziehung und zusätzlich auf Probleme der Selbsterziehung zurück. 

Doch die Erklärung der Bistumsleitung zitiert nicht nur eine veraltete Fassung des KKK, sondern unterläßt es auch, den vorhergehenden Abschnitt des gültigen KKK zu zitieren, der sich ebenfalls zur Homosexualität äußert.

Darin heißt es unter Nr. 2357 mit Hinweis auf die Heilige Schrift, daß „Homosexualität eine schlimme Abirrung“ sei, daß „die homosexuellen Handlungen in sich nicht in Ordnung sind“, daß sie „gegen das natürliche Gesetz verstoßen“ und „in keinem Fall zu billigen sind“.   

Stattdessen heißt es jedoch in der „Grazer Erkärung“ des bischöflichen Ordinariats in reichlich weichgespülter Weise, die katholische Kirche könne eine homosexuelle Praxis nicht als regulär anerkennen“.   –   Ein schwerwiegender Verstoß gegen die göttlichen Gebote und das natürliche Sittengesetz soll lediglich „nicht regulär“ sein?  – Eine klare kirchliche Verkündigung und Wegweisung sieht sicherlich anders aus!

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Unser Artikel zu den Angriffen auf Pfarrer Tropper vor einem Jahr: https://charismatismus.wordpress.com/2012/04/15/aufregung-in-osterreich-vom-grosen-fernsehen-bis-zur-kleinen-zeitung/

ERGÄNZENDER ARTIKEL aus einer österreichischen Webseite: http://www.andreas-unterberger.at/2013/04/bischof-kapellari-verteidiger-des-islam-und-der-praktizierten-homosexualitaetij/


Verteidigung eines Landpfarrers: „Wer hat Angst vor Pfarrer Tropper?“

Von Inge M. Thürkauf

Ja, wer hat Angst vor Pfarrer Tropper? –  So könnte man in Anlehnung an das Theaterstück des amerikanischen Dramatikers Edward Albee „Wer hat Angst vor Virginia Wulf?“ fragen, nachdem man verschiedene Repliken und Kommentare zum kritischen Artikel des Pfarrers von St. Veit mit dem Titel „Wissenschaftliche Erkenntnisse zur Homosexualität“ hat Revue passieren lassen.

Sogar „Altersstarrsinn“ wird dem österreichischen Pfarrer bescheinigt  – und „kirchenrechtliche Konsequenzen“ sollen ihm drohen.

Etwas viel Lärm um einen Priester, der sich erlaubt, in deutlichen Worten die altehrwürdige Lehre der Kirche zu diesem Thema seinen Gläubigen nahezubringen  –  entsprechend seinem Auftrag, den Glauben zu bewahren und getreu dem Wort des hl. Paulus folgend, das zu verkünden, was ihm überliefert wurde (1 Kor 15,3).

Der casus belli im aktuellen Fall besteht in Pfarrer Troppers Bekräftigung der biblischen Aussage, dass zum vollen Menschsein die zwei Geschlechter Mann und Frau gehören, die sich in ihrer Zweigeschlechtlichkeit gegenseitig ergänzen, wohingegen die Gleichsetzung von homosexueller Lebensweise mit der Ehe nicht dem schöpfungsgemäßen Bild des Menschen entspricht.

Nachdem Homosexualität immer mehr zu einem politisch korrekten Tabu geworden ist, an dem nicht gerüttelt werden darf, ist dies mutige Wort zur Klärung der homosexuellen Identität  – wenn auch nur im enggesteckten Rahmen eines Pfarrblatts  –  überfällig.

Seitdem 1973 die Amerikanische Psychiatrische Gesellschaft (APA) dem Drängen der Homobewegung nachgegeben und Homosexualität aus der Liste psychischer Störungen herausgenommen hat, verschärfte sich der Kampf gegen die „religiösen Homohasser“. Homosexualität wurde zum alternativen Lebensstil erhoben.

Der Allgemeinheit konnte offensichtlich recht erfolgreich vermittelt werden, dass Homosexuelle für ihre Neigung genauso wenig verantwortlich sind wie für ihre Körpergröße, Homosexualität folglich keine Abweichung sei, es würde sich lediglich um eine andere Art Menschen handeln, „die einen gutzuheißenden Lebensstil leben, der außerdem die perfekte Antwort auf die Bevölkerungsexplosion sei“ (Quelle: „Medizin und Ideologie“ 3/2009, S. 7).

Unterstützt durch die Medien wird bis heute impliziert, daß Homosexualität angeboren sei und Gott den homosexuellen Menschen als solchen geschaffen habe. Folglich sei es unmöglich, zu versuchen, durch Therapie eine Änderung herbeizuführen, denn damit verstoße man gegen die Natur, was gesundheitliche Probleme nach sich ziehen könne.

Stellt niemand die Frage, wie es möglich sein kann, dass der Gott der Liebe einen Menschen mit einer homosexuellen Disposition erschafft, um ihn danach exakt dieser Veranlagung wegen zurückzuweisen und zu verurteilen? (Siehe Lev 18,22 und Lev 20, 13, sowie Röm 1, 24-28).

Offensichtlich geht es hier nicht um Wahrheit, sondern um Macht, denn Opposition gegen diesen Wandel der gesellschaftlichen Definition von Homosexualität wird immer aggressiver geahndet. Vor allem konservative Christen werden gezielt eingeschüchtert, diskreditiert und zum Schweigen gebracht.

Opfer der „political correctness“: Rocco Buttiglione

Ein beinahe klassisch zu nennender Fall ereignete sich 2004, als Rocco Buttiglione, Professor für politische Philosophie und Politikwissenschaften, von Italien als Vizepräsident der EU und Kommissar für Justiz, Freiheit und Sicherheit nominiert wurde.

Bei einer Anhörung im EU-Parlament befragte ihn eine grüne Abgeordnete zu seiner Haltung zur Homosexualität. In seiner Antwort erläuterte er klar die Unterschiede zwischen Moral und dem geltenden Recht. Auch wenn er persönlich der Meinung sei, Homosexualität ist Sünde, würde er die Charta der Grundrechte der Europäischen Union voll unterstützen, die erklärt, dass niemand aufgrund seiner sexuellen Identität diskriminiert werden dürfe.

Doch mit diesem Hinweis auf die Sündhaftigkeit der Homosexualität wurde er für das EU-Parlament nicht mehr tragbar. Sein Amt erhielt ein anderer. Es waren also nicht wissenschaftliche, sondern politische Gründe, die Buttiglione zum Rücktritt zwangen.

Letztlich jedoch war es sein Bekenntnis zur Lehre der Kirche wie sie im Katechismus der Katholischen Kirche festgehalten ist, wo unter Nr. 2357 zu lesen ist, dass „Homosexualität eine schlimme Abirrung“ ist und „dass die homosexuellen Handlungen in sich nicht in Ordnung sind“.

Nicht wenige sprachen nach der Causa Buttiglione von einer sublimen Art der Christenverfolgung.

Nun hat das Schwert der Diskriminierung nicht einen Politiker, sondern einen Landpfarrer getroffen, der es gewagt hat, sich politisch inkorrekt gegen den Mainstream der Homolobby zu stellen.

Eine Klarstellung von bischöflicher Seite aus biblischer Sicht bezüglich der vielfach propagierten „Normalität homosexueller Verhaltensweisen“ erwarten nun vor allem jene, die eine Veränderung ihrer homosexuellen Neigung anstreben und hoffen, mit Hilfe geeigneter Therapien heterosexuelle Entwicklungen in ihrem Leben zu entdecken und zu fördern.

Inge M. Thürkauf ist Schauspielerin und kath. Autorin

Hier unser Bericht über die unsinnigen Proteste gegen Pfarrer Karl Tropper:
https://charismatismus.wordpress.com/2012/04/15/aufregung-in-osterreich-vom-grosen-fernsehen-bis-zur-kleinen-zeitung/