Pfarrer Spätling fordert Bischof Genn auf, nicht an der Jugendsynode in Rom teilzunehmen

Von Felizitas Küble

Der katholische Geistliche Paul Spätling aus Emmerich hat seinen Bischof Dr. Felix Genn (Münster) in einer öffentlichen Stellungnahme aufgefordert, nicht  – wie geplant – an

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der Jugendsynode teilzunehmen, die im Oktober 2018 in Rom durchgeführt wird, sondern bewußt hierauf zu verzichten.

FOTO: Pfr. Spätling (Dritter von rechts) beim Lebensrechts-Gebetszug 2015 in Münster

Der theologisch konservative Pfarrer, in dessen Familie sich selber ein Opfer sexuellen Mißbrauchs durch einen Priester befindet, erinnert den Oberhirten des Bistums Münster an den „Mut“ des US-amerikanischen Kardinals Tobin und des niederländischen Weihbischofs Musaerts, die eine Einladung zu dieser Synode abgesagt hatten:

„Die Begründung: Bei soviel Mißbrauch von Jungen bis hin zu Bischöfen und Kardinälen verbiete sich zu diesem Zeitpunkt eine Teilnahme.“

Der Priester bemängelt, daß „Papst Franziskus für solche Begründungen leider gänzlich unempfänglich“ sei.

Pfarrer Spätling übt sodann deutliche Kritik an einigen Vorgängen in der Diözese Münster: Aus seiner Sicht laufen die vor vier Jahren von Bischof Genn (siehe Foto) angeordneten Präventionsmaßnahmen zum Schutz von Kindern „ins Leere“:

Er erinnert zum Beispiel an den Fall des Pastors Norbert Happe in Beelen, der pro-homosexuelle Romane in die Pfarrbücherei seiner Gemeinde eingestellt und sie Jugendlichen ausdrücklich empfohlen hat: „Der Bischof verweigert dazu jede Stellungnahme. Und der Pfarrer macht fröhlich weiter“, beklagt Pfr. Spätling. (Näheres über diese Causa in unserem CHRISTLICHEN FORUM: https://charismatismus.wordpress.com/2018/09/17/pfarrer-happe-schenkte-katholischer-buecherei-schwule-sexromane-zum-verleihen/)

Der Autor stellt daher grundsätzlich die Frage:

„Was bewirken des Bischofs Präventionsmaßnahmen? Sind sie nur Show? So habe ich es damals empfunden, als Genn mit viel Presseaufwand Priester und bezahlte Laienkräfte der Diözese in die große „Halle Münsterland“ zusammentrommelte. Wollte er der beste unter den deutschen Bischöfen in dieser Angelegenheit sein? Eine Kampagne fürs Image?“

Im Bistum Münster seien, so Pfr. Spätling weiter, „Klamaukmessen  mit Nebel- und Lichtwerfern“ in Mode, nicht jedoch das biblisch orientierte Predigen über Sexualität und Gottes Gebote, z.B über 1 Kor 6,9, wo der Apostel Paulus schreibt: „Täuscht euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener noch Ehebrecher noch Weichlinge noch Knabenschänder, weder Diebe noch Habgierige, nicht Säufer, nicht Lästerer, nicht Räuber werden das Reich Gottes erben.“

Der Verfasser übt außerdem Kritik an Bischof  Genns Schlagwort vom „Klerikalismus“, der angeblich die Ursache für die Mißbrauchskrise in der Kirche sei. 

Pfarrer Spätling schreibt dazu wörtlich: „Stattdessen gibt Bischof Genn vor, daß für diesen Mißbrauch angeblich der Klerikalismus in der Kirche verantwortlich sei – ganz nach Franziskus.“

Er verweist als Kontrapunkt auf Kardinal Gerhard Müller, „den zwangsemeritierten Präfekten der Glaubenskongregation“. Der vatikanische Würdenträger (siehe Foto) habe der Ablenkungs-Floskel „Klerikalismus“ am 15.9.2018 in Rom eine klare Absage erteilt:

„Nicht der Klerikalismus, „was immer das sein mag“, sondern die Abkehr von der Wahrheit und die moralische Zügellosigkeit seien die Wurzel des Übels. Die Korruption der Lehre ziehe immer die Korruption der Moral nach sich und manifestiere sich in ihr: „Die schwere Versündigung an der Heiligkeit der Kirche ohne Gewissensbisse ist die Folge der Relativierung des dogmatischen Fundaments der Kirche.“

Pfr. Spätling fügt hinzu: „Das heißt im Klartext: Die Ursache für alle diese sittlichen Verfehlungen ist der Glaubensverlust.“

Abschließend äußert sich der Geistliche skeptisch über Werbefeldzüge des Bistums, über „großangelegte Pressekampagnen unseres Bischofs von Münster – Stichwort: „Markenentwicklung – Marketing“ – so diese Millionen an Geldern verschlingende Kampagne. Unser Glaube wird nicht „vermarktet“…

Der Glaube hat ein Fundament. Aber gerade diese Grundlagen des Glaubens werden seit mindestens 50 Jahren von den deutschen Bischöfen sträflich vernachlässigt.“

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet hauptamtlich den KOMM-MIT-Verlag in Münster sowie ehrenamtlich das Christoferuswerk, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

Ergänzender und aktueller Artikel zu Kardinal Müller: https://charismatismus.wordpress.com/2018/08/30/wurde-mueller-als-glaubenspraefekt-entlassen-weil-er-die-weiche-welle-verweigerte/


Vatikan hebt Predigtverbot für islamkritischen Pfarrer Paul Spätling auf

Kleruskongregation korrigiert Dekret von Bischof Felix Genn

Pressemeldung des CHRISTOFERUSWERKs in Münster:

Am 20. Januar 2015 informierte der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, die Medien in einer öffentlichen Stellungnahme darüber, daß er Pfarrer Paul Spätling aus Emmerich die Predigtvollmacht entzogen habe, weil der Geistliche sich am Abend zuvor bei einer Ansprache auf einer Pegida-Kundgebung in Duisburg islamkritisch geäußert hatte.
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Nachdem der Oberhirte von Münster das Gesuch des Priesters um Rücknahme dieses Predigtverbots abgewiesen hat, wandte sich Pfarrer Spätling gemäß den Regeln des Kirchenrechts am 19. März 2015 mit einem hierarchischen Rekurs an die römische Kleruskongregation, die von Kurienkardinal Beniamino Stella geleitet wird.

Der Präfekt gab der Beschwerde des Geistlichen in seinem amtlichen Dekret vom 27. Juni 2015 (Prot-N. 20152101) hinsichtlich des vom Bischof verfügten Predigtverbotes recht und bezeichnet diese Maßnahme als „unverhältnismäßig“.

Die Kongregation erklärt, die Tatsache, dass Pfarrer Paul Spätling „im Zuge einer Demonstration eine Ansprache gehalten hat“, reiche nicht aus, „um den vollständigen Entzug der Predigtvollmacht zu begründen.“  – Präfekt Stella fügt hinzu: „Der Entzug der Predigtvollmacht müsste seine Grundlage weitaus unmittelbarer aus dem Umstand ableiten, dass der Kleriker nicht zum Predigen befähigt wäre oder dass er die zur Lehr- und zum Predigtdienst gegebenen Vorgaben seines Bischofs nicht eingehalten hätte“.  PICT0283

Die weitere bischöfliche Verfügung, welche dem islamkritischen Geistlichen untersagte, „öffentlich im Namen der Kirche innerhalb und außerhalb von Kirchen zu sprechen“, wurde hingegen von der Kleruskongregation bejaht.

BILD: Pfarrer Paul Spätling beim Gebetszug für die ungeborenen Kinder in Münster (März 2015)

Abschließend heißt es in dem vier Seiten umfassenden Dekret des vatikanischen Dikasteriums:

„Nachdem diese Kongregation ihre Kompetenz festgestellt hat, antwortet sie im Sinne der oben angeführten Punkte des H.H. Paul Spätling mit Dekret und verfügt, dass das bischöfliche Dekret vom 20. Januar 2015 gemäß c. 1739 CIC korrigiert wird; das heißt, der Entzug der Predigtvollmacht wird aufgehoben, das Verbot, öffentlich im Namen der Kirche innerhalb und außerhalb von Kirchen zu sprechen, wird hingegen bestätigt.“

Sodann erfolgt noch ein formaler Hinweis, wonach gegen dieses Dekret Rechtsmittel bei der Apostolischen Signatur eingelegt werden können.

Unsere damalige Kritik am Predigtverbot des Bischofs: https://charismatismus.wordpress.com/2015/01/20/munster-bischof-felix-genn-entzieht-pfarrer-paul-spatling-die-predigtbefugnis/

Das als gemeinnützig anerkannte CHRISTOFERUSWERK eV. in Münster ist eine Aktionsgemeinschaft katholischer und evangelischer Christen; es betreibt ehrenamtlich dieses CHRISTLICHE FORUM.

Kontakt-Daten: Christoferuswerk eV, 48007 Münster, Postf. 1963, Tel. 0251-616768, Fax 0251-614020, Mail: felizitas.kueble@web.de

Diese Meldung erscheint auch auf KATHNEWS: http://www.kathnews.de/vatikan-hebt-predigtverbot-fuer-islamkritischen-pfarrer-auf

 

 


FOTOs vom 1000-Kreuze-Marsch in Münster

Von Felizitas KüblePICT0267

Ergänzend zu unserer aktuellen Berichterstattung über den Lebensrechtler-Gebetszug in Münster am 21.3.2015 veröffentlichen wir nun weitere Bilder, die einen anschaulichen Eindruck von der Kundgebung und der Demonstration für die Ungeborenen vermitteln.

Sehr erfreulich war natürlich die Teilnahme von zwei katholischen Geistlichen an unserer Kreuze-Aktion, darunter der im Niederrhein wirkende Pfarrer Paul Spätling, der in Priesterkleidung (Soutane und Birett) erschienen ist. PICT0268

Die drei ersten Fotos zeigen unseren Gebetszug durch die City Münsters (in Nähe der Lamberti-Kirche), wobei Pfr. Spätling jeweils mit einer Marien-Ikone in der Hand zu sehen ist.

Pastor Spätling kam Mitte Januar deutschlandweit in die Medien, weil er sich auf einer kurzen Ansprache bei einer PEGIDA-Kundgebung in Duisburg kritisch über den islamischen Eroberungsdrang und die Bedrohung Europas in Vergangenheit und Gegenwart äußerte. 

Diese Aussagen wurden  von Bischof Dr. Felix Genn, dem Oberhirten des Bistums PICT0283Münster, mit einem allgemeinen Predigtverbot für Pfr. Spätling geahndet.

Viele Katholiken empfanden diese Reaktion als unverständlich, zumal bekannt ist, daß z.B. eine ausdrückliche Leugnung von Glaubenswahrheiten (sei es die Gottheit Christi, die Jungfräulichkeit Mariens oder biblisch bezeugte Wunder) keineswegs zu einem Entzug der Predigterlaubnis führt. PICT0293

Dasselbe gilt für liturgische Mißstände oder die in Münster weitverbreitete Praxis der Laien-Predigt, die kirchenrechtlich untersagt ist.

Das vierte Foto zeigt einen weiteren Geistlichen, den Benediktinerpater Chrysostomus Ripplinger OSB. Er zelebriert häufig die sog. „alte Messe“ in der St. Ägidii-Kirche, feiert also die PICT0297außerordentlichen Form des römischen Ritus.

Hinter ihm sehen wir im roten Anorak Doris de Boer, eine junge katholische Familienmutter und Journalistin aus Kevelaer.

Wie stark unser Gebetszug von Polizeibeamten vor linksradikalen Randalen beschützt wurden, dokumentiert das nächste Foto. Unsere „Prozession“ wurde beidseitig auf der gesamten Route von Polizisten „flankiert“.  PICT0300

Das weitere Foto zeigt einige ultralinke Protestler, die ihre Antifa- bzw. Regenbogen-Fahne hochhalten, wobei sie ständig „Homosexualität“ brüllten. Allerdings wurden sie in ihrem Treiben von der Polizei stark in Schach gehalten.

PICT0294Den wirksamen Schutz durch freundliche Polizistinnen und Polizisten veranschaulicht auch unser nächstes Bild. PICT0291

In der Mitte sehen wir Reinhard Dörner mit dem weißen Holzkreuz; er ist Vorsitzender des Kardinal-von-Galen-Kreises und beteiligt sich gemeinsam mit seiner Frau Gertrud seit langem an unserer Lebensrechts-Demo in Münster.

Unser Gebetszug begann mit starkem Regen während der Kundgebung auf dem Ägidii-Kirchplatz, danach hellte sich das Wetter sichtlich auf.

Vorne auf dem Bild sehen wir wieder Pater Chryostomus, hinter ihm das Ehepaar Reinhard und Gertrud Dörner. Gertrud leitet die „Marianische Liga“, eine deutschlandweite katholische Frauen-Initiative.PICT0285

Kurz bevor ich dieses Bild auf einer typischen Geschäftsstraße in Münster knipste (siehe „viereckiges“ Foto), hörte ich, wie ein Passant eines unserer Kirchenlieder aus voller Kehle mitsang. Andere Fußgänger schauten erstaunt unserem Kreuze-Marsch zu, viele fotografierten uns. PICT0288

Sicher werden die meisten sich sehr gewundert haben, warum solch eine offensichtlich harmlose Prozession von hunderten Polizeibeamten beschützt werden mußte…

Auch das nächste „runde“ Foto dokumentiert den massiven Polizei-Einsatz: Von beiden Seiten her wurde unser Gebetszug von Beamten begleitet. Oft rannten sie eilig nach vorne, um Seitengassen zu blockieren, wenn dort Störer im Anmarsch waren.

Das Bild zeigt unseren Weg in Richtung Liebfrauenkirche, von Münsteranern auch „Überwasserkirche“ genannt, weil sie sich gleichsam „über dem Wasser“ befindet (neben dem Gotteshaus befindet sich ein kleiner Fluß, die sog. „Aa“).

PICT0276Münster ist die fahrradreichste Stadt Deutschlands – das veranschaulicht dieses viereckige Bild unserer „Prozession“ um die Servatii-Kirche. An allen Ecken und Enden sieht man abgestellte Räder. Es gibt in der Westfalenmetropole mehr Fahrräder als Einwohner. Zugleich wird Münster als „Stadt der Kirchen“ bezeichnet  – mit ca. 70 Gotteshäusern durchaus zu Recht.

PICT0282Die Innenstadt Münsters wurde durch alliierte Bombenangriffe im 2. Weltkrieg fast völlig zerstört, auch viele Kirchen einschließlich des uralten Doms.

Mit nur einer Stimme Mehrheit beschloß der Stadtrat damals, die City im historischen Sinne wieder aufzubauen – heute sind die Münsteraner (und Touristen) froh darüber, denn die Stadt mit ihren „Bogenhäusern“ im Umfeld der Lamberti-Kirche sieht wunderschön aus.

PICT0296Zugleich gilt Münster, die „Stadt der Kirchen“, auch als besonders „regenreiche“ Zone, weshalb seit langem folgende Redensart gang und gäbe ist: „In Münster regnet es oder es läuten die Glocken – und wenn Sonntag ist, geschieht beides.“ 

Das viereckige Foto zeigt unseren Gebetszug, nachdem der Platzregen endlich aufgehört hatte.

Unsere letzte Station war der Domplatz mit dem Denkmal des Kardinal von Galen, weltbekannt auch als „Löwe von Münster“, weil er den Nazis unbeugsam die Leviten las.

Das riesengroße Denkmal war in der Nacht zuvor von Gegnern massiv beschmiert worden. PICT0301Dort halten die Lebensrechtler jährlich ihre Abschlußkundgebung, die auch diesmal wieder von lautstarkem Protestlärm ultralinker Chaoten geprägt war, so daß wir die Ansprache unseres Versammlungsleiters akustisch kaum verstehen konnten.

Der Kreuze-Marsch endete mit Gebeten, Liedern und dem priesterlichen Segen durch P. Chrysostomus Ripplinger.

HIER geht es zu unserem Aktionsbericht: https://charismatismus.wordpress.com/2015/03/21/kreuze-marsch-der-lebensrechtler-erfolgreich-polizei-hielt-linke-chaoten-unter-kontrolle/

 

 

 


Pfarrer Paul Spätlings Ansprache vom 19.1. auf der PEGIDA-Kundgebung in Duisburg

Wortlaut der Rede, die dem Priester ein Predigtverbot einbrachte:

Ich danke erstmal dem Vorstand, daß ich hier sprechen darf. Ich bin hier zum ersten Mal in Duisburg bei der PEGIDA. Ich bin aus diesem Grund hier, weil man bei der PEGIDA-Demonstration in Köln die Lichter ausgestellt hat am Kölner Dom – und ich halte das für sehr, sehr betrüblich: deswegen, weil es der Herr Dompropst am Vorabend des großen christlichen Festes der Erscheinung des HERRN, der heiligen Drei Könige getan hat.  DSC_0568

Es ist ein großer Festtag gerade in Köln, weil dort die Gebeine der hl. Drei Könige im Dom sind und der Dom für diese hl. Drei Könige gebaut worden ist.

Die hl. Drei Könige haben das Licht gesehen, das Licht Christi vom Stern  –  und dieses Licht ist ein Symbol – und dieses Licht wird einfach hier ausgeschaltet, nur weil Menschen friedlich zusammenkommen und gegen die Islamisierung Europas stehen.

Wenn ich mich nicht irre, haben die Christen Europas schon fast 1400 Jahre gegen den Islam kämpfen müssen, weil er in Europa eingefallen ist. Immer wieder hat sich Europa verteidigt, hat sich die Christenheit verteidigt – und jetzt seit etwa 20, 30 Jahren sollen wir das nicht mehr tun?

Gehört denn der Islam zu Deutschland? – Das ist doch ein unmögliches Wort, was die Frau Merkel dort gesagt hat.

Wenn ein großer spanischer Dichter Cervantes, der den „Don Quijote“ geschrieben hat, wenn er als junger Mann mit 21 Jahren bei der Schlacht von Lepanto seinen linken Arm verloren hat – Entschuldigung: seinen rechten Arm – und ist dann ein ganz großer Dichter geworden. Was hat der Mann auf sich genommen, damit die Türken von Europa ferngehalten würden?!Cervantes

Und dieser Dichter Cervantes ist abgebildet auf einem 20-Cent-Stück aus Spanien des Euro. Vielleicht schauen Sie mal drauf, vielleicht haben Sie ein Bild schon bekommen.

Ich hoffe nicht, daß Frau Merkel und andere den Antrag stellen, daß diese Münze verschwindet.

Ich danke ganz herzlich für Ihr Gehör und bitte dann, daß wir in Ruhe, Ordnung und Frieden den Marsch für Deutschland machen.

Ton-Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=ZEkld1nR6rQ

HINWEIS: Wegen dieser Wortmeldung wurde der Priester mit einem allgemeinen Predigtverbot durch den Bischof von Münster belegt. Näheres hier: https://charismatismus.wordpress.com/2015/01/20/munster-bischof-felix-genn-entzieht-pfarrer-paul-spatling-die-predigtbefugnis/

Anders als im Bistum Münster: Bischof Koch von Dresden empfiehlt fairen und sachlichen Umgang mit PEGIDA: https://charismatismus.wordpress.com/2015/01/25/bistum-dresden-bischof-heiner-koch-empfiehlt-fairen-umgang-mit-pegida/

Weiterer Artikel zur Causa Spätling: http://www.blu-news.org/2015/01/27/pegida-demo-mit-gottes-segen/

QUELLE für das 1. Foto: Dr. Bernd F. Pelz  – 2. Foto: http://bilder-notizen.blogspot.de/2015/01/rede-des-katholischen-pristers-paul.html

 


Münster: Bischof Felix Genn entzieht Pfarrer Paul Spätling die Predigtbefugnis

Predigtverbot wg. islamkritischer Äußerungen des Priesters

Der katholische Oberhirte von Münster spricht gerne von Toleranz, Dialog und Weltoffenheit. Doch diese hehren Worte und Werte stoßen offenbar schnell an ihre Grenzen, wenn sich ein Geistlicher in konservativer Hinsicht artikuliert und dabei seine staatsbürgerlichen Rechte wahrnimmt.IMG-20150120-WA0061-440x248
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Schließlich haben auch katholische Priester das Recht, sich politisch zu äußern, solange dies im Rahmen der grundgesetzlich garantierten Meinungsfreiheit geschieht.
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Im Falle des 67-jährigen Pfarrers Paul Spätling (siehe Foto: in der Mitte) aus der Region Niederrhein kam schon einen Tag später die bischöfliche Reaktion: Gestern Abend gab der Priester eine islamkritische Wortmeldung zum Besten, heute wurde ihm bereits die Predigtbefugnis entzogen und dies zugleich an die Öffentlichkeit gebracht. Schneller gehts nimmer!
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Auf der Internetseite des Bistums Münster heißt es hierzu:
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„Herr Pfarrer Paul Spätling, Emmerich, hat am 19. Januar 2015 an der Pegida-Demonstration in Duisburg teilgenommen.DSC_0568
Auf der Bühne hat er sich kritisch über das Ausschalten der Lichter am Kölner Dom bei der jüngsten Pegida-Demonstration dort geäußert.

Zudem ist er auf das Verhältnis von Christentum und Islam in der europäischen Geschichte eingegangen und hat die Bundeskanzlerin wegen ihrer Aussage kritisiert, der Islam gehöre zu Deutschland.

Wir weisen die Aussagen von Herrn Pfarrer Spätling entschieden zurück. Wir distanzieren uns mit Nachdruck von seinem völlig verzerrten Bild von Geschichte und Gegenwart.“

Befindet sich auch der jüdische AJC auf Abwegen?

Vertritt der internationale jüdische Dachverband AJC, der die Kanzlerin aus genau demselben Grund scharf kritisiert hat, etwa auch ein „völlig verzerrtes Bild von Geschichte und Gegenwart“? 

Der AJC stellte jedenfalls unmißverständlich klar, Muslime müßten sich 100714052333-b1-„daran messen lassen, inwieweit sie die deutsche Demokratie verteidigen, statt die Extremisten in den eigenen Reihen zu dulden.“

(Näheres hier: https://charismatismus.wordpress.com/2015/01/15/judischer-ajc-verband-ubt-kritik-an-merkels-aussage-zum-islam/)

Deutlichen Widerspruch zu ihrer Aussage, der Islam gehöre zu Deutschland, erhielt Angela Merkel aber auch vom ehem. Berliner SPD-Senator Thilo Sarrazin und hochrangigen CDU-Politiker bis hinauf zu Volker Kauder.

Der Fraktionschef von CDU und CSU stellte klar: „Die Muslime in Deutschland gehören zum Land, der Islam aber nicht.“ – Islamistische Kämpfer seien zudem sehr wohl Teil des Islams, da sie sich auf den Koran berufen können. Dies erklärte Kauder am gestrigen Montagabend in Bonn  –  also zur selben Zeit, als Pfarrer Spätling sich in Duisburg ähnlich äußerte.  Der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) distanzierte sich ebenfalls von Merkels Bemerkung zum Islam.

Auch der muslimische Autor und Politikwissenschaftler Hamed Abdel-Samad übte scharfe Kritik an der Islam-Aussage der Kanzlerin.  (Näheres dazu hier: http://www.kath.net/news/49015)032_29A

Muslimische SPD-Politikerin gegen Merkel-Aussage

Dasselbe gilt für den Berliner SPD-Bezirksbürgermeister Buschkowsky sowie die muslimische SPD-Politikerin Lale Akgün aus Köln. Die ehem. SPD-Bundesvorständlerin warnte, die Kanzlerin sei sich hoffentlich der Tragweite ihrer Worte bewußt.

Wenn sie den Satz „Der Islam gehört zu Deutschland“ ernst nehme, werde sie „den Islamverbänden alle Rechte zugestehen müssen, die heute die christlichen Kirchen in Deutschland genießen“. So wie die Islamverbände derzeit aufgestellt seien, gerate Deutschland damit „geradezu automatisch unter den Einfluss des politischen Islam“.

Auch die Mehrheit der Deutschen (56%) lehnt laut einer aktuellen INSA-Umfrage Merkels Meinung ab. Nur 44 Prozent stimmen der Kanzlerin zu. (Quelle: http://www.focus.de/magazin/kurzfassungen/focus-05-2015-umfrage-mehrheit-glaubt-nicht-dass-der-islam-zu-deutschland-gehoert_id_4425304.html)

Die Bistumsleitung von Münster verkündet dennoch unbeirrt weiter:
„Herr Pfarrer Spätling bedient mit seinen Äußerungen undifferenzierte Klischees gegenüber dem Islam. Er schürt mit seinen Aussagen eine Feindlichkeit gegen „den Islam“, die wir für gefährlich erachten.“

Warum gibt es denn seitens des Bischofs keine Erklärung darüber, daß er zumindest den Islamismus „für gefährlich erachtet“?  –  Oder stehen Islam und Islamismus in der Diözese Münster gleichsam unter Denkmalschutz?

Für Polizisten gefährlich: Anti-Pegida-Demonstrationen

Und sind Teile der Pegida-GEGNER etwa nicht tatsächlich „gefährlich“?  –  Gerade in Duisburg, wo Pfarrer Spätling sprach, haben gegnerische Linksradikale vier Polizisten verletzt, wovon drei sogar dienstuntauglich geschlagen wurden. Deutschlandweit wurden 18 Polizisten allein am gestrigen Montag durch linke Chaoten bei Anti-Pegida-Demos verletzt.

(Näheres hier: https://charismatismus.wordpress.com/2015/01/20/duisburg-polizeiprasidentin-entsetzt-von-linksradikalen-randalen-gegen-pegida/)

Interessiert dies den Oberhirten von Münster etwa nicht?

Das sollte ihn aber ins Mark treffen, denn er hat sogar seine Weihnachtspredigt im Hohen Dom dazu genutzt, um sich ausdrücklich gegen PEGIDA zu positionieren. PICT0191

Auch danach lobte er Initiativen bzw. Demonstrationen gegen PEGIDA in Münster  –  und in der Erklärung gegen Pfarrer Spätling heißt es ebenfalls, man sei „dankbar dafür, wie viele Menschen in diesen Tagen auf die Straßen gehen und genau in diesem Sinne ein Zeichen setzen.“

Also ist es des Bischofs moralische Pflicht und Verantwortung, jene Pegida-Gegner, die gewaltsam vorgehen, zur Ordnung zu rufen bzw. sich zumindest eindeutig von ihnen zu distanzieren.

Wann dürfen wir mit einer solch überfälligen Klarstellung rechnen? Wann äußert sich der Bischof endlich mitfühlend zugunsten der verletzten Polizeibeamten? Wann setzt er selber „in diesem Sinne ein Zeichen“?!

Sodann wird in der Bistums-Erklärung behauptet, da Pfarrer Spätling „auch äußerlich sichtbar als katholischer Priester auftritt“, würde er „auch noch seine Autorität als Pfarrer und Priester missbrauchen.“

Ist dem Bistum nicht bekannt, daß der Vatikan seit eh und je bis zum heutigen Tage ausdrücklich eine erkennbar priesterliche Kleidung von den katholischen Geistlichen verlangt, also Soutane oder Kollar („römischer Kragen“)?

Weshalb mit Kanonen auf Spatzen schießen?

Zudem hat Pfarrer Spätling auf der PEGIDA-Kundgebung keineswegs „gepredigt“, sondern lediglich seine politische Meinung kundgetan. Damit muß der Bischof natürlich nicht übereinstimmen  –  aber berechtigt ihn dies zu derart überzogenen Maßnahmen?

Warum wurde nicht erst das Gespräch mit dem Priester gesucht? Weshalb beschränkte sich der Münsteraner Oberhirte (wenn er schon „Handlungsbedarf“ sieht) nicht auf eine interne Rüge oder auf ein Verbot, auf Demonstrationen zu  sprechen? Weshalb ein vollständiges Predigtverbot, das zudem sofort in die Öffentlichkeit hinausposaunt wurde?

Im CIC  –  also dem katholischen Kirchenrecht –  gilt allgemein das Prinzip der „Verhältnismäßigkeit“  –  und in Can. 50 heißt es zudem: „Bevor eine Autorität ein Dekret erläßt, soll sie notwendige Erkundigungen und Beweismittel einholen sowie nach Möglichkeit diejenigen hören, deren Rechte verletzt werden könnten.“

Warum spaltet der Bischof das Kirchenvolk?

Zudem läßt die Stellungnahme wissen: „Die christliche Botschaft ist keine der Ausgrenzung, des Hasses und der Gewalt, sondern eine der Liebe und der Menschenfreundlichkeit.“  foto-dcubillas-www_freimages_com_

Ja sicher – und eben deshalb ist die christliche Botschaft mit dem Koran und insbesondere mit dem Islamismus unvereinbar.

Wie gut doch der Oberhirte zu Münster im voraus Bescheid weiß: „Uns droht in Deutschland ganz sicher keine Islamisierung.“

Uns droht aber jedenfalls eine mutwillig herbeigeführte Spaltung der Christgläubigen, wenn Bischöfe sich politisch derart einseitig aus dem Fenster hängen. Oftmals werden Pfarrer ihres Amtes enthoben mit der Begründung, sie würden angeblich ihre „Gemeinde spalten“. Und was macht der Bischof? – Spaltet er etwa nicht das katholische Kirchenvolk in seinem Bistum?!

Abschließend heißt es, Bischof Genn habe Pfr. Spätling am heutigen Dienstag, den 20. Januar 2015, mitgeteilt, dass er solche Reden wie die gestrige „nicht dulden kann und will“.

In Bezug auf Canon 764 des Kirchenrechtes habe Bischof Genn Herrn Pfarrer Spätling daher die Predigtbefugnis entzogen und ihm „damit verboten, innerhalb und außerhalb von Kirchen öffentlich im Namen der Kirche zu sprechen“.

Hier folgt der Wortlaut des vom Bischof erwähnten Canon 764  aus dem Kirchenrecht, der aber für eine inhaltliche Rechtfertigung seiner Maßnahme nichts hergibt, sondern lediglich formal geprägt ist:

Can. 764: Unter Wahrung der Vorschrift von can.765, haben Priester und Diakone die mit der wenigstens vermuteten Zustimmung des Rektors der Kirche auszuübende Befugnis, überall zu predigen, sofern nicht diese Befugnis vom zuständigen Ordinarius eingeschränkt oder entzogen wurde oder von einem Partikulargesetz eine ausdrückliche Erlaubnis gefordert wird.

Can. 765: Zur Predigt vor Ordensleuten in ihren Kirchen oder Kapellen ist die Erlaubnis des nach Maßgabe der Konstitutionen zuständigen Oberen erforderlich.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

HIER folgt die von Bischof Genn abgelehnte Ansprache von Pfr. Spätling: https://charismatismus.wordpress.com/2015/01/27/pfarrer-spatlings-ansprache-vom-19-januar-auf-der-pegida-kundgebung-in-duisburg/

BILDER-Quellenangaben: 1. Foto: http://www.pi-news.net/2015/01/duisburg-mutiger-pfarrer-nach-auftritt-bei-pegida-nrw-vom-bistum-muenster-abgestraft/ – 2. Foto: Dr. Bernd F. Pelz  –  3. und 4. Foto: Felizitas Küble