Sachsen: Weihnachtsfeier endete blutig

Wie die Sender NT-V und MDR berichten, kam es im sächsischen Aue bei einer Weihnachtsfeier für Bedürftige im Pfarrhaus der evangelischen Gemeinde St. Nicolai am Heiligen Abend zu blutigen Gewalttaten:

Nach Konflikten bei der Ausgabe von Geschenken erhielt ein 52-Jährige aus Syrien Hausverbot. Bald danach tauchte eine Gruppe arabischer Männer auf. Das führte zu neuem Streit mit einem Iraner, der eskalierte.

Ein kirchlicher Mitarbeiter wollte den Streit schlichten und bekam dafür ein Messer in den Bauch gerammt. Der Schwerverletzte wurde noch in der Nacht notoperiert. Der Iraner erlitt leichte Verletzungen.

Die Polizei fahndet nach den flüchtigen Tatverdächtigen.


Köln: Kein fremdenfeindliches Motiv bei Brandanschlag im Flüchtlings-Pfarrhaus

Das sei „menschen- und gottesverachtende Tyrannei“ gewesen, polterte Kardinal Woelki im Kölner Dom, es sei die „Verlängerung des Terrors, vor dem die Familie aus ihrer Heimat geflohen ist“. —> HIER !

Er sprach es  zwar nicht aus, aber das klang ziemlich nach Fremdenfeindlichkeit als Motiv für den Brandanschlag auf ein von Flüchtlingen bewohntes Pfarrhaus in Köln  —> HIER !
Nach den großen Worten kommt jetzt die Ernüchterung: Der mutmaßliche Täter ist ein 17-Jähriger…Von Fremdenfeindlichkeit jedenfalls keine Spur… —> HIER !
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Quelle: http://kreuzknappe.blogspot.de/2016/06/falscher-alarm-bei-kardinal-woelki-der.html

Sachsen: Widerstand gegen neuen evang.-konservativen Landesbischof Rentzing

Innerhalb der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens formiert sich Widerstand gegen die Haltung des künftigen Landesbischofs Dr. Carsten Rentzin zu gelebter Homosexualität. polskaweb

Der Pfarrer der Leipziger Bethlehem-Gemeinde, Christoph Maier, hat auf der Online-Petitionsplattform openPetition.de ein Begehren gestartet mit dem Titel „Ja zur Amtseinführung, aber…“.  – Darin heißt es: „Pfarrerinnen und Pfarrer, Gemeindeglieder und kirchlich Interessierte sagen Ja zum neuen sächsischen Landesbischof Dr. Carsten Rentzing.“

Aber in vielen Punkten stehe man für eine andere Kirche als die, welche der 47-jährige promovierte Theologe und vierfache Familienvater bisher repräsentiere: „Wir stehen für eine Kirche, die den barmherzigen Gott in der Mitte der Heiligen Schrift erkennt und diese nicht als ‚Richterin’ und ‚Norm’ zu einem Regelwerk erstarren lässt.“ 

Hintergrund sind Äußerungen Rentzings, wonach gelebte Homosexualität nicht dem Willen Gottes entspricht. In einem Interview mit der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA hatte er seine Ablehnung des Zusammenlebens homosexueller Partner im Pfarrhaus bekräftigt.

Zugleich hatte er jedoch betont, zu der geltenden sächsischen Regelung zu stehen. Die sächsische Kirchenleitung hatte 2012 beschlossen, das Pfarrhaus in seelsorgerlich begründeten Einzelfällen und bei Zustimmung von Superintendent und Kirchenvorstand für Schwule oder Lesben zu öffnen.

Rentzing war Ende Mai 2015 zum Nachfolger von Landesbischof Jochen Bohl gewählt worden. 

Quelle und vollständiger Text hier: http://www.idea.de/frei-kirchen/detail/streit-um-homosexualitaet-in-sachsen-petition-widerspricht-bischof-91884.html


Der katholische Priester Dr. Wolfgang Schumacher wird evangelischer Pastor

Er will mit seinem Partner im evang. Pfarrhaus zusammenleben

Dr. Wolfgang Schumacher ist katholischer Priester aus dem Bistum Trier und vor kurzem in die evangelisch-lutherische Landeskirche Bayerns eingetreten.

Er möchte dort in der fränkischen Gemeinde Uehlfeld wirken – und zwar, wie die evangelische Nachrichtenagentur IDEA heute meldet, gemeinsam mit seinem gleichgeschlechtlichen Freund, dem evangelischen Professor Peter Bubmann.

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Die beiden Theologen sind eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingegangen. Die zuständigen kirchenleitenden Gremien der bayerischen ev. Landeskirche haben dem Zusammenleben des homosexuellen Paares im Pfarrhaus bereits zugestimmt.

Pfarrer Schumacher wirkte über 20 Jahre in der katholischen Pfarreiengemeinschaft Rupertsberg (Diözese Trier).

In einer per Internet veröffentlichten Erklärung hatte der Priester Anfang Februar 2014 seinen Abschied von der katholischen Kirche und seinen Konfessionswechsel erläutert. 

Zunächst übt er eine  –  größtenteils durchaus berechtigte  –  Kritik an derzeitigen kirchlichen Strukturreformen (z.B. der Zusammenschließung von Pfarreien zu Großeinheiten), welche die Seelsorge und den priesterlichen Dienst erheblich erschweren:

Es kann nicht sein, dass Priester überwiegend Verwaltungsaufgaben wahrnehmen und kaum mehr Zeit zur pastoralen Arbeit in Seelsorge und Gottesdienst finden…Ich möchte wieder mehr direkt mit den Menschen seelsorglich in Berührung kommen und nicht mehr fast ausschließlich Manager sein

Allerdings macht Dr. Schumacher auch theologische und persönliche Gründe für seine Entscheidung geltend.

„Theologisch seit Jahren entfremdet“

So stellt er z.B. fest, er habe sich „theologisch seit Jahren von den Lehren der römisch-katholischen Kirche entfremdet“:

„Ich teile weder ihr Amtsverständnis noch die Ablehnung der Weihe von Frauen und halte viele moraltheologische Entscheidungen des Lehramts für falsch.“

Er erwähnt sein schon früher vorhandenes starkes Interesse an protestantischen und ökumenischen Themen:

„In meiner Doktorarbeit habe ich mich intensiv mit evangelischer Theologie beschäftigt. Ich bin im Laufe der Jahre in einen immer stärker werden Konflikt zwischen meinen inneren Überzeugungen und der Realität der katholischen Kirche geraten.“

Sodann vermengen sich offenbar theologische und persönliche Motive:

„Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich die Forderung des Zölibats und die Ablehnung des Priestertums der Frau für einen Fehler halte und mitverantwortlich für den derzeitigen pastoralen Notstand. Auch persönlich bin ich nicht mehr bereit, die Lebensform des Zölibats zu akzeptieren.“

Aufgrund dieses Hinweises wurde vielfach vermutet, daß Pfarrer Schumacher demnächst heiraten und eine Familie gründen wolle.

In Wirklichkeit wird er ein weiteres Beispiel für „homosexuelle Pastoren im Pfarrhaus“ abgeben, wie dies seitens der EKD seit vielen Jahren erlaubt ist, wobei diese Praxis allerdings von theologisch konservativen evangelischen Verbänden und Persönlichkeiten mit Berufung auf die Heilige Schrift und die göttliche Schöpfungsordnung deutlich kritisiert wird.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster