Geistliche Irreführung durch „Die letzte Reformation“ des Torben Søndergaard

Von Felizitas Küble

Bevor die Pfingstbewegung Anfang des 20. Jahrhunderts in den USA begann und sich wenig später von Nordeuropa aus auch in Deutschland ausbreitete, existierte die Heiligungsbewegung als Vorläufer der Charismatik. 

Diese protestantisch-pietistische Strömung stellte die „Heiligung“ in den Mittelpunkt ihrer Frömmigkeit.

Damit korrigierte sie indirekt die lutherische Rechtfertigungslehre, wonach der Glaube „allein“ selig mache. Die sittlich ernsten Vertreter der Heiligungsbewegung hingegen betonten, daß auch der Gehorsam und die Nachfolge Christi für unser Heil unentbehrlich seien, vor allem die Einhaltung der göttlichen Gebote und die „Früchte des Geistes“.

Diese durchaus berechtigte Einsicht, die der katholischen Lehre sehr nahesteht, ist nach einiger Zeit allerdings über ihr Ziel hinausgeschossen:

Wichtige Wortführer der Heiligungsbewegung, die sich vor allem in den USA und Großbritannien ausbreitete, verkündeten die Lehre vom „reinen Herzen“, womit ein komplett sündenfreier Zustand des Menschen gemeint war, den er erreichen könne, wenn er die „Geisttaufe“ erfahre.

Damit wurde das Aufkommen der Pfingstbewegung theologisch vorbereitet und spirituell begünstigt. Dort steht zwar die Heiligung weniger im Vordergrund, allerdings die „Geistesgaben“ – vor allem die außergewöhnlichen – umso mehr.

Im Laufe der Zeit gab es innerhalb der Charismatik immer wieder Strömungen, die beide Richtung verknüpfen wollen, also verstärkt das Anliegen der Heiligungsbewegung aufgegriffen haben.

Dazu gehört auch die neupfingstlerische Gruppierung „Die letzte Reformation“, die schon durch den Titel ihre eigene Anmaßung und Verstiegenheit aufzeigt. (Siehe hier deren eigene Webseite: http://dieletztereformation.de/)

Der dänische Gründer Torben Søndergaard bietet neben zahlreichen Youtube-Videos auch Seminare und Kickstart-Wochenenden  in Kanada, den USA, europäischen Ländern und seit einiger Zeit auch in Deutschland an.

Wie so häufig wurde ich auch in diesem Falle durch eine kritische Christin auf diese Bewegung aufmerksam gemacht. Betroffene berichten von geistlichen Übergriffen und psychischen Manipulationen auf Kursen der Gruppierung. Belege dazu werden hier aufgezeigt: https://rationalwiki.org/wiki/Torben_S%C3%B8ndergaard

Wie so oft in enthusiastischen Kreisen, hat auch hier der Gründer ein „Erweckungserlebnis“ gehabt, begleitet von Zeichen, Wundern und prophetischen Eingebungen.

Das berechtigt diese „Geisterfüllten“ dann allzu leicht, gleichsam im „Namen Gottes“ – genauer: seines Heiligen Geistes – „vollmächtig“ zu sprechen und zu handeln. 

Daß dieser Schwärmer seine Geisterfahrung nach längerer Fastenzeit erlebt hat, ist auch nicht selten. Fasten ist grundsätzlich gewiß gut, sollte aber nicht in der Absicht vollzogen werden, Gott dadurch quasi zu einer Art Belohnung im Sinne besonderer religiöser Erfahrungen zu drängen.

Der Geist Gottes ist souverän und unverfügbar; er läßt sich nicht für unsere Interessen und Wünsche vereinnahmen, selbst wenn diese sich „geistlich“ tarnen.

Natürlich hat er auch sein Buch „Die letzte Reformation“ im direkten Auftrag Gottes geschrieben, wobei der Höchste es ihm sozusagen diktiert haben soll.

Ihm zufolge läßt sich die urchristliche Zeit der Apostelgeschichte mit ihren „Zeichen und Wundern“ wieder neu beleben; es handelt sich um die alte pfingstlerische Idee vom „neuen Pfingsten“  – in diesen Kreisen auch als „zweiter Segen“ bezeichnet (der erste Segen wäre demnach die Taufe oder der Glaubensbeginn).

Für Søndergaard ist die Voraussetzung für massenhafte Bekehrungen, Erweckungen und Erfolge ein sittlich strenges „Heiligungsleben“ der Christen. Daher betont er die Heiligkeit Gottes, den Abscheu vor der Sünde und er spart nicht mit „himmlischen“ Gerichtsdrohungen.

Wie die Zeugen Jehovas lehnt er Bluttransfusionen ab – und ganz entschieden auch die Kindertaufe, so daß Teilnehmer seiner Seminare zur Wiedertaufe gedrängt werden.

Somit verbindet dieser dänische Pfingstler einige Anliegen der früheren Heiligungsbewegung und eigene „Ticks“ mit denen der heutigen Charismatik.

HIER eine kritische Betrachtung von amtlicher evangelischer Seite: https://www.ezw-berlin.de/html/15_8796.php

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

 


Charismatischer Josua-Dienst bietet „geistliche Vater- und Mutterschaft“ an

Von Felizitas Küble

Heilung und Befreiung, Zeichen und Wunder – das sind die vier Zauberworte der Charismatischen Bewegung. Dabei ist diese Szene in sich sehr vielfältig, nicht nur konfessionsübergreifend, sondern auch sonst recht schillernd und „bunt“.

Fast jede Initiative hat noch eine besondere „Spezialität“ zu bieten, sei es die Heilung von angeblicher „Familienschuld“ (Vorfahrensverstrickungen, Flüche aus vorigen Generationen….) oder das „Wort der Erkenntnis“ (eine vermeintliche prophetische Gabe bzw. Eingabe oder gar Seelenschau), sei es ein euphorisches Zungenreden oder den „Befreiungsdienst“ (ein Quasi-Exorzismus) usw.

Der pfingstlerisch-protestantische Josua-Dienst in Görwihl segelt ebenfalls auf der Welle einer erfahrungs- und gefühlsbetonten Spiritualität, bietet Gebetsseminare für „körperliche Heilung“ an und zudem reichlich kostspielige Tagungen im eigenen Vereinshaus. (So werden z.B. für ein Seminar von Freitagabend bis Sonntagnachmittag ca. 300 Euro verlangt – siehe hier: https://josua-dienst.org/die-geschenke-des-heiligen-geistes/)

Die versprochenen „Gaben des Heiligen Geistes“, die hier „eingeübt“ (!) und „freigesetzt“ werden sollen, sind eben eine anspruchsvolle Sache – zumindest finanziell.

Die Vereinsgründung erfolgte bereits 1989 durch Dr. Christoph und Dr. Utta Häselbarth.

Das Ehepaar hat die Leitung inzwischen zwar in jüngere Hände übergeben, ist aber nach wie vor aktiv im Team dabei – und zwar als Sprecher zu den Themen „innere und körperliche Heilung“, aber auch für die „geistliche Vater- und Mutterschaft“, was immer das heißen mag (siehe hier: https://josua-dienst.org/ueber-uns/)

Benötigt denn das Kirchenvolk „geistliche Väter“ und ebensolche „Mütter“, die sich möglicherweise mit diesem Sonderservice auch noch aufdrängen?

Paulus bezeichnet die Gläubigen als „Knechte Christi“, als Diener des Höchsten. Wer sich freiwillig abhängig macht von GOTT, der wird unabhängig von Menschen. Daher betont der Völkermissionar im Hinblick auf das Heilswerk Christi: „Für einen teuren Preis seid ihr erkauft worden. Werdet nicht Sklaven von Menschen!“ (vgl. 1 Kor 7,23).

Typisch für die Schwärmerbewegung ist sodann ein Unternehmerseminar, das dort angeboten wird – siehe hier: https://josua-dienst.org/unternehmerseminar-mit-beverley-watkins/

Es geht im Sinne des „Wohlstandsevangeliums“ wieder einmal um die „Ökonomie des Himmels“.

Dazu wird eine Frau Beverly Watkins als „anerkannte Seher-Prophetin“ vorgestellt und ins Tagungshaus kommen. Doppelt hält anscheinend besser: wir kennen zwar viele (selbsternannte) „Seher“und auch „Propheten“, aber beides in Personalunion ist schon eine besondere Nummer.

Nun wissen wir es also: „Das Königreich Gottes hat eine Ökonomie, wie jede Nation auf dieser Erde.“

Um in das „Verständnis der himmlischen Ökonomie einzutauchen“, werden Themen wie diese betrachtet:

  • Wie sieht der geistliche „Handel“ aus und inwiefern ist er Teil der himmlischen Ökonomie?
  • Wie handelt man als Priester in der himmlischen Ökonomie?
  • Wie agiert man als König in Gottes Ökonomie auf der Erde?        

Im Büchershop geht es ebenso enthusiastisch zu – ständig ist in den Titeln von Heilung, „Leben im Sieg“, Herrlichkeit, Königtum,  geistlicher Augenöffnung und „erfülltem Leben“ die Rede – ein typisches Halleluja-Christentum eben – siehe hier: https://josua-dienst.org/wp-content/uploads/2019/03/Medienkatalog-Josua-Shop.pdf

Bezeichnend wirkt auch der Titel „Was Gott Dir versprochen  hat“ von David Wilkerson, jahrzehntelang einer der Obergurus im charismatischen Spektrum. Ständig geht es darum, die angeblichen „Verheißungen“ der Bibel zu proklamieren bzw. „in Anspruch zu  nehmen“ (wobei als selbstverständlich vorausgesetzt wird, daß man hierauf einen Anspruch „hat“, den man gar nicht mehr zu erbeten braucht, der vielmehr abholbereit zur Verfügung sateht…).

Typisch auch der Buchtitel: „Biblische Verheißungen für die Salbung des Geistes“. Hier wird mit einem angeblich „höheren“ Christentum der Geisterfüllten geliebäugelt, jenen besonders begnadeten Gläubigen, die von  oben eine „Salbung“ erhalten haben, während das normale Christenvolk sich mit weniger zufriedengibt…

„Guten Morgen, Heiliger Geist“  – das Buch des prominenten Pfingstpredigers Benny Hinn darf da nicht fehlen, zumal ohnehin der Eindruck entsteht, als säßen diese Auserwählten dem Heiligen Geist gleichsam auf dem Schoß, um in eine Geheimnisse eingeweiht zu werden…

Zu Benny Hinn haben wir bereits vor sieben Jahres einen Artikel veröffentlicht https://charismatismus.wordpress.com/2011/07/08/benny-hinn-der-charismatische-starprediger/

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

 


Vergleich von „Ruhen im Geist“ und Shaktipat: eine „Geisttaufe“ auf hinduistisch

Von Felizitas Küble

Seit gut dreißig Jahren befasse ich mich kritisch mit charismatischen Ansichten und Phänomenen, vor allem mit dem weit verbreiteten „Ruhen im Geist“, das im amerikanischen Raum als „Slain in the Spirit“ bezeichnet wird: Erschlagen(sein) im Geist. 

Dieser Ausdruck trifft den Sachverhalt besser als die deutsche Übersetzung „Ruhen im Geist“, denn die Betreffenden fallen bei diesem Geschehnis meist „wie erschlagen“ in Trance nach hinten, manchmal auch vorwärts oder seitlich bzw. sie sacken in sich zusammen. Deshalb bezeichne ich diesen Vorgang anschaulicher als „Hammersegen“.

Jedenfalls können sich die Betroffenen gleichsam wie ohnmächtig eine Zeitlang nicht mehr bewegen oder sie geraten in Ekstase, sprechen mit unverständlichen Lauten und es kommt zum „Toronto-Segen“, also solchen Manifestationen wie dem „Lachen im Geist“ (zwanghaftes Gelächter), Weinen oder Zittern im Geist, sie schütteln sich ständig usw.

Dieser Vorgang geschieht in der Regel direkt nach der Handauflegung oder sonstigen Segenshandlung eines charismatischen „Heilungspredigers“, Star-Evangelisten usw.

„Geist-Ausgießung“ oder Energie-Übertragung?

Von pfingstlerischer Seite wird das „Ruhen im Geist“ als eine Geisttaufe bzw. Ausgießung des Hl. Geistes gedeutet und als Zeichen dafür verstanden, daß der Gläubige nun einen spirituellen „Durchbruch“ erlebt hat, der ihn für die außergewöhnlichen „Geistesgaben“ öffnet und mit Geist-Erfahrungen erfüllt.

Das Interessante ist freilich, daß es genau diese körperlich-seelischen Erscheinungsformen auch in fremden Religionen gibt, z.B. im Schamanismus, im Spiritismus, im Voodoo-Kult und vor allem im Hinduismus. Damit wollen wir uns nun etwas näher befassen:

In der Yoga-Tradition wird dabei von Shaktipat gesprochen, was übersetzt in etwa „Kraftladung“ bedeutet – und gemeint ist damit „das Herabsteigen göttlicher Energie“ – so schreibt es z.B. diese hinduistische Webseite: https://wiki.yoga-vidya.de/Shaktipata

Weiter heißt es: „Beispielsweise durch den Segen eines Meisters kann die göttliche Energie, die Shakti im Schüler aktiv werden.“

Diese kosmische Energie wird auch Kundalini genannt und gerne als Schlange (auf dem Rücken bzw. der Wirbelsäule) dargestellt. Das Wort Kundalini kommt aus dem Sanskrit und bedeutet „gewunden, gerollt“.

Angeblich ruht diese Energie nach alter Hindu-Lehre wie eine zusammengerollte Schlange im Kreuzbein eines jeden Menschen; sie kann durch Yoga-Erfahrungen, Mantras, Visionen oder enthusiastische Glücksgefühle nach oben erwachen.

Durch die Segnung eines Guru wird nun seine „spirituelle“ Kundalini-Erfahrung auf den Schüler übertragen bzw. in diesem selbst erweckt und verstärkt.

Dazu schreibt die erwähnte Yoga-Webseite: „Oft wird Shaktipat auch als Übertragen der Energie vom Guru auf den Schüler bezeichnet…Wichtig für Shaktipat ist es, sich voll auf die Energie eines Meisters einzustimmen. Dies kann durch Opfergaben, Meditation oder auch Seva passiern.“

Auf diesem Blog eines Yoga-Lehrers  – http://www.tantra-tradition.de/10.html  – heißt es dazu:

„Nicht zuletzt besitzt ein tantrischer Guru die Fähigkeit, bestimmte Energien direkt zu übertragen und die Kanäle des Schülers für bestimmte Energiephänomene zu öffnen, wenn dieser dazu bereit ist…Dieses Phänomen nennt man Shaktipat“.

In der aufschlußreichen Biographie „Der Tod eines Guru“ (siehe Foto) berichtet ein hoher Hindu-Meister über seine Bekehrung zum Christentum.

Rabindranath R. Maharaj beschreibt darin aus seiner eigenen Erfahrungswelt, wie die Anhänger eines „erleuchteten“ Meisters in Trance auf den Rücken hingeworfen werden bzw. umsinken, wenn dieser ihnen die Hände auflegt, ihre Stirn berührt oder durch sonstige Gesten seine „Energie“ überträgt.

Unter dem Wort „Shakti-Pat“ wird in dem Buch erklärt: „Bezeichnet die Berührung des Guru, gewöhnlich seiner rechten Hand an der Stirn des Anbetenden, die übernatürliche Wirkungen hat…Durch Verabreichung des Shakti Pat wird der Guru zum Kanal der Urkraft, der kosmischen Kraft, welcher das ganze Universum zugrunde liegt…Die übernatürliche Wirkung des Shakti durch die Berührung des Guru kann den Anbetenden zu Boden werfen, oder er kann ein helles Licht wahrnehmen und eine innere Erleuchtung oder eine sonstige mystische oder psychische Erfahrung machen.“

Der evangelische Autor Dr. Kurt Koch berichtet, daß dieser Ex-Guru Maharaj nach seiner Bekehrung an einer charismatischen Veranstaltung in London teilnahm: Alle ca. zweihundert Presonen fielen nach der „Segnung“ um, nur einer blieb stehen – er selber!  (Quelle siehe letzter Abschnitt hier: http://www.schriftenmission.de/index.php?id=436)

Es mag für manche verblüffend sein, wie zum Verwechseln ähnlich diese beiden Phänome aussehen und wirken:

Sei es im Hinduismus das spiritistisch anmutende Shaktipat oder in der Charismatischen Bewegung das Ruhen im Geist, der „Hammersegen“, das „Erschlagenwerden im Geist“ – angeblich eine spirituelle Erfahrung.

Wer den Vergleich auch rein praktisch beoachten will, der kann unter diesem Stichwort googeln: DE 0:00 / 0:14 Live recording of INTENSE SHAKTIPAT TRANSMISSION

So gelangt man zu diversen Shaktipat-Videos: Schon das erste Youtube-Beispiel zeigt „Fälle“ von Guru-Anhängern, die bei einer Handauflegung bzw. „Segnung“ ihres Meisters umfallen, in Trance geraten, vor Ekstase zittern und beben, teils liegend, teils sitzend, teils in merkwürdigen Verrenkungen.

Der Toronto-Segen: Shaktipat auf charismatisch

Gleichartiges geschieht beim charismatischen Rückwärtsfallen bzw. dem „Toronto-Segen“ (der Name bezieht sich auf Toronto in Kanada, weil es dort bei einer charismatischen „Erweckung“ zu schwarmgeistigen Manifestionen kam).

Zum Thema Toronto-Segen heißt es auf Wikipedia hinsichtlich der „beobachteten Reaktionen“, es seien u.a. „folgende Phänomene“ verstärkt aufgetreten:

„Umfallen, was als Ruhen im Geist gedeutet wird  –  Lachen oder Weinen, das dem Heiligen Geist zugeschrieben wird; euphorische Zustände  – Zungenreden – Zittern – Schütteln  – außergewöhnliche Bewegungen und Laute unterschiedlicher Art, z. B. Tierlaute  –  lautes Schreien, das als Ausfahren böser Geister gedeutet wird – Ohnmachten –  lähmungsähnliche Erscheinungen.“

Weitere hilfreiche Infos lesen Sie hier  – verfaßt von einer evangelische Anti-Sekten-Stelle: http://www.relinfo.ch/toronto/info.html

Schon bei den ersten kollektiv-charismatischen Erfahrungen in Deutschland Anfang des 20. Jahrhunderts (beginnend in evangelischen Gemeinschaften in Kassel) wurden genau diese Phänomene beschrieben; die Tumulte damals führten dazu, daß sogar die Polizei eingreifen und für Ruhe sorgen mußte.

Dies war der Startschuß für die hiesige Pfingstbewegung, die sich dann immer weiter ausbreitete und heute weltweit viele hundert Millionen Menschen erfaßt. 

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt


Wenn Gott und sein Widersacher für Drohungen & Panikmache herhalten müssen

Von Felizitas Küble

Auf dem traditionalistischen Portal „Gloria-TV“ tummeln sich viele Hobby-Autoren mit erscheinungsbewegten Anmutungen oder gar Zumutungen.

Teils sind die Beiträge nur naiv und leichtgläubig, teils von einer fanatischen Verbissenheit geprägt, manchmal seltsam kombiniert mit sentimentaler Rührseligkeit.

Die Kommentare, auf denen ich wegen meiner kritischen Artikel zur Falschmystik als „Lästerzunge“ verunglimpft und mit der Strafe des Himmels bedroht werde, nehme ich seit Jahren ungerührt zur Kenntnis, weil ich derart „fromme“ Entgleisungen seit jeher gewohnt bin.

Das ist das eine – aber der andere Gesichtspunkt erscheint mir von allgemeinem Interesse, denn diese Panikmache ist ein typisches Kennzeichen irrgeistiger oder schwarmgeistiger „Frömmigkeit“.

Hierzu zwei aufschlußreiche Beispiele zur Illustration:

Die Gloria-TV aktive Userin „Andrea“ ist eine Prophetin der besonderen Art, die sich in aller Bescheidenheit als „geringstes Rädchen im Uhrwerk Gottes“ bezeichnet und parallel auch einen eigenen Blog betreibt.

Eine besondere Vorliebe pflegt die anonyme Visionärin für kirchlich abgelehnte „Erscheinungen“ wie etwa die irrigen Kundgaben von der „Warnung“, die auf eine als Betrügerin entlarvte irische Seherin zurückgehen. Mit deren  „Restarmee“ kämpft besagte Andrea gegen kritische Katholiken, die vor dem um sich greifenden Botschaftszirkus warnen.

Nun wäre das egal, wenn nicht der Übereifer dazu führen würde, skeptische Katholiken mit vermeintlich himmlischen  – oder soll man sagen: höllischen?  –  Warnungen zu überziehen.

So schreibt das „geringste Rädchen“ beispielsweise folgendes auf ihrem Restarmee-Blog:

„Was bleibt von einem solchen Forum, welches gleichzusetzen ist mit Uneinsichtigkeit und Ignoranz gegenüber unzähligen Marienerscheinungen, der Besserwisserei einer Frau Küble in Bezug auf viele Seher und Propheten, welche reihenweise dort auf´s Korn genommen und verunglimpft werden?

Mit manchen Leuten hat der Böse leichtes Spiel und kann sie, ob bewusst oder unbewusst, als seine Marionetten tanzen lassen.

O bitte, liebe Frau Küble, lassen Sie ab von der Theatralik, welche Sie auf Ihrer Webseite sehr zum Gefallen Satans aufführen!…Frau Felizitas — Sie haben große Schuld auf sich geladen durch das Bekämpfen der Worte Gottes bzw. Seiner Propheten!“

Freilich gibt es dergleichen Drohgebärden auch bei der anderen Feldpostnummer, nämlich auf evangelischer Seite – genauer: bei dortigen Pfingstbewegten.

 

Hierzu ein Beispiel aus einer Webseite, in der Geschädigte des geistlichen Missbrauchs zu Wort kommen: https://www.matth2323.de/bericht-anonymus-17062017b/

Dort berichtet eine betroffene Christin folgendes:

„Das habe ich in einer Pfingstgemeinde wirklich erlebt. Der Prediger auf der Kanzel bat alle Kinder, den Gottesdienstraum zu verlassen. Dann sagte er:

„Der Hl. Geist wird gleich unmittelbar durch mich zu euch sprechen. Nicht ich werde etwas sagen, sondern der Heilige Geist selbst wird mir seine eigenen Worte auf die Zunge legen. Deswegen müsst ihr genau zuhören. Und ihr müsste aufpassen, dass ihr nichts sagt gegen das, was der Heilige Geist durch mich zu euch spricht…

Ihr wisst, was die Heilige Schrift sagt: Wer auch nur ein Wort sagt gegen den Heiligen Geist, dem wird es niemals vergeben, weder in dieser Welt noch in der nächsten. Er ist einer ewigen Sünde schuldig.

Das heißt konkret, wer etwas sagt gegen das, was gleich der Heilige Geist durch mich spricht, der kommt unfehlbar in die Hölle, und niemand kann ihm mehr helfen…“

Auch diesen Mißbrauch der Bibelstelle Mt 16,26 von der „Sünde gegen den Heiligen Geist“ habe ich selber x-mal bei Erscheinungsbewegten und Charismatikern erlebt, die mir genau dies vorhalten.

Warum diese absurde Beschuldigung?

Ganz einfach: weil sie ihren eigenen Geist oder die „Geistbegabung“ selbsternannter Visionäre für das Gelbe vom Ei halten und daher jede Kritik buchstäblich verteufeln.

Bei mir kann das nach jahrzehntelanger Gewöhnung natürlich keine Gemütsregung, geschweige einen Schock auslösen, zumal ich von vornherein wußte, wie diese Anhängerkreise „ticken“ und dies in Kauf nahm.

Anders ist es bei unerfahrenen Gläubigen, die sich skeptisch äußern und dann mit solchen Drohungen überschüttet werden. Ich weiß von etlichen Betroffenen, die sich dadurch haben einschüchtern und verunsichern lassen oder zumindest davon abgehalten wurden, öffentlich von ihren Erfahrungen zu berichten.

 

 


Vorsicht vor Grenzüberschreitungen und Missbrauch im „geistlichen“ Gewand

Von Felizitas Küble

Die Kirchengeschichte ist voll von religiöser Manipulation und Übergriffen im missbrauchten Namen Gottes  – oder speziell durch Vereinnahmung des „Heiligen Geistes“, zumal in der Pfingstbewegung und Charismatik, sicher auch in Sekten, Esoterik und Sondergruppen, aber beileibe nicht nur dort.

In pfingstlerischen Gruppen wird nicht selten eine Erwartungshaltung aufgebaut nach der Devise: Wer sich nach einer „Geisttaufe“ ausstreckt, gelangt zu einer höheren Stufe des Christenlebens – und dieser „Geistempfang“ erweist sich dann angeblich durch außerordentliche Charismata wie Zungenreden (Sprachengabe), prophetisches Reden, „Wort der Erkennis“, Heilungsgabe usw.

Von der Erwartungshaltung bis zum regelrechten Psychodruck ist der Weg nicht weit und mit vielen frommen Sprüchen bepflastert, teils auch mit mißbrauchten Bibelsprüchen (zB. „Strebt nach dem Geistesgaben“), die aus dem Zusammenhang gerissen werden.

Hierzu zwei typische Beispiele: Auf dem evangelischen Blog „Unendlich geliebt“ findet sich bei den Leserkommentaren ein Erlebnisbericht, verfaßt am 30.4.2012: http://www.unendlichgeliebt.de/2012/04/27/geistlicher-missbrauch-was-ist-das/

„Miri“ schildert dabei folgende Vorgänge:

„…Nachdem ich gläubig wurde, war ich in einem Gebetskreis und der Leiter hat mich bedrängt wie ein Irrer, in Sprachen zu beten. Ich wollte das nicht und ich konnte das nicht.

Das Ganze artete so aus, dass er sich mit mir persönlich getroffen hat, und mich gedrängt hat, mich hinzuknien. Dann hat er für mich gebetet und gesagt, ich hätte jetzt die Sprachengabe.
Ich war nicht dieser Ansicht und ich wollte die auch gar nicht. Mir gings auch ohne gut. Und dann hat er mir irgendein Zeug vorgesprochen und mich nicht eher aufstehen lassen, bis ich irgendwas gelallt hab, und dann sagte er: Siehst Du, Du hast die Sprachengabe.

Ich find das bis heute total obernotpeinlich und wenn ich Charismaten in Sprachen beten höre, da krieg ich bis heute das K….., obwohl die alle ja bestimmt nett sind.
Später dann auch bei den Charismaten: Sooo, wir gehn jetzt alle nach vorn und heben die Hände.  – Ich wollte weder nach vorn noch die Hände heben.

Oder auch total krass: Bibel aufschlagen, und dann ist dies das Wort für Dich. Da hatten wir eine ziemlich labile Person  – und sie schlug die Kreuzigung auf. Die war total am Abdrehen, weil sie dachte: Jesus sagt mir, ich bin so schlecht, dass ich ihn kreuzige.  – Völlig durch den Wind. Sowas ist doch auch geistlicher Mißbrauch.“
.
Ja, keine Frage, beidesmal handelt es sich um (un)geistliche Manipulation, im ersten Fall um eine massive Grenzüberschreitung gegen den Willen der gläubigen Person.
Aber auch das „Bibelstechen“, die Bibel-Mantik ist ein verfänglicher Aberglaube im frommen Mäntelchen: Die Heilige Schrift ist Gottes Wort für uns, aber kein Orakel, kein Ersatz für die Anwendung des eigenen Verstandes, den Gott uns gab, damit wir vernünftige Entscheidungen treffen.
.
Siehe hierzu unseren Artikel aus dem Jahr 2012: https://charismatismus.wordpress.com/2012/05/20/bibelstechen-die-heilige-schrift-ist-kein-orakelbuch/ 


Fasziniert von der Pfingstbewegung – und dabei viel Lehrgeld bezahlt

Von Felizitas Küble

Auch gestandene Glaubensmänner und -frauen können sich von einem völlig neuen Sog begeistern und vereinnahmen lassen, bis oft erst nach vielen Jahren die Ernüchterung folgt. Wohl denen, die dann bereit sind, vorherige Irrtümer aufrichtig einzuräumen und zu ihrem Umdenken zu stehen.

So erging es führenden evangelischen Persönlichkeiten in der Erweckungs- und Heiligungsbewegung, die sich nach mehr „geistlicher Vollmacht“ sehnten und  – durchaus in bester Absicht –  freudig daran glaubten, die aufkommende Pfingstbewegung sei eine Chance des Himmels für die Gläubigen auf Erden.

Wir erinnern hier beispielhaft an vier bedeutende Theologen bzw. Evangelisten aus dem pietistischen (heute würde man sagen: evangelikalen) Spektrum, meist aus der frommen Gemeinschaftsbewegung (Gnadau) oder der Evangelischen Allianz.

Beide Verbände hatten sich  – nach anfänglichem Zögern –  mehrheitlich gegen die „charismatische Welle“ gestellt, die Anfang des 20. Jahrhunderts von Nordamerika kommend über Deutschlands „erweckliche“ Gemeinden hinwegfegte und dabei sogar Persönlichkeiten erfaßte, die vorher durchaus als besonnen galten:

Otto STOCKMAYER (1838 – 1917) war ein württembergischer Theologe, der erst in der Schweiz, später in England wirkte, vor allem in der Oxforder „Heiligungsbewegung“. Diese Strömung erkannte mit Recht, daß die lutherische Rechtfertigungslehre unzureichend war, daß nämlich zur Erlösung durch Christus auch das Bemühen des Menschen um seine „Heiligung“ gehört  – seit jeher ein ebenso paulinisches wie katholisches Anliegen. 

Soweit schön und gut, doch ein Teil dieser evangelischen Strömung verrannte sich allmählich in verstiegene Vorstellungen von einem geistlichen Perfektionismus, vertrat eine Lehre vom „reinen Herzen“, das der Mensch durch den Heiligen Geist schon auf Erden erhalten könne, so daß er sündenfrei zu leben imstande sei. Zudem glaubte man, durch diese geistgesalbte „Überwinderschar“ werde die „Brautgemeinde“ schneller zu Christus „entrückt“ (schon vor jener Trübsalszeit in der kommenden Ära des Antichristen). 

Auf dem Boden dieser überspannten Ansichten war der Schritt in die enthusiastische Pfingstbewegung nicht mehr weit.

Auch Reiseprediger Stockmayer wurde jahrelang von diesem Strom erfaßt, bis er 1909 eine Kehrtwendung vornahm und jenen Theorien ebenso den Abschied gab wie den schwärmerischen Anwandlungen der aufkommenden Charismatik. Als führender Mann in der pietistischen „Gemeinschaftsbewegung“ (Gnadauer Verband) sorgte er gemeinsam mit anderen „Patriarchen“ für eine Trennung von Gnadau und Pfingstlern. Dabei verwies er neben eigenen Erfahrungen auch auf seine Seelsorge mit Belasteten und Aussteigern aus der Charismatik.

Zur Ehrenrettung der Heiligungsbewegung sei noch erwähnt, daß der gemäßigtere Teil in die Oxforder Gruppenbewegung von Frank Buchman einmündete, die sich später in „Moralische Aufrüstung“ umbenannte, aber von der Pfingstbewegung fernhielt.

Prof. Ernst Ferdinand STRÖTER (1846 – 1922) erblickte in Barmen das Licht der Welt, gelangte zuerst nach Paris und später in die USA, wobei er Prediger der von John Wesley gegründeten Methodistenkirche wurde, die zu den neuzeitlichen Erweckungsbewegungen zählt. Er engagierte sich in der Evangelisation der Juden und kehrte Ende des 19. Jahrhunderts nach Europa zurück.

Ebenso wie Pfr. STOCKMAYER war er mit den Ideen der Heiligungsbewegung vertraut und begünstigte durch einige Sonderlehren das Aufkommen der Pfingstbewegung. Als er jedoch die schwarmgeistigen Auswirkungen mehr und mehr erkannte, distanzierte er sich entschieden davon und warnte in seinen Schriften vor Wundersucht und einer Überbetonung der „außerordentlichen“ Charismen. So erschien 1912 seine Schrift „Die Selbstentlarvung der Pfingst-Geister“.

Frau Jessie PENN-LEWIS (1861 – 1927) war gemeinsam mit dem Evangelisten Evan Robers führend in der sog. „Erweckung von Wales“ (1904/05) tätig, die ebenfalls stark von Methodisten geprägt war und als eine Art Vorläufer der Pfingstbewegung gilt, nicht zuletzt durch ihre Hervorhebung einer „Geistestaufe“, die gleichsam der „zweite Segen“ nach der Taufe bzw. Bekehrung sei.

Als diese erfolgreiche britische Predigerin (sie hatte einst sogar Frank Buchman bekehrt) und ihr Mitstreiter Roberts die grundsätzliche Problematik der religiösen Schwärmerei durchschauten, schrieben sie 1912 gemeinsam das warnende Buch „War on the Saints“ (auf deutsch: Krieg den Heiligen) und mahnten darin zur geistlichen Nüchternheit.

Heinrich DALLMEYER (1870 – 1925) betätigte sich aktiv in der Pfingstbewegung. Im Sommer 1907 zog er mit zwei „visionären“ Norwegerinnen nach Kassel, wo eine Serie schwarmgeistiger Versammlungen für großes Aufsehen sorgte. Nach ca. vier Wochen und immer stärkeren Ausuferungen wurden die Zusammenkünfte am 2. August geschlossen. Dallmeyer verlor die Kontrolle über die ekstatischen Vorgänge und geriet selber in den Strudel enthusiastischer Phänomene. Nach langen inneren Auseinandersetzungen hat er sich dann  – ebenso wie sein leiblicher Bruder  – von der Pfingstbewegung losgesagt (Widerruf 1907) und sie danach entschieden bekämpft.

In seiner Schrift „Erfahrungen in der Pfingstbewegung“ aus dem Jahr 1910 befaßt er sich selbstkritisch mit seinem eigenen Irrweg und schreibt u.a. folgendes:

„Ich habe die Hoffnung zu Gott, dass diese Zeilen mithelfen, dass einige der jetzigen Träger der Bewegung Licht bekommen über die Irreführung, in der sie sich gegenwärtig befinden  –  und ich schreibe diese Schrift, nachdem ich im Kämmerlein öfters mit Tränen zu Gott gerufen: „HERR, führe sie heraus!“. Vielleicht kann diese Schrift eine Mithelferin sein, dass manche Geschwister, die jetzt noch in der Bewegung stehen oder gar Träger von Geistesgaben sind, von diesem Irrgeist befreit werden.“  (Quelle: https://das-wort-der-wahrheit.de/download/heinrich-dallmeyer-erfahrungen-in-der-pfingstbewegung/)

Diese Serie über Persönlichkeiten, die sich einst in der Charismatik befanden, aber dann eine Kehrtwendung zum nüchternen Glauben vollzogen, setzen wir hier im CHRISTLICHEN FORUM weiterhin fort.


„Grabsaugen“/Gravesucking für eine „Salbung“ durch verstorbene Charismatiker

Von Felizitas Küble

Es gibt im charismatischen Lager  – zumal in seinem extremen Flügel – nichts, was es nicht gibt – und mag es noch so bizarr wirken.

Zu den mehr als gewöhnungsbedürftigen Praktiken in der pfingstlerischen Bethel-Church des kalifornischen Star-Pastors Bill Johnson gehört z.B. das sogenannte „Grave Sucking“ – gemeint ist ein Aufsaugen der „Salbung“ von toten Predigern oder Pastoren, deren charismatische Geistesgaben man dadurch empfangen möchte, daß man sich auf deren Grab legt.

Falls die Grabstätte sich dafür nicht eignet, weil sie mehr hoch als lang ist, wird sie umarmt.

Unter „Salbung“ versteht man in schwarmgeistigen Kreisen einen besonderen Geist-Empfang – sei es durch die Handauflegung eines „vollmächtigen“ Predigers oder durch ein sonstiges persönliches Erlebnis einer speziellen „Sendung“ durch den Hl. Geist….

Bekannt ist z.B. die besondere Beziehung des pfingstlerischen Predigers Benny Hinn zur verstorbenen Charismatikerin Kathryn Kuhlmann und ihrem Grab, wo er seine vollmächtige „Salbung“ zum Heilungsdienst empfangen habe.

Das Foto oben zeigt die Ehefrau von Pastor Johnson beim „Grave-Sucking“ auf dem Grab des christlichen Schriftstellers C.S. Lewis in Oxford liegend, um dessen Charismen „aufzusaugen“. (Daß dieser anglikanische Autor mit der Charismatik  durchaus nichts am Hut hatte, steht auf einem anderen Blatt.)

Es gibt Äußerungen von Pastor Bill Johnson, die einen solchen Totenkult bzw. nekromantische Praktiken begünstigen, z.B. diese:

„Es gibt Salbungen, Deckungen, Offenbarungen und Geheimnisse, die nicht beansprucht wurden und buchstäblich dort sind, wo sie verlassen wurden, weil die damalige Generation sie nie weitergab.

Ich glaube, es ist uns möglich, die Salbung mit ihrer Einsicht in die Reiche Gottes zu holen, nachdem sie seit Jahrzehnten einfach nicht gepflegt wurden – und sie zurückzufordern und zu verewigen für künftige Generationen.“

Näheres zu dieser extrem-charismatischen Praxis: https://bewareofthewolves.blogspot.com/2015/03/david-hind-trinity-life-church.html

Weitere Belege zur „Salbung durch Verstorbene“ hier: https://verfuehrungderbraut.wordpress.com/2016/06/09/salbung-verstorbener/

Bill Johnson ist übrigens ein bekannter Anhänger des Star-Charismatikers John Wimber (+) und des Toronto-„Segens“ mit seinen massenhaften Ausuferungen und beklemmenden Manifestationen, z.B. Rückwärtskippen in Trance, „Lachen im Geist“, „Wiehern im Geist“, Grunzen im Geist bzw. Ungeist usw….

Im Juni 2017 fand in Bern (Schweiz) die Vineyard-Konferenz statt  – die Vineyard-Bewegung wurde von dem vorhin erwähnten John Wimber gegründet: http://www.vineyard-konferenz.ch/

Und welches waren u.a. die Star-Redner dieses protestantisch-pfingstlerischen Kongresses?

Bill Johnson und Dr. Johannes Hartl, jener katholische Theologe, der das ökumenische Gebetshaus Augsburg leitet.

Erst vor kurzem warb er für den Extrem-Charismatiker Mike Bickle: https://charismatismus.wordpress.com/2019/01/06/mehr-gruender-dr-johannes-hartl-wirbt-fuer-den-extrem-pfingstler-mike-bickle/