Sahra Wagenknecht lehnt Impf-Pflicht ab

Zwar steht aufgrund der chaotischen Strategie der Bundesregierung noch längst nicht genug Impfstoff zur Verfügung, um all jene zu impfen, die aufgrund ihres Alters oder aufgrund von Vorerkrankungen lieber heute als morgen geimpft werden möchten. Zwar ist nach jetzigem Stand davon auszugehen, dass auch Menschen, die gegen COVID-19 geimpft sind, das Virus trotzdem an andere weitergeben können.

Aber unbeeindruckt von Kenntnis bringt Söder jetzt mal eben eine Impfpflicht für Pflegekräfte ins Gespräch. Ich finde das respektlos all den Beschäftigten gegenüber, die monatelang ihre Gesundheit riskiert und Überstunden geleistet haben, um alten und kranken Menschen zu helfen. Impfen lassen oder arbeitslos?

Es empört mich, dass es Pflegeheime und Krankenhäuser gibt, die ihre Beschäftigten vor diese “Wahl” stellen. Jetzt sollen ungeimpfte Pflegekräfte also eine Gefahr darstellen – aber wenn sie monatelang ohne ausreichende Schutzkleidung arbeiten müssen, sogar krank zum Dienst verpflichtet werden und bis heute noch nicht flächendeckend gestestet werden, ist das kein Thema.

Quelle und vollständiger Text von Frau Wagenknecht hier: http://aktionsmail.team-sahra.de/issues/mehr-anerkennung-statt-impfzwang-fur-pflegekrafte-306190


Bayern: ABC-Kreis kritisiert Lockerung des Arbeitsrechts in der evangelischen Kirche

Evang. Einrichtungen müssen christlich geprägt sein

Die Öffnung der evangelischen Kirche und ihrer Diakonie für Nicht-Christen stößt beim Arbeitskreis Bekennender Christen in Bayern (ABC) auf deutliche Kritik. „Evangelische Einrichtungen verdienen die Bezeichnung evangelisch nur dann, wenn sie von Menschen getragen werden, die dem Evangelium von Jesus Christus vertrauen“, erklärte ABC-Sprecher Hans-Joachim Vieweger nach einer Vorstandssitzung des ABC in Nürnberg.

Die Arbeitsrechtliche Kommission der Evang.-Lutherischen Kirche in Bayern hatte am 2. Mai 2017 eine Lockerung der sog. ACK-Klausel mit Wirkung zum 1. Juli 2017 bekannt gegeben; zuvor hatten dem auch Landeskirchenrat und Landes­syno­dalausschuss zugestimmt.

Demnach können künftig auch Nicht-Christen in einigen Berufsgruppen und unter bestimmten Bedingungen in Kirche und Diakonie arbeiten. Begründet wurde das mit dem „leergefegten Arbeitsmarkt für soziale Berufe“.

Für besonders problematisch hält der ABC, dass die Neuregelung für Erzieher/innen sowie für Pflegekräfte gelten soll. Es sei ein eklatanter Widerspruch, wenn man für „katechetische Unterweisung“ evangelisch sein müsse, dies aber beispielsweise für Erzieherinnen und Erzieher nicht gelten solle. „Gerade in den Kindergärten geht es um elementare christliche Bildung, die glaubwürdig nur von Christen geleistet werden kann, nicht von Muslimen oder Atheisten“, so Vieweger. Auch für Pflegekräfte in Diakonieeinrichtungen müsse es selbstverständlich sein, dass sie mit Menschen beten.

Sollte es nicht genügend Christen geben, die für Stellen in Kirche und Diakonie bereitstehen, müsse sich die Kirche notfalls von Einrichtungen trennen. „So sehr es schmerzt: Es wäre ehrlicher und letztlich auch heilsamer für Kirche und ihre Diakonie, ihren rückgehenden Einfluss in der Gesellschaft anzuerkennen und sich entsprechend zu bescheiden“, so der ABC-Vorsitzende Dekan Till Roth.

ABC-Sprecher Vieweger, der auch Mitglied der evangelischen Landessynode ist, erinnerte in diesem Zusammenhang an den gerade beschlossenen Prozess „Profil und Konzentration“ der bayerischen Landeskirche: „Wir wollen doch gerade unser christliches Profil schärfen und uns auf die Arbeitsbereiche konzentrieren, in denen christliches Profil deutlich wird. Vor diesem Hintergrund sind die aktuellen Beschlüsse absolut kontraproduktiv.“

Positiv ist nach Einschätzung des ABC, dass das christliche Profil in kirchlichen und diakonischen Einrichtungen dadurch geschärft werden soll, dass es verpflichtend Seminare und Willkommenstage geben soll, um neue Mitarbeiter mit dem diakonisch-christlichen Profil vertraut zu machen.

Der ABC-Kreis im Internet: http://www.abc-bayern.de