Es zieht ein stiller Engel…

Es zieht ein stiller Engel   2422858308_09948afd14
durch dieses Erdenland;
zum Trost für unsere Mängel
hat ihn der HERR gesandt.

In seinem Blick ist Frieden
und milde, sanfte Huld.
O folg ihm stets hienieden:
dem Engel der Geduld

Philipp Spitta (1801-1859)



Die zehn beliebtesten Kirchenlieder der Evangelikalen in Deutschland

Platz 1: „Befiehl Du Deine Wege“ von Paul Gerhardt

Die EKD (Evangelische Kirche in Deutschland) hat 2012 das „Jahr der Kirchenmusik“ ausgerufen.  Daher wollte die evangelische Nachrichtenagentur IDEA von den Lesern ihres evangelikalen (glaubenskonservativen) Magazins idea-Spektrum wissen, welche religiösen Lieder sie am liebsten singen.

70 Titel von A wie „All Morgen ist ganz frisch und neu“ bis „Zünde an dein Feuer“ standen zur Auswahl. Die Teilnehmer konnten aber andere Titel nennen, die ihnen besonders am Herzen liegen.

An der Umfrage beteiligten sich 558 Leser.

Das Ergebnis: In der Gunst ganz oben steht der Choral „Befiehl du deine Wege“ von Paul Gerhardt (1607-1676).

Auf Platz 2 rangiert das Lied „Du großer Gott, wenn ich die Welt betrachte“ des schwedischen Dichters Carl Boberg (1859-1940), ins Deutsche übersetzt von Manfred von Glehn.

Auf Platz 3 folgt „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ von Dietrich Bonhoeffer (1906-1945).

Ein „Klassiker“ des Kirchengesangs  –  vor allem bei den Katholiken  –  kommt an 4. Stelle: „Großer Gott, wir loben dich“ von Ignaz Franz (1719-1790).

Auf den Plätzen fünf bis zehn folgen:

Stern, auf den ich schaue“ von Cornelius F.A. Krummacher (1824-1864),

„Bei dir, Jesu, will ich bleiben“ von Philipp Spitta (1801-1859),

„Lobe den Herrn, den mächtigen König der Ehren“ von Joachim Neander (1650-1680),

„Meine Zeit steht in deinen Händen“ von Peter Strauch.

„Welch ein Freund ist unser Jesus“ von Joseph M. Scriven (1820-1886), ins Deutsche übersetzt von Ernst H. Gebhardt,

sowie „Vater, unser Vater“ von Christoph Zehendner.

Quelle: http://www.idea.de


Pfingstlied: O komm, Du Geist der Wahrheit

 

  O komm, Du Geist der Wahrheit,
und kehre bei uns ein,
verbreite Licht und Klarheit,
verbanne Trug und Schein.

Gieß aus dein heilig Feuer,
rühr Herz und Lippen an,
daß jeglicher getreuer
den HERRN bekennen kann.

 O Du, den unser größter
Regent uns zugesagt:
komm zu uns, werter Tröster,
und mach uns unverzagt.

Gib uns in dieser schlaffen
und glaubensarmen Zeit
die scharf geschliffnen Waffen
der ersten Christenheit.

Unglaub und Torheit brüsten
sich frecher jetzt als je;
darum willst Du uns ausrüsten
mit Waffen aus der Höh.

Du willst uns Kraft verleihen,
Geduld und Glaubenstreu –
und willst uns ganz befreien
von aller Menschenscheu.

 Du Heilger Geist, bereite
ein Pfingstfest nah und fern;
mit Deiner Kraft begleite
das Zeugnis für den HERRN.

O öffne Du die Herzen
der Welt und uns den Mund,
daß wir in Freud und Schmerzen
das Heil ihr machen kund.

 Philipp Spitta (1801 – 1859)

Foto: Dr. Eberhard Heller