Ungläubiges „Kneipen-Wissen“ aufgespießt

In Hamburg findet im Dezember in Kneipen ein „weihnachtlicher“ Wissensaustausch von konfessionell Ungebundenen, Religionslosen und Atheisten statt. koppeheleDer Initiator spricht vom „Kneipen-Wissen“. Auch der NDR berichtete neugierig-amüsiert darüber.

Dazu schickte nun unsere Leserin, die katholische Familienmutter und Schriftstellerin Christel Koppehele (siehe Foto) aus Hamburg, folgende Verse:

Kneipen-Wissen

Die „Quasi-Religion“ des Kneipen-Wissens
steigt Weihnachten aus ihrer Kiste:
Nichtkonfessionelle, Atheisten und alles,038_35
was so dogmenfrei herumläuft, fängt sie ein.
„Abwerfen wollen wir die Weihnachtsfesseln,
das alte Joch abschütteln! Dem HERRN zum Trotz
und dem von IHM Gesalbten!“

„Doch der im Himmel wohnet, lachet ihrer!  
Der HERR verspottet sie!“  –  Psalm 2.
Sie streben nach der neuen Zeit,
entwöhnen sich der alten Kirche.
Und – Hoppla! – Katholiken machen mit,
samt Gender Neuigkeiten quietschfidel!

Und tanzt ihr Papst – sie tanzen mit.
Ob es auch schlimm ist…, h a l b so schlimm für sie, 
denn H ö l l e ? Die ist abgeschafft,
zusammen mit Geheimer Offenbarung!

Das sind nur „Bilder“, grinsen sie dem Teufel nach,   CaeciliaTrastevere - Kopie
die sind von uns   n i c h t   e r n s t   zu nehmen.
Kein Jenseits gibt’s – kein Wiedersehn,
denn „Klappe zu… ist Affe tot!“
Von diesem meinen sie zu stammen –
Und fahren auch mit diesem T i e r  ins „Nichts“.

Moment mal!
Bietet nicht ein Teilhard de Chardin,
ein ganz famoser Jesuit und freier Maurer,
den kosmischen, den neuen Christus an?

Der alle Denk- und Lebenskörner liebend eint im Punkt
des neu von ihm entdeckten OMEGA . 
„Ja!“, schreien die New Ager siegessicher,
„d a s endlich ist es, was wir wollen!“
Mehr zu verlangen, sind wir zu bescheiden. Akelei-DSC_0789-3-2
Wir halten’s mit der Demut wie Franziskus!
Das alte Christentum mit Kreuz und Krippe –
ist fundamentalistisch fern von uns.
Auf Erden geht es ganz famos auch ohne,
human-gemütlich in der Wissenskneipe.

Christel Koppehele


John Templeton, sein Buch und seine Stiftung für eine „humanistische“ Spiritualität ohne christliches Dogma

Von Christel A. Koppehele

Weltweit wachsen bedenkliche Tendenzen zum Synkretismus, also zur Religionsvermischung, zu einer Welteinheit der Religionen, von manchen auch als „Theologie der Demut“ schöngeredet.

Was ist das: eine „Theologie der Demut“?  –  Eine Ideologie im Gewand christlicher Versatzstücke?   –  Das Nähere wird uns in dem Buch “Die nächsten 40 Jahre  –  John Marks Templeton blickt in die Zukunft” erklärt. Templeton

Doch wer ist John M. Templeton?   –  Ein “Held der Wall-Street”, wie ihn seine Freunde nennen.  Ein evangelischer Presbyter, natürlich “Christ”.

Der mehrfache Milliardär und freimaurernahe Mäzen kann offenbar nicht nur in die Zukunft blicken, sondern war bemüht, diese auch kräftig mit zu gestalten, zu beeinflussen und in die “richtige Richtung“ zu lenken.

Jetzt allerdings nicht mehr auf dieser Welt: er verstarb  –  seine Stiftung hingegen lebt munter weiter und sie hat das gegründet, was John Templeton ein “Zentrum für Demutstheologie” nennt, das sich der Förderung wissenschaftlicher Forschung auf dem Gebiet der Spiritualität widmet; diese beruhe auf der offenen und ehrfürchtigen Haltung, die von neuen Entdeckungen der Wissenschaft unter Theologen und Wissenschaftlern hervorgerufen wurde (vgl. Seite 191).

Wir werden vielleicht den Beginn eines neuen Zeitalters (New Age) der “experimentellen Theologie” erleben, so der Autor, die zeigen könnte, „dass spirituelle Gesetze und universelle Prinzipien im Bereich des Spirituellen wirken, ebenso wie die Naturgesetze im Bereich der Materie wirken.”

Templeton prophezeit  eine neue Renaissance des menschlichen Wissens, da unsere religiösen Traditionen einer neuen Interpretation bedürfen  –  ein für  a l l e s  offenes Denken sei in der Zukunft gefragt. 

“Die Evolution unseres Universums erscheint unermesslich in der Planung, ist aber trotzdem seltsam experimentell und zögerlich, ein wirklich kreatives, in der Entwicklung begriffenes Werk. Ihr Endprodukt, wenigstens bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt, ist ein Wesen mit Bewusstsein und einem bemerkenswerten Gehirn, mit einem spirituellen Hunger nach Sinngebung und einer alles durchdringenden Zielstrebigkeit.” (S.190) 

 Er will sich “voller Demut” über alle Religionsstreitigkeiten hinaus mit allen Brüdern und Schwestern in der ganzen Welt um Versöhnung bemühen.  – U.R.I., also die United Religions Initiative lässt grüßen. Die schlußendliche Welteinheits-Kirche und -Religion des Völkerfriedens.  Wer’s glaubt…wird nicht selig. Die Wissenden lächeln demütig-gütig.

Die Fokolari-Gründerin Chiara Lubich erhielt den Templeton-Preis mit einer Million Dollar, desgleichen Mutter Teresa und der evangelistische Prediger Billy Graham, was seinerzeit zu Kritik im evangelikalen Spektrum führte.

Der „christliche Humanist“ John Templeton gibt folgende Unterweisung:

“Die uns angeborene Güte ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Existenz. Wenn wir diese Wahrheit begreifen, dann erfahren wir den Frieden des Himmels und der Erde und Gottes Gegenwart in uns (…) Liebe jeden Teil deines Wesens, die Gottheit in dir.“ (zitiert nach „Rom-Kurier“ Okt-Nov. 2003, Nr. 122) . – Klar, daß Jesus Christus als Erlöser dann überflüssig ist.  

Trotz des Schöpfers mitsamt seiner unvollkommenen Schöpfung ist aber klar von der „wissenschaftlichen“ Erkenntnis einer “Selbstorganisation des Kosmos” die Rede. Auch Darwin und seine Evolutionstheorie müssen nur noch etwas verwissenschaftlich werden für das erweiterte Bewusstsein heute.

Templeton schreibt (S. 181): “Aus Materie wurde Geist, der jetzt über seinen Ursprung nachdenkt.“ –  Teilhard de Chardin wird nicht erwähnt, aber genau dies ist ein Kernsatz der Philosophie dieses evolutionistischen Jesuiten-Forschers und Freimaurers.