Umfrage: Obama verdrängt Christus auf Platz 2

Der ehem. US-Präsident Barack Obama ist für die Deutschen das größte männliche Vorbild. Auf Platz zwei folgt Jesus Christus.

Das ergab eine Umfrage im Auftrag des „Playboy“. Demnach würde mehr als ein Fünftel der Befragten (21,9 Prozent der Frauen und 21,4 Prozent der Männer) Obama ihren eigenen Söhnen heute als Vorbild empfehlen.

Für Jesus Christus stimmten 11 Prozent der Frauen und 14,1 Prozent der Männer.

Auf den weiteren Plätzen folgen Microsoft-Gründer Bill Gates und Fernsehmoderator Günther Jauch.

Als wichtigste Eigenschaft eines Vorbilds geben die Deutschen Ehrlichkeit (83 Prozent), Hilfsbereitschaft (69,7 Prozent), Freundlichkeit (59 Prozent) und Loyalität (58,2 Prozent) an.  

Für die Umfrage wurden 1.066 repräsentativ ausgewählte Frauen und Männer aus Deutschland befragt. 36 bekannte Männer standen als Vorbilder zur Auswahl.

Quelle und vollständiger Text hier: https://www.idea.de/gesellschaft/detail/vorbilder-fuer-deutsche-barack-obama-vor-jesus-christus-107106.html


Weiblicher Zwischenruf zur Sexismus-Debatte: „Ich bin es leid, als Opfer betrachtet zu werden“

Von Birgit Kelle (Leiterin von „Frau 2000plus“)   Birgit Kelle neu

Es scheint, als lebten wir alle in einem Land voller männlichen Lüstlinge. Seit einer Woche gibt es kein anderes Thema mehr als die Frage, wer sich noch als Opfer von Sexismus fühlt.

Ich wollte ursprünglich nicht zu der Brüderle-Geschichte schreiben. Zu durchschaubar war die Strategie des STERN, dass man hier offensichtlich ein Jahr nach den Ereignissen einen Skandal aus dem Hut zaubert. Bezeichnend auch, dass die Journalistin, die dort ihre Erfahrung niedergeschrieben hat, seither öffentlich untergetaucht ist.

Nun fühlen sich über 60.000 Frauen bei Twitter als Opfer sexistischer Übergriffe und hinter jedem falsch verstandenen Kompoliment lauert ein neuer Sexismus-Fall. Es wird inflationär. Wir Frauen sind nun angeblich alle Opfer.

Wie in einer Gruppentherapie saß da am Sonntag abend eine Runde bei Günther Jauch zusammen und ließ sich von Frau Schwarzer erklären, dass sie schon immer Recht hatte.

Ich bin es nun also leid, als Opfer betrachtet zu werden. Echte Sexismus-Opfer gehen gerade unter in einem Meer an Banalitäten.

Und vor allem geht niemand der Frage nach, wieso es eigentlich erlaubt ist, dass Frau ihren Körper und ihr Aussehen als Instrument einsetzt, es aber nicht erlaubt ist, dass Mann darauf reagiert? 

Wir können doch als Frauen nicht ernsthaft verlangen, in die Vorstandsetagen vorgelassen zu werden, wenn wir angeblich nicht einmal in der Lage sind, einem blöden Spruch nachts an der Bar mit passender Antwort zu begegnen.

Grund genug also für eine Kolumne „Dann mach doch die Bluse zu“  – daraus ein Ausschnitt:

„Es wird als Befreiung der Frau gefeiert, dass wir Sexualität heute frei ausleben können. Dass wir uns nehmen, was wir wollen und wen wir wollen. Ja, es ist sexy: eine Frau, die weiß, was sie will. Wir fordern die Männer heraus, kokettieren mit unserer Sexualität. Aber natürlich nur, wenn wir wollen.

Wir reklamieren nur für uns als Frauen das Recht, dass nicht etwa gilt, was der Mann gemeint hat, sondern das gilt, wie es bei uns ankommt. Was ist, wenn die Männer sich mal auf den gleichen Standpunkt stellen?

Die amerikanische Schauspielerin Megan Fox ziert gerade in Unterwäsche das aktuelle Cover des „Esquire“, gibt aber gleichzeitig von sich, sie wolle von ihrem sexy Image weg. „Dann mach doch die Bluse zu“, möchte man ihr da zurufen: „Vielleicht schaut dir dann auch mal einer in die Augen!“

Wir verpacken schon kleine Mädchen in Lolita-Klamotten und zerreden die Intimität von Sexualität als Prüderie. Wir laufen in Slutwalks durch die Straßen und proklamieren das Recht, wie Schlampen herumlaufen zu dürfen. Gleichzeitig wollen wir aber nicht als Schlampe bezeichnet oder gar behandelt werden.

Wir punkten mit unserem Aussehen, gelten als das schöne Geschlecht, schnüren uns die Brüste hoch beim Oktoberfest, aber nein, wir wollen damit keine Aufmerksamkeit, wir wollen damit nur unsere inneren Werte betonen.

Gerade prostituieren sich bei RTL wieder junge Damen mit ihrem Aussehen in der x-ten Staffel des „Bachelor“. In einer Folge Bachelor lernt man mehr über Frauen als durch 100 feministische Bücher. Frauen ziehen sich aus für den „Playboy“ und haben für das Recht gekämpft, ihren Körper verkaufen zu dürfen. An Männer. Keine Frage, die weibliche Anatomie taugt sehr gut als Waffe.“

Den ganzen Artikel finden Sie hier  –  wie immer mit der Möglichkeit zu kommentieren:

http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/5805-bruederle-debatte-und-sexismus

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