Christian Schäfer (AfD): Polizei nicht kaputtsparen, Kuscheljustiz beenden!

Zur gestiegenen Zahl der Wohnungseinbrüche und der ablehnenden Haltung der Grünen zu höheren Strafen für Einbrecher erklärt der Bremer Spitzenkandidat der AfD (Alternative für Deutschland), Christian Schäfer:

“Eine Verschärfung des Strafrechts mit der Begründung auszuschließen, Einbrecher studierten nicht das Strafgesetzbuch, ist naiv. Gleichzeitig marginalisiert diese Haltung auch den Schaden, den Einbrecher ihren Opfern zufügen. Dieser ist nicht allein materiell. Oft leiden die Opfer jahrelang an den psychischen Belastungen, die durch die Tat hervorgerufen werden. 033_30

Härtere Strafen können durchaus ein probates Mittel zur Abschreckung sein. Wichtiger ist aber, dass die gesetzlich vorgesehenen Strafen auch durch die Rechtsprechung zur Anwendung kommen. Allzu häufig wird das mögliche Strafmaß gar nicht ausgenutzt. Dadurch rücken die Höchststrafen in den Bereich des Theoretischen und verlieren so ihren Abschreckungswert.

Gleichzeitig muss aber auch der ständige Sparkurs gegenüber der Polizei beendet werden. Jahrelange Kürzungen bei Ausstattung und Personal haben die Polizei in eine kaum noch erträgliche Lage gebracht.

Vor allem Länder mit Regierungsbeteiligung der Grünen, wie hier in Bremen, weisen schlechte Zahlen aus. Hier muss endlich ein Kurswechsel der Politik stattfinden, um die Polizei in die Lage zu versetzen, den organisierten Einbrechern ihr Handwerk zu legen.   

Die Antwort der Politik muss daher lauten: Schluss mit der Kuscheljustiz und Schluss mit dem Kaputtsparen der Polizei!”


PEGIDA: Zwei Drittel bejahen die Aufnahme von Asylbewerbern und Flüchtlingen

Eine aktuelle Untersuchung des Dresdner Politikwissenschaftlers Werner Patzelt über die PEGIDA-Demonstranten ergibt folgendes Resultat: Pegida_slide

Zwei Drittel der Befragen bejahen die Aussage, Deutschland solle weiterhin Asylbewerber und Bürgerkriegsflüchtlinge aufnehmen. (Dies ist auch die erste Forderung des 19-Punkte-PEGIDA-Programms.) Lediglich 6,7 Prozent sind gegenteiliger Meinung.

Große Vorbehalte besitzen die PEGIDA-Anhänger gegenüber der Politik. Über neunzig Prozent sind der Meinung, nicht mehr durch Parteien oder Politiker vertreten zu werden.

Sich selbst schätzen die Pegida-Teilnehmer als politisch gemäßigt ein. Zwei Drittel der Befragten sehen sich politisch in der Mitte. 22,5 Prozent verorten sich „eher rechts“ und 5,7 Prozent „eher links“. Ganz rechts oder links sehen sich 4,4 bzw. 2,2 Prozent.

Bei einer Bundestagswahl würden 57,5 Prozent der Befragten der AfD ihre Stimme geben, gefolgt von CDU (5,6 Prozent) und Linkspartei (5,1 Prozent). Der Anteil der Nichtwähler läge bei 22,4 Prozent.

Quelle: http://www.jungefreiheit.de


Bistum Dresden: Bischof Heiner Koch empfiehlt fairen Umgang mit PEGIDA

Die katholische Zeitung “Tagespost” veröffentlichte am 23. Januar 2014 online ein ausführliches Interview mit dem katholischen Oberhirten des Bistums Dresden-Meißen, Heiner Koch. Er wurde vor zwei Jahren von Papst Benedikt zum Diozesan-Bischof ernannt; vorher war er Weihbischof im Erzbistum Köln.Pegida_slide

Das Gespräch mit dem Bischof führten Regina Einig und Markus Reder

Bischof Koch  – er ist Vorsitzender der Kommission für Ehe und Familie der Dt. Bischofskonferenz  – plädiert für einen sachlichen und differenzierten Umgang mit der neuen PEGIDA-Bewegung nach dem Motto: Argumente statt Ausgrenzung. 

Den großen Zulauf zu den Demonstrationen bzw. “Spaziergängen” in Dresden und anderswo erklärt Bischof Koch mit einem “Gefühlsstau”, einer “Verärgerung über das Nicht-Vorkommen, Nicht-berücksichtigt-Werden, Nicht-wahrgenommen-Sein.”

Bei dieser Gruppe habe eine “Entfremdung stattgefunden zu unserer Gesellschaft und zur politischen Spitze. Es gibt ein Sich-nicht-mehr-vertreten-Fühlen im Spektrum der Parteien.”Kölner Dom 12-2010

Außerdem führe gerade die scharfe Kritik an PEGIDA zu einem Jetzt-erst-recht-Gefühl bei den Anhängern, erläutert der Bischof:

“Jede Ablehnung  –  und die ist zum Teil massiv  –  stärkt sie in ihrem Sendungsbewusstsein. Sendungsbewusstsein führt genau dazu, dass ich mich  –  gerade wenn ich abgelehnt werde  –  immer tiefer mit etwas identifiziere.”

BILD: Beim Kölner Dom war die Beleuchtung abgestellt, als KÖGIDA demonstrierte  – Fairer Dialog sieht anders aus. (Foto: Dr. Bernd F. Pelz)

Zudem stellt Bischof Koch gegenüber weitverbreiteten Verunglimpfungen in Medien und Politik klar:

“Alle Schubladen, in die man Pegida zwängen will  –  fremdenfeindlich, rassistisch, neonazistisch  – , sind zu simpel. Dieses Schubladendenken verhindert nur, dass man angemessen auf diese Bewegung reagiert.

Als Demokraten und als Christen sollten wir Menschen nicht ausgrenzen: Ich muss diese Menschen ernst nehmen, ich muss mit ihnen ins Gespräch kommen und muss selbstverständlich auch Forderungen an sie stellen.”

Außerdem bemängelt der katholische Oberhirte, daß die Politik, weil sie um “politische Korrektheit bemüht” sei, im Zusammenhang mit der Zuwanderung “manche Probleme nicht auf den Tisch bringt.”  

Der Bischof fährt fort: “Pegida-Anhänger sagen mir oft: „Mit meiner Überzeugung darf ich mich nicht mehr öffentlich äußern, sonst bin ich gleich als rechtsextrem verschrien.“  – Ausschluss aus dem politischen Diskurs durch Ausgrenzung halte ich für einen Fehler. Man muss kontroverse Diskussion zulassen. Inhaltliche Auseinandersetzung kann man nicht durch Ausgrenzen unliebsamer Meinungen ersetzen.”

Quelle und vollständiges Interview hier: http://www.die-tagespost.de/Argumente-statt-Ausgrenzung;art456,157929


Ein kritisches Wort zum Gleichstellungsgesetz

Manuela Schwesig erweist mit ihrem Gesetz den Frauen keinen Gefallen; sie ist die denkbar schlechteste Wahl für den Job einer Ministerin für Frauenfragen!  42252-3x2-teaser190x127

Warum? Weil Volker Kauder sie als weinerlich bezeichnete und alle sich darüber aufgeregt haben. Dieses Quotenpüppchen ist politisch viel zu fragil, um ernsthaft etwas aushalten zu können.

Wenn Quotenfrauen eines nicht sind: akzeptiert. Sie sind nur geduldet, geschützt vom Staat und einer politischen Korrektheit, die zu Ende ist, wenn abends der Vorstand zum Feierabendbier lädt.

Früher wurde einfach zurückgekeilt

Nun hat aber Volker Kauder den Fehler gemacht, seine Einlassungen nicht beim Bierchen vorzutragen  –  die Schwesig, höhö, weinerlich, *lach* – sondern in der Television.

In den berühmt-berüchtigten Männerseilschaften hätte man nach einer solchen Entgleisung ordentlich zurückgekeilt und damit wäre es gut gewesen.
0016

Brandt, Wehner, Strauß und Schmidt haben sich Dinge an den Kopf geworfen, wohlgemerkt im Bundestag, dagegen sind die Auslassungen Kauders Geplänkel.

Doch den neuen Frauen a la Schwesig gegenüber muss man(n) sich manierlich verhalten, sonst kommt gleich die Gleichstellungsbeauftragte um die Ecke. Und so musste Sigi das arme Häschen zu ihrem Ministerinnenplatz begleiten…

Networking & Seilschaften: mit hartem Einsatz verbunden

Und damit haben wir auch den Grund, warum Frauen in so wenigen Aufsichtsratsposten sitzen. Denn natürlich ist fachliche Kompetenz nur ein Baustein des Erfolges. Die andere Dimension ist soziale Kompetenz, neudeutsch Networking, klassisch-polemisch Seilschaften genannt. Jeder weiss das.

Auch Schwesig ist nicht allein wegen ihrer fachlichen Qualifikation aufgestiegen. Gerade nicht in der SPD. Auch die hatte Seilschaften, die sie hinaufbefördert haben. Aber natürlich sind ihre Seilschaften gut, weil sie eine Frau ist, männliche Seilschaften sind böse, weil es Männer sind. Patriarchalische Unterdrückung und so. 0035

Doch Networking ist eben auch eine Kulturfrage, also Kultur des Umgangs. Das schon erwähnte Bierchen am Abend an der Bar – bei Bedarf kann es auch was Härteres sein – ist eben immer noch ein wichtiger Baustein, wenn man in ungezwungener Atmosphäre an der Karriere strickt.

Doch das setzt eben einen Konsens voraus, eine allgemeine Sitte, der sich viele Frauen entziehen. Was ich durchaus nachvollziehen kann, meines ist es auch nicht so.
 .
Aber anstatt auf gewisse Praktiken zu verzichten und damit auch auf gewisse Aufstiegschancen, rufen einige Frauen nach dem Staat, der ihnen das geben soll, was sie selber nicht bereit sind, sich zu erarbeiten. Denn Seilschaften bilden ist harte Arbeit. Und zu dieser Haltung des Beleidigtseins (“Ich bin eine Frau und will aber auch”) ist Manuela Schwesig das Gesicht.
 .
Schwesig ist daher eine kolossale Fehlbesetzung. Auf die Stütze der Männer angewiesen, schneidert sie Gesetze, in denen die Frauen den Staat brauchen, um Erfolg zu haben. Dabei ist es ein tönerner Erfolg, denn letztlich hilft diesen Frauen das Gesetz zwar auf neue Posten. Doch sie werden immer angewiesen sein auf den Staat und die Öffentlichkeit. 
.
Nebenbei kämpft Schwesig in ihrem Gesetz natürlich nur für ca. 150 Spitzenfrauen, also Damen wie sie selber. Für die Kassiererin an der Kasse, um die sich die Sozialdemokratinnen früher mal gekümmert haben, tut Schwesig wenig. Das aber sind gestandene Frauen, vor denen man wirklich den Hut ziehen kann.
.
Quelle und vollständiger Text hier: http://demut-jetzt.blogspot.de/2014/12/manuela-schwesig-ist-weinerlich-ja-und.html

Buchpräsentation in Berlin: “Die alternde Republik und das Versagen der Politik”

Der LIT Verlag veranstaltet in Berlin am Mittwoch, den 10. Dezember 2014, in Berlin eine Vorstellung des neuen Buches von Prof. Dr. Herwig Birg: “Die alternde Republik und das Versagen der Politik  –  Eine demographische Prognose” Coverabbildung
 
Die Veranstaltung ist zu Gast im Haus des Familienunternehmens in 10117 Berlin, Pariser Platz 6a (direkt neben dem Brandenburger Tor).

Unter der Moderation von Jürgen Liminski, Redakteur beim Deutschlandfunk, diskutieren über die Thesen des Buches: Der ehem. sächsische Ministerpräsident Prof. Dr. Kurt Biedenkopf (CDU) und der Bevölkerungswissenschaftler Prof. Dr. Herwig Birg.

Wegen der begrenzten Plätze wird um Anmeldung gebeten an: LIT-Verlag, Schumannstr. 18 in 10117 Berlin, Telefon: 030 280 40 880 , Fax: 030 280 40 882, E-Mail: berlin@lit-verlag.de

Die Alterung der Gesellschaft gilt in Deutschland als ein zentrales Problem, nicht zuletzt dank Frank Schirrmachers Bestseller “Das Methusalem-Komplott”. Die steigende Lebenserwartung gilt als Hauptgrund. Dies aber entspricht nicht den Tatsachen. Das Durchschnittsalter steigt stärker durch die niedrige Geburtenrate.

Diese Entwicklung kann realistischerweise auch durch Zuwanderung nicht kompensiert werden. Herwig Birg geht diesem Zentralproblem und allen damit zusammenhängenden ausführlich nach.

Er zeigt, daß demographische Prognosen sich als sehr verläßlich erwiesen haben. Das Versagen der Politik wiegt deshalb umso schwerer.

Prof.Dr. Herwig Birg hatte von 1981 bis 2004 den Lehrstuhl für Bevölkerungswissenschaft an der Universität Bielefeld inne.

Buch-Daten: Die alternde Republik und das Versagen der Politik. Eine demographische Prognose
Reihe: Wissenschaftliche Paperbacks, Bd. 35, LIT-Verlag 2014, 256 S., 34.90 €, geb., ISBN 978-3-643-12827-0

Bestellmöglichkeit hier: http://www.lit-verlag.de/isbn/3-643-12827-0

 


Offener Brief an den Bundespräsidenten

Von Almut Rosebrock

Sie, Herr Gauck, “warnten” am Jahrestag der Schüsse von Sarajewo, dem Auslöser des 1. Weltkriegs, vor neuer “Nationalstaaterei”.   

Almut Rosebrock

Ich bin der Auffassung und Überzeugung, dass jeder Mensch seine Nationalität und auch Nationalstolz braucht; dazu gehört die Zugehörigkeit zu einer Volksgemeinschaft mit ihrer Sprache, Geschichte und Kultur (Musik, Tanz, Bildende Kunst, Diskussionskultur), ihrem (spezifischen) Glauben / Religiösität, ihrer Naturverbundenheit, ihrem Umgang der Menschen miteinander, mit und unter selbst gewählten Politikern, die für das Wohl der Volksgemeinschaft verantwortlich zeichnen.

Ich finde diese Verantwortlichkeit in Brüssel nicht!

Die “Verantwortungswege” sind viel zu lang – von Portugal, bis Litauen, bis Bulgarien, bis Nordschweden als dass sie nicht Millionen und Milliarden Steuergelder versickern lassen würden!

Die “neunmalklugen Politiker” in Brüssel, welche die Staaten sehr viel Geld kosten, zusammen mit dem riesigen Bürokratieapparat, wollen zentral die Zugreifbarkeit auf Geld und Eigentum der Bewohner der Mitgliedsstaaten für die großen Firmen und “Weltmächte” erleichtern und erreichen!

Dazu dient die Währungsvereinheitlichung, die “Computerisierung” der Menschen, die “Bankenkontrolle” durch die EZB  –  die politischste alle Banken (die “mal eben” die Grundlagen des Geldsystems außer Kraft gesetzt hat und so Bürger und Betriebe sowie Stiftungen kalt enteignet), die “Lenkung” des moralischen Denkens durch Abschaffung desselben hin zu “Antidiskriminierungs – Denklenkungs – Denkverbots – Einheitsbrei”, das Verjubeln der Steuergelder in “subventionierte Projekte” wie Stuttgart 21, World Conference Zentren, Flughäfen, wo die selbst erstellten Sicherheitsvorschriften nicht (mehr) einzuhalten sind.reichstag_flaggen_368s

Zudem die Gängelung der Bürger (und Industrie) ohne Ende durch Energiespar- und sonstige Verordnungen, Zwangsverpflichtung zu “Sexualaufklärung” von jüngsten Kindesbeinen an, der nicht erfolgende Schutz des menschlichen Lebens von der Zeugung bis zum (natürlichen) Tod,  die Missachtung und eindeutig parteiliche Behandlung von BÜRGERBEGEHREN (EU-Bürgerbewegung “ONE of US” in Brüssel, der “Bildungsplan” in Baden-Württemberg, die Verherrlichung von Ideologien wie GENDER-Mainstreaming, der globale Markt (der alles richten wird…),  “Entnationalisierung” und “Entheimatung” der Menschen und vieles mehr.

Und wo ist Gott in dem Ganzen?   –  Unser Deutschland wird von einem Pastor und von eine Pastorentochter (beide evangelisch wie ich) regiert.
Man merkt da wenig von.

Freiheit sollte im Zentrum der Politik stehen. Freiheit braucht eine grundsätzliche Ethik und Moral und auch Vertrauen!
(Vgl. die Rede von Papst Benedikt im Bundestag vom September 2011)

Ich bin für ein Europa der Vaterländer!
Vater- und Mutterländer, die in gegenseitiger Wertschätzung und Respekt – und im Bewusstsein, dass sie aufeinander angewiesen sind – in enger Verbindung stehen.

Die aber – in Asyl-, in Wirtschafts-, in Landwirtschafts-Subventionsfragen, in Familienpolitik-, in Werte-, in Weltpolitik-Fragen durchaus auch eigene Standpunkte beziehen können.

Ich bin der Überzeugung, dass die derzeitige Macht und Power-Politik der EU zum Scheitern verurteilt ist.

Mit freundlichen Grüßen
Almut Rosebrock, kritische Bürgerin, Mutter, Apothekerin
Aktionsbündnis “Gerne leben mit Kindern”, www.glmk.de


Informative Glosse zu Statistiken über Land und Leute hierzulande

Von Thomas Böhm

Im Frühsommer, wenn in Brasilien der Ball rund läuft, wird es garantiert wieder heißen: „Deutschland vergeigt gegen Angstgegner Italien“.  –  Deutschland? Wirklich ganz Deutschland? Oder doch eher nur elf Ballermänner, ein paar Hinterbänkler und ein verzweifelter Trainer?   img_0392

Aber nicht böse sein, schließlich repräsentiert „unser Team“ auf diesem Nebenkriegsschauplatz das halbe Land  –  und da es sogar vorkommen kann, dass die eine oder andere stramme Wade die Nationalhymne aus zusammengebissenen Zähnen hervorzuquetschen versucht, kann man in diesem Fall getrost von „Deutschland“ sprechen, auch wenn es sich in Wirklichkeit nur um ein paar wenige Aktive handelt, die ihre Knochen hinhalten. 

Ärgerlich wird es nur, wenn wieder mal Schuldscheine ausgestellt oder Forderungskataloge gedruckt werden, wenn es heißt „Deutschland muss…“, „Deutschland hat…“, oder „Deutschland sollte…“.

Denn dieses Land ist weit mehr als ein mit undefinierbarer Masse gefüllter Jutesack, auf den es sich von oben und außen trefflich einprügeln lässt. In Deutschland tummeln sich über 81 Millionen wilde Kreaturen, die auf der Suche nach dem Sinn oder Unsinn des Lebens so verschieden sind, wie Schneeflocken, die vom Himmel fallen.

Es handelt sich also nicht um einen Einheitsbrei, der in eine Richtung fließt. Wer also ständig von „ganz Deutschland“ spricht und damit versucht, alle Deutschen in die Pflicht zu nehmen, macht sich die Sache zu einfach.

Wahrlich, es lohnt sich, dieses Land mal in seine Einzelteile zu zerlegen. Hier mein Versuch (die Zahlen sind diversen offiziellen Statistiken und Zeitungsberichten entnommen, einige davon sind geschätzt, veraltet, geschönt, auf- oder abgerundet und alle natürlich ohne Gewähr):

Wir haben einen Bundespräsidenten und 2,11 Millionen Tatverdächtige, dazu noch einen ehemaligen Bundespräsidenten, der irgendwo dazwischen steckt.P1000853

Unsere eine und einzigartige Bundeskanzlerin ist immer adrett gekleidet, aber mehr als 702.000 Deutsche haben Probleme mit ihrem Nervenkostüm und mussten bereits operiert werden.

Zehn Minister und sechs Ministerinnen stecken in der GroKo ihre Dickköpfe zusammen, 375.800 Deutsche und Deutschinnen haben sich derweil schon scheiden lassen.

631 Abgeordnete schwingen im Bundestag große und kleine Reden,  21.116 Menschen singen im deutschen Chorverband schöne Lieder, 468.434 Pädagogen arbeiten lieber in deutschen Kindergärten und viele der 9.648 Millionen Hundebesitzer ärgern sich zu Recht über den Maulkorberlass in einigen Bundesländern.

In der Partei “Die Linke” wedeln 63.784 Mitglieder mit ihren roten Fahnen herum, derweil wurden allein in Schleswig Holstein 16.092 bio-deutsche Wildschweine erlegt und 116.517 Menschen mussten  –  ebenfalls mit einer Fahne   – wegen Vollrausches stationär behandelt werden.

Über 3,7 Millionen Christen lauschen andächtig jeden Sonntag den Predigten katholischer Priester und es wären sicherlich noch einige mehr, wenn nicht wieder über 100.000 Föten abgetrieben worden wären.

1600 deutsche Muslime stehen in der Bundeswehr Gewehr bei Fuß, wenn es hart auf hart kommt und das christliche Abendland verteidigt werden muss.be2004_38_551

380.000 Obdachlose und 127.023 Asylbewerber geben sich auf der Suche nach einem lauschigen Plätzchen die Türklinke in die Hand. Über zwei Millionen Kleingärtner haben vorsichtshalber ihre Lauben abgeschlossen.

2,9 Millionen Arbeitslose heißen 118.759 Bulgaren und 205.026 Rumänen herzlich willkommen und werden dabei von 1,01 Millionen Millionären hoffentlich tatkräftig unterstützt.

1,3 Millionen Menschen in Deutschland hängen an der Flasche, 150.000 an der Nadel, mehrere Millionen Mobilfunkkunden in der Warteschleife der Anbieter und 4,4 Millionen Hartz IV-Empfänger an den Lippen der Jobcenter-Mitarbeiter oder zu Hause herum.

852.328 Menschen sind gestorben, 20,6 Millionen Rentner warten lieber noch ein Weilchen und 662.685 Neugeborene müssen die Zeit bis zu ihrem bitteren Ende mit Arbeit überbrücken, wenn sie nicht zu den 200.000 Schülern gehören, die permanent den Unterricht schwänzen.

42.550 Islamisten, 22.150 Rechtsradikale und 31.800 Linksradikale bilden den Rand unserer Gesellschaft. Die knapp drei Millionen Waffenbesitzer haben sich noch nicht entschieden.

Über sechs Millionen Schwule stöckeln über den Asphalt, 65.563 Ringer reiben ihre Körper lieber in deutschen Sportvereinen aneinander.

18,8 Millionen Deutsche haben voll die Panne, sie sind immer noch Mitglied im ADAC.

Habe ich jemanden vergessen? Sicherlich. Fühlt sich irgendjemand noch nicht angesprochen, wenn die Rede von „ganz Deutschland“ ist? Bitte melden!

Ein kleiner Tipp noch zum Schluss für unseren Bundestrainer, damit er beim nächsten Treffen mit dem Angstgegner nicht wieder in Schwulitäten kommt: Statt ein heterogenes, besser ein homogenes Team aufstellen, dann klappt’s auch mit den Italienern.

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem medienkritischen Portal Journalistenwatch.

1. Foto: Israelische Botschaft 


Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 313 Followern an