„The Satanist“ von Behemoth wird in der deutschen Rockszene bejubelt

Mathias von Gersdorff

Während hierzulande konservative Christen dem immerwährenden Sperrfeuer der „Homophobie- und Fundamentalismus-Keule“ unterliegen, kann sich die deutsche Rockszene ungestört der Verehrung ihrer neuen Idole aus der Death-Metal-Gattung widmen: „Behemoth“ und ihrer neuen Platte mit dem deutlichen Namen „The Satanist“.

Mathias v. Gersdorff
Mathias v. Gersdorff

Diese satanische Musikband aus Polen wird in Deutschland derzeit mit Lob überhäuft. Die Rocker werden wie lang ersehnte Gebieter angehimmelt, die nun zeigen, wo es langgeht.

Dabei lässt nicht nur der Name der Scheibe keinen Zweifel, worum es geht, sondern auch die Titel der Lieder: „Messe Noire“ (Schwarze Messe), „O Father O Satan O Sun!“ (O Vater, o Satan, o Sonne), „Ora Pro Nobis Lucifer“ (Bete für uns, Luzifer) usw.

Das Portal „Metal.de“ kommentiert:

„Natürlich wäre „The Satanist“ kein BEHEMOTH-Album, würde Inferno nicht abermals in technisch makelloser Brillanz die klanggewordene Hölle entfesseln. Der Blast-Part zum Ende von „Amen“ ist hier einschlägig, ein unglaubliches Brett, die sprichwörtliche Faust in die Fresse und Ausdruck puren Zerstörungswillens. Die zornigen Ausbrüche treffen auf „The Satanist“ aber noch gewaltiger und effektiver. . .“

Gepriesen werden die „eruptiven Gewaltphantasien“, der Gesang sei geprägt von „voluminöser Abgründigkeit“ usw.

„The Satanist“ von Behemoth wird als dermaßen herausragend bewertet, dass Metal.de der Scheibe gleich mehrere Rezensionen widmet.

„Dafür brauche ich Satan“

Der Führer der Band (Nergal) beschreibt in einem Interview mit der Zeitschrift „RockHard“, worum es geht:

„Ich möchte, dass Leute Fragen stellen und sich selbst erkennen und befreien. Und ich bin in dieser Hinsicht regelrecht harmoniesüchtig und dafür brauche ich Satan. Er bringt mir diese Erkenntnis. Es klingt für viele Menschen paradox, doch Satan ist nicht der böse Kerl, für den ihn viele halten.

Aus meiner Sicht ist Satan die am häufigsten missverstandenen Figur der gesamten Literatur. Er wird in der westlichen Zivilisation als Sündenbock missbraucht, damit die Kirche ihre politische Agenda durchsetzen kann. Doch Satan ist nicht der „bad guy“. Satan steht für Ehrgeiz, Intelligenz und freies Denken“.

Diese CD wurde vom Label „Nuclear Blast“ verlegt. Der Vertrieb übernimmt die „Warner Music Group“, zusammen mit SONY und Universal eines der weltweit wichtigsten Musik-Unternehmen.

„Nuclear Blast“ zitiert Nergal in der Produktbeschreibung: „“The Satanist“ ist wie ein verdammter Nagel in der Hand Jesu, Punkt. Nicht mehr, nicht weniger.“

Für die Hörer, ist diese Musik so etwas wie „spirituelle“ Nahrung. In Ihrer Fantasie erleben sie das, was sie im realen Leben nicht bekommen. Noch vor wenigen Jahren wäre es undenkbar gewesen, dass eine solche Musik unwidersprochen die Öffentlichkeit hätte betreten können.

Insofern dokumentiert „The Satanist“ und ihre positive Aufnahme, wie weit die moralische Dekadenz hierzulande schon vorangeschritten ist.  Diese Musik ist ein klarer Angriff auf das Christentum und muss von uns ernst genommen werden, wie wir auch Attacken aus der Homo-Lobby gegen Ehe und Familie ernst nehmen.

Unser Autor Mathias von Gersdorff ist katholischer Schriftsteller und Leiter der Frankfurter Aktion „Kinder in Gefahr“ und des Webmagazins „Kultur und Medien online“