Hedwigswallfahrt am 20.10. zum Kölner Dom

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Die 71. St.-Hedwigswallfahrt im Hohen Dom zu Köln findet am Sonntag, dem 20. Oktober 2019 um 12 Uhr statt: ein feierliches Pontifikalamt mit Dr. Reinhard Hauke, Weihbischof in Erfurt, Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für die Vertriebenen- und Aussiedlerseelsorge.
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Im Oktober 1948 startete die 1. Hedwigs-Wallfahrt im Hohen Dom.
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Zu dieser Erzbistums-Wallfahrt lädt der Diözesanbeauftragte für die Vertriebenen- und Aussiedlerseelsorge, Pfr. R. Hoverath, herzlich alle Interessierten ein.
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Für die musikalische Gestaltung sorgt u. a. das Oberschlesische Blasorchester Ratingen unter der Leitung von Andreas Bartylla.
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Anwesend sein wird sodann die Oberschlesische Bergleutegruppe aus Recklinghausen, Damen und Herren in Tracht sowie Fahnen-Abordnungen.
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Um 15 Uhr wird traditionell gerade im Monat Oktober der Rosenkranz gebetet – und um 15:30 Uhr folgt die St.-Hedwigs-Andacht unter musikalischer Begleitung des Oberschlesischen Blasorchesters aus Ratingen.
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Es wird auch der verstorbenen Geistlichen gedacht, darunter Weihbischof Joseph Ferche, Prälat Oskar Golombek, Gerhard Moschner, Franz Wosnitza, Hubert Thienel, Prälat Winfried König und Kardinal Joachim Meisner.
Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Zwei ehem. evangelische Pastoren werden am 28. Oktober in Augsburg zu Priestern geweiht

Bischof Dr. Konrad Zdarsa wird am Sonntag, dem 28. Oktober, zwei Diakone zu Priestern weihen. In einem feierlichen Pontifikalamt um 14.30 Uhr in der Rektoratskirche St. Sebastian in Augsburg werden André Schneider und Andreas Theurer (siehe Foto) das Sakrament der Priesterweihe empfangen.

André Schneider (44 J., verh., vier Kinder) war evang.-lutherischer Pfarrer in Erfurt. Er fühlte sich schon immer zum liturgischen und sakramentalen Leben hingezogen. Sein Primizspruch lautet: „Regnare Christum volumus!“  – Auf die Frage nach seinem Motiv für die Auswahl dieses Mottos erklärt er u.a.:

„Der Primizspruch bedeutet „Wir wollen, dass Christus herrscht, dass er König ist“. Die Kirche verkündigt uns Jesus Christus als König der Könige und Herrn aller Herren. Wo Gott aus dem Mittelpunkt verdrängt wird, gerät auch der Mensch schnell unter die Räder, das scheint mir eine zentrale Lehre aus den Schrecken des letzten Jahrhunderts zu sein.“

Andreas Theurer (51 J., verh., zwei Söhne) war 17 Jahre lang lutherischer Pfarrer, zuletzt im schwäbischen Göttelfingen.

Bei ihm sei, so erklärt er, die „Einsicht gereift, dass zur vollmächtigen Spendung der Sakramente vom biblischen und altkirchlichen Zeugnis her tatsächlich eine Priesterweihe nötig ist. Das war auch der wesentliche Grund für meine Konversion im Jahr 2012.“ – Ihm gehe es vor allem, so sagt er, „um die sakramentale Fülle der katholischen Kirche.“

Der Papst hat beiden evangelischen Ex-Pastoren  –  wie in solchen Fällen üblich  –    eine Dispens vom Zölibat erteilt, das heißt, sie dürfen ihre Ehe und Familie weiterführen.

Über den Konvertiten Andreas Theurer und die Gründe seines Übertritts zur katholischen Kirche haben wir im CHRISTLICHEN FORUM bereits vor einigen Jahren acht Artikel veröffentlicht: https://charismatismus.wordpress.com/category/konvertit-andreas-theurer/

Quelle für Foto und Zitate: https://bistum-augsburg.de/Nachrichten/Bischof-Konrad-weiht-am-28.-Oktober-in-der-Rektoratskirche-St.-Sebastian-zwei-Diakone-zu-Priestern-_id_193654


Gedenkmesse würdigt den 1938 von den Nazis verbannten Bekennerbischof Sproll

Vor 80 Jahren wurde Bischof Dr. Johannes Baptista Sproll von den Nationalsozialisten aus seiner Heimatdiözese Rottenburg vertrieben.

Zuflucht fand er zunächst bei den Mallersdorfer Schwestern in Bad Wörishofen im Bistum Augsburg.

Dort in der Pfarrkirche St. Justina feierte Bischof Dr. Gebhard Fürst (Rottenburg-Stuttgart) mit seinem Amtsbruder Dr. Rudolf Voderholzer (Regensburg) am 4. August 2018 ein Pontifikalhochamt zum Gedenken an Bischof Sproll, an das sich ein Festakt im Kneipp-Kurhaus St. Josef anschloss.

„Auch in Zeiten tiefster Dunkelheit hat er nicht vom Vertrauen auf Gott gelassen“, lautet die Inschrift auf dem Bronze-Relief am Haupteingang des Bad Wörishofer Kneipp-Kurhauses, das von den Mallersdorfer Schwestern geführt wird.

Es wurde 2013 zur Erinnerung an J. B. Sproll angebracht, den Oberhirten aus der Nachbardiözese Rottenburg, der aufgrund seines mutigen Eintretens gegen die Nationalsozialisten im Volk den Ehrentitel „Bekennerbischof“ erlangte.

Schon lange vor 1933 war er von der Schädlichkeit des Nationalsozialismus überzeugt: er studierte das Parteiprogramm und las „Mein Kampf“. Durch seine unmissverständlichen Worte auf Großveranstaltungen und Bischofstagen in der ganzen Diözese zog er den Zorn der Nationalsozialisten auf sich.

Am 10. April 1938 blieb er demonstrativ der Abstimmung über den Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich und der damit gekoppelten Wahl zum „Großdeutschen Reichstag“ fern. Dies brachte das Fass zum Überlaufen.

Die NSDAP inszenierte wiederholt Kundgebungen vor dem Bischofshaus, wobei die meisten Demonstranten eigens mit Lastwagen gebracht worden sind. Die aufgehetzte Menge stürmte das Ordinariat und verwüstete das Gebäude.

Am 24. August 1938 wies die Gestapo Bischof Sproll aus dem Gebiet Rottenburg aus. Stationen seiner Flucht waren u. a. Freiburg, Bad Dürrheim, Donaueschingen, Konstanz, Lindau, München, Bad Wörishofen, St. Ottilien (2 Jahre) und Krumbad (4 ½ Jahre).


Heute feierte Bischof Algermissen ein Jahresgedächtnis für Dyba im Fuldaer Dom

Der letzte Sekretär Dybas ebenfalls plötzlich verstorben

Gemeinsam mit dem Dachverband „Forum Deutscher Katholiken“ sammelt unser Christoferuswerk (CHR) bislang mehrere tausend Unterschriften für eine Seligsprechung von Erzbischof Johannes Dyba.

Auch in den letzten Tagen haben wir diesen Aufruf beim Kongreß „Freude am Glauben“ in Fulda wieder an unserem CHR-Stand ausgelegt und einige Dyba-Plakate an der Stellwand angebracht.

Auch am offiziellen Empfangs-Tisch des Forum Deutscher Katholiken lag die Unterzeichner-Liste für eine Seligsprechung Dybas aus. 

Der jährliche Glaubenskongreß, der meist in Dybas einstiger Bischofsstadt veranstaltet wird, erinnert gerne an diesen bekenntnisfrohen Oberhirten, der sich nicht scheute, dem Zeitgeist die Zähne zu zeigen, was ihm wütende Attacken von linker Seite einbrachte – einschließlich Bedrohungen und Gewalt auf offener Straße (z.B. in Marburg).

Viele Leute, die sich in unsere Dyba-Liste eintrugen, haben gleich darauf hingewiesen: „Am Montag ist der Todestag von Bischof Dyba, nicht vergessen!“ – Nein, nicht nur wir gedenken am 23. Juli stets dieses großartigen Gottesmannes, auch im Bistum Fulda ist dieser glaubensstarke Oberhirte unvergessen.

Stets wird am 23. Juli im Hohen Dom ein Pontifikalamt für Dr. Dr. Johannes Dyba zelebriert; das Jahresgedächtnis gilt zugleich der  – genau am selben Tag, aber etliche Jahre später – verstorbenen Mutter von Bischof em. Heinz Josef Algermissen, dem Amtsnachfolger Dybas.

Auch diesmal feierte der Bischof diese Gedenkmesse in Konzelebration mit einigen Priestern.

Erzbischof Dyba starb am 23. Juli 2000 ganz plötzlich und unerwartet; es war damals von Herzversagen die Rede. Noch am Abend vor seinem nächtlichen Heimgang in die Ewigkeit hatte er mit seinem Sekretär Ulrich Schäfer Boccia gespielt. Am Nachmittag besuchte er noch eine Hochzeit von Verwandten. Am nächsten Morgen  – einem Sonntag – wurde er von seiner Haushälterin tot aufgefunden – und die glaubenstreue katholische Welt versank in tiefe Trauer, nicht allein in Deutschland, auch weltweit, vor allem im Vatikan, Österreich, Südtirol, der Schweiz etc.

Dieses erschütternde Ereignis geschah vor 18 Jahren.

Am 18. Juli dieses Jahres verstarb – ebenfalls völlig überraschend und zum Entsetzen vieler Gläubiger –  der bereits erwähnte Sekretär von Bischof Dyba, der Priester Ulrich Schäfer, Pfarrer von Somborn. Er war 50 Jahre alt, genau 20 Jahre jünger als Dyba einst an seinem Todestag. Auch dieser in seinen Gemeinden sehr geschätzte Priester der Schönstattbewegung hinterläßt eine große Lücke in seinen Pfarreien.

Pfarrer Schäfer war zu einem Requiem erwartet worden. Da er sich nicht blicken ließ, schauten aufmerksame „Schäflein“ im Pfarrhaus nach – und sahen dort, daß der Geistliche schon tot war. Die Polizei beschlagnahmte den Leichnam. Näheres ist uns bislang nicht bekannt.

Der seeleneifrige Pfarrer Schäfer wird am Donnerstag, dem 26. Juli, in St. Anna (Pfarrkirche Somborn) aufgebahrt und am Freitag, 27. Juli, in Eichenzell beerdigt. Davor wird das Requiem (Seelenamt) um 14 Uhr gefeiert.

 


„Freude am Glauben“ in Fulda: Weihbischof Schneider feierte die Abschlußmesse

Von Felizitas Küble

Am Sonntag, dem 22. Juli, fand der dreitägige Kongreß „Freude am Glauben“ in Fulda seinen krönenden Abschluß in einem Pontifikalamt im Dom zu Fulda, das von Weihbischof Athanasius Schneider und einigen Priestern am frühen Nachmittag gefeiert wurde (siehe Fotos).

Die Geistlichen zelebrierten den sog. „römischen Kanon“, das erste eucharistische Hochgebet, das dem überlieferten Ritus („alte Messe“) am nächsten steht.

Das Pontifikalamt zur Eröffnung hielt der kürzlich in den Ruhestand getretene Fuldaer Bischof Heinz-Josef Algermissen.

Weihbischof Schneider sprach am Sonntag-Vormittag in einem Vortrag über die Eucharistie als Sakrament und Kraftquelle.

Athanasius Schneider ist rußlanddeutscher Herkunft und seit langem für seine klare Sprache und seine theologisch konservativen Positionen bekannt. Er amtiert als Weihbischof des Erzbistums Astana in Kasachstan. Im benachbarten Kirgisien wurde er 1961 als Sohn schwarzmeerdeutscher Eltern geboren, die von den Sowjets nach Zentralasien verschleppt worden waren.

1973 gelangte die Familie nach Baden-Württemberg. Nach seiner Priesterweihe promovierte er in Rom über Patristik (er wurde Doktor über die Zeit der Kirchenväter). 2011 ernannte ihn Papst Benedikt zum Weihbischof des Erzbistums Astana.

Der profilierte Würdenträger spricht neben seiner deutschen Muttersprache fließend Englisch, Russisch, Italienisch und Portugiesisch, er beherrscht Latein und Griechisch. Auf deutsch erschienen seine Publikationen u.a. im Dominus-Verlag und im Verlag Media Maria.

Bei seiner Predigt in dem mit zahlreichen Meßbesuchern überfüllten Dom betonte Weihbischof Schneider ein Leitwort aus der frühen Kirche: „Christ, erkenne Deine Würde!“  – Das gelte auch für den Gläubigen als „Soldat Christi“, als Bekenner und Streiter für Gott und sein Reich. Der Name „Christ“ weise bereits darauf hin, daß wir zur Nachfolge Christi berufen sind und seine Botschaft in Wort und Tat bezeugen sollen.

Nicht ohne Grund wird die Kirche auf Erden als „streitende Kirche“ bezeichnet, denn sie steht in Kämpfen und Auseinandersetzungen nicht nur mit irdischen Gegnern, sondern auch mit Anfechtungen aus den eigenen Reihen.

Der Bischof wies darauf hin, daß sich die Katholiken der ersten Jahrhunderte in der Zeit der Verfolgung keineswegs in die Katakomben zurückgezogen hätten. Hier würden teils unzutreffende Vorstellungen existieren. Die frühe Christenheit nutzte die Katakomben als Begräbnisstätten, nicht als Fluchtpunkt vor der feindlichen Welt.

Vielmehr hätten die Gläubigen damals trotz aller Verfolgung mitten in ihrer Herkunftswelt gelebt, ihre Berufe ausgeübt, sie waren auf den öffentlichen Straßen und Plätzen anzutreffen, sie lebten keineswegs abgeschottet, sondern stets präsent und zugänglich für ihre Umwelt.

Durch die Firmung werden die Katholiken, so erläuterte der Weihbischof weiter, besonders zum Bekenntnis des Glaubens und zum Kampf für das Gottesreich berufen und bestellt. Dieses Sakrament bestärkt sie in ihrer Aufgabe, Salz der Erde zu sein. Die Immaculata, die makellos empfangene Jungfrau Maria, habe sich als Siegerin über die Irrlehren und als Hilfe der Christen erwiesen.

 

 


Regensburg: Bischof würdigt Glaube und Kultur der vertriebenen Donauschwaben

„Das Kreuz gehört in den öffentlichen Raum“

Anlässlich der 59. Gelöbniswallfahrt der Donauschwaben hat Bischof Dr. Rudolf Voderholzer in der Basilika St. Anna in Altötting am Sonntagvormittag eine Pontifikalmesse gefeiert. Während der sehr ermutigend wirkenden Predigt bat der Regensburger Bischof die zahlreich Anwesenden, die Sonntagskultur stark zu halten, das Kreuz im öffentlichen Raum wertzuschätzen und die Marienverehrung zu pflegen.

Er erinnerte an die große Bedeutung der Donauschwaben sowie überhaupt der Lebensleistung der vertriebenen Gläubigen innerhalb Europas – bis heute und gerade angesichts der Lage des Kontinents in dieser Zeit.

Der Bischof, der von der Herkunft seiner Mutter aus dem Sudetenland sehr geprägt wurde, sagte: „Es bewegt mich tief, zu erleben, mit welcher Hingabe Sie die geerbten Traditionen pflegen.“

Angesichts des zunehmenden Einflusses des Islam in Europa betonte der Regensburger Bischof die Notwendigkeit, den christlichen Glauben zu leben und zu bekennen. Er forderte dazu auf, die Sonntagskultur zu leben, denn mit dem staatlichen Schutz sei es nicht getan. Zu den Formen einer zeitgemäßen Sonntagskultur gehöre nicht zuletzt die Tracht. Zahlreiche Donauschwaben waren in ihrer traditionellen Tracht zu diesem Gottesdienst erschienen (siehe Foto).

Außerdem erklärte Bischof Dr. Voderholzer, dass zu den Grundlagen des christlichen Europa das Kreuz gehört. „Das Kreuz gehört in den öffentlichen Raum: Ich verstehe es nicht, wenn der Bayerische Ministerpräsident sogar aus kirchlichen Reihen heraus kritisiert wird, weil er das Anbringen von Kreuzen in öffentlichen staatlichen Räumen angeordnet hat.“ 

Das Kreuz stehe für die vor-staatlich religiösen Wurzeln unserer Gesellschaft und für ein Fundament, das sich der Staat nicht geben kann und das er nicht garantieren kann. Allerdings werde auf die Dauer auch ein Erlass nicht helfen, wenn es nicht Menschen gibt, die die Religion des Kreuzes von innen her leben und lieben, erklärte der Bischof.

Schließlich erinnerte der Regensburger Oberhirte auch an die große Bedeutung der Marienverehrung. Wallfahrtswege seien die Pulsadern des christlichen Europa und die Marienwallfahrtsorte seien Knotenpunkte der christlichen Vernetzung.

Bischof Voderholzer würdigte die Tatsache, dass die Wallfahrt die Donauschwaben nach Altötting führt. Abschließend stellte er fest: „Die Vertriebenenverbände und Volksgruppen sind prädestiniert, Förderer eines vereinten Europas auf der Basis des christlichen Glaubens zu sein. Niemand weiß mehr um die Bedeutung und die Notwendigkeit eines vereinten Europas auf der Basis des Christentums als Sie!“

Die Donauschwaben sind eine Gemeinschaft mit einer besonderen gemeinsamen Geschichte: Aus deutschen Ländern kamen sie ab dem Ende des 17. Jahrhunderts aufgrund von gewährten Privilegien in Gegenden an der Donau, die heute in den Staaten Ungarn, Rumänien und Serbien liegen. Die österreichische Kaiserin Maria-Theresia u.a. hatte sie gerufen, um das Land zu kultivieren, das im Zuge der Türkenkriege verwüstet worden war. Bald brachten sie die Gegenden durch handwerkliches wie auch landwirtschaftliches Geschick zur Blüte.

Am Ende des Zweiten Weltkriegs sowie nach Kriegsende flohen sie zum Teil. In großer Zahl wurden Donauschwaben, die geblieben waren, aber auch interniert, vertrieben oder zu vielen Tausenden in fürchterlichen Massakern ermordet. Schon immer spielte der katholische Glaube bei den Donauschwaben eine große Rolle, auch und gerade bei den Überlebenden, die diesen ihren Glauben bei ihrer Flucht und Vertreibung nach Österreich, Deutschland, weitere Länder Europas sowie überhaupt in die ganze Welt mitnahmen. 

Quelle (Text/Fotos): https://www.bistum-regensburg.de/news/sonntag-kreuz-maria-bei-der-christlichen-praegung-europas-haben-die-donauschwaben-eine-besondere-aufgabe-6151/


Regensburger Bischof würdigt den heiligen Wolfgang und ruft zum Glaubenszeugnis auf

Predigt am Reformationstag erinnerte an Luthers Gottessuche

Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer hielt am Dienstagabend eine Predigt im Pontifikalamt am Hochfest des Hauptbistumspatrons, des hl. Wolfgang von Regensburg (ca. 924-994), das in diesem Jahr auf den 500. Jahrestag des Beginns der Reformation fiel.

In der bis auf den letzten Platz gefüllten Basilika St. Emmeram in Regensburg erinnerte der Oberhirte die anwesenden Gläubigen, Priester und Ordensleute daran, dass das eigene Glaubensleben immer wieder der Überprüfung  und der Erneuerung bedürfe.

Bischof Rudolf rief mit Blick auf den hl. Wolfgang von Regensburg, der sich im 10. Jahrhundert als großer Erneuerer des geistlichen und kirchlichen Lebens im Bistum Regensburg erwiesen habe sowie auf Martin Luther (1483-1546) und dessen Suche nach einem gnädigen Gott dazu auf, die Frage nach Gott radikal in den Mittelpunkt des eigenen Lebens zu stellen.

Der Regensburger Bischof erinnerte an die lobenden Worte Papst Benedikts XVI. über Martin Luther, die dieser bei seinem Deutschlandbesuch 2011 im Augustinerkloster Erfurt gefunden hatte. Darin bezeichnete der Pontifex aus Deutschland Martin Luther als leidenschaftlichen Gottessucher, dessen Sehnsucht nach Gottes Nähe von existenzieller Bedeutung für diesen gewesen sei:  

„Was Luther umtrieb, war die Frage nach Gott, die die tiefe Leidenschaft und Triebfeder seines Lebens und seines ganzen Weges gewesen ist… Theologie war für Luther keine akademische Angelegenheit, sondern das Ringen um sich selbst, und dies wiederum war ein Ringen um Gott und mit Gott.“

Mit Blick auf die immer stärker voranschreitende Verweltlichung in Politik und Gesellschaft und die immer geringer werdende Bedeutung Gottes für das Leben vieler Menschen sagte der Regensburger Oberhirte, dabei wiederum den emeritierten Papst zitierend:

„Unser erster ökumenischer Dienst in dieser Zeit muss es sein, gemeinsam die Gegenwart des lebendigen Gottes zu bezeugen und damit der Welt die Antwort zu geben, die sie braucht.“

Link zum Anhören der ganzen Bischofspredigt: https://soundcloud.com/bistum-regensburg/predigt-von-bischof-rudolf-voderholzer-am-fest-des-hl-wolfgang-von-regensburg-2017