Fatale Folgen einer Frühsexualisierung von Kindern im Gefolge der 68er Revolte

Von Christa Meves

Nein, aufhören mit dem Aufklären, mit Warnen und Raten kann ich nicht, obgleich ich demnächst in das 96. Lebensjahr einsteigen werde; denn was sich nun mit den Kindern in den Familien abspielt, ist sogar noch gravierender als das, was ich nach meinem ersten Schockerlebnis vor 50 Jahren unablässig in die Öffentlichkeit hineinzurufen begann.

Diese Erfahrung machte ich 1969 bei einer Einladung zum Vortrag in einer Berliner evangelisch-lutherischen Akademie, nachdem mein Vorredner, Helmut Kentler, ein mir unbekannter Lehrer aus Ostberlin (jedenfalls benannte er sich damals so), seinen Vortrag sinngemäß mit folgender Quintessenz beendet hatte:

Ab jetzt werden wir den Menschen machen. Wir allein, in eigener Regie, frei für jede Form von Sex, auch für die Kinder.

Hingegen hieß das Ergebnis meiner Ausführungen: Wir müssen bei unseren Entscheidungen hinauffragen: Was erwartet unser Gott mit seiner Schöpfungsordnung von uns, damit wir zu einer gesunden Zukunft hinfinden können?

Dieser Mann, der jetzt erst nach seinem Tod als ein –  durch die Jahrzehnte hindurch  –  vielfacher Missbrauchstäter (mit institutioneller Hilfe in Berlin) entlarvt worden ist, war damals bereits ein Protagonist der sogenannten Studentenrevolte.

Nachdem Kentler in der Universität Hannover zum Professor ernannt worden war – mit einer völlig unzureichenden Dissertation (kann jeder noch heute nachlesen) –  hat er Studenten jahrzehntelang mit einer abwegigen Pädagogik bedient.

Er hatte bereits 1970 in einem Taschenbuch mit dem Titel „Sexualerziehung“ seine Parolen zur Sexualisierung der Kinder vollmundig zu Papier gebracht. Aus der Sicht meiner kinderpsychotherapeutischen Praxis hatte ich damals bereits lesen müssen, was hier geplant war.

So blieb mir nichts anderes übrig, als mit einem kleinen Herder-Taschenbuch unter dem Titel „Manipulierte Maßlosigkeit“ meinen fachspezifischen Protest dagegenzusetzen; denn die Sexualität der Erwachsenen, so betonte ich, gehört nicht in die Kinderjahre. Dort ist sie den Kindern nicht gemäß.

Wer die Sexualität entfesselt und sie zu einer allgemeinen Lebensnotwendigkeit „von der Wiege bis zur Bahre“ erklärt, handelt sich eine Vielzahl von Sexualstörungen im Erwachsenenalter ein, Sexualsüchte vor allem, aber auch Abweichungen und sogar viel mehr Krankheiten physischer und psychischer Art. 

In Vorträgen über Vorträgen, in Büchern über Büchern variierte ich in den nächsten 50 Jahren – neben Warnungen vor dem Aufweichen bewährter Strukturen wie Familie, Autorität und Hierarchie – dieses Thema; denn zunehmend mehr entwickelte sich das Terrain der Bundesrepublik unversehens in ein Minenfeld mit Fallen zu unglücklich machenden, leidvollen Fehlentwicklungen.

Aufklärung darüber macht es aber möglich zu retten, was sich retten lassen will; denn es gibt bis heute immerhin auch noch weniger seelisch und geistig verseuchte Regionen, besonders in den deutschsprachigen Nachbarländern…

Außerdem kam mir auf meinem Feld unverhofft eine wissenschaftliche Forschung, die mächtig anschwoll, zu Hilfe. Dadurch gewann ich die beglückende Erfahrung, dass sich meine Vorstellungen, die ich in meinem Universitätsstudium der Nachkriegszeit und in der Praxis gewonnen hatte, immer mehr durch seriöse Forschungsergebnisse bestätigten:

So wurde jetzt z. B. die durchschlagende Einsicht der Hormonforscher publiziert, dass bereits im Mutterleib die Ausformung der unterschiedlichen Geschlechtsorgane von männlichen und weiblichen Kindern durch hohe Dosierungen entweder des männlichen Geschlechtshormons Testosteron für die Knaben oder des weiblichen Hormons Östrogen für die Mädchen massiv vorangetrieben wird.

Aber dann – wenige Wochen nach der Geburt – sinkt schon während der Säuglingszeit die Hormonlage der Babys bei beiden Geschlechtern fast auf Null zurück  (1).

Erst ab der Vorpubertät, etwa um das 10. Lebensjahr herum, beginnt der Hormonspiegel sich wieder bei beiden Geschlechtern kontinuierlich bis ins Erwachsenenalter hinein zu steigern.

Es ist einleuchtend, warum das so ist:

Bei den gewichtigen Reifungsphasen zwischen dem ersten und zehnten Lebensjahr ist der Naturtrieb Sexualität nicht gefragt. Ihr natürlicher Aufgabenbereich beginnt eigentlich erst mit der Fortpflanzungsfähigkeit. Bei der Einhaltung dieser natürlichen Grundregel ist in diesem Bereich am ehesten seelische und körperliche Gesundheit im Erwachsenenalter zu gewinnen.

Umso verhängnisvoller ist aber ein Zeitgeist, der das Gegenteil auf sein Banner schreibt. Die ungeschriebene Vorschrift der Revolutionäre „Sex von der Wiege bis zur Bahre“ ist keineswegs vom Tisch. Sie ist sogar bis in die Schulpläne für Grundschüler eingesickert.

Und nun produziert zum Entsetzen verantwortungsbewusster Eltern auch noch das Smartphone ein Leck auf diesem Gebiet:

Heute ist es kaum noch zu verhindern, dass fast jedes Kind es vom Grundschulalter ab zuwege bringt, eines Smartphones habhaft zu werden, um mit diesem dann herunterzuholen, was ihm beliebt. Und das ist in diesem Alter dann meist etwas, das ihm Freunde angeraten haben.

Seit dieser Neuheit landen bei mir nun zunehmend häufiger ratlos seiende Mütter, die zumeist bei ihren Kindern zwischen sechs und zwölf – Mädchen wie Jungen – mit neuen, bisher nie gekannten Verhaltensstörungen konfrontiert sind:

Z. B. eine Siebenjährige in der 2. Klasse verhielt sich, als wäre sie gänzlich von der Rolle. Sie könne nun nichts mehr, sagt sie, obgleich die Mutter erklärt, dass sie vorher im Geschwisterkreis ein supergesundes, fröhliches Mädchen mit guten ersten Erfolgen in der Schule gewesen sei. Alles Befragen hülfe nichts. „Das geht nicht“, heißt dann unter Tränen die Antwort des Kindes.

Eine andere Mutter berichtet mit berechtigter Sorge, ihr Sohn, 10 Jahre alt, verweigere ebenfalls konstant den Schulbesuch. „Da wäre etwas dazwischen“, erkläre er dann. Er fürchte sich, dann wieder nach Hause zurückzugehen, er müsse dann irgendwie loslaufen und sich bald irgendwann umbringen.  

Aber das sind nur zwei Beispiele von sehr ähnlichen weiteren, ohne dass eine der üblichen Diagnosen von Therapeuten feststellbar erscheint. Nicht selten gelingt es aber doch durch Berichte von Unbeteiligten, der Ursachen der massiven Störung habhaft zu werden: Bei manchen Kindern im Grundschulalter zeigt sich dann, dass irgendein Mitschüler die Kleinen zum heimlichen Benutzen von Mutters Smartphone verführt und sie auf bestimmte Sendungen unter einem bestimmten Code aufmerksam gemacht hatte.

Die Ursache besteht darin, dass die Kinder meist, ohne dass sie wissen, was ihnen geschieht, auf Sendungen mit Pornografie gestoßen sind.

Was sich besonders bei den Sensibleren, eher auch bei hervorragend Intelligenten, hier abspielt, ist ein Bildeindruck, der weder verstanden noch verkraftet werden kann. Es entsteht so ein massives Trauma, das nun allerdings dringend zunächst der Aufklärung und dann einer fachkompetenten Therapie bedarf. Was für eine neue schwere Verantwortung aller Pädagogen ist so neu entstanden!

Hier muss erst einmal darüber informiert werden, dass die Kindheit eine sexfreie Zone zu sein hat. Eigentlich müssten sämtliche Pädagogen jetzt erst einmal dazu angehalten werden, diesen Status der Kindheit zu respektieren, statt ihn unentwegt anzuheizen, wie es heute nicht selten im Sexualkundeunterricht geschieht.

Wie nötig wäre hier eine Vorbildhaltung auch der Eltern, statt (wie gelegentlich weiterhin) es für modern zu halten, ihre sexuellen Auslöser den Kindern so viel wie möglich hinzuhalten.

Diese Seuche ist der Sündenfall eines Zeitgeistes, der von Gottes Allgegenwart abgefallen ist. Hier muss angesetzt werden, um elenden Fallen solcher Art Paroli zu bieten.

1) Eliot, Lise: Wie verschieden sind wir? Die Gehirnentwicklung bei Mädchen und Jungen. Berlin 2009, für die deutsche Ausgabe © B.V., Berlin Verlag GmbH, Berlin 2010, S. 141

Die Bestseller-Autorin Christa Meves ist Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche; sie leitet den Verein „Verantwortung für die Familie“, bei dem Sie online weitere Artikel finden: http://www.vfa-ev.de/newsl.htm


Brachliegende Aufgaben für Katholikinnen

Von Rainer Kochinke

Beim Blick in die älteren Ausgaben der Verbandszeitschrift „Frau und Mutter“ der KFD (Kath. Frauengemeinschaft Deutschlands) findet man etwa ab 1980 schon das Thema  „Priesterweihe der Frau“ ganz oben auf der Prioritätenliste, wo es seit 40 Jahren immer neu angeheizt wird. 
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Das vorrangige Argument lautet: Machtabgabe der Männerkirche iund Machtteilhabe der Frauen an allen Leitungsfunktionen, vom Bischofs- bis zum Papstamt.
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Da stellt sich doch die Frage: Wenn schon manche Männer das Priesteramt nicht zuerst als Berufung zu einem mühevollen und oft frustrierenden Dienen und Arbeiten im Weinberg des HERRN verstehen, sondern eher als eine Karriereleiter missverstehen, warum wollen dann Frauen diesen Irrweg noch kopieren, anstatt ihn sinnvollerweise zu korrigieren?
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Zwar wird Christus dabei ständig erwähnt, nicht aber sein Beispiel der Fußwaschung, die das selbstlose Dienen als christlices Handlungsprinzip in den Vordergrund stellt.
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Für alle berufenen Arbeiterinnen im Weinberg des HERRN, die sich nicht wegen eines Machtzuwachses, sondern aus Liebe zu Gott und den Menschen einbringen wollen, gibt es doch riesige brachliegende Aufgabenfelder, ohne dass es dafür einer Priesterweihe bedarf.
Stichpunktmäßig seien zwei davon mit besonders hoher Dringlichkeitsstufe genannt: Die Katechese und geistliche Begleitung der Erstkommunionkinder, die , allein gelassen in einer entchristlichten Umgebung, zwei Wochen nach ihrem großen Tag nicht mehr im Gottesdienst zu sehen sind.
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Zweitens, der Schutz der Kinder vor sexueller Verführung und sexuellem Missbrauch. Dazu stellte die Leiterin einer amerikanischen Hilfsorganisation für Missbrauchsopfer, Rene Mc Creary, kürzlich im Fernsehen in Kansas City fest: „Immer mehr Kinder haben Zugang zur Pornografie, und 25% aller Missbrauchstaten an Kindern werden inzwischen von Kindern verübt.“
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In Deutschland dürften die Zahlen kaum anders aussehen. Müssten da nicht bei allen Müttern (und Vätern!) die Alarmglocken schrillen?
Und wäre nicht auf diesem Gebiet der Prävention der Einsatz von Zeit und Energie vorrangig geboten, anstatt diese für Ziele zu verschwenden, die allenfalls in einen deutschen Sonderweg und ein kirchliches Schisma führen können, letztlich auch nur Unzufriedenheit und Zerstrittenheit in den Gemeinden weiter anheizen?
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Und schließlich ist zufragen, ob die Benutzung des Namens der Gottesmutter Maria für eine Aktion, die sich eindeutig gegen das Vermächtnis ihres Sohnes richtet, nicht einer Beleidigung jener Frau gleichkommt, die einerseits alle Apostel an Würde und Weisheit übertraf und den betenden Kristallisationspunkt der Urgemeinde bildete, andererseits aber himmelweit von jedem Gedanken an ein Weiheamt entfernt war?
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Unser Autor Rainer Kochinke ist Religionslehrer i. R. und lebt in Rheine (nördl. Münsterland)

Eltern bieten ihren Kindern eine ideale 1:1-Betreuung – Nachteile der Kita-Unterbringung

„Kinderkrippen sind ein Infektionspfuhl ersten Ranges“ – dies resümierte der bekannte Kinderarzt Prof. Dr. Dr. Hellbrügge bereits vor vielen Jahren und verwies auf vorliegende internationale Studien.

Soeben legte Dr. Linnéa Schüz-Havupalo eine entsprechende neue Untersuchung vor: 1570 Kinder wurden von der Geburt bis zum Alter von drei Jahren im Rahmen einer Follow-up-Studie  begleitet. Das Ergebnis: Sprunghaft steigen mit Beginn der Krippenunterbringung Anzahl und Häufigkeit der Erkrankungen sowie die den Kleinkindern verabreichten Antibiotika.

270.000 Krippenplätze würden für unter Dreijährige fehlen, titelt die Welt Am Sonntag und „Kein Platz für jedes Kind“ (!). 790.000 Kleinkinder unter drei Jahren werden derzeit bereits in Krippen betreut. Das sei aber noch viel zu wenig: 1,06 Millionen Plätze wünscht sich das Institut der Deutschen Wirschaft (IW). Die Mütter sollen im Betrieb arbeiten – nicht zu Hause.

Dafür gibt es ja Fachkräfte und Erzieher, wenngleich die Personalsituation miserabel und der Personalschlüssel schlecht sei. „Angesichts des Fachkräftemangels ist es unrealistisch zu erwarten, dass Kitas in Zukunft ausschließlich mit klassisch ausgebildeten Erzieherinnen und Erziehern arbeiten“, sagt die Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD). Unausgebildete Seiteneinsteiger sollen fehlendes Personal ersetzen, Scheeres nennt das „multiprofessionelleTeams“.

Der Betreuungsbedarf liege bei 45%, allerdings würden 87 % (Emnid, Mai 2017) der Eltern ihre Kinder in den ersten drei Jahren selbst erziehen wollen, wenn sie sich dies finanziell leisten könnten. Dann wäre der Personalschlüssel bei einer optimalen 1:1-Betreuung umgehend gelöst.

Solange aber Eltern für „Bildungsinvestitionen“ in ihre eigenen Kinder politisch nicht gewollt sind, zahlen Jugendämter lieber 1800 € im Monat für einen Babysitter – wenn ein Krippenplatz nicht verfügbar ist -, anstatt wenigstens einen Teil davon jenen Eltern zukommen zu lassen, die sich um die frühkindliche Bildung ihrer Kinder selbst kümmern wollen.

Aus Sicht der Kinder verbessert sich ihre Situation jedoch keineswegs, wie viele Studien belegen.

* Wie negativ sich die vergangenen 50 Jahre Umerziehung im Bereich der Schule ausgewirkt haben, beschreibt der ehemalige Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, in seiner aktuellen Publikation.

* Mindestens 85% der Jungen und 71% der Mädchen zwischen 14 und 16 Jahren haben bereits pornografisches Material gesehen. Das durchschnittliche Erstkontaktalter mit Pornografie liegt bei ca. 12 Jahren. Pornografie ist auch für Kinder und Jugendliche überall kostenlos verfügbar, wird in WhatsApp Gruppen geteilt. Es bedarf daher einer bewussten Entscheidung, Pornografie nicht zu konsumieren.

Hierbei hilft die PornoAufklärungsinitiative Deutschland. Im Rahmen von Präventionsstunden, Projekttagen oder Workshops werden altersorientierte Unterrichtseinheiten gestaltet und Jugendlichen auf ansprechende Weise Hintergründe und negative Effekte von Pornografie erkärt und „Schamgefühl“ und echte „Liebe“ diskutiert. 

* Mütter können einem möglichen Schlaganfall durch Stillen vorbeugen: Frauen die gestillt hatten, haben ein um 23 % niedrigeres Schlaganfall-Risiko als Frauen, die nicht gestillt hatten.

* Wir haben unsere Info-Flyer„Risiko Kinderkrippe“ und „Die Familie ist unaufgebbar“ aktualisiert und erweitert. Gerne können Sie diese weiterhin kostenfrei in der von Ihnen gewünschten Anzahl zur Weitergabe und Information anfordern.

Quelle: Verantwortung für die Familie e.V. – Webpräsenz: http://www.vfa-ev.de


Internet-Fotos: Pädagogen, Polizei und Medienexperten warnen vor „Sexting“

Jugendliche lassen sich freiwillig nackt fotografieren oder fotografieren sich selbst und versenden die Aufnahmen über Internet-Netzwerke an Freunde weiter. 

Über die Konsequenzen, daß nämlich diese eigentlich vertraulich gemeinten Fotos über das Internet von jedermann gesehen werden können, machten sie sich oft keine Gedanken, warnen Pädagogen und Polizei.  DSC_0233

Allgemein ist der Austausch pornografischer Bilder von Minderjährigen verboten, auch wenn dies einvernehmlich geschieht. Vielen Kindern und Jugendlichen ist nicht klar, welche möglichen Folgen mit dem Versenden der Fotos verbunden sind, zB. Straftaten wie Erpressung oder andere Formen von Cybermobbing und damit verbundene psychische Belastungen.

Dieser Trend ist schon seit zwei bis drei Jahren bekannt, erklärte Medienpädagoge Jens Wiemken aus Vechta und sein Kollege Moritz Becker. Allerdings sind erst jetzt die Leiter der weiterführenden Schulen in der Kreisstadt Cloppenburg auf das Phänomen aufmerksam geworden.

In einem Elternbrief heißt es: “Die Bilder verbreiten sich schnell über Smartphones. Es besteht zudem wenig Hoffnung, diese jemals wieder aus dem Internet entfernen zu können“.

“Bei den Schülern ist es so, dass ihnen das Problembewusstsein fehlt“, sagte der Leiter eines Gymnasiums. Lehrer und Eltern seien völlig überrascht gewesen.

Das Sich-Selber-Fotografieren sei ein Mittel, um Aufmerksamkeit und Anerkennung zu bekommen. 

Eltern sollten mit ihren Kindern darüber reden, wenn diese beim sog. Sexting mitmachen, erklärt Kirstin Langer, Mediencoach der Initiative “Schau hin – Was dein Kind mit Medien macht“. 

Quelle: Kultur und Medien online

HINWEIS auf einen Info-Ratgeber-Artikel zum Thema Sexting: http://www.techfacts.de/ratgeber/was-ist-sexting


Kontroverse Einschätzungen zur aktuellen MDR-Sendung „Make Love“

Auf ein geteiltes Echo unter christlichen Medienfachleuten und Eheberatern ist der am 3. November ausgestrahlte, erste Teil der TV-Dokumentation „Make Love“ des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) und Südwestrundfunks (SWR) gestoßen.

In der fünfteiligen Sendereihe geht die Hamburger Sexual- und Paartherapeutin Ann-Marlene Henning der Frage nach, was guter Sex ist und wie man ihn wieder erleben kann, wenn er abhanden kam. 120505471_B_Brautwalzer

Am Beispiel eines Paares gibt die Therapeutin Tips, wie man die Gesprächsfähigkeit wieder gewinnt – und auch der Sex in der Beziehung wieder seinen Platz findet. Die Dokumentation wurde von 470.000 Zuschauer verfolgt und hatte eine Einschaltquote von 15,9 Prozent. Sie war damit im MDR die am vierthäufigsten eingeschaltete Sendung.

Ein positives Fazit zog der EKD-Medienbeauftragte, Oberkirchenrat Markus Bräuer: „Die MDR-Dokumentation ‚Make Love’ thematisiert auf niveauvolle Weise die Sexualität in der Partnerschaft von Mann und Frau.“  – Sie vermittle Kenntnisse und rege zum Gespräch an.

Bräuer weiter: „Anders als auf vielen frei zugänglichen Internetseiten wird hier keine Pornografie gezeigt, sondern die Sexualität in den Kontext einer ganzheitlichen Partnerschaft gestellt.

Hingegen gab der Geschäftsführer des evangelikalen, sexualethischen Fachverbands „Weißes Kreuz“, Rolf Trauernicht, gegenüber der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA eine gemischte Bewertung ab:

Es sei zunächst positiv, dass das Thema Sexualität angesprochen werde. In vielen Ehen  –  auch in christlichen  –  herrsche auf diesem Gebiet „große Not“. In jeder fünften Ehe in Deutschland gebe es keine intimen Begegnungen.

Zudem sei durch sexuellen Missbrauch, Internet-Pornografie, Werbung und Selbstbefriedigung „vieles auf dem Gebiet kaputt gegangen“.

Trauernicht zufolge überschreitet die Sendung aber auch Grenzen. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk dürfe nicht zeigen, wie ein Paar sich sexuell betätigt: „Damit ist die Grenze zur Pornografie überschritten. Alles, was die sexuelle Phantasie anregt, gehört in die Ehe  –  und nur dorthin.“

Quelle: http://www.idea.de


Britischer Premier will strikt gegen Kindersex-Pornos im Internet vorgehen

Der britische Premierminister David Cameron möchte die Verbreitung von Pornos im Internet verhindern. Provider und Suchmaschinen sollen Filter installieren und entsprechende Inhalte sperren.

Buchtitel der Aktion "Kinder in Gefahr"

Buch von „Kinder in Gefahr“

Die Verbreitung und der Besitz von Internetpornos, die Kindesmissbrauch und Vergewaltigung zeigt, soll in Großbritannien unter Strafe gestellt werden. Zudem sollen pornografische Inhalte für Nutzer aus Jugendschutzgründen gesperrt werden. 

In seiner Grundsatzrede sagte Cameron, er fühle sich als “Politiker und Vater“ verpflichtet, diesen Schritt zu unternehmen. Das Internet sei nicht nur eine Flucht aus dem wahren Leben, es sei selber das wahre Leben:  “Es hat einen Einfluss auf Kinder, die sehen, wie man sie verletzt.“  – Zudem verseuche es die Gedanken der Nutzer und verursache Kriminalität, sagte der Premier.

Internetprovider müssen Camerons Plänen zufolge zukünftig Techniken einsetzen, mit denen pornografische Angebote aus dem Netz gefiltert werden können. Von Ende des Jahres an müssten dann Internetnutzer die Filter aktiv ausschalten, um an das gewünschte Bild- und Videomaterial zu kommen. Auch Betreiber von öffentlichen WLAN-Hotspots wären dann verpflichtet, Pornofilter eingeschaltet zu lassen. Anbieter müßten sicherstellen, dass ein Erwachsener die Entscheidung über den Zugang trifft.

Zudem wird erwartet, dass Cameron ein Gesetz vorschlägt, welches die Verbreitung von Videos mit “extremen“ pornografischen Inhalten im Netz als strafbar einordnet. Als extrem würden Filme eingeordnet, die keine Lizenz für den Verkauf erhalten. Auch der britischen Polizei soll künftig eine Datenbank mit illegalen Aufnahmen zur Verfügung stehen.

Von Internetunternehmen und Providern verlangt Cameron, „kranke“ Menschen, die im Internet nach illegalen Seiten suchen, zu blockieren: „Ich habe eine klare Nachricht für Google, Bing, Yahoo und all die anderen. Ihr habt die Pflicht zu handeln – und das ist eine moralische Pflicht“, so der Premier. „Ihr seid nicht von der Gesellschaft getrennt, ihr seid Teil unserer Gesellschaft und ihr müsst eine verantwortliche Rolle in ihr übernehmen.“

Quelle: Kultur und Medien online