Mit Portugal reagiert 14. EU-Land gegen AZ

Bislang stoppten 13 europäische Staaten die Impfung mit dem britisch-schwedischen Wirkstoff AstraZeneca zumindest vorübergehend:

Dänemark, Island, Norwegen, Estland, Litauen, Lettland, Bulgarien, Luxemburg, Italien, Irland, Niederlande, Frankreich und zuletzt Deutschland.

Nun kommt seit Montag Portugal als 14. EU-Land dazu: Es verfügte am 14.3.2021 eine Aussetzung seiner AZ-Impfungen für zwei Wochen als Vorsichtsmaßnahme.

Zudem wurde in Österreich die AZ-Impfung teilweise gestoppt, z.B. im Burgenland. Außerdem gehören zu den Aussteigern einige außereuropäische Länder wie Thailand oder Südafrika. Auch die indische Regierung erwägt derzeit einen Stopp,

Nach dem fast europaweiten Abbruch der AZ-Verabreichung soll die für Mittwoch geplante Bund/Länder-Beratung zur weiteren Impfstrategie voraussichtlich verschoben werden. Man wolle die Entscheidung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA am Donnerstag abwarten, heißt es in Pressemeldungen.

Wie bereits gestern hier im CF berichtet, ermittelt in Italien die Justiz gegen den Chef von Astra-Zeneca wegen Fahrlässigkeit: https://charismatismus.wordpress.com/2021/03/15/italien-ermittelt-gegen-astrazeneca-chef/


Dr. Alice Weidel kritisiert die Haltung der EU zu Spanien und Portugal

Spanien und Portugal verstoßen seit Jahren gegen die EU-Stabilitätskriterien, wie sie im Vertrag von Maastricht festgeschrieben sind. Die Defizitquote und der Schuldenstand beider Länder liegen deutlich über den zulässigen drei bzw. 60 Prozent des BIP. Dennoch werden diese Vertragsbrüche nicht durch die EU geahndet.

Dazu erklärt AfD-Bundesvorstandsmitglied Dr. Alice Weidel (siehe Foto): Weidel-150x150

„Die EU-Kommission mache sich unglaubwürdig, indem sie keine Strafen ausspricht, urteilt manch ein Kommentator. Dabei zeigt sie beinahe Konsequenz in ihrer Inkonsequenz, was das Ahnden von Verstößen gegen die europäischen Verträge anbelangt. Wenn man sich bei der EU auf etwas verlassen kann, dann ist es ihre mangelnde Gesetzes- und Regeltreue.

Die Defizitsünder bleiben ungestraft. Nicht ganz unberechtigt werfen manche ein, dass Geldstrafen für Länder, deren Verschuldung zu hoch ist, eigentlich kein probates Mittel sein können, um den Missstand zu beenden.

Offensichtlich liegt zudem bei Spanien und Portugal – wie bei einigen anderen Staaten – ein strukturelles Problem mangelnder Wettbewerbsfähigkeit vor. Die Volkswirtschaften der Peripheriestaaten wie Spanien, Portugal, Italien, aber auch Frankreich sind durch den Euro auf dem Weltmarkt nicht konkurrenzfähig. Das führt zu struktureller Arbeitslosigkeit und überbordender Staatverschuldung. Diese Staaten benötigen dringend nominale Abwertungen zum Ausgleich ihrer Zahlungsbilanzen.

Statt über Geldstrafen für defizitär wirtschaftende Eurostaaten zu streiten, muss die Abwicklung des Eurowährungsgebietes sowie notwendige Austrittsmodalitäten endlich ernsthaft diskutiert werden.“  

 


Die Engelserscheinungen von 1916 und das Schweigen der Seherkinder von Fatima

Von Felizitas Küble

Derzeit wird in katholischen Zeitungen und Zeitschriften, in Sonderblättern und Themenheften vielfach auf das hundertjährige Jubiläum der Engelserscheinungen von Fatima hingewiesen, die dort in Portugal im Jahre 1916 stattgefunden haben sollen  –  also ein Jahr vor den weltbekannten Marienerscheinungen. fatima-ruft-2-2016

In der schwäbischen Gebetsstätte Marienfried findet anläßlich dieser Vorgänge von 1916 sogar ein dreitägiges Symposium mit hochrangiger Besetzung statt, das am Montag, den 18. Juli 2016 beginnt. (Plakat siehe hier: http://www.marienfried.de/new/index_htm_files/Grosser%20Gebetstag%202016%20Plakat__.pdf)

FOTO: Titelbild eines Themenheftes der Zeitschrift „Fatima ruft“ über die Engelserscheinungen von 1916

Was jedoch in fast allen Vorträgen und Veröffentlichungen unerwähnt bleibt (sei es bewußt oder wohl eher doch aus mangelnder Kenntnis der Sachlage), ist die merkwürdige Tatsache, daß die drei Seherkinder von Fatima damals über diese immerhin monatelang andauernden Engelsvisionen komplett geschwiegen haben.

Daß die Phänomene überhaupt stattgefunden haben sollen, erfuhren Welt und Kirche erst mehr als zwei Jahrzehnte später von Sr. Lucia, der einzig noch lebenden Seherin von Fatima.

Die beiden anderen Visionärinnen, nämlich Jacinta und Francesco, waren krankheitsbedingt schon im Kindesalter verstorben. Aber auch sie haben ebenso wie Lucia bei den Befragungen durch Ortspfarrer Manuel Ferreira (der zwar anfangs, aber später nicht mehr an die Fatima-Erscheinungen glaubte und sich daher in eine andere Pfarrei versetzen ließ) oder sonstige Kirchenvertreter kein Wort von jenen Begegnungen mit dem Engel berichtet, der sich den drei kleinen Hirtenkindern als „Schutzengel Portugals“ und als „Engel des Friedens“ vorgestellt hatte.

Unter den drei Hirtenkindern von Fatima spielt Lucia   –  die älteste von ihnen  –  die Hauptrolle; sie allein sprach mit der Marienerscheinung, Jacinta konnte sie nur anschauen und anhören. Francisco hingegen konnte sie nicht einmal hören, sondern nur sehen (und natürlich hören, was Lucia sagte). Somit ist Lucia eindeutig die Hauptseherin. Lucia als Nonne

Als einige Jahre nach den Marienerscheinungen eine bischöfliche Untersuchungs-Kommission eingerichtet wurde, in der Lucia (die anderen beiden Kinder waren schon verstorben) eingehend befragt wurde, hat sie sich mit keiner Silbe über jene Engelserscheinungen geäußert.

Dabei besteht freilich eine strenge Pflicht, die ihr auch bekannt war, gegenüber den kirchlichen Vertretern alle Einzelheiten über die erlebten Kundgaben und Botschaften des Himmels zu berichten. Diese Forderung ist völlig berechtigt und logisch: Wie soll eine Kommission sonst imstande sein, ein vernünftiges, sachgerechtes Urteil über eine „Privatoffenbarung“ zu fällen, wenn ihr wesentliche Merkmale und Vorgänge nicht bekannt sind?

Tatsache ist aber, daß die Visionärin Lucia dos Santos (siehe Foto) erst Jahrzehnte später, als sie längst als Ordensfrau in einem Kloster lebte, erstmals über jene Engelserscheinungen von 1916 Auskunft gab. Daher findet man in der älteren Fatima-Literatur bis Ende der 30er Jahre keinerlei Hinweise darauf, natürlich auch nicht in den Akten der kirchlichen Untersuchungskommission.

Sr. Lucia begann erst in den Jahren 1936 bis 1941, bislang von ihr komplett verschwiegene Vorgänge im Zusammenhang mit den Fatima-Erscheinungen aufzuschreiben und ihrem Diözesanbischof zu übermitteln. Über jene Engelsvisionen berichtet sie in ihrer sog. „Zweiten Erinnerung“, die sie am 21. November 1937 zu Ende schrieb.sievernich

Das bedeutet, daß sie über zwanzig Jahre nach jenen Engelsvisionen erstmalig darüber informiert hat. Die Frage stellt sich, ob sie denn nach so langer Zeit wirklich noch alle Einzelheiten (einschließlich z.T. recht langer Gebete des Engels) wissen konnte? Und mit welcher Berechtigung hat sie diese Vorgänge so lange verschwiegen?

„Nach 20 Jahren schlug diese Enthüllung wie eine Bombe ein“, schreibt Pater J. de Marchi auf S. 8 in seinem Buch „Fatima von Anfang an“.

Warum hat Sr. Lucia gewartet, bis am 13. Mai 1930 die bischöfliche Approbation (Billigung, Erlaubnis) der Fatima-Erscheinungen erfolgte – und erst viele Jahre später Auskunft über jene drei Engelserscheinungen gegeben? (Der zuständige Bischof von Leiria hat den Glauben an Fatima natürlich  – wie kirchlich in solchen Fällen üblich  –  nicht etwa vorgeschrieben, sondern lediglich erlaubt; wörtlich heißt es in seinem Dekret, daß „die öffentliche Verehrung Unserer Lieben Frau von Fátima gestattet“ sei.)

Dazu kommt, daß Lucia die einzige „Zeugin“ dieser Ereignisse ist, nachdem die beiden anderen Seherkinder schon lange verstorben waren. Es hängt somit das gesamte Geschehen von 1916 allein an ihrer persönlichen Glaubwürdigkeit.

Hier stellt sich aber die Frage, warum sie nicht nur die drei bekannten und vieldiskutierten „Geheimnisse“ von Fatima jahrzehntelang für sich behielt, sondern auch diese Engelsvisionen, obwohl sie doch in keinerlei Zusammenhang mit den sog. Geheimnissen stehen.

Am 13.2.2005 stirbt Lucia dos Santos im Alter von 97 Jahren in ihrem Kloster in Coimra. Der portugiesische Ministerpräsident Pedro S. Lopes ordnete damals eine landesweite Staatstrauer an, war die Verstorbene doch die weltbereit berühmteste Seherin des Landes.

Angeblich soll sie ihren Todestag schon im voraus gewußt und angekündigt haben, wie in einigen Fatima-Zeitschriften zu lesen ist. Freilich fragt man sich nach dem theologischen Sinn eines solchen Mirakels. Zudem hätte man gerne gewußt, warum dies angebliche Vorauswissen des eigenen Sterbe-Tages erst  n a c h  ihrem Tod bekannt wurde. Solche „Nachher-Prognosen“ gibt es öfter in der Causa Fatima!

Weitere Infos zu den Engelserscheinungen: https://charismatismus.wordpress.com/2014/03/09/fatima-fragen-zum-gebet-des-engels/

Hier Nachfragen und Einwände zum Fatima-Zusatz (Rosenkranz): https://charismatismus.wordpress.com/2014/03/06/warum-der-fatima-zusatz-nicht-zum-eigentlichen-rosenkranzgebet-gehort/

 


Portugal: Ärchäologen entdecken in römischer Villa ältestes jüdisches Zeugnis

Archäologen der Friedrich-Schiller-Universität Jena haben bei Ausgrabungen nahe der Stadt Silves im Süden Portugals das bisher älteste Zeugnis jüdischer Kultur auf der Iberischen Halbinsel entdeckt.

Auf einer etwa 40 mal 60 Zentimeter großen Marmorplatte ist in hebräischer Schrift der Name „Yehiel“ (der bereits im AT vorkommt) zu lesen, gefolgt von weiteren Buchstaben, die bisher nicht entziffert werden konnten.
Die Jenaer Archäologen vermuten, daß es sich bei dem neuen Fund um eine Grabplatte handelt. Hinweise auf die Datierung der Inschrift gab ein Geweih, das unmittelbar neben der Platte in einer Schuttschicht lag. „Das organische Material des Geweihs wurde mittels Radiokohlenstoffdatierung sicher in die Zeit um 390 n. Chr. datiert“, erklärt Grabungsleiter Dr. Dennis Graen von der Universität Jena.
Das bis dahin früheste Zeugnis jüdischer Einwohner auf dem Gebiet des späteren Portugal sei bislang ebenfalls eine Grabplatte mit einer lateinischen Inschrift und der Abbildung einer Menora  –  also einem siebenarmigen Leuchter  –  aus dem Jahr 482 n. Chr. gewesen. Die frühesten bisher bekannten hebräischen Inschriften stammen aus dem 6. oder 7. Jahrhundert nach Christus.

Etwas Besonderes ist dabei nicht nur das frühe Datum, sondern auch der Fundort, denn in einer römischen Villa seien bisher noch nie jüdische Funde gemacht worden, erklärt der Jenaer Archäologe. In der Regel schrieben Juden im Römischen Reich dieser Zeit eher Latein, aus Angst vor Repressalien. Hebräisch, wie auf der gefundenen Marmortafel, wurde erst wieder ab dem Niedergang der römischen Vorherrschaft bzw. in der anschließenden Völkerwanderungszeit ab dem 6. oder 7. Jahrhundert nach Christus verwendet.

„Uns überrascht vor allem auch, dass wir ausgerechnet in einer ländlichen Gegend Spuren dafür gefunden haben, dass Römer – in diesem Fall wohl romanisierte Lusitanier – und Juden zusammenlebten“, sagt Dennis Graen. „Eher hätten wir das in einer Stadt vermutet.“

Informationen über die jüdische Bevölkerung in Portugal und der Umgebung im Allgemeinen lieferten bisher vor allem Schriftquellen. „Während des Konzils in der spanischen Stadt Elvira, das um 300 n. Chr. stattgefunden hat, wurden Regeln zum Zusammenleben von Juden und Christen erlassen. Es muss also damals auf der Iberischen Halbinsel schon eine größere Anzahl Juden gegeben haben“, erläutert Dennis Graen  –  nur fehlten bislang archäologische Beweise.

Quelle: Friedrich-Schiller-Universität Jena, veröffentlicht in http://www.extremnews.com