Prälat Helmut Moll spricht am 26. März in Münster-Hiltrup über Seligsprechungen

Pfarrer Ewald Spieker, der Herausgeber des Sammelbandes „Kaplan Bernhard Poether (1906 bis 1942). KZ-Priester des Bistums Münster“, hat den Kölner Prälaten Prof. Dr. Helmut Moll eingeladen, am Sonntag, dem 26. März 2017, im Pfarrsaal von St. Clemens in Münster-Hiltrup (Hohe Geest 1a) einen Vortrag über das Thema zu halten:

„Die Bedeutung einer Seligsprechung und ihre Durchführung auf der diözesanen Ebene“.

Beginn um 16 Uhr. Anschließend besteht die Möglichkeit einer Aussprache.

FOTO: Titelbild des Buches von Pfr. Spieker über den im KZ Dachau verstorbenen Kaplan Bernhard Poether (in Dachau waren über 3000 katholische Geistliche inhaftiert)

PRÄLAT MOLL war über zehn Jahre theologischer Konsultor an der römischen Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsverfahren. Grundlage seines Vortrags bildet das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts, das er im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz herausgegeben hat und das seit dem Jahre 2015 in sechster, um mehr als 100 Lebensbilder erweiterten und neu strukturierten Auflage vorliegt.

In den beiden Bänden befindet sich das Lebensbild über Kaplan Bernhard Poether.

Ein Büchertisch liegt im Pfarrsaal bereit, der die wichtigsten Veröffentlichungen auf diesem Gebiet zum Nachlesen und zum Kaufen bereitstellt.

Daten zum erwähnten Buch: Ewald Spieker (Hrsg.): Kaplan Bernhard Poether. KZ-Priester des Bistums Münster. Münster 2014, Dialogverlag. ISBN: 978-3941462-96-0. Preis 9.80 €.  Auch online ist das Buch bestellbar.

 


Regensburg: Prälat Heinrich Wachter übt Kritik an Papst Franziskus

.
In einem InterviewiMA00278101 mit dem linksliberalen „Wochenblatt“-Online vom 14.1.2016 äußert sich Prälat und Stiftsdekan Heinrich Wachter skeptisch über Papst Franziskus und seinen Eifer, unbedingt „anders“ wirken zu wollen als sein(e) Vorgänger. Zudem kritisiert er den Pontifex teils auch inhaltlich.

Der Regensburger Geistliche (siehe Foto) hat unlängst Papst em. Benedikt besucht. Er sieht zwischen dem vorigen und dem amtierenden Papst „gewaltige Unterschiede“.

Franziskus, so Prälat Wachter, würde seinen Vorgänger in vielen seiner Handlungen „blamieren“, auch wenn dies nicht seine Absicht sei. Er fügt hinzu:  „Theologisch ist Franziskus im Vergleich zu ihm aber gar nicht auf dem Laufenden. Er redet unwahrscheinlich viel, aber er gibt kaum eine klare Stellungnahme ab.“

Auf die Redaktions-Rückfrage „Woher kommt das?“ antwortet der Prälat: „Franziskus trifft seine Entscheidungen aus dem Bauch heraus, die dann für die Menschen, die immer nach Veränderungen schreien in der Katholischen Kirche, zu ihren Gunsten interpretieren. Das hat sich sehr zugespitzt.“

Der Geistliche beschwert sich auch über die vom Papst veranlaßte Umfrage im Vorfeld der Familiensynode, die tatsächlich im besten Falle überflüssig war. Prälat Wachter hierzu: Als hätte nicht die ganze Welt gewusst, wie die Einstellung der Leute zu diesen Themen ist. Da braucht es keine Umfrage! Die Bischöfe hatten doch auch vorher Kontakt zu den Menschen.“ AL-0004

Zudem kritisiert Wachter, daß Franziskus das Synoden-Ergebnis hinauszögert: „Das ist das Gefährliche bei ihm, dass er am Ende keine Entscheidung trifft.“ – Er begrüße es zwar, daß der Papst „über alles redet“ und dadurch sehr volkstümlich sei, „aber er lässt zu viele Interpretationsmöglichkeiten offen.“

Auf die Frage, ob Kardinal Gerhard Müller (siehe Foto) eine Art Konkurrenz zu Kardinal Reinhard Marx sei, folgt der zutreffende Hinweis des Prälaten, daß Marx schon ein Gegner Müllers war, als dieser noch Bischof in Regensburg war:

„Man ist sich aber nicht sicher, auf welcher Seite der Papst nun wirklich steht. (…) Und Kardinal Marx in München ist angetan von der Dezentralisierung der Kirche, die von Franziskus ausgeht. Er ködert die Weltbischöfe mit mehr Selbstständigkeit und drückt sich auf diese Weise von seinen eigenen Entscheidungen.“
 .
Der Regensburger Geistliche hält es für eine „gefährliche Situation“,  daß unklar sei, ob der Papst hinter dem Glaubenspräfekten steht.
.
Allerdings übertreibt es der Prälat dann mit seiner  flapsig formulierten Bemerkung: „Dabei steht der Glaubenspräfekt in seinem Amt über dem Papst, weil ja er kontrolliert, ob der Papst überhaupt noch katholisch ist.“  – Selbst wenn zu einer solchen Prüfung Gründe vorliegen, steht das päpstliche Amt zweifellos über der Stellung des Glaubenspräfekten. 
 .
Fotos: Bistum Regensburg

Prälat Imkamp erinnert an tapfere Geschiedene, die auf Wiederheirat verzichten

„Fühlte mich schon als Kaplan ganz klein vor solchem Lebenszeugnis“

Der Direktor des bayerisch-schwäbischen Wallfahrtsortes „Maria Vesperbild“, Wilhelm Imkamp, hat heute auf dem amtlichen bischöflichen Portal „katholisch.de“ an jene Frauen und Männer erinnert, die getrennt oder geschieden sind und bewußt auf eine eine weitere Heirat verzichten, um in charakterstarker Treue an der Unauflöslichkeit ihrer Ehe festzuhalten. borMedia1742201

Der Prälat stellt hierzu fest:

„Sie kommen nicht vor, man sieht sie nicht, man hört sie nicht, sie haben keine Lobby und sind nicht populär…Die Frauen und Männer – es sind gar nicht so wenige – die sich oft unter schweren Qualen entschieden haben, nach einer gescheiterten Ehe in Treue zu Gottes Geboten, so wie sie vom Lehramt der Kirche in eindeutiger Kontinuität vorgelegt werden, auf eine zweite Partnerschaft zu verzichten; häufig verlassen, oft alleinerziehend, haben sie attraktive „Angebote“ abgelehnt!“

Der Wallfahrtsdirektor fügt hinzu: „Schon als junger Kaplan fühlte ich mich vor solchen Lebenszeugnissen klein, ganz klein, aber auch geistlich bereichert.“

Den vollständigen Text von Prälat Imkamp lesen Sie hier:  http://www.katholisch.de/de/katholisch/themen/standpunkt/standpunkt_mittwoch.php


Glaubensstarker Prälat Hermann Scheipers wird heute 100 Jahre alt

Der letzte überlebende Priester aus dem KZ Dachau

Das Erzbistum München und Freising berichtet derzeit über Prälat Hermann Scheipers. Dieser tapfere Mann ist der letzte noch lebende Geistliche, der im KZ Dachau im Priesterblock inhaftiert war.

Wie viele seiner Amtskollegen wurde er wegen „Widerstands“ gegen das NS-Regime verhaftet und überlebte die Zeit im Konzentrationslager, weil er während eines sog. Todesmarsches fliehen konnte.

Nach dem 2. Weltkrieg wirkte er als Priester im Bistum Dresden Meißen – und eckte dort ein weiteres Mal an, denn die sozialistischen Machthaber der „DDR“ hatten mit glaubensfesten Christen ebenfalls nichts am Hut.

Prälat Scheipers nahm in der roten Diktatur ebenso kein Blatt vor den Mund wie zuvor in der braunen; er warnte vor allen totalitären Ideologien, die Gottes Gebote und die Menschenrechte mit Füßen treten.

Prälat Hermann Scheipers wird am heutigen 24. Juli 2013 genau 100 Jahre alt.

Wir gratulieren diesem mutigen Mann herzlich und wünschen ihm weiterhin gute Gesundheit und Gottes reichen Segen!

Wir danken ihm für sein mannhaftes Zeugnis und lernen daraus, daß ein starker Glaube das einzige Licht in dunklen Zeiten ist.

Ausführliche Würdigung auf der Presseseite des Erzbistums München.

Quelle: http://www.beiboot-petri.blogspot.de

WEITERER aktueller ARTIKEL zu Pfr. Scheipers: http://www.vaticanista.info/2013/07/25/ehemaliger-kz-insasse-pralat-scheipers-feierte-100-geburtstag/

Foto: CDU in Ochtrup