Sexueller Missbrauch: Prof. Steller warnt vor Menschenjagd und Falschbeschuldigungen

Der renommierte deutsche Aussage-Psychologe Professor Max Steller ruft die katholische Kirche dazu auf, bei ihren Bemühungen um Aufklärung von sexuellem Missbrauch durch Geistliche die lebenszerstörenden Folgen von Falschverdächtigungen nicht aus den Augen zu verlieren.

In einem Beitrag für „Die Tagespost“ legt der em. Professor für Forensische Psychologie an der Freien Universität Berlin anhand eines Falls aus dem Erzbistum Köln dar, wie als subjektive wahr empfundene Scheinerinnerungen Geistliche zu Unrecht belasten können.

„Offenbar reichen ungesicherte Beschuldigungen, um verstorbene ehemalige Bedienstete an den Pranger zu stellen. In mir steigt ein beängstigendes Gefühl auf, wenn Aufdeckungseifer zur Menschenjagd mutiert“, so Professor Steller.

Quelle und weitere Infos hier: https://www.die-tagespost.de/kirche-aktuell/aktuell/psychologe-aufdeckungseifer-mutiert-zu-menschenjagd;art4874,216130


Renner: SZ verunglimpft kritische Journalisten

Der medienpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Martin E. Renner (siehe Foto), erklärt zu einem am heutigen Freitag veröffentlichten Artikel mit dem Titel „Störsender“, prominent platziert in der Rubrik „Seite Drei“ der Süddeutschen Zeitung (SZ):

Mit diesem Artikel verabschieden sich die drei Autoren von den Standards des journalistischen Berufsethos. Sie stellen ihnen offenkundig unliebsame Kollegen an den Pranger und reiten somit eine unerträgliche Attacke gegen die Pressefreiheit.

Wenn es noch eines Beweises für die offensichtliche Regierungsnähe etablierter Mainstream-Medien bedarf, so wurde er hiermit geliefert. Handelt es sich bei den drei Autoren doch ausgerechnet um Mitglieder der SZ-Parlamentsredaktion. Diese schämen sich nicht einmal, die von ihnen attackierten Kollegen wörtlich als ‚Gegner‘ demokratischer Institutionen zu kriminalisieren.

Kritisch nachfragende Journalisten, welche ‚an einem Vormittag‘ mehr Fragen in der Bundespressekonferenz (BPK) stellen, als manche Kollegen ‚in einem Jahr‘ sind der Bundesregierung – und somit offenbar auch den Autoren der SZ – ein Dorn im Auge.

Das offensichtliche Anliegen der SZ-Verantwortlichen, kritische und hartnäckige Nachfragen von der BPK fernzuhalten und im Gleichklang mit Regierungssprechern als ‚Desinformation‘ oder ‚rechtspopulistisch‘ zu framen, ist eine Perversion des journalistischen Berufsethos.

Ist hier das Wort Gleichschaltung auf allen Ebenen falsch gewählt? Wer im Ethikrat eine abweichende Meinung vertritt, wird entlassen. Wer als Arzt den Regierungskurs in der Corona-Krise kritisiert, riskiert seine Zulassung. Wer als Journalist unliebsame Fragen stellt, soll aus der Bundespressekonferenz verbannt werden.


Heinrich-Böll-Stiftung bietet Internet-Pranger für „antifeministische“ Persönlichkeiten

Quasi-Verfassungsschutzbericht der Gender-Szene

Die Heinrich-Böll-Stiftung hat ein „kritisches Online-Lexikon zum Antifeminismus“ veröffentlicht. Aufgeführt sind dort auch viele theologisch konservative Christen. Der Name des Portals  –  „Agent*In“  –  steht für „Anti-Gender-Networks Information“. 

Laut der  – den Grünen nahestehenden  – Stiftung haben Angriffe gegen Feminismus, sexuelle Selbstbestimmung, gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Geschlechterforschung stark zugenommen.

Das in die Kategorien Personen, Organisationen, Ideologien und Kampagnen unterteilte Lexikon informiere über die Akteure, die hinter den Angriffen steckten.

Aufgeführt sind u. a. der Rektor der Freien Theologischen Hochschule in Gießen, Stephan Holthaus, der Evangelist Ulrich Parzany, der Theologe Philip Kiril von Preußen. Auch Lebensrechtsorganisationen wie die „Christdemokraten für das Leben“ (CDL) oder die Evangelisationsbewegung PRO-CHRIST sowie das katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ werden genannt.

Ferner ist die bereits 2016 verstorbene CDL-Mitbegründerin Johanna von Westphalen (siehe Foto) vertreten. Ebenso aufgelistet sind der Leiter des Kulturressorts beim Monatsmagazin „Cicero“, Dr. Alexander Kissler oder der atheistische Evolutionsbiologe Prof. Ulrich Kutschera.

Dem „christlichen Fundamentalismus“ wird in dem Lexikon u. a. das Werk „Jugend mit einer Mission“ und das Bündnis „Demo für alle“ zugeordnet, das für eine Stärkung von Ehe und Familie eintritt.

Die CDL-Vorsitzende Mechthild Löhr (siehe Foto) sagte der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA, dass sich mit dem Portal ein erschreckendes Politik- und Demokratieverständnis offenbare.

Über die öffentliche Schwarze Liste würden engagierte Bürger und Christen an einen digitalen Pranger gestellt: „Wenn sich im Internet eine von unseren Steuern mitfinanzierte Plattform der Grünen zur medialen Verfolgungsbasis für üble Nachrede, Verleumdung, Hetze und Diskriminierung gegen wertkonservative Bürger und Publizisten aufschwingt, wird es höchste Zeit, einmal rechtlich zu prüfen, wo die Grenzen liegen.“

Laut ihrem Jahresbericht für 2016 erhielt die Stiftung 66,2 Prozent ihrer 62,2 Millionen €uro Einnahmen aus Mitteln der Bundesregierung und der EU.

Zum zweiköpfigen Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung zählt seit dem 1. Juli die Theologin Ellen Ueberschär; sie war zuvor Generalsekretärin des Evangelischen Kirchentags in Berlin.  Zur Redaktion des Portals gehört u.a. die Soziologieprofessorin Elisabeth Tuider; sie ist Autorin des Handbuchs „Sexualpädagogik der Vielfalt“. Darin werden Kinder ermuntert, in einem „Sex-Quiz“ Begriffe wie Dildo und Sadomasochismus zu erläutern.

„Absurd zusammengebastelte Liste“

Der linksliberale Berliner „Tagesspiegel“ schreibt, dass sich die Beiträge „wie eine Art Verfassungsschutzbericht der Gender-Szene“ lesen, der in einer „absurd zusammengebastelten Liste“ von Organisationen und Namen kulminiere, „die man nicht anders als denunziatorisch nennen“ könne:

„Von rechtsextremen Fanatikern über streitbare Konservative bis zu Liberalen, die lediglich die Gendertheorie für Unfug halten, wird alles in den Sack ,Anti-Feminismus und Gender-Kritik’ gesteckt und gleich geprügelt: genderkritisch gleich homophob gleich antifeministisch gleich pfui.“

Laut dem deutsch-jüdischen Autor Henryk M. Broder handelt es sich um eine „Massendenunziation von Menschen, die nichts anderes verbrochen haben, als in Fragen von Ehe, Familie und Moral anderer Meinung zu sein als die Verfasser der Liste“.

Quelle und vollständige Meldung hier: http://www.idea.de/nachrichten/detail/heinrich-boell-stiftung-stellt-antifeministische-christen-an-den-pranger-101913.html

Info-Hinweis: Der Name von Felizitas Küble, die dieses CHRISTLICHE FORUM ehrenamtlich für das gemeinnützige Christoferuswerk betreibt, kommt in dieser Pranger-Liste zehnmal vor: http://www.agentin.org/index.php?search=K%C3%BCble&title=Spezial%3ASuche&go=Seite


Der kath. Sportpfarrer Thomas Nonte zur Causa Uli Hoeneß: „Wer ohne (Steuer-)Schuld ist, werfe den ersten Stein“

Der neue katholische Sportpfarrer Thomas Nonte (siehe Foto) übt sachliche Kritik an Bayern-Präsident Uli Hoeneß wegen dessen Steuerbetrugs, wendet sich aber dagegen, ihn derart massiv  – wie bereits geschehen  –  an den Medien-Pranger zu stellen.

In einem von Uta Vorbrodt geführten Interview mit dem „Kölner Domradio“ äußert sich der FC-Bayern-Fan zum derzeitigen Kesseltreiben im Blätterwald.

Auf die Frage „Wie finden Sie das Verhalten des FC-Bayern gestern auf der Pressekonferenz, keine Fragen zu Hoeneß Steuersünden zuzulassen?“ antwortet der Geistliche:

Foto: Domradio

Foto: Domradio

„Ich habe die Pressekonferenz nicht selbst gesehen. Zunächst einmal ist es ja eine Privatangelegenheit von Herrn Hoeneß und keine Angelegenheit des FC Bayern München. Vielleicht ist es auch eine Form der Solidarität, wenn man da noch einmal zusammenhält. Wenn ich jetzt der Sünder wäre, wäre ich auch froh, wenn ein paar Freunde zu mir stehen würden.“

Eine weitere Frage des Domradios lautet:

„Hoeneß selbst sagt nichts zum Thema, verweist auf das schwebende Verfahren und meint: „Sie können sich vorstellen, dass mir vieles auf der Zunge liegt, aber ich muss erst mit den Behörden meine Hausaufgaben machen“. Aber er will gegen allzu forsche Berichterstattung juristisch vorgehen. Würden Sie sagen, wer von seinem moralischen Anspruch so entschieden abweicht, muss auch mit polemischer Berichterstattung zurechtkommen?“

Sportpfarrer Nonte sagt hierzu:

„Das kommt darauf an, wo die Polemik ihre Grenze zieht. Wenn die Würde der Person und auch die Unschuldsvermutung verletzt und die tatsächlichen Zusammenhänge nicht richtig dargestellt werden, weil sie noch gar nicht richtig dargestellt werden können, dann würde ich sagen hat er recht, das Recht hat ja jeder. Nun ist er selbst ein forscher Typ, ich weiß nicht, gegen welche Berichterstattung genau er da vorgehen würde. Wenn man ihm Absichten unterstellen würde, die ihn als Mensch verletzen, dann kann man das zumindest menschlich nachvollziehen. Ob er es wirklich tun würde, glaube ich nicht einmal.“

Zudem fragt die Redaktion den katholischen Priester: „Hoeneß hatte sich ja auch selber angezeigt. Packte ihn doch noch die Moral oder ist Steuerhinterziehung generell unmoralisch?“

Seine Antwort: „Steuerhinterziehung ist Betrug an der Solidargesellschaft, eindeutig. Und warum er sich jetzt selbst angezeigt hat, hat er bisher noch nicht öffentlich gesagt. Auf der anderen Seite, wenn ich als Kirchenmann reden darf, dann gibt es einen wichtigen Mann im Evangelium, der sogar zum engsten Beraterkreis wurde, bei Matthäus der Zöllner, der auch großzügig mit dem Geld anderer Leute umgegangen ist.

Ich habe von den Schwaben einen schönen Satz gelernt: Es menschelt bis Gott hinauf. Und unser neuer Papst lädt uns dazu ein, barmherziger mit den Menschen umzugehen. Vielleicht entspricht das der augenblicklichen Situation, die es auch noch einmal herausfordert: Wer ohne (Steuer-)Schuld ist, der werfe den ersten Stein.“

Quelle (Text/Foto) und vollständiges Interview hier: http://www.domradio.de/themen/sport-und-kirche/2013-04-23/sportpfarrer-nonte-zum-fall-hoeness