Israel schließt islamische Dschihad-Radiostation, die zum Mord an Juden aufruft

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärt:

„Wir ergreifen Maßnahmen gegen Medienstationen, die zum Mord an Israelis und Juden aufrufen. Am Wochenende sprach ich mit dem französischen Präsidenten Francois Hollande. Ich hatte ihn bereits früher kontaktiert und gebeten, dass die französischen Übertragungen des „Al Aqsa“-Kanals eingestellt werden und der Sender wird tatsächlich nicht mehr von diesem Satelliten ausgestrahlt, aber er hat seine Übertragung über einen anderen Satelliten fortgesetzt. 1403634115528

Wir ergreifen Maßnahmen an anderer Stelle und gegen andere Sender, um auch diese Ausstrahlungen zu stoppen.  Am Wochenende haben die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) den Radiosender des „Islamischen Dschihad“ in Ramallah geschlossen, über den gegen Israel aufgehetzt wurde. Es geht hier nicht um Pressefreiheit, sondern um eine Beendigung des Aufrufs zum Mord.“

Quelle: Medienbüro des Ministerpräsidenten, israelische Botschaft in Berlin


Israel / Frankreich: Regierungschef Netanjahu spricht Klartext zum „extremen Islam“

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat in der Nacht zum Samstag mit dem französischen Staatspräsidenten François Hollande gesprochen, der ihn über den Tod vierer Geiseln und die Rettung weiterer 15 Geiseln bei dem Anschlag auf einen koscheren Supermarkt in Paris informierte.

Zu Beginn des Gespräches versicherte der israelische Regierungschef dem französischen Präsidenten Hollande: „Das ganze Volk Israel steht an Ihrer Seite. Unsere Herzen sind bei den Familien der Opfer. Israel bietet jede Unterstützung an, die Frankreich benötigt.“

Netanyahu bat Hollande, die jüdischen Institutionen in Frankreich auch nach der Rückkehr zur Routine weiterhin besonders zu beschützen.

Der israelische Ministerpräsident fügte hinzu, dass die internationale Gemeinschaft vereint gegen den Terrorismus des extremistischen Islam und die terroristische Infrastruktur handeln müsse.

BILD: Netanyahu vor dem jüdischen Supermarkt, auf den der Anschlag verübt wurde 

Diese Aktion müsste auch die Finanzierungsquellen des Terrorismus und die Netzwerke der Hetze einschließen, die zu solchen Taten aufrufe.

Zuvor hatte Netanyahu mit dem französischen Premier Manuel Valls gesprochen und ihm die Unterstützung des Staates Israel auf jedem Gebiet angeboten, auf dem Frankreich es benötigen könnte.

Am Samstagabend erklärte Netanyahu in einer Stellungnahme:

Radikaler Islam contra freie Welt

„Im Namen der Bürger Israels möchte ich der französischen jüdischen Gemeinde und dem französischen Volk mein Beileid aussprechen, die in den vergangenen Tagen unter einem mörderischen Terroranschlag gelitten haben. COLLAGE-BLUSP2

Diese Anschläge in Paris sind die Fortführung des Krieges des extremistischen Islam gegen unsere freie Zivilisation, im Westen, in der gesamten modernen Welt und auch in den gemäßigten arabischen Staaten und Gesellschaften in der islamischen Welt.

Dies ist eine Welle von Terrorismus, die ein weltweiteres Netz von Hass, Fanatismus und Mord ausbreitet. Nachdem er seine Basen im Nahen Osten etabliert hat, streckt der Terrorismus nun seine Arme über die ganze Welt aus.

Wenn die Welt nicht schnell handelt, wird dieser Terrorismus an Fahrt aufnehmen und an anderen Zentren der freien Welt und an anderen Orten zuschlagen.

Die Terrororganisationen des extremistischen Islam haben viele verschiedene Namen  –  Hamas, Hisbollah, Islamischer Staat (IS), Al-Kaida, Al-Nusra-Front, Islamischer Dschihad und Boko Haram. Ihr Antrieb sind immer derselbe blutige Hass und derselbe Fanatismus, der keine Grenzen kennt.

„Es handelt sich um einen Krieg gegen uns alle“

Sie wollen die Menschheit um tausend Jahre in dunkle Tyrannei zurückwerfen, von der wir uns selbst nach vielen Generationen befreit haben.

Ein weiterer Beweis dafür, dass diese Organisationen Äste desselben giftigen Baumes sind, ist, dass eines der offiziellen Organe der Hamas die verwerflichen Morde in Paris gelobt hat. Es muss klar sein, dass dies ein Krieg gegen uns alle ist.

Ich bin überzeugt, dass es diesem Terror nicht gelingen wird, uns zu besiegen, wenn wir alle zusammenstehen. Doch wenn wir die wahre Wurzel des Problems ignorieren, wenn wir die Tatsache ignorieren, dass der extremistische islamische Terrorismus danach trachtet, die westliche Zivilisation als Ganzes auszulöschen, einschließlich des jüdischen Volkes, wenn wir das ignorieren  –  dann wird das, was wir nun in Paris sehen, nur der Anfang sein.

Dies ist keine Angstmache oder zornige Propheterie, es ist die einfache Realität, und es ist Zeit, dies anzuerkennen.“

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin – Foto: GPO


CDU/CSU-Fraktion: Frz. Präsident Hollande rüttelt an den Grundfesten der EU

Der französische Staatspräsident Hollande hat gestern öffentlich massive Kritik an den Reformvorschlägen der EU-Kommission für Frankreich geäußert.

Dazu erklärt der stellv. Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Andreas Schockenhoff, in einer Pressemitteilung:

„Die heftige Kritik des französischen Staatspräsidenten an den Reformvorschlägen der EU-Kommission für ein Erreichen der EU-Defizitgrenze von drei Prozent widerspricht Geist und Buchstaben europäischer Vereinbarungen und Verträge  –  wie das „Europäische Semester“ und der Fiskalpakt  – , mit denen sich Europa gegen die Herausforderungen der Globalisierung behaupten will.

Wer so redet, rüttelt an Grundfesten der EU. Für Europa steht in Frankreich noch mehr auf dem Spiel als in anderen Mitgliedstaaten der EU. Es ist deshalb nach den EU-Verträgen zwingende Aufgabe der EU-Kommission, Reformvorschläge zu unterbreiten. Hollandes Kritik ist insofern unangebracht.

Und sie ist umso unverständlicher, nimmt doch die EU-Kommission in besonderer Weise Rücksicht auf die Lage in Frankreich und will dem Land einen Aufschub geben, um die notwendigen tiefgreifenden Strukturreformen vorzunehmen.

Die heftige Reaktion Hollandes zeigt die erhebliche Verzweiflung, dass seine Regierung auch ein Jahr nach der Regierungsübernahme noch immer keine wirksamen Antworten auf die wirtschafts- und finanzpolitischen Probleme ihres Landes gefunden hat.“


Paris: eine halbe Million Franzosen demonstrierte gegen die geplante Einführung der Homo-„Ehe“

In Frankreich sind am gestrigen Sonntag erneut Hunderttausende gegen die Einführung der Homo-Ehe auf die Straße gegangen. Der Schwerpunkt der Proteste lag in Paris. Die Veranstalter sprachen von mehr als 500.000 Teilnehmern.

Aufgerufen hatte ein breites Bündnis aus katholischen, konservativen, säkularen und muslimischen Gruppen sowie Familienorganisationen. Der gemeinsame Nenner aller Verbände ist das Eintreten für die klassische, herkömmliche Ehe zwischen einem Mann und einer Frau.

media-374460-2Die Teilnehmer sprachen sich zudem gegen ein Adoptionsrecht für Homosexuelle aus. Dennoch sei die Veranstaltung keine religiöse Demonstration und richte sich keineswegs gegen Schwule und Lesben.

Bereits im vergangenen November hatte es Massenproteste gegen die Einführung gleichgeschlechtlicher Ehen gegeben.

Dabei beteiligten sich nach Angaben der Organisatoren allein in Paris 200.000 Personen an der Demonstration. In Rennes, Metz, Nantes, Dijon, Bordeaux, Lyon und Marseille zählte die Polizei jeweils zwischen 2.500 und 22.000 Teilnehmer.

Hintergrund ist ein Gesetzentwurf der sozialistischen Regierung unter Präsident Francois Hollande, der die vollständige Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften (die es bereits seit 1999 gibt) und der Ehe vorsieht.

In Umfragen sprach sich knapp die Hälfte der Franzosen gegen die Ehe-Öffnung aus. Weniger als 50 Prozent unterstützen das Adoptionsrecht für Schwule und Lesben.

Quelle: Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT

Einen umfangreichen Bericht von der Großdemonstration lesen Sie in der kommenden Ausgabe (4/13) der JUNGEN FREIHEIT.