Biden scheitert mit der Personalie Tanden

Wie bereits im CHRISTLICHEN FORUM berichtet, hat der neue US-Präsident Biden kürzlich die linksfeministische Neera Tanden als Chefin des OMB-Haushaltsamts (Management/Budget) in seiner Regierung ernannt – allerdings bedarf er dazu noch der Zustimmung des Senats.

Ein Senator seiner eigenen Partei hat bereits vorweg öffentlich seinen Protest gegen Bidens Personalentscheidung erklärt: https://charismatismus.wordpress.com/2021/02/22/demokraten-senator-manchin-will-die-von-biden-nominierte-neera-tandem-nicht-wahlen/

Doch bevor es zu einer Abstimmung im Kapitol kam, hat Tanden – um einer absehbaren Niederlage zuvorzukommen – jetzt ihren Rücktritt erklärt, den Biden gestern Abend in einer Erklärung angenommen hat.

Zugleich bekundete er seinen „größten Respekt“ für die 50-jährige Abtreibungsbefürworterin, die er nun in einem anderen hohen Amt unterbringen möchte.


Bidens Parteifreunde besorgt um seine Demenz

Die kognitiven Defizite bei Joe Biden nehmen beängstigende Ausmaße an. Das wird nun langsam erschreckend, denn Joe Biden ist eigentlich der Chefkommandeur der US-Streitkräfte.

Die Wahrscheinlichkeit, dass seine geistigen Probleme nun vor aller Welt ausgebreitet werden, war so groß, dass das, was sich derzeit entfaltet, zu erwarten war. Weniger zu erwarten war, dass die US-Democrats bereits nach einem Monat Biden sehr kalte Füße bekommen.

Als oberster Befehlshaber der Streitkräfte kann ein Präsident jederzeit einen Nuklearschlag anordnen, und das Militär ist verpflichtet, seiner Anordnung Folge zu leisten. Diese Aussicht lässt einige US-Democrats offenkundig nicht ruhig schlafen. 33 von ihnen, angeführt von Jimmy Panetta, Abgeordneter aus Kalifornien, haben sich in einem Brief an Biden gewandt und ihn gebeten, die alleinige Befehlsgewalt über die Nuklearwaffen abzugeben.

Quelle und vollständiger Artikel hier: https://sciencefiles.org/2021/02/24/angst-vor-bidens-demenz-us-democrats-wollen-ihm-alleinigen-zugang-zu-nuklearwaffen-entziehen/

HIER ein Beispiel für Bidens mentale Probleme schon zu Beginn seiner Präsidentschaft: https://charismatismus.wordpress.com/2021/01/22/peinlicher-beginn-von-bidens-prasidentschaft/


Demokraten-Senator Manchin will die von Biden nominierte Neera Tanden nicht wählen

Von Felizitas Küble

Mit der 50-jährigen Neera Tanden hat der neue US-Präsident Joe Biden eine Frau für einen hohen Posten nominiert, die bereits als Präsidentin von „Center for American Progress“ wesentlich an der „Obama-Care“ beteiligt war, also dem Gesundheitsreformpaket von Obama, das „harte Nüsse“ für kirchliche Einrichtungen enthielt.

Dabei wollte sie und der damalige Präsident alle – und somit auch christliche – Arbeitgeber dazu zwingen, die Kosten der „Verhütungsmittel“ (wozu auch die „Pille danach“ gehörte) für ihre Angestellten zu übernehmen.

Damals wandte sie sich bereits gegen christliche Gruppen, die eine Ausnahmeregelung im Namen der Religionsfreiheit forderten. Als Präsident Trump an die Regierung kam, hat er den Kirchen und allen interessierten Religionsvertretern ihren Wunsch erfüllt.

Die linksfeministische Tanden ist kürzlich von Biden (siehe Foto) für den Direktorenposten des „Office of Management and Budget“ (OMB) nominiert worden, was allerdings noch durch den Senat bestätigt werden muß.

Und genau dies könnte für den neuen Präsidenten schwer danebengehen, denn die Kräfteverhältnisse im Senat stehen jetzt schon fifty-fifty (50 zu 50). Zur Demokraten-Fraktion gehören zwar auch zwei formal Unabhängige, die aber meist mit ihnen abstimmen.

Wenn alle Republikaner zusammenhalten und nur ein einziger Demokraten-Senator abspringt, dann kann sich Biden seine Personalentscheidung für Tanden abschminken.

Manche Senatoren sind enttäuscht, daß der neue Präsident zwar bei seiner Antrittsrede groß getönt hat, er wolle das gespaltene Land einigen und zussammenführen, allerdings seitdem nichts unterläßt, um die Republikaner mit seinen Dekreten und Personalentscheidungen massiv vor den Kopf zu stoßen – und die nicht-linken Politiker in seinem eigenen Lager ebenfalls zu brüskieren.

Senator „Joe“ (Joseph) Manchin hat Biden in der Tanden-Personalie bereits offen die Gefolgschaft aufgekündigt und angekündigt, er könne diese Nominierung nicht unterstützen.

Wenn dem Sohn eines italienischen Einwanderers und Ex-Gouverneur von West Virginia weitere aus der eigenen Partei folgen, erntet Biden das, was er gesät hat, mögen manche seiner Entscheidungen auch von Vizepräsidentin Harris beeinflußt worden sein, die zum ultralinken Flügel der Demokraten gehört.


Impeachment: Freispruch für Donald Trump

Von Felizitas Küble

Im Amtsenthebungsverfahren gegen den früheren US-Präsidenten Donald Trump hat der Senat den Vorwurf einer „Anstiftung zum Aufruhr“ zurückgewiesen und den Beschuldigten am heutigen Samstag (13.2.) freigesprochen.

Damit hat Trump zum zweiten Mal ein von der Demokraten-Partei angestoßenes Impeachment gewonnen; das erste Verfahren – die sog. „Ukraine-Affäre“ – lief während seiner Amtszeit und endete vor gut einem Jahr mit einem Freispruch in allen Anklagepunkten.

Für eine Verurteilung ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit von 67 Stimmen im Senat (der aus 100 Mitgliedern besteht) notwendig.

Donald Trump hatte auch diesmal wieder die meisten republikanischen Senatoren bei der Abstimmung hinter sich (43 von 50) und alle 50 Senatoren aus der Demokraten-Partei gegen sich. Insgesamt 57 Mitglieder stimmten gegen Trump, somit fehlten heute 10 Stimmen für eine Verurteilung des Ex-Präsidenten.

Der Ausgang des Verfahrens (Freispruch für Trump) war durchaus absehbar – sowohl formal wie inhaltlich betrachtet. Das schrieb ich bereits im Januar in mehreren Artikeln, darunter hier: https://charismatismus.wordpress.com/2021/01/28/usa-freispruch-bei-impeachment-in-sicht/

Die treibende Kraft für das aussichtslose Impeachment war vor allem Nancy Pelosi, eine linke Verteterin innerhalb der Demokratenpartei und Sprecherin der Abgeordnetenkammer. Biden und Harris folgten ihr beflissen auf dem Fuße, obwohl das zu erwartende Eigentor auf der Hand lag. Nicht von ungefähr bezeichnete Trump dieses verbissene Vorgehen als „absolut lächerlich“ (Siehe unser Kommentar zu dieser Causa vor genau einem Monat: https://charismatismus.wordpress.com/2021/01/14/impeachment-gegen-trump-ein-eigentor/)

Pelosi ließ ihrer Wut nach Trumps Sieg freien Lauf: sie schlug mehrfach auf den Tisch und beschimpfte jene Senatoren, die gegen eine Amtsenthebung stimmten, als eine „feige Gruppe von Republikanern“. 

Das Verfahren diente neben dem Austoben eines Anti-Trump-Kampfgeistes dem taktischen Versuch, eine weitere Präsidentschafts-Kandidatur (oder andere öffentliche Ämter) für ihn auszuschalten. Diese Strategie ist nun nach dem zweiten Sieg Trumps definitiv mißlungen.

Trump dankte allen, die gegen die Anklage stimmten, und seinen Anwälten: „Ich möchte zuerst meinem Team von engagierten Anwälten und anderen für ihre unermüdliche Arbeit danken, für ihr Engagement, die Gerechtigkeit aufrechtzuerhalten und die Wahrheit zu verteidigen… Dies war eine weitere Phase der größten Hexenjagd in der Geschichte unseres Landes.“ – Kein Präsident habe jemals „so etwas“ durchgemacht.


USA: Pfingstler „prophezeiten“ Trumps Sieg

Von Felizitas Küble

In den USA wimmelt es von Starpredigern aus der charismatischen Szene, die seit Jahren alles Mögliche und Unmögliche voraussagen, wovon meist nichts eintrifft (es sei denn, es handle sich um banale Ankündigungen, die man auch ohne sechsten Sinn kombinieren kann, zB. daß die Gottlosigkeit weiter zunimmt usw….).

Zu den bekanntesten selbsternannten Propeheten gehört seit langem Pat Robertson, der sich ständig im (mißbrauchten) Namen des HERRN äußert, der direkt zu ihm spreche.

In eben diesem Sinne erklärte er im Oktober 2020, Gott habe ihm geoffenbart, daß Trump erneut zum Präsidenten gewählt werde das sei „ohne Frage“ so und nicht anders. (Quelle: https://thehill.com/blogs/blog-briefing-room/news/521993-televangelist-pat-robertson-says-god-told-him-trump-will-win-an)

Auch der prominente Pfingstprediger Kenneth Copeland sagte voraus, Trump werde eine zweite Amtszeit erleben. Zwischendurch erklärte er, der Teufel wolle die Wahl „stehlen“, aber es werde ihm nicht gelingen.

Dieser TV-Evangelist Copeland gehört zu den extrem-charismatischen Vertretern eines sog. „Wohlstandsevangeliums“, wonach Gott die „Seinen“ auch mit irdischen Gütern reichlich segnen wolle; eine Ideologie, die mit calvinistischen Vorstellungen verknüpft sein kann, wonach Wohlstand und Erfolg als Ausweis der göttlichen Erwählung anzusehen seien. (Quelle: https://www.newsweek.com/trump-televangelist-kenneth-copeland-devil-steal-election-kill-babies-1556305)

Ebenso „prophetisch“ über Trumps Wahlsieg äußerten sich auch sonstige namhafte Starprediger aus der schwarmgeistigen Szene, darunter Sid Roth, Eric Metaxas oder Curt Landry und viele weitere leitende Pastoren, angeblich vom Heiligen Geist „Inspirierte“. (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=9Quo_miz04Y&feature=youtu.be

Weitere Infos hier: https://hoffnung-weltweit.info/glaubenspraxis/gottes-willen-erkennen/gott-hat-mir-gesagt.html


Biden beendet Anti-China-Politik der USA

Von Felizitas Küble

Wie es zu erwarten war, hat der neue Präsident Biden mit der China-Politik seines Vorgängers Schluß gemacht – mögen die Menschenrechtsverletzungen in dem kommunistischen Riesenreich auch weiter zunehmen, so etwa aktuell mit der verfolgten Minderheit der Uiguren, die in Arbeitslagern interniert werden.

Zudem hat das dortige Regime soeben eine totalitäre Ausweitung seiner Zensur im Internet beschlossen, die alle Bürger betrifft und Meinungsfreiheit faktisch verunmöglicht. (Näheres hier: https://charismatismus.wordpress.com/2021/02/05/china-zensur-auf-privatpersonen-ausgeweitet/)

Biden erkärte jetzt in seiner ersten außenpolitischen Rede, er sehe mit dem chinesischen Regime auch „Möglichkeiten zur Kooperation“: „Wir sind bereit, mit Pekin zusammenzuarbeiten, wenn es in Amerikas Interesse ist“. Er bezeichnete die Diktatur als „größten Rivalen“ der USA – also nur noch ein Rivale, kein Gegner mehr?

Im SRF heißt z.B. dazu: „Als grössten Konkurrenten bezeichnete Biden China. Die USA seien bereit, mit Peking zusammenzuarbeiten. Man werde der Regierung aber aus einer «Position der Stärke» gegenübertreten. Den Iran erwähnte er nicht.“ (Quelle: https://www.srf.ch/news/international/jemen-china-russland-joe-biden-zur-aussenpolitik-amerika-ist-zurueck)

Erstens stellt sich die Frage, ob die angebliche Position der Stärke“ mehr als nur eine Beruhigungs-Rhetorik darstellt – zweitens wird sich Israel gewiß nicht darüber freuen, daß die atomare Iran-Bedrohung für den neuen Präsidenten keine Zeile wert ist.

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Abtreibungspolitik: Ex-Ministerpräsident Werner Münch ist „enttäuscht“ von Biden

Von Felizitas Küble

In einem gestern erschienenen Artikel auf dem liberal-konservativen Blog CONSERVO hat sich der ehem. Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Werner Münch (siehe Foto), „enttäuscht“ über die Abtreibungsagenda des neuen US-Präsidenten geäußert.

Der Autor ist zugleich Mitglied im Kuratorum „Forum Deutscher Katholiken“, das von Prof. Dr. Hubert Gindert geleitet wird.

Der frühere CDU-Politiker zählt in seinem geharnischten Beitrag gleichsam das „Sündenregister“ Joe Bidens in puncto Abtreibung auf, wenngleich nicht ganz vollständig, allerdings mit einer weiteren Information, die Bände spricht:

„Die bei seiner Inauguration eingesammelten Spenden-Gelder wurden International Planned Parenthood, der größten Abtreibungsorganisation, zur Verfügung gestellt.“

Wirklich erstaunlich ist freilich auch diese erschreckende Tatsache nicht.

Schon vor der Vereidigung Bidens haben führende Lebensrechtler in den USA vor seiner zu erwartenden Politik gewarnt, z. B. Austin Ruse, der von einem „Abtreibungs-Tsunami“ sprach, der dann noch auf uns zurollen werde (siehe unser Bericht dazu: https://charismatismus.wordpress.com/2021/01/14/usa-fuhrender-lebensrechtler-ruse-befurchtet-abtreibungs-tsunami-mit-biden/).

Schon Bidens im letzten Herbst erfolgte Nominierung von Kamala Harris (siehe Foto) als Vizepräsidentschafts-Kandidatin war ein dickes Zugeständnis an den linken und radikalfeministischen Flügel seiner Partei. (Schon ihre Wahl zur Senatorin wurde seinerzeit von der Abtreibungsindustrie gesponsert.)

Aber auch Biden selber hat sich durchgängig für Abtreibungsfreiheit ausgesprochen, so daß er jetzt lediglich das angekündigte Programm durchzieht, allerdings auffallend schnell und energisch.

Dazu gehört neben der Abschaffung von Trumps Mexiko-City-Policy (die gegen eine US-Abtreibungsfinanzierung im Ausland gerichtet war) auch folgende, von Prof. Münch angeprochene Entscheidung:

„Die von Trump aufgekündigte Mitgliedschaft der USA in der WHO wurde von Biden rückgängig gemacht, was dieser Organisation einen hohen Millionen–Betrag u. a. für Abtreibungen weltweit garantiert, vor allem in den Entwicklungsländern.“

Abschließend heißt es in seinem Artikel:

„Als erstes Fazit nach 14-tägiger Amtszeit bleibt für einen katholischen Christen nichts anderes als eine große Enttäuschung wegen der hohen Wahrscheinlichkeit, dass Präsident Biden mit seiner Einstellung als Abtreibungs-Befürworter, ja sogar -Verbreiter keine Gesellschaft zusammenführen kann, in der es erlaubt ist, jährlich fast 1 Millionen ungeborene Leben zu töten.

Von Biden „groß enttäuscht“ zu sein, setzt freilich voraus, vorher zu hohe bzw. unangebrachte Erwartungen in ihn gesetzt zu haben. Schließlich war er schon als Vizepräsident unter Obama ständig im Sinne der internationalen Abtreibungslobby aktiv.

Quelle für die Zitate: https://conservo.wordpress.com/2021/02/04/ein-traum-von-gerechtigkeit-wird-bei-joe-biden-wohl-leider-ein-traum-bleiben/

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet hauptamtlich den KOMM-MIT-Verlag und ehrenamtlich das Christoferuserk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt


USA: Biden bekräftigt Recht auf Abtreibung

Am 22. Januar 2021 setzten der neue amerikanische Präsident Joe Biden und seine Vizepräsidentin Kamala Harris eine ihrer ersten Amtshandlungen, indem sie sich in einer Stellungnahme, die das Weiße Haus veröffentlichte, energisch für das „Recht auf Abtreibung“ aussprachen und dieses Ziel als Sorge um die „reproduktive Gesundheit der Frau“ umschrieben. Das ist typisch für die seit langem übliche, internationale Sprachregelung der Abtreibungslobby.

Als Aufhänger für sein Statement verwendeten die beiden Staatsoberhäupter den 48. Jahrestag des Grundsatzurteils Roe vs. Wade vor dem Obersten Gerichtshof der USA, womit damals – am 22.1.1973 – die straffreie Tötung ungeborener Kinder erstmals legalisiert wurde, was danach rund 50 Millionen Abtreibungen ermöglichte.

Biden/Harris bezeichnen das makabre Urteil des Supreme Court als „richtungsweisende Entscheidung“ und beschweren sich über die Lebensrechts-Politik unter der republikanischen Regierung Trump, indem sie beklagen, in den „letzten vier Jahren“ sei das „Recht auf Wahl“ (= Freiheit zur Atreibung) „unerbittlich und radikal“ angegriffen worden.

Seine Regierung setze sich aber „nachdrücklich“ dafür ein, „dass jeder einen Zugang zu medizinischer Versorgung hat – einschließlich reproduktiver Gesundheitsversorgung“ – worunter auch die Abtreibungsfreiheit zu verstehen ist. Außerdem müsse der Zugang zur Verhütung verbessert werden, heißt es.

Man verpflichte sich zudem zur Ernennung von Richtern, die das Roe-Urteil „respektieren“, also das damals proklamierte „Recht auf Abtreibung“.

Quelle für die Zitate (Link zur Originalerklärung des Weißen Hauses): https://www.whitehouse.gov/briefing-room/statements-releases/2021/01/22/statement-from-president-biden-and-vice-president-harris-on-the-48th-anniversary-of-roe-v-wade/


Amerikanische Bischofskonferenz zeigt sich besorgt über Bidens Abtreibungsagenda

Aus der Erklärung der US-Bischofskonferenz zur Amtseinführung Bidens

Meine Gebete gehen heute zu unserem neuen Präsidenten und seiner Familie

Ich bete, dass Gott ihm Weisheit und Mut schenkt, um diese große Nation zu führen und ihm zu helfen, die Herausforderungen dieser Zeit zu bewältigen, die durch diese Pandemie verursachten Wunden zu heilen, unsere intensiven politischen und kulturellen Spaltungen zu lindern und die Menschen zu vereinen – mit einem erneuten Engagement für die Zwecke, die die Gründung der Vereinigten Staaten motivierten, einer Nation unter Gott, die sich für Freiheit und Gleichheit für alle einsetzt.

Wir arbeiten mit allen Präsidenten und allen Kongressen zusammen. In einigen Fragen stehen wir eher auf der Seite der Demokraten, in anderen eher auf der Seite der Republikaner. Unsere Prioritäten sind niemals parteiisch. Wir sind in erster Linie Katholiken und wir versuchen, Jesus Christus treu nachzufolgen und seine Vision von menschlicher Gemeinschaft zu fördern.

Gleichzeitig haben die Bischöfe in den USA als Geistliche die Pflicht, das Evangelium in seiner ganzen Wahrheit und Kraft zu jeder Jahreszeit und außerhalb der Jahreszeit zu verkünden, selbst wenn eine solche Lehre unpraktisch ist oder wenn die Wahrheiten des Evangeliums den Anweisungen des Evangeliums widersprechen Gesellschaft und Kultur im Allgemeinen.

Ich möchte darauf hinweisen, dass sich unser neuer Präsident verpflichtet hat, bestimmte Richtlinien zu befolgen, die moralische Übel fördern und das Leben und die Würde des Menschen bedrohen, insbesondere in den Bereichen Abtreibung, Empfängnisverhütung, Ehe und Gender.

Für die Bischöfe der Nation bleibt die anhaltende Ungerechtigkeit der Abtreibung die „herausragende Priorität“. Obwohl herausragend bedeutet nicht „einzigartig“. Wir sind zutiefst besorgt über die vielen Bedrohungen für das Leben und die Würde des Menschen in unserer Gesellschaft. Aber wie Papst Franziskus lehrt, können wir nicht schweigen, wenn in unserem Land jährlich fast eine Million ungeborene Menschen durch Abtreibung getötet werden.

Abtreibung ist ein direkter Angriff auf das Leben, der auch die Frau verletzt und die Familie untergräbt. Es ist nicht nur eine Privatsache, es erzeugt problematische Situationen in grundlegenden Aspekten wie Brüderlichkeit, Solidarität und Inklusion in der menschlichen Gemeinschaft. Es ist auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit.

Wir können die Realität nicht ignorieren, dass die Abtreibungsraten bei Armen und Minderheiten viel höher sind und dass das Verfahren regelmäßig angewendet wird, um Kinder zu eliminieren, die mit Behinderungen geboren würden.

Anstatt weitere Ausweitungen der Abtreibung und Empfängnisverhütung durchzusetzen, wie er angekündigt hat, hoffe ich, dass der neue Präsident und seine Verwaltung mit der Kirche und anderen guten Willens zusammenarbeiten werden. Ich hoffe, dass wir einen Dialog beginnen können, um die komplizierten kulturellen und wirtschaftlichen Faktoren anzugehen, die Abtreibung motivieren und Familien entmutigen.

Ich hoffe auch, dass wir zusammenarbeiten, um endlich eine kohärente Familienpolitik in diesem Land umzusetzen, die die entscheidende Bedeutung einer starken Ehe und Elternschaft für das Wohlergehen von Kindern und die Stabilität von Gemeinschaften anerkennt. Wenn der Präsident unter voller Achtung der Religionsfreiheit der Kirche an diesem Gespräch teilnehmen würde, wäre dies eine große Hilfe bei der Wiederherstellung des bürgerlichen Gleichgewichts und der Heilung der Bedürfnisse unseres Landes.

Die Forderung von Präsident Biden nach nationaler Versöhnung und Einheit wird auf allen Ebenen begrüßt. Es ist etwas, das dringend benötigt wird, wenn wir uns mit dem Trauma in unserem Land auseinandersetzen, das durch die Coronavirus-Pandemie und die soziale Isolation verursacht wird und die langen und intensiven Spaltungen unter unseren Mitbürgern nur verschärft hat.

Wir stehen alle unter dem wachsamen Auge Gottes, der als einziger die Absichten unseres Herzens beurteilen kann. Ich bete, dass Gott unserem neuen Präsidenten und uns allen die Gnade gibt, das Gemeinwohl mit aller Aufrichtigkeit zu suchen. 

Ich vertraue all unsere Hoffnungen und Ängste in diesem neuen Moment dem milden Herzen der hl. Jungfrau Maria an, der Mutter Christi und Patronin dieser außergewöhnlichen Nation. Möge sie uns auf den Wegen des Friedens führen und uns die Weisheit und Gnade eines wahren Patriotismus und der Liebe zum Land erflehen.

Original-Quelle der US-amerikanischen Bischofskonferenz für diese Erklärung (englisch-sprachig): https://www.usccb.org/es/news/2021/comunicado-del-presidente-de-la-usccb-arzobispo-jose-gomez-sobre-la-toma-de-posesion-de


Präsident Trump bekräftigte den 22. Januar als „Nationalen Tag für das Leben“

Zwei Tage vor dem Ende seiner Amtszeit, am Montag (18.1.), erklärte Präsident Donald Trump erneut in kämpferischer Weise seinen Standpunkt gegen Abtreibung – im Unterschied dazu ist der neue

Präsident Joe Biden ein Befürworter der Abtreibungsfreiheit – und noch stärker gilt dies für seine Vizepräsidentin Kamala Harris.

Am selben Tag – dem 18. Januar – hatte Trump angeordnet, daß die Initiatorin des March of Life (Marsch für das Leben) mit einer Gedenk-Statue in den „Garten der amerikanischen Helden“ aufgenommen wird. (Näheres siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/2021/01/20/kurz-vor-amtsende-ehrte-prasident-trump-zwei-katholiken-als-helden-amerikas/)

Das US-Staatsoberhaupt bekräftigte den 22. Januar erneut als „Nationalen Tag der Heiligkeit menschlichen Lebens“. Er kritisierte das Grundsatzurteil „Roe vs. Wade“, womit der Supreme Court 1973 die straffreie Abtreibung erlaubte. Diese verhängnisvolle Gerichtsentscheidung habe in den USA „50 Millionen unschuldiger Leben getötet“.

Slogan: „GERECHTIGKEIT für die UNGEBORENEN“

In der vom Weißen Haus verbreiteten Erklärung sagte Trump wörtlich: „Ob geboren oder ungeboren, jung oder alt, gesund oder krank: Jede Person ist nach dem heiligen Abbild Gottes geschaffen.“ Zugleich würdigte er die Lebensrechtsbewegung und die „Pioniere des Lebensschutzes“, denen es zu verdanken sei, daß Amerikas „Bewußtsein“ für den Respekt vor dem Lebensrecht wachse. 

Die Einführung eines Gedenktags für das Leben geht zurück auf den konservativen republikanischen Präsidenten Ronald Reagan, der 1984 dafür den 22. Januar ausgerufen hatte. Erst Präsident Trump hat dieses Datum aber wieder nachdrücklich in Erinnerung gerufen.