„Woche für das Leben“ im Mai will dazu beitragen, Selbstmorde zu verhindern

„Leben schützen. Menschen begleiten. Suizide verhindern“, so lautet das Motto der diesjährigen bundesweiten „Woche für das Leben“, die von der Deutschen Bischofskonferenz und den Evangelischen Kirchen in Deutschland von 4. bis 11. Mai veranstaltet wird.

Wie die Dt. Bischofskonferenz mitteilte, wollen die Veranstalter dabei das Anliegen der Suizidprävention und die vielfältigen Beratungsangebote beider Kirchen für suizidgefährdete Menschen – darunter besonders das der Telefonseelsorge – bekannter machen. Mit 10.000 Fällen pro Jahr ist der Suizid in Deutschland ein häufig vorkommendes Phänomen.

In der „Woche für das Leben“ wollen die Kirchen dabei den Hintergründen von Depression und Todeswünschen nachgehen und Wege für eine bessere Prävention und Versorgung selbstmordgefährdeter Menschen öffnen. Dabei wollen die Kirchen aufzeigen, welche Hilfen der christliche Glaube anbietet und wie wichtig die Solidarität des Umfeldes mit Menschen sei, die selbst keinen Ausweg mehr sähen.

Eröffnet wird die „Woche für das Leben“ am Samstag, den 4. Mai, um 11 Uhr mit einem Ökumenischen Gottesdienst.

Quelle: ALfA-Newsletter


Messerangriffe inzwischen leider Normalfall

In Deutschland vergeht kaum ein Tag ohne Messerangriff. Nimmt die Zahl tatsächlich zu – oder ist das nur ein Eindruck?

Bis belastbare Zahlen vorliegen, kann es allerdings noch Jahre dauern.

„Messerangriffe sind heute leider schon zur Normalität geworden“, sagte der Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt (siehe Foto) gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung.

Und was hilft zur Prävention? Gewerkschaftschef Wendt fordert: „Wir brauchen die Möglichkeit, mehr Waffenverbotszonen an öffentlichen Plätzen einzurichten und diese zu kontrollieren.“

Mehr dazu

Quelle: https://www.dpolg.de/aktuelles/news/dpolg-bundesvorsitzender-messerangriffe-sind-leider-zur-normalitaet-geworden/


Menschenhandel: Die Kehrseite der Migration

Schwester Neusa de Fatima Mariano, die Generaloberin der Scalabrini-Missionsschwestern erklärte anlässlich des Weltgebetstages gegen Menschenhandel am 8. Februar, Einwanderungen könnten zwar grundsätzlich auch der Völkerverständigung dienen:  

„Aber heute verbirgt sich dahinter ein negatives und monströses Element, nämlich der Menschenhandel. Hier verbergen sich die internationale Mafia, Gewalt, Ausbeutung und neue Formen der Sklaverei.“

In diesem Jahr feiere „Talitha Kum“, ein 2009 von der Internationalen Vereinigung der Generaloberinnen (UISG) gegründetes internationales Netzwerk das zehnjährige Jubiläum im Kampf gegen den Menschenhandel auf fünf Kontinenten.

Das Netzwerk ist heute in 77 Ländern auf 5 Kontinenten in den Bereichen Prävention, Bewusstseinsbildung, Schutz, partnerschaftliche Zusammenarbeit und Gebet tätig (13 in Afrika, 13 in Asien, 17 in Amerika, 31 in Europa, 2 in Ozeanien).

In den 34 Ländern, in denen es keine nationalen Netzwerke gibt, verfügen die regionalen oder kontinentalen Büros über Referenzgruppen oder Kontaktpersonen. In dieser Zeit wurden 34 Kurse für den Aufbau von Netzwerke sowie ein Pilotkurs für die Schulung von 22 Verantwortungsträgern bei „Talitha Kum“ für gemeinsame Aktionen gegen den Menschenhandel durchgeführt.

Mehr als 1.000 ausgebildete Ordensschwestern, die in 65 Ländern tätig sind und über 2.000 Teilnehmer wirken in den von den Ordensfrauen geführten Netzwerken auf verschiedenen Ebenen am Kampf gegen den Menschenhandel mit.

Weltweit verfügt „Talitha Kum“ über 150 operative Gruppen. Zu den nationalen Gruppen kommen Untergruppen, die durch 17 nationalen Netzwerke verbunden sind.

Quelle: Vatikanischer Nachrichtendienst Fides


EKD bittet Mißbrauchsopfer um Vergebung

Die EKD steht in der Pflicht, in den kirchlichen Reihen „Null-Toleranz“ gegenüber Sexualstraftätern und ihren Mitwissern zu zeigen. Das erklärte der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (München), in seinem Bericht am 11. November vor der EKD-Synode in Würzburg.

Sexualisierte Gewalt stehe im tiefen Widerspruch zur radikalen Liebe, für die die Kirche stehe. Bedford-Strohm: „Ich bitte alle Menschen, denen solches Leid im Raum der evangelischen Kirche widerfahren ist, im Namen des Rates der EKD um Vergebung.“

Die evangelischen Kirchen müssten „noch intensiver an Präventionskonzepten und zielgenauer Aufarbeitung arbeiten“. So wolle die EKD die Zusammenarbeit mit der Unabhängigen Kommission zur Aufklärung sexuellen Kindesmissbrauchs ausbauen.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://www.idea.de/frei-kirchen/detail/sexuelle-gewalt-in-der-kirche-ekd-bittet-opfer-um-vergebung-107180.html


Polizei lehnt Cannabis-Freigabe weiter ab

In einem Gespräch mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler, bekräftigte Rainer Wendt (siehe Foto), der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, die Position seines Verbands, der sich gegen eine Freigabe von Cannabis ausspricht.

Der Staat dürfe sich unter keinen Umständen zum ‚Dealer‘ machen. Im Gegenteil, der Staat habe die Aufgabe der Prävention und der Strafverfolgung.

Marlene Mortler und Rainer Wendt waren sich darin einig, dass staatliche Auflärungskampagnen verstärkt werden sollten. Aber auch Schule, Elternhaus und Vereine sind gefragt, wenn es darum geht, Jugendliche über die Schädlichkeit von Drogen zu informieren.

Quelle: https://www.dpolg.de/aktuelles/news/dpolg-bundesvorsitzender-lehnt-freigabe-von-cannabis-ab/


Verhinderung von Selbstmord geht alle an

Pressekonferenz zum Welttag der Suizidprävention am 10.9.

Bei der gemeinsamen Pressekonferenz des Nationalen Suizid Prävention Programm (NaSPro) und der Psychiatrischen Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig-Krankenhaus, die anlässlich des diesjährigen Welttages der Suizidprävention am 10. September stattfand, forderten Mediziner und Experten, die Suizidprävention zu einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe zu machen. shutterstock_114300748-140x94

In Deutschland nehmen sich jedes Jahr etwa 10.000 Menschen selbst das Leben, mehr als 100.000 versuchen es. Es sterben daher mehr Menschen durch Suizid als durch Verkehrsunfälle, Gewalttaten, illegale Drogen und Aids zusammen.

Besonders suizidgefährdet sind vor allem ältere Menschen. „Jeder zweite Suizid einer Frau in Deutschland ist zurzeit der einer über 60-Jährigen“, erklärt Prof. Dr. Armin Schmidtke. Im Hintergrund von Selbsttötungen stehen häufig psychische Erkrankungen, soziale Isolierung, Zukunftsangst und Hoffnungslosigkeit.

Um die Öffentlichkeit auf diese weitgehend verdrängte Problematik aufmerksam zu machen wird alljährlich am 10. September der Welttag der Suizidprävention von der International Association for Suicide Prevention (IASP) und der Weltgesundheitsorganisation WHO durchgeführt. Auch in Deutschland finden in diesem Jahr wieder viele Veranstaltungen statt (Infos auf http://www.welttag-suizidpraevention.de).

Das St. Hedwig-Krankenhaus liegt in Trägerschaft des katholischen Alexianerbrüderordens.


Internationale Konferenz zur Terrorismus-Bekämpfung: Vertreter aus 28 Staaten in Israel

Das israelische Außenministerium war in den vergangenen Tagen (10.-12.11.) Gastgeber für Delegationen aus 28 Staaten und Organisationen, die an der Internationalen Konferenz für strafrechtlichen Umgang mit Terrorismus teilnahmen.

Die Konferenz wurde in Zusammenarbeit mit der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) sowie den beiden Gremien der Vereinten Nationen für Terrorabwehr (CTED) und Terrorprävention (UNODC).

Die Konferenz bot ein Forum, um über zahlreiche Themen zu diskutieren, z.B. den richtigen Umgang mit Verschlußsachen der Geheimdienste vor Gericht. Viele Staaten stehen dabei vor der Herausforderung, innerhalb des Rechtssystems Terroristen überführen zu wollen, ohne die Grundlagen des Systems zu gefährden.

Die Delegierten diskutierten auch über die Ermittlung und Verfolgung von Stellen, die den Terrorismus finanzieren und Geldwäsche betreiben.

Die Vertreter des israelischen Justizministeriums präsentierten den Entwurf eines Gesetzes, das als Vorbild der nationalen Anti-Terror-Gesetzgebung dienen soll, wobei die Balance zwischen der Terrorprävention und dem Schutz der Menschenrechte gefunden werden muss  –  ein international viel diskutiertes Thema.

„Die Frage der Terrorismusbekämpfung ist weit oben auf der Agenda vieler Regierungen in der ganzen Welt“, sagt Dana Benvenisti-Gabay, Direktorin der Abteilung für Regionale Sicherheit im israelischen Außenministerium: „Einer der Gründe hierfür ist, dass viele Staaten mit den Folgen der Rückkehr von Staatsbürgern zu kämpfen haben, die in islamistischen Organisationen in Syrien und dem Irak gekämpft haben“.

Weiter erklärt Benvenisti-Gabay: „Es gibt ein großes Interesse in diesen Staaten, nach Israel zu kommen, um von seinen Erfahrungen bei der Bekämpfung und Prävention von Terrorismus zu lernen.“ 

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin