Ulm: Heldenhafter Pfarrer Weiß widerstand den Mächtigen seiner Zeit

Von Felizitas Küble

Unsere Leserin Jutta Schlittmeier aus Ulm hat uns jetzt dieses geschichtsträchtige Bild zukommen lassen.
Es geht um einen unbeugsamen Priester aus der NS-Zeit, der mit dieser Gedenktafel gewürdigt wird; sie hängt am Pfarrhaus in Söflingen, einem Stadtteil von Ulm.

Wir übersetzen hier die Inschrift im vollen Wortlaut:

„Pfarrer Franz Weiß lebte von 1932 bis 1939 in diesem Pfarrhaus.
Er war ein mutiger Prediger und aufrechter Kämpfer gegen die Diktatur des Dritten Reiches und die Unterdrückung der Religion.

Dafür wurde er 1939 eingekerkert und wie Bischof Sproll des Landes verwiesen. Er hielt aber die Verbindung zur Gemeinde St. Maria aufrecht.“

Dieser tapfere Priester saß wegen seiner bekenntnisklaren Predigten in Ulm im Gefängnis. Das erinnert mich an meinen eigenen Vater, der ebenfalls in dieser Stadt inhaftiert war, weil er sich 1944 beim RAD (Reichsarbeitsdienst) geweigert hatte, in die Waffen-SS einzutreten (so „freiwillig“ war das damals nämlich). Mein Vater Anton Küble war 17 Jahre alt und wurde einige Wochen später an die Front geschickt.

Auch dieser tapfere Geistliche Franz Weiß hatte einst beim Militär gedient, sogar freiwillig – allerdings natürlich vor der NS-Zeit.

Er war hochdekorierter Soldat im Ersten Weltkrieg, wurde schwer verwundet, kehrte dennoch an die Front zurück. Er wurde Leutnant und bekam das Eiserne Kreuz 1. und 2. Klasse sowie den Bayerischen Militär-Verdienstorden.

Diese Würdigungen waren wohl auch der Grund, weshalb die NS-Diktatur den Geistlichen nicht ins KZ Dachau schickte, sondern „nur“ mit Berufsverbot, Haft und Verbannung bestrafte.

Der schwäbische Priester stand auch im engen Kontakt mit den Widerstands-Geschwistern Scholl, er hat sie menschlich-pastoral begleitet.

Er sammelte zudem Geistliche um sich, die wie er im 1 WK dienten und die NS-Ideologie entschieden ablehnten. Bei seinen Protesten gegen NS-Willkür trug er demonstrativ sein Eisernes Kreuz am Priesterkragen.

Seine katholische Gemeinde war – sehr im Unterschied zur Stadt Ulm im allgemeinen – ein fast Nazi-freier Bezirk, kein einziger Lehrer in Söflingen trat in die NSDAP ein.

Im Juni 1939 wurde er wegen seiner mutigen Predigten verurteilt. Die Haftzeit von zehn Monaten saß er am Ulmer Frauengraben ab, dann wurde er nach Meersburg verbannt. Er ignorierte sein Ausweisung und predigte sogar in Bayern und Tirol. Er überlebte die NS-Zeit, wurde Krankenhauspfarrer und starb 1985 in Ergenzingen als Hausgeistlicher der Schönstattschwestern auf der Liebfrauenhöhe.

Er hat einst als zweites von neun Kindern einer Försterfamilie im Jahre 1892 in Schnaithaim das Licht der Welt erblickt. Näheres zu seinem Lebenslauf hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Wei%C3%9F_(Pfarrer)

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Gratulation für Prälat Dr. Georg May: So hat er mir bei der Rückkehr zur Kirche geholfen

Dankbare Würdigung einer Familienmutter:

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Ich (Marion F.) möchte Prof. Georg May recht herzlich zu seinem heutigen Geburtstag (er wird 95 Jahre alt) gratulieren und dies auch zum Anlass nehmen, mich bei ihm ganz herzlich zu bedanken.

Vor vier Jahren fand ich über Umwege zurück zur katholischen Kirche – und dies nicht zuletzt dank der umfangreichen Predigten von Prof. May, die ich ich im Internet finden konnte. 

Die Erkenntnis über die Bedeutung des Sakramentes der heiligen Eucharistie zog mich primär zur katholischen Kirche – und dank Prof. May konnte ich dies sehr vertiefen.

Über mehrere Monate hinweg las ich täglich lange in seinen gehaltvollen Predigttexten, druckte mir sogar einen dicken Ordner voll davon aus und lernte so fundiert und unverfälscht die katholische Kirche mit ihren Sakramenten und ihrer Lehre kennen. 

Zu jeder der sich mir stellenden Fragen fand ich in seinen Predigten gute Antworten.

Was für eine Gnade es war, gerade auf die Webseite von Prof. May gestoßen zu sein, wurde mir klar, als ich dann den Schritt zur katholische Kirche in die Tat umsetzte: Dort hörte ich von einigen Amtsträgern, aber auch Laien ganz andere „Versionen“ des katholischen Glaubens.

Um dies zusammenzufassen:

Es handelte sich dabei zum einen um einen verwässerten und selbst zurechtgeschusterten Glauben ohne das Fundament der Lehre der katholischen Kircheund zum anderen war es ein Glaube, der sich durch einen schwarmgeistigen Einfluss  – z.B. der freikirchlich/protestanischen Charismatik – auszeichnet (mit dem ich auf meinem Glaubensweg „Bekanntschaft“ machte und daher Bescheid wußte), dem es für meinen Geschmack an Nüchternheit fehlte und „übers Ziel hinausgeschossen“ wirkt.

Wäre ich ohne die Vorbereitung durch Prof. Mays Predigttexte zur katholischen Kirche gelangt, so wäre mein Ankommen dort mit Sicherheit ein sehr schwieriger Prozess geworden! 
(Auch Felizitas Küble und ihre Recherchen und Aufklärungsarbeit möchte ich an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen; ihre detaillierte Kenntnis über die verschiedensten Sachverhalte innerhalb und außerhalb der Kirche waren und sind für mich oft eine wichtige Orientierungshilfe.)

Ich wünsche Herrn Prof. May einen gesegneten Tag und für die weiteren Lebensjahre Gesundheit, Bewahrung und Gottes reichen Segen auf all seinen Wegen!

Unsere Autorin – eine Künstlerin aus dem Schwarzwald – ist uns seit Jahren mit Namen und vollständiger Anschrift persönlich bekannt.


Christliche Frauen zur Ämterfrage in der Kirche: „Das stört uns gar nicht.“

Nur Katholikinnen zeigen sich unzufrieden

Die Informationsstelle Inforel wollte wissen, wie es Frauen geht, die in ihrer Kirche oder Religion nicht die gleichen Ämter wie Männer ausüben können; sie kam dabei zu erstaunlichen Rückmeldungen.

Das Spektrum ist breit. Während in reformierten Kirchen die Gleichberechtigung für Frauen heute eine Selbstverständlichkeit ist, sind Priesterinnen und Bischöfinnen in der katholischen Kirche weiter tabu. Auch in der orthodoxen Kirche oder im Islam übernehmen Männer die entscheidenden Ämter.

Wie gehen die betroffenen Frauen damit um? – Inforel kam zu dem Ergebnis: Viele Frauen stört das gar nicht.

Die Informationsstelle befragte Frauen vor allem in der schweizerischen Region Basel. Dabei kamen auch Frauen in evangelischen Freikirchen, Jüdinnen und muslimische Alevitinnen zu Wort.

Überraschung löste der Befund aus, dass in 16 von 20 befragten Freikirchen auch die höchsten Ämter für Frauen zugänglich seien.

Aber auch in den vier Freikirchen, in denen Frauen höhere Ämter versagt bleiben, fühlen sich diese dennoch gleichberechtigt; sie weisen dabei auf die schöpfungsmässig unterschiedlichen Eigenschaften von Frauen und Männern hin.

Dies gilt auch in der orthodoxen jüdischen Gemeinde, wo Frauen nicht einmal ein Stimmrecht haben.

Unzufriedenheit gibt es nur bei Katholikinnen:

Klagen über mangelnde Gleichberechtigung ortete die Studie allein in der römisch-katholischen Kirche. Frauen prangern die männliche Vorherrschaft an.

Allerdings verrichteten Theologinnen in dieser Kirche oft die gleichen Aufgaben wie Priester: „Alle halten Predigten und führen durch Gottesdienste. Vereinzelt übernehmen sie – mit einer ausserordentlichen Bewilligung – sogar Taufen und Trauungen“, stellt der Bericht fest.

Quelle und vollständiger Text hier: https://www.jesus.ch/magazin/gesellschaft/357514-erst_vor_gott_sind_alle_gleich.html


Pfarrer Spätling fordert Bischof Genn auf, nicht an der Jugendsynode in Rom teilzunehmen

Von Felizitas Küble

Der katholische Geistliche Paul Spätling aus Emmerich hat seinen Bischof Dr. Felix Genn (Münster) in einer öffentlichen Stellungnahme aufgefordert, nicht  – wie geplant – an

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der Jugendsynode teilzunehmen, die im Oktober 2018 in Rom durchgeführt wird, sondern bewußt hierauf zu verzichten.

FOTO: Pfr. Spätling (Dritter von rechts) beim Lebensrechts-Gebetszug 2015 in Münster

Der theologisch konservative Pfarrer, in dessen Familie sich selber ein Opfer sexuellen Mißbrauchs durch einen Priester befindet, erinnert den Oberhirten des Bistums Münster an den „Mut“ des US-amerikanischen Kardinals Tobin und des niederländischen Weihbischofs Musaerts, die eine Einladung zu dieser Synode abgesagt hatten:

„Die Begründung: Bei soviel Mißbrauch von Jungen bis hin zu Bischöfen und Kardinälen verbiete sich zu diesem Zeitpunkt eine Teilnahme.“

Der Priester bemängelt, daß „Papst Franziskus für solche Begründungen leider gänzlich unempfänglich“ sei.

Pfarrer Spätling übt sodann deutliche Kritik an einigen Vorgängen in der Diözese Münster: Aus seiner Sicht laufen die vor vier Jahren von Bischof Genn (siehe Foto) angeordneten Präventionsmaßnahmen zum Schutz von Kindern „ins Leere“:

Er erinnert zum Beispiel an den Fall des Pastors Norbert Happe in Beelen, der pro-homosexuelle Romane in die Pfarrbücherei seiner Gemeinde eingestellt und sie Jugendlichen ausdrücklich empfohlen hat: „Der Bischof verweigert dazu jede Stellungnahme. Und der Pfarrer macht fröhlich weiter“, beklagt Pfr. Spätling. (Näheres über diese Causa in unserem CHRISTLICHEN FORUM: https://charismatismus.wordpress.com/2018/09/17/pfarrer-happe-schenkte-katholischer-buecherei-schwule-sexromane-zum-verleihen/)

Der Autor stellt daher grundsätzlich die Frage:

„Was bewirken des Bischofs Präventionsmaßnahmen? Sind sie nur Show? So habe ich es damals empfunden, als Genn mit viel Presseaufwand Priester und bezahlte Laienkräfte der Diözese in die große „Halle Münsterland“ zusammentrommelte. Wollte er der beste unter den deutschen Bischöfen in dieser Angelegenheit sein? Eine Kampagne fürs Image?“

Im Bistum Münster seien, so Pfr. Spätling weiter, „Klamaukmessen  mit Nebel- und Lichtwerfern“ in Mode, nicht jedoch das biblisch orientierte Predigen über Sexualität und Gottes Gebote, z.B über 1 Kor 6,9, wo der Apostel Paulus schreibt: „Täuscht euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener noch Ehebrecher noch Weichlinge noch Knabenschänder, weder Diebe noch Habgierige, nicht Säufer, nicht Lästerer, nicht Räuber werden das Reich Gottes erben.“

Der Verfasser übt außerdem Kritik an Bischof  Genns Schlagwort vom „Klerikalismus“, der angeblich die Ursache für die Mißbrauchskrise in der Kirche sei. 

Pfarrer Spätling schreibt dazu wörtlich: „Stattdessen gibt Bischof Genn vor, daß für diesen Mißbrauch angeblich der Klerikalismus in der Kirche verantwortlich sei – ganz nach Franziskus.“

Er verweist als Kontrapunkt auf Kardinal Gerhard Müller, „den zwangsemeritierten Präfekten der Glaubenskongregation“. Der vatikanische Würdenträger (siehe Foto) habe der Ablenkungs-Floskel „Klerikalismus“ am 15.9.2018 in Rom eine klare Absage erteilt:

„Nicht der Klerikalismus, „was immer das sein mag“, sondern die Abkehr von der Wahrheit und die moralische Zügellosigkeit seien die Wurzel des Übels. Die Korruption der Lehre ziehe immer die Korruption der Moral nach sich und manifestiere sich in ihr: „Die schwere Versündigung an der Heiligkeit der Kirche ohne Gewissensbisse ist die Folge der Relativierung des dogmatischen Fundaments der Kirche.“

Pfr. Spätling fügt hinzu: „Das heißt im Klartext: Die Ursache für alle diese sittlichen Verfehlungen ist der Glaubensverlust.“

Abschließend äußert sich der Geistliche skeptisch über Werbefeldzüge des Bistums, über „großangelegte Pressekampagnen unseres Bischofs von Münster – Stichwort: „Markenentwicklung – Marketing“ – so diese Millionen an Geldern verschlingende Kampagne. Unser Glaube wird nicht „vermarktet“…

Der Glaube hat ein Fundament. Aber gerade diese Grundlagen des Glaubens werden seit mindestens 50 Jahren von den deutschen Bischöfen sträflich vernachlässigt.“

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet hauptamtlich den KOMM-MIT-Verlag in Münster sowie ehrenamtlich das Christoferuswerk, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

Ergänzender und aktueller Artikel zu Kardinal Müller: https://charismatismus.wordpress.com/2018/08/30/wurde-mueller-als-glaubenspraefekt-entlassen-weil-er-die-weiche-welle-verweigerte/


Evgl.-freikirchlicher Pastor Jakob Tscharnke warnt vor fatalen Folgen der Migrationspolitik

Von Felizitas Küble

Seitdem Jakob Tscharnke (siehe Foto), Pastor einer evangelischen Freikirche im oberschwäbischen Riedlingen, sich in seinen Predigten kritisch über die unkontrollierte Masseneinwanderung geäußert und vor den verhängnisvollen Auswirkungen gewarnt hat, bläst ihm nicht nur in der Regionalpresse ein rauher Wind um die Nase. Sogar die FAZ hat sich dieses Themas angenommen. jakob1_160

Doch der bibelorientierte Gemeindeleiter läßt sich weder von Medien noch von wenig „mitbrüderlicher“ Seite (Amtskollegen, die sich gegen ihn äußern) aus seinem Konzept bringen.

Wer sich selber ein Bild über die Ansichten von Pfarrer Tscharnke machen möchte, statt sich auf das übliche „Zeter und Mordio“ im Blätterwald zu verlassen, kann seine diversen Beiträge auf der Webseite der freikirchlichen Gemeinde in Riedlingen hier durchlesen: http://www.efk-riedlingen.de/wordpress/

Der Pastor schreibt dort zum Beispiel am 12. Oktober 2015:

„In diesen Tagen erreicht mich eine Flut an fast ausschließlich zustimmenden und dankbaren Rückmeldungen für die Predigten über das Thema „Zuwanderung“ vom 4. und 11.Oktober 2015. Ich bitte Sie, liebe Nutzer dieser Internetseite, verbreiten Sie diese Predigten weiter.

Beten Sie, daß der Herr reichen Segen für viele Menschen daraus erwachsen läßt! Möge Gott sie zur Bewahrung unseres Volkes und Vaterlandes vor noch größerem Schaden gebrauchen.

Und möge er sie vielen Menschen zum Heil gereichen lassen. So wichtig mir die derzeit große Not unseres Volkes ist, so ist mir die geistliche Not in Sünden verlorener Menschen noch viel wichtiger! Denn „Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele“ (Mt 16,26).“ polskaweb

Was an den turbulenten Vorgängen um Pastor Tscharnke etwas erstaunt, das ist die Tatsache, daß sich auch Kreise innerhalb des freikirchlichen Spektrums von ihm distanziert oder gar scharf gegen ihn geäußert haben.

Im allgemeinen gelten die evangelischen Freikirchen als theologisch und ethisch eher konservativ – jedenfalls im Vergleich zu den liberalen amtlichen Landeskirchen der EKD (Evangelischen Kirche in Deutschland). Allerdings ist auch in einigen Freikirchen mittlerweile ein anpasserischer Geist bzw. Ungeist eingekehrt. Hierzu schreibt Pfarrer Tscharnke folgendes:

„Verbunden mit den Rückmeldungen, die mich erreichen, ist häufig eine große Resignation, nicht nur im Blick auf die Lage in unserem Volk, sondern fast noch mehr im Blick auf die Lage in unseren Kirchen und Freikirchen. Viele sind in den letzten Jahren und Jahrzehnten geistlich heimatlos geworden.

Der Abfall von Christus und seinem Wort hat längst auch die Freikirchen erreicht. Von nah und fern erreichen mich die Stimmen derer, die darüber klagen, in ihrem Umfeld keine bibeltreue Gemeinde mehr zu finden, deren Gottesdienste sie mit Freude und geistlichem Gewinn besuchen können.“

Aus diesem Grunde bietet er Interessenten eine Fernmitgliedschaft in seiner Gemeinde an.

HIER der Inhalt der beiden „umstrittenen“ Predigten des Pastors: http://www.efk-riedlingen.de/downloads/037%20Wie%20gehen%20wir%20als%20Christen%20mit%20der%20Zuwanderungsproblematik%20um.pdf

HIER geht es zu einer Petition für die Meinungsfreiheit von Pfr. Tscharnke: http://citizengo.org/de/30612-keine-strafverfolgung-von-pastor-jakob-tscharntke-und-das-bleibende-recht-auf-freie?tc=gm&tcid=16926322

Weitere Infos zur „Causa Tscharnke“ auf der AG WELT: http://agwelt.de/2015-10/der-christ-und-der-fremde-wie-gehen-christen-mit-der-zuwanderungspolitik-um/

 

 


Kirchenaustrittsrekorde und ihre Gründe

Von Horst Ditz

Die Medien berichten zurzeit von beachtenswert zunehmenden Kirchenaustritten. Das heißt, nun laufen auch der Katholischen Kirche in Deutschland vermehrt die Gläubigen davon. flyerstralsund2

Man sucht verwundert nach Gründen und wird schnell fündig. Da sind die reformwilligen „Linkskatholiken“, die aus der 68er Bewegung hervorgegangen sind, und denen die „Protestantisierung“ mit deren vermeintlichen „Vorzügen“ nicht schnell genug vorangetrieben wird.

Andererseits die an der Tradition der kirchlichen Lehren festhaltenden Katholiken, die sich dem notwendig gewordenen „Rätekatholizismus“ und der daraus resultierenden „Demokratisierung“ nicht folgen.

Schließlich ein Anpassungsruck des Klerus an den Zeitgeist, woraus die „Unglaubwürdigkeit“ der deutschen Katholischen Kirche ihre Nahrung zieht. Und nicht zuletzt eine Predigtpraxis, die vielfach überzeugende Verkündigung durch Sozialromantik ersetzt.

Den Predigern fehlt der Mut eines Pater Leppich (siehe Foto) zu provozierenden Aussagen. Er hatte es verstanden, nicht nur die Plätze, sondern auch die Kirchen zu füllen, weil er den Hörern nicht nach dem Mund redete, sondern predigte, was auf deren Seelen brannte. Foto: Radio Vatikan

Er besaß den Mut, mit seinen Reden unpopulär zu sein und scheute sich nicht davor, den Sünden seiner Zuhörer einen Namen zu geben, Tabuisierungen zu durchbrechen und zu geißeln. 

Wer soll es denn sonst tun, wenn es die Prediger nicht machen? Es wäre unsinnig, Pfarrern mangelndes Rednertalent zu unterstellen. Es geht nicht um die brillanteste Rhetorik, sondern um den Bezug zu den Sorgen, Nöten und Zweifeln der Katholiken, die wie die Kirche selbst in einer Welt leben, die sich derzeit dramatisch verändert.

Wir brauchen tapfere und mutige Pfarrer, die endlich gegen die Liberalisierung der Tötung ungeborener Kinder und die daraus resultierende demografische Katastrophe, gegen den linken und menschenverachtenden Mainstream, gegen „Ehe für alle“, gegen eine verlogene und verfehlte Europa- und Asylpolitik Stellung beziehen. Wacht endlich auf und redet Tacheles!

Unser Autor Horst Ditz aus Ludwigshafen ist ausgebildeter Chemo- und  Physikotechniker; er war dreißig Jahre lang Ausbilder und Ausbildungsleiter für naturwissenschaftliche Berufe beim Chemie-Unternehmen BASF SE.


Fulda: Erzbischof Johannes Dyba erweckte lebendige Volksfrömmigkeit

Gute Beispiele verderben schlechte Sitten

Als Ausdruck lebendiger Volksfrömmigkeit gab es bei den erfrischenden Predigten Erzbischof Dybas regelmäßig Beifall. Wie sehr er mit seiner ansteckenden Fröhlichkeit auf die Menschen zugegangen ist, wissen wir aus eigener Erfahrung. Unvergessen!

Nach seinen, das Herz berührenden letzten Predigtworten erlebten wir die Frömmigkeit und Dankbarkeit des Kirchenvolks bereits kurz danach bei der Trauerfeier für diesen mutigen und beliebten Gottesmann.

So war es kein Wunder, dass bei seiner Beerdigung auf und um den großen Domplatz in Fulda gefühlt so viel ‚Volksfrömmigkeit’ stand, wie wir es einige Jahre zuvor beim Besuch von Papst Johannes Paul II. an dieser Stelle sehen durften. Ebenso unvergessen!

Quelle und Forsetzung hier: http://www.beiboot-petri.blogspot.de/2015/03/lebendige-volksfrommigkeit-gute.html


Preisgekrönte evangelische Schriftstellerin kritisiert „weichgespülte“ Predigten

Scharfe Kritik an der vorherrschenden Sprache evangelischer Pfarrer hat die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff (Berlin) geübt. Viele wollten es „jedem Recht machen“. Sie predigten „weichgespült“.

Die evangelische Autorin erhielt 2013 den mit 50.000 Euro dotierten, angesehenen Georg-Büchner-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. ???????

Die 59-jährige Schriftstellerin sprach am 25. Februar bei einer Festveranstaltung zum 20-jährigen Bestehen des Liturgiewissenschaftlichen Instituts der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Leipzig.

Lewitscharoff bezeichnete es als „entsetzlich“, dass der Protestantismus sich an moderne Sprechweisen anbiedere. Dies sei „der Tod der Kirche“.

Zwar klinge die Lehre, dass der Mensch ein Sünder ist, zunächst aggressiv, sei aber zutreffend. Nach Lewitscharoffs Ansicht sind viele Pfarrer „glaubensschwach“. Sie müssten rhetorisch überzeugend auftreten, um dies auszugleichen.

Warum die Heilige Schrift so wertvoll ist

Die Schriftstellerin unterstrich ferner die Bedeutung der Bibel. Sie sei ein sehr weises Buch, das zur Zivilisierung des Menschen und zur Abkehr von Menschenopfer und Mord beigetragen habe. Durch sie lerne man, Menschen als Gottes Geschöpfe wahrzunehmen: „Die Geschichten der Bibel sind das Herzblut unserer Gesellschaft, auch wenn dies viele heute nicht mehr wahrhaben wollen.“

Sie äußerte sich ferner zum Unterschied zwischen Literatur und Religion. Die Literatur mache es möglich, in andere Köpfe und Zeitalter einzutauchen. Dadurch werde „das eigene Erdengepäck leichter“ und sei wie eine „kleine Erlösung“. Hingegen umfasse der christliche Glaube die Erlösung des ganzen Menschen und das Leben nach dem Tod. Dies könne die Literatur nicht leisten. 

Quelle: http://www.idea.de / Foto: Evita Gründler


ZDF-Moderator Peter Hahne kritisiert zeitgeistig angepaßte Weihnachtspredigten

Kritik an freudlosen Predigten zur Weihnachtszeit übt der Fernsehmoderator und Bestsellerautor Peter Hahne.

In seiner Kolumne in der Zeitung „Bild am Sonntag“ vom 29. Dezember zitiert er einen Kollegen, der seit Jahren zum ersten Mal wieder am Christfest eine evangelische Kirche besucht hat: „Die Botschaft war nicht froh, sondern das Pädagogen-Gelaber eines Gleichstellungs- und Flüchtlingsbeauftragten.“ 109fab9abe

Dabei laute die Botschaft des Engels in der Heiligen Nacht doch „Siehe, ich verkündige euch große Freude“ und nicht „Ich verkündige euch große Probleme“. Zwar dürfe und müsse die Kirche auch politisch sein, so Hahne. Doch habe Altbundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) recht mit seinem Wunsch: „Eine Predigt ist etwas anderes als die Tagesschau.“

Der evangelische Theologe Hahne  –  er war von 1992 bis 2009 Mitglied des Rates der EKD  –   fragt, warum die Kirchen nicht die einzigen überfüllten Gottesdienste des Jahres zur Werbung für sich selbst und für die „tolle Botschaft von Freude und Hoffnung“ machen.

Stattdessen würden „blutleere Vorträge gehalten, wie sie jeder Krankenkassenfunktionär und jeder Parteipolitiker besser hinbekommt“.

Jedenfalls sei sein Kollege so niedergeschlagen von der „Weltenmoral des Herrn Pfarrers“ gewesen, dass er nie mehr eine Kirche betreten wolle. Hahnes Fazit: „Ich kann das bedauern, verdenken kann ich es ihm nicht.“

Quelle: http://www.idea.de