Ausschreibung: Shimon-Peres-Preis für gelungene deutsch-israelische Projekte

Jahrzehntelang hat der israelische Staatspräsident Shimon Peres sich für die Stärkung der deutsch-israelischen Beziehungen eingesetzt. Im Jahre 2010 betonte er vor dem Deutschen Bundestag die einzigartige Freundschaft zwischen Deutschland und Israel.

Wie von Bundespräsident Steinmeier in seiner Rede in Jerusalem im Mai 2017 angekündigt, wird das deutsche Außenministerium in Kooperation mit der Stiftung Deutsch-Israelisches Zukunftsforum zukünftig einen mit 2 x 10.000 Euro dotierten Preis vergeben.

Diese Auszeichnung im Andenken an Shimon Peres und in Verantwortung für die besondere Freundschaft zwischen unseren Ländern wird jährlich an deutsche und israelische Fach- und Führungskräfte vergeben, die sich um die Ausgestaltung der deutsch-israelischen Beziehungen besonders verdient gemacht haben.

Ausschreibung:
Mit der Vergabe des Shimon-Peres-Preises würdigen das Auswärtige Amt und die Stiftung Deutsch-Israelisches Zukunftsforum Preisträger/innen, die sich mit ihrer Arbeit im deutsch-israelischen Kontext besonders um die Beziehungen zwischen den beiden Ländern verdient gemacht haben. Wir suchen Individuen oder Organisationen, die mit Blick auf die Zukunft an gemeinsamen Herausforderungen gearbeitet und dabei konkrete Ergebnisse erzielt haben. Das können wissenschaftliche Kooperationen ebenso sein wie künstlerische Kollaborationen oder deutsch-israelische Austauschprojekte.

Der Preis ist mit zwei Mal 10.000 Euro dotiert, die an jeweils einen deutschen und einen israelischen Preisträger vergeben werden.

Alle weiteren Infos zur Ausschreibung auf der Seite der Stiftung Deutsch-Israelisches Zukunftsforum [WEITERLESEN]


„Jüdische Rundschau“ verleiht Preis für „ehrlichen Journalismus“ jenseits von PC

Von Dr. David Berger

Im vornehmen Ambiente des Berliner Hotels Adlon verlieh die „Jüdische Rundschau“ gestern Abend einen „Preis für ehrlichen Journalismus“. Die Feier wurde zu einem Plädoyer gegen Gesinnungsjournalismus. pressefotoberger11

Der Herausgeber der Rundschau an die zahlreich anwesenden Journalisten: Ihr gewinnt keine Glaubwürdigkeit zurück, wenn ihr eure Kritiker einfach in die rechte Ecke stellt!

Die „Jüdische Rundschau“hat zum ersten Mal den von ihrem Herausgeber, Dr. Rafael Korenzecher, gestifteten Preis verleihen.Dazu hatte sich der journalistische und publizistische „Adel“ Deutschlands eingefunden. 

Dem sorgfältig geladenen Publikum redete Rafael Korenzecher in seiner Eröffnungsansprache sehr deutlich ins Gewissen. Eigentlich werde mit dem Preis eine Eigenschaft ausgezeichnet, die das wichtigste Merkmal journalistischen Arbeitens sein müsste, die Ehrlichkeit. Aber es leider in der deutschen Medienlandschaft nicht mehr ist. Dort herrsche weithin ein „Gesinnungsjournalismus“.

Die Grenzen zwischen dem Berichten über Fakten und der subjektiven Meinung des Kommentars verschwänden zunehmend, Kritiker an dieser Entwicklung würden vorschnell in die rechte Ecke gestellt.

Eine Entwicklung, die sich in Headlines besonders krass zeige, die den Leser bewusst in die Irre führen. Gerade im Hinblick auf Israel sei dies in Deutschland überdeutlich.

Ob die „Süddeutsche Zeitung“, deren Israelberichterstattung bereits öfter in den Verdacht geriet, antiisraelische bzw. antisemitische Aversionen zu bedienen, einen Vertreter geschickt hatte, weiß ich nicht.

Aber selbst Jan Fleischhauer vom „Spiegel“, der die Laudatio auf den Preisträger, den amerikanisch-jüdischen Bestseller-Autor Tuvia Tenenbom hielt, musste sich angesichts der Rede Korenzechers wie ein gemaßregelter Schuljunge vorkommen.

Sehr früh zu Beginn seiner Laudatio blieb ihm dann auch die unangenehme Aufgabe, über die peinlichen Buchbesprechungen, die der „Spiegel“ zu Tenenbom publiziert hat, Stellung zu nehmen.

Den vollständigen Bericht von Dr. Berger lesen Sie hier:

Jüdische Rundschau: Ein Preis als Kampfansage gegen den „Gesinnungsjournalismus“


27. Internationale Buchmesse vom 8. bis 12. Februar 2014 in Jerusalem

Die 27. Internationale Buchmesse in Jerusalem wird in einigen Tagen eröffnet:

Vom 8. – 12. Februar bringt die Messe hunderte Autoren, Verleger, Buchhändler und Literaturexperten aus aller Welt zusammen. Auch in den kulturellen Einrichtungen der Umgebung werden parallel zur Messe Diskussionen und Lesungen auf Englisch, Französisch, Italienisch, Deutsch und Hebräisch stattfinden, etwa in der Jerusalemer Cinemateque, in Mishkenot Sha`ananim und im The Khan Theater.

BILD: Der albanische Autor Ismail Kadare (Foto: MFA)  

Der Eintritt zur Messe und zu allen angeschlossenen Veranstaltungen ist frei. Zu Ehren des Jubiläums der deutsch-israelischen diplomatischen Beziehungen wird in diesem Jahr eine „Hidden Wall“ aufgebaut. Die zwei Meter hohe Konstruktion setzt sich aus über 5000 Holzblöcken zusammen, auf denen sich Zitate bedeutender deutscher Philosophen, Musiker, Politiker und Akademiker finden.

Die Besucher sind aufgefordert, ihr Lieblingszitat als Memento mit sich zu nehmen. Die Idee für die Hidden Wall stammt von dem deutschen Architekten Professor Werner Sobek, der damit einen interkulturellen Dialog zwischen Israel und Deutschland schaffen will.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1963 wurden auf der alle zwei Jahre stattfindenden Jerusalemer Buchmesse schon Verleger aus über 20 Ländern weltweit begrüßt, und wurden zehntausende Bücher in dutzenden Sprachen vorgestellt. Die Messe ist gleichermaßen Handelsplatz und Geschäftsforum, wie auch ein Fest der Literatur, das die internationale Literaturwelt mit der literarischen Szene Israels verbindet.

Den mit 10.000 Dollar dotierten Buchpreis der Messe erhält in diesem Jahr der albanische Autor und Menschenrechtler Ismail Kadare. Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat wird den Preis in einer festlichen Eröffnungszeremonie im YMCA-Gebäude überreichen.

Auf der bilateralen Webseite finden Sie aus Anlass der Buchmesse ein Interview mit Tobias Voss, dem Leiter für Internationale Märkte der Frankfurter Buchmesse.

Am Rahmenprogramm zum Thema der deutsch-israelischen Beziehungen sind die deutsche Botschaft in Israel, die S. Fischer-Stiftung und das Goethe-Institut Israel beteiligt.

Quelle: israelische Botschaft in Berlin