Recklinghausen: Feierliche Primizmesse mit dem Neupriester Janosch Donner FSSP

Von Felizitas Küble

Am Sonntag, dem 14. Juli 2019, gab es in der Michaels-Kirche von Recklinghausen eine Primizmesse mit Pater Janosch Donner, der vor gut zwei Wochen – am 29. Juni –  in Heimenkirch zum Priester geweiht wurde. 

In der Ruhrgebiets-Stadt Recklinghausen existiert seit Jahrzehnten eine altrituelle Gemeinde der traditionsorientierten Priesterbruderschaft St. Petrus. Auch die Primizmesse wurde in der überlieferten Liturgie als levitiertes Hochamt gefeiert.

Hauptzelebrant war der Neupriester Janosch Donner, als Leviten (geistliche Altardiener) wirkten Pater Roland Weiß und ein Seminarist der Petrusbruderschaft.

Es gab viele große und kleine Meßdiener und vor allem rund zweihundert Meßbesucher, welche das Gotteshaus füllten. Auch Pater Janosch diente einst als Ministrant in dieser altrituellen Gemeinde in Recklinghausen.

Unter einer Primiz versteht man die erste oder eine der ersten heiligen Messen eines Geistlichen nach seiner Priesterweihe. Damit verbunden ist meist auch der Primiz-Segen nach der Messe. Dabei kommen die Gläubigen nach vorne zur Kniebank oder an die Stufen des Altares, wobei ihnen der Neupriester die Hände auflegt und ein feierliches Segensgebet spricht.

BILD: Der Neupriester spendet den Primizsegen – unsere MITarbeiterin Cordula Mohr hat ihn soeben erhalten und liest den Gebetszettel dazu

Abschließend schlägt der Gläubige über sich ein Kreuzzeichen, im alten Ritus küßt er dem Primizianten die geöffneten Hände als symbolischer Ausdruck der Verehrung und Würdigung der Priesterweihe, wobei auch die Salbung ihrer Hände zum Weihe-Ritus gehört.

Die hl. Messe war musikalisch vom gregorianischen Choral und schönen deutschen Kirchenliedern geprägt. Am Schluß sang das Kirchenvolk das bewegende Lied der Dichterin und Konvertitin Cordula Wöhler: „Segne Du, Maria“. 

Während dieses beliebte Lied im alten „Gotteslob“ fehlte, ist es nun im neuen Gesangbuch enthalten, nachdem die Begeisterung der Gläubigen für dieses ergreifende Marienlied jahrzehntelang anhielt und sogar anwuchs.

BILD: Pater Gerstle bei der Verlesung des Evangeliums

In seiner Predigt erklärte Pater Bernhard Gerstle den religiösen Werdegang von Pater Janosch, wobei besonders die Großeltern eine große und positive Rolle spielten. Der Geistliche rief die „Omas und Opas“ unter den Meßbesuchern dazu auf, ihre apostolatische Aufgabe zu erkennen, wenn es um die Hinführung ihrer Enkel und vielleicht auch Urenkel zum christlichen Glauben geht.

Der deutsche Distriktsobere der Petrusbruderschaft betonte sodann, daß wir im Priester nicht den schwachen Menschen ehren, sondern seine ihm von Christus geschenkte Vollmacht zur Verkündigung und Sakramentenspendung. „Was an Christus sichtbar war, ist übergegangen in die Sakramente“, erklärt ein alter katholischer Spruch.

Der Priester repräsentiert Christus, er handelt „in persona Christi“, vor allem bei der heiligen Wandlung und der Absolution (Lossprechung, Beichte, Bußsakrament). Alle Sakramente dienen dazu, unsere Freundschaft mit Christus zu stärken und uns so das ewige Heil zu ermöglichen.

Der Zölibat (Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen)  sei kein Verzicht um des Verzichts willen, sondern solle den Priester innerlich und äußerlich freimachen und ermutigen zu einer besonderen Hingabe an Christus und einer eifrigen Einsatzfreude für die Seelsorge, erläuterte der Prediger.

Dabei sollten keine zweitrangigen Zwecke vom Umweltschutz bis zu sozialen Fragen im Mittelpunkt seines Wirkens stehen, sondern der „Mut zum Evangelium“, denn der Priester sei ein „Mann Gottes“, kein Diener der Welt. Zugleich sei der Priester, so Pater Gerstle, als Mensch ein fehlerhaftes Wesen, das sich selber immer wieder neu an Christus ausrichten müsse

BILD: Pater Donner beim stillen Lesen des „Schlußevangeliums“ (Johannesprolog)

Er erinnerte beispielhaft an ein Gemälde des seligen Kardinal John Henry Newmann (dessen Heiligsprechung bald bevorsteht), dem ein Knopf im Gewande fehlt. Der hohe Kirchenmann ließ sich dennoch bewußt derart „fehlerhaft“ abbilden, um damit sinnbildlich auf seine Unvollkommenheit hinzuweisen.

Nach der Primizmesse erteilte Pater Janosch an der Kommunionbank den Gläubigen seinen Primizsegen. Danach gab es ein gemütliches Beisammensein im Pfarrheim mit guter Beköstigung sowie ernsten und lustigen Gedichten, musikalischen Einlagen und einem Frage-Antwort-Quiz über kirchliche Themen mit den Patres und den Gästen, das großen Anklang fand.

BILD: Der junge Pater Donner beim fröhlichen Fest im Pfarrheim – hinter ihm Pater Weiß

Zu den poetischen Beiträgen gehörte die Ballade von Friedrich Schiller „Der Graf von Habsburg“. Obwohl Schiller evangelisch war, beinhaltet dieses Gedicht eine großartige, tiefsinnige und  (be)rührende Würdigung des katholischen Priestertums.

Dazu paßt der biblische Primizspruch von Pater Janosch aus dem Psalm 116: „Dankend will ich den Kelch des Heiles erheben und anrufen den Namen des HERRN.“


Papstwahl: Warum fehlt Raymond Leo Burke in den medienüblichen „Kandidaten-Listen“?

Ein amerikanischer Kardinal mit glaubensstarker Haltung

Der amerikanische Kurien-Kardinal Raymond L. Burke wurde im nördlichen US-Bundesstaat Wisconsin in eine kinderreiche katholische Familie hineingeboren; er studierte erst in Washington, danach in Rom (Gregoriana). Im Jahre 2003 wurde er zum Erzbischof von St. Louis ernannt. Seit 2008 ist er Präfekt der Apostolischen Signatur, also Chef des höchsten vatikanischen Kirchengerichts.   amigos1 - Kopie

Trotz seiner hohen Stellung wird er in den vielfach verbreiteten Papabile-Listen der Zeitungen nicht erwähnt (wir haben bislang jedenfalls kein  Beispiel entdeckt).

Warum fehlt der hochintelligente und zudem kurienerfahrene Kirchenrechtler im „Kandidatenkarussell“?  – Woran das wohl liegen  mag?

Vielleicht daran, daß der US-Kardinal vielen Zeitgeistsurfern als zu „konservativ“ erscheint? –  Liegt es an seiner klar-katholischen Haltung in sittlichen Fragen von Abtreibung über Homosexualität bis Zölibat?

Oder an seiner gediegenen liturgischen „Benedikt-Linie“   –  einschließlich seiner offenen Sympathie für die überlieferte Liturgie („alte“ Messe), die er auch selber oftmals feiert?

Wie dem auch sei, das Alter (64 Jahre) des dynamischen Kirchenmannes kann jedenfalls kein Hindernisgrund für eine mögliche Papstwahl sein.

Dieses FOTO mag auf den ersten Blick überraschen:

Warum kniet der Kardinal vor einem einfachen Geistlichen?  – Sicher empfängt er doch nicht etwa auf öffentlichem Gelände nach einer Beichte die Absolution?

Foto von Dr. Edith Breburda

Foto von Dr. Edith Breburda

Des Rätsels Lösung: Kardinal Burke erhält den „Primizsegen“ eines jungen Priesters. So bezeichnet man in der katholischen Kirche den feierlich gespendeten Segen eines neugeweihten Geistlichen.

Es geht also um die Ehrfurcht vor dem Segen Gottes selbst, wobei der Primizsegen wegen der damit verbundenen Wertschätzung der Priesterweihe im gläubigen katholischen Volk nach wie vor sehr wertgeschätzt wird.

Bei diesem Foto gilt die altbekannte Redensart:  Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte!

Dieses eindrucksvolle Foto erhielten wir von unserer  –  aus Gießen (Hessen) stammenden  –  katholischen Autorin Dr. Edith Breburda; die junge Medizinerin lebt und arbeitet im US-Bundesstaat Wisconsin, in dem einst Kardinal Burkes Wiege stand. 

Diesen Primizsegen hat Frau Dr. Breburda am 9. August 2011 in La Crosse fotografiert  –  also jenem Wallfahrtsort, den der Kardinal selber aufgebaut hat.  Im Sommer gibt er dort stets zweiwöchige Seminare für Kirchenrechtler, jener theologischen Disziplin, in welcher dieser hochgebildete Kirchenmann besonders kompetent ist.

Kardinal Burke schrieb unserer Autorin zu ihrem englischen Buch „Promises of New Biotechnologies“ in einem Brief  u.a.: „Diese ethische Prüfung der Biotechnologie ist aktuell und wichtig.“  –  Das fundierte Sachbuch ist auch in deutsch unter dem Titel „Verheißungen der neuesten Biotechnologien“ erschienen  –  siehe dazu eine fachkundige Rezension der überkonfessionellen „Ärzte für das Leben“.   Auch Papst Benedikt kennt das Buch dieser engagierten christlichen Ärztin und Bioethik-Expertin.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Hierzu ergänzend unser Pro-BURKE-Artikel vom 4. März 2013:  https://charismatismus.wordpress.com/2013/03/04/kardinal-raymund-leo-burke-aus-den-usa-glaubensstark-gebildet-konsequent-und-couragiert/

Unser Artikel und sonstige Papst-Infos auf der Webseite von Dr. Breburda:  http://scivias-publisher.blogspot.com/2013/03/our-next-pope.html

Quelle des 1. Burke-Fotos: Bistums-HP (St.Louis-Review)


Das sollte es in jeder Pfarrgemeinde geben: einen Segenssonntag!

Bericht vom Segenssonntag in Langenstraße 2012

Am Sonntag, den 30. September 2012, wurde in der Pfarrgemeinde Langenstraße (Bistum Paderborn) wieder der sog. Segenssonntag gefeiert  – immerhin kann diese bewährte Tradition schon auf 26 Jahre zurückblicken.

Der Segenssonntag findet stets Ende September statt, wobei es dabei auch um die Erinnerung an den segensreich wirkenden Vikar Theodor Göbels geht, der in dieser Pfarrgemeinde tätig war und große Verehrung unter den Gläubigen fand, die auch lange nach seinem Tod 1936 ungebrochen ist. Der Geistliche fand auf dem Friedhof in Langenstraße seine letzte Ruhestätte.

Unser Christoferuswerk  (das dieses Webmagazin betreibt) wurde gebeten, den Büchertisch im Vorraum der Kirche zu betreuen, was wir gern getan haben.

Unsere Aufkleber und Schriften, aber auch unsere Unterschriften-Sammlung für eine Seligsprechung von Erzbischof Johannes Dyba fanden großen Anklang. Viele Gläubige erzählten begeistert von seiner Glaubensstärke und seiner eindrucksvollen Tapferkeit, gegen den Strom zu schwimmen und an den Geboten Gottes unbeirrbar festzuhalten.

Obwohl Langenstraße eine kleinere Pfarrei mit nur etlichen hundert Einwohnern ist, hat sie ein erstaunlich großes und schönes, barockisiertes Gotteshaus mit wunderbaren Statuen, Altären und Kirchenfenstern.

Typisch für diese ländliche Gegend ist das Glasfenster mit dem heiligen Isidor: er trägt eine Schaufel in der Hand und ist Patron der Bauern (siehe Foto).

Auch der hl. Josef darf nicht fehlen: das Josefsfest wurde auf dem Land immer schon hoch in Ehren gehalten  –  und man sieht in vielen Pfarrkirchen Statuen oder Bilder des Pflegevaters Christi  – und in Langenstraße ein buntes Glasfenster zu seinen Ehren, wobei er den Christusknaben an seiner Hand hält.

Entsprechend bodenständig ist auch der Ablauf des Segens-Sonntags  – von charismatischer Schwärmerei oder irgendwelchen oberfrommen Verstiegenheiten keine Spur: alles wirkt sehr gediegen, handfest  – und doch glaubensfroh und festlich.

Auch die Gottesmutter wird in Langenstraße sehr verehrt  –  siehe hier das ikonenartige Bildnis der allerseligsten Jungfrau mit dem auf ihrem Arm thronenden Christuskind –  es handelt sich hier um das bekannte Motiv von der „Immerwährenden Hilfe“.

Zum Segenssonntag kommen jung und alt, gesunde und behinderte Menschen – manchmal sieht man Rollstuhlfahrer oder Gläubige, die am Stock gehen.  Auch sie wollen gerne mitfeiern und nach der hl. Messe den persönlichen Einzel-Segen eines Priesters erhalten. Die Kirchgänger kommen von nah und fern – und aus einem Umkreis von ca 200 km angereist.

Der Segenssonntag beginnt recht früh um 9 Uhr mit dem Rosenkranz und der Beichtgelegenheit, wobei meist mehrere Pfarrer oder Kapläne für das Bußsakrament zur Verfügung stehen  – sei es im Beichtstuhl oder in einer kleinen Kapelle.

Um 10,30 Uhr geht es „amtlich“ los, denn nun beginnt die Festmesse, meistens mit mehreren Priestern.

Im Vorjahr kam Weihbischof Matthias König aus Paderborn, der mit den versammelten Priester ein Hochamt zelebrierte. Die Eucharistiefeier wird von einem gemischten Chor und Orgelspiel musikalisch umrahmt.

Die Predigt war auch in diesem Jahr sehr gehaltvoll und kräftig  –  und auch eindeutig, denn es ging um den Einfluß des Widersachers in der Welt und im Leben der Menschen. Der Priester betonte, daß beständiges Gebet und Wachsamkeit nötig sind, um dem Satan und seinen Tricks und Verführungen zu widerstehen.

Nach der Festmesse können die Gläubigen nach vorne an die Altarstufen treten und dort stehen oder knien. Danach wird jeder Einzelne von einem der Priester  unter Handauflegung und einem feierlichen Segensspruch aus dem  kirchlichen Benediktionale mit dem hl. Kreuzzeichen gesegnet.

Zuvor fragt der Geistliche die Gläubigen  nach ihrem Vornamen („Wie heißt Du?“), danach folgt der Segen, wobei dann jeweils auch um die Fürsprache des betreffenden Namenspatrons gebetet wird (daher die Frage nach dem Namen).

Die Meßbesucher können wahlweise an die Stufen des Hauptaltars vortreten oder an einen der beiden Nebenaltäre. Manche lassen sich auch von verschiedenen Priestern segnen, was kein Problem ist.

Die Geistlichen segnen mit einer freundlichen Engelsgeduld, selbst wenn sich wegen der zahlreichen Gläubigen alles recht lange hinzieht.

Der ganze Vorgang hat etwas Rührendes, Glaubensfrohes, Andächtiges  und Bewegendes an sich  – und verläuft wie gesagt ohne jeden Gefühlsüberschwang, geschweige kommt es zu schwarmgeistigen Phänomenen wie etwa bei „charismatischen“ Segensseminaren usw.  An Vorgänge wie das sog. „Ruhen im Geist“ (Rückwärtsfallen in Trance) oder lallende „Zungengebete“ ist in diesem bodenständigen und nüchternen Umfeld überhaupt nicht zu denken.

Nach der Segensfeier folgt das Angelus-Gebet (der „Engel des Herrn“); außerdem die Gelegenheit zur Anbetung des allerheiligsten Altarsakramentes.

Die Gläubige können wahlweise eucharistische Anbetung halten und sich am Rosenkranzgebet beteiligen – oder ins Pfarrheim gehen und sich dort mit Suppe und Kuchen stärken. Es gibt dort immer viele nette Tischgespräche, zumal sich etliche Wallfahrer seit vielen Jahren kennen und am „Segenssonntag“ wieder treffen. Auch von den Priestern sieht man etliche im Pfarrheim und kann mit ihnen sprechen.

Ab 13 Uhr gibt es erneut die Gelegenheit zu einer persönlichen Beichte bei einem der Priester.

Um 14,30 Uhr folgt eine  Festandacht mit Predigt, Marienliedern, Chorgesang und Litaneien.

Dabei werden Fürbitten vorgelesen, die von den interessierten Gläubigen in den freien Stunden zuvor auf vorbereiteten Formularen ausgefüllt und in ein Körbchen gelegt wurden.

Oft wird für kranke Angehörige oder um die Bekehrung von Familienmitgliedern gebetet, manchmal gibt es auch Fürbitten für den Frieden in der Welt, für Gerechtigkeit und wachsenden Glauben.

Diesmal war z.B. eine Fürbitte für schwangere Mütter dabei, damit sie JA zu ihrem Kind sagen  –  und für die Bischöfe um mehr Glaubensstärke, damit sie sich von jeder Menschenfurcht befreien, aber der Gottesfurcht dienen.

Nach der Festandacht wird sogar ein Primizsegen erteilt, also der Segen eines neugeweihten Priesters, der besonders feierlich ist und in katholischen Gegenden nach wie vor sehr geschätzt wird.

In der Mittagszeit sieht man immer wieder stille Beter an den Nebenaltären, die ihre Anliegen zum Himmel richten oder  einfach zur inneren Sammlung gelangen möchten.

Langer Rede kurzer Sinn: Dieser Segenssonntag ist in Gestaltung und Ablauf eine ausgezeichnete Idee, die sich in unseren Pfarreien herumsprechen sollte, denn es gibt ein wachsendes Bedürfnis der Menschen nach dem Segen von oben, zumal die Zeiten nicht einfacher werden.

Ein solcher Segenssonntag sollte überall eingeführt werden, mindestens einmal im Jahr, möglichst aber vierteljährlich.  Dieses schöne Brauchtum, diese gediegene Tradition stärkt den Glauben, schenkt Segen und festigt zugleich die Gemeinschaft der Gläubigen untereinander. 

Zudem genügt es nicht, wenn wir uns  –  mit Recht  –  nur kritisch zu charismatischen Phänomen äußern und vor schwarmgeistigen Entgleisungen warnen, die seit Jahrzehnten leider immer stärker zunehmen.

Wir wollen diese Herausforderung auch von der positiven Seite her angehen und angesichts der verständlichen Sehnsucht vieler Menschen nach dem persönlichen Segen etwas Echtes, Klargeistiges, etwas bodenständig Katholisches präsentieren.

So dürfen sich die Gläubigen an den unverfälschten Quellen des Heils erfreuen,  sie können die kirchlichen Sakramente und Sakramentalien stärker erfahren  –  wobei zugleich die Gefahr geringer wird, daß sie sich in den Sumpfblüten der Schwärmerei verirren.

Die wirkliche „Heilung“ und „Befreiung“ (zwei Zauberworte der charismatischen Bewegung) kommt vom Heil in Christus, das uns geschenkt wird durch die Heilsmittel der Kirche, vor allem durch die heiligen Sakramente, aber bis zu einem gewissen Grad auch durch die  –  leider oft vernachlässigten  –  Sakramentalien, wozu die  Segenshandlungen der Priester gehören.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster