Jüngste Medjugorje-Botschaft: Opferseelen retten sich selbst und die Welt?

Von Felizitas Küble

Seit sage und schreibe 36 Jahren erscheint angeblich die himmlische Madonna regelmäßig einer Schar von Seher/innen in Medjugorje, einer katholischen Pfarrei in Bosnien-Herzegowina (siehe Foto). 

Obgleich jene Privatoffenbarungen kirchlich nicht anerkannt und vom zuständigen Bischof sogar entschieden abgelehnt werden, sind bereits Millionen Gläubige, Abergläubige und Neugierige aus aller Welt an diesen Pilgerort gefahren, dessen Phänomene kein Ende nehmen wollen. 

Nun wurde die heutige „Privatbotschaft“ Mariens vom 2. Mai 2017 veröffentlicht, die von der Visionärin Mirjana Dragicevic-Soldo bekanntgegeben wurde: http://89583.eu1.cleverreach.com//m/6811161/596291-6c2efe9256a92e68539331d744d5323b

Darin heißt es (Linien zur Hervorhebung von uns):

„Liebe Kinder! Ich rufe euch auf, zu beten, nicht zu ersuchen, sondern Opfer darzubringen – euch selbst zu opfern… Ich bitte meinen Sohn für euch, für euren Glauben, der zunehmend in euren Herzen kleiner wird…Meine Kinder, ihr müsst besser sein. Nur diejenigen, die rein, demütig und mit Liebe erfüllt sind, erhalten die Welt – sie retten sich selbst und die Welt. Meine Kinder, mein Sohn ist das Herz der Welt.“

Dazu ist aus katholischer Sicht Folgendes anzumerken:

  1. Der Glaube der „Seherkinder“ (die natürlich alle längst erwachsen sind) wird also  – der „Madonna“ zufolge  –  immer kleiner. Aha – und das nach 36 Erscheinungsjahren? Wozu dann der ganze fromme Zirkus, wenn sich der Glaube der „Botschaftsempfänger“ trotzdem nicht verstärkt, sondern sogar verringert?!
  2. Daß jene Menschen, die „rein, demütig und mit Liebe erfüllt“ sind, die Welt „erhalten“ – und zugleich „sich selbst und die Welt retten“ –  das ist nicht nur blühender Unsinn, sondern läuft auf eine gefährliche Selbsterlösungslehre hinaus  – wobei diese tugendsamen Leute sogleich die ganze Welt „retten“. Wozu es dann noch der Erlösung durch Christus bedarf, steht in den Sternen.
  3. Christus ist keineswegs das „Herz“ der Welt (was immer dies auch heißen mag), vielmehr ist Satan der Fürst dieser Welt – und Christus ist gekommen, um der verlorenen Menschheit das Tor des Himmels zu öffnen. Er ist also der ERLÖSER der Welt. Wer an IHN glaubt und IHM nachfolgt, wird gerettet, denn in IHM allein ist das Heil.
  4. Es ist richtig, daß alle Christgläubigen dem höchsten Gott z.B. das „Opfer des Lobes“ darbringen sollen, zudem sonstige Verzichtleistungen für Gott und andere Menschen, Selbstüberwindungen, gute Werke  – all dies gehört zum glaubwürdigen Christsein dazu. Wenn sich dieser Aufruf, „Opfer zu bringen“, aber in einen problematischen Kontext (Zusammenhang) befindet, nämlich daß man sich durch derartige Opfer und Tugenden selbst „retten“ könne (ja: gar die ganze Welt), dann handelt es sich offensichtlich um eine Irreführung, die unter dem täuschenden Mantel frommer Worte einhergeht…

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Medjugorje: „Maria“ wünscht Gebete, die ihr Herz mit Rosenduft erfüllen…

Von  Felizitas Küble

Die Visionärin Mirjana Dragicevic-Soldo gehört zur Seher(innen)schar von Medjugorje, einem kirchlich nicht anerkannten Erscheinungsort in Bosnien-Herzegowina. Dort soll es seit über 35 Jahren „Offenbarungen“ der Gottesmutter geben, teilweise sogar täglich.  media-372515-2

Die erwähnte Mirjana erhält stets an jedem 2. Tag des Monats eine Marienvision, die als „Privatbotschaft“ bezeichnet wird, weil sie sich vor allem an die Seherin und die Anwesenden richtet, wobei die Worte der „Madonna“ gleichwohl veröffentlicht werden. 

In der jüngsten Botschaft vom 2. Januar 2017 heißt es beispielsweise:

„Liebe Kinder! Mein Sohn war die Quelle der Liebe und des Lichts als Er auf der Erde zu dem Volk aller Völker sprach. Ihr müsst klein sein. Ihr müsst euch kleiner machen als die anderen, euch mit Hilfe des Glaubens mit Seiner Liebe erfüllen. Kein einziger Mensch auf der Erde kann ohne Glauben wunderbare Erfahrungen erleben.

Meine Kinder, verschwendet keine Zeit, Fragen zu stellen, auf die ihr nie eine Antwort bekommt. Am Ende eures irdischen Weges wird der himmlische Vater sie euch geben.

Euch, meine Apostel, ersuche ich um eure Rosen des Gebetes, die Werke der Liebe sein sollen. Das sind für mein mütterliches Herz die liebsten Gebete.

Daher, meine Apostel, liebt einander immer und über allem liebt meinen Sohn. Dies ist der einzige Weg zum Heil, zum ewigen Leben. Das ist mein allerliebstes Gebet, das mein Herz mit dem schönsten Rosenduft erfüllt.“

(Vollständiger Text hier: http://89583.eu1.cleverreach.com//m/6721092/596291-6c2efe9256a92e68539331d744d5323b)

Typisch für Medjugorje ist die ständige Gefühlsduselei und das Reden von „wunderbaren Erfahrungen“, die nur durch den Glauben möglich seien. Nirgendwo können wir in der Heiligen Schrift lesen, daß dergleichen das Fundament und Ziel unseres Glauben ist. Es geht um die Gottes- und Nächstenliebe, die Nachfolge Christi und den Glaubensgehorsam gegenüber Gott und seinen Geboten. „Wunderbare Erfahrungen“ sind eine schöne Sache  –  und gleichzeitig Nebensache.

Einerseits fällt also der emotionale Ton auf, andererseits auch eine gewisse Schnoddrigkeit („verschwendet keine Zeit, Fragen zu stellen…“), wenn es darum geht, den Glauben auch von der christlichen Vernunft her zu beleuchten. Dies ist offenbar nicht erwünscht.

Die in Medjugorje übliche Schmalspur-Theologie (nach der Devise: je dummer, desto frommer) wird dann gekrönt mit solchen Weisheiten wie dem „allerliebsten“ Gebet, das der Madonna Herz mit dem „schönsten Rosenduft erfüllt“.

Soviel Kitsch kann nie vom Himmel stammen!


Mirjanas Botschaft: Sind die Seher von Medjugorje „Träger der Wahrheit“?

Von Felizitas Küble

Die jüngste sog. „Privatbotschaft“ von Medjugorje, die am 2. September 2015 an die Seherin Mirjana Dragicevic-Soldo erging, enthält eine Reihe seltsamer theologischer Aussagen  – nebst dem nichtssagenden Wortschwall, den man in dieser (kirchlich nicht anerkannten) Pilgerstätte seit Jahrzehnten gewohnt ist. 3341030867_659e6e056e

Wir dokumentieren die auf einer Medjugorje-Seite HIER veröffentlichte „Botschaft“ im vollen Wortlaut:

„Liebe Kinder! Meine lieben Apostel der Liebe, meine Träger der Wahrheit, wieder rufe ich euch und versammle euch um mich, damit ihr mir helft, all meinen Kindern helft, die durstig sind nach Liebe und Wahrheit – dürstend nach meinem Sohn.

Ich bin die Gnade vom himmlischen Vater gesandt, euch zu helfen, das Wort meines Sohnes zu leben. Liebt einander! Ich habe euer irdisches Leben gelebt. Ich weiß, es ist nicht immer leicht, aber, wenn ihr einander liebt, werdet ihr mit dem Herzen beten, werdet ihr geistige Höhen erreichen und euch wird sich der Weg in den Himmel öffnen. Dort warte ich auf euch, eure Mutter, denn ich bin da.

Seid meinem Sohn treu und lehrt andere die Treue. Ich bin mit euch, ich werde euch helfen. Ich werde euch den Glauben lehren, damit ihr ihn den anderen richtig zu vermitteln wisst. Ich werde euch die Wahrheit lehren, damit ihr unterscheiden könnt. Ich werde euch die Liebe lehren, damit ihr erkennt, was wahre Liebe ist. Meine Kinder, mein Sohn wird es tun, Er wird durch eure Worte und eure Taten sprechen. Ich danke euch.“ image001

Hierzu stellen wir folgende Einwände und Fragen:

  1. Die Seher, welche die Erscheinung „um sich versammelt“, sind keineswegs „Träger der Wahrheit“, denn nur EINER kann von sich sagen: „Ich bin der Weg, die WAHRHEIT und das Leben“.  – In einem weiteren Sinne ist zweifellos auch die Kirche Träger der Wahrheit, weil sie von Christus beauftragt wurde, die Offenbarung Gottes zu verkünden. Ein solches „Amt“ haben aber die Visionäre von Medjugorje nicht inne!
  2. Schlicht unsinnig ist die Äußerung der „Gospa“ (wie die Madonna in jener Region genannt wird), die „lieben Kinder“ (Seherschar) mögen u.a. auch ihr helfen – weil sie „durstig“ nach Wahrheit und Liebe ist?     –  Selbst dann, wenn sich dieser Nachsatz allein auf die „lieben Kinder“ bezieht (was sprachlich unklar erscheint), bleibt immer noch die Frage, in welcher Weise denn die Visonäre der himmlischen Maria „helfen“ sollen.
  3. Die selige Jungfrau ist zwar „von Gottes Gnaden“, genauer gesagt durch Gottes Huld voll der Gnaden, aber sie ist keineswegs an sich „die Gnade“, weil die Quelle der Gnade allein der dreieinige Gott selber ist.
  4. „Ich werde euch den Glauben lehren“, so heißt es in dieser Botschaft nach über 34 Jahren Erscheinungen – was hat die „Gospa“ denn bislang getan? –  Wozu gibt sie sich ein tägliches (!) Stelldichein zu Medjugorje, wenn sie jetzt  ankündigt, der Seherschar künftig den Glauben zu lehren? – Zudem ist hierfür keine Sonderbotschafterin erforderlich; vielmehr existiert zum Zwecke der Glaubensunterweisung seit zweitausend Jahren die katholische Kirche mit ihren Geistlichen.
  5. Sodann ist die Aussage wohl nicht frei von Anmaßung, wonach Christus selbst durch die Worte und Taten der Sehergruppe „sprechen“ werde. Auch hierfür fehlt den Visionären der himmlische Auftrag, weil dieser bereits an die Kirche und ihre geweihten Diener verliehen worden ist, die bei der Sakramentenspendung „in persona Christi“ sprechen und handeln.

 


Causa Medjugorje: Die jüngste „Himmelsbotschaft“ an die Seherin Mirjana

„Verschwendet keine Zeit, indem ihr zuviel nachdenkt“

In der katholischen Pfarrei Medjugorje in Bosnien-Herzegowina soll  – einer Schar von männlichen und weiblichen Sehern zufolge  –  bereits seit dem 24. Juni 1981 die Gottesmutter als „Königin des Friedens“ erscheinen – und dies bei einigen der Visionäre sogar täglich. 884bb991a79922716df25fc4342f10d8_XL

Die zuständigen Oberhirten des Bistums Mostar (erst Bischof Zanic, danach sein Amtsnachfolger Bischof Peric) lehnen die  „Offenbarungen“ des Himmels bzw. die mittlerweile über 40.000 Erscheinungen strikt ab.

Zu den Sehern, denen angeblich „Botschaften“ der Madonna anvertraut werden, gehört auch die Familienmutter Mirjana Dragicevic-Soldo; sie soll zehn Geheimnisse von ihr erhalten haben.

Jeweils am zweiten Tag eines Monats erlebt sie  – eigenen Angaben zufolge – eine Erscheinung der „Gospa“, wie die selige Jungfrau Maria in jener Gegend bisweilen genannt wird. Diese sog. „Privatbotschaft“ wird per Medjugorje-Newsletter verbreitet.

Wir dokumentieren hier die jüngsten Aussagen der „Gospa“ vom 2. August 2015 im vollständigen Wortlaut (das Hervorheben einiger Äußerungen durch Linien erfolgt durch uns):

 „Liebe Kinder! Ich, als Mutter, die ihre Kinder liebt, sehe, wie schwer die Zeit ist, die ihr lebt. Ich sehe euer Leid, aber ihr sollt wissen, dass ihr nicht allein seid. Mein Sohn ist mit euch. Er ist überall. Er ist unsichtbar, aber ihr könnt Ihn sehen, wenn ihr Ihn lebt. DSC06228

Er ist das Licht, das eure Seele erleuchtet und den Frieden gibt. Er ist die Kirche, die ihr lieben sollt und für die ihr immer beten und kämpfen sollt – aber nicht nur mit Worten, sondern mit Werken der Liebe. Meine Kinder, wirkt, damit alle meinen Sohn erkennen, wirkt, damit Er geliebt werden kann, denn die Wahrheit ist in meinem Sohn, geboren von Gott – dem Sohn Gottes.

Verschwendet keine Zeit, indem ihr zu viel nachdenkt; ihr werdet euch von der Wahrheit entfernen.

Nehmt mit einfachem Herzen Sein Wort an und lebt es. Wenn ihr Sein Wort lebt, werdet ihr beten. Wenn ihr Sein Wort lebt, werdet ihr mit barmherziger Liebe lieben, ihr werdet einander lieben. Je mehr ihr liebt, je weiter werdet ihr vom Tod entfernt sein. Für diejenigen, die das Wort meines Sohnes leben werden und die lieben, wird der Tod Leben sein. Ich danke euch. Betet, dass Ihr meinen Sohn in euren Hirten sehen könnt. Betet, dass ihr Ihn in ihnen umarmen könnt.“

Hierzu einige Hinweise:

1.Es heißt in der Botschaft: „Er (Jesus) ist die Kirche.“  –  Christus ist das Haupt der Kirche, die Gläubigen sind die Glieder dieses geheimnisvollen Leibes; in Wort und Sakrament wirkt der Erlöser auch nach seiner Himmelfahrt weiter in der Welt für das Heil der Menschen. mtcarmelpic1

2. Die Aussage, Christus sei „geboren von Gott“ ist zumindest mißverständlich, wenn nicht sogar irreführend. Christus selber ist ja GOTT, die zweite Person der göttlichen Dreieinigkeit. Es muß also richtig heißen: Christus ist „geboren vom Vater“, wie es auch das CREDO (Glaubensbekenntnis) lehrt: „Aus dem Vater geboren vor aller Zeit…“  

3. Was soll die Warnung vor „zu viel Nachdenken„, weil dies angeblich „Zeitverschwendung“ sei, verbunden mit der Mahnung, sich sonst von der „Wahrheit“ zu entfernen?  –  Soll hier womöglich einem kritischen Nachdenken hinsichtlich der Echtheit jener Erscheinungen vorgebeugt werden?

4. Sodann wird zum Gebet für die „Hirten“ aufgerufen, auf daß man in ihnen Christus „umarmen“ könnte. Auf der einen Seite verweigern alle Medjugorje-„Seher“ seit Jahrzehnten den kirchlichen Gehorsam, indem sie die ablehnenden Stellungnahmen ihrer zuständigen Oberhirten (erst Bischof Zanic, danach Bischof Peric) ignorieren bzw. links liegenlassen.  – Auf der anderen Seite werden „Umarmungs“-Aufforderungen zum Besten gegeben. Soll damit vielleicht der dauerhafte Ungehorsam verschleiert werden?

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Jugendverlag und das gemeinnützige Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt. 

 

 


Zwischen Unsinn und Banalitäten: Neueste „Botschaft“ von Mirjana aus Medjugorje

Von Felizitas Küble

Zur Seherschar der kirchlich nicht anerkannten Erscheinungsstätte Medjugorje gehört auch Mirjana Dragicevic-Soldo, die stets am 2. Tag jedes Monats eine sog. „Privatbotschaft der Muttergottes“ erhält, die vom Medjugorje-Zentrum per Newsletter verbreitet wird.

Die jüngste „Offenbarung“ vom 2. Dezember dieses Jahres lautet wie folgt: mtcarmelpic1

„Liebe Kinder! Merkt es euch, denn ich sage euch: die Liebe wird siegen. Ich weiß, dass viele von euch die Hoffnung verlieren, weil sie um sich herum Leid, Schmerz, Eifersucht, Neid, … sehen. Aber ich bin eure Mutter. Ich bin im Königreich, jedoch auch hier bei euch. Mein Sohn sendet mich erneut, um euch zu helfen.

Deshalb, verliert nicht die Hoffnung, sondern folgt mir nach, denn der Sieg meines Herzens ist im Namen Gottes. Mein geliebter Sohn denkt an euch, wie Er immer an euch gedacht hat. Glaubt Ihm und lebt Ihn. Er ist das Leben der Welt.

Meine Kinder, meinen Sohn zu leben, bedeutet, das Evangelium zu leben. Dies ist nicht leicht. Dies bedeutet Liebe, Vergebung und Opfer. Dies reinigt und öffnet das Königreich. Aufrichtiges Gebet, das nicht nur Worte, sondern Gebet ist, das das Herz spricht, wird euch helfen; auch das Fasten, denn dies ist noch mehr Liebe, Vergebung und Opfer.

Deshalb verliert nicht die Hoffnung, sondern folgt mir nach. Erneut bitte ich euch, dass ihr für eure Hirten betet, dass sie immer meinen Sohn anschauen, der der erste Hirte der Welt war und dessen Familie die ganze Welt war. Ich danke euch.“

Hierzu stellen wir fest: P1020947

1. Die wirkliche Gottesmutter, wie sie uns in der Heiligen Schrift bezeugt wird, sprach zu den Hochzeitsdienern von Kana: „Was ER euch sagt, das tut!“  – Dies war ihr klarer Appell zur Nachfolge Christi. Doch in Medjugorje ruft die Erscheinungs-„Madonna“ (zB. zweimal in der obigen „Botschaft“) dazu auf: „Folgt mir nach!“

2. In der  jüngsten „Botschaft“ wimmelt es wieder  – wie dort seit Jahrzehnten üblich  –  von banalen Allerweltsweisheiten. Kommt etwa die seligste Jungfrau deshalb eigens auf die Erde –  und das seit über 33 Jahren?!   – Zudem heißt es von Christus ziemlich verschwommen, er sei das „Leben der Welt“  und der „erste Hirte der Welt“  – doch nirgends ist davon die Rede, daß er der ERLÖSER der Welt ist.

3. Am Schluß wird von Christus gesagt, daß die „ganze Welt“ seine „Familie“ gewesen sei. Was soll das theologisch bedeuten?  – Zweifellos ist die ganze Menschheit von Gott erschaffen, aber Kinder des Ewigen werden wir durch die Taufe und den Glauben an Christus.


Medjugorje: Was die „Madonna“ der Seherin Mirjana heute erzählt hat

Das „Deutschsprachige Informationszentrum für Medjugorje“ verbreitete jetzt folgende „Privatbotschaft der Muttergottes“ an die „Seherin“ Mirjana vom heutigen Montag, den 2. Dezember

„Liebe Kinder! Mit mütterlicher Liebe und mütterlicher Geduld schaue ich auf euer ständiges Umherirren und eure Verlorenheit.

Deshalb bin ich mit euch. Ich möchte euch helfen, dass ihr zuerst euch selbst findet und kennenlernt, damit ihr dann in der Lage seid, all das zu erkennen und zu bekennen, was euch nicht erlaubt, mit ehrlichem, vollem Herzen die Liebe des himmlischen Vaters kennenzulernenmedia-375643-2

Meine Kinder, man lernt den Vater durch das Kreuz kennen. Deshalb, lehnt das Kreuz nicht ab; bemüht euch, Ihn zu verstehen und Ihn mit meiner Hilfe anzunehmen. Sobald ihr das Kreuz annehmen könnt, werdet ihr auch die Liebe des himmlischen Vaters verstehen; ihr werdet mit meinem Sohn und mit mir gehen; ihr werdet euch von denen unterscheiden, die die Liebe des himmlischen Vaters nicht kennengelernt haben, denjenigen, die Ihm zuhören, Ihn aber nicht verstehen, nicht mit Ihm gehen, Ihn nicht wahrgenommen haben.

Ich möchte, dass ihr die Wahrheit meines Sohnes erkennt und meine Apostel seid, dass ihr euch als Kinder Gottes über menschliches Denken erhebt und immer in allem von neuem die Meinung Gottes sucht. Meine Kinder, betet und fastet, damit ihr all das erkennen könnt, worum ich euch ersuche. Betet für eure Hirten und sehnt euch danach, in Gemeinschaft mit ihnen die Liebe des himmlischen Vaters zu erkennen. Ich danke euch.“

„Liebe Kinder“ im Zustand der „Verlorenheit“…

Diese „Offenbarung“ zu Medjugorje vom heutigen Montag bietet neben dem dort üblichen Stroh und Palaver wieder einigen handfesten theologischen Unfug:

1. Ein dicker Klops ist es wohl, den „lieben Kindern“ zu attestieren, daß sie „ständig umherirren„.  – Ist das etwa der Erfolg von 32 Jahren „himmlischer Betreuung“?  – Nach weit über 40.000 Erscheinungen ist des „Herumirrens“ immer noch kein Ende?!  –  Doch es kommt noch doller: Die „lieben Kinder“ befinden sich der „Gospa“ zufolge sogar im Zustand der „Verlorenheit“, also nicht einmal im Gnadenstand, womit sie zum jetzigen Zeitpunkt Kandidaten für die Hölle wären.

Eine wahrlich trostlose Bestandsaufnahme  –  und diese „Verlorenheit“ begleitet die Erscheinungs-Gospa auch noch mit ihrer „mütterlichen Liebe„, ja gar mit „mütterlicher Geduld„?  –  Wie lange mag diese himmlische Geduld wohl noch anhalten, wenn Jahrzehnte voller Erscheinungsseligkeit nicht ausreichen, um die „lieben Kinder“ wenigstens in den Gnadenstand zu befördern?!

2. Nicht zum ersten Mal fällt auf, daß in den Medju-Botschaften zwar recht oft von Gott-Vater, aber sehr selten von Christus die Rede ist. Warum lernt man durch das Kreuz den „Vater“ kennen, wie hier behauptet wird   –  und nicht in erster Linie den göttlichen Heiland selbst?   –  Warum wird ER fast völlig ausgeblendet?

Könnte eine häufigere Erwähnung des göttlichen Erlösers womöglich die Muslime stören, die ebenfalls nach Medjugorje pilgern, wie in der einschlägigen Literatur immer wieder stolz behauptet wird?   

3. Es erscheint recht merkwürdig, wenn der Himmel dazu auffordert, daß die „lieben Kinder“ sich erst „selbst kennenlernen“ und „selber finden“ sollen. Dergleichen Aufrufe sucht man in der Heiligen Schrift vergeblich. Indem der Mensch GOTT findet, seine Gebote einhält und den Nächsten liebt, kommt er am sichersten und besten auch zu sich selber.

4. Warum ist in der Mirjana-Botschaft von der „Meinung“ Gottes die Rede? Dieser Begriff ist in der Bibel nicht zu finden. Der Allmächtige hat keine „Meinung“, er gibt keine (x-)beliebigen „Ansichten“ zum Besten, sondern ER ist die Wahrheit selbst  –  und sein WILLE ist ewig. Es geht nicht darum, die „Meinung“ des himmlischen Vaters kennenzulernen, sondern seinen Willen zu erfüllen, der sich in den Zehn Geboten und der Lehre Christi eindeutig offenbart hat, so daß es keiner Sucherei (und auch keiner Erscheinungen!) bedarf.

5. Sodann sollen die „Kinder“ Gott-Vater mit Hilfe der Madonna „annehmen„. Wie bitte?  –  Nirgendwo in der Heiligen Schriften lesen wir, daß wir den Allerhöchsten „annehmen“ sollen. Gott sollen wir vielmehr fürchten, anbeten und vor allem lieben!

Hingegen klingt „annehmen“, als lasse sich der Mensch huldvoll dazu herab, den Schöpfer des Himmels und der Erde „anzunehmen“. Das ist bei Licht betrachtet theologisch geradezu hanebüchen!

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster