Margot Käßmann: „Der Papst ist ein sehr gelehrter Mann, aber….“

Ex-Ratsvorsitzende kritisiert päpstliche Forderung nach korrekter Übersetzung der Kelchworte („für viele“)

Am 18. Mai 2012 veröffentlichte der Nachrichtensender n-tv unter dem Titel „Mir fehlen die Worte“ ein Interview mit der evangelischen Ex-Bischöfin und Ex-Ratsvorsitzenden Margot Käßmann; sie ist nunmehr „Botschafterin“ für das Lutherjubiläum 2017.

In diesem Gespräch mit n-tv äußert Käßmann sich kritisch über den Papst und die katholische Kirche, vor allem wegen der Forderung von Benedikt XVI. nach korrekter Übersetzung der Wandlungsworte.

Laut biblischem Urtext (griechisch) heißt es bei den Kelchworten Christi „für viele“, nicht „für alle“. Auch in der jahrtausendelang bewährten lateinischen Bibelübersetzung (Vulgata) des hl. Kirchenvaters Hieronymus aus antiker Zeit steht „pro multis“ (für viele).

Schon die Frage von „n-tv“ an Frau Käßmann ist tendenziös; sie lautet:

Sie haben den Papst kürzlich unauffällig, aber doch deutlich kritisiert. Es geht um die Wandlungsworte der Eucharistie. Benedikt will, dass dort Jesus nicht mehr ‚für alle‘, sondern nur noch ‚für viele‘ gestorben ist. Ein derber Rückschlag für die Ökumene und die Hoffnung auf ein gemeinsames Abendmahl?

Zunächst einmal geht es nicht darum, was der Papst „will“ (als handle es sich bei seiner Forderung um einen Willkür-Akt), sondern der Papst wünscht schlicht eine zutreffende Übersetzung aus dem biblischen Urtext, was einer protestantischen Theologin (die so gerne die Bibel zitiert und sich „bibelfest“ gibt) an sich doch nur recht sein sollte  – müßte man meinen.

Überdies hatte der Papst in seinem Schreiben zu den Wandlungsworten das Mißverständnis ausgeräumt, als ob Christus nicht „für alle“ gestorben sei. Daher ist die Unterstellung des Interviewers nachweisbar falsch.

Unser Erlöser ist für alle gestorben, doch zum Abendmahl bzw. zur hl. Eucharistie  – in der sein Heilswerk besonders wirksam wird – sind durchaus nicht alle eingeladen, weder damals noch heute, denn Gott gießt seine Erlösung nicht unterschiedslos nach dem Gießkannenprinzip aus, sondern erwartet den Glauben des Einzelnen. So gilt das Heils-Angebot zwar allen Menschen, doch niemandem wird es ungefragt übergestülpt,denn der Ewige ist ein Gott der Freiheit.

Statt nun das berechtigte Anliegen des Papstes nach einer korrekten Übersetzung aus der Heiligen Schrift zu würdigen, schwafelt Frau Käßmann über Ökumene und gemeinsames Abendmahl, was mit der konkreten Fragestellung rein gar nichts zu tun hat:

„Die Ökumene mit den Kirchen der Reformation ist offenbar nicht Priorität bei diesem Papst. Aber ich bin  ein hoffnungsvoller Christenmensch und gebe die Hoffnung auf ein gemeinsames Abendmahl nicht auf. Wir können die Welt nicht zur Einheit rufen, wenn wir selbst es nicht schaffen, an dem Tisch, an den Jesus alle gerufen hat, zusammenzukommen.“

Auf die ntv-Frage „Was wird nach jetzigem Stand bleiben von Benedikt XVI.?“, reagiert sie wie folgt:

„Er ist ein sehr gelehrter Mann. Aber es bleibt die Frage: Will die katholische Kirche sich öffnen hin zu anderen Kirchen und der Gesellschaft oder geht sie den Weg der ‚Entweltlichung‘, von der der Papst zuletzt sprach.“

Offenbar hat Frau Käßmann das päpstliche Wort von der „Entweltlichung“ nicht richtig verstanden. Es geht dem Pontifex ersichtlich nicht darum, daß die Kirche nun etwa Weltflucht betreibt oder sich aus der Gesellschaft quasi verabschiedet, sondern vielmehr darum, daß die Kirche sich  s e l b e r  „entweltlicht“, ihre innere Verweltlichung und leblose Anpassung an den Zeitgeist überwindet und stärker aus dem Glauben und aus der Begeisterung für Christus lebt und wirkt.  Was soll hieran falsch sein? Eben dies ist doch der ur-eigene Auftrag der Kirche!

Nun folgt die nachdenkliche und zugleich klare Stellungnahme einer evangelischen Leserin und Familienmutter aus Biberach zum Käßmann-Interview:

Wenn man die Diskussion um „für alle“ oder „für viele“  und Frau Käßmanns Interview  liest, überlegt man sich, ob die frischgebackene „Luther-Botschafterin“  vor ihrer Berufung denn noch einmal einen Blick in die Luther Bibel geworfen hat.

Was bei Matthäus 26,28, Markus 14,24 und auch 10,45  steht, ist sicherlich nicht ganz so leicht zu „schlucken“ und man muß kräftig darüber nachdenken, aber – es steht eben dort (genauso in der Vulgata und dem griechischen Urtext) so – und nicht so, wie Frau Käßmann und die das Evanglium schleichend oder auch aggressiv aus dem sozialistischen Blickwinkel umschreibenden Bewegungen in den Kirchen es gerne haben möchten  –  evtl. in der Hoffnung, daß keiner die Richtigkeit reklamiert?

Dies auch im Hinblick auf den Weg der „Entweltlichung“, den der Papst – biblisch unterlegt – anspricht. Da wäre ebenfalls vor dem Interview eine ehrlich biblische Überprüfung gut gewesen. Daß Fragen offenbleiben und wir Christen mit diesem Spannungszustand zurechtkommen müssen, ist eine andere Sache. Die kann und darf man offen ansprechen!


Evangelische Klarstellung zu Kelchworten Christi: Der Papst liegt richtig!

Eucharistie beinhaltet keinen Freifahrtschein

Nach wie vor wird über die von Papst Benedikt veranlaßte,  korrekte Übersetzung der Kelchworte des HERRN beim hl. Abendmahl heftig debattiert.

Dabei steht freilich fest, daß Christus  – von seinem Heils-Angebot her  – für alle Menschen gestorben ist. Doch Jesu Erlösungswerk übt keinen Zwang aus: das Heil wird denen zuteil und in jenen Menschen wirksam, die an IHN glauben und in seine Nachfolge eintreten.

Hier folgt die Stellungnahme von Dennis Riehle, einem evangelischen Prädikanten aus Konstanz, der dies Thema aus theologisch-konservativer  Sicht beleuchtet und dem Papst zustimmt:

Wie von einem Bienenschwarm gestochen, empört sich die christlich-liberale Welt über eine Anordnung von Papst Benedikt XVI.: Er hat die deutschen Bischöfe verpflichtet, nach derem langen Widerstand endlich die nach der Übersetzung richtigen Worte zur Einsetzung der Eucharistie zu verwenden.

So heißt es nicht nur bei den Katholiken derzeit, dass „Leib“ beziehungsweise „Blut für euch und für alle hingegeben /vergossen wird“.

Doch damit hat man sich (…) mit einer kleinen Veränderung der theologischen Tatsache entzogen, die Wert und Wahrheit des Christentums ausmachen: Der Ursprungstext spricht davon, dass Leib und Blut Jesu Christi nicht für alle, sondern lediglich für „viele“ bestimmt waren.

Unter Protestanten und katholischen Reformbewegungen ging der Aufschrei durch die Reihen: Jesus soll nicht für uns alle gestorben sein?

Nicht für die, die Ehe gebrochen haben? Nicht für die, die wiederverheiratet sind? Nicht für die, die in Homosexualität leben? Oder nicht für die, die abgetrieben haben?

Für die vom Zeitgeist und der Gutmenschlichkeit durch und durch geprägte Christenheit ein Schlag ins Gesicht, wie es scheint.

Schon bald kamen die ersten Rufe, wonach die katholische Kirche nun diskriminiere. Sie schließe Menschen vom Abendmahl aus, sie ließe den Sündentod Jesu nicht denen zuteil werden, die nicht den strengen Maßgaben der Lehre entsprächen.

Welche Unmenschen in Rom! So mag sich der ein oder andere verklärte „Mainstream“-Beobachter der kirchlichen Erosion gedacht haben.

Und doch schert sich keiner darum, dass theologisch feststeht: Der Papst liegt richtig!

Nicht nur, dass die Übersetzung eindeutig ist und auch nicht durch wohlwollendes Gehabe umgedeutet werden kann.

Wir können und dürfen nicht der Gleichgültigkeit zuliebe übersehen, was auch in der Bibel klar geschrieben steht: Schon allein aus dem Verständnis einer jeder Religion geht hervor, dass das Bekenntnis, dass der Glaube befähigt, Teil des Geheimnisses zu werden, das wir als Christen im Tod und in der Auferstehung unseres HERRN sehen.

Wer nicht an Jesus glaubt, der kann nicht verstehen, welche Offenbarung hinter dem Sühnetod Christi steht.

Und so sagt ER uns selbst: „Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nicht dürsten“ (Johannes 6,35).

Jesus beschränkt also aus eigenem Tun heraus die Gemeinschaft derer, die Anteil haben an seiner Verkündigung im Abendmahl.(…) Sein Tod ist das Zeichen der Zuversicht darauf, dass damit nichts enden mag. Nur wer davon überzeugt ist, spürt die Kraft des Auferstehens: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der hat das ewige Leben“ (Johannes 6,47).

Und verdeutlichen wir uns zeitgleich noch: Wer darauf setzt, dass der Zugang zur Eucharistie als Freifahrtsschein für die Vergebung der Sünden gedacht sei, dem muss spätestens durch die neuen Einsetzungsworte bewusst werden, dass es nicht ausreicht, „nur“ Christ zu sein. Das Abendmahl lädt diejenigen ein, die ernsthaft in reuiger Buße sind ob ihrer Sünde.

Zweifelsohne: Jesus ist für alle gestorben, die an ihn glauben wollen. Doch er ist „hinabgestiegen in das Reich des Todes“ und am „dritten Tage auferstanden von Toten“, um denen nahe zu sein, die nicht nur an ihn glauben, sondern auch bereit sind. Nein, Jesus will die Reue nicht als Gegenleistung für die Vergebung.  Buße macht den Sünder zum Gerechten: „Also wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut“ (Lukas 15,10).

Das Angebot des Heils empfangen jene, die bereit sind, Reue für den Verstoß gegen Gottes Gebote  zu zeigen – denn auch nur sie werden die Kraft der Vergebung schätzen.

Nicht umsonst fordert Jesus uns auf, die Sünde von Beginn an zu meiden: „So ihr meine Gebote haltet, so bleibet ihr in meiner Liebe, gleichwie ich meines Vaters Gebote halte und bleibe in seiner Liebe“ (Johannes 15,10).

So kann die Kirche am Tisch nur die empfangen, die sich ihrer Sündhaftigkeit bewusst und die in ihrer Bußfertigkeit in der Lage sind, die Weite des Todes Jesu Christi zu begreifen. „Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube eitel, so seid ihr noch in euren Sünden“ (Lukas 8,48).

Das Leib und das Blut sind gegeben und vergossen für die, die ihre Sünde ablegen wollen und sich bekennen: „Denn Christus ist des Gesetzes Ende; wer an ihn glaubt, der ist gerecht“ (Römer 10,4).

Dennis Riehle
Ev. Prädikant / Laienprediger
Vorsitzender der Christlichen Lebensberatung eV.
Martin-Schleyer-Str. 27
78465 Konstanz
www.riehle-dennis.de
 
Für das Altar-FOTO danken wir unserem evangelischen Leser Dr. Bernd F. Pelz



PRO MULTIS: Wollen Schweizer Bischöfe dem Papst nicht gehorchen?

Wie die „NZZ am Sonntag“ berichtet, möchte die Mehrheit der Schweizer Bischöfe der Papstentscheidung hinsichtlich der Wandlungsworte („pro multis“  = für viele) offenbar nicht folgen.

Die „Neue Züricher Zeitung“ vom 29. April 2012  schreibt zum Papstbrief: „Zwar sagt der Sprecher der Schweizer Bischofskonferenz, die Bischöfe würden den Brief erst kommentieren, wenn man ihn eingehend beraten habe. Zu Interna äussere man sich nicht. „

Doch dann fügt die NZZ hinzu: „Aus gut informierten Kreisen ist indes zu hören, dass die Mehrheit der Bischöfe am «für alle» festhalten wollten.“

Anders der als konservativ geltende Oberhirte des Bistums Chur, Bischof Vitus Huonder: „Dessen Sprecher betont denn auch, Huonder begrüsse «diese klaren Worte des Papstes, der damit der korrekten Übersetzung aus dem Lateinischen zum Durchbruch verhilft».“

Zudem zitiert die Zeitung den Theologen Martin Klöckener; dieser gehe davon aus, daß längst nicht alle Schweizer Priester von der  päpstlich gewünschten Übersetzung  „für viele“ Gebrauch machen werden: „Ich fürchte, dass es zu Spaltungen kommen wird„, meint der Liturgieprofessor. Entweder verwende der Pfarrer die neue Formulierung und verärgere damit einen Teil der Kirchgänger –  oder er benutze sie nicht und werde dann von konservativen Gläubigen kritisiert.

 


PRO MULTIS: Wortlaut des Briefs von Papst Benedikt XVI. zur Übersetzung der Wandlungsworte

Schreiben an die Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz vom 14. April 2012

Exzellenz!
Sehr geehrter, lieber Herr Erzbischof!

Bei Ihrem Besuch am 15. März 2012 haben Sie mich wissen lassen, dass bezüglich der Übersetzung der Worte „pro multis“ in den Kanongebeten der heiligen Messe nach wie vor keine Einigkeit unter den Bischöfen des deutschen Sprachraums besteht.

Es droht anscheinend die Gefahr, dass bei der bald zu erwartenden Veröffentlichung der neuen Ausgabe des „Gotteslobs“ einige Teile des deutschen Sprachraums bei der Übersetzung „für alle“ bleiben wollen, auch wenn die Deutsche Bischofskonferenz sich einig wäre, „für viele“ zu schreiben, wie es vom Heiligen Stuhl gewünscht wird.

Ich habe Ihnen versprochen, mich schriftlich zu dieser schwerwiegenden Frage zu äußern, um einer solchen Spaltung im innersten Raum unseres Betens zuvorzukommen. Den Brief, den ich hiermit durch Sie den Mitgliedern der Deutschen Bischofskonferenz schreibe, werde ich auch den übrigen Bischöfen des deutschen Sprachraums zusenden lassen.

Lassen Sie mich zunächst kurz ein Wort über die Entstehung des Problems sagen. In den 60er Jahren, als das Römische Missale unter der Verantwortung der Bischöfe in die deutsche Sprache zu übertragen war, bestand ein exegetischer Konsens darüber, dass das Wort „die vielen“, „viele“ in Jes 53,1l f. eine hebräische Ausdrucksform sei, um die Gesamtheit, „alle“ zu benennen. Das Wort „viele“ in den Einsetzungsberichten von Matthäus und Markus sei demgemäß ein Semitismus und müsse mit „alle“ übersetzt werden.

Dies bezog man auch auf den unmittelbar zu übersetzenden lateinischen Text, dessen „pro multis“ über die Evangelienberichte auf Jes 53 zurückverweise und daher mit „für alle“ zu übersetzen sei.

Dieser exegetische Konsens ist inzwischen zerbröckelt; er besteht nicht mehr. In der deutschen Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift steht im Abendmahlsbericht: „Das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird“ (Mk 14, 24; vgl. Mt 26, 28). Damit wird etwas sehr Wichtiges sichtbar: Die Wiedergabe von „pro multis“ mit „für alle“ war keine reine Übersetzung, sondern eine Interpretation, die sehr wohl begründet war und bleibt, aber doch schon Auslegung und mehr als Übersetzung ist.

Diese Verschmelzung von Übersetzung und Auslegung gehört in gewisser Hinsicht zu den Prinzipien, die unmittelbar nach dem Konzil die Übersetzung der liturgischen Bücher in die modernen Sprachen leitete. Man war sich bewusst, wie weit die Bibel und die liturgischen Texte von der Sprach- und Denkwelt der heutigen Menschen entfernt sind, so dass sie auch übersetzt weithin den Teilnehmern des Gottesdienstes unverständlich bleiben mussten.

Es war ein neues Unternehmen, dass die heiligen Texte in Übersetzungen offen vor den Teilnehmern am Gottesdienst dastanden und dabei doch in einer großen Entfernung von ihrer Welt bleiben würden, ja, jetzt erst recht in ihrer Entfernung sichtbar würden.

So fühlte man sich nicht nur berechtigt, sondern geradezu verpflichtet, in die Übersetzung schon Interpretation einzuschmelzen und damit den Weg zu den Menschen abzukürzen, deren Herz und Verstand ja von diesen Worten erreicht werden sollten.

Bis zu einem gewissen Grad bleibt das Prinzip einer inhaltlichen und nicht notwendig auch wörtlichen Übersetzung der Grundtexte weiterhin berechtigt. Da ich die liturgischen Gebete immer wieder in verschiedenen Sprachen beten muss, fällt mir auf, dass zwischen den verschiedenen Übersetzungen manchmal kaum eine Gemeinsamkeit zu finden ist und dass der zugrundeliegende gemeinsame Text oft nur noch von Weitem erkennbar bleibt.

Dabei sind dann Banalisierungen unterlaufen, die wirkliche Verluste bedeuten. So ist mir im Lauf der Jahre immer mehr auch persönlich deutlich geworden, dass das Prinzip der nicht wörtlichen, sondern strukturellen Entsprechung als Übersetzungsleitlinie seine Grenzen hat.

Solchen Einsichten folgend hat die von der Gottesdienst-Kongregation am 28.03.2001 erlassene Übersetzer-Instruktion Liturgiam authenticam wieder das Prinzip der wörtlichen Entsprechung in den Vordergrund gerückt, ohne natürlich einen einseitigen Verbalismus vorzuschreiben.

Die wichtige Einsicht, die dieser Instruktion zugrunde liegt, besteht in der eingangs schon ausgesprochenen Unterscheidung von Übersetzung und Auslegung. Sie ist sowohl dem Wort der Schrift wie den liturgischen Texten gegenüber notwendig.

Einerseits muss das heilige Wort möglichst als es selbst erscheinen, auch mit seiner Fremdheit und den Fragen, die es in sich trägt; andererseits ist der Kirche der Auftrag der Auslegung gegeben, damit  –  in den Grenzen unseres jeweiligen Verstehens  –  die Botschaft zu uns kommt, die der Herr uns zugedacht hat.

Auch die einfühlsamste Übersetzung kann die Auslegung nicht ersetzen: Es gehört zur Struktur der Offenbarung, dass das Gotteswort in der Auslegungsgemeinschaft der Kirche gelesen wird, dass Treue und Vergegenwärtigung sich miteinander verbinden.

Das Wort muss als es selbst, in seiner eigenen vielleicht uns fremden Gestalt da sein; die Auslegung muss an der Treue zum Wort selbst gemessen werden, aber zugleich es dem heutigen Hörer zugänglich machen.

In diesem Zusammenhang ist vom Heiligen Stuhl entschieden worden, dass bei der neuen Übersetzung des Missale das Wort „pro multis“ als solches übersetzt und nicht zugleich schon ausgelegt werden müsse.

An die Stelle der interpretativen Auslegung „für alle“ muss die einfache Übertragung „für viele“ treten. Ich darf dabei darauf hinweisen, dass sowohl bei Matthäus wie bei Markus kein Artikel steht, also nicht „für die vielen“, sondern „für viele“.

Wenn diese Entscheidung von der grundsätzlichen Zuordnung von Übersetzung und Auslegung her, wie ich hoffe, durchaus verständlich ist, so bin ich mir doch bewusst, dass sie eine ungeheure Herausforderung an alle bedeutet, denen die Auslegung des Gotteswortes in der Kirche aufgetragen ist. Denn für den normalen Besucher des Gottesdienstes erscheint dies fast unvermeidlich als Bruch mitten im Zentrum des Heiligen. Sie werden fragen: Ist nun Christus nicht für alle gestorben? Hat die Kirche ihre Lehre verändert? Kann und darf sie das? Ist hier eine Reaktion am Werk, die das Erbe des Konzils zerstören will?

Wir wissen alle durch die Erfahrung der letzten 50 Jahre, wie tief die Veränderung liturgischer Formen und Texte die Menschen in die Seele trifft; wie sehr muss da eine Veränderung des Textes an einem so zentralen Punkt die Menschen beunruhigen.

Weil es so ist, wurde damals, als gemäß der Differenz zwischen Übersetzung und Auslegung für die Übersetzung „viele“ entschieden wurde, zugleich festgelegt, dass dieser Übersetzung in den einzelnen Sprachräumen eine gründliche Katechese vorangehen müsse, in der die Bischöfe ihren Priestern wie durch sie ihren Gläubigen konkret verständlich machen müssten, worum es geht.

Das Vorausgehen der Katechese ist die Grundbedingung für das Inkrafttreten der Neuübersetzung. Soviel ich weiß, ist eine solche Katechese bisher im deutschen Sprachraum nicht erfolgt. Die Absicht meines Briefes ist es, Euch alle, liebe Mitbrüder, dringendst darum zu bitten, eine solche Katechese jetzt zu erarbeiten, um sie dann mit den Priestern zu besprechen und zugleich den Gläubigen zugänglich zu machen.

In einer solchen Katechese muss wohl zuerst ganz kurz geklärt werden, warum man bei der Übersetzung des Missale nach dem Konzil das Wort „viele“ mit „alle“ wiedergegeben hat: um in dem von Jesus gewollten Sinn die Universalität des von ihm kommenden Heils unmissverständlich auszudrücken.

Dann ergibt sich freilich sofort die Frage: Wenn Jesus für alle gestorben ist, warum hat er dann in den Abendmahlsworten „für viele“ gesagt? Und warum bleiben wir dann bei diesen Einsetzungsworten Jesu? Hier muss zunächst noch eingefügt werden, dass Jesus nach Matthäus und Markus „für viele“, nach Lukas und Paulus aber „für euch“ gesagt hat. Damit ist scheinbar der Kreis noch enger gezogen.

Aber gerade von da aus kann man auch auf die Lösung zugehen. Die Jünger wissen, dass die Sendung Jesu über sie und ihren Kreis hinausreicht; dass er gekommen war, die verstreuten Kinder Gottes aus aller Welt zu sammeln (Joh 11, 52). Das „für euch“ macht die Sendung Jesu aber ganz konkret für die Anwesenden. Sie sind nicht irgendwelche anonyme Elemente einer riesigen Ganzheit, sondern jeder einzelne weiß, dass der Herr gerade für mich, für uns gestorben ist.

„Für euch“ reicht in die Vergangenheit und in die Zukunft hinein, ich bin ganz persönlich gemeint; wir, die hier Versammelten, sind als solche von Jesus gekannt und geliebt. So ist dieses „für euch“ nicht eine Verengung, sondern eine Konkretisierung, die für jede Eucharistie feiernde Gemeinde gilt, sie konkret mit der Liebe Jesu verbindet.

Der Römische Kanon hat in den Wandlungsworten die beiden biblischen Lesarten miteinander verbunden und sagt demgemäß: „Für euch und für viele“. Diese Formel ist dann bei der Liturgie-Reform für alle Hochgebete übernommen worden.

Aber nun noch einmal: Warum „für viele“? Ist der Herr denn nicht für alle gestorben?

Dass Jesus Christus als menschgewordener Sohn Gottes der Mensch für alle Menschen, der neue Adam ist, gehört zu den grundlegenden Gewissheiten unseres Glaubens. Ich möchte dafür nur an drei Schrifttexte erinnern: Gott hat seinen Sohn „für alle hingegeben“, formuliert Paulus im Römer-Brief (Röm 8, 32). „Einer ist für alle gestorben“, sagt er im zweiten Korinther-Brief über den Tod Jesu (2 Kor 5, 14). Jesus hat sich „als Lösegeld hingegeben für alle“, heißt es im ersten Timotheus-Brief (1 Tim 2,6).                                                                                         

Aber dann ist erst recht noch einmal zu fragen: Wenn dies so klar ist, warum steht dann im Eucharistischen Hochgebet „für viele“?

Nun, die Kirche hat diese Formulierung aus den Einsetzungsberichten des Neuen Testaments übernommen. Sie sagt so aus Respekt vor dem Wort Jesu, um ihm auch bis ins Wort hinein treu zu bleiben. Die Ehrfurcht vor dem Wort Jesu selbst ist der Grund für die Formulierung des Hochgebets.

Aber dann fragen wir: Warum hat wohl Jesus selbst es so gesagt? Der eigentliche Grund besteht darin, dass Jesus sich damit als den Gottesknecht von Jes 53 zu erkennen gab, sich als die Gestalt auswies, auf die das Prophetenwort wartete.

Ehrfurcht der Kirche vor dem Wort Jesu, Treue Jesu zum Wort der „Schrift“, diese doppelte Treue ist der konkrete Grund für die Formulierung „für viele“. In diese Kette ehrfürchtiger Treue reihen wir uns mit der wörtlichen Übersetzung der Schriftworte ein.

So wie wir vorhin gesehen haben, dass das „für euch“ der lukanisch-paulinischen Tradition nicht verengt, sondern konkretisiert, so können wir jetzt erkennen, dass die Dialektik „viele“- „alle“ ihre eigene Bedeutung hat. „Alle“ bewegt sich auf der ontologischen Ebene – das Sein und Wirken Jesu umfasst die ganze Menschheit, Vergangenheit und Gegenwart und Zukunft.

Aber faktisch, geschichtlich in der konkreten Gemeinschaft derer, die Eucharistie feiern, kommt er nur zu „vielen“.

So kann man eine dreifache Bedeutung der Zuordnung von „viele“ und „alle“ sehen. Zunächst sollte es für uns, die wir an seinem Tische sitzen dürfen, Überraschung, Freude und Dankbarkeit bedeuten, dass er mich gerufen hat, dass ich bei ihm sein und ihn kennen darf.

„Dank sei dem Herrn, der mich aus Gnad‘ in seine Kirch‘ berufen hat …“.

Dann ist dies aber zweitens auch Verantwortung. Wie der Herr die anderen  –  „alle“  –  auf seine Weise erreicht, bleibt letztlich sein Geheimnis. Aber ohne Zweifel ist es eine Verantwortung, von ihm direkt an seinen Tisch gerufen zu sein, so dass ich hören darf: Für euch, für mich hat er gelitten.

Die vielen tragen Verantwortung für alle. Die Gemeinschaft der vielen muss Licht auf dem Leuchter, Stadt auf dem Berg, Sauerteig für alle sein. Dies ist eine Berufung, die jeden einzelnen ganz persönlich trifft. Die vielen, die wir sind, müssen in der Verantwortung für das Ganze im Bewusstsein ihrer Sendung stehen.

Schließlich mag ein dritter Aspekt dazukommen. In der heutigen Gesellschaft haben wir das Gefühl, keineswegs „viele“ zu sein, sondern ganz wenige – ein kleiner Haufen, der immer weiter abnimmt. Aber nein – wir sind „viele“: „Danach sah ich: eine große Schar aus allen Nationen und Stämmen, Völkern und Sprachen; niemand konnte sie zählen“, heißt es in der Offenbarung des Johannes (Offb 7, 9). Wir sind viele und stehen für alle. So gehören die beiden Worte „viele“ und „alle“ zusammen und beziehen sich in Verantwortung und Verheißung aufeinander.

Exzellenz, liebe Mitbrüder im Bischofsamt! Mit alledem wollte ich die inhaltlichen Grundlinien der Katechese andeuten, mit der nun so bald wie möglich Priester und Laien auf die neue Übersetzung vorbereitet werden sollen.

Ich hoffe, dass dies alles zugleich einer tieferen Mitfeier der heiligen Eucharistie dienen kann und sich so in die große Aufgabe einreiht, die mit dem „Jahr des Glaubens“ vor uns liegt.

Ich darf hoffen, dass die Katechese bald vorgelegt und so Teil der gottesdienstlichen Erneuerung wird, um die sich das Konzil von seiner ersten Sitzungsperiode an gemüht hat.

Mit österlichen Segensgrüßen verbleibe ich im Herrn

Ihr Benedictus PP XVI.

Foto: Dr. Bernd Pelz


Führender Theologe aus Münster agitiert gegen den Papst

Prof. Dr. Klaus Müller, Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät, wendet sich scharf gegen den jüngsten Papstbrief

Der Münsteraner Theologe Klaus Müller kritisiert das Schreiben von Papst Benedikt XVI., worin zur korrekten Übersetzung der Wandlungsworte aufgefordert wurde („für viele“ statt „für alle“).

Bei den Wandlungsworten über dem Kelch müsse es künftig gemäß dem griechischen Urtext heißen: „Mein Blut, das für Euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden“. 

„Der Papst will die Schwelle für die Piusbruderschaft und andere weiter absenken, die die Änderung der Einsetzungsformel in der Messe schon lange fordern“, beanstandet der Professor für Fundamentaltheologie und Religionsphilosophie am 25. April in Münster.

Nach Müllers Meinung spreche der Papst zwar davon, zur Texttreue zurückkehren zu wollen. Tatsächlich gehe es aber um einen kirchenpolitischen Schritt, mutmaßt der Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät und führende Unterzeichner des modernistischen „Theologen-Memorandums“.

Überdies warf der bibel- und kirchenkritische Theologe in seiner Stellungnahme die Frage auf, woher der Papst denn wisse, ob nicht schon die Evangelisten die Aussagen Jesu „interpretiert“ hätten; sie hätten den aramäischen Wortlaut nicht gehört. 

Fest steht, daß Prof. Müller diesen „Wortlaut“ erst recht nicht gehört hat  –  und die Evangelisten als verläßliche Zeitzeugen hier sicher eine weitaus höhere Glaubwürdigkeit beanspruchen können als er.

Quellen für die Zitate: Gloria-TV, KNA


Papst schreibt „Brandbrief“ an Erzbischof Zollitsch in puncto Wandlungsworte

Korrekte Übersetzung der Kelchworte Christi: „…für viele…“   – und nicht: „für alle“

Papst Benedikt hat mit Datum vom 14. April 2012 einen Brief an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, verfaßt und dies Schreiben dem Vorsitzenden der Österreichischen Bischofskonferenz, Kardinal Christoph Schönborn, zur Kenntnisnahme übermittelt.

Der Papst geht hierbei auf die zutreffende Übersetzung des Kelchwortes im Kanon (Hochgebet) der Heiligen Messe ein.

Der Kernpunkt: Die Worte „pro multis“ im lateinischen Meßbuch sollen künftig korrekt mit „für viele“ ins Deutsche übersetzt werden (bislang wurde dies im deutschen Meßbuch unrichtig übertragen mit: „für alle“).

So soll es in Zukunft also in deutschsprachigen hl. Messen bei der hl. Wandlung heißen:„Das ist der Kelch des neuen und ewigen Bundes, mein Blut, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.“

Der Pontifex argumentiert mit der Treue zu den Aussagen Christi, wie sie das Neue Testament übermittelt (bezogen auf den griechischer Urtext).

Dabei sei ihm bewußt, so der Papst, „dass die Übersetzung eine ungeheure Herausforderung an alle bedeutet, denen die Auslegung des Gotteswortes in der Kirche aufgetragen ist“.

Das Papstschreiben kann als eine Art Brandbrief angesehen werden, denn es schien Eile geboten: Schließlich ist schon bald eine neue Ausgabe des Gesangbuchs „Gotteslob“  für den deutschen Sprachraum vorgesehen.  Bis dahin ist eine einheitliche Übersetzung des Kelchwortes angesagt, um – wie Papst Benedikt schreibt  –  „einer Spaltung im innersten Raum unseres Betens zuvorzukommen“.

Der Hintergrund für das mahnende Eil-Schreiben dürfte überdies sein, daß der Papst nun energisch die Notbremse zieht, damit Zollitsch und sein bischöflicher Anhang den Vatikan und das Kirchenvolk nicht listig vor vollendete Tatsachen stellen, indem sie im neuen „Gotteslob“  den Urtext „für viele“ wiederum in „für alle“ übertragen, statt korrekt nach dem Wortlaut zu übersetzen.

Rom drängt bereits seit sechs Jahren auf die richtige Übersetzung  von pro multis („für viele“)   –  leider vergeblich, die deutsche Bischofskonferenz schien insoweit mit Taubheit geschlagen.

Papst Benedikt erklärt in seinem Schreiben, das Kelchwort Christi müsse originalgetreu übersetzt werden. In diesem Zusammenhang sei „entschieden worden, dass bei der neuen Übersetzung des Missale das Wort „pro multis“ als solches übersetzt und nicht zugleich schon ausgelegt werden muß„.  – Mit anderen Worten: Bei einer Neu-Herausgabe des deutschen Meßbuches muß ebenso wie beim „Gotteslob“ die zutreffende Formel „für viele“ zu lesen sein.

Immerhin haben die englischsprachigen Bistümer einschließlich der USA die Aufforderung des Papstes nach einer zutreffenden Übersetzung der Wandlungsworte bereits erfüllt, während sich die Oberhirten im deutschen Sprachraum seit Jahren stur stellen, also im Ungehorsam gegenüber dem Papst  – und gegenüber dem biblischen Urtext – verharren.

Damit im Kirchenvolk keine Verunsicherung aufkomme, fordert der Papst die deutschen Bischöfe auf, eine „gründliche Katechese“ (Glaubensunterweisung) vorzunehmen, um den Gläubigen die  kommende Richtigstellung in der Übersetzung der Wandlungsworte zu erläutern.

In dem päpstlichen Schreiben heißt es sodann:  „Soviel ich weiß, ist eine solche Katechese bisher im deutschen Sprachraum nicht erfolgt.“

Das ist sehr höflich ausgedrückt, aber eine klare Botschaft, denn der Papst weiß natürlich, daß sich die deutsche Bischofskonferenz bislang strikt weigerte, seinen Wünschen in dieser Causa nachzukommen. In dem Brief aus Rom wird nun „dringendst“ (!) um Abhilfe gebeten:

Die Absicht meines Briefes ist es, Euch alle, liebe Mitbrüder, dringendst darum zu bitten, eine solche Katechese jetzt zu erarbeiten, um sie dann mit den Priestern zu besprechen und zugleich den Gläubigen zugänglich zu machen.“

Soweit das Papstschreiben in wesentlichen Grundzügen. Die Anhänger der Übertragungsformel „für alle“ begründen dies in aller Regel damit, daß Jesus doch „für alle“ gestorben sei und es hierfür auch biblische Belege gäbe.

Das stimmt durchaus: Christus starb tatsächlich für alle Menschen im Sinne eines Erlösungs-ANGEBOTs, aber nicht allen wird schlußendlich sein Heil zuteil, weil es niemandem aufgezwungen wird bzw. weil nicht alle die Erlösung durch Christus „in Anspruch nehmen“ und in seine Nachfolge eintreten.

Die Kirche hat den Willen Gottes, alle Menschen zu retten, sogar zum Dogma (unfehlbaren Glaubenssatz) erklärt; dieses Dogma wird in der Theologie als der „allgemeine Heilswille Gottes“ bezeichnet.

Neben dem Willen Gottes existiert aber auch die gottgewollte Willensfreiheit des Menschen, die Gottes Erlösungs-Angebot ablehnen kann. Der Himmel ist keine Zwangsanstalt  – und die Hölle besteht ausschließlich aus Freiwilligen; daher ist die Hölle quasi nicht von außen, sondern von innen zugeschlossen, wie C.S. Lewis treffend und anschaulich feststellte.

Zudem hat Christus das Abendmahl, in dem er die Worte „für viele“ über dem Kelch sprach, nicht mit einer großen Menschenmenge  –  zusammengewürfelt aus Gläubigen und Ungläubigen  –  gefeiert, sondern mit seinen zwölf Aposteln, die er beauftragte: „Tut  d i e s  zu meinem Gedächtnis!“

Hinter der fixen Idee der für-alle-Formel steckt freilich teilweise auch eine unbiblische Allerlösungs-Lehre, die man auf diesem Wege ins Kirchenvolk sickern lassen möchte  – hierfür muß dann sogar eine unkorrekte „Übersetzung“ (genauer: eine „interpretierende Übertragung“) herhalten.

Es ist gut, daß der Papst jetzt seinen Druck auf die deutschen Bischöfe verstärkt hat. Schlimm genug, daß dies überhaupt nötig war.

Quelle für die Zitate aus dem Papstschreiben: Radio Vatikan vom 24.4.2012