Essen: Politiker Endruschat verläßt die SPD

Ein integrationsskeptischer SPD-Kommunalpolitiker in Essen hat seiner Partei den Rücken gekehrt. Der stellv. Essener SPD-Vorsitzende Karlheinz Endruschat war mit seiner Warnung vor einer „Muslimisierung“ ganzer Stadtteile in seiner Partei angeeckt.

Teils weil die SPD die Probleme durch die Einwanderung nicht ernst nehme, habe er nun die Partei verlassen, berichten die Welt und Focus-Online.

„In der SPD fehlt die Bereitschaft, sich mit den realen Problemen auseinanderzusetzen“, kritisierte Endruschat gegenüber Focus Online: „Die SPD hat kein Interesse, die Probleme um die Zuwanderung auch nur anzuerkennen.“

Aus der SPD ausgetreten sei er schließlich, als für die kommende Stadtratswahl statt ihm eine Kandidatin nominiert worden sei, die vor wenigen Jahren von der Linkspartei zur SPD übergetreten war. Dies sei ein aussagekräftig Zeichen für einen deutlichen Linksruck der SPD.

Auf die Frage, ob sich seit der von ihm 2015 angestoßenen Debatte über gescheiterte Integration in Essen etwas geändert habe, antwortete Endruschat:

„Leider nicht. Doch! Ein führender Essener Sozialdemokrat, den ich nicht namentlich erwähnen möchte, ist inzwischen aus einem Stadtteil mit vielen Migranten in einen Stadtteil mit wenigen Migranten umgezogen. Das erleichtert ihm natürlich, seinem Es-gibt-keine-Probleme-Kurs treu zu bleiben.“

Quelle und vollständige Meldung hier: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2020/kritik-an-muslimisierung-spd-politiker-tritt-aus-partei-aus/


Von den Konflikten unterm Christbaum und einer (Er-)Lösung unter dem Kreuz

Von Christa Meves

Weihnachten ist vorüber und jeder Nachdenkliche unter uns schaut dankbar zurück: Die Kirchen waren wieder voll. Hoffnung brandet neu darüber auf, dass sich so viele Hände trotz aller Wohlstandsgefährdungen voll Andacht gefaltet hatten.

Großer Anlass zur Dankbarkeit besteht doch auch darin, dass wir hierzulande immer noch weiter ein Fest in politischem Frieden erleben durften.

Doch der Alltag im neuen Jahr zwingt dazu, zumindest im privaten Bereich, spätestens am 2. Januar zur Kenntnis zu nehmen, dass sich unsere Probleme nicht einfach aufgelöst haben, sondern nach wie vor – ja, meist mehr als in den früheren Jahren – im Raum stehen:

Die unruhigen Kinder z. B. werden eher mehr als weniger zappelig, obgleich viele von ihnen mit einem reichlichen Potenzial an Geschenken bestückt wurden, ohne jetzt ruhiger, zufriedener damit beschäftigt zu sein.

Ein 14-Jähriger z. B. antwortete auf die Frage seiner Großmutter, ob er denn schon ihr Buchgeschenk gelesen habe: „Wie soll das gehen, ich habe allein dreimal Harry Potter Nr. 4 und 5 bekommen, dazu drei Kinderbibeln und eine für Jugendliche. Das alles zu lesen, schaff ich sowieso nicht, da fang ich doch gar nicht erst an!“

Kürzlich berichtete mir eine andere Großmutter, dass sie ihren Enkel vorher nach seinen Wünschen gefragt habe, und der 5-Jährige erbat sich einen neuen Stoffdackel. Wie enttäuscht war sie aber, als sie damit konfrontiert wurde, dass eine der weiteren Großmütter dem Kind einen lebendigen Dackel präsentierte. Wütend habe sie gefragt, warum er denn bei allen den gleichen Wunsch geäußert habe. „Na, bei einer meiner vier (4!) Großmütter wird es denn doch wohl klappen – ist doch toll“, habe er mit dem Dackel auf dem Arm geantwortet.

Wodurch entstehen diese absurden neuen Schwierigkeiten?

In manchen Fällen jedenfalls handelt es sich um die Konkretion unserer Bevölkerungspyramide: Alte Menschen in sich steigernder Lebenserwartung gibt es reichlich, junge Familien hingegen werden immer seltener. Wechseln Eltern während der Erziehungszeit ihrer Kinder – und in der Mehrzahl sind das Einzelkinder – mehrere Male den Partner, so entsteht eine Umkehrung der Normalität:

Einst hatten viele Kinder der damals üblichen Großfamilien allenfalls zwei Großelternpaare – oft sogar nur eine einzige verwitwete Großmutter – , heute hat das Einzelkind einer Scheidungsfamilie eher – durch die neu hinzukommenden neuen Partner – eine Vielzahl von Großelternpaaren. Durch weihnachtliche Pflichtbesuche bei mehreren Großeltern (vorrangig in der Hoffnung auf Geschenke) bleibt die Zeit, sich besinnlich in ein Buch, in eine Bastelei oder in ein neues Spiel zu vertiefen, auf der Strecke.

Zunehmend häufiger wird das Kind auch nur mit einem Geldschein abgespeist. Flüchtigkeit und diffuse Unruhe werden so weiter verstärkt; denn diese – so wissen wir Kinderpsychologen heute – werden durch den unbewussten seelischen Hunger und die Suche des Kindes nach Bergung, Anregung, nach liebevollem Kontakt, ja, nach einem festen Platz hervorgerufen.

Manchmal gibt es seit der „Öffnung unserer Ehen zur Vielfalt“ Bemühungen, die verschiedenen neuen und alten Verbindungen unter einen Hut zu bekommen und die Ex-Partner mit „Rücksicht auf die Kinder“ an den Weihnachtstagen alle gemeinsam einzuladen – in der Hoffnung, eine friedfertige Patchwork-Familie aus dem Boden zu stampfen.

Aber wie oft erweist sich das als Überschätzung menschlicher Souveränität! Oft branden die alten Konflikte während der direkten Konfrontation in verschärfter Form wieder auf.

Eine großmütterliche Gastgeberin ist zum Beispiel über eine neue Schwiegertochter verärgert. Dieser will das Hauptgericht nicht munden, und sie bringt das mit lauter Kritik über die „alten, fetten Essgewohnheiten“ zum Ausdruck. Der darüber erregten Gastgeberin fällt darauf die Nachspeise beim Auftragen aus den Händen. Die Schüssel zerschellt am Boden.

Niemand schafft es, die Großmutter, die es mit diesem Arrangement so ganz besonders gut gemeint hatte, zu trösten – erst recht nicht, als die Schwiegertochter nun zwecks Rechtfertigung ihrer Unverschämtheit einen Großangriff gegen die Gastgeberin wegen derer „übersteigerten Eingriffe in die Belange der jungen Familie“, speziell bei der Kindererziehung, startet. Ein Urproblem um die Macht im Kral eskaliert zur Lachnummer – aber niemandem der Anwesenden ist zum Lachen zumute!

Oft werden auch finanzielle Unvereinbarkeiten der Geschiedenen oder alte massive seelische Störungen beim einen oder anderen von ihnen neu aktiviert.

Nicht selten branden beim Fest sogar Konflikte zwischen der Tochter und ihrer leiblichen Mutter auf. Immer hocken die Kinder um die Großmutter herum! Aber das bringt es nun eben beim Feiern an den Tag, dass sich die Kinder dominant an die Großmutter gebunden haben, weil diese die hauptsächlich Betreuende der Enkel ist, während die junge Frau bald schon nach der Geburt des ersten Kindes ihre außerhäusliche Erwerbstätigkeit wieder aufgenommen hatte.

Beim gemeinsamen Weihnachtenfeiern war ihr das nun schmerzhaft sichtbar geworden und wurde von ihr sogleich mit stichelnden Bemerkungen beantwortet. „Im nächsten Jahr werde ich Deine Mutter nicht wieder einladen“, so eskaliert nach dem Fest die Enttäuschung der jungen Mutter mit einer Forderung an ihren Mann – und erzeugt so bei dem getreuen Sohn einen gefährlichen Ehekonflikt.

Aber unter dem Tannenbaum können auch Schwägerinnen eine ursprunghafte Feindseligkeit gegeneinander aktivieren, indem die eine die andere in modischen Neuheiten zu übertrumpfen sucht. Aber das ist auch hier nicht die Quelle der Aversion. Vielmehr hat die Tochter der Familie bereits die eingeheiratete Frau ihres Bruders als Eingriff einer fremden Person in das väterliche Gehege erlebt, weil sie – unverheiratet – dieses als ihr und der Ursprungsfamilie Eigenes, das ihr allein Zustehende versteht!

Ebenso selten können Jungmänner es aushalten, wenn sie das Gefühl haben, dass ihre Frau ihren eigenen Vater oder ihre eigene Mutter mehr liebt als ihn. Gar nicht aushalten können es junge Ehefrauen, wenn sie den Eindruck haben, dass ihr Mann seine Mutter mehr zu lieben scheint als sie!

All diese Zerwürfnisse lassen sich im Alltag des Neuen Jahres durch Festhaken an den Kränkungen und Zerwürfnissen in einer gefährlichen Weise fortsetzen und potenzieren. Die vielen seelischen Schmerzen, die dadurch entstehen, lassen sich freilich auch nicht einfach durch Verdrängen überwinden; denn sie neigen wie jede Überbetonung von allem Naturhaften zur Wucherung.

Selbst wenn sich ergibt, dass es vorrangig ein einziger Streithammel ist, der das Feuer anfacht, ist nicht Parteinahme, sondern eher kluge Gelassenheit und telefonische Zurückhaltung gefragt. Die zerstörerischen Tendenzen des Durcheinanderwerfens durch Distanzierung auszuhungern, ist die bessere Methode, rät uns Jesus Christus in der Begegnung mit den Angehörigen in seiner Heimatstadt (siehe Lukas 4/30).

Wie kann das bei uns gehen? Zunächst durch ein Erkennen der Infantilität, hinter der Macht- bzw. Besitzansprüche, aber vor allem das Bedürfnis nach Anerkennung und Wertgehaltensein stecken.

Aus dieser Einsicht lässt sich eine liebevolle, humorvolle Souveränität vorantreiben, indem sich alle Betroffenen ihre eigenen Gefahr, in solche kindischen Ansprüche zurückzufallen, bewusst machen.

Letztlich indem wir uns bemühen, uns selbst beim Auftauchen solcher Probleme nach dem Fest die Heilsbotschaft von Weihnachten auch im Alltag des neuen Jahres zum Maßstab des eigenen Verhaltens machen zu wollen und dann vorab daran zu arbeiten; denn das heißt schlicht:

Schaue bei solchen Konflikten als Erstes hinauf; denn nur durch diese Blickrichtung kannst du in aller dann bewusst werdenden Dankbarkeit gegenüber dem HERRN selbst so liebessatt werden, dass du das vorrangige Geliebtwerden-wollen von deinen Angehörigen nicht mehr als unbewusste Ursache sich rechtfertigender Reaktionen brauchst; denn dann wächst dir die Kraft zu, deine Nächsten zu lieben, selbst sogar dann, wenn sie sich feindlich gebärden.

Die trübe Quelle, auf der Suche nach Gegenliebe mit familienzerrüttenden Rachefeldzügen antworten zu wollen, zerfällt dann. Geduldiges Reifen auf die Bereitschaft zur Versöhnlichkeit hin kann dann eher zu wachsen beginnen. Schauen wir doch hin:

Sogar auf dem Feld der Familie hat sich der HERR nicht allein als Wunderheiler, sondern auch als Ratgeber und ganz direkt als der uns Vorausgehende erwiesen.

Christa Meves ist Bestseller-Autorin und Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche; sie leitet den Verein „Verantwortung für die Familie“, bei dem sich online weitere Infos und Artikel finden: http://www.vfa-ev.de/newsl.htm


Basis-Initiative mit Migranten wünscht eine ehrlichere Asyl-Debatte

.
Wir sind Lehrkräfte, Erzieher, Ehrenamtliche, Sozialarbeiter, BAMF-Übersetzer und Dolmetscher, Justizangestellte, Psychologen, Ärzte, Polizisten sowie säkular und kritisch eingestellte Geflüchtete und Migranten.
.
Wir alle sind Engagierte, die haupt- oder ehrenamtlich mit Geflüchteten und Menschen mit Migrationshintergrund arbeiten und haben teilweise selber einen Migrationshintergrund.
.
Wir erleben aufgrund unserer Arbeit an der Basis bzw. unserer eigenen Erfahrungen täglich die Auswirkungen der Asyl-/Migrationspolitik sowie der fehlenden politischen Unterstützung.

In unserer Arbeit an der Basis bzw. in unserem täglichen Leben werden wir regelmäßig mit Problemen und Missständen konfrontiert, die bislang in der öffentlichen Debatte zum Thema “Migration und Flucht” als Einzelfälle oder gar Ausnahmen deklariert werden.

Dabei handelt es sich eben nicht um Ausnahmen, wie wir anhand unserer Erfahrungen feststellen können.

Es ist uns ein dringendes Anliegen, unsere gesammelten Erfahrungen an die Öffentlichkeit zu bringen.

Um Probleme anzugehen, ist es erforderlich, diese offen und ehrlich zu benennen, um dann eine sachliche Debatte darüber zu führen, wie diese (vor allem auch auf politischer Ebene) gelöst werden können.

Wir von der Basis sehen uns in der Verantwortung, mit unserem – von vielen Menschen zusammengetragenen – Erfahrungsschatz wie auch erarbeiteten, möglichen Lösungsvorschlägen zu dieser Debatte beizutragen.

Quelle (Text/Foto) und weitere Infos über diese Initiative hier: https://basisinitiative.wordpress.com/


Prof. Jörg Meuthen: Macron sollte die EU und Europa nicht miteinander verwechseln

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron richtet sich heute mit einem Essay in zahlreichen Medien an die „Bürgerinnen und Bürger Europas“. Europa sei noch nie in so großer Gefahr gewesen, warnt das französische Staatsoberhaupt. Der AfD-Europaabgeordnete Prof. Dr Jörg Meuthen (siehe Foto) erklärt dazu:

„Emmanuel Macron spricht ständig von Europa, wenn er die EU meint. Das ist falsch, denn nicht Europa, sondern nur die EU ist aufgrund ökonomischer, bürokratischer und politischer Misswirtschaft der EU-Eliten in Gefahr.

Zudem wäre Macron gut beraten, erst einmal die zahlreichen massiven Probleme Frankreichs zu lösen – und zwar ohne deutsches Steuergeld –, bevor er sich wortreich als Retter ganz Europas inszeniert.

Niemand  –  schon gar nicht die rechtskonservativen Parteien in der EU  –  plant einen „Rückzug aus Europa“, wie Macron schreibt.

Im Gegenteil: Die AfD steht, wie viele der ihr verwandten Parteien aus den Mitgliedstaaten der EU, fest zu der Ursprungsidee eines Europas der Vaterländer, einer europäischen Gemeinschaft souveräner Staaten, die zum Wohle ihrer Bürger in all jenen Angelegenheiten zusammenwirken, die gemeinsam besser erledigt werden können.

Mit der Fortsetzung der Politik eines Emmanuel Macron, einer Angela Merkel und eines Jean-Claude Juncker gerät diese historische Aufgabe leider in immer größere Gefahr.“


Mainz: Universität bietet psychotherapeutische Hilfe für belastete Eltern an

Die Forschungs- und Lehrambulanz für Psychotherapie der Uni Mainz bietet eine Psychotherapie für Eltern an und untersucht die Wirkung auf die Kinder.

Jeder dritte bis vierte Erwachsene leidet im Laufe seines Lebens unter einer psychischen Störung. Wenn Eltern unter psychischen Störungen wie beispielsweise depressiven Störungen oder Angststörungen leiden, stellt dies zum einen spezielle Anforderungen an eine Psychotherapie, zum anderen können auch Kinder in verschiedenster Weise davon betroffen sein.

In der Forschungs- und Lehrambulanz der Poliklinischen Institutsambulanz für Psychotherapie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) wird eine individuelle Psychotherapie für Eltern angeboten.

Zusätzlich kann ein Teil der Eltern an dem Elterntraining „Triple P“ teilnehmen. Im Rahmen einer multizentrischen Studie werden die Effekte der Psychotherapie, insbesondere auch auf die Kinder, untersucht.

Die Studie erfolgt unter der Leitung von Prof. Dr. Hanna Christiansen, Philipps-Universität Marburg, sowie von Prof. Dr. Michael Witthöft und Jun.-Prof. Dr. Stefanie Jungmann am Standort Mainz.

An wen richtet sich das Angebot?

Eltern mit klinisch ausgeprägten psychischen Problemen und mindestens einem Kind im Alter von 1,5 bis 16 Jahren.

Wie ist der Ablauf?

Interessenten melden sich per Mail unter COMPARE-Familienstudie@uni-mainz.de oder per Telefon unter 0613139-39263. Die Verantwortlichen der Studie geben gerne nähere Auskünfte. In einem Telefonat wird besprochen, ob das Therapieangebot passend ist.

Kontakt: Jun.-Prof. Dr. Stefanie M. Jungmann
Abteilung Klinische Psychologie, Psychotherapie und experimentelle Psychopathologie
Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Wallstr. 3 in 55122 Mainz
Tel. 06131 39-39263, E-Mail: jungmann@uni-mainz.de

https://klipsy.uni-mainz.de/

 


AfD-Video zur Migrationskrise beschreibt Problemfelder und zeigt Lösungen auf

Die AfD veröffentlicht ein Video mit Fakten und Lösungsvorschlägen zur Migrationskrise (https://youtu.be/KVtxcZt7-M0). Der AfD-Bundestagsabgeordnete René Springer sagt dazu:

„Der Ansturm von Menschen aus Asien und Afrika nach Europa reißt nicht ab. Im Gegenteil: Die Ereignisse an Spaniens Küsten am Wochenende verdeutlichen, dass der Andrang weiter steigt. Die Jamaika-Sondierungen sind wesentlich an diesem Thema gescheitert.

Noch immer werden die Probleme von den meisten deutschen Politikern verharmlost, relativiert oder ganz geleugnet.

Die AfD hat die Problematik der Migrationskrise in einem Video zusammengefasst, nennt die Zahlen und erklärt Zusammenhänge. Am wichtigsten ist jedoch, dass auch die Lösungsvorschläge der AfD vorgestellt werden, um zu verdeutlichen, wie wir die Probleme bewältigen können.“


Kirchenzeitung: Ein „Machtwort“ des Papstes allein löst noch keine Probleme

Die katholische Kirchenzeitung „Tag des Herrn“ mit Sitz in Berlin ist das gemeinsame amtliche Bistumsblatt für die Diözesen Berlin, Dresden, Erfurt, Görlitz und Magdeburg, also für die neuen Bundesländer.

Unter dem etwas ironischen Titel „Wirbel im Vatikan  – Supermann kriegt auch Gegenwind“ veröffentlichte deren Online-Ausgabe am 8. Juli einen z.T. kritischen Artikel über jüngste Vorgänge im Vatikan, darunter die Entlassung Gerhard Müllers als Präfekt der Glaubenskongregation: http://www.tag-des-herrn.de/content/supermann-kriegt-auch-gegenwind

Daß  z.B. Kardinal Müller den Laufpaß bekam, komme  – so Autor Roland Juchem  – einem „Erdbeben gleich“ und verweise auf „grundlegende Probleme“ für den Papst, der in der Kirche für „Wirbel“ sorgen wolle. Allerdings sei seine Theologie „innerkirchlich umstritten“:

„Nicht nur Kardinal Müller hat verschiedentlich klar gemacht, dass er theologisch anders denkt als der aktuelle Nachfolger des Petrus. Vor kurzem war bekannt geworden, dass die vier Kardinäle Burke, Caffarra, Meisner und Brandmüller, die bereits im Herbst 2016 Teile von Franziskus’ Ehelehre in „Amoris laetitia“ anzweifelten, erneut um eine Audienz ersuchen. Sie wollen dem Papst über gravierende Zweifel und drohende Spaltungen in der Kirche berichten.“

Danach heißt es, so „schnell“ werde der Pontifex „stark konservative Kräfte oder andere Kritiker nicht ruhigstellen“ – zumal ein „bloßes Machtwort“ dafür nicht ausreiche  – auch nicht das eines Papstes.

Zudem sei „unsicher“, wie die von Franziskus angepeilte Kurienreform sich weiter entwickle.


Polizeigewerkschaft: Politik verursacht Flüchtlingsprobleme und läßt Polizei im Stich

Die Vorfälle in Clausnitz (Sachsen) bei der Ankunft eines Flüchtlingsbusses ziehen eine breite Diskussion nach sich. DPolG-Bundesvorsitzender Rainer Wendt sagte gegenüber der Huffington Post: „Die Politik verursacht die Probleme in der Flüchtlingskrise und lässt die Polizei mit den Folgen alleine“.

Passiere dann jedoch etwas, würden „die Parteien den Beamten die Schuld an der Eskalation geben“, mahnt Wendt. Er kritisiert den massiven Stellenabbau bei der Polizei in den vergangenen Jahren.


Die Liebe im Spannungsfeld von Glücks-Sehnsucht und Alltags-Streß

Von Prof. Dr. Albert Wunsch
albert_wunsch

Ja, der Traum von der ewig jungen Liebe hat immer Konjunktur. Selbst Wirtschaftskrisen lassen die Schmetterlinge in den Bäuchen von Verliebten nicht in die Depression geraten.

Sie tummeln sich unbeschwert – abseits von politischen Krisen und finanzieller Ebbe – und fahren Zusatz-Schichten beim Produzieren ihres sattsam bekannten Kribbel-Gefühls. So können selbst düsterste Euro-Perspektiven das Glück wahrhaft Liebender kaum trüben.

Gesellschaftliche Krisen steigern geradezu die Sehnsucht nach einer intakten oder gar heilen Welt. Denn wenn schon unser Erspartes keine Zinsen mehr bringt und auch der Arbeitsplatz unsicher ist, dann sollen wenigstens glückliche Beziehungen ein Hort der Geborgenheit und Sicherheit sein, unseren Sehnsüchten und Hoffnungen eine Zuflucht ermöglichen.

So schaffen lebendige und stabile Partnerschaften eine solide Basis, um finanzielle Beeinträchtigungen, berufliche Rückschläge, heimtückische Krankheiten oder sonstige Schicksalsschläge zuversichtlicher tragen oder ecropped-ZIM_5640rtragen zu können.

Wenn Sie – vielleicht als Kind oder Jugendlicher – die Möglichkeit hatten, Berichten von Großeltern oder anderen Zeitzeugen aus der Kriegs- bzw. Nachkriegs-Generation lauschen zu können, dann werden solche Zusammenhänge ganz konkret spürbar. 

So berichtete mir eine 90-Jährige: „Wenn unser Glaube an unsere eheliche Treue nicht so groß gewesen wäre, wir nicht in der Zuversicht unserer tiefen Liebe gelebt hätten, woher hätten wir die Kraft nehmen sollen, selbst nach der zweiten Ausbombung in einem völlig zerstörten Köln die Hoffung auf eine bessere Zukunft nicht aufzugeben?“

Und ich gehe davon aus, dass ganz viele Menschen dies ähnlich erlebt haben. Das so genannte Wirtschaftswunder ist auf diesem Hintergrund eigentlich ganz nüchtern betrachtet eine Groß-Demonstration der Lebenserfahrung: „Kraft wächst aus der Hoffnung auf bessere Zeiten, und stabile Weg-Gemeinschaften sind der Nährboden für starke und zufriedene Partnerschaften, welche somit die größte Aussicht auf den angestrebten Lebens-Erfolg bieten.“

In ‚Sonntagsreden’ wird gern herausgestellt, dass „Partnerschaft und Familie“ des Deutschen höchstes Gut seien. Auch Meinungsforscher belegen kontinuierlich diese Einschätzung.

Wenn dem so ist, kann es sich bei den hohen Ehescheidungszahlen und den vielen Beziehungsbrüchen unverheirateter Paare nur um ein nicht gewolltes oder allenfalls fahrlässig herbeigeführtes Desaster handeln. Wahrscheinlich liegt es auch daran, dass zu viele Männer und Frauen mit recht naiven Vorstellungen oder mangelhaften Voraussetzungen ins Beziehungsleben starten. BILD0235

Ungeübtheit in gelingender Kommunikation, zu geringe Kenntnisse über wichtige Voraussetzungen für ein ausgeglichenes Paar- und Familienleben, ein zu schwach ausgeprägtes gebendes und hörendes ICH verurteilen solche Beziehungen zum Scheitern.

Ein Blick ins persönliche Umfeld offenbart: Immer mehr Paare, welche mit hoffnungsvollen Erwartungen ihre Lebensgemeinschaft begonnen haben, geraten zu schnell in beträchtliche Turbulenzen. Häufig wird dann in einer Trennung der einzige Ausweg gesehen. Nicht selten geschieht dies nach der Maxime: „Erst heiß begehrt, dann kalt abserviert.“

In nahezu der Hälfte aller Scheidungen bzw.Trennungen sind jedoch nicht nur die Partner selbst, sondern auch ihre Kinder betroffen, wenn getrennt wird, was einmal zusammengehörte. Würden die Paare vorher überblicken, dass der ins Visier genommene Abbruch einer Beziehung oft der Beginn von jahrelangen, häufig auch juristischen Auseinandersetzungen, Demütigungen, finanziellen Belastungen und beträchtlichen psychosomatischen Langzeit-Beeinträchtigungen ist, würden viele sicher anders handeln.

„Wir haben es nicht geschafft, unsere Ehe lebendig zu halten. Als Eltern lief unser Motor meist auf Hochtouren und wir funktionierten prächtig, aber als Paar haben wir zu wenig auf Pausen der Zweisamkeit geachtet und manch notwendigen Boxenstopp oder Ölwechsel aus dem Blickfeld verloren. Das sehe ich heute ganz klar, aber es dauerte lange, bis mir das klar wurde“, so eine End-Dreißigerin in einem Beratungsgespräch. Und sie ergänzt: „Ich werfe dies meinem Ex-Mann nicht vor, wir haben uns in der Geschäftigkeit des Alltags verloren und es viel zu spät bemerkt.“IMG_1468 (2)

Auf dem Hintergrund meiner langjährigen Tätigkeit in der Paarberatung komme ich zu dem Ergebnis, dass fast 80% der Paare, welche auseinandergehen, dies bei besseren Voraussetzungen und regelmäßigerer Selbstkontrolle hätten vermeiden können.

In Krisen wegzulaufen oder möglichst schnell in den Armen eines/einer Neuen abzutauchen und die Gründe für das Scheitern nicht aufzuarbeiten, ist mehr als naiv. Es ist immer wieder neu faszinierend, wenn ein kleines Kind mitten in einem Raum stehend die Augen schließt und in altersgemäßer Unbekümmertheit fragt: „Wo bin ich?“

Aber wem nützt es, wenn nach Jahren Erwachsene so vor selbst verursachten Realitäten die Augen verschließen?

Egal, wo in den jeweiligen Partnerschaften ein Verbesserungsbedarf erkennbar wird – ignorieren Paare diese Zusammenhänge und schaffen sich nicht regelmäßig kleine oder größere Aus-Zeiten, um in Intensität miteinander emotional, geistig und körperlich das Leben zu teilen, wird dies auf Dauer zur Ent-Zweiung führen.

Denn die Energie-Stärke eines Paares bzw. einer Familie ist neben einem gesunden und förderlichen Lebenswandel sowie erfüllend-herausfordernden Aufgaben auch von systematischer und sorgfältiger Pflege abhängig. Diese Erkenntnis ist eine ultimative Botschaft, weil das Zerbrechen von Partnerschaften kein Naturgesetz ist!

Zum Autor:

Dr. Albert Wunsch ist Psychologe, Diplom Sozialpädagoge, Diplom Pädagoge und promovierter Erziehungswissenschaftler. Bevor er 2004 eine Lehrtätigkeit an der Katholischen Hochschule NRW in Köln (Bereich Sozialwesen) begann, leitete er ca. 25 Jahre das Katholische Jugendamt in Neuss.

Im Jahre 2013 begann er eine hauptamtliche Lehrtätigkeit an der Hochschule für Ökonomie und Management (FOM) in Essen / Neuss. Außerdem hat er seit vielen Jahren einen Lehrauftrag an der Philosophischen Fakultät der Uni Düsseldorf und arbeitet in eigener Praxis als Paar-, Erziehungs-, Lebens- und Konflikt-Berater sowie als Supervisor und Konflikt-Coach (DGSv). Er ist Vater von 2 Söhnen und Großvater von 3 Enkeltöchtern und lebt in Neuss-Schlicherum.

Seine Bücher: Die Verwöhnungsfalle (auch in Korea und China erschienen), Abschied von der Spaßpädagogik, Boxenstopp für Paare und: Mit mehr Selbst zum stabilen ICH – Resilienz als Basis der Persönlichkeitsbildung; diese Werke lösten ein starkes Medienecho aus und machten Prof. Wunsch im deutschen Sprachbereich sehr bekannt.

Weitere Infos: www.albert-wunsch.de

 

 


ZDF-Moderator Peter Hahne kritisiert zeitgeistig angepaßte Weihnachtspredigten

Kritik an freudlosen Predigten zur Weihnachtszeit übt der Fernsehmoderator und Bestsellerautor Peter Hahne.

In seiner Kolumne in der Zeitung „Bild am Sonntag“ vom 29. Dezember zitiert er einen Kollegen, der seit Jahren zum ersten Mal wieder am Christfest eine evangelische Kirche besucht hat: „Die Botschaft war nicht froh, sondern das Pädagogen-Gelaber eines Gleichstellungs- und Flüchtlingsbeauftragten.“ 109fab9abe

Dabei laute die Botschaft des Engels in der Heiligen Nacht doch „Siehe, ich verkündige euch große Freude“ und nicht „Ich verkündige euch große Probleme“. Zwar dürfe und müsse die Kirche auch politisch sein, so Hahne. Doch habe Altbundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) recht mit seinem Wunsch: „Eine Predigt ist etwas anderes als die Tagesschau.“

Der evangelische Theologe Hahne  –  er war von 1992 bis 2009 Mitglied des Rates der EKD  –   fragt, warum die Kirchen nicht die einzigen überfüllten Gottesdienste des Jahres zur Werbung für sich selbst und für die „tolle Botschaft von Freude und Hoffnung“ machen.

Stattdessen würden „blutleere Vorträge gehalten, wie sie jeder Krankenkassenfunktionär und jeder Parteipolitiker besser hinbekommt“.

Jedenfalls sei sein Kollege so niedergeschlagen von der „Weltenmoral des Herrn Pfarrers“ gewesen, dass er nie mehr eine Kirche betreten wolle. Hahnes Fazit: „Ich kann das bedauern, verdenken kann ich es ihm nicht.“

Quelle: http://www.idea.de