Polizeigewerkschaft: Politik verursacht Flüchtlingsprobleme und läßt Polizei im Stich

Die Vorfälle in Clausnitz (Sachsen) bei der Ankunft eines Flüchtlingsbusses ziehen eine breite Diskussion nach sich. DPolG-Bundesvorsitzender Rainer Wendt sagte gegenüber der Huffington Post: „Die Politik verursacht die Probleme in der Flüchtlingskrise und lässt die Polizei mit den Folgen alleine“.

Passiere dann jedoch etwas, würden „die Parteien den Beamten die Schuld an der Eskalation geben“, mahnt Wendt. Er kritisiert den massiven Stellenabbau bei der Polizei in den vergangenen Jahren.


Die Liebe im Spannungsfeld von Glücks-Sehnsucht und Alltags-Streß

Von Prof. Dr. Albert Wunsch
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Ja, der Traum von der ewig jungen Liebe hat immer Konjunktur. Selbst Wirtschaftskrisen lassen die Schmetterlinge in den Bäuchen von Verliebten nicht in die Depression geraten.

Sie tummeln sich unbeschwert – abseits von politischen Krisen und finanzieller Ebbe – und fahren Zusatz-Schichten beim Produzieren ihres sattsam bekannten Kribbel-Gefühls. So können selbst düsterste Euro-Perspektiven das Glück wahrhaft Liebender kaum trüben.

Gesellschaftliche Krisen steigern geradezu die Sehnsucht nach einer intakten oder gar heilen Welt. Denn wenn schon unser Erspartes keine Zinsen mehr bringt und auch der Arbeitsplatz unsicher ist, dann sollen wenigstens glückliche Beziehungen ein Hort der Geborgenheit und Sicherheit sein, unseren Sehnsüchten und Hoffnungen eine Zuflucht ermöglichen.

So schaffen lebendige und stabile Partnerschaften eine solide Basis, um finanzielle Beeinträchtigungen, berufliche Rückschläge, heimtückische Krankheiten oder sonstige Schicksalsschläge zuversichtlicher tragen oder ecropped-ZIM_5640rtragen zu können.

Wenn Sie – vielleicht als Kind oder Jugendlicher – die Möglichkeit hatten, Berichten von Großeltern oder anderen Zeitzeugen aus der Kriegs- bzw. Nachkriegs-Generation lauschen zu können, dann werden solche Zusammenhänge ganz konkret spürbar. 

So berichtete mir eine 90-Jährige: „Wenn unser Glaube an unsere eheliche Treue nicht so groß gewesen wäre, wir nicht in der Zuversicht unserer tiefen Liebe gelebt hätten, woher hätten wir die Kraft nehmen sollen, selbst nach der zweiten Ausbombung in einem völlig zerstörten Köln die Hoffung auf eine bessere Zukunft nicht aufzugeben?“

Und ich gehe davon aus, dass ganz viele Menschen dies ähnlich erlebt haben. Das so genannte Wirtschaftswunder ist auf diesem Hintergrund eigentlich ganz nüchtern betrachtet eine Groß-Demonstration der Lebenserfahrung: „Kraft wächst aus der Hoffnung auf bessere Zeiten, und stabile Weg-Gemeinschaften sind der Nährboden für starke und zufriedene Partnerschaften, welche somit die größte Aussicht auf den angestrebten Lebens-Erfolg bieten.“

In ‚Sonntagsreden’ wird gern herausgestellt, dass „Partnerschaft und Familie“ des Deutschen höchstes Gut seien. Auch Meinungsforscher belegen kontinuierlich diese Einschätzung.

Wenn dem so ist, kann es sich bei den hohen Ehescheidungszahlen und den vielen Beziehungsbrüchen unverheirateter Paare nur um ein nicht gewolltes oder allenfalls fahrlässig herbeigeführtes Desaster handeln. Wahrscheinlich liegt es auch daran, dass zu viele Männer und Frauen mit recht naiven Vorstellungen oder mangelhaften Voraussetzungen ins Beziehungsleben starten. BILD0235

Ungeübtheit in gelingender Kommunikation, zu geringe Kenntnisse über wichtige Voraussetzungen für ein ausgeglichenes Paar- und Familienleben, ein zu schwach ausgeprägtes gebendes und hörendes ICH verurteilen solche Beziehungen zum Scheitern.

Ein Blick ins persönliche Umfeld offenbart: Immer mehr Paare, welche mit hoffnungsvollen Erwartungen ihre Lebensgemeinschaft begonnen haben, geraten zu schnell in beträchtliche Turbulenzen. Häufig wird dann in einer Trennung der einzige Ausweg gesehen. Nicht selten geschieht dies nach der Maxime: „Erst heiß begehrt, dann kalt abserviert.“

In nahezu der Hälfte aller Scheidungen bzw.Trennungen sind jedoch nicht nur die Partner selbst, sondern auch ihre Kinder betroffen, wenn getrennt wird, was einmal zusammengehörte. Würden die Paare vorher überblicken, dass der ins Visier genommene Abbruch einer Beziehung oft der Beginn von jahrelangen, häufig auch juristischen Auseinandersetzungen, Demütigungen, finanziellen Belastungen und beträchtlichen psychosomatischen Langzeit-Beeinträchtigungen ist, würden viele sicher anders handeln.

„Wir haben es nicht geschafft, unsere Ehe lebendig zu halten. Als Eltern lief unser Motor meist auf Hochtouren und wir funktionierten prächtig, aber als Paar haben wir zu wenig auf Pausen der Zweisamkeit geachtet und manch notwendigen Boxenstopp oder Ölwechsel aus dem Blickfeld verloren. Das sehe ich heute ganz klar, aber es dauerte lange, bis mir das klar wurde“, so eine End-Dreißigerin in einem Beratungsgespräch. Und sie ergänzt: „Ich werfe dies meinem Ex-Mann nicht vor, wir haben uns in der Geschäftigkeit des Alltags verloren und es viel zu spät bemerkt.“IMG_1468 (2)

Auf dem Hintergrund meiner langjährigen Tätigkeit in der Paarberatung komme ich zu dem Ergebnis, dass fast 80% der Paare, welche auseinandergehen, dies bei besseren Voraussetzungen und regelmäßigerer Selbstkontrolle hätten vermeiden können.

In Krisen wegzulaufen oder möglichst schnell in den Armen eines/einer Neuen abzutauchen und die Gründe für das Scheitern nicht aufzuarbeiten, ist mehr als naiv. Es ist immer wieder neu faszinierend, wenn ein kleines Kind mitten in einem Raum stehend die Augen schließt und in altersgemäßer Unbekümmertheit fragt: „Wo bin ich?“

Aber wem nützt es, wenn nach Jahren Erwachsene so vor selbst verursachten Realitäten die Augen verschließen?

Egal, wo in den jeweiligen Partnerschaften ein Verbesserungsbedarf erkennbar wird – ignorieren Paare diese Zusammenhänge und schaffen sich nicht regelmäßig kleine oder größere Aus-Zeiten, um in Intensität miteinander emotional, geistig und körperlich das Leben zu teilen, wird dies auf Dauer zur Ent-Zweiung führen.

Denn die Energie-Stärke eines Paares bzw. einer Familie ist neben einem gesunden und förderlichen Lebenswandel sowie erfüllend-herausfordernden Aufgaben auch von systematischer und sorgfältiger Pflege abhängig. Diese Erkenntnis ist eine ultimative Botschaft, weil das Zerbrechen von Partnerschaften kein Naturgesetz ist!

Zum Autor:

Dr. Albert Wunsch ist Psychologe, Diplom Sozialpädagoge, Diplom Pädagoge und promovierter Erziehungswissenschaftler. Bevor er 2004 eine Lehrtätigkeit an der Katholischen Hochschule NRW in Köln (Bereich Sozialwesen) begann, leitete er ca. 25 Jahre das Katholische Jugendamt in Neuss.

Im Jahre 2013 begann er eine hauptamtliche Lehrtätigkeit an der Hochschule für Ökonomie und Management (FOM) in Essen / Neuss. Außerdem hat er seit vielen Jahren einen Lehrauftrag an der Philosophischen Fakultät der Uni Düsseldorf und arbeitet in eigener Praxis als Paar-, Erziehungs-, Lebens- und Konflikt-Berater sowie als Supervisor und Konflikt-Coach (DGSv). Er ist Vater von 2 Söhnen und Großvater von 3 Enkeltöchtern und lebt in Neuss-Schlicherum.

Seine Bücher: Die Verwöhnungsfalle (auch in Korea und China erschienen), Abschied von der Spaßpädagogik, Boxenstopp für Paare und: Mit mehr Selbst zum stabilen ICH – Resilienz als Basis der Persönlichkeitsbildung; diese Werke lösten ein starkes Medienecho aus und machten Prof. Wunsch im deutschen Sprachbereich sehr bekannt.

Weitere Infos: www.albert-wunsch.de

 

 


ZDF-Moderator Peter Hahne kritisiert zeitgeistig angepaßte Weihnachtspredigten

Kritik an freudlosen Predigten zur Weihnachtszeit übt der Fernsehmoderator und Bestsellerautor Peter Hahne.

In seiner Kolumne in der Zeitung „Bild am Sonntag“ vom 29. Dezember zitiert er einen Kollegen, der seit Jahren zum ersten Mal wieder am Christfest eine evangelische Kirche besucht hat: „Die Botschaft war nicht froh, sondern das Pädagogen-Gelaber eines Gleichstellungs- und Flüchtlingsbeauftragten.“ 109fab9abe

Dabei laute die Botschaft des Engels in der Heiligen Nacht doch „Siehe, ich verkündige euch große Freude“ und nicht „Ich verkündige euch große Probleme“. Zwar dürfe und müsse die Kirche auch politisch sein, so Hahne. Doch habe Altbundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) recht mit seinem Wunsch: „Eine Predigt ist etwas anderes als die Tagesschau.“

Der evangelische Theologe Hahne  –  er war von 1992 bis 2009 Mitglied des Rates der EKD  –   fragt, warum die Kirchen nicht die einzigen überfüllten Gottesdienste des Jahres zur Werbung für sich selbst und für die „tolle Botschaft von Freude und Hoffnung“ machen.

Stattdessen würden „blutleere Vorträge gehalten, wie sie jeder Krankenkassenfunktionär und jeder Parteipolitiker besser hinbekommt“.

Jedenfalls sei sein Kollege so niedergeschlagen von der „Weltenmoral des Herrn Pfarrers“ gewesen, dass er nie mehr eine Kirche betreten wolle. Hahnes Fazit: „Ich kann das bedauern, verdenken kann ich es ihm nicht.“

Quelle: http://www.idea.de


Studie über das Schweigen der Männer bei „Beziehungsproblemen“

Jeder zweite Mann macht Beziehungsprobleme und Liebeskummer mit sich selber aus.  Nur 40 Prozent sprechen mit dem besten Freund über Partnerschaftsstreß, so das Ergebnis der ElitePartner-Männerstudie. 16 Prozent wenden sich an eine gute Freundin.

Wenn es in der Beziehung kriselt, vertrauen sich Männer selten jemand anderes an: 47 Prozent machen Beziehungsthemen nur mit sich aus. Besonders ältere Männer schweigen: 68 Prozent der Männer ab Mitte 50 reden mit niemandem über seelischen Streß und Streit in der Partnerschaft.

Single-Männer sprechen offener über Herzschmerz: 49 Prozent wenden sich damit an den besten Freund. Knapp jeder Dritte vertraut sich einer guten Freundin an  –  und jeder Zehnte geht bei Liebeskummer zu seiner Mutter.

„Das Klischee, dass viele Männer nicht über Liebesdinge reden, hat nach wie vor einen wahren Kern“, konstatiert Diplom-Psychologin Lisa Fischbach von ElitePartner.

Quelle: ElitePartner