Sollen Mischwesen als Organspender dienen?

In Japan sind erstmals Tierversuche genehmigt worden, die das Erzeugen von menschlichen Organen in lebenden Mäusen, Ratten und Schweinen ermöglichen sollen. Das meldet dpa unter Berufung auf die zuständige Direktorin Ayako Maesawa vom japanischen Wissenschaftsministerium.

Zuvor hatte der Korrespondent des Wissenschaftsmagazins „Nature“, David Cyranoski, berichtet, der japanische Stammzellforscher Hiromitsu Nakauchi habe die Genehmigung erhalten, die Mensch-Tier-Wesen in Leihmuttertieren heranwachsen zu lassen und anschließend auch zur Welt zu bringen. Die Forscher hoffen auf diese Weise, zukünftig transplantierbare Organe zu erhalten und den Organmangel zu beseitigen.

Der Molekularbiologe Professor Dr. med. Paul Cullen, der sich seit Jahren intensiv mit der Chimärenforschung beschäftigt, hält die geplanten Experimente für eine „absolute Horrorvision“ und ein „Verbrechen“, das einen Angriff auf die Gattungswürde des Menschen darstelle.

Das erklärte Prof. Cullen (siehe Foto), der auch Chef der „Ärzte für das Leben“ ist, im Interview mit der kath. Wochenzeitung „Tagespost“.

Quelle: ALFA-Newsletter – Foto: Felizitas Küble


„Ärzte für das Leben“ gegen Bluttest: Keine Selektion von Kindern mit Down-Syndrom

Der Vorsitzende der „Ärzte für das Leben“, Professor Dr. med. Paul Cullen (siehe Foto), kritisiert den Beschluss des 122. Ärztetags in Münster, die umstrittenen pränatalen Bluttests zur Feststellung von Trisomien in den Leistungskatalog der Krankenkassen aufzunehmen. 

Ende Mai hatte die Bundesärztekammer mitgeteilt, der Ärztetag habe beschlossen,dass „Bluttests zur vorgeburtlichen Feststellung einer Trisomie … als Kassenleistung verankert sein [sollen] … Die Frage über die Entscheidung, ein behindertes Kind zu gebären und zu pflegen, dürfe nicht vom Geldbeutel der werdenden Eltern abhängig gemacht werden.“

Im Konzert mit vielen anderen gleichlautenden Verlautbarungen aus anderen gesellschaftlichen Kreisen werde dieser Beschluss aus der Ärzteschaft maßgeblich dazu beitragen, dass der sog. „Praenatest“ auf Down-Syndrom und anderen seltenen Trisomie in Deutschland bald Routine werde.

„Mit diesem Schritt wird das Schicksal der meisten Kinder mit Down-Syndrom in Deutschland besiegelt sein. Denn die ganz überwiegende Mehrheit solcher Kinder erblicken bei einem vorgeburtlichen Nachweis nicht das Licht der Welt, sondern werden abgetrieben“, so Cullen weiter.

Der Vorsitzende der Ärzte für das Leben verteidigte in diesem Zusammenhang auch den Gebrauch des Wortes „Selektion“. Welcher Zweck wird mit den Praenatest verfolgt, „wenn nicht die Selektion von Menschen mit Down-Syndrom?“

Unlängst habe der emeritierte Hamburger Strafrechtler Reinhard Merkel, der im Falle des Down Syndroms der Abtreibung bis direkt vor der Geburt das Wort rede, sich massiv gegen die Verwendung des Begriffs „Selektion“ in Zusammenhang mit dem Praenatest ausgesprochen. Merkel habe sogar versucht, diesen Begriff in einem „Framing“ mit der „Rampe von Auschwitz“ zu verbinden (FAZ vom 26.4.2019).

„Dabei wird das Wort ,Selektion’ in diesem Kontext universell verwendet. Selbst Autoren wie die Feministin und entschiedene Befürworterin einer liberalen Abtreibungspraxis, Kirsten Achtelik, kritisieren die Pränataldiagnostik scharf und sprechen in diesem Zusammenhang von dem Wunsch nach einer ,Selbstbestimmung ohne Selektion’“, erklärte Cullen und fügte hinzu:

„Dass der Ärztetag seinen Beschluss mit wirtschaftlichen Argumenten rechtfertigt, macht die Sache nicht besser. Anstatt vor der Gefahr einer flächendeckenden Ausweitung dieses Tests in Richtung einer regelrechten Rasterfahndung zu warnen, wird unter dem Deckmantel des sozialen Gewissens ein zutiefst unmenschliche und gegen das ärztliche Ethos gerichtete Praxis legitimiert.“

Quelle: Newsletter der Aktion Lebensrecht für alle (ALfA)


Prof. Paul Cullen sprach in Fulda zum Thema „Mensch 2.0“ – ein Homo Perfectus?

Warnung eines Bioethikers vor dem Transhumanismus

Der Vorsitzende der „Ärzte für das Leben“, Professor Dr. med. Paul Cullen (siehe Fotos), hat eindringlich vor dem Transhumanismus gewarnt. 

Auf Einladung der „Christdemokraten für das Leben“ (CDL) und der „Aktion Lebensrecht für Alle“ (ALfA) sprach Cullen am vergangenen Freitag vor knapp 200 Zuhörern im VHS-Forum im Kanzler-Palais gegenüber der Fuldaer Stadtkirche.

Der Vortrag mit anschließender Diskussion stand unter dem Titel „Mensch 2.0 – Homo Perfectus? Von Retortenbabys, Mischwesen und Cyborgs“.

Transhumanisten strebten danach, die „anthropologischen Grenzen des Menschen“ mit Hilfe der sogenannten GRIN-Technologien „zu überwinden“ und neue, „posthumane Wesen“ zu schaffen, erklärte Dr. Cullen. (GRIN ist ein Akronym und steht für Genetik, Robotik, Informationstechnologie und Nanotechnologie.)

Im Transhumanismus, den Cullen als „Neoreligion“ bezeichnete, „die sich der Sprache der Wissenschaft bedient“, habe „der Mensch, wie wir ihn kennen, am Ende keinen Platz mehr“. Kurzfristige Ziele des Transhumanismus seien die Verlängerung der Lebenserwartung, die Steigerung der Intelligenz und die Überwindung der physischen und psychischen Grenzen des Menschen.

Mittelfristig strebten Transhumanisten nach der Verschmelzung von Mensch und Maschine. Langfristig ginge es Transhumanisten gar um Unsterblichkeit.

Im weiteren Verlauf seines Vortrags wandte sich der Molekularbiologe auch aktuelle bioethischen Debatten wie der zu, ob Menschen mittels der CRISPR/Cas-Technologie in die menschliche Keimbahn eingreifen sollten.

Cullen, der einräumte, sich für den Mechanismus der Genscheren und ihre Effizienz („präziser, schneller, preiswerter“) durchaus zu begeistern, warnt dennoch eindringlich vor ihrem Einsatz beim Menschen. Seine Ablehnung begründete Cullen u. a. mit der „Janusköpfigkeit der Genetik“.

BILD: Prof. Cullen im Gespräch mit Cordula Mohr aus Rheine, einer aktiven Lebensrechtlerin bei ALFA und CDL

Zahlreiche genetische Mutationen hätten sowohl „positive wie negative Auswirkungen“. So senke etwa eine Mutation des Gens APOE2 das Risiko für Morbus Alzheimer, erhöhe jedoch das Risiko für Fettstoffwechselstörungen. Andere Mutationen senkten hingegen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, gingen dafür aber mit einem erhöhten Risiko für Alzheimer einher.

Da genetische Veränderungen der Keimbahn an alle nachfolgenden Generationen weitervererbt würden, käme ein Herumbasteln am genetischen Code des Menschen einem „Freilandversuch in der Zeit“ gleich.

„Wir wissen schlicht nicht, was wir damit anstellen“, erklärte Cullen.

Ausführlich ging der Mediziner auch auf die Herstellung von Mensch-Tier-Wesen ein. Diese würden vor allem mit dem Ziel erzeugt, Fortschritte bei der Xenotransplantation zu machen. Eine Reihe von Forschern hoffe, in solchen Mischwesen Organe für die Transplantation beim Menschen reifen lassen zu können.

Cullen lehnt das ab. In den Mensch-Schwein-Mischembryonen, wie sie etwa der Spanier Juan Carlos Izpisúa Belmonte in La Jolla in US-Bundesstaat Kalifornien herstellt, erblickt der Vorsitzende der „Ärzte für das Leben“ eine schwere Verletzung der „Gattungswürde“ des Menschen.

Die Unverfügbarkeit des Menschen, der als einziges Lebewesen in der Lage sei, Verantwortung für sich und seine natürlichen, geschichtlichen und kulturellen Lebensgrundlagen zu übernehmen, sei ein „vergessenes Menschenrecht“, sagte Dr. Cullen.

Quelle: Newsletter der Aktion Lebensrecht für Alle e.V.


Rheine: Professor Paul Cullen sprach über gentechnische Chancen und Irrwege

Von Felizitas Küble

Im Rahmen der kirchlich-ökumenischen „Woche für das Leben“ veranstaltete die Aktion Lebensrecht für alle (ALfA) gemeinsam mit den Christdemokraten für das Leben (CDL) am Dienstag (7. Mai) einen Vortragsabend mit dem Bioethik-Experten und Molekularbiologen Prof. Dr. Paul Cullen zum Thema „Vom Retortenbaby zum Mischwesen. Irrungen und Wirrungen in der Reproduktionsmedizin.“

Der Münsteraner Mediziner engagiert sich als Vorsitzender der „Ärzte für das Leben“ deutschlandweit für den Respekt vor der Unanstastbarkeit der Menschenwürde vor und nach der Geburt. Dabei informiert er kompetent und auch für Laien verständlich über die Chancen und Gefahren der modernen Reproduktionsmedizin. 

Cordula Mohr (siehe Foto) eröffnete als Vorsitzende des ALFA-Regionalverbands Nordmünsterland die Abendveranstaltung im gut besuchten Pfarrheim St. Antonius in Rheine und bedankte sich besonders bei Pfarrer Meinolf Winzeler, der selber anwesend war, für die Verfügungstellung des Pfarrsaales.

Es gehe bei dem Vortrag darum, so erklärte sie, wie wir „mit unserem Menschsein und mit der Schöpfungsordnung Gottes verantwortlich umgehen können“. Es bringe unabsehbare Gefahren und Risiken mit sich, sich hierbei auf ein „Spiel mit dem Feuer“ einzulassen.

Dr. Cullen (siehe Fotos) sprach in seinem Vortrag, der durch Info-Grafiken und Schaubilder auf der Leinwand illustriert wurde, ein breites Spektrum brisanter bioethischer Herausforderungen an. Als „Startschuss“ des gentechnischen Neulands in der Fortpflanzungsmedizin bezeichnete er die Geburt des ersten „Retortenbabys“ am 25. Juli 1978 in Nordengland.

Nach wie vor seien Großbritannien  – und inzwischen auch China – weltweit die Vorreiterstaaten für „revolutionäre“ Verfahren.  Der Redner schilderte die Problematik der neuesten Gen-Schere  – CRISP/cas9 genannt  – über das „Sozial Egg Freezing“  – auf Zeit eingefrorene Eizellen, etwa um Karrierewünsche nicht vor dem Kinderkriegen stören zu lassen  –  bis hin zu Auswüchsen in Richtung „Designer-Baby“ oder gar Tier-Mensch-Mischwesen, sogenannte „Chimären“.

Der Medizinprofessor sieht nicht im gentechnischen Fortschritt als solchem das Problem, sondern in seiner Anwendung jenseits von Lebensrecht und Menschenwürde, etwa hinsichtlich der vorgeburtlichen Diagnostik im Dienste von Selektion und Abtreibung oder der vielen überzähligen Embryonen infolge künstlicher Befruchtung, die hierzulande aufgrund des Embryonenschutzgesetzes zwar „nur“ eingefroren, in manch anderen Teilen der Welt aber vernichtet würden.

Zudem wisse man nicht, wie lange das Embryonenschutzgesetz in Deutschland aufrechterhalten werde. Kritisch äußerte sich Dr. Cullen auch über vielfach übertriebenen Erwartungen an die Reagenzglas-Befruchtung (In Vitro Fertilisation), denn fünf von sechs betroffenen Frauen, die sich der zermürbenden IVF-Behandlung unterziehen, bringen kein Kind zur Welt.

Der Referent erwähnte zudem die gesundheitlichen Risiken sowohl für die Mutter wie für das IVF-Kind auch hinsichtlich späterer Langzeitfolgen.

Aus Sicht des Arztes sollte sich die Reproduktionsmedizin, die sich auf künstliche Methoden fixiere, stärker mit den natürlichen Chancen und Lösungen bei unerfülltem Kinderwunsch befassen.

Auf eine Nachfrage in der Diskussionsrunde hin bestätigte er, dass die Natürliche Empfängnisregelung (NER) eine stärkere Wertschätzung erfahren sollte, da sie nicht allein die Geburten reguliere, sondern auch den Zeitpunkt des Eisprungs genauer eingrenzen und damit die Chancen einer Befruchtung erhöhen könne.

Zugleich stellte der Mediziner klar, dass der gentechnische Fortschritt neben bedrohlichen Entwicklungen bei richtiger Anwendung auch therapeutische Erfolge ermöglicht. So sei etwa die Genschere  – eine Art „Zerschneiden“ der DNA – in der Tier- und Pflanzenzucht sinnvoll einsetzbar. Positiv zu werten seien auch die Möglichkeiten einer Gen-Therapie für das ungeborene Kind im Mutterleib, was „Heilung statt Abtreibung“ ermögliche.

Grundsätzlich sei der Mensch – auch als Embryo – kein Verbrauchsgegenstand und das menschliche Genom keine Spielwiese für verantwortungslose Experimente.

Bei der ausführlichen Fragerunde nach dem Vortrag Cullens, der mit großem Beifall bedacht wurde,  zeigte sich das rege Interesse der Zuhörer und das breite Themenspektrum, das von der Bevölkerungsentwicklung über die Frage nach der politischen Interessenvertretung für den Lebensschutz bis hin zur Sorge um die Zukunft all der eingefrorenen Embryonen reichte.

DIESER TAGUNGSBERICHT von Felizitas Küble wurde am 10. Mai fast vollständig in der „Münsterländischen Volkszeitung“ veröffentlicht – diese Tageszeitung gehört zur Pressegruppe der „Westfälischen Nachrichten“

 


Japans Forschung mit Mensch-Tier-Wesen

Eine Gesetzesänderung der japanischen Regierung soll Wissenschaftlern die Forschung mit Mensch-Tier-Wesen erleichtern. Das berichtet das Internetportal „Forschung und Wissen“. 

Bislang mussten Wissenschaftler in Japan Tiere, in die sie menschliche Zellen einbrachten, binnen 14 Tagen töten. Inzwischen vertrete das Wissenschaftsministerium jedoch die Ansicht, „dass das Risiko, bei der Forschung ein Mischwesen mit tierischen und menschlichen Elementen zu schaffen, technisch bei null liegt.“ 

Die Gesetzesänderung soll Forschungen voranbringen, bei denen Wissenschaftler menschliche Organe in Tieren züchten wollen. Die Forscher hoffen, die so gezüchteten Organe in der Transplantationsmedizin einsetzen zu können.

Wie das Portal schreibt, wollten japanische Wissenschaftler schon bald einen Schweine-Embryo erschaffen, in dessen Körper sich eine menschliche Bauchspeicheldrüse heranbilden soll.

Quelle: ALfA-Newsletter

HINWEIS: Genau über diese Thematik und Problematik  – Mischwesen-Experimente in der Gentechnik  – spricht Professor Dr. med. Paul Cullen morgen in Rheine. Näheres hier: https://charismatismus.wordpress.com/2019/04/16/rheine-alfa-und-cdl-veranstalten-am-7-mai-einen-vortragsabend-mit-prof-paul-cullen/


Rheine: ALfA und CDL veranstalten am 7. Mai einen Vortragsabend mit Prof. Paul Cullen

Von Felizitas Küble

Prof. Dr. Paul Cullen aus Münster ist Vorsitzender der Ärzte für das Leben eV.  –  Der engagierte Lebensrechtler und Bioethik-Experte spricht deutschlandweit über aktuelle Herausforderungen, Experimente und Gefahren der sog. Reproduktionsmedizin, Gentechnik und Biomedizin.

Am Dienstag, den 7. Mai 2019 hält der Arzt in Rheine (nördliches Münsterland) einen Vortrag zu dem brisanten Thema „Vom Retortenbaby zum Mischwesen.“ – Es geht bei der ebenso aktuellen wie fundierten Rede um „Irrungen und Wirrungen in der Reproduktionsmedizin“.

BILD: Prof. Cullen und Cordula Mohr, die Veranstalterin des Vortragsabends in Rheine und langjährige Autorin des CHRISTLICHEN FORUM

Die Veranstaltung, die vom Regionalverband Nordmünsterland der ALfA (Aktion Lebensrecht für alle) und der CDL (Christdemokraten für das Leben) in NRW organisiert wird, beginnt um 19.30 Uhr im Pfarrheim St. Antonius in der Osnabrückerstr. 34 in 48429 Rheine.

Nach der Rede Cullens können die Besucher sich gerne mit Fragen und Diskussionsbeiträgen zu Wort melden.

Alle Interessenten sind herzlich zu dieser interessanten Veranstaltung eingeladen.

Weitere Infos zum Thema und zum Referenten finden Sie unter https//www.mischwesen.net


Abschied von Dr. Angelika Pokropp-Hippen: Beerdigung mit zahlreichen Lebensrechtlern

Von Felizitas Küble

Am heutigen Montag-Nachmittag (1. April 2019) wurde die verstorbene Ärztin, Therapeutin und einsatzfreudige Lebensrechtlerin Dr. Angelika Pokropp-Hippen in Amelsbüren bei Münster beerdigt.

Die große Pfarrkirche St. Sebastian war mit rund 130 Menschen sehr gut besetzt, was die herzliche Anteilnahme vieler Menschen am Tod dieser  – weit über das Münsterland hinaus bekannten – Medizinerin aufzeigt.

Wir haben über ihr ebenso vielfältiges wie couragiertes Wirken und ihre nimmermüde Hilfe für abtreibungs-geschädigte Frauen kürzlich berichtet: siehe HIER.

BILD: Der Priester betet am Sarg, der in der Sebastian-Kirche vor dem Altar aufgebahrt wurde.

Unter den Trauergästen befanden sich neben Angehörigen und Freunden auch viele Patienten und vor allem zahlreiche Repräsentanten aus der deutschen Lebensrechtsbewegung, darunter die Bundesgeschäftsführerin der CDL (Christdemokraten für das Leben), Odila Carbanje (siehe Foto).

Zugegen waren außerdem mehrere Aktive aus der ALfA (Aktion Lebensrecht für alle), unsere Gast-Autorin Cordula Mohr (ALfA- und CDL-Vertreterin), Mitglieder der Aktion Leben und der Initiative EuroProLife; sodann Prof. Dr. Paul Cullen, Vorsitzender der „Ärzte für das Leben“ in Münster (dort gehörte die Verstorbene zum Vorstand) sowie Tirza Schmidt, evangelisch-freikirchliche Leiterin des Bochumer Frauenberatungshauses Villa vie.

Weitere Lebensrechtsgruppen aus weiter Ferne ehrten das Andenken der Verstorbenen mit großen Kränzen, so etwa die „Schweizerische Hilfe für Mutter und Kind“.

Auch aus kirchlichen Gruppen wie dem Bernhard-Poether-Arbeitskreis kamen mehrere Vertreter, darunter Pfarrer Ewald Spieker und Monika Kaiser-Haas.

BILD: Gläubige auf dem Weg zur Beisetzung von Frau Pokropp-Hippen

Unter den Trauergästen befanden sich sodann Geistliche und Laien aus marianischen Gebetskreisen und Gruppen wie z. B. „Cenacolo“, aber auch auffallend viele Kirchgänger aus der altrituellen Aegidii-Gottesdienstgemeinschaft in Münster.

In seinem Requiem (Trauermesse) würdigte der Zelebrant Peter Meyer aus Lüdinghausen den  – wie er sagte – „mutigen Einsatz“ der Autorin und Vortragsreisenden für das Lebensrecht aller Menschen. Die Medizinerin, die am 26. März im Alter von 64 Jahren ihrem Krebsleiden erlag, war eine tiefgläubige Katholikin und überzeugte Marienverehrerin.

Zugleich wurde ihr Wirken für das Lebensrecht der ungeborenen Kinder auch in bibeltreuen evangelikalen Kreisen wahrgenommen und gewürdigt.

Noch wenige Wochen vor ihrem Tod gab sie der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA ein Interview, in dem sie sich für die von Gesundheitsminister Spahn geplante Studie über psychische Abtreibungsfolgen aussprach, wie der Priester anmerkte.

Außerdem veröffentlichte IDEA einen positiven Nachruf auf die engagierte Publizistin: siehe HIER.

In seiner Predigt betonte der Pastor Meyer außerdem, daß Frau Dr. Pokropp-Hippen ihre Patienten nicht nur ärztlich behandelte, sondern sie bei Sorgen und Problemen auch mit in ihr Gebet nahm. Die unbeugsame „Kämpferin für das Leben“ sei zugleich eine einfühlsame Wegbegleiterin für viele Menschen gewesen.

BILD: Prof. Dr. med. Paul Cullen (Chef der „Ärzte für das Leben“) nimmt am Grab Abschied von Dr. med. Pokropp-Hippen

Der Geistliche sowie Angehörige der Verstorbenen trugen mehrfach wegweisende Gedanken, Traumbilder und Gedichte aus ihren Büchern vor.

Bei der nachfolgenden Beerdigung auf dem Amelsbürener Friedhof erwähnte der Priester das biblische Wort vom Weizenkorn, das sterben muß, damit es aufgehen und Frucht bringen kann.  So sei auch der Tod glaubensstarker Menschen das Tor zum Leben, der Beginn ihrer ewigen Freude in Gottes Herrlichkeit. 

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.