Rheine: Professor Paul Cullen sprach über gentechnische Chancen und Irrwege

Von Felizitas Küble

Im Rahmen der kirchlich-ökumenischen „Woche für das Leben“ veranstaltete die Aktion Lebensrecht für alle (ALfA) gemeinsam mit den Christdemokraten für das Leben (CDL) am Dienstag (7. Mai) einen Vortragsabend mit dem Bioethik-Experten und Molekularbiologen Prof. Dr. Paul Cullen zum Thema „Vom Retortenbaby zum Mischwesen. Irrungen und Wirrungen in der Reproduktionsmedizin.“

Der Münsteraner Mediziner engagiert sich als Vorsitzender der „Ärzte für das Leben“ deutschlandweit für den Respekt vor der Unanstastbarkeit der Menschenwürde vor und nach der Geburt. Dabei informiert er kompetent und auch für Laien verständlich über die Chancen und Gefahren der modernen Reproduktionsmedizin. 

Cordula Mohr (siehe Foto) eröffnete als Vorsitzende des ALFA-Regionalverbands Nordmünsterland die Abendveranstaltung im gut besuchten Pfarrheim St. Antonius in Rheine und bedankte sich besonders bei Pfarrer Meinolf Winzeler, der selber anwesend war, für die Verfügungstellung des Pfarrsaales.

Es gehe bei dem Vortrag darum, so erklärte sie, wie wir „mit unserem Menschsein und mit der Schöpfungsordnung Gottes verantwortlich umgehen können“. Es bringe unabsehbare Gefahren und Risiken mit sich, sich hierbei auf ein „Spiel mit dem Feuer“ einzulassen.

Dr. Cullen (siehe Fotos) sprach in seinem Vortrag, der durch Info-Grafiken und Schaubilder auf der Leinwand illustriert wurde, ein breites Spektrum brisanter bioethischer Herausforderungen an. Als „Startschuss“ des gentechnischen Neulands in der Fortpflanzungsmedizin bezeichnete er die Geburt des ersten „Retortenbabys“ am 25. Juli 1978 in Nordengland.

Nach wie vor seien Großbritannien  – und inzwischen auch China – weltweit die Vorreiterstaaten für „revolutionäre“ Verfahren.  Der Redner schilderte die Problematik der neuesten Gen-Schere  – CRISP/cas9 genannt  – über das „Sozial Egg Freezing“  – auf Zeit eingefrorene Eizellen, etwa um Karrierewünsche nicht vor dem Kinderkriegen stören zu lassen  –  bis hin zu Auswüchsen in Richtung „Designer-Baby“ oder gar Tier-Mensch-Mischwesen, sogenannte „Chimären“.

Der Medizinprofessor sieht nicht im gentechnischen Fortschritt als solchem das Problem, sondern in seiner Anwendung jenseits von Lebensrecht und Menschenwürde, etwa hinsichtlich der vorgeburtlichen Diagnostik im Dienste von Selektion und Abtreibung oder der vielen überzähligen Embryonen infolge künstlicher Befruchtung, die hierzulande aufgrund des Embryonenschutzgesetzes zwar „nur“ eingefroren, in manch anderen Teilen der Welt aber vernichtet würden.

Zudem wisse man nicht, wie lange das Embryonenschutzgesetz in Deutschland aufrechterhalten werde. Kritisch äußerte sich Dr. Cullen auch über vielfach übertriebenen Erwartungen an die Reagenzglas-Befruchtung (In Vitro Fertilisation), denn fünf von sechs betroffenen Frauen, die sich der zermürbenden IVF-Behandlung unterziehen, bringen kein Kind zur Welt.

Der Referent erwähnte zudem die gesundheitlichen Risiken sowohl für die Mutter wie für das IVF-Kind auch hinsichtlich späterer Langzeitfolgen.

Aus Sicht des Arztes sollte sich die Reproduktionsmedizin, die sich auf künstliche Methoden fixiere, stärker mit den natürlichen Chancen und Lösungen bei unerfülltem Kinderwunsch befassen.

Auf eine Nachfrage in der Diskussionsrunde hin bestätigte er, dass die Natürliche Empfängnisregelung (NER) eine stärkere Wertschätzung erfahren sollte, da sie nicht allein die Geburten reguliere, sondern auch den Zeitpunkt des Eisprungs genauer eingrenzen und damit die Chancen einer Befruchtung erhöhen könne.

Zugleich stellte der Mediziner klar, dass der gentechnische Fortschritt neben bedrohlichen Entwicklungen bei richtiger Anwendung auch therapeutische Erfolge ermöglicht. So sei etwa die Genschere  – eine Art „Zerschneiden“ der DNA – in der Tier- und Pflanzenzucht sinnvoll einsetzbar. Positiv zu werten seien auch die Möglichkeiten einer Gen-Therapie für das ungeborene Kind im Mutterleib, was „Heilung statt Abtreibung“ ermögliche.

Grundsätzlich sei der Mensch – auch als Embryo – kein Verbrauchsgegenstand und das menschliche Genom keine Spielwiese für verantwortungslose Experimente.

Bei der ausführlichen Fragerunde nach dem Vortrag Cullens, der mit großem Beifall bedacht wurde,  zeigte sich das rege Interesse der Zuhörer und das breite Themenspektrum, das von der Bevölkerungsentwicklung über die Frage nach der politischen Interessenvertretung für den Lebensschutz bis hin zur Sorge um die Zukunft all der eingefrorenen Embryonen reichte.

DIESER TAGUNGSBERICHT von Felizitas Küble wurde am 10. Mai fast vollständig in der „Münsterländischen Volkszeitung“ veröffentlicht – diese Tageszeitung gehört zur Pressegruppe der „Westfälischen Nachrichten“

 


Japans Forschung mit Mensch-Tier-Wesen

Eine Gesetzesänderung der japanischen Regierung soll Wissenschaftlern die Forschung mit Mensch-Tier-Wesen erleichtern. Das berichtet das Internetportal „Forschung und Wissen“. 

Bislang mussten Wissenschaftler in Japan Tiere, in die sie menschliche Zellen einbrachten, binnen 14 Tagen töten. Inzwischen vertrete das Wissenschaftsministerium jedoch die Ansicht, „dass das Risiko, bei der Forschung ein Mischwesen mit tierischen und menschlichen Elementen zu schaffen, technisch bei null liegt.“ 

Die Gesetzesänderung soll Forschungen voranbringen, bei denen Wissenschaftler menschliche Organe in Tieren züchten wollen. Die Forscher hoffen, die so gezüchteten Organe in der Transplantationsmedizin einsetzen zu können.

Wie das Portal schreibt, wollten japanische Wissenschaftler schon bald einen Schweine-Embryo erschaffen, in dessen Körper sich eine menschliche Bauchspeicheldrüse heranbilden soll.

Quelle: ALfA-Newsletter

HINWEIS: Genau über diese Thematik und Problematik  – Mischwesen-Experimente in der Gentechnik  – spricht Professor Dr. med. Paul Cullen morgen in Rheine. Näheres hier: https://charismatismus.wordpress.com/2019/04/16/rheine-alfa-und-cdl-veranstalten-am-7-mai-einen-vortragsabend-mit-prof-paul-cullen/


Rheine: ALfA und CDL veranstalten am 7. Mai einen Vortragsabend mit Prof. Paul Cullen

Von Felizitas Küble

Prof. Dr. Paul Cullen aus Münster ist Vorsitzender der Ärzte für das Leben eV.  –  Der engagierte Lebensrechtler und Bioethik-Experte spricht deutschlandweit über aktuelle Herausforderungen, Experimente und Gefahren der sog. Reproduktionsmedizin, Gentechnik und Biomedizin.

Am Dienstag, den 7. Mai 2019 hält der Arzt in Rheine (nördliches Münsterland) einen Vortrag zu dem brisanten Thema „Vom Retortenbaby zum Mischwesen.“ – Es geht bei der ebenso aktuellen wie fundierten Rede um „Irrungen und Wirrungen in der Reproduktionsmedizin“.

BILD: Prof. Cullen und Cordula Mohr, die Veranstalterin des Vortragsabends in Rheine und langjährige Autorin des CHRISTLICHEN FORUM

Die Veranstaltung, die vom Regionalverband Nordmünsterland der ALfA (Aktion Lebensrecht für alle) und der CDL (Christdemokraten für das Leben) in NRW organisiert wird, beginnt um 19.30 Uhr im Pfarrheim St. Antonius in der Osnabrückerstr. 34 in 48429 Rheine.

Nach der Rede Cullens können die Besucher sich gerne mit Fragen und Diskussionsbeiträgen zu Wort melden.

Alle Interessenten sind herzlich zu dieser interessanten Veranstaltung eingeladen.

Weitere Infos zum Thema und zum Referenten finden Sie unter https//www.mischwesen.net


Abschied von Dr. Angelika Pokropp-Hippen: Beerdigung mit zahlreichen Lebensrechtlern

Von Felizitas Küble

Am heutigen Montag-Nachmittag (1. April 2019) wurde die verstorbene Ärztin, Therapeutin und einsatzfreudige Lebensrechtlerin Dr. Angelika Pokropp-Hippen in Amelsbüren bei Münster beerdigt.

Die große Pfarrkirche St. Sebastian war mit rund 130 Menschen sehr gut besetzt, was die herzliche Anteilnahme vieler Menschen am Tod dieser  – weit über das Münsterland hinaus bekannten – Medizinerin aufzeigt.

Wir haben über ihr ebenso vielfältiges wie couragiertes Wirken und ihre nimmermüde Hilfe für abtreibungs-geschädigte Frauen kürzlich berichtet: siehe HIER.

BILD: Der Priester betet am Sarg, der in der Sebastian-Kirche vor dem Altar aufgebahrt wurde.

Unter den Trauergästen befanden sich neben Angehörigen und Freunden auch viele Patienten und vor allem zahlreiche Repräsentanten aus der deutschen Lebensrechtsbewegung, darunter die Bundesgeschäftsführerin der CDL (Christdemokraten für das Leben), Odila Carbanje (siehe Foto).

Zugegen waren außerdem mehrere Aktive aus der ALfA (Aktion Lebensrecht für alle), unsere Gast-Autorin Cordula Mohr (ALfA- und CDL-Vertreterin), Mitglieder der Aktion Leben und der Initiative EuroProLife; sodann Prof. Dr. Paul Cullen, Vorsitzender der „Ärzte für das Leben“ in Münster (dort gehörte die Verstorbene zum Vorstand) sowie Tirza Schmidt, evangelisch-freikirchliche Leiterin des Bochumer Frauenberatungshauses Villa vie.

Weitere Lebensrechtsgruppen aus weiter Ferne ehrten das Andenken der Verstorbenen mit großen Kränzen, so etwa die „Schweizerische Hilfe für Mutter und Kind“.

Auch aus kirchlichen Gruppen wie dem Bernhard-Poether-Arbeitskreis kamen mehrere Vertreter, darunter Pfarrer Ewald Spieker und Monika Kaiser-Haas.

BILD: Gläubige auf dem Weg zur Beisetzung von Frau Pokropp-Hippen

Unter den Trauergästen befanden sich sodann Geistliche und Laien aus marianischen Gebetskreisen und Gruppen wie z. B. „Cenacolo“, aber auch auffallend viele Kirchgänger aus der altrituellen Aegidii-Gottesdienstgemeinschaft in Münster.

In seinem Requiem (Trauermesse) würdigte der Zelebrant Peter Meyer aus Lüdinghausen den  – wie er sagte – „mutigen Einsatz“ der Autorin und Vortragsreisenden für das Lebensrecht aller Menschen. Die Medizinerin, die am 26. März im Alter von 64 Jahren ihrem Krebsleiden erlag, war eine tiefgläubige Katholikin und überzeugte Marienverehrerin.

Zugleich wurde ihr Wirken für das Lebensrecht der ungeborenen Kinder auch in bibeltreuen evangelikalen Kreisen wahrgenommen und gewürdigt.

Noch wenige Wochen vor ihrem Tod gab sie der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA ein Interview, in dem sie sich für die von Gesundheitsminister Spahn geplante Studie über psychische Abtreibungsfolgen aussprach, wie der Priester anmerkte.

Außerdem veröffentlichte IDEA einen positiven Nachruf auf die engagierte Publizistin: siehe HIER.

In seiner Predigt betonte der Pastor Meyer außerdem, daß Frau Dr. Pokropp-Hippen ihre Patienten nicht nur ärztlich behandelte, sondern sie bei Sorgen und Problemen auch mit in ihr Gebet nahm. Die unbeugsame „Kämpferin für das Leben“ sei zugleich eine einfühlsame Wegbegleiterin für viele Menschen gewesen.

BILD: Prof. Dr. med. Paul Cullen (Chef der „Ärzte für das Leben“) nimmt am Grab Abschied von Dr. med. Pokropp-Hippen

Der Geistliche sowie Angehörige der Verstorbenen trugen mehrfach wegweisende Gedanken, Traumbilder und Gedichte aus ihren Büchern vor.

Bei der nachfolgenden Beerdigung auf dem Amelsbürener Friedhof erwähnte der Priester das biblische Wort vom Weizenkorn, das sterben muß, damit es aufgehen und Frucht bringen kann.  So sei auch der Tod glaubensstarker Menschen das Tor zum Leben, der Beginn ihrer ewigen Freude in Gottes Herrlichkeit. 

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

 


Münster: Der Mediziner Prof. Dr. Paul Cullen übt scharfe Kritik am Entwurf zum §219a

Als „scheinheilige Mogelpackung, die Werbung für Abtreibung durch die Hintertür erlaubt“ hat der Vorsitzende der „Ärzte für das Leben“, Professor Dr. med. Paul Cullen, den Referentenentwurf der Bundesregierung zur Reform des § 219a Strafgesetzbuch (StGB) bezeichnet.

Nach Ansicht des Labormediziners lassen sich Information und Werbung klar auseinanderhalten. So gehe bei der Information der Impuls vom Suchenden aus, während bei der Werbung der Impuls vom Anbieter ausgehe. Auch die bloße Mittelung, das ein Arzt oder eine Praxis, Abtreibungen durchführt, sei Werbung.

„Kein Arzt informiert auf seiner Webseite über eine Leistung, an deren Erbringung er kein Interesse hat“, erkärt Prof. Cullen.

BILD: Der Mediziner Dr. Cullen im Gespräch mit der ALfA-Vorsitzenden von Nordmünsterland, Cordula Mohr, auf der TCLG-Tagung 2018

Prof. Cullen kritisierte, dass der Referentenentwurf der Bundesregierung zum §219a StGB vorsehe, dass „Ärztinnen und Ärzte, Krankenhäuser und Einrichtungen zukünftig (…) öffentlich ohne Risiko der Strafverfolgung darüber informieren [dürfen], dass die Schwangerschaftsabbrüche vornehmen.“

Darüber hinaus dürfen diese Ärzte und Einrichtungen „durch Verlinkung in ihrem Internetauftritt auf (…) Informationsangebote neutraler Stellen“ aufmerksam machen.

Mit „Informationsangebote neutraler Stellen“ seien die Listen von Ärzten und Einrichtungen gemeint, die Abtreibungen vornehmen einschließlich einer Beschreibung der jeweils verwendeten Methode. Diese sollen von der Bundesärztekammer und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung geführt werden. 

„Unter allen ärztlichen Handlungen ist die Abtreibung die einzige, die als alleiniges Ziel hat, einen anderen Menschen zu töten, einen vollkommen wehrlosen noch dazu“, erklärt der Mediziner weiter.

Aus diesem Grund wollten die meisten Frauenärztinnen und -ärzte diese Leistung nicht selbst anbieten. Und auch diejenigen die sie anböten, wollten „damit nicht öffentlich in Verbindung gebracht werden“.

Insofern sei es auch „folgerichtig, dass die wenigen Ärzte, die sich gewissermaßen auf Abtreibung ,spezialisiert’ haben“ – so etwa Friedrich Stapf in München oder Kristina Hänel in Gießen – gar „keine Frauenärzte sondern praktische Ärzte oder Allgemeinärzte sind“.

Laut Prof. Cullen diene die Verwendung des Begriffs „Einrichtungen“ der Verschleierung der „Identität der abtreibenden Ärzte“.

Für den Vorsitzenden der „Ärzte für das Leben“ sorgt der Referentenentwurf für eine „weitere Aushöhlung des Rechts auf Leben“. Durch ihn würden vorgeburtliche Kindstötungen weiter „normalisiert“.

Quelle: ALFA-Newsletter


CDL wählte in Mainz einen neuen Vorstand: Mechthild Löhr einstimmig wiedergewählt

Bundesversammlung mit Prof. Dr. Paul Cullen

Zu ihrer Bundesversammlung kamen am Wochenende die Christdemokraten für das Leben (CDL) in Mainz zusammen. Auf der Tagesordnung standen u.a. die Wahlen des Bundesvorstandes. 
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Bundesvorsitzende Mechthild Löhr (siehe Foto) erfährt größte Wertschätzung und Unterstützung, was sich in der einstimmigen Wiederwahl ausdrückte. Die Versammlung sprach auch ihren drei Stellvertretern Hubert Hüppe, Odila Carbanje und Sophia Kuby  das Vertrauen aus.
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Neu im geschäftsführenden Vorstand ist als Schriftführerin die Juristin Dr. Friederike Hoffmann-Klein. Für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ist nach wie vor Susanne Wenzel zuständig, während die Finanzen in den bewährten Händen des Rechtsanwalts Jürgen Boyxen liegen.
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Der Bundesvorstand wird künftig neben vielen jüngeren Gesichtern auch durch die aus Funk und Fernsehen bekannte Publizistin Birgit Kelle (siehe Foto) verstärkt.

Zentraler Punkt im Rechenschaftsbericht der Bundesvorsitzenden Mechthild Löhr war die aktuelle Auseinandersetzung um das Werbeverbot für Abtreibungen.

„Durch die Diskussion um den §219 ist die Abtreibung wieder im politischen Diskurs angekommen“, begrüßte sie die derzeitige Diskussion:

„Diese Sensibilität für das Lebensrecht wünschen wir uns auch für andere Themen, denn das Lebensrecht gehört in die Mitte nicht nur der politischen Auseinandersetzung, sondern in die Mitte unserer Gesellschaft.“

Löhr würdigte die Geschlossenheit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Beibehaltung des Werbeverbotes und betonte, dass hier grundlegende Unterschiede zu anderen Parteien deutlich würden.

Grußworte an die Versammlung richteten neben dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx, auch der Bischof von Mainz, Peter Kohlgraf, sowie die Generalsekretärin d er CDU, Annegret Kramp-Karrenbauer und der soeben gewählte neue Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Ralph Brinkhaus.

Inhaltlich bestimmend war der Vortrag des Vorsitzenden der Ärzte für das Leben, Prof. Dr. med. Paul Cullen, der zum Thema „Vom Retortenbaby zum Mischwesen: Verirrungen der modernen Reproduktionsmedizin“ sprach.

Cullen beleuchtete u. a. die Auswüchse der Reproduktionsmedizin, die schließlich in der Züchtung von Kindern mit –  nach Wunschvorstellung der Eltern  – nahezu perfekten Eigenschaften in der Petrischale gipfeln könnten.

Dr. Alexander Giannakis, der neu gewählte Vorsitzende des CDL-Kreisverbandes Düsseldorf, berichtete zum Abschluß von seinen vielfältigen Unternehmungen, das Thema Lebensschutz präsent zu machen.

Die CDL im Internet: www.cdl-online.de


Münster: Prof. Dr. med. Paul Cullen verteidigt den § 219a im Deutschen Ärzteblatt

Unter dem Titel „§ 219 a STGB: Keine normale Dienstleistung“ veröffentlichte das Deutsche Ärzteblatt eine Zuschrift von Prof. Dr. Paul Cullen (siehe Foto). Der Mediziner aus Münster ist Vorsitzender der Vereinigung „Ärzte für das Leben“.  

Hier folgt seine Stellungnahme, die sich auf einen vorherigen Beitrag der Autorin Petra Bühring bezieht und ihr widerspricht. Prof. Cullen verteidigt darin den §219a, der Ärzten die Werbung für Abtreibungen verbietet:

„In ihrem Artikel … scheint Frau Bühring leider den Anstiftern der Causa Hänel vollends auf den Leim gegangen zu sein. Denn in diesem Fall geht es, wie die Autorin Birgit Kelle am 19. Dezember 2017 auf dem Webportal von welt.de schrieb, um die „perfide Inszenierung eines Skandals, um mit einem Musterprozess ein Gesetz zu kippen“.

Frau Hänel wird mit den Worten zitiert, dass „Frauen in Notlagen immer weniger Möglichkeiten [haben], einen Arzt zu finden – vor allem auf dem Land“. Hiervon kann keine Rede sein: Gibt man in Google „Abtreibung in me“ ein, so komplettiert der Algorithmus „in meiner Nähe“ ganz von allein – und zeigt dann automatisch die Kontaktinformation von nahe liegenden Ärzten und Organisationen an, die Abtreibungen anbieten.

Dazu ist Deutschland mit einem dichten Netz von 1600 registrierten Beratungsstellen überzogen, die sich mittels eines von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bereitgestellten Beratungsstellensuchers mit GPS-basiertem Ortungsdienst überaus leicht finden lassen.

Auch die „Allerweltswaffe Nazi-Karte“ (Kelle) stimmt nicht mal inhaltlich. Der besagte Paragraf stammt nämlich aus dem Strafgesetzbuch des Deutschen Reiches von 1871. Zwar wurde er auf Druck der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei (USPD), der Kommunisten (KPD) und Teilen der SPD in den Jahren 1926 bis 1933 außer Kraft gesetzt, doch wurde er in die Gesetzgebung der Bundesrepublik aktiv aufgenommen und mehrfach (1976, 1993) angepasst und bestätigt.

Nebenbei bemerkt scheinen gerade die Befürworter der Abschaffung des Abtreibungsverbots kein Problem mit anderen Regelungen im Gesundheitssektor zu haben, die im Gegensatz zu § 219 a originär von den Nationalsozialisten stammen, so etwa die Steuerbefreiung für Sonn-, Feiertags- und Nachtarbeitszuschläge in der Pflege, die 1940 primär eingeführt wurde, um einen finanziellen Anreiz für Arbeiter in der Waffenproduktion zu schaffen.

Abtreibung ist keine normale medizinische Dienstleistung, sondern bestenfalls eine menschliche Tragödie. Wollen wir sie durch Werbung wirklich normalisieren?“

Prof. Dr. med. Paul Cullen, 48163 Münster

Quelle: https://www.aerzteblatt.de/archiv/196009/219-a-STGB-Keine-normale-Dienstleistung