CDL-Geschäftsführerin Carbanje kritisiert ASTA-Kampagne gegen Prof. Paul Cullen

Odila Carbanje (siehe Foto) ist Bundesgeschäftsführerin und NRW-Landesvorsitzende der CDL (Christdemokraten für das Leben).

In einer aktuellen Stellungnahme äußert sie ihre „große Sorge“ über Forderungen des ASTA in Münster, „die quasi auf ein Berufsverbot für Prof. Cullen hinauslaufen.“

Es geht hierbei um einen ultralinken Medienfeldzug gegen den Labormediziner Prof. Dr. Paul Cullen mit dem fanatischen Ziel, dem Vorsitzenden der „Ärzte für das Leben“ seine Professur an der Universität Münster abzuerkennen – und dies vor allem wegen seines Einsatzes gegen Abtreibung, die er als „Tötung“ bezeichnet, was ihm ernsthaft zum Vorwurf gemacht wird.

Frau Carbanje erklärt weiter zu dieser Kampagne: „Sie gefährdet den wissenschaftlichen Diskurs an den Universitäten und damit auch die Zukunft unabhängiger Wissenschaftler. Wer dem linksextremen Spektrum nicht entspricht, darf an der Uni nicht mehr unterrichten?“

Das Vorgehen wirkt umso absurder, als diese Lebensrechtsthemen nicht einmal Gegenstand seiner Vorlesungen sind, sondern sein persönliches Anliegen:

„Dass sich Prof. Cullen in seiner Freizeit für das Lebensrecht Ungeborener einsetzt, würde, wenn es sich dabei um Frösche oder Wölfe handelt, unterstützt und gefeiert. Da es aber bei seinem Engagement um ungeborene Kinder geht, sieht man in ihm eine Gefahr.“

Zudem verweist die Lebensrechtlerin darauf, daß im Strafgesetzbuch (StGB) Abtreibung nach wie vor als rechtswidrig definiert wird und fügt hinzu: „Sowohl unser Grundgesetz wie auch die Urteile des Bundesverfassungsgerichtes stellen ungeborene Kinder unter absoluten Schutz.“

Dem entspreche auch die „Lehre der katholischen Kirche.“ – Als Katholik orientiere sich Cullen daran und er stehe mit beiden Beinen auf dem Boden unserer Verfassung.

Kardinal von Galen, der bis heute in Münster, in Deutschland und weltweit als unbeugsamer Mahner verehrt wird, habe einst durch seine Predigten zum Lebensrecht aller Menschen in bedrängter Zeit Mut und Gerechtigkeitssinn bewiesen.

Frau Carbanje fragt: „Kommen wir wieder dahin, dass, wer es ihm gleichtut, Repressalien erwarten muss?

Dass Prof Cullen kein Einzelfall ist, zeige sodann die Gründung des ‚Netzwerkes Wissenschaftsfreiheit‘.

.


Die Causa Cullen aus christlicher Sicht

Mathias von Gersdorff

Paul Cullen, Professor an der Westfälischen Wilhelms-Universität zu Münster und Vorsitzender der „Ärzte für das Leben“, ist gegenwärtig Ziel einer Hetzkampagne aufgrund seines Einsatzes für ungeborene Babys.

Der ASTA-Münster veröffentlichte am 19. Januar 2021 zusammen mit einer Gruppierung namens „Kritische Mediziner*innen“ eine Stellungnahme mit wüsten Beschimpfungen gegen den Pro-Life-Ärzt. Im Text werden die klassischen Totschlagargumente linker Pamphlete in wilder Mischung vorgebracht.

Diesem „Statement“ ging eine Pressemitteilung der „Grünen Jugend“ vom 4. Dezember 2020 gegen den „radikalen Abtreibungsgegner“ Paul Cullen voraus.
(Hier dokumentiert: https://aktion-sos-leben.blogspot.com/2021/02/dokumentation-hetzschrift-der-grunen.html).

Beide Texte wettern gegen Cullen, weil er sich für das Lebensrecht der ungeborenen Kinder einsetzt und dementsprechend gegen die geltende Abtreibungsregelung.

Was ist der eigentliche Grund für diese verbale Hinrichtung?

Es gibt viele Akademiker, die sich für das Leben der Ungeborenen einsetzen. Gynäkologen müssen das eigentlich schon aus beruflichen Gründen tun.

Der Hass der Linken konzentriert sich gegenwärtig aber auf Prof. Cullen, weil sein Einsatz einen christlichen (konkret katholischen) Hintergrund hat. Cullen ist überzeugter Lebensrechtler, weil er gläubig ist.

Das ist es, was den Zorn der „Grünen Jugend“ und des ASTAs erzeugt.

Würde Prof. Cullen seine Haltung „lediglich“ wissenschaftlich oder philosophisch begründen, so würde man ihn wahrscheinlich in Ruhe lassen.

Doch Cullens christliche Begründung seiner Haltung macht Abtreibungen stärker zu einem moralischen Problem. Und damit legt er den Finger in die eigentliche Wunde des Themas.

Die Massenabtreibungen in Deutschland sind eine gigantische moralische Wunde. Jeder Mensch, der noch ein einigermaßen funktionierendes Gewissen hat, empfindet das auch so.

Aus diesem Grund ebbt die Debatte um die Abtreibung auch nach vielen Jahrzehnten nicht ab. Das christlich motivierte Lebensrecht ist eine Mahnung an das Gewissen. Deshalb erzeugt es einen so großen Hass bei den Abtreibungsaktivisten.

Das ständige Erinnern an das fünfte Gebot „Du sollst nicht töten“ ist das größte Hindernis für eine „Normalisierung“ von Abtreibungen. Durch Stigmatisierung von Lebensrechtlern versucht der Abtreibungsaktivismus, diese mahnende Stimme zu ersticken.

Wenn jemand es wagt, gegen Abtreibung seine Stimme zu erheben und sie als moralisch verwerflich anzuprangern, so soll er anhand einer Hasskampagne zum Schweigen gebracht werden.

Der Feldzug gegen Paul Cullen ist die kaschierte Ausgrenzung eines Christen entsprechend der gesamten Agitation des Abtreibungsaktivismus

Quelle bzw. Erstveröffentlichung hier: https://aktion-sos-leben.blogspot.com/2021/02/angriff-auf-prof-cullen-christenhass.html


Münster: Ärztin widerspricht der Kampagne gegen Prof. Dr. med. Paul Cullen

Seit Wochen läuft auf ultralinker Seite (ASTA, Grüne Jugend und andere Abtreibungsbefürworter) und in Medien ein äußert unfairer Diffamierungsfeldzug gegen den Arzt und Lebensrechtler Prof. Dr. Paul Cullen aus Münster (siehe Foto).

Der Molekularbiologe und Labormediziner ist zugleich Vorsitzender der „Ärzte für das Leben“.

Am 18. Februar 2021 erschien in den „Westfälischen Nachrichten“ eine gekürzte Fassung des Leserbriefes von Dr. med. Marlis Rahe aus Münster; sie ist die Frau des evangelischen Pastors Dr. Hans Wilhelm Rahe. (Sein kirchengeschichtlich interessantes Buch haben wir hier rezensiert: https://charismatismus.wordpress.com/2020/06/02/der-ev-kirchenhistoriker-wilhelm-rahe-und-sein-aufrechter-gang-auch-in-schwerer-zeit/)

Wir veröffentlichen die Leserzuschrift der Ärztin Rahe (siehe Foto) zur Causa Cullen nun im vollen Wortlaut:

Der AStA und die Kritischen Mediziner/innen werfen Herrn Prof. Cullen vor, er trete für das vollständige Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen ein, diffamiere diese als ‚Tötungen’ und spreche den Schwangeren das Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper ab.

Ein Schwangerschaftsabbruch ist nicht die Entfernung von „Schwangerschaftsgewebe“, sondern die bewußte Tötung eines ungeborenen Kindes durch grausame Methoden – Zerstückelung des Kindes oder das Verhungernlassen im Mutterleib durch Hormontabletten.

Diese Tötung eines ungeborenen Kindes verfolgt viele Frauen ihr Leben lang. Ich hatte vor vielen Jahren eine Patientin aus Rumänien, die bei der Erhebung der Vorgeschichte sagte, sie habe 16 Abtreibungen hinter sich. Sie machte einen emotional völlig erkalteten Eindruck.

Die Selbstbestimmung der Frau über ihren eigenen Körper ist richtig. Doch ein ungeborenes Kind im Mutterleib ist kein Teil der Mutter. Der Blutkreislauf des Kindes und der Mutter sind getrennt. Das Kind kann eine andere Blutgruppe als die Mutter haben. Es ist ein eigener Mensch, der nur noch nicht groß genug ist, um ohne die Hilfe seiner Mutter zu überleben.

Ich verstehe nicht, wie Frauen im Zeitalter der totalen sexuellen Aufklärung ab der Grundschulzeit noch ungewollt schwanger werden können. Irgend etwas läuft da wohl schief.

Für Fairneß, Vielfalt und das Recht auf freie Meinungsäußerung tritt in der Causa CULLEN auch eine Petition ein, die von Studierenden der Universität Münster gestartet wurde, wobei der Aufruf bereits ca. 2000 Unterzeichner gewinnen konnte:

https://www.change.org/p/studierende-der-wwu-statement-f%C3%BCr-freie-meinungs%C3%A4u%C3%9Ferung-und-kulturelle-diversit%C3%A4t-an-der-wwu


Soros finanziert israelfeindliche Kampfgruppen

Von Felizitas Küble

Der politisch linksstehende Finanzinvestor George Soros ist einer der meistgehätschelten Amerikaner unserer zeitgeistigen Medien, vor allem linker Gruppen und Parteien in Deutschland. Wer diesen Milliardär jüdisch-ungarischer Herkunft zu kritisieren wagt, wird sofort in die antisemitische Ecke abgeschoben.

Jüngstes Beispiel dafür ist die Causa Cullen, eine wochenlange, nach wie vor anhaltende Verleumdungskampagne gegen den irisch-stämmigen Professor Dr. med. Paul Cullen aus Münster (siehe Foto).

Der Labormediziner ist zugleich Vorsitzender der „Ärzte für das Leben“. Vor allem wegen seiner Gegnerschaft zur Abtreibung und einiger skeptischer Äußerungen über Soros wird er vom ASTA und sonstigen linken Jagdgesellen attackiert. (Weiteres dazu hier: https://charismatismus.wordpress.com/2021/02/13/warum-die-falsche-gleichung-soros-kritik-antisemitismus-selbst-antijudisch-ist/)

Dabei präsentieren sich diese heuchlerischen Herr- und Damenschaften als besonders „judenfreundlich“, indem sie mit der „braunen Keule“ gegen Soros-Kritiker losziehen. Dabei verschweigen sie – sei es aus Dreistigkeit oder Ignoranz – die entscheidende Tatsache, daß Soros mit seiner jüdischen Herkunft genauso wenig anfangen kann wie mit dem Staat Israel.

Noch schlimmer: Dieser vermeintliche „Philantroph“, wie er allenthalben auf der Schleimspur vieler Medien gepriesen wird, ist ein besonders gefährlich als milliardenstarker Feind des jüdischen Staates und damit auch der Juden insgesamt, denn Israel ist die Heim- und Zufluchtstätte für alle Juden weltweit im Falle einer Verfolgung.

Über die allergische Haltung der israelischen Regierung gegen Soros haben wir seit Jahren in unserem CHRISTLICHEN FORUM berichtet und dies mit Fakten und Zitaten von Ministerpräsident Netanjahu und anderen namhaften Juden belegt.

Diesmal konzentrieren wir uns auf jene Subventionen, die seitens der Soros-Foundation wie ein Füllhorn über israelfeindliche, ja sogar militante Islamisten-Organisationen ausgekippt werden, um den jüdischen Staat von innen und außen zu zerstören.

Wie die „Jüdische Rundschau“ in der Januar-Ausgabe auf S. 2 berichtet, hat Soros die „International Crisis Group“ gegründet. Zum Beirat gehört Amed Khan, der – nebenbei erwähnt – über 100.000 Dollar für den Wahlkampf des islamfreundlichen Joe Biden gespendet hat. (Präsident Trumps Regierung war stattdessen betont israelfreundlich.)

Khan hat in einem Leitartikel für das „Quincy Institute“, das laut Jüdischer Rundschau von Soros finanziert wird, die amerikanischen Angriffe auf Al Qaida und die Taliban scharf verurteilt und zugleich das linksfaschistische Regime von Maduro in Venezuela verteidigt. Nicht dessen desaströse Politik sei für das dortige Flüchtlingsproblem verantwortlich, sondern angeblich die westlichen Sanktionen.

Bereits am 23.7.2017 veröffentlichte die aus Nahost-Experten bestehende Redaktion des Info-Portals „Mena-Watch“ unter dem Titel „Welche Gruppen finanziert Soros in Israel?“ einen erhellenden Artikel: https://www.mena-watch.com/welche-gruppen-finanziert-soros-in-israel/

Darin heißt es, Israel verabscheue die Tatsache, daß Soros „Millionen Dollar für Organisationen bereitstellt, die sich um den Boykott, die Isolierung und Delegitimierung Israels bemühen„.

So habe seine Open Society Foundation über 2,6 Millionen Dollar an Abdalah gespendet und damit eine antizionistische Gruppierung finanziert, die „von internationalem Forum zu internationalem Forum reist und Israel beschuldigt, Kriegsverbrechen zu begehen.“ – Abdalah fordere ausländische Regierungen sogar dazu auf, die Beziehungen zu Israel abzubrechen oder zumindest herabzustufen.

Es geht aber auch noch militanter:
Ein 2013 von NGO Monitor veröffentlichter Bericht enthüllte zudem, dass Soros das Institute for Middle East Understanding und Mada al-Carmel finanziert. Beide rufen international zum Boykott Israels auf. Er finanziert mehrere Organisationen, die darauf spezialisiert sind, Israel im In- und Ausland zu verklagen, darunter Al-Haq, eine Organisation, die von einem hochrangigen Aktivisten der Popular Front for the Liberation of Palestine (PFLP) geleitet wird. Die PFLP wird von den USA als Terrorgruppe eingestuft.

In dem wissenschaftlichen Werk „Bad Investment“ wird detailgenau aufgelistet und nachgewiesen, welche israelkritischen bis israelfeindlichen Werke Soros mit seiner „Open Society Foundation“ finanziert, darunter vor allem palästinensische Organisationen sowie diverse Initiativen zum Boykott und zur De-Legitimierung Israels. Hier kann man alles (auf englisch) genau nachlesen: http://www.ngo-monitor.org/soros.pdf

Der jüdische Publizist und Sohn eines Holocaust-Überlebenden, Dr. Daniel Pipes (siehe Foto) aus den USA, hat sich schon vor Jahren deutlich von den pro-islamischen, aus seiner Sicht anti-westlichen Soros-Aktivitäten distanziert, wie wir damals berichteten: https://charismatismus.wordpress.com/2018/12/27/usa-juedischer-philosoph-daniel-pipes-warnt-vor-migration-und-islamisierung/

Kein Wunder, daß der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sich bereits im Oktober 2017 scharf gegen die antizionistischen Soros-Initiativen geäußert hat – und dabei ausdrücklich die ungarische Regierung Orban in ihrer Kritik an diesem linkslastigen Strippenzieher unterstützte: http://www.freiewelt.net/nachricht/netanjahu-wirft-george-soros-vor-mit-seinen-kampagnen-israel-zu-schaden-10072450/

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

Weitere Infos zum Antizionismus von Soros hier: https://charismatismus.wordpress.com/2019/05/21/scharfe-kritik-an-george-soros-aus-israel/


Warum die falsche Gleichung „Soros-Kritik = Antisemitismus“ selbst antijüdisch ist

Von Felizitas Küble

Wenn ultralinken Kreisen die Argumente ausgehen, um konservative Persönlichkeiten anzuprangern und mit Schmähungen zu überziehen, fällt ihnen garantiert die „braune Keule“ ein, wobei sie eiskalt ihr vermeintliches Plädoyer für das Judentum vortäuschen, um ihren politischen Jagdtrieb austoben zu können.

Aktuelles Beispiel hierfür ist die Ausgrenzungsstrategie gegen Professor Paul Cullen (siehe Foto) in Münster.
Der Labormediziner und Molekularbiologe ist Vorsitzender der „Ärzte für das Leben“. Sein Einsatz für das Lebensrecht aller Menschen – auch der ungeborenen Kinder – ist radikalen Abtreibungsbefürwortern ein Dorn im Auge.

Daher führen der tiefrote ASTA sowie selbsternannte „kritische“ Mediziner/innen seit Wochen eine wüste Kampagne gegen Dr. Cullen und fordern von der Universität gar die Aberkennung seiner außerordentlichen Professor. Wäre diese Causa nicht allzu ernst, könnte man lachen über ein derartiges Ausmaß des Absurden, gepaart mit ideologischem Fanatismus.

Doch selbst den Kampagnenführern war wohl klar, daß es auf Otto Normalverbraucher reichlich merkwürdig wirkt, wenn dem Lebensrechtler Dr. Cullen allein seine – human und christlich motivierte – Ablehnung der Abtreibung vorgehalten würde.

Eine solche Argumentationsstrategie würde große Teile des bürgerlichen Spektrums beileibe nicht gegen den Professor einnehmen – eher umgekehrt, zumal es geradezu aberwitzig erscheint, Cullen vorzuwerfen, er bezeichne Abtreibung als „Tötung“. Man muß beileibe weder Christ noch Lebensrechtler sein, um zu wissen, wie recht er damit hat – dazu genügt es, logisch bis drei zu zählen.

Weil also solch offensichtlicher Unfug nicht einmal das eigene linke Lager hätte überzeugen können, mußte dringend die „schlagkräftige“ Antisemitismus-Keule geschwungen werden, was in jener ultralinken Anti-Cullen-Erklärung auch geschah: https://www.asta.ms/aktuelles-layout?id=125

Der attackierte Arzt wird darin als judenfeindlich beschuldigt, weil er – so wörtlich – „der Soros-Stiftung vorwirft, als „mächtige Finanzinteressen“ die „Abtreibungs-und Euthanasielobby“ zu unterstützen.“ Sodann wird darüber „aufgeklärt“, daß George Soros ein „jüdischer Philosoph und Holocaust-Überlebender“ sei.

Derart infame Tricks und Nebelkerzen sind lächerlich, weil sie zu Ende gedacht bedeuten würden, daß jedwede Kritik an Aktionen oder Projekten von Personen jüdischer Herkunft an sich schon „antisemitisch“ sei. (Abgesehen davon, daß die Soros-Familie auf ihre jüdischen Wurzeln ohnehin keinen Wert legte.)

Verschwiegen wird außerdem, daß die schärfste Kritik an dem US-amerikanischen Milliardär Soros und seiner Einflußnahme nicht etwa aus dem diesbezüglich vielgescholtenen Ungarn stammt, sondern aus Israel.

Der jüdische Ministerpräsident Netanjahu (siehe Foto) warf den Soros-Stiftungen vor, die „Sicherheit und Zukunft Israels zu gefährden“, denn sein Netzwerk unterstütze „antizionische“ und proislamische Organisationen.

Bereits im Oktober 2017 hat er die ungarische Regierung in ihrer Kritik an Soros ausdrücklich unterstützt. Die österreichische Zeitung „Der Standard“ schrieb am 28.4.2018 unter dem Titel „Auch Israels Regierung streitet mit George Soros“ dazu: „Spätestens seit Anfang des Jahres ist klar, dass auch Israels Premier Benjamin Netanjahu hinter George Soros einen Feind vermutet.“

Wenn also nach linker Lesart jede Kritik an Soros mit Antisemitismus gleichzusetzen ist, wäre der israelische Regierungschef auch ein Judenfeind. In Wirklichkeit arbeitet Soros mit seiner pro-islamischen Multikulti-Strategie gegen die Lebens- und Überlebens-Interessen des jüdischen Staats und letztlich gegen das Judentum als Ganzes.

Wer somit die linkslastigen, antizionistischen Soros-Aktivitäten gleichsam unter Denkmalschutz stellt und jedwede Sachkritik daran verteufelt, handelt in seiner Wirkungsweise – ob er will oder nicht – selber antisemitisch.

Zudem sollte sich gerade der ASTA mit der „braunen Keule“ gefälligst zurückhalten.

Ich habe noch in denkbar schlechter Erinnerung, wie der ASTA Anfang der 80er Jahre zu Protesten gegen eine Veranstaltung des konservativen Juden Gerhard Löwenthal aufgerufen hatte. Als ich damals dem KZ-Überlebenden und Leiter des ZDF-Magazins einen Blumenstrauß überreichen wollte, wurde er mir von jungen Randalierern, die den Vortragssaal blockierten, aus der Hand gerissen.

Es geht diesem Spektrum eben nicht wirklich um jüdische Anliegen, sondern um die fanatische Durchsetzung ihrer ideologischen Agenda. Das hat der israelische Staat längst durchschaut und protestiert daher regelmäßig gegen Soros-Projekte, wie wir seit Jahren im CHRISTLICHEN FORUM berichten.

Hier einige Beispiele dazu:
https://charismatismus.wordpress.com/2019/05/21/scharfe-kritik-an-george-soros-aus-israel/
https://charismatismus.wordpress.com/2018/04/07/israel-beschuldigt-die-soros-stiftungen/

Für Toleranz, Vielfalt und das Recht auf freie Meinungsäußerung tritt in der Causa CULLEN auch eine Petition ein, die von fair denkenden Studierenden der Universität Münster gestartet wurde, wobei der Aufruf bereits weit über 1600 Unterzeichner gewinnen konnte: https://www.change.org/p/studierende-der-wwu-statement-f%C3%BCr-freie-meinungs%C3%A4u%C3%9Ferung-und-kulturelle-diversit%C3%A4t-an-der-wwu


ASTA-Attacken gegen Prof. Paul Cullen bedrohen die Freiheit der Wissenschaft

Von Felizitas Küble

Bereits seit einigen Wochen läuft von ultralinker Seite eine verbissene Kampagne gegen den aus Irland stammenden Molekularbiologen und Labormediziner Dr. Paul Cullen. Der Professor (siehe Foto) ist zugleich Vorsitzender der „Ärzte für das Leben e.V.“.

Sein Einsatz gegen Abtreibung dürfte das wichtigste Motiv der ideologischen Angriffe sein, die weiteren „Gründe“ sind offensichtlich vorgeschoben.

So wird dem Lebensrechtler z.B. vorgeworfen, daß er Abtreibung als „Tötung“ bezeichnet und das „Selbstbestimmungsrecht“ der Frau nicht respektiere, was „fundamentalistisch“ und „antifeministisch“ sei usw.

Solange die linken Kreise sich nur in ihrer eigenen Sektiererecke bewegten, waren diese haltlosen Attacken gegen Cullen nicht sonderlich bedeutsam.

Nun haben die Diffamierungen aber mittlerweile die Regionalpresse erreicht, denn am vergangenen Montag berichteten die „Westfälischen Nachrichten“ über die Vorwürfe des ASTA und einer „kritischen“ Mediziner/innen-Gruppe. Immerhin gab die Zeitung Professor Cullen die Chance, hierauf zu antworten.

Würde die linke Jagdgesellschaft sich auf ihren unsinnigen Anschuldigungen beschränken, wäre dies zu vernachlässigen. Doch ASTA und Co. verlangen allen Ernstes vom Dekan der WWU (Westf. Wilhelms-Universität Münster), Paul Cullen die Professor an der Hochschule zu entziehen.

Dr. Cullen bezeichnete diese Forderung als „absurd“, zumal er sich in seinen Vorlesungen nur mit dem medizinischen Fachgebiet Diabetes befasse.

Daß er als „katholisch geprägter Ire“ für das Lebensrecht der ungeborenen Kinder eintrete, entspreche einer kulturellen Vielfalt, wie sie an Universitäten „durchaus üblich“ sei.

Die anhaltende Verunglimpfung eines qualifizierten Arztes bedroht nicht nur den guten Ruf dieses Mannes, sondern beinhaltet einen fanatischen Angriff auf die Freiheit der Wissenschaft, auf die Freiheit von Forschung und Lehre und auf die grundgesetzlich geschützte Meinungsfreiheit.

Durch die sog. Cancel Culture werden diese demokratischen Werte immer stärker eingeengt. Kürzlich haben 70 Forscher ein überfälliges Netzwerk für die Wissenschaftsfreiheit gegründet: https://www.pro-medienmagazin.de/index.php?id=99700

Für Fairneß, Vielfalt und das Recht auf freie Meinungsäußerung tritt in der Causa CULLEN auch eine Petition ein, die von Studierenden der Universität Münster gestartet wurde, wobei der Aufruf bereits ca. 1400 Unterzeichner gewinnen konnte:

https://www.change.org/p/studierende-der-wwu-statement-f%C3%BCr-freie-meinungs%C3%A4u%C3%9Ferung-und-kulturelle-diversit%C3%A4t-an-der-wwu

In einem weiteren Artikel gehen wir demnächst näher auf die Vorwürfe ein, die von linker Seite gegen Professor Cullen erhoben werden.

HIER einer unserer Beiträge über Dr. Cullens Vortrag zum Themenbereich Bioethik/Gentechnik: https://charismatismus.wordpress.com/2019/05/13/rheine-professor-paul-cullen-spricht-ueber-gentechnische-chancen-und-irrwege/


Namhafte Katholiken unterzeichneten eine Petition für Kardinal Woelki

Von Felizitas Küble

Schon nach wenigen Tagen haben sich weit über 1000 Unterzeichner mit einer Online-Petition solidarisiert, die sich für „Fairness in der Kirche“ einsetzt und dies auch gegenüber dem derzeit hart attackierten Erzbischof von Köln fordert: https://fairness-in-der-kirche.de/die-unterstuetzer/

Laut „Welt am Sonntag“ vom 8. Februar hat der Vatikan bereits entschieden, daß sich Kardinal Woelki kirchenrechtlich korrekt verhalten habe. Zuvor hatte der Kölner Oberhirte den Papst um Klärung gebeten hinsichtlich der gegen ihn erhobenen Vorwürfe angeblicher Vertuschung im Missbrauchsfall eines inzwischen verstorbenen Klerikers: https://charismatismus.wordpress.com/2021/02/08/wams-vatikan-steht-hinter-kardinal-woelki/

Die erwähnte Fairness-Petition, die von dem bekannten Publizisten Martin Lohmann (siehe Foto) moderiert wird, ist von namhaften Katholiken unterzeichnet worden, darunter den Historikern Dr. Michael Feldkamp und Michael Hesemann, vom früheren Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Werner Münch ebenso wie vom Papst-Biographen Peter Seewald oder dem ehem. Chef von Radio Vatikan, Pater Eberhard von Gemmingen SJ.

Vor allem aus Kreisen der Lebensrechtsbewegung haben sich leitende Persönlichkeiten der Petition angeschlossen, darunter Prof. Dr. Paul Cullen (siehe Foto), Vorsitzender der Ärzte für das Leben und führender Labormediziner im Münsterland, Dr. Bernward Büchner (Juristen für das Leben) oder Cordula Mohr (ALFA-Vorsitzende Nordmünsterland, CDL-Vorständlerin in NRW).

Zu den Solidarisierenden gehören außerdem namhafte Publizisten wie Regina Einig (Tagespost), die Theologin Petra Lorleberg (kath.net), die Verlegerin und Buchautorin Ursula Zöller (FELS, ehem. Bildpost, Neue Kath. Frauenbewegung), Jürgen Liminski (Tagespost, Junge Freiheit, FELS), außerdem Verbandsleiter wie Prof. Dr. Hubert Gindert oder Alois Fürst zu Löwenstein (beide Dachverband“Forum Deutscher Katholiken“) oder Reinhard Dörner (Kardinal von Galen-Kreis) und viele weitere Persönlichkeiten des katholischen Spektrums


„Ärzte für das Leben“ gegen Suizidbeihilfe in diakonischen Einrichtungen der EKD

Die Organisation „Ärzte für das Leben“ kritisiert den Vorstoß von Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), den ärztlich-assistierten Suizid in kirchlichen Einrichtungen einzuführen.

Am 26. Februar 2020 hat das Bundesverfassungsgericht zum ersten Mal in der deutschen Geschichte ein „Recht auf selbstbestimmtes Sterben“ in „jeder Phase der menschlichen Existenz“ als Teil der allgemeinen Persönlichkeitsrechte etabliert.

Ein Hauptargument in diesem Urteil war, dass die restriktive Haltung der Ärzteschaft den Zugang zum assistierten Suizid in vielen Fällen faktisch unmöglich mache, weshalb es nötig sei, Angebote wie die der Sterbevereine zuzulassen.

Nach dem Urteil lässt sich eine Rochade beobachten. Nun heißt es, dass viele Menschen die Einschaltung solcher Vereine „für weniger wünschenswert halten als die Unterstützung durch Ärztinnen und Ärzte, die ihren Patienten vertraut sind“, wie die Professoren Schöne-Seifert und Guttmann aus Münster neulich in einer Stellungnahme im Westfälischen Ärzteblatt argumentiert haben.[1]

Die Befürchtung, dass es am Ende immer Ärzte sein würden, die diese Tätigkeit übernehmen sollten, lässt sich nun durch das Werben des hannoverschen Landesbischofs Ralf Meister und des Präsidenten der Diakonie, Ulrich Lilie, für den ärztlich assistierten Suizid in kirchlich-diakonischen Einrichtungen[2] erneut bestätigen.

Der Linie von Schöne-Seifert und Guttmann folgend, müssten laut dieser Kirchenvertreter kirchliche Einrichtungen Orte sein, in denen Suizid auf „sichere und nicht qualvolle Weise“ vollzogen werden könne. Durch diese „Professionalisierung der Selbsttötung“ könne der geschäftsmäßigen Suizidbeihilfe nämlich die Grundlage entzogen werden.

„Die Sache ist recht einfach“, sagte Prof. Dr. Paul Cullen (siehe Foto), Vorsitzender der „Ärzte für das Leben“ heute in Münster:

„Wir als Ärzte müssen immer auf der Seite des Lebens stehen. Es darf also keine Interaktion zwischen Arzt und Patient mit dem ausdrücklichen Ziel geben, dass der Patient hinterher tot ist. Vielmehr besteht unsere Aufgabe darin, dem Patienten auch in sehr schweren Situationen beizustehen. Keinesfalls dürfen wir vor dieser Aufgabe kapitulieren und versuchen, das Leid zu beenden, indem wir den Leidenden beseitigen. Dieser Weg führt in eine Barbarei, vor der am Ende niemand mehr sicher ist.“

[1] Gutmann T, Schöne-Seifert B. Suizidhilfe als Grundrecht. Suizidhilfe-Verweigerung und ärztliches Ethos. Westfälisches Ärzteblatt 07/2020, 18-19.
[2] Decker D. Evangelische Kirche: Theologen für Sterbehilfe in kirchlichen Einrichtungen, FAZ online, 10. Jan. 2021, https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/theologen-fuer-sterbehilfe-in-kirchlichen-einrichtungen-17138848.html

Quelle: Pressemitteilung der „Ärzte für das Leben“


Heute über 3000 Teilnehmer beim Marsch für das Leben im Zentrum Berlins

„Wir lieben das Leben!“ Unter diesem Motto haben unter Corona-Bedingungen über 3.000 Teilnehmer an der alljährlichen Kundgebung beim Marsch für das Leben am 19.9.2020 teilgenommen, viele tausend weitere verfolgten die Veranstaltung im Fernsehen oder im Live-Stream zu Hause.

Neben dem hochkarätig besetzten Podium waren die musikalische Begleitung durch die OutbreakBand und die blinde Sängerin Bernarda Brunovic sowie die Vorstellung des Kinofilms „Unplanned“ ein Höhepunkt.

Wie jedes Jahr stellte der Bundesverband Lebensrecht e.V. (BVL) aktuelle Forderungen für mehr Lebensschutz in Deutschland an die Politik. Gerade die Corona-Pandemie zeige deutlich, dass der unbedingte Schutz des Lebens Vorrang gegenüber der Selbstbestimmung hat.

Dem stimmt auch die Sängerin Bernarda Brunovic zu, die über ihre Motivation sagte: „Wir brauchen eine Änderung in der Gesellschaft, in den Ideologien. Das Leben ist so schön, jedes Leben ist einzigartig, dafür müssen wir eintreten!“

Der ehemalige Vizepräsident des Bundestages, Johannes Singhammer (CSU), betonte das ganzheitliche Konzept der Schöpfung, da der Mensch zur Schöpfung dazu gehörte, und dankte allen Teilnehmern des Marsches herzlich dafür, in Berlin für das Lebensrecht aller Menschen so öffentlich und sichtbar einzutreten.

Ein bewegendes Zeugnis kam dieses Jahr von einer Mutter, die ihre Tochter trotz Anenzephalie nicht abgetrieben hat: „Der Druck auf uns, abzutreiben, war sehr hoch und zu einem besonders schweren Zeitpunkt sehr verlockend. Wir sind sehr froh, dass wir Hanna auch in den Armen halten durften.“

Alexandra Linder (siehe Foto), Vorsitzende des BVL, verwies auf die Priorität der Menschenwürde, die keinen anderen Rechten wie Autonomie oder Selbstbestimmung untergeordnet werden dürfe: „Nur mit der Menschenwürde, die jeder Mensch von seiner Existenz an bis zu seinem Tod bedingungslos hat, kann ein humaner Rechtsstaat Bestand haben.“

Die Kundgebung beim Marsch für das Leben 2020 startete mit einer Begrüßung durch Alexandra Linder, auf dem Podium sprachen Johannes Singhammer, Ulrich Parzany, die Mutter von Hanna, Bernarda Brunovic, Sr. Monja Boll, Maria Schmidt und die Jugend für das Leben. Vorstandsmitglieder des BVL, Alexandra Linder, Paul Cullen, Hartmut Steeb und Cornelia Kaminski moderierten die Veranstaltung.

Der Marsch für das Leben startet jedes Jahr mit einer großen Kundgebung. Die Bühnengäste kommen aus Wissenschaft, Politik, Kunst, Gesellschaft und Kirche. Sie sind beruflich oder ehrenamtlich besonders im Lebensrecht engagiert oder berichten über ihre persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen.

Coronabedingt waren dieses Jahr über 3.000 Teilnehmer auf der Kundgebung. 2019 nahmen etwa 8000 Menschen am Marsch für das Leben teil.

HIER eine Stellungnahme von Mathias von Gersdorff zum Marsch und den linksradikalen Gegnern: https://www.youtube.com/watch?v=NuFMCOCNHfs&feature=youtu.be

www.bundesverband-lebensrecht.de


Die ärztliche Gewissensfreiheit ist bedroht

Von Prof. Dr. med. Paul Cullen

Der Vorstoß der Grünen in Baden-Württemberg, die Anstellung von Ärzten an Universitätskliniken von ihrer Bereitschaft abhängig zu machen, Abtreibungen durchzuführen, ist ein Fanal für die ganze Ärzteschaft

Die 68-jährige Sozialpädagogin Bärbl Mielich, Staatssekretärin im Ministerium für Soziales und Integration der vom Katholiken Winfried Kretschmann geführten grün-schwarzen Landesregierung in Baden-Württemberg, ist zweifache Großmutter und Expertin für die Betreuung von pflegebedürftigen Menschen im Alter.

Seit einigen Monaten hat sie jedoch ein neues Betätigungsfeld entdeckt: Die Liberalisierung der Abtreibungsgesetzgebung in Deutschland.

So nahm sie im November 2019 an einer Veranstaltung von pro-familia und der grünen Heinrich-Böll-Stiftung in Stuttgart teil mit dem Titel „Schwangerschaftsabbruch. Menschenrecht und Tabu“.

Diese Tagung, die vom Abtreibungsaktivisten Dr. Christian Fiala aus Wien eingeleitet wurde, verfolgte das Ziel, die Abtreibung zum einem „legitimen Bestandteil der gesundheitlichen Versorgung“ zu machen.

Um dieses Anliegen voranzubringen, wird ein angeblicher Mangel an abtreibungswilligen Ärzten ins Feld geführt. Vor allem die nachwachsende Generation möchte immer weniger Abtreibungen durchführen, wird argumentiert, was an „eine Verortung der Abbrüche im Strafrecht“ liege.

Diese Aktivität von Frau Mielich gipfelte nun in einem Interview mit Eiken Bruhn in der taz am 6. Juli 2020, bei dem die Staatsekretärin die Katze aus dem Sack ließ, nämlich, dass der Unwille junger Ärzte nicht an der rechtlichen Abtreibungsregelung, sondern an anderen Gründen  –  wie etwa moralische Skrupel  –  liegen könnte.

„Das Hauptproblem ist ja“, sagte sie, dass „wir die jungen Ärztinnen und Ärzte dazu bekommen müssen, Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen“. Und wie wollen „wir“ das machen? Indem „wir [prüfen], inwiefern wir die Unikliniken dazu verpflichten können, … etwa Neueinstellungen davon abhängig können, dass Ärzte und Ärztinnen bereit sind, Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen.“

Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit wird seit einigen Jahren versucht, die Gewissensfreiheit der Ärzte auszuhebeln.

In §2 Abs. 1 der gültigen Fassung der Musterberufsordnung der Bundesärztekammer wird festgehalten, dass „Ärztinnen und Ärzte … ihren Beruf nach ihrem Gewissen [ausüben]… Sie dürfen … keine Vorschriften oder Anweisungen beachten, … deren Befolgung sie nicht verantworten können.“

Selbst in seinem umstrittenen Urteil zur Suizidbeihilfe hat das Bundesverfassungsgericht Ende Februar diese Gewissensfreiheit bestätigt, in dem es festlegte, dass es „eine Verpflichtung zur Suizidhilfe nicht geben darf.“

Dieser Versuch von Frau Mielich, diese Gewissensfreiheit durch die Hintertür eines faktischen Teilberufsverbots auszuhebeln, ist infam.

Für viele junge Ärzte ist es fast zwingend, einen ihre Weiterbildung an einem Universitätsklinikum abzuhalten. Gerade in einem operativen Fach wie die Frauenheilkunde kann es sehr schwierig sein, außerhalb von Unikliniken die Bandbreite an chirurgischen Maßnahmen, die das Weiterbildungskatalog erfordert, zu erfahren.

Dass die Universitätskliniken in der Regel nur, wie Eiken Bruhn von der taz richtigerweise festhielt, „Spätabtreibungen von behinderten Kindern“ vornehmen, macht das Vorgehen von Frau Mielich nicht weniger problematisch.

Für Ärzte wie die Mitglieder der „Ärzte für das Leben“, die Abtreibung als vorsätzliche Tötung ansehen und grundsätzlich ablehnen, ist dieses Vorgehen natürlich indiskutabel.

Aber auch Ärzten, die unsere Position nicht oder nur teilweise teilen, muss es klar sein, dass der Abschied von der Gewissensfreiheit den Bruch mit einer zweitausendjährigen hippokratischen Tradition und schließlich das Ende des ärztlichen Berufs an sich bedeutet.

Ohne Gewissensfreiheit gibt es keine Ärzte mehr, sondern nur noch „Mediziner“, Techniker der Medizin, die nach Diktat der Politik, der Versicherungen oder sonstigen Dritten die „Behandlungen“ durchführen, die von ihnen verlangt werden und für sie vorgeschrieben sind.

Der Dienst am ganzen Menschen, der unseren Beruf auszeichnet und schön macht, ist dann für alle Zeit vorbei.

Unser Autor Prof. Dr. Paul Cullen aus Münster ist Präsident der „Ärzte für das Leben“